(19)
(11) EP 0 390 965 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.05.1992  Patentblatt  1992/21

(21) Anmeldenummer: 89117007.8

(22) Anmeldetag:  14.09.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E01F 7/04, F16B 9/02

(54)

Befestigungsvorrichtung

Fastening device

Dispositif de fixation


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR IT LI

(30) Priorität: 03.04.1989 DE 8903987 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.10.1990  Patentblatt  1990/41

(73) Patentinhaber:
  • Morath, Franz
    D-7892 Albbruck-Birndorf (DE)
  • Mössmer, Eva-Maria, Dr.
    D-8000 München 21 (DE)

(72) Erfinder:
  • Morath, Franz
    D-7892 Albbruck-Birndorf (DE)
  • Mössmer, Eva-Maria, Dr.
    D-8000 München 21 (DE)

(74) Vertreter: Schmitt, Hans, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. H. Schmitt Dipl.-Ing. W. Maucher Dreikönigstrasse 13
79102 Freiburg
79102 Freiburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-88/04708
US-A- 2 704 586
FR-A- 2 556 425
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen von im Lawinen- und Gleitschutzverbau eingesetzten Holz-Schwellen.

    [0002] Zum Befestigen von bodenseitigen Schwellen z.B. von Lawinenstützwerken, insbesondere aus Holz, ist es vorgesehen, daß die Rundholz-Schwelle auf eine jeweils auszugrabende Geländeterrasse gelegt wird und dort z.B. mit Hilfe von T-Eisen oder Seilankern auf dem Untergrund befestigt wird.
    Nachteilig ist hierbei, daß beim Ausgraben der Geländeterrasse der gewachsene Boden verletzt wird und somit in nachteiliger Weise Ansatzstellen für Erosionsvorgänge entstehen.
    Zum anderen sind die Forstpflanzen, die durch diese Maßnahme vor Schneebewegungen geschützt werden sollen, durch den erheblichen Eingriff in das Bodengefüge in ihrer Wasserversorgung bzw. in ihrem Wachstum beeinträchtigt.
    Nachteilig ist bei dieser Form der Schwellenverankerung außerdem, daß das Holz unmittelbar auf dem Boden auf liegt und somit aufgrund der ständigen Durchfeuchtung einer beschleunigten Zersetzung durch Pilze ausgesetzt ist. Hinzu kommt, daß das Herstellen einer Terrasse im Steilgelände einen hohen Arbeitszeit- und damit Kostenaufwand erfordert. Darüber hinaus muß das dabei anfallende Aushubmaterial entweder mit großem Transportaufwand zu Tal gebracht werden oder es wird die Geländeterrasse nach Einbau der Schwelle mit dem Material wieder aufgefüllt. Später anfallende Ausbesserungsarbeiten, z.B. beim Auswechseln der Schwelle, sind in diesem Fall nur unter größtem Aufwand möglich.
    Neueste Untersuchungen zur Aufforstungstechnik im Gebirge empfehlen schließlich ein zeitlich gestaffeltes Vorgehen, um Lawinenstützwerke aus Holz bestmöglich einsetzen zu können. Dabei sollte gleichzeitig mit der Aufforstung die Verankerung für Lawinen-Bauwerke eingebracht und erst, wenn die Pflanzen eine bestimmte Höhe erreicht haben, die Endmontage durchgeführt werden. Dies ist mit den bisherigen Schwellenbefestigungen nicht möglich.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die das Befestigen von Schwellen vereinfacht und insbesondere die vorstehend genannten Nachteile beseitigt. Insbesondere soll eine Befestigungsvorrichtung für Schwellen im Lawinen- und Gleitschutzverbau, z.B. für Holz-Schneerechen, geschaffen werden, die bodenschonend zu errichten ist, die ein getrenntes Vorgehen bei der Durchführung der Verankerung und der Endmontage erlaubt, die Instandhaltungsarbeiten in einem vertretbaren Aufwand zuläßt und dabei gleichzeitig die auftretenden Schnee- od. dgl. Belastungen des Stützwerkes sicher aufnehmen kann.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Vorrichtung als Schwellen-Schuh mit eine Schwelle teilweise in Stützrichtung umgreifender Aufnahme-Aussparung ausgebildet ist und daß der Schwellen-Schuh eine Einspannvorrichtung zum Festspannen der Schwelle sowie eine oder mehrere Befestigungsstellen zum Anschließen von einen oder mehreren Boden-Befestigungsankern aufweist. Durch Einsatz solcher, über Bodenanker befestigter Schwellen-Schuhe kann die Schwelle mit Abstand zum Boden gehalten werden, so daß sie nicht in direkten Bodenkontakt kommt und somit nicht dem Einfluß der Bodennässe unterliegt. Vorteilhaft ist weiterhin, daß auf den Aushub einer Geländeterrasse bzw. auf umfangreiche Betonierarbeiten verzichtet werden kann, so daß Verletzungen des Mutterbodens mit den eingangs erwähnten Nachteilen vermieden werden. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Eingriff in den Boden minimiert und beschränkt sich auf das Einbringen von Bohrlöchern für die Bodenanker, was aber keine nachteiligen Folgen hat. Durch Verwendung der erfindungsgemäßen Schwellen-Schuhe ist auch ein einfaches und zeitsparendes Einlegen der Schwelle nach der Montage der Schwellen-Schuhe möglich und außerdem ist auf Hängen mit erheblichen Reliefunterschieden gut eine waagerechte Ausrichtung der Schwellen möglich. Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, Holzschäden an den Schwellen rechtzeitig zu erkennen und somit beschädigte Holzteile ohne größere Erdarbeiten auszuwechseln.

    [0005] Zweckmäßigerweise sind die Befestigungsstellen am Schwellen-Schuh zum Anschließen wenigstens eines Druckankers und/oder wenigstens eines Zugankers ausgebildet. Dadurch bestehen unterschiedliche, an die jeweiligen Gegebenheiten angepaßten Befestigungsmöglichkeiten des Schwellen-Schuhs. Beispielsweise kann bergseitig eine Befestigungsstelle für einen Zuganker und talseitig eine Befestigungsstelle für einen Druckanker vorgesehen sein, wenn der Schwellen-Schuh über die Befestigungsanker mit Abstand zum Boden montiert wird. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, Befestigungs stellen für zwei Zuganker am Schwellen-Schuh vorzusehen, falls dieser auf dem Untergrund bzw. einer Ortsbetonplatte aufliegend montiert wird.

    [0006] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß der Schwellen-Schuh etwa parallel und mit Abstand zueinander angeordnete, vorzugsweise gleiche Seiten-Platten aufweist, die miteinander verbunden sind, und daß die Seiten-Platten mit ihren Aufnahme-Aussparungen in Fluchtrichtung zueinander angeordnet sind.
    Ein solcher Schwellen-Schuh läßt sich auf einfache Weise fertigen und ergibt trotzdem die erforderliche Stabilität. Außerdem lassen sich dadurch die verschiedenen Befestigungsstellen zum Anschließen der Bodenanker gut anbringen.

    [0007] Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt. Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der Ausführungsbeispiele näher erläutert.

    [0008] Es zeigt:

    Fig. 1 eine Seitenansicht eines Schwellen-Schuhs mit Befestigungsstellen für Boden-Befestigungsanker, die hier mit Abstand zur Verdeutlichung dargestellt sind,

    Fig. 2 eine Aufsicht sowie

    Fig. 3 eine etwa Fig. 1 entsprechende Seitenansicht eines Schwellen-Schuhs,

    Fig. 4 eine Seitenansicht eines Schwellen-Schuhs mit gegenüber Fig. 1 bis 3 abgewandelt ausgebildeten Befestigungsstellen,

    Fig. 5 eine Aufsicht des in Fig. 4 gezeigten Schwellen-Schuhs,

    Fig. 6 eine Seitenansicht eines Stützwerkes mit durch Schwellen-Schuhe gehaltener Schwelle,

    Fig. 7 eine perspektivische Ansicht der in Fig. 6 gezeigten Anordnung,

    Fig. 8 eine abgewandelte Ausführungsform bzw. Anordnung eines Stützwerkes,

    Fig. 9 eine Seitenansicht eines Schwellen-Schuhs mit anderer Einspannvorrichtung und

    Fig. 10 eine auseinandergezogene Darstellung der zu einem Schwellen-Schuh gehörenden Einzelteile.



    [0009] Ein z.B. in Fig. 1 gezeigter Schwellen-Schuh 23 dient zum Befestigen einer Holzschwelle 1 , die beispielsweise zu dem in Fig. 6 bzw. 7 dargestellten Stützwerk 24 gehört. Solche Stützwerke 24 werden im Lawinen- und Gleitschutzverbau eingesetzt. Wie insbesondere in Fig. 7 erkennbar, weist ein solches Stützwerk 24 außer der bodenseitigen Holz-Schwelle 1 rechenartig angeordnete Rosthölzer 20, eine quer dazu angeordnete Pfette 21 sowie an dieser angreifende Stützen 22 auf. Wie auch in Fig. 6 erkennbar, ist die Schwelle 1 mit Abstand zum Boden 25 durch zwei Schwellen-Schuhe 23 gehalten. Bedarfsweise können je nach Größe des Stützwerkes 24 und damit der Länge der Schwelle 1 auch mehr als zwei Schwellen-Schuhe 23 vorgesehen sein.
    Die Schwellen-Schuhe 23 weisen maulförmige und bergwärts weisende Aussparungen 3 auf, in die die Holzschwelle 1 eingelegt werden kann. Eine Einspannvorrichtung 4 (vgl. z.B. Fig. 1) dient zum Festspannen der Schwelle 1.

    [0010] Bei der Anordnung gemäß Fig. 6 und 7 greifen an den Schwellen-Schuhen 23 jeweils ein Zuganker 7a und ein Druckanker 7b an. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind die Schwellen-Schuhe auf einer Ortsbetonplatte 26 gelagert und mit Hilfe von jeweils zwei Zugankern 7a gehalten.

    [0011] In den Ausführungsbeispielen weisen die Schwellen-Schuhe 23 zwei mit Abstand zueinander angeordnete, gleiche Seiten-Platten 2 auf, die mit Hilfe von Abstandhaltern 27 miteinander verbunden sind. Als Abstandhalter dienen, wie auch gut in Fig. 10 erkennbar, Flachmaterialstücke 28 sowie Stabmaterialstücke 8. Wie in den Figuren erkennbar, sind die Flachmaterialstücke 28 im Boden und Rückenbereich der Schwellen-Schuhe eingesetzt, während die Stabmaterialstücke 8 im randnahen Bereich der Aufnahme-Aussparungen angeordnet sind.
    Die Seiten-Platten bestehen vorzugsweise aus Stahlplatten und die Flach- und Stabmaterialstücke, die ebenfalls aus Stahl bestehen, sind zwischen diese Platten 2 eingeschweißt. Es ergibt sich so ein stabiler Verbund, der den auftretenden Belastungen gut standhält. In den Seitenansichten des Schwellen-Schuhes 23 ist erkennbar, daß die Stabeisen 8 etwa mit gleichem Abstand im Verlauf der etwa halbkreisförmigen Aussparung 3 angeordnet sind.
    Der Schwellen-Schuh gemäß Fig. 1 bis 3 ist zum Anschluß eines Zugankers 7a und eines Druckankers 7b ausgebildet. Diese Bodenanker 7 bestehen im wesentlichen aus Gewinde-Ankerstangen, die bei den Befestigungsstellen 5 bzw. 6 vorzugsweise mittels Kugelbundmuttern 29 anschließbar sind. Die Zug-Ankerbefestigung 5 weist zwei innen seitlich an den Platten 2 eingeschweißte Halbschalen 12 auf (vgl. auch Fig. 10), in die ein Querrohr 13 mit einer Anschlußbohrung 30 (Fig. 2, 5 und 10) zum Durchstecken des Zugankers 7a eingelegt ist. Die Halbschalen sind so angeordnet, daß sie entgegen der Zugrichtung offen sind.

    [0012] Die Druck-Ankerbefestigung 6 weist ein in Druckrichtung orientiertes und mit den Seiten-Platten 2 verschweißtes Hohlprofil 14, vorzugsweise einen Vierkantrohrabschnitt auf, wobei am inneren Ende eine Abschlußplatte 15 mit einer Mittelbohrung 16 aufgeschweißt ist. Der Druckanker 7b kann durch diese Bohrung 16 hindurchgesteckt werden und wird dann insbesondere beidseitig mittels Kugelbundmuttern 29 festgelegt. In das Hohlprofil 14 greift außerdem ein Druckpfahl 31 ein, der stirnseitig an der Abschlußplatte 15 anliegt. Der Zuganker 7a kann, wie in Fig. 6 angedeutet, mit einem Schutzrohr 32 versehen sein.

    [0013] Die in Fig. 4 und 5 bzw. Fig. 8 gezeigte Ausführungsvariante eines Schwellen-Schuhs 23 zeigt etwa an der Stelle, wo bei der Ausführungsform nach Fig. 1 die Druckankerbefestigung 6 vorgesehen ist, eine etwa mit der Zugankerbefestigung 5 vergleichbare Befestigung 5a. Auch hier sind, wie insbesondere in Fig. 4 und 5 erkennbar, Halbschalen 18 an den Seiten-Platten 2 angeschweißt, in die ein Querrohr 13a mit einer Mittelbohrung 17 für einen weiteren Zuganker 7a eingesetzt ist.
    Diese Ausführungsvariante wird dann eingesetzt, wenn nur geringe Geländeunterschiede bestehen, die durch Aufbringen einer Ortsbetonplatte 26 ausgeglichen werden können. Die Ausführungsform geniäß Fig. 1 bis 3 wird bevorzugt an Hängen mit erheblichen Reliefunterschieden eingesetzt, da hierbei ein etwa waagrechtes Ausrichten der Schwelle gut möglich ist, da die Befestigung der Schwellen-Schuhe 23 an den beiden in ihrer Länge variablen Ankern 7, die bergseitig als Zuganker 7a und talseits als Druckanker 7b ausgebildet sind, gut möglich ist.
    Durch die Konstruktionsmerkmale der Ankerbefestigungen 5, 6 und dabei insbesondere durch die in Halbschalen eingelegten Querrohre bzw. das Hohlprofil mit Abschlußplatte, ist eine von der Ausführung der Anker getrennte, einfache Montage des Schwellen-Schuhs 23 möglich.

    [0014] Die bereits vorerwähnte Einspannvorrichtung 4 ermöglicht ein Festspannen der Schwelle 1 und damit auch eine stabile und starre Verbindung der beiden an der Schwelle angreifenden Schuhe 23 über die Schwelle selbst. Darüberhinaus ist eine Anpassung an verschiedene Holz-Schwellendurchmesser mit Hilfe der Spannschraube 9 möglich.
    Gemäß Fig. 1 bis 5 weist die Einspannvorrichtung 4 eine Spannschraube 9 auf, die in eine zwischen den Seiten-Platten 2 eingeschweißte Platte 33 eingeschraubt ist. Zwischen dieser Spann-Schraube 9 und der festzuspannenden Schwelle 1 befindet sich noch eine etwa an die Kontur der Schwelle angepaßte Auflageplatte 10. Die Einspannvorrichtung 4 befindet sich zwischen den Seiten-Platten 2 und etwa im oberen Bereich des Schwellen-Schuhs 23. Die der Einspannvorrichtung 4 gegenüberliegende Seite der maulartigen bzw. halbkreisförmigen Aussparung 3 dient als Gegenlager 11.

    [0015] Die Figuren 9 und 10 zeigen eine etwas abgewandelte Ausführungsform einer Einspannvorrichtung 4a, wobei hier die Spann-Schraube 9 etwa in einer Parallelebene zu den Seiten-Platten 2 schwenkbar gelagert ist. Dazu ist ein wohr 34 mit einer Quergewindebohrung 35 drehbar in Hülsen 36 gelagert, wobei die Hülsen jeweils innenseitig an gegenüberliegenden Stellen der Seiten-Platten 2 befestigt sind. Die Auflageplatte 10 ist hier außenseitig mit einem Rohrstück 37 versehen, in welches das Beaufschlagungsende der Spann-Schraube 9 eingreift. Dadurch ist eine Seitenführung gegeben, andererseits lassen sich die Spann-Schraube 9 und die Auflageplatte 10 relativ zueinander verdrehen. Durch die schwenkbare Lagerung der Spann-Schraube 9 "spielt" sich diese beim Anziehen und Andrücken der Auflageplatte 10 an die Schwelle 1 selbstständig in die richtige Lage ein.

    [0016] Bei einer Ausführungsform des Schwellen-Schuhs 23, bei der eine direkte Auflage auf einem Untergrund, z.B. einer Ortsbetonplatte 26 vorgesehen ist, können auflage- bzw. bodenseitig Auflageplatten 19 vorgesehen sein, die ggf. seitlich über den Grundriß des Schwellen-Schuhes 23 überstehen, wie dies in Fig. 4 und 5 erkennbar ist.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Befestigen von im Lawinen- und Gleitschutzverbau eingesetzten Schwellen, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Schwellen-Schuh (23) mit eine Schwelle (1) teilweise in Stützrichtung umgreifender Aufnahme-Aussparung (3) ausgebildet ist, und daß der Schwellen-Schuh (23) eine Einspannvorrichtung (4, 4a) zum Festspannen der Schwelle sowie eine oder mehrere Befestigungsstellen (5, 5a, 6) zum Anschließen von einem oder mehreren Boden-Befestigungsankern (7) aufweist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstellen am Schwellen-Schuh (23) zum Anschließen wenigstens eines Druckankers (7b) und /oder wenigstens eines Zugankers (7a) ausgebildet sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß der Schwellen-Schuh (23) etwa parallel und mit Abstand zueinander angeordnete, vorzugsweise gleiche Seiten-Platten (2) aufweist, die miteinander verbunden sind und daß die Seiten-Platten mit ihren Aufnahme-Aussparungen (3) in Fluchtrichtung zueinander angeordnet sind.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten-Platten (2) aus Stahlplatten bestehen.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schwellen-Schuh (23) zwei miteinander verbundene Seiten-Platten (2) aufweist.
     
    6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (3) etwa halbkreisförmig mit einer etwa entgegen der Lastrichtung weisenden Aufnahmeöffnung zum Einsetzen der Schwelle ausgebildet sind.
     
    7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten-Platten (2) des Schwellen-Schuhes (23) durch Abstandhalter (27) verbunden sind, die vorzugsweise zumindest durch Flach- und/oder Stabmaterialstücke (28, 8) gebildet sind.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabmaterialstücke (8) im randnahen Bereich der Aufnahme-Aussparung (3) angeordnet sind, und daß vorzugsweise wenigstens drei, vorzugsweise fünf Stabmaterialstücke vorgesehen sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten-Platten (2) zumindest in ihrem Rücken- und Bodenbereich, insbesondere im außenrand nahen Bereich durch Flachmaterialstücke (28) verbunden sind.
     
    10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Platten (2) befindlichen Abstandhalter (27) mit den Seiten-Platten (2) verschweißt sind.
     
    11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (4, 4a) wenigstens ein in den Querschnitt der Aufnahme-Aussparung (3) verstellbares Druckstück aufweist.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück durch eine vorzugsweise der Kontur einer Schwelle (1) etwa angepaßten Auflageplatte (10) gebildet ist, die mit einer Spann-Schraube (9) verstellbar ist.
     
    13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (4, 4a) zwischen den Seiten-Platten (2) und insbesondere im oberen Bereich des Schwellen-Schuhes (23) angeordnet ist.
     
    14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Spann-Schraube (9) in einen zwischen den Seiten-Platten (2) befindlichen Abstandhalter (33) od. dgl. eingeschraubt ist.
     
    15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Spann-Schraube (9) schwenkbar gelagert ist und daß dazu ein Rohr (34) mit einer Quergewindebohrung (35) für die Spann-Schraube (9) drehbar in mit jeweils einer Seiten-Platte (2) verbundenen Hülsen (36) eingesetzt ist.
     
    16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Zug-Ankerbefestigung (5) zwei innen seitlich an den Platten (2) angebrachte und entgegen der Zugrichtung offene Halbschalen (12) und ein darin eingelegtes Querrohr (13) mit Anschlußbohrung (30) für den Zuganker (7a) aufweist.
     
    17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Druck-Ankerbefestigung (6) ein in Druckrichtung orientiertes und mit den Seiten-Platten (2) verbundenes Hohlprofil (14), vorzugsweise einen Vierkantrohrabschnitt aufweist, welches am inneren Ende mit einer Abschlußplatte (15) mit Mittelbohrung (16) versehen ist.
     
    18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellen-Schuh (23) bodenseitig vorzugsweise seitlich überstehende Auflageplatten (19) aufweist.
     


    Claims

    1. A device for fastening ground beams used in protection against avalanches and skidding, characterized in that the device takes the form of a beam shoe (23) with a receiving recess (3) partly embracing a ground beam (1) in the direction of support, and that the beam shoe (23) has a gripping device (4, 4a) for clamping the ground beam and one or a plurality of mounting locations (5, 5a, 6) for connecting one or a plurality of ground fixing anchors (7).
     
    2. A device as claimed in claim 1, characterized in that the mounting locations on the beam shoe (23) are devised for connecting at least one press rod (7b) and/or at least one tie rod (7a).
     
    3. A device as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that the beam shoe (23) has side plates (2), preferably ones which are the same, which are arranged in approximately parallel, spaced relationship to one another and are interconnected and that the side plates with the rec-ieving recesses (3) thereof are arranged in the direction of alignment.
     
    4. A device as claimed in claim 3, characterized in that the side plates (2) are composed of steel plates.
     
    5. A device as claimed in claim 3 or claim 4, characterized in that each beam shoe (23) has two interconnected side plates (2).
     
    6. A device as claimed in any one or more of claims 1 to 5, characterized in that the recesses (3) are approximately semicircular with a receiving opening pointing approximately towards the direction of load and serving for the insertion of the ground beam.
     
    7. A device as claimed in any one or more of claims 3 to 6, characterized in that the side plates (2) of the beam shoe (23) are connected by spacers (27) preferably formed at least by pieces of flat or bar material (28, 8).
     
    8. A device as claimed in claim 7, characterized in that the pieces of bar material (8) are arranged in the area proximate to the edge of the receiving recess (3), and that preferably at least three, preferably five pieces of bar material are provided.
     
    9. A device as claimed in claim 7 or claim 8, characterized in that the side plates (2), at least in the back or base area thereof, particularly in the area proximate to the outer edge, are connected by pieces of flat material (28).
     
    10. A device as claimed in any one or more of claims 7 to 9, characterized in that the spacers (27) located between the plates (2) are welded to the side plates (2).
     
    11. A device as claimed in any one or more of claims 1 to 10, characterized in that the gripping device (4, 4a) has at least one thrust piece adjustable into the cross section of the receiving recess (3).
     
    12. A device as claimed in claim 11, characterized in that the thrust piece is formed by a support plate (10) which is preferably approximately adapted to the contour of a ground beam (1) and is adjustable using a tightening screw (9).
     
    13. A device as claimed in any one or more of the preceding claims, characterized in that the gripping device (4, 4a) is arranged between the side plates (2) and particularly in thee upper area of the beam shoe (23).
     
    14. A device as claimed in any one or more of claims 11 to 13, characterized in that the tightening screw (9) is screwed into a spacer (33) or the like located between the side plates (2).
     
    15. A device as claimed in any one or more of claims 1 to 13, characterized in that the tightening screw (9) is swivelmounted and that for this purpose a tube (34) with a transverse tapped hole (35) for the tightening screw (9) is rotatably inserted in sleeves (36) connected in each case to one side plate (2).
     
    16. A device as claimed in any one or more of claims 1 to 15, characterized in that the tie rod fixation (5) has two half-shells (5) which are fitted to the plates (2) on the inside and are open counter to the direction of pull and a cross tube (13) placed therein with connecting hole (30) for the tie rod (7a).
     
    17. A device as claimed in any one or more of claims 1 to 16, characterized in that the press rod fixation (6) has a hollow section (14), preferably a rectangular tube portion, which is oriented in the direction of pressure, is connected to the side plates (2) and is provided at the inner end with a closing plate (15) having a central bore (16).
     
    18. A device as claimed in any one or more of claims 1 to 17, characterized in that the beam shoe (23) has on the base side support plates (19) preferably projecting laterally.
     


    Revendications

    1. Dispositif de fixation de traverses utilisés dans les boisages de protection contre les avalanches et les phénomènes de glissement, caractérisé en ce qu'il est réalisés ou sous forme de sabot pour traverse (23), avec un évidement (3) qui entoure partiellement une traverse (1), dans le sens de l'appui, et que le sabot à traverse (23) présente un dispositif de serrage (4,4a) pour bloquer la traverse, ainsi qu'un ou plusieurs points de fixation (5, 5a, 6), pour raccorder un ou plusieurs ancrages de fixation au sol (7).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les points de fixation sont réalisés sur le sabot pour traverse (23), pour assurer le raccordement d'au moins un ancrage de pression (7b) et/ou d'au moins un ancrage de traction (7a).
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le'sabot pour traverse (23) présente des plaques latérales (2), de préférence identiques, disposées à peu près parallèlement et à distance les uns des autres, reliées entre elles et en ce que les plaques latérales sont disposées avec leurs évidements de réception (3) alignés les uns par rapport aux autres.
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les plaques latérales (2) sont des plaques d'acier.
     
    5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que chaque sabot pour traverse (23) présente deux plaques latérales (2) reliées entre elles.
     
    6. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les évidements (3) sont à peu près en forme de demi-cercle, avec une ouverture de réception, tournée à l'encontre du sens de la charge, pour introduire la traverse.
     
    7. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que les plaques latérales (2) du sabot pour traverse (23) sont reliées par des entretoises (27) formées de préférence au moins par des pièces de matériau en plats ou en barres (28,8).
     
    8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les pièces de matériau en barre (8) sont disposées dans la zone proche du bord de l'évidement de réception (3), et que l'on prévoit de préférence au moins trois, de préférence cinq pièces de matériau en barres.
     
    9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les plaques latérales (2) sont reliées, au moins dans leur zone dorsale et de fond, en particulier dans la zone proche du bord extérieur, par des pièces de matériau en plats (28).
     
    10. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les entretoises (17) qui se trouvent entre les plaques (2) sont soudées aux plaques latérales (2 ).
     
    11. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (4,4a) présente au moins une pièce de pression, réglable dans la section transversale de l'évidement de réception (3).
     
    12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la pièce de pression est formée par une plaque àppui (10), de préférence à peu près ajustée au contour d'une traverse (1), réglable à l'aide d'une vis de serrage (9).
     
    13. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (4,4a) est disposé entre les plaques latérales (2) et en particulier dans la zone supérieure du sabot à traverse (23).
     
    14. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que la vis de serrage (9) est vissée dans une entretoise (33) ou analogue, qui se trouve entre les plaques latérales (2).
     
    15. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la vis de serrage (9) est montée à pivotement, et à cet effet, un tube (34) avec un trou transversal taraudé (35), pour la vis de serrage (9), est inséré, à rotation, dans une douille (36) prévue dans chaque plaque latérale (2).
     
    16. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la fixation d'ancrage de traction (5) présente deux demi-coquilles (12), montées intérieurement latéralement sur les plaques (2), et ouvertes à l'encontre du sens de traction, et un tube transversal (13), inséré à l'intérieur, avec un alésage de raccordement (30) pour l'ancrage de traction (7a).
     
    17. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que la fixation d'ancrage de pression (6) présente un profilé creux (14), orienté dans le sens de la pression et relié aux plaques latérales (2), de préférence une section tubulaire à quatre pans, qui est muni, à l'extrémité intérieure, d'une plaque de terminaison (15) avec un trou central (16).
     
    18. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que le sabot pour traverse (23) présente, côté sol, des plaques d'appui (19) qui, de préférence, dépassent latéralement.
     




    Zeichnung