| (19) |
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(11) |
EP 0 256 332 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.06.1992 Patentblatt 1992/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.07.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65B 11/28 |
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| (54) |
Revolver für Verpackungsmaschinen
Revolver for packing machines
Révolver pour machines d'emballage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
16.08.1986 DE 3627912
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.1988 Patentblatt 1988/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Focke & Co. (GmbH & Co.) |
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27283 Verden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Focke, Heinz
D-2810 Verden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bolte, Erich, Dipl.-Ing. et al |
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Meissner, Bolte & Partner
Patentanwälte
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 480 546
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US-A- 2 633 279
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Revolver mit längs des Umfangs angeordneten Taschen
zur Aufnahme von Gegenständen, insbesondere Packungen, wobei die Taschen durch wenigstens
zwei etwa parallele und zur Vergrößerung oder Verkleinerung des Querschnitts der Taschen
relativ zueinander bewegbare Seitenwände begrenzt sind.
[0002] Revolver sind drehend angetriebene Organe für den Transport von Packungen bzw. Packungsinhalt
im Zusammenhang mit Verpackungsmaschinen. Am äußeren Umfang ist ein Revolver mit Taschen
versehen, in denen jeweils der Packungsinhalt bzw. die gegebenenfalls bereits teilweise
fertiggestellten Packungen Aufnahme finden. Während des Transports der Gegenstände
(mit Verpackungs-Zuschnitt) bzw. der Verpackungen werden Manipulationen an diesen
ausgeführt, insbesondere Faltvorgänge sowie Schweißungen oder Verklebungen von Zuschnitten.
[0003] Bei Einsatz in hochleistungsfähigen Verpackungsmaschinen sind hohe Drehgeschwindigkeiten
der Faltrevolver erforderlich, wenn die kurzen Taktzeiten erreicht werden sollen.
Vor allem bei schrittweise drehenden Faltrevolvern ergeben sich notwendigerweise hohe
Drehgeschwindigkeiten, weil die Stillstandsphase für die Durchführung der erforderlichen
Maßnahmen an den Packungen möglichst kurz sein soll. Die hohen Drehgeschwindigkeiten
können zu unerwünschten Verschiebungen der Packungen in den Taschen führen. Dies gilt
insbesondere für Revolver, bei denen die Taschen auf der radial außenliegenden Seite
offen sind, um die Gegenstände und Packungen durch Radialbewegung in die Taschen ein
bzw. aus diesen Ausschieben zu können. Da die Abmessungen der Taschen, nämlich die
Abstände der diese begrenzenden Seitenwände voneinander, auf die Abmessungen der Packungen
bzw. des Packungsinhalts abgestellt sind, können die Zentrifugalkräfte zu den unerwünschten
Relativverschiebungen innerhalb der Taschen führen. Dies gilt vor allem dann, wenn
der Packungsinhalt, z. B. ein einzelner Gegenstand, mit erheblichem Spiel in der Packung
Aufnahme findet.
[0004] Aus der US-A-2 633 279 ist ein Revolver der eingangs beschriebenen Art bekannt, bei
dem die Seitenwände relativ zueinander bewegbar sind. Dabei ist jeweils eine Seitenwand
einseitig angelenkt und über einen Hebelmechanismus gegenüber der jeweils anderen
Seitenwand verschwenkbar. Bei dieser bekannten Vorrichtung sind eine Vielzahl von
Gelenken und Rückstellmechanismen erforderlich.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Revolver der eingangs beschriebenen
Art so auszubilden und weiterzuentwickeln, daß auch bei hohen Drehgeschwindigkeiten
Verschiebungen von Packungen und anderen Gegenständen innerhalb der Taschen des Revolvers
vermieden werden.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Revolver dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände je mit verschiedenen, unabhängig voneinander bewegbaren Teilrevolvern
verbunden sind.
[0007] Vorzugsweise sind die Teilrevolver gegeneinander um eine gemeinsame Achse verdrehbar.
[0008] Ein Stellgetriebe ist so steuerbar, daß während der Stillstandsphasen die Teilrevolver
- und damit die Seitenwände der Taschen - einen kurzen Relativhub zueinander ausführen,
so daß der Querschnitt der Taschen geringfügig erweitert bzw. verengt wird. In der
Stellung bei vergrößertem Querschnitt der Taschen können die Gegenstände bzw. Packungen
in diese eingeführt oder ausgestoßen werden. Während der Drehbewegung des Revolvers
ist der Querschnitt der Taschen so verengt, daß der Inhalt derselben unter Klemmwirkung
fixiert ist. Dadurch wird verhindert, daß die Gegenstände bzw. Packungen in den an
der radial außenliegenden Seite offenen Taschen infolge von Zentrifugalkräften verschoben
werden können.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die Ausgestaltung der Teilrevolver bzw.
der Taschen sowie das Getriebe für die Relativverstellung der Teilrevolver zueinander.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Faltrevolver in Seitenansicht in vereinfachter Darstellung,
- Fig. 2
- einen Horizontalschnitt längs der Schnittebene II-II der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Faltrevolvers gemäß Fig. 1 in verkleinertem Maßstab mit Stellgetriebe
für Teilrevolver,
- Fig. 4
- einen Horizontalschnitt durch den Faltrevolver gemäß Fig. 3.
[0011] Der gezeigte Revolver 10 kommt in Verbindung mit bzw. als Teil einer Verpackungsmaschine
zum Einsatz. Im vorliegenden Falle geht es als Beispiel um die Einhüllung von langgestreckten
Packungen 11 in eine Außenumhüllung 12 aus Zellglas oder Kunststoff. Die Packung 11
aus (dünnem) Karton ist im Bereich anderer Aggregate der Verpackungsmaschine hergestellt
und befüllt worden. Der Inhalt der Packung 11 ist bei diesem Beispiel ein fester,
einzelner Gegenstand, nämlich eine Tube 13. Diese findet mit Spiel Aufnahme in der
im Querschnitt rechteckigen Packung 11, so daß die Tube 13 innerhalb der Packung 11
Relativbewegungen ausführen kann.
[0012] Im Bereich des Revolvers 10 werden Schlauchlappen 14 und 15 der Außenumhüllung 12
gegen die zugeordnete, radial nach außen weisende Seitenfläche 16 der Packung 11 nacheinander
umgefaltet und schließlich durch Siegeln miteinander verbunden. Des weiteren können
stirnseitige Faltungen durch Faltorgane ausgeführt werden, die in den Zeichnungen
nicht dargestellt sind.
[0013] Der Revolver 10 weist mehrere, im vorliegenden Falle sechs Taschen 17 auf. Diese
werden in Umfangsrichtung des Revolvers 10 durch Seitenwände 18 und 19 begrenzt. Die
radial außenliegende Seite der Taschen ist offen, so daß die Packungen 11 durch Radialverschiebung
jeweils in eine (horizontal gerichtete) Tasche 17 eingeführt und aus dieser ausgeschoben
werden können. Die Taschen 17 sind weiterhin durch in Axialrichtung wirkende Stirnwände
20 und 21 begrenzt. Der in Radialrichtung innenliegende Abschluß der Taschen 17 wird
durch eine Bodenwand 22 gebildet.
[0014] Mindestens die Seitenwände 18 und 19 sind relativ zueinander bewegbar, und zwar im
Sinne einer Erweiterung oder Verringerung des freien Querschnitts der Taschen 17.
Bei auseinanderbewegten Seitenwänden 18, 19 können die Packungen 11 störungsfrei im
Bereich einer Einschubstation 23 in eine horizontal gerichtete Tasche 17 eingeführt
werden, und zwar zusammen mit der sich U-förmig um die Packung 11 herumlegenden Außenumhüllung
12. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die in bezug auf die Außenumhüllung 12
fertiggestellten Packungen 11 im Bereich einer Ausschubstation 24 aus einer ebenfalls
horizontal gerichteten Tasche 17 in Radialrichtung wieder ausgeschoben. Die taktweise
Bewegung des Revolvers 10 erfolgt bei dem gezeigten Beispiel im Gegenuhrzeigersinn,
so daß die mit Packungen 11 befüllten (zwei) Taschen 17 im Bereich zwischen Einschubstation
23 und Ausschubstation 24 nach oben gerichtet sind. Eine Querschnittserweiterung der
Taschen 17 durch Auseinanderbewegen der Seitenwände 18, 19 hat demnach nicht zur Folge,
daß die Packungen 11 aus den nach oben gerichteten Taschen 17 herausgleiten können.
[0015] Zur Durchführung der vorgenannten Veränderungen an den Taschen 17 besteht der Revolver
10 aus mehreren, nämlich hier aus zwei Teilrevolvern 25 und 26. Diesen ist je eine
der Seitenwände 18 und 19 zugeordnet. Bei Relativverstellung der Teilrevolver 25,
26 zueinander werden mithin auch die Seitenwände 18, 19 als Teil des einen oder anderen
Teilrevolvers 25, 26 mit verstellt. Die Teilrevolver 25 und 26 bilden zusammen den
Revolver 10 und sind als Einheit drehbar.
[0016] Die Teilrevolver 25 und 26 sind um eine gemeinsame Achse drehbar. Im vorliegenden
Falle ist der Teilrevolver 26 fest mit einer Antriebswelle bzw. einem Wellenzapfen
27 verbunden. Der Teilrevolver 25 ist hingegen drehbar auf dem Wellenzapfen 27 gelagert.
[0017] Die Teilrevolver 25 und 26 bestehen im vorliegenden Falle jeweils aus annähernd radial
gerichteten Revolverarmen 28, 29 bzw. 30, 31. An den Enden dieser Arme 28, 29 bzw.
30, 31 sind die Seitenwände 18 bzw. 19 angeordnet, jedoch nicht über die volle Länge
des Revolvers 10 durchgehend, sondern lediglich als kurze bzw. schmale Schenkel. Die
Packungen 11 werden demnach nicht auf ihrer gesamten Länge innerhalb einer Tasche
17 durch Seitenwände 18, 19 und die Bodenwand 22 umfaßt, sondern lediglich an den
Enden der langgestreckten Packungen 11. Jede Tasche 17 besteht demnach aus zwei Endtaschen
zur Aufnahme der Endbereiche der Packung 11. Diese liegt im mittleren Bereich zwischen
den Armen 28 bzw. 29 und 30 bzw. 31 frei. Auch die Bodenwand 22 ist im Bereich der
Revolverarme 30 und 31 in Axialrichtung so bemessen wie die an denselben Revolverarmen
30, 31 angeordneten Seitenwände 19.
[0018] Die den Seitenwänden 18 einer Tasche 17 zugeordneten Revolverarme 28 und 29 sind
mit axialem Abstand voneinander jeweils an einem Bund 32, 33 auf dem Wellenzapfen
27 bzw. am Ende desselben befestigt. Zwischen den Bunden 32, 33 ist der Teilrevolver
25 auf dem Wellenzapfen 27 gelagert, und zwar mit einer durchgehenden Drehhülse 34.
[0019] Die Teilrevolver 25, 26 sind durch ein Stellgetriebe 35 längs eines Winkels 36 gegeneinander
verstellbar. Das Stellgetriebe 35 besteht aus Kniehebelanordnung mit den Laschen 37
und 38. Diese sind jeweils gelenkig bzw. schwenkbar mit den Seiten benachbarter Revolverarme
28 einerseits und 30 andererseits verbunden. Die beiden Laschen 37 und 38 werden in
einem gemeinsamen Gelenk 39 zusammengeführt. In diesem ist eine Tastrolle 40 gelagert.
Das aus den Laschen 37 und 38 bestehende Stellgetriebe 35 ist in Richtung auf ein
Zusammenbewegen der Seitenwände 18 und 19 der Taschen 17 belastet, also in Richtung
auf eine Verkleinerung des Taschenquerschnitts. Zu diesem Zweck greift an dem Kniegelenk,
nämlich in dem gemeinsamen Gelenk 39, eine mit dem anderen Ende am Revolver 10 verankerte
Zugfeder 41 an.
[0020] Während der Drehbewegung des Revolvers 10 ist die Zugfeder 41 ausschließlich wirksam.
Dies bedeutet, daß eine dem Querschnitt der Taschen 17 verringernde Kraft auf die
Teilrevolver 25, 26 ausgeübt wird. Die Packungen 11 werden während dieser Phase in
den Taschen unter Klemmwirkung gehalten.
[0021] Während des Stillstands des Revolvers 10 erfolgt eine Relativbewegung der Teilrevolver
25, 26 zueinander im Sinne einer Auseinanderbewegung der Seitenwände 18, 19. Zu diesem
Zweck wird gegen die Kraft der Zugfeder 41 das Kniegelenk im Sinne einer Verkleinerung
der Winkelstellung zwischen den Laschen 37 und 38 beaufschlagt. Ein Stellorgan wirkt
auf die Tastrolle 40 der Laschen 37 und 38 im Sinne einer radial nach außen gerichteten
Bewegung. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Verstellung durch eine Kurvenscheibe
42 bzw. 43 bewirkt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 läuft die Tastrolle 40 bei
der Verstellung der Laschen 37, 38 auf dem Außenumfang der Kurvenscheibe 42 ab. Diese
ist jeweils im Bereich zwischen den Taschen 17 des Revolvers 10 mit einer Kurvennocke
44 versehen, die die Tastrolle 40 beaufschlagt und damit die Laschen 37, 38 verschwenkt,
derart, daß die benachbarten Revolverarme 28 und 30 in Richtung zueinander bewegt
werden. Bei der Alternativausführung der Kurvenscheibe 43 laut Fig. 4 ist eine analog
ausgebildete Kurvennut 45 vorgesehen, in der die Tastrolle 40 bei der Stellbewegung
abläuft.
[0022] Die Kurvenscheiben 42, 43 sind konzentrisch zum Revolver 10 angeordnet, so daß während
der (taktweisen) Drehbewegung des Revolvers 10 die Tastrolle 40 außerhalb der Kurvennocken
44 auf der Kurvenscheibe 42 bzw. in der Kurvennut 45 der Kurvenscheibe 43 zu laufen
vermag. Die Kurvenscheibe 42 bzw. 43 ist zu diesem Zweck drehbar mit einer Führungshülse
46 auf einem feststehenden Hohlzapfen 47 gelagert. Dieser wiederum ist an einem tragenden
Element der Verpackungsmaschine gelagert, bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 an
einem Getriebegehäuse 48. Durch den Hohlzapfen 46 tritt der Wellenzapfen 27 hindurch,
dessen Antrieb sich in dem Getriebegehäuse 48 befindet. Die Kurbenscheibe 42 bzw.
43 führt lediglich während der Stillstandsphase des Revolvers 10, nämlich zur Verstellung
der Revolverarme 28..31 zueinander, eine Drehbewegung längs des Winkels 36 aus. Diese
hin- und hergehende Drehbewegung wird durch eine Schubstange 49 erzeugt, die gelenkig
mit der Kurvenscheibe 42 bzw. 43 verbunden ist. Die Schubstange 49 wird in geeigneter
Weise angetrieben, z.B. durch einen Druckmittelzylinder (nicht dargestellt).
[0023] Bei dem in Fig 3 und 4 gezeigten Anwendungsbeispiel werden die Packungen 11 über
eine horizontale Packungsbahn 50 in die dieser zugekehrten Tasche 17 samt Außenumhüllung
12 eingeführt. Nach Zurückgehen eines Schiebers 51 wird der untere bzw. in Drehrichtung
rückwärtige Schlauchlappen 15 durch einen Faltfinger 52 gegen die äußere Seitenfläche
16 der Packung 11 umgefaltet. Bei der nachfolgenden Weiterbewegung des Revolvers 10
wird der obere bzw. vordere Schlauchlappen 14 ebenfalls gegen die Seitenfläche 16
umgefaltet, und zwar durch eine ortsfeste, gebogene Führungswand 53, die sich längs
eines Teilkreises außerhalb des Bewegungsbereichs des Revolvers 10 erstreckt.
[0024] Während der nächsten Stillstandsphase werden die einander überdeckenden Schlauchlappen
14, 15 durch ein erstes Siegelorgan 54 gesiegelt bzw. vorgesiegelt. Bei der nächsten
Stillstandsphase erfolgt ein weiteres Versiegeln (Endsiegeln) der Schlauchlappen 14,
15 durch ein weiteres, zweites Siegelorgan 55. Bei der danach folgenden Stillstandsphase
wird die fertige Packung 11 aus der horizontal liegenden Tasche 17 in eine ebenfalls
horizontal gerichtete Abförderbahn 56 eingeschoben. Hierfür kommt ein Ausschieber
57 zur Wirkung, der hin- und herbewegbar zwischen den Revolverarmen 28...31 angeordnet
ist.
[0025] Durch die beschriebene Ausbildung des Revolvers 10 kann dieser verhältnismäßig schnelle
Drehbewegungen bzw. Schalttakte ausführen. Dies wiederum ermöglicht größere Stillstandsphasen
zum Ein- und Ausschieben der Packungen. Vorzugsweise beträgt die Bewegungsphase des
Faltrevolvers 120° eines Arbeitstaktes. Die gesamte Stillstandsphase beträgt 240°.
Die Stillstandsphase wird dabei zweckmäßigerweise in zwei Teilphasen von je 120° aufgeteilt.
Während einer ersten Stillstandsphase von 120° erfolgt die Siegelung der Schlauchlappen
14 und 15 durch die Siegelorgane 54 und 55. Während dieser ersten Stillstandsphase
bleiben die Seitenwänden 18, 19 der Taschen 17 in der Schließ- bzw. Klemmstellung,
also in der engen Position. Während einer weiteren Stillstands-Teilphase von 120°
werden die Seitenwände 18, 19 auseinanderbewegt, die Taschen 17 also geöffnet. Es
kann nun das Ein- und Ausschieben der Packungen 11 erfolgen.
1. Revolver (10) mit längs des Umfangs angeordneten Taschen (17) zur Aufnahme von Gegenständen,
insbesondere Packungen (11), wobei die Taschen durch wenigstens zwei etwa parallele
und zur Vergrößerung oder Verkleinerung des Querschnitts der Taschen relativ zueinander
bewegbare Seitenwände (18, 19) begrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwänden (18, 19) je mit verschiedenen, unabhängig voneinander bewegbaren
Teilrevolvern (25, 26) verbunden sind.
2. Revolver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilrevolver (25, 26) gegeneinander
um eine gemeinsame Achse verdrehbar sind.
3. Revolver nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilrevolver (25,
26) mehrere sich von einer mittleren gemeinsamen Drehachse, insbesondere von einem
Wellenzapfen (27) nach außen erstreckende Revolverarme (28, 29; 30, 31) aufweist,
an denen außen die Seitenwände (18, 19) angebracht sind, derart, daß mindestens je
zwei Revolverarme (28, 29; 30, 31) der beiden Teilrevolver (25, 26) mit den zugeordneten
Seitenwänden (18, 19) eine Tasche (17) begrenzen.
4. Revolver nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Revolverarme (28..31) und
die Seitenwände (18, 19) parallel zur (gedachten) radialen Mittelebene der Taschen
(17) gerichtet sind.
5. Revolver nach Anspruch 2 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an einem der Teilrevolver (25) im Bereich der zugeordneten Seitenwand
(19) eine quer hierzu gerichtete Stirnwand (20, 21) der Tasche (17) angeordnet ist.
6. Revolver nach Anspruch 2 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an wenigstens einem der Teilrevolver (25) im Bereich der Seitenwand
(19) an der radial innenliegenden Seite derselben eine Bodenwand (22) der Tasche (17)
angeordnet ist.
7. Revolver nach Anspruch 2 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Teilrevolver (25, 26) für jede Tasche (17) zwei in axialem
Abstand voneinander angeordnete Revolverarme (28, 29; 30, 31) aufweist und daß die
Wände zur Bildung der Taschen (17) (Seitenwand 18, 19; Stirnwand 20, 21; Bodenwand
22) lediglich im Bereich der Revolverarme (28..31) gebildet sind, derart, daß jede
Tasche (17) aus zwei seitlichen, einander ergänzenden Teiltaschen besteht.
8. Revolver nach Anspruch 2 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß einer der Teilrevolver (26) fest auf einer Antriebswelle (Wellenzapfen
27) angebracht und der andere Teilrevolver (25) auf der Antriebswelle (Wellenzapfen
27) drehbar gelagert ist, insbesondere zwischen den Revolverarmen (28, 29) des fest
auf der Antriebswelle (Wellenzapfen 27) gelagerten Teilrevolvers (26).
9. Revolver nach Anspruch 8 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit axialem Abstand voneinander angeordneten Revolverarme
(30, 31) des Teilrevolvers (25) mit einer gemeinsamen Drehhülse (34) verbunden sind,
die drehbar auf dem Wellenzapfen (27) gelagert ist, insbesondere zwischen den Revolverarmen
(28, 29) des Teilrevolvers (26).
10. Revolver nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenwände (18, 19) der Taschen (17) während der Drehung
des Revolvers (10) einen geringeren Abstand voneinander aufweisen, derart, daß der
Gegenstand (Packung 11) zwischen den Seitenwänden (18, 19) der Tasche (17) durch Klemmkraft
gehalten ist.
11. Revolver nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß während der Stillstandsphase des Revolvers (10) die Seitenwände
(18, 19) während einer ersten Phase in der die Packungen (11) klemmend fixierenden
Relativstellung gehalten sind zur Durchführung von Manipulationen an den Packungen
(11) und danach während einer weiteren Stillstandsphase durch Relativbewegung der
Teilrevolver (25,26) die Seitenwände (18, 19) auseinanderbewegbar sind, insbesondere
zum Ein- und Ausschieben der Packungen (11) in die bzw. aus den Taschen (17).
12. Revolver nach Anspruch 2 sowie einem oder mehreren der weiteren Anprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilrevolver (25, 26) durch wenigstens ein Stellgetriebe (35)
miteinander verbunden sind, insbesondere durch zwei gelenkig miteinander verbundene
Laschen (37,38), die zum Bewegen der Teilrevolver (25,26) im Sinne einer Verengung
der Taschen (17) in Spreizrichtung beaufschlagbar sind.
13. Revolver nach Anpruch 12 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Laschen (37, 38) durch ein Druckorgan, insbesondere durch
eine Zugfeder (41) in spreizendem Sinne bzw. im Sinne einer Verkleinerung des Querschnitts
der Taschen (17) beaufschlagt sind und daß während einer Stillstandsphase die Laschen
(37, 38) gegen die Belastung durch das Druckorgan (Zugfeder 41) durch ein Gegendruckorgan,
insbesondere durch eine über eine Tastrolle (40) wirkende Kurvenscheibe (42, 43) im
Sinne einer Vergrößerung des Querschnitts der Taschen (17) beaufschlagbar sind.
14. Revolver nach Anspruch 13 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (42, 43) während der Stillstandsphase des Revolvers
(10) das Stellgetriebe (35) über die Tastrolle (40) durch einen Drehhub längs eines
Winkels (36) betätigt.
1. Turret (10) with pockets (17) arranged along the periphery and intended for receiving
articles, especially packs (11), the pockets being limited by at least two approximately
parallel side walls which are movable relative to one another in order to increase
or reduce the cross-section of the pockets, characterised in that the side walls (18,
19) are connected respectively to different part turrets (25, 26) movable independently
of one another.
2. Turret according to Claim 1, characterised in that the part turrets (25, 26) are rotatable
relative to one another about a common axis.
3. Turret according to Claim 1 or 2, characterised in that each part turret (25, 26)
has several turret arms (28, 29; 30, 31) which extend outwards from a central common
pivot axle, in particular a shaft journal (27), and to which the side walls (18, 19)
are attached on the outside, in such a way that at least two turret arms (28, 29 or
30, 31) of either of the two part turrets (25, 26), together with the associated side
walls (18, 19), limit a pocket (17).
4. Turret according to Claim 3, characterised in that the turret arms (28 to 31) and
the side walls (18, 19) are directed parallel to the (imaginary) radial midplane of
the pockets (17).
5. Turret according to Claim 2 and one or more of the further claims, characterised in
that arranged on one of the part turrets (25) in the region of the associated side
wall (19) is an end wall (20, 21) directed transversely to the latter and belonging
to the pocket (17).
6. Turret according to Claim 2 and one or more of the further claims, characterised in
that, on at least one of the part turrets (25), a bottom wall (22) of the pocket (17)
is arranged in the region of the side wall (19) on the radially inner side of the
latter.
7. Turret according to Claim 2 and one or more of the further claims, characterised in
that each part turret (25, 26) has, for each pocket (17), two turret arms (28, 29;
30, 31) arranged at an axial distance from one another, and in that the walls for
forming the pockets (17) (side wall 18, 19; end wall 20, 21; bottom wall 22) are formed
only in the region of the turret arms (28 to 31), in such a way that each pocket (17)
consists of two lateral part pockets complementing one another.
8. Turret according to Claim 2 and one or more of the further claims, characterised in
that one of the part turrets (26) is attached fixedly to a drive shaft (shaft journal
27), and the other part turret (25) is mounted rotatably on the drive shaft (shaft
journal 27), especially between the turret arms (28, 29) of the part turret (26) mounted
fixedly on the drive shaft (shaft journal 27).
9. Turret according to Claim 8 and one or more of the further claims, characterised in
that the turret arms (30, 31) of the part turret (25) which are arranged at an axial
distance from one another are connected to a common rotary sleeve (24) which is mounted
rotatably on the shaft journal (27), especially between the turret arms (28, 29) of
the part turret (26).
10. Turret according to Claim 1 and one or more of the further claims, characterised in
that, during the rotation of the turret (10), the side walls (18, 19) of the pockets
(17) are at a shorter distance from one another, in such a way that the article (pack
11) is held between the side walls (18, 19) of the pocket (17) by means of a clamping
force.
11. Turret according to Claim 1 and one or more of the further claims, characterised in
that, during the stationary phase of the turret (10), during a first phase the side
walls (18, 19) are held in the relative position fixing the packs (11) with a clamping
effect, for carrying out manipulations on the packs (11), and thereafter, during a
further stationary phase, as a result of a relative movement of the part turrets (25,
26) the side walls (18, 19) can be moved away from one another, especially for pushing
the packs (11) into and out of the pockets (17).
12. Turret according to Claim 2 and one or more of the further claims, characterised in
that the part turrets (25, 26) are connected to one another by means of at least one
regulating gear (35), especially by means of two plates (37, 38) which are connected
to one another in an articulated manner and which can be stressed in the spreading
direction to move the part turrets (25, 26) in order to narrow the pockets (17).
13. Turret according to Claim 12 and one or more of the further claims, characterised
in that the plates (37, 38) are stressed by a pressure member, especially by a tension
spring (41), so as to spread or so as to reduce the cross-section of the pockets (17),
and in that, during a stationary phase, the plates (37, 38) can be stressed counter
to the load exerted by the pressure member (tension spring 41) by means of a counter-pressure
member, especially by means of a cam disc (42, 43) acting via a tracer roller (40),
in order to increase the cross-section of the pockets (17).
14. Turret according to Claim 13 and one or more of the further claims, characterised
in that, during the stationary phase of the turret (10), the cam disc (42, 43) actuates
the regulating gear (35) via the tracer roller (40) as a result of a rotary stroke
over an angle (36).
1. Revolver (10) ayant des poches (17) placées le long de sa circonférence, destinées
à recevoir des objets, en particulier des paquets (11), chaque poche étant limitée
par au moins deux parois latérales (18, 19) à peu près parallèles et mobiles l'une
par rapport à l'autre pour l'augmentation ou la diminution de sa section, caractérisé
par le fait que les parois latérales (18, 19) sont chacune reliées à un revolver partiel
différent (25 ou 26), ceux-ci étant mobiles indépendamment l'un de l'autre.
2. Revolver selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les revolvers partiels
(25, 26) peuvent tourner l'un par rapport à l'autre autour d'un axe commun.
3. Revolver selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que chaque
revolver partiel (25, 26) présente plusieurs bras (28, 29 ; 30, 31) s'étendant vers
l'extérieur à partir d'un axe de rotation central commun, en particulier d'un tourillon
(27), sur lesquels les parois latérales (18, 19) sont placées extérieurement de façon
telle qu'au moins deux bras (28, 29 ; 30, 31) de chacun des deux revolvers partiels
(25, 26) limite, avec les parois latérales (18, 19) associées, une poche (17).
4. Revolver selon la revendication 3, caractérisé par le fait que les bras de revolver
(28 à 31) et les parois latérales (18, 19) sont parallèles au plan médian radial des
poches (17).
5. Revolver selon la revendication 2 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que, sur un des revolvers partiels (25), est prévue, dans la zone de la
paroi latérale associée (19) et perpendiculaire à celle-ci, une paroi frontale (20,
21) de la poche (17).
6. Revolver selon la revendication 2 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que sur au moins un des revolvers partiels (25) est prévue, dans la zone
de la paroi latérale (19) et sur le côté intérieur radialement de celle-ci, une paroi
de fond (22) de la poche (17).
7. Revolver selon la revendication 2 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que chaque revolver partiel (25, 26) présente pour chaque poche (17) deux
bras (28, 29 ; 30, 31) espacés axialement et que les parois pour la formation des
poches (17) (parois latérales 18, 19 ; parois frontales 20, 21 ; parois de fond 22)
sont formées seulement dans la zone des bras (28 à 31) de façon telle que chaque poche
(17) soit constituée de deux poches partielles latérales se complétant.
8. Revolver selon la revendication 2 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait qu'un des revolvers partiels (26) est prévu fixe sur un arbre moteur (tourillon
27) et l'autre revolver partiel (25) est monté tournant sur cet arbre moteur (tourillon
27), en particulier entre les bras (28, 29) du revolver partiel (26) monté fixe sur
l'arbre moteur (tourillon 27).
9. Revolver selon la revendication 8 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que les bras espacés axialement (30, 31) du revolver partiel (25) sont
reliés à une douille tournante commune (34) qui est montée tournante sur le tourillon
(27), en particulier entre les bras (28, 29) du revolver partiel (26).
10. Revolver selon la revendication 1 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que les parois latérales (18, 19) des poches (17) ont, pendant la rotation
du revolver (10), un écartement moindre, de façon telle que l'objet (paquet 11) soit
tenu entre elles par serrage.
11. Revolver selon la revendication 1 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que, pendant la phase d'arrêt du revolver (10), les parois latérales (18,
19) sont, pendant une première phase, maintenues dans la position relative fixant
les paquets (11) par serrage pour l'exécution de manipulations sur ceux-ci et peuvent
ensuite, pendant une autre phase, être écartées par mouvement relatif des revolvers
partiels (25, 26), en particulier pour l'introduction des paquets (11) dans les poches
et leur expulsion de celles-ci.
12. Revolver selon la revendication 2 et une ou plusieurs des autres revendications, caractérisé
par le fait que les revolvers partiels (25, 26) sont reliés par au moins un mécanisme
de manoeuvre (35), en particulier par deux languettes (37, 38), reliés par une articulation,
qui peuvent être sollicitées dans le sens d'écartement pour mouvoir les revolvers
partiels (25, 26) dans le sens d'un rétrécissement des poches (17).
13. Revolver selon la revendication 12 et une ou plusieurs des autres revendications,
caractérisé par le fait que les languettes (37, 38) sont sollicitées dans le sens
de leur écartement, c'est-à-dire dans le sens d'une diminution de la section des poches
(17), par un organe de pression, en particulier par un ressort de traction (41), et
que, pendant une phase d'arrêt, les languettes (37, 38) peuvent être sollicitées dans
le sens d'une augmentation de la section des poches (17) contre l'action de l'organe
de pression (ressort de compression 41) par un organe de contre-pression, en particulier
par une came (42, 43) agissant par l'intermédiaire d'un galet palpeur (40).
14. Revolver selon la revendication 13 et une ou plusieurs des autres revendications,
caractérisé par le fait que la came (42, 43), pendant la phase d'arrêt du revolver
(10), actionne le mécanisme de manoeuvre (35) par l'intermédiaire du galet palpeur
(40) par une course de rotation le long d'un angle (36).