(19)
(11) EP 0 352 303 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.07.1992  Patentblatt  1992/27

(21) Anmeldenummer: 88909471.0

(22) Anmeldetag:  26.10.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47G 9/02
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP8800/965
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 8906/509 (27.07.1989 Gazette  1989/16)

(54)

DECKE, INSBESONDERE BETTDECKE

COVER, IN PARTICULAR BED-COVER

COUVERTURE, NOTAMMENT COUVERTURE DE LIT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 12.01.1988 CH 83/88

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.01.1990  Patentblatt  1990/05

(73) Patentinhaber: TESCH, Günter
CH-1700 Fribourg (CH)

(72) Erfinder:
  • TESCH, Günter
    CH-1700 Fribourg (CH)

(74) Vertreter: Lesser, Karl-Bolko, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt & European Patent Attorney Gnesener Strasse 2
85276 Pfaffenhofen
85276 Pfaffenhofen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 3 723 926
GB-A- 2 159 050
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Decke, insbesondere Bettdecke, gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Decken, insbesondere Bettdecken, sollen den menschlichen Körper schützen. Sie schaffen zwischen dem Körper und der Umgebungsluft eine Zone, die einen Wärmeaustausch zwischen dem Körper und der Umgebung hemmt und dadurch die Wärmeabstrahlung des menschlichen Körpers verringert, wodurch eine Unterkühlung des ruhenden Körpers verhindert wird.

    [0003] Je nach Umgebungstemperatur kann nun gewünscht sein, daß mehr oderwenigervom menschlichen Körper produzierte Wärme durch die Decke entweicht. Ist die Umgebungstemperatur niedrig, und damit das Wärmegefälle relativ hoch, wie z.B. im Winter, so soll die Decke möglichst viel der vom Körper produzierten Wärme zurückhalten. Ist die Umgebungstemperatur dagegen relativ hoch, wie z.B. im Sommer, so kann es sogar gewünscht sein, daß möglichst viel Wärme vom menschlichen Körper abgeführt wird.

    [0004] In der Regel wird das Rückhalten der Wärme im wesentlichen dadurch erreicht, daß ein Luftvolumen über dem menschlichen Körper geschaffen wird, welches unbewegbar ist, d.h., die Wirkung wird im wesentlichen durch ein ruhendes Luftpolster erreicht, wobei der Umstand ausgenutzt wird, daß Luft einen schlechten Wärmeleitungskoeffizienten aufweist.

    [0005] D.h., eine Decke, insbesondere Bettdecke, soll eine Wärmeübertragung gestatten, die dem Temperaturgefälle umgekehrt proportional ist. Dies ist mit herkömmlichen Dekken nicht möglich.

    [0006] Es ist deshalb schon vorgeschlagen worden, im Sommer andere Decken zu benutzen, als im Winter bzw. im Herbst und Frühling, weshalb auch von sogenannten "Sommerdecken", "Winterdecken" und "Herbstdecken" gesprochen wird.

    [0007] "Winterdecken" und "Herbstdecken" werden so ausgebildet, daß möglichst keine Kältebrücken vorhanden sind. So werden bei Steppdecken anstelle normaler Steppnähte, Steppstege verwendet, die dafür sorgen, daß die Oberplatte auch im Bereich der Steppung möglichst den gleichen Abstand von der Unterplatte aufweist, wie im Bereich zwischen den Steppungen. Herbstdecken und insbesondere Winterdecken sind auch fülliger ausgebildet, um ein möglichst großes Luftvolumen halten zu können. Für den Sommer sind diese Decken zu warm, d.h., es bildet sich unter der Decke ein Wärmestau, da durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit und das geringe Temperaturgefälle im Sommer die vom Menschen produzierte Wärme nicht abgeführt wird.

    [0008] "Sommerdecken" sind sehr leicht ausgebildet, wobei diese auch an sich unerwünschte Kältebrücken bildende Steppnähte aufweisen können. Diese sogenannten Kältebrükken lassen die Wärme sehr leicht durch. Gegebenenfalls soll eine Sommerdecke auch noch den vom menschlichen Körper abgegebenen Schweiß absorbieren oder durchlassen können.

    [0009] Weiterhin wurde vorgeschlagen, eine Bettdecke als Deckensystem so auszubilden, daß mehrere Einzeldecken zu einer Gesamtdecke vereinigt werden können und dann eine Decke bilden, die entsprechend den Einzeldecken dicker ausgebildet ist. Diese wird jedoch dann auch entsprechend schwerer.

    [0010] Bei beiden bekannten Vorschlägen wird die Benutzung von zwei Decken vorgesehen, wobei die zweite Decke bei Nichtgebrauch aufbewahrt werden muß.

    [0011] Aus der GB-A-2.159.050 ist nun eine gattungsgemäße Decke mit einer Füllung bekannt, deren Bezug aus zwei verschieden großen Deckplatten besteht, die so miteinander durch streifenförmige Steppungen miteinanderverbunden sind, daß im flachen Zustand der Decke die eine Oberplatte flach liegt, während sich die andere Oberplatte darüberwölbt. Steppnähte sind auf der Fläche des sich wölbenden Deckplatte weiter voneinander entfernt, als auf der flach liegenden Deckplatte.

    [0012] Liegt nun die kleinere Deckplatte unten auf einer Person, so bilden sich im Bereich der Steppungen, insbesondere durch die Ausbeulung der gesamten Decke über der Person, große Kältebrücken aus. Wird die Dekke umgedreht mit der größeren Deckplatte nach unten auf eine Person gelegt, so liegen im Bereich der Absteppungen benachbarte Teile der größeren Deckplatte aufeinander und die ansonsten im Bereich der Absteppung vorhandene Kältebrücke wird über die gesamte Fläche der Decke gesehen im wesentlichen geschlossen.

    [0013] Durch Wenden dieser bekannten Decke läßt sich die Wärmedurchlässigkeit einstellen und die Decke kann wahlweise als Sommer-, als auch als Winterdecke benutzt werden. Eine über die Fläche der Decke unterschiedliche Wärmedurchlässigkeit läßt sich mit dieser bekannten Decke nicht erreichen.

    [0014] Dabei muß der Benutzer aber immer beachten, die Decke auch mit der richtigen Seite nach unten zu legen und er darf die Decke insbesondere beim Schlafen nicht mehr wenden. Ist diese Decke mit einem Überzug versehen, so wird das Finden der richtigen Deckenseite sehr schwierig. Auch ist die Herstellung einer solchen Decke relativ kompliziert und damit teuer.

    [0015] In der nicht vorveröffentlichten DE-A-3.723.926 ist eine Decke beschrieben, die eine Art Röhrendecke mit über die gesamte Länge durchgehenden Röhren darstellt. Dabei sind abwechselnd kleine und große Röhren vorgesehen. Die großen Röhren sind mit Füllmaterial gefüllt, während die kleinen Röhren einen Tunnel für ein Raffband bilden. Wird dieses Raffband gerafft, so kann die Größe der Decke den gewünschten Erfordernissen, wie Bettgröße, Überbezuggröße od.dgl. oderdergewünschten Funktion in einer Dimension und zwar längs der Röhren angepaßt werden. Im Bereich der kleineren, die Tunnel bildenden Röhren ist wegen des fehlenden Füllmaterials eine sehr große Kältebrücke vorhanden, die auch beim Raffen der Decke nicht kleiner wird. Wenngleich aufgrund der Geometrie die Decke im Bereich der gefüllten Röhren im gerafften Zustand eine kleinere Wärmeabgabe erbringt, eignet sich diese Decke wegen der füllmaterial-freien Tunnel nicht, im Winter mehr Wärme zurückzuhalten, als im Sommer.

    [0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Decke zu schaffen, die sowohl als sogenannte Sommer-, als auch als sogenannte Winterdecke benutzt werden kann und bei der über die Fläche der Decke gesehen die Wärmedurchlässigkeit vom Benutzer der Decke einstellbar ist. Dabei sollen die Kältebrücken, wenn dies gewünscht wird, positiv ausgenutzt werden können.

    [0017] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Decke gelöst. Bei der erfindungsgemäßen Decke ist der Bezug im wesentlichen quer zur Richtung der Steppnähte raffbar ausgebildet und die Fläche des Bezuges ist verkleinerbar und wieder vergrößerbar und durch die Verkleinerung bzw. Vergrößerung der Fläche des Bezuges wird die Dicke der Decke vergrößert bzw. verkleinert und auftretende Kältebrücken werden verkleinert bzw. vergrößert, so daß die Wärmedurchlässigkeit verkleinert bzw. vergrößert wird..

    [0018] Die Dicke der Decke wird zwangsläufig verändert, da das Füllmaterial im wesentlichen sein Volumen beibehält. Da keine ein Raffband aufweisenden, gesonderten Tunnel vorgesehen sind, können sich auch keine dadurch gebildeten Kältebrücken ausbilden. Darüberhinaus können durch das Raffen quer zu den Steppnähten die im Bereich der Steppnähte gegebenenfalls vorhandenen Kältebrücken verkleinert bzw. verhindert werden.

    [0019] Vorzugsweise kann der Bezug quer und / oder parallel zu seinen Längsseiten raffbar ausgebildet sein. Ein solcher Decken bezug ist flächenmäßig größer, z.B. 10 bis 30% größer, ausgebildet, als herkömmliche Bezüge. So kann eine Decke für eine Person z.B. anstelle einer Grundbreite von 1,3 m eine Breite von 1,65 m aufweisen und sich dann auf eine Breite von 1,3 m raffen lassen. Die Länge einer längs zu raffenden anderen Decke kann anstelle von 2 m nun 2,5 m betragen, wobei sich wiederum eine geraffte Länge von 2 m ergibt. Überstehende Teile, insbesondere am Fußende, können umgeschlagen werden.

    [0020] Nach einer bestimmten Ausführungsform kann die Decke mit parallel zu ihren Längsseiten angeordneten Steppnähten versehen sein und im Bereich der Steppnähte Mittel aufweisen, die es gestatten, zwischen sich eine Steppnaht einschließende Teile des Bezuges aneinander zu halten. Aus einer Decke mit Steppnähten kann somit eine Decke gemacht werden, die im Prinzip doppelte Steppstege aufweist.

    [0021] Dies läßt sich z.B. dadurch erzielen, daß an dem Bezug Bändchen angeordnet, insbesondere angenäht sind, die paarweise miteinander verbunden ein Raffen des Bezuges insbesondere im Bereich der Steppnähte ermöglichen.

    [0022] Zweckmäßigerweise ist an dem Bezug mindestens ein Fadenzug angeordnet ist. Dieser kann gemäß einer Ausführungsform in Form eines Gardinenraffbandes ausgebildet und vorzugsweise an dem Bezug festgenäht sein. Dieses Raffband läßt sich dann wie eine Gardinenkante raffen. Daber sind in der Regel mehrere solche Raffbänder vorgesehen. Sind diese quer zu den Längsseiten des Bezuges angeordnet, so kann die Decke z.B. im Bereich des Fußendes mehr gerafft werden, als im Bereich des Kopfendes.

    [0023] Der Fadenzug gestattet es, den Bezug nur in bestimmten Bereichen zu raffen. Der Fadenzug kann dabei so ausgebildet sein, daß ein Raffen desselben nur im Bereich der Steppnähte möglich ist.

    [0024] Der Fadenzug kann auch aus einem zwischen den beiden Deckplatten des Bezuges hindurchgeführten Faden, vorzugsweise einem Monofilen, bestehen. Wird dieser Faden insbesondere beidseitig aus dem Bezug herausgezogen, so zieht sich der Bezug und damit die Decke zwangsläufig zusammen.

    [0025] Vorzugsweise weist die lose Füllung sphärisch verwikkelte Faseraggregate auf. Diese erleichtern ein leichteres Raffen der Decke, als dies bisher mit wattierten Einlagen, wie Faservliesen od.dgl. möglich war, da sich die Faseraggregate leicht gegeneinander verschieben lassen.

    [0026] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus im Folgenden anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen.

    [0027] Es zeigt:

    Figur 1 eine Aufsicht auf eine Stepp- oder Stegdecke in derAufsicht, wobei die Steppnähte in Längsrichtung angeordnet sind;

    Figur 2 eine Aufsicht auf eine Stepp- oder Stegdecke in derAufsicht gemäß Figur 1. die trapezförmig gerafft ist.

    Figur 3 eine steppdecke im Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1 mit im Bereich der Steppnähte angeordneten, nicht miteinander verbundenen Haltebändern;

    Figur 4 eine Steppdecke gemäß Figur 3 im Schnitt entlang der Linie B-B der Figur 2 mit im Bereich der Steppnähte angeordneten, jeweils miteinander verbundenen und die Decke raffenden Haltebändern;

    Figur 5 eine Steppdecke im Schnitt entlang der Linie B-B gemäß Figur 2 und ähnlich der Figur 4, wobei die Raffung durch zusammengedrückte Druckknöpfe er halten wird;

    Figur 6 eine Stegdecke im Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1, die nicht gerafft ist, mit einem zwischen den beiden Deckplatten des Bezuges an geordneten, ungespannten Fadenzug;

    Figur 7 die Stegdecke gemäß Figur 6, die jedoch mittels des Fadenzuges gerafft ist;

    Figur 8 ein Ausschnitteiner Aufsichtanaiog Figur 1 im Bereich der Linie A-Aauf eine Steppdecke mit einem aufgebrachten ungerafften Raffband, und

    Figur 9 ein Ausschnitt einer Aufsicht analog Figur 2 im Bereich der Linie B-B auf einen Steppdecke gemäß

    Figur 8, bei der das Raffband im Bereich der Steppnähte gerafft ist.



    [0028] Die Figuren zeigen jeweils eine Steppdecke 1, die Steppnähte 2 oder Stegnähte 3 aufweist. Die hier dargestellten Steppdecken 1 sind parallel zu ihren Längsseiten abgesteppt. Die Absteppungen können jedoch ebenso parallel zu ihren Breitseiten angeordnet sein. Die Absteppungen können darüberhinaus auch sowohl längs, als auch quer angeordnet sein.

    [0029] In der Zeichnung ist der besseren Darstellung wegen die Dicke der jeweiligen Decke 1 im Verhältnis zur Breite der Decke größer gezeichnet, wenngleich die hier beschrienenen Deccken aufgrund des verwendeten, leichteren Füllmaterials auch bei ungerafftem Bezug dickersein können, als bekannte Decken, ohne deswegen schwerer zu sein.

    [0030] In den gezeichneten Ausführungsbeispielen wird von einer Decke 1 ausgegangen, die im ungerafften Zustand eine Länge von 2 m und eine Breite von 1,65 m aufweist.

    [0031] Eine ungeraffte Decke 1 kann aber insbesondere, wenn sie (auch) der Länge nach gerafft werden soll, auch eine Länge von 1,5 m aufweisen. Ist sie in der Breite nicht raffbar, so weist diese die Standardbreite auf. Entsprechend dem Verwendungszweck - Kinderdecke, Babydecke, Sondermaße - können die Maße der Dekke davon abweichend gewählt werden.

    [0032] Figur 1 zeigt nun eine solche Decke 1 in der Aufsicht. Diese Decke 1 ist hier mit vier Absteppungen 2 versehen, wodurch die Decke in fünf Kammern 4 oder Röhren aufgeteilt ist, die mit einem Füllmaterial, wie Daunen, Federn, sphärisch verwickelten Faserkugeln, Kunststoffsticks, wie Polyurethansticks od.dgl., also losem Füllmaterial, gefüllt sind. In der Praxis wird man bei einer z.B. 1,65 m breiten Decke 1 mehr Kammern 4 vorsehen, um eine gleichmäßigere Füllung der Decke 1 auch über längere Zeit hinweg aufrechterhalten zu können.

    [0033] Der Bezug dieser Decke 1 weist nun Mittel auf, die es gestatten, - hier - die Breite der Decke 1 entsprechend den momentanen Wünschen des Benutzers unterschiedlich gestalten zu können. Mit Hilfe dieser Mittel, auf die unten noch näher eingegangen wird, kann der Benutzer der Decke 1 z.B. das eine Ende der Decke schmaler gestalten, als das andere Ende der Decke 1, wodurch er dann eine z.B. trapezförmige Decke 1 erhält, wie diese in Figur 1 dargestellt ist.

    [0034] Gemäß der Ausführungsform nach Figuren 3 und 4 sind benachbart zu den Steppnähten 2 jeweils paarweise Bändchen 5 angebracht, die von den Steppnähten 2 zumindest paarweise den gleichen Abstand aufweisen.

    [0035] Sind diese Bändchen 5 lose, d.h., nicht miteinander verbunden, so ergibt sich ein Querschnitt der Decke 1, wie er von bisherigen Steppdecken bekannt ist, d.h., die Decke weist dickere und dünnere Bereiche auf, wie dies aus Figur 3 hervorgeht. In den letzteren sind die Steppnähte 2 angeordnet, bei denen bekanntlich der obere Teil des Bezuges unmittelbar auf dem unteren Teil des Bezuges zu liegen kommt. Unmittelbar an diesen Steppnähten 2 befindet sich in der Regel kein Füllmaterial, weshalb sich dort Kältebrücken ausbilden können. Diese Bereiche dienen auch als eine Art Kamin für die Körpertranspirationen des die Decke 1 benutzenden Menschen, d.h., in diesen Bereichen kann Körperschweiß besonders gut abgeführt werden. Die Decke 1 in dieser Anwendung eignet sich deshalb insbesondere für die wärmeren Jahreszeiten.

    [0036] In Figur 4 ist nun die gleiche Decke 1 dargestellt, wobei allerdings sich bezüglich der jeweiligen Steppnaht 2 gegenüberliegende Bändchen 5 miteinander verbunden sind, indem aus zwei Bändchen 5 eine Schleife gebunden wurde. Aus dieser Figur ist ersichtlich, daß nun Teile der Außenseiten des Bezuges jeweils aufeinanderliegen und so eine Art Steg bilden. Sind also die Bändchen dieser Decke miteinander verbunden, so ähnelt diese Decke 1 einer Stegdekke und weist auch deren bekannte Vorteile auf. D.h., diese Decke 1 besitzt im wesentlichen keine Kältebrücken mehr, weshalb sie sich am besten für die kälteren Jahreszeiten eignet, in der in der Regel die Körpertranspiration kleiner ist, als im wärmeren Sommer, in denen aber Kältebrükken wegen der niedrigeren Umgebungstemperatur möglichst vermieden werden sollen.

    [0037] Wie in Figur 2 angedeutet, kann selbstverständlich auch nur ein Teil der Bändchen 5 zusammengebunden sein, wobei darüberhinaus auch das Zusammenbinden unterschiedlich dergestalt sein kann, daß sich eine trapezförmige Fläche der Decke 1 ergibt, indem das Zusammenbinden mehr oder weniger eng vorgenommen wird.

    [0038] Figur 5 zeigt eine Alternative zu den Bändchen 5, die - hier in Figur 5 geknöpfte - Druckknöpfe 6 ersetzt sind. Eine beispielhafte Verteilung dieser Druckknöpfe über die Decke 1 geht aus Figur 1 hervor, in der neben den Steppnähten 2 Druckknöpfe 6 eingezeichnet sind. Um auch hier eine trapezförmige Form der Decke 1 - mit Kopf- und Fußende - zu erhalten, könnte man die Druckknöpfe mit unterschiedlichem Abstand von den Steppnähten 2 anordnen.

    [0039] An den in Figur 1 für die Druckknöpfe 6 gezeichneten Stellen können alternativ auch die Bändchen 5 gemäß den Figuren 3 und 4 angeordnet sein. Die Bändchen 5 oder Druckknöpfe 6 können entlang der Steppnähte 2 auch einen größeren Abstand voneinander aufweisen, als in Figuren 1 und 2 gezeichnet.

    [0040] Anstelle der Bändchen 5 oder der Druckknöpfe 6 können an dem Bezug aber auch Haft- oder Klettenbänder angeordnet sein, die den Vorteil aufweisen, daß damit ein stetiges Verbinden der Außenseitenteile des Bezuges über die gesamte Länge der Decke 1 möglich ist. Auch können anstelle der Druckknöpfe z.B. Haken und Ösen angeordnet sein, die gegebenenfalls ineinander gehakt werden.

    [0041] Die Figuren 6 und 7 zeigen nun, daß auch bei sogenannten Stegdecken 1, bei denen der obere Teil des Bezuges mit dem unteren Teil desselben über streifenförmige Stege verbunden ist, sowohl als Winter-, als auch als Sommerdekke verwendet werden kann. Dabei wird von dem Grundgedanken der Erfindung ausgegangen, die Grundfläche der Decke 1 zu verändern, um dadurch die Dicke derselben zu variieren.

    [0042] Nachdem hier jedoch schon Stege 3 vorhanden sind, die bei den Ausführungsformen gemäß Figuren 3 bis 5 praktisch erst geschäffen werden, wird hier nun eine andere Art des "Raffens" vorgeschlagen, die sich im Prinzip aber auch bei einer Steppdecke verwenden läßt.

    [0043] Bei dieser Ausführungsform ist ein Fadenzug 8 innerhalb des Bezuges der Decke 1 angeordnet, welcher hier die Stege 3 und die Außenkante der Decke 1 durchdringt. Dieser Fadenzug 8, hierein Faden, insbesondere ein Monofil, kann beidseitig aus der Decke 1 herausgezogen werden. Da sich die Länge der Fadens 8 nicht verändert, zieht sich deshalb die Decke 1 längs dieses Fadens 8 zusammen. Dadurch verdickt sich die Decke 1, wie aus einem Vergleich der Figuren 6 und 7 festgestellt werden kann.

    [0044] Die herausgezogenen Enden des Fadenzuges 8 könnnen zeitweilig außerhalb der Decke 1 verknotet werden, um ein Auseinandergehen der Decke 1 zu verhindern. Nach Öffnen dieses Knotens kann die Decke 1 wiederum ihre große Ausdehnung, und damit ihre geringere Dicke, erhalten.

    [0045] Ein solcher Fadenzug kann auch bei einer gemäß Figur 3 gesteppten Decke 1 anstelle der Bändchen 5 oder Druckknöpfe verwendet werden.

    [0046] Gemäß dieser weiteren Ausführungsform der Erfindung sind in der Richtung, in der die Decke 1 gerafft werden soll, sogenannte Raffbänder 7 angeordnet, wie sie in den Figuren 8 und 9 dargestellt sind. Diese Raffbänder sind von Vorhängen, z.B. für Fenster, bekannt und weisen einen Faden 8 auf. Dieses Raffband 7 kann nun auf dem ungerafften Bezug des Decke 1, wie bei einem Vorhang ungerafft, aufgenäht sein. Dies kann innerhalb oder außerhalb des Bezuges erfolgen. Wird dieser Faden 8 aus dem Raffband herausgezogen, so wird nicht nur das Raffband verkürzt und zusammengefaltet, sondern auch der Bezug der Decke 1. Sind diese Raffbänder über die gesamte Decke 1 verteilt, so kann auch die gesamte Fläche der Decke 1 verändert werden.

    [0047] Bei Anbringung des Raffbandes 7 auf einer Steppdecke 1 empfiehlt es sich, die Raffung nur im Bereich der Steppnähte 2 vorzunehmen. Es kann dann der gleiche Effekt erzielt werden, wie oben anhand der Figuren 3 bis 5 beschrieben, d.h., die Kältebrücken werden vermieden und die Decke 1 erhält im gerafften Zustand den Charakter einer sogenannten Stegdecke.

    [0048] Bei der Ausführungsform der Decke 1 als Stegdecke können diese Raffbänder auch in der Mittelachse der Decke 1 - und damit in der Mitte der Stege 3 - angeordnet sein, sodaß durch diese im wesentlichen der Abstand der einzelnen Stege voneinander verändert wird, wodurch sich auch die Gesamtbreite der Decke variieren läßt.

    [0049] Insbesondere die Lösungen nach Figuren 3 bis 5 und 8 und 9 können auch an Decken verwirklicht werden, die überhaupt nicht abgesteppt sind. Wesentlich für die Erfindung ist, daß die Fläche des Bezuges verändert werden kann.

    [0050] Die Steppdecke 1 kann zumindest an ihrem einen Ende Öffnungen aufweisen, die mittels Reißverschlüssen, Klettbändern, Haftverschlüssen od.dgl. verschlossen sein können. Durch diese Öffnungen lassen sich die einzelnen abgesteppten Kammern bzw. Die gesamte Decke mit Füllmaterialien füllen, wobei der Benutzer der Decke mehr oder weniger Material einfüllen oder auch entfernen kann. Hierdurch kann zusätzlich das Füllvolumen der Decke geändert werden.

    [0051] Die losen Füllmaterialien der Decke verschieben sich beim Raffen bzw. "Entraffen" der Decke gegeneinander, sodaß sie in der Decke 1 immer gleichmäßig verteilt sind.

    Bezugszeichenliste



    [0052] 

    1 Decke

    2 Steppnaht

    3 Stegnaht

    4 Kammer

    5 Bändchen

    6 Druckknopf

    7 Raffband

    8 Faden (des Raffbandes)




    Ansprüche

    1. Decke (1), insbesondere Bettdecke, mit einem vorzugsweise rechteckigen Bezug und einer losen Füllung, wobei die Decke (1) gesteppt ist und durch eine Einstellbarkeit der Wärmedurchlässigkeit wahlweise als Sommer-, als auch als Winterdecke benutzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug im wesentlichen quer zur Richtung der Steppnähte (2, 3) raffbar ausgebildet ist und die Fläche des Bezuges verkleinerbar und wieder vergrößerbar ist und daß durch die Verkleinerung bzw. Vergrößerung der Fläche des Bezuges die Dicke der Decke vergrößert bzw. verkleinert wird und auftretende Kältebrücken verkleinert bzw. vergrößert werden, so daß die Wärmedurchlässigkeit verkleinert bzw. vergrößert wird.
     
    2. Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug quer und / oder parallel zu seinen Längsseiten raffbar ausgebildet ist.
     
    3. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Decke (1) mit parallel zu ihren Längsseiten angeordneten Steppnähten (2) versehen ist und im Bereich der Steppnähte (2) Mittel aufweist, die es gestatten, zwischen sich eine Steppnaht (2) einschließende Teile des Bezuges aneinander zu halten.
     
    4. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bezug Bändchen (5) angeordnet, insbesondere angenäht sind, die paarweise miteinander verbunden ein Raffen des Bezuges insbesondere im Bereich der Steppnähte (2) ermöglichen.
     
    5. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bezug mindestens ein Fadenzug (8) angeordnet ist.
     
    6. Decke nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenzug (8) in Form eines Gardinenraffbandes (7) ausgebildet ist und vorzugsweise das Gardinenband an dem Bezug festgenäht ist.
     
    7. Decke nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenzug (8) aus einem zwischen den beiden Deckplatten des Bezuges hindurchgeführten Faden, vorzugsweise einem Monofilen, besteht.
     
    8. Decke nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenzug (8) nur in bestimmten Bereichen ein Raffen des Bezuges ermöglicht.
     
    9. Decke nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bezug Druckknöpfe (6), Haftbänder, Haken und Ösen od.dgl. angeordnet sind.
     
    10. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lose Füllung sphärisch verwickelte Faseraggregate aufweist.
     


    Claims

    1. Cover (1), in particular bed cover, with a preferably rectangular casing and a loose filling, the cover (1), being quilted and being capable of use as a summer covering and also as a winter covering by virtue of adjustability of the thermal transmission, characterised in that the casing is made capable of being gathered or ruffled substantially perpendicular to the direction of the quilting seams (2, 3) and the area of the casing can be reduced and increased again and that by the reduction or increase of the surface area of the casing the thickness of the cover is increased or reduced and cold bridges which arise are reduced or increased, so that the thermal transmission is reduced or increased.
     
    2. Covering according to claim 1, characterised in that the casing is made to be capable of gathering or ruffling transverse and/or parallel to its longer edges.
     
    3. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that the cover (1) is provided with quilting seams (2) arranged parallel to its longer edges and has in the region of the quilting seams (2) means allowing portions of the casing including between them a quilting seam (2) to be held together.
     
    4. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that there are arranged on the casing tapes (5), in particular sewn on, which, acting in pairs, allow gathering or ruffling of the casing especially in the region of the quilting seams (2).
     
    5. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that at least one thread pull (8) is arranged on the casing.
     
    6. Cover according to the preceding claim, characterised in that the thread pull (8) is in the form of a curtain ruffling tape (7) and the curtain ruffling tape is preferably sewn onto the casing.
     
    7. Cover according to one of the two preceding claims, characterised in that the thread pull (8) comprises a thread, preferably a monofilament, conducted between the two cover layers of the casing.
     
    8. Cover according to one of the two preceding claims, characterised in that the thread pull (8) only allows gathering or ruffling of the casing in predetermined regions.
     
    9. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that press-studs (6), securing strips, hooks and eyes or the like are arranged on the casing.
     
    10. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that the loose filling comprises spherically wound fibre aggregates.
     


    Revendications

    1. Couverture (1), en particulier couvre-lit, avec une enveloppe, de préférence, rectangulaire et un remplissage libre, la couverture (1) étant cousue et pouvant, grâce à une possibilité de réglage de la perméabilité à la chaleur, être utilisée au choix comme couverture d'été et d'hiver, caractérisée en ce que l'enveloppe se présente retroussable sensiblement transversalement au sens des coutures (2, 3) et que la surface de l'enveloppe peut être réduite et à nouveau agrandie et que, grâce à la réduction ou à l'agrandissement de la surface de l'enveloppe, l'épaisseur de la couverture peut être augmentée ou diminuée et que les ponts de froid qui se présentent peuvent être réduits ou agrandis, de manière que la perméabilité à la chaleur diminue ou augmente.
     
    2. Couverture suivant la revendication 1, caractérisée en ce que l'enveloppe se présente retroussable transversalement et/ou parallèlement à ses côtés longitudinaux.
     
    3. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couverture (1) est pourvue de coutures (2) disposées parallèlement à ses côtés longitudinaux et présente, à l'endroit des coutures (2), des moyens qui permettent de maintenir ensemble, entre eux, des parties de l'enveloppe contenant une couture (2).
     
    4. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que des bandes (5) sont disposées, en particulier cousues, sur l'enveloppe, lesquelles, reliées l'une à l'autre pare paire, permettent un retroussement de l'enveloppe, en particulier à l'endroit des coutures (2).
     
    5. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que sur l'enveloppe est disposé au moins un fil de traction (8).
     
    6. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le fil de traction (8) se présente sous forme d'une bande de retroussement de rideau (7) et que la bande de rideau est, de préférence, cousue sur l'enveloppe.
     
    7. Couverture suivant l'une des deux revendications précédentes, caractérisée en ce que le fil de traction (8) consiste en un fil, de préférence un monofil, passé entre les deux plaques de recouvrement de l'enveloppe.
     
    8. Couverture suivant l'une des deux revendications précédentes, caractérisée en ce que le fil de traction (8) ne permet un retroussement de l'enveloppe qu'à des endroits déterminés.
     
    9. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que sur l'enveloppe sont disposés de boutons-pressions (6), des bandes adhésives, des crochets et des oeillets ou similaires
     
    10. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le remplissage libre présente des agrégats de fibres entremêlées de manière sphérique.
     




    Zeichnung