| (19) |
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(11) |
EP 0 284 911 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.06.1992 Patentblatt 1992/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.03.1988 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01P 1/161 |
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Breitbandige Polarisationsweiche
Broad-band polarizing junction
Filtre de polarisation à large bande
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
24.03.1987 DE 3709559
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.10.1988 Patentblatt 1988/40 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schuegraf, Eberhard, Dr.-Ing.
D-8000 München 70 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A-13 345 689 US-A- 2 882 500 US-A- 4 556 853
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GB-A- 2 175 145 US-A- 3 150 333
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- NACHRICHTENTECHNISCHE ZEITSCHRIFT, N.T.Z., Band 26, Nr. 4, April 1973, Seiten 176-179,
Berlin, DE; F. REISDORF: "Die Streumatrix eines zweifach abgeschrägten Hochlleiterwinkelstücks"
- IEEE TRANSACTIONS ON MICROWAVE THEORY AND TECHNIQUES, Band MTT-33, Nr. 2, Februar
1985, Seiten 143-145, IEEE, New York, US; R. TERAKADO: "Exact wave resistance of coaxial
regular polygonal conductors"
- NACHRICHTENTECHNISCHE ZEITSCHRIFT, N.T.Z., Band 38, Nr. 8, August 1985, Seiten 554-560,
Berlin, DE; E. SCHUEGRAF: "Neuartige Mikrowellenweichen für Zweibandantennen"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einebreitbandige. Polarisationsweiche für Mikrowellen
mit einem einen zwei orthogonal lineare Polarisationen führenden Wellenleiter, von
dem an sich gegenüberleigenden Stellen unter einem spitzen Winkel zwei eine symmetrische
Hohlleitergabel bildende Teilarme abgezweigt sind, die über jeweils einen ersten E-Knick,
jeweils einen Bereich mit zueinander parallel verlaufender Führung, jeweils einen
zweiten E-Knick und eine Serienverzweigung in einen ersten, hinsichtlich seiner Längsachse
mit dem die beiden orthogonalen Polarisationen führenden Wellenleiter fluchtenden
Hohleiterarm rechteckförmigen Querschnitts übergeführt sind, und von dem in Axialrichtung
ein zweiter Hohlleiterarm ausgeht, der mit rechteckförmigem Querschnitt über einen
E-Knick seitlich aus dem Raum zwischen den beiden Teilarmen herausgeführt ist.
[0002] Eine derartige Polarisationsweiche ist aus der DE-OS 33 45 689 bekannt. Diese bekannte
Polarisationsweiche hat jedoch eine verhältnismäßig große Baulänge und ist auch konstruktiv
nicht so ausgelegt, daß sie sich mit wenig aufwendigen Herstellungsmethoden, z.B.
mit einfachen numerisch gesteuerten Fräsautomaten, produzieren läßt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine sehr breitbandig arbeitende Polarisationsweiche
der eingangs genannten Art zu schaffen, die aber so gestaltet ist, daß sie mit einfachen
Methoden kostengüngstig herstellen läßt und dabei hinsichtlich ihrer Querabmessungen
und Baulänge besonders klein ausgelegt werden kann.
[0004] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in dem mit einem rechwinkligen
E-Knick versehenen zweiten Hohlleiterarm in seiner Übergangzone zum die beiden orthogonalen
Polarisationen führenden Wellenleiter eine über seine gesamte Breitseitenabmessung
reichende Mittelplatte verankert ist, die etwa halb so breit wie seine Schmalseitenabmessung
ist und ihn somit in dieser Übergangszone gabelartig in zwei symmetrische Teilarme
unter Berücksichtigung einer genauen Konstanthaltung der Wellenwiderstände aufteilt.
[0005] Die Polarisationsweiche nach der Erfindung läßt sich in zwei mit Ausnahme des Zugangs
des zweiten, einen Rechteckquerschnitt aufweisenden Hohlleiterarms spiegelbildlich
gleichen Teilen ausbilden, wobei die Spielgelebene durch die querstromfreie Mittelbene
der beiden Teilarme der Hohlleitergabel des ersten Hohlleiterarms gebildet wird. Diese
beiden Teile können durch Fräsersteuerung in einer einzigen Ebene hergestellt werden.
Für die Polarisationsweiche nach der Erfindung kann somit ein wesentlicher kommerzieller
Wert darin gesehen werden, daß sie aus nur zwei, weitgehend spiegelgleichen Hauptteilen
besteht, die mit einfachen numerisch gesteuerten Fräsautomaten sehr kostengünstig
herzustellen sind.
[0006] Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen sowie Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in zwei Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigen jeweils in einer Schnittdarstellung:
FIG 1 eine Breitband-Polarisationsweiche nach der Erfindung in Draufsicht,
FIG 2 die Breitband-Polarisationsweiche der FIG 1 in einer Seitenansicht.
[0008] Die in den Figuren 1 und 2 in Drauf-bzw. Seitenansicht gezeigte Breitband-Polarisationsweiche
weist einen ersten Hohlleiterarm 1 rechteckigen Querschnitts mit den Seitenlängen
a und b₁ auf. Dieser Hohlleiterarm 1 wird, wie in FIG 1 dargestellt ist, mit einer
angepaßten Serienverzweigung 22, die aus zwei spiegelsymmetrisch aneinander gesetzten
Schmalprofil E-Knicken besteht ,in zwei Teilarme 20, 21 mit halbierter Hohlleiterhöhe

aufgeteilt. In FIG 1 sind die Rechteckhohlleiterarme 1 und 2 mit den Seitenabmessungen
a=2b₁ gezeichnet. Sie können aber auch mit b₁ < a/2 ausgeführt werden. An jedem der
Teilarme 20, 21 ist im Abstand l
K von E-Knicken der Serienverzweigung 22 ein E-Knick 23 bzw. 24 mit gleichem Knickwinkel,
allerdings in entgegengesetzter Knickrichtung, angeschlossen. Der Abstand l
K ist so gewählt, daß zwischen den innenleigenden Breitseitenwänden der durch die beiden
Teilarme 20 und 21 gebildeten Hohlleitergabel der andere Rechteckhohlleiterarm 2 Platz
hat. Die parallel zueinaner verlaufenden Bereiche der beiden Teilarme 20 und 21 werden
dann durch je einen weiteren E-Knick 5 bzw. 5ʹ spiegelsymmetrisch zur Längsachse der
Polarisationsweiche hin abgewinkelt. In den Querschnitten 3, 3ʹ beginnt die Durchdringung
mit dem Hohlleiterarm 2. Vom Zugang des Hohlleiterarms 1 bis zu diesen Querschnitten
3, 3ʹ ist die Hohlleitergabel exakt wellenwiderstandshomogen. Im Querschnitt 6 münden
die Teilarme 20 und 21 in einen aus einem Innenleiter 10 kreisrunden Querschnitts
und einem Außenleiter 11 runden Querschnitts bestehenden Koaxialwellenleiter 4, dessen
Wellenwiderstand an den Wellenwiderstand der beiden in Serie geschalteten Teilarme
20 und 21 angeglichen ist. Die hinsichtlich des Wellenwiderstands inhomogene Zone
ist also bei dieser Polarisationsweiche auf einen sehr kurzen Bereich zwischen den
Querschnitten 3, 3ʹ einerseits und 6 andererseits reduziert, was eine Anpassungsarbeit
wesentlich erleichtert.
[0009] Der zweite Hohlleiterarm 2 rechteckigen Querschnitts wird mit einem Normalprofil-E-Knick
12 in Längsrichtung abgewinkelt, wobei der E-Knick 12 statt mit einer schrägen Außenecke
zur Fertigungserleichterung mit einem 90°-Eckvorsprung 7 ausgebildet ist. Weiterhin
wird der Hohlleiterarm 2 mit einer Mittelplatte 8, die gesamte Breitseitenabmessung
a reicht und die eine Dickenabmessung von etwa b₁/2 aufweist, in zwei Teilarme 14
und 15 geteilt, wobei die Wellenwiderstände genau konstant gehalten werden. Der Abgleich
des Seitenversatzes erfolgt durch eine Optimierung des Abstandes bʹ zwischen der Vorderstirnfläche
17 der Mittelplatte 8 und der Ebene einer Abstufung 16. Durch die Teilung in zwei
Teilarme 14 und 15 wird erreicht, daß die Reaktanz an der Übergangsstelle 6 zum wellenwiderstandsangepaßten,
aus dem Innenleiter 10 und dem Außenleiter 11 bestehenden Koaxialwellenleiter 4 kleiner
und daher besser kompensierbar wird. Außerdem wird an der Platte 8, die in den Schmalseitenwänden
des Hohlleiterarms 2 mittels zweier Flächen 9, 9ʹ fest verankert ist, der Innenleiter
10 an deren hinteren Stirnfläche 18 befestigt. Diese Art der Anbringung und Halterung
eines Innenleiters ist auch viele andere bekannte Polarisationsweichen nutzbringend
zu übertragen.
[0010] Nach FIG 2 ist die Polarisationsweiche nach der Erfindung durch die Teilungsebene
13 in zwei mit Ausnahme des Weichenzugangs am Hohlleiterarm 2 spiegelsymmetrische
Teile geteilt, die durch Fräsersteuerung in einer einzigen Ebene hergestellt werden
können.
[0011] Wie in FIG 1 und 2 unten dargestellt ist, kann der Koaxialwellenleiter 4 mit dem
Innenleiter 10 und dem Außenleiter 11 nach dem Querschnitt 6 längshomogen bis zu einem
nachfolgenden Verbraucher, z.B. einem Hornstrahler, weitergeführt werden. Soll dagegen
der Innenleiter 10 verschwinden¸ so kann dies mit einem stetigen oder gestuften Übergang
bewerkstelligt werden. In den FIG 1 und 2 ist ein zweitstufiger, rotationssymmetrischer
Viertelwellenlängen-Transformator mit einem gestuften Innenlieter 19 und einem gegenläufig
gestuften Außenleiter 25 (konstante H₁₁-Grenzfrequenz, frequenzunabhängige Wellenwiderstandsstufen)
gestrichelt eingezeichnet. Es ist auch möglich, den Transformator weiter in die Gabelungszone
der Polarisationsweiche - in den Figuren 1 und 2 nach oben -zu schieben¸ so daß nur
noch die unterste Transformatorstufe als Koaxialwellenleiter ausgebildet ist.
[0012] Durch die Verwendung des Innenleiters 10, wird es ermöglicht, die störenden Wellenwiderstandssprünge
entlang den beiden Druchgängen der Polarisationsweiche zu reduzieren oder ganz zu
eliminieren. Während die Leitungswellenwiderstände der rechteckigen Polarisationsweichen-Hohlleiterarme
1 und 2 mit ihren Seitenverhältnissen a≈2b₁ fest vorgegeben sind, ist der Leitungswellenwiderstand
der Rundhohlleiters 11 nicht festgelegt und daher frei wählbar. Dies eröffnet die
Möglichkeit, den Leitungswellenwiderstand des Rundhohlleiters 11 abzusenken und damit
an die Leitungswellenwiderstände der Rechteckhohlleiterarme 1 und 2 anzunähern. Ideale
Anpassungsbedingungen herrschen, wenn die Leitungswellenwiderstände des Rundhohlleiters
11 an diejenigen der Rechteckhohlleiterarme 1 und 2 breitbandig angeglichen sind.
[0013] Dies Angleichung der Wellenwiderstände wird über sehr große Bandbreiten erreicht,
wenn folgende zwei Bedingungen erfüllt sind, nämlich zum einen die Angleichung der
Querschnittsfaktoren in den Wellenwiderstandsgleichungen der aneinander anzupassenden
Hohlleiter und zum anderen die Angleichung der Grenzfrequenzen der ineinander überzuführenden
Wellentypen, wobei dann die noch verbleibenden Reaktanzsprünge in den Hohlleitern
durch nur kurze Baulängen erfordernde Transformationsmaßnahmen angepaßt werden können.
Es ergibt sich bei Verwendung dieses Prinzips eine wesentlich vergrößerte Bandbreite
der Reflektionsarmut.
[0014] Durch die Verwendung des Innenleiters 10 wird neben der angestrebten Wellenwiderstandssenkung
zusätzlich eine wesentliche Ausweitung des Eindeutigkeitsbereichs beim Koaxialwelllenleiter
4 erreicht. Für noch breiters Eindeutigkeitsbereiche sind andere Querschnittsformen
des Innenleiters 10 möglich z.B. ein kreuzförmiger oder ein vierkantförmiger Querschnitt.
Der Innenleiter 10 bewirkt sehr geringe Zusatzverluste und bringt eine Reihe von weiteren
Vorteilen. Der über die Polarisationsweiche hinaus verlängerte Innenleiter 10 eignet
sich dazu, das Verhalten eines an die Polarisationsweiche angeschlossenen Verbrauchers
zu verbessern, so z.B. die Bandbreite der Reflektionsarmut eines Rillenhorns und seine
Kreuzpolarisationseigenschaften gegenüber der Hornspeisung. Dabei kann der Innenleiter
10 im Hornhals, im Rillenbereich oder außerhalb der Hornapertur stetig, gestuft oder
sprunghaft enden. Ferner kann in einem hohl gestalteten Innenleiter 10 Raum geschaffen
werden für Wellen gleicher oder anderer Art mit gleicher oder anderer Frequenz wie
diejenigen außerhalb des Innenleiters 10 bereits vorhandenen Wellen. Dazu kann der
Innenraum des Innenleiters 10 in geeigneter Weise mit leitendem Material oder mit
Dielektrikum versehen werden. Im Innenraum des Innenleiters 10 und/oder nahe seiner
Oberfläche können ferner Koppeleinrichtungen für Wellen angeordnet werden, die aus
dem Raum außerhalb des Innenleiters 10 in sein Inneres und umgekehrt gekoppelt werden.
1. Breitbandige Polarisationsweiche für Mikrowellen mit einem zwei zueinander orthogonale
lineare Polarisationen führenden Wellenleiter (4), von dem an sich gegenüberliegenden
Stellen unter einem spitzen Winkel zwei eine symmetrische Hohlleitergabel bildende
Teilarme (20, 21) abgezweigt sind, die über jeweils einen ersten E-Knick (5; 5'),
jeweils einen Bereich mit zueinander parallel verlaufender Führung, jeweils einen
zweiten E-Knick (23; 24) und eine Serienverzweigung (22) in einen ersten, hinsichtlich
seiner Längsachse mit dem die beiden orthogonalen Polarisationen führenden Wellenleiter
(4) fluchtenden Hohlleiterarm (1) rechteckförmigen Querschnitts übergeführt sind,
und von dem in Axialrichtung eine zweiter Hohlleiterarm (2) ausgeht, der mit rechteckförmigem
Querschnitt über einen E-Knick (12) seitlich aus dem Raum zwischen den beiden Teilarmen
(20, 21) herausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem mit einem rechtwinkligen E-Knick (12) versehen zweiten Hohlleiterarm (2)
in seiner Übergangszone zum die beiden orthogonalen Polarisationen führenden Wellenleiter
(4) eine über seine gesamte Breitseitenabmessung a reichende Mittelplatte (8) verankert
ist, die etwa halb so dick wie seine Schmalseitenabmessung (b₁) ist und ihn somit
in dieser Übergangszone gabelartig in zwei symmetrische Teilarme (14,15) unter Berücksichtigung
einer genauen Konstanthaltung der Wellenwiderstände aufteilt.
2. Polarisationsweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei räumlich symmetrischer Anregung beider Linearpolarisationen mit je einer
elektrisch symmetrischen Rechteckhohlleitergabel die Gabelteilarme (20, 21 und 14,
15) mit der Hälfte der Schmalseitenabmessung (b₁) der äußeren Zugänge zu den Rechteckhohlleiterarmen
(1, 2) und mit unveränderter Breitseite (a) in den die beiden Orthogonalpolarisationen
führenden Wellenleiter (4) münden.
3. Polarisationsweiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalseitenabmessung (b₁) des zweiten Hohlleiterarmes (2) zwischen dem Mittelplattenende
und dem rechtwinkligen E-Knick (12) eine Abstufung (16) aufweist und daß der Abgleich
des Seitenversatzes durch eine Optimierung des Abstandes (bʹ) zwischen der Vorderstirnfläche
(17) der Mittelplatte (8) und der Ebene der Abstufung (16) erfolgt.
4. Polarisationsweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der rechtwinklige E-Knick (12) des zweiten Hohlleiterarms (2) mit einem ins Innere
gerichteten 90°-Eckvorsprung (7) der Außenecke versehen ist.
5. Polarisationsweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Stirnfläche (18) der Mittelplatte (8) ein Innenleiter (10) für
den einen runden bzw. quadratischen Außenleiter (11) aufweisenden, die beiden orthogonalen
Polarisationen führenden Wellenleiter befestigt ist, so daß ein Koaxialwellenleiter
(4) gebildet wird, wobei dieser Innenleiter so bemessen ist, daß der ursprünglich
etwa doppelt so große Leitungswellenwiderstand des runden bzw. quadratischen Hohlleiters
an die in sich gleichen Leitungswellenwiderstände der beiden Rechteckhohlleiterarme
(1, 2) angeglichen wird, wozu zwei Bedingungen zu erfüllen sind, nämlich zum einen
die Angleichung der Querschnittsfaktoren in den Wellenwiderstandsgleichungen der aneinander
anzupassenden Wellenleiter und zum anderen die Angleichung der Grenzfrequenzen der
ineinander überzuführenden Wellentypen, wobei verbleibende Reaktanzen in den Wellenleitern
durch nur kurze Baulängen erfordernde Transformationsmaßnahmen angepaßt werden.
6. Polarisationsweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Stirnfläche (18) der Mittelplatte (8) im einen runden oder quadratischen
Außenleiter aufweisenden, die beiden orthogonalen Polarisationen führenden Wellenleiter
ein Innenleiter (19) befestigt ist, der stetig oder gestuft ausläuft und dabei Teil
eines Viertelwellenlängentransformators ist, dessen Außenleiter (25), der durch den
kreisrunden oder quadratischen Außenleiter (11) gebildet wird, gegenläufig stetig
bzw. stufenartig geformt ist.
7. Polarisationsweiche nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zugänge zu den beiden Rechteckhohlleiterarmen (1, 2) mit gegenüber der Normalschmalseitenabmessung

wesentlich reduzierter Schmalseitenabmessung ausgeführt sind und daß der Leitungswellenwiderstand
dieser bezüglich der Hohlleiterschmalseitenabmessung reduzierten Rechteckhohlleiterarmzugänge
durch verstärke kapazitive Belastung mittels dickerem Innenleiter (10 bzw. 19) im
die beiden orthogonalen Polarisationen führenden Wellenleiter (4) und/oder mit Metallängsstegen
innen an dessen Außenwand ausgeglichen ist.
8. Polarisationsweiche nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (10) längshomogen über den eigentlichen Polarisationsweichenbereich
hinaus bis an einen Verbraucher, z.B. einen Hornstrahler, weitergeführt ist.
9. Polarisationsweiche nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (10, 19) einen kreisrunden Querschnitt aufweist.
10. Polarisationsweiche nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (10, 19) einen kreuzförmigen oder einen vierkantigen Querschnitt
aufweist.
11. Polarisationsweiche nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (10, 19) einen kreisrunden Querschnitt mit symmetrisch angeordneten
Längsstegen aufweist.
12. Polarisationsweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch, eine Ausbildung in zwei mit Ausnahme des Zugangs des zweiten Hohlleiterarmes (2)
spiegelbildlich gleichen Teilen, wobei die Spiegelebene durch die querstromfreie Mittelebene
(13) der zwei symmetrische Teilarme (20, 21) aufweisenden Hohlleitergabel für den
ersten Hohlleiterarm (1) gebildet wird.
13. Polarisationsweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch, eine Herstellung in Frästechnik, wobei die vorzugsweise numerische Fräsersteuerung
in einer einzigen Ebene erfolgt.
14. Polarisationsweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die beiden polarisationsselektiven Rechteckhohlleiterarme (1, 2) je eine Frequenzweiche
über jeweils eine lange Leitung angeschossen ist, die als mit entsprechenden Übergängen
versehene, übermodierte Rechteckhohlleitung ausgebildet ist.
1. Broadband polarisation filter for microwaves, having a waveguide (4) which conducts
two mutually orthogonal linear polarisations, and from which two partial arms (20,
21) forming a symmetrical waveguide fork are branched off at mutually opposite positions
at an acute angle, which partial arms are conducted via a first E-bend (5; 5') in
each case, a region with mutually parallel guidance in each case, a second E-bend
(23; 24) and a series junction (22) in each case over into a first waveguide arm (1)
of rectangular cross-section which is flush with respect to its longitudinal axis
with the waveguide (4) conducting the two orthogonal polarisations, and from which
a second waveguide arm (2) proceeds in the axial direction, which second waveguide
arm, with rectangular cross-section, is led laterally via an E-bend (12) out of the
space between the two partial arms (20, 21), characterised in that, a central plate
(8) extending over its entire broad-side dimension a is anchored in the second waveguide
arm (2), which is provided with a rectangular E-bend (12), in its transition zone
to the waveguide (4) conducting the two orthogonal polarisations, which central plane
is approximately half as thick as its narrow-side dimension (b₁) and thus divides
it in this transition zone into two symmetrical partial arms (14, 15) in the manner
of a fork, while taking account of keeping the characteristic impedances exactly constant.
2. Polarisation filter according to Claim 1, characterised in that given spatially symmetrical
excitation of both linear polarisations with an electrically symmetrical rectangular
waveguide fork in each case, the fork partial arms (20, 21 and 14, 15) merge with
half of the narrow-side dimension b₁ of the outer entrances to the rectangular waveguide
arms (1, 2) and with unchanged broad side (a) into the waveguide (4) conducting the
two orthogonal polarisations.
3. Polarisation filter according to Claim 1 or 2, characterised in that the narrow-side
dimension (b₁) of the second waveguide arm (2) has a step (16) between the central
plane end and the rectangular E-bend (12), and in that the lateral offset is compensated
by optimising the distance (b') between the front end face (17) of the central plate
(8) and the plane of the step (16).
4. Polarisation filter according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the rectangular
E-bend (12) of the second waveguide arm (2) is provided with a 90° corner projection
(7) of the outer corner directed into the interior.
5. Polarisation filter according to one of the preceding claims, characterised in that
an inner guide (10) for the waveguide having a round or square outer guide (11) and
conducting the two orthogonal polarisations is secured to the rear end face (18) of
the central plate (8) so that a coaxial waveguide (4) is formed, this inner guide
being dimensioned such that the originally approximately double line characteristic
impedance of the round or square waveguide is matched to the inherently equal line
characteristic impedances of the two rectangular waveguide arms (1, 2), for which
two conditions must be fulfilled, namely on the one hand the matching of the cross-section
factors in the characteristic impedance equations of the waveguides to be matched
to one another, and on the other hand the matching of the limit frequencies of the
wave modes requiring transition into one another, remaining reactances in the waveguides
being matched by transformation measures requiring only short overall lengths.
6. Polarisation filter according to one of Claims 1 to 4, characterised in that, in a
waveguide having a round or square outer guide and conducting the two orthogonal polarisations,
there is secured to the rear end face (18) of the central plate (8) an inner guide
(19), which tapers gradually or in steps and thus forms a part of a quarter-wavelength
transformer, whose outer guide (25), which is formed by the circular or square outer
guide (11), is formed to run gradually or in steps counter thereto.
7. Polarisation filter according to Claim 5 or 6, characterised in that the entrances
to the two rectangular waveguide arms (1, 2) are designed with substantially reduced
narrow-side dimension compared with the normal narrow-side dimension

and in that the line characteristic impedance of these rectangular waveguide arm
entrances reduced with respect to the waveguide narrow-side dimension is compensated
by increased capacitive loading by means of thicker inner guides (10 and 19 respectively)
in the waveguide (4) conducting the two orthogonal polarisations and/or with longitudinal
metal webs on the inside of the outer wall thereof.
8. Polarisation filter according to Claim 5 or 7, characterised in that the inner guide
(10) is continued longitudinally homogeneously beyond the actual polarisation filter
region to a load, for example a horn radiator.
9. Polarisation filter according to one of Claims 5 to 8, characterised in that the inner
guide (10, 19) has a circular cross-section.
10. Polarisation filter according to one of Claims 5 to 8, characterised in that the inner
guide (10, 19) has a cross-shaped or a square cross-section.
11. Polarisation filter according to one of Claims 5 to 8, characterised in that the inner
guide (10, 19) has a circular cross-section with symmetrically arranged longitudinal
webs.
12. Polarisation filter according to one of the preceding claims, characterised by a design
in two mirror-symmetrical identical parts with the exception of the entrance to the
second waveguide arm (2), the mirror plane being formed by the cross-current-free
central plane (13) of the waveguide fork having two symmetrical partial arms (20,
21) for the first waveguide arm (1).
13. Polarisation filter according to one of the preceding claims, characterised by production
using milling technology, in which the preferably numerical cutter control is executed
in a single plane.
14. Polarisation filter according to one of the preceding claims, characterised in that
there is connected to the two polarisation-selective rectangular waveguide arms (1,
2) in each case one frequency separating filter via a long line in each case, which
is designed as an overmodulated rectangular waveguide provided with appropriate transitions.
1. Filtre de polarisation à large bande pour microondes possédant un guide d'ondes (4)
véhiculant deux polarisations linéaires orthogonales entre elles et à partir de deux
emplacements opposés duquel s'étendent, en faisant un angle aigu, deux éléments de
bras (20,21) formant un guide d'ondes symétrique en forme de fourche et qui se prolongent
au moyen de premiers coudes respectifs E (5;5'), de zones respectives à guidage réciproquement
parallèle, de seconds coudes respectifs E (23;24) et d'un embranchement série (22)
par un premier bras de guide d'ondes (1), dont l'axe longitudinal est aligné avec
le guide d'ondes (4) qui véhicule les deux polarisations orthogonales, et possède
une section transversale rectangulaire, et à partir duquel s'étend, dans la direction
axiale, à un second bras de guide d'ondes (2), qui ressort latéralement, avec une
section transversale rectangulaire, au moyen d'un coude E (12), hors de l'espace présent
entre les deux éléments de bras (20,21), caractérisé par le fait que dans le second
bras de guide d'ondes (2) équipé d'un coude E rectangulaire (12) est ancrée, dans
sa zone de jonction avec le guide d'ondes (4) véhiculant les deux polarisations orthogonales,
une plaque médiane (8) qui s'étend sur toute l'étendue a de ses grands côtés et possède
une épaisseur égale approximativement à la moitié de la dimension (b₁) de ses petits
côtés et subdivise par conséquent le bras de guide d'ondes dans cette zone de jonction,
sous la forme d'une fourche, en deux éléments de bras symétriques (14,15) tout en
conservant des valeurs constantes précises pour les impédances caractéristiques.
2. Filtre de polarisation suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que dans
le cas d'une excitation, symétrique dans l'espace, des deux polarisations linéaires
respectivement au moyen d'un guide d'ondes rectangulaire électriquement symétrique
en forme de fourche, les éléments de bras (20,21 et 14,15) de la fourche se raccordent,
avec la moitié de la dimension (b₁) des petits côtés des accès extérieurs aux éléments
de bras de guide d'ondes rectangulaires (1,2) et avec le grand côté inchangé (a),
au guide d'ondes (4) qui véhicule les deux polarisations orthogonales.
3. Filtre de polarisation suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que
la partie de dimension (b₁) des petits côtés du second bras de guide d'ondes (2) possède
un épaulement (16) entre l'extrémité de la plaque centrale et le coude E rectangulaire
(12), et que la compensation du décalage latéral est réalisée au moyen d'une optimisation
de la distance (b') entre la surface frontale avant (17) de la plaque médiane (8)
et le plan de l'épaulement (16).
4. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le
fait que le coude E rectangulaire (12) du second bras de guide d'ondes (2) comporte
une partie saillante à 90° (7) de l'angle extérieur, dirigée vers l'intérieur.
5. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par
le fait qu'à la surface frontale arrière (18) de la plaque médiane (8) est fixé un
conducteur extérieur (10) pour le guide d'ondes qui possède un conducteur extérieur
cylindrique ou carré (11) et véhicule les deux polarisations orthogonales, ce qui
forme un guide d'ondes coaxial (4), ce conducteur intérieur étant dimensionné de manière
que l'impédance caractéristique de ligne, qui initialement est approximativement deux
fois plus élevée, est équilibrée sur des impédances caractéristiques de ligne en soi
identiques des deux bras de guide d'ondes rectangulaires (1,2), auquel cas deux conditions
doivent être satisfaites, à savoir, d'une part, l'équilibrage des facteurs de coupe
transversale dans les relations des impédances caractéristiques des guides d'ondes
devant être adaptés l'un à l'autre, et, d'autre part, l'équilibrage des fréquences
limites des types d'ondes devant être convertis l'un en l'autre, des réactances subsistantes
dans les guides d'ondes étant adaptées à l'aide de dispositions de transformation
requérant seulement de courtes longueurs de construction.
6. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le
fait que sur la surface frontale arrière (18) de la plaque médiane (8) est fixé, dans
un guide d'ondes comportant un conducteur extérieur cylindrique ou carré et véhiculant
les deux polarisations orthogonales, un conducteur intérieur (19) qui se termine avec
une forme continue ou étagée et fait partie d'un transformateur du quart de longueur
d'onde, dont le conducteur extérieur (25), qui est constitué par le conducteur extérieur
circulaire ou carré (11), possède une forme continue ou étagée en sens opposé.
7. Filtre de polarisation suivant la revendication 5 ou 6, caractérisé par le fait que
les accès aux deux bras de guide d'ondes rectangulaires (1,2) sont réalisés avec des
petits côtés dont la dimension est fortement réduite par rapport à la dimension

des petits côtés normaux, et que l'impédance caractéristique de ligne de ces accès
aux bras de guide d'ondes rectangulaire, dont la dimension des petits côtés est réduite,
est compensée intérieurement, au niveau de la paroi extérieure du guide d'ondes (4),
par une charge capacitive accrue au moyen d'un conducteur intérieur plus épais (10
ou 19) dans le guide d'ondes véhiculant les deux polarisations orthogonales et/ou
à l'aide de barrettes longitudinales métalliques.
8. Filtre de polarisation suivant la revendication 5 ou 7, caractérisé par le fait que
le conducteur intérieur (10) est ressorti selon une disposition longitudinale homogène
au-delà de la zone proprement dite du filtre de polarisation, jusqu'à un appareil
d'utilisation, par exemple un radiateur en cornet.
9. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications 5 à 8, caractérisé par le
fait que le conducteur intérieur (10,19) possède une section transversale circulaire.
10. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications 5 à 8, caractérisé par le
fait que le conducteur intérieur (10,19) possède une section transversale cruciforme
ou quadrangulaire.
11. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications 5 à 8, caractérisé par le
fait que le conducteur intérieur (10,19) possède une section transversale circulaire
possédant des barrettes longitudinales disposées symétriquement.
12. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par
une réalisation sous la forme de deux parties identiques symétriques à l'exception
de l'accès du second bras de guide d'ondes (2), le plan de symétrie étant formé par
le plan médian (13), dans lequel ne circule aucun courant transversal, de la fourche
formant guide d'ondes, comportant deux éléments de bras symétriques (20,21), pour
le premier bras de guide d'ondes (1)
13. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par
une fabrication selon la technique de fraisage, la commande de préférence numérique
du fraisage étant réalisée dans un seul plan.
14. Filtre de polarisation suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par
le fait qu'au deux bras de guide d'ondes rectangulaires (1,2) sélectifs pour la polarisation
sont raccordés respectivement des filtres d'aiguillage, par l'intermédiaire de longs
conducteurs respectifs, qui sont réalisés sous la forme de guides d'ondes rectangulaires
équipés de jonctions correspondantes et fonctionnant avec un nombre accru de modes.
