[0001] Die Erfindung betrifft eine Decke, insbesondere Bettdecke, gemäß Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Decken, insbesondere Bettdecken, sollen den menschlichen Körper schützen. Sie schaffen
zwischen dem Körper und der Umgebungsluft eine Zone, die einen Wärmeaustausch zwischen
dem Körper und der Umgebung hemmt und dadurch die Wärmeabstrahlung des menschlichen
Körpers verringert, wodurch eine Unterkühlung des ruhenden Körpers verhindert wird.
[0003] Je nach Umgebungstemperatur kann nun gewünscht sein, daß mehr oderwenigervom menschlichen
Körper produzierte Wärme durch die Decke entweicht. Ist die Umgebungstemperatur niedrig,
und damit das Wärmegefälle relativ hoch, wie z.B. im Winter, so soll die Decke möglichst
viel der vom Körper produzierten Wärme zurückhalten. Ist die Umgebungstemperatur dagegen
relativ hoch, wie z.B. im Sommer, so kann es sogar gewünscht sein, daß möglichst viel
Wärme vom menschlichen Körper abgeführt wird.
[0004] In der Regel wird das Rückhalten der Wärme im wesentlichen dadurch erreicht, daß
ein Luftvolumen über dem menschlichen Körper geschaffen wird, welches unbewegbar ist,
d.h., die Wirkung wird im wesentlichen durch ein ruhendes Luftpolster erreicht, wobei
der Umstand ausgenutzt wird, daß Luft einen schlechten Wärmeleitungskoeffizienten
aufweist.
[0005] D.h., eine Decke, insbesondere Bettdecke, soll eine Wärmeübertragung gestatten, die
dem Temperaturgefälle umgekehrt proportional ist. Dies ist mit herkömmlichen Dekken
nicht möglich.
[0006] Es ist deshalb schon vorgeschlagen worden, im Sommer andere Decken zu benutzen, als
im Winter bzw. im Herbst und Frühling, weshalb auch von sogenannten "Sommerdecken",
"Winterdecken" und "Herbstdecken" gesprochen wird.
[0007] "Winterdecken" und "Herbstdecken" werden so ausgebildet, daß möglichst keine Kältebrücken
vorhanden sind. So werden bei Steppdecken anstelle normaler Steppnähte, Steppstege
verwendet, die dafür sorgen, daß die Oberplatte auch im Bereich der Steppung möglichst
den gleichen Abstand von der Unterplatte aufweist, wie im Bereich zwischen den Steppungen.
Herbstdecken und insbesondere Winterdecken sind auch fülliger ausgebildet, um ein
möglichst großes Luftvolumen halten zu können. Für den Sommer sind diese Decken zu
warm, d.h., es bildet sich unter der Decke ein Wärmestau, da durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit
und das geringe Temperaturgefälle im Sommer die vom Menschen produzierte Wärme nicht
abgeführt wird.
[0008] "Sommerdecken" sind sehr leicht ausgebildet, wobei diese auch an sich unerwünschte
Kältebrücken bildende Steppnähte aufweisen können. Diese sogenannten Kältebrükken
lassen die Wärme sehr leicht durch. Gegebenenfalls soll eine Sommerdecke auch noch
den vom menschlichen Körper abgegebenen Schweiß absorbieren oder durchlassen können.
[0009] Weiterhin wurde vorgeschlagen, eine Bettdecke als Deckensystem so auszubilden, daß
mehrere Einzeldecken zu einer Gesamtdecke vereinigt werden können und dann eine Decke
bilden, die entsprechend den Einzeldecken dicker ausgebildet ist. Diese wird jedoch
dann auch entsprechend schwerer.
[0010] Bei beiden bekannten Vorschlägen wird die Benutzung von zwei Decken vorgesehen, wobei
die zweite Decke bei Nichtgebrauch aufbewahrt werden muß.
[0011] Aus der GB-A-2.159.050 ist nun eine gattungsgemäße Decke mit einer Füllung bekannt,
deren Bezug aus zwei verschieden großen Deckplatten besteht, die so miteinander durch
streifenförmige Steppungen miteinanderverbunden sind, daß im flachen Zustand der Decke
die eine Oberplatte flach liegt, während sich die andere Oberplatte darüberwölbt.
Steppnähte sind auf der Fläche des sich wölbenden Deckplatte weiter voneinander entfernt,
als auf der flach liegenden Deckplatte.
[0012] Liegt nun die kleinere Deckplatte unten auf einer Person, so bilden sich im Bereich
der Steppungen, insbesondere durch die Ausbeulung der gesamten Decke über der Person,
große Kältebrücken aus. Wird die Dekke umgedreht mit der größeren Deckplatte nach
unten auf eine Person gelegt, so liegen im Bereich der Absteppungen benachbarte Teile
der größeren Deckplatte aufeinander und die ansonsten im Bereich der Absteppung vorhandene
Kältebrücke wird über die gesamte Fläche der Decke gesehen im wesentlichen geschlossen.
[0013] Durch Wenden dieser bekannten Decke läßt sich die Wärmedurchlässigkeit einstellen
und die Decke kann wahlweise als Sommer-, als auch als Winterdecke benutzt werden.
Eine über die Fläche der Decke unterschiedliche Wärmedurchlässigkeit läßt sich mit
dieser bekannten Decke nicht erreichen.
[0014] Dabei muß der Benutzer aber immer beachten, die Decke auch mit der richtigen Seite
nach unten zu legen und er darf die Decke insbesondere beim Schlafen nicht mehr wenden.
Ist diese Decke mit einem Überzug versehen, so wird das Finden der richtigen Deckenseite
sehr schwierig. Auch ist die Herstellung einer solchen Decke relativ kompliziert und
damit teuer.
[0015] In der nicht vorveröffentlichten DE-A-3.723.926 ist eine Decke beschrieben, die eine
Art Röhrendecke mit über die gesamte Länge durchgehenden Röhren darstellt. Dabei sind
abwechselnd kleine und große Röhren vorgesehen. Die großen Röhren sind mit Füllmaterial
gefüllt, während die kleinen Röhren einen Tunnel für ein Raffband bilden. Wird dieses
Raffband gerafft, so kann die Größe der Decke den gewünschten Erfordernissen, wie
Bettgröße, Überbezuggröße od.dgl. oderdergewünschten Funktion in einer Dimension und
zwar längs der Röhren angepaßt werden. Im Bereich der kleineren, die Tunnel bildenden
Röhren ist wegen des fehlenden Füllmaterials eine sehr große Kältebrücke vorhanden,
die auch beim Raffen der Decke nicht kleiner wird. Wenngleich aufgrund der Geometrie
die Decke im Bereich der gefüllten Röhren im gerafften Zustand eine kleinere Wärmeabgabe
erbringt, eignet sich diese Decke wegen der füllmaterial-freien Tunnel nicht, im Winter
mehr Wärme zurückzuhalten, als im Sommer.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Decke zu schaffen,
die sowohl als sogenannte Sommer-, als auch als sogenannte Winterdecke benutzt werden
kann und bei der über die Fläche der Decke gesehen die Wärmedurchlässigkeit vom Benutzer
der Decke einstellbar ist. Dabei sollen die Kältebrücken, wenn dies gewünscht wird,
positiv ausgenutzt werden können.
[0017] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Decke gelöst. Bei der erfindungsgemäßen
Decke ist der Bezug im wesentlichen quer zur Richtung der Steppnähte raffbar ausgebildet
und die Fläche des Bezuges ist verkleinerbar und wieder vergrößerbar und durch die
Verkleinerung bzw. Vergrößerung der Fläche des Bezuges wird die Dicke der Decke vergrößert
bzw. verkleinert und auftretende Kältebrücken werden verkleinert bzw. vergrößert,
so daß die Wärmedurchlässigkeit verkleinert bzw. vergrößert wird..
[0018] Die Dicke der Decke wird zwangsläufig verändert, da das Füllmaterial im wesentlichen
sein Volumen beibehält. Da keine ein Raffband aufweisenden, gesonderten Tunnel vorgesehen
sind, können sich auch keine dadurch gebildeten Kältebrücken ausbilden. Darüberhinaus
können durch das Raffen quer zu den Steppnähten die im Bereich der Steppnähte gegebenenfalls
vorhandenen Kältebrücken verkleinert bzw. verhindert werden.
[0019] Vorzugsweise kann der Bezug quer und / oder parallel zu seinen Längsseiten raffbar
ausgebildet sein. Ein solcher Decken bezug ist flächenmäßig größer, z.B. 10 bis 30%
größer, ausgebildet, als herkömmliche Bezüge. So kann eine Decke für eine Person z.B.
anstelle einer Grundbreite von 1,3 m eine Breite von 1,65 m aufweisen und sich dann
auf eine Breite von 1,3 m raffen lassen. Die Länge einer längs zu raffenden anderen
Decke kann anstelle von 2 m nun 2,5 m betragen, wobei sich wiederum eine geraffte
Länge von 2 m ergibt. Überstehende Teile, insbesondere am Fußende, können umgeschlagen
werden.
[0020] Nach einer bestimmten Ausführungsform kann die Decke mit parallel zu ihren Längsseiten
angeordneten Steppnähten versehen sein und im Bereich der Steppnähte Mittel aufweisen,
die es gestatten, zwischen sich eine Steppnaht einschließende Teile des Bezuges aneinander
zu halten. Aus einer Decke mit Steppnähten kann somit eine Decke gemacht werden, die
im Prinzip doppelte Steppstege aufweist.
[0021] Dies läßt sich z.B. dadurch erzielen, daß an dem Bezug Bändchen angeordnet, insbesondere
angenäht sind, die paarweise miteinander verbunden ein Raffen des Bezuges insbesondere
im Bereich der Steppnähte ermöglichen.
[0022] Zweckmäßigerweise ist an dem Bezug mindestens ein Fadenzug angeordnet ist. Dieser
kann gemäß einer Ausführungsform in Form eines Gardinenraffbandes ausgebildet und
vorzugsweise an dem Bezug festgenäht sein. Dieses Raffband läßt sich dann wie eine
Gardinenkante raffen. Daber sind in der Regel mehrere solche Raffbänder vorgesehen.
Sind diese quer zu den Längsseiten des Bezuges angeordnet, so kann die Decke z.B.
im Bereich des Fußendes mehr gerafft werden, als im Bereich des Kopfendes.
[0023] Der Fadenzug gestattet es, den Bezug nur in bestimmten Bereichen zu raffen. Der Fadenzug
kann dabei so ausgebildet sein, daß ein Raffen desselben nur im Bereich der Steppnähte
möglich ist.
[0024] Der Fadenzug kann auch aus einem zwischen den beiden Deckplatten des Bezuges hindurchgeführten
Faden, vorzugsweise einem Monofilen, bestehen. Wird dieser Faden insbesondere beidseitig
aus dem Bezug herausgezogen, so zieht sich der Bezug und damit die Decke zwangsläufig
zusammen.
[0025] Vorzugsweise weist die lose Füllung sphärisch verwikkelte Faseraggregate auf. Diese
erleichtern ein leichteres Raffen der Decke, als dies bisher mit wattierten Einlagen,
wie Faservliesen od.dgl. möglich war, da sich die Faseraggregate leicht gegeneinander
verschieben lassen.
[0026] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus im
Folgenden anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen.
[0027] Es zeigt:
Figur 1 eine Aufsicht auf eine Stepp- oder Stegdecke in derAufsicht, wobei die Steppnähte
in Längsrichtung angeordnet sind;
Figur 2 eine Aufsicht auf eine Stepp- oder Stegdecke in derAufsicht gemäß Figur 1.
die trapezförmig gerafft ist.
Figur 3 eine steppdecke im Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1 mit im Bereich
der Steppnähte angeordneten, nicht miteinander verbundenen Haltebändern;
Figur 4 eine Steppdecke gemäß Figur 3 im Schnitt entlang der Linie B-B der Figur 2
mit im Bereich der Steppnähte angeordneten, jeweils miteinander verbundenen und die
Decke raffenden Haltebändern;
Figur 5 eine Steppdecke im Schnitt entlang der Linie B-B gemäß Figur 2 und ähnlich
der Figur 4, wobei die Raffung durch zusammengedrückte Druckknöpfe er halten wird;
Figur 6 eine Stegdecke im Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1, die nicht gerafft
ist, mit einem zwischen den beiden Deckplatten des Bezuges an geordneten, ungespannten
Fadenzug;
Figur 7 die Stegdecke gemäß Figur 6, die jedoch mittels des Fadenzuges gerafft ist;
Figur 8 ein Ausschnitteiner Aufsichtanaiog Figur 1 im Bereich der Linie A-Aauf eine
Steppdecke mit einem aufgebrachten ungerafften Raffband, und
Figur 9 ein Ausschnitt einer Aufsicht analog Figur 2 im Bereich der Linie B-B auf
einen Steppdecke gemäß
Figur 8, bei der das Raffband im Bereich der Steppnähte gerafft ist.
[0028] Die Figuren zeigen jeweils eine Steppdecke 1, die Steppnähte 2 oder Stegnähte 3 aufweist.
Die hier dargestellten Steppdecken 1 sind parallel zu ihren Längsseiten abgesteppt.
Die Absteppungen können jedoch ebenso parallel zu ihren Breitseiten angeordnet sein.
Die Absteppungen können darüberhinaus auch sowohl längs, als auch quer angeordnet
sein.
[0029] In der Zeichnung ist der besseren Darstellung wegen die Dicke der jeweiligen Decke
1 im Verhältnis zur Breite der Decke größer gezeichnet, wenngleich die hier beschrienenen
Deccken aufgrund des verwendeten, leichteren Füllmaterials auch bei ungerafftem Bezug
dickersein können, als bekannte Decken, ohne deswegen schwerer zu sein.
[0030] In den gezeichneten Ausführungsbeispielen wird von einer Decke 1 ausgegangen, die
im ungerafften Zustand eine Länge von 2 m und eine Breite von 1,65 m aufweist.
[0031] Eine ungeraffte Decke 1 kann aber insbesondere, wenn sie (auch) der Länge nach gerafft
werden soll, auch eine Länge von 1,5 m aufweisen. Ist sie in der Breite nicht raffbar,
so weist diese die Standardbreite auf. Entsprechend dem Verwendungszweck - Kinderdecke,
Babydecke, Sondermaße - können die Maße der Dekke davon abweichend gewählt werden.
[0032] Figur 1 zeigt nun eine solche Decke 1 in der Aufsicht. Diese Decke 1 ist hier mit
vier Absteppungen 2 versehen, wodurch die Decke in fünf Kammern 4 oder Röhren aufgeteilt
ist, die mit einem Füllmaterial, wie Daunen, Federn, sphärisch verwickelten Faserkugeln,
Kunststoffsticks, wie Polyurethansticks od.dgl., also losem Füllmaterial, gefüllt
sind. In der Praxis wird man bei einer z.B. 1,65 m breiten Decke 1 mehr Kammern 4
vorsehen, um eine gleichmäßigere Füllung der Decke 1 auch über längere Zeit hinweg
aufrechterhalten zu können.
[0033] Der Bezug dieser Decke 1 weist nun Mittel auf, die es gestatten, - hier - die Breite
der Decke 1 entsprechend den momentanen Wünschen des Benutzers unterschiedlich gestalten
zu können. Mit Hilfe dieser Mittel, auf die unten noch näher eingegangen wird, kann
der Benutzer der Decke 1 z.B. das eine Ende der Decke schmaler gestalten, als das
andere Ende der Decke 1, wodurch er dann eine z.B. trapezförmige Decke 1 erhält, wie
diese in Figur 1 dargestellt ist.
[0034] Gemäß der Ausführungsform nach Figuren 3 und 4 sind benachbart zu den Steppnähten
2 jeweils paarweise Bändchen 5 angebracht, die von den Steppnähten 2 zumindest paarweise
den gleichen Abstand aufweisen.
[0035] Sind diese Bändchen 5 lose, d.h., nicht miteinander verbunden, so ergibt sich ein
Querschnitt der Decke 1, wie er von bisherigen Steppdecken bekannt ist, d.h., die
Decke weist dickere und dünnere Bereiche auf, wie dies aus Figur 3 hervorgeht. In
den letzteren sind die Steppnähte 2 angeordnet, bei denen bekanntlich der obere Teil
des Bezuges unmittelbar auf dem unteren Teil des Bezuges zu liegen kommt. Unmittelbar
an diesen Steppnähten 2 befindet sich in der Regel kein Füllmaterial, weshalb sich
dort Kältebrücken ausbilden können. Diese Bereiche dienen auch als eine Art Kamin
für die Körpertranspirationen des die Decke 1 benutzenden Menschen, d.h., in diesen
Bereichen kann Körperschweiß besonders gut abgeführt werden. Die Decke 1 in dieser
Anwendung eignet sich deshalb insbesondere für die wärmeren Jahreszeiten.
[0036] In Figur 4 ist nun die gleiche Decke 1 dargestellt, wobei allerdings sich bezüglich
der jeweiligen Steppnaht 2 gegenüberliegende Bändchen 5 miteinander verbunden sind,
indem aus zwei Bändchen 5 eine Schleife gebunden wurde. Aus dieser Figur ist ersichtlich,
daß nun Teile der Außenseiten des Bezuges jeweils aufeinanderliegen und so eine Art
Steg bilden. Sind also die Bändchen dieser Decke miteinander verbunden, so ähnelt
diese Decke 1 einer Stegdekke und weist auch deren bekannte Vorteile auf. D.h., diese
Decke 1 besitzt im wesentlichen keine Kältebrücken mehr, weshalb sie sich am besten
für die kälteren Jahreszeiten eignet, in der in der Regel die Körpertranspiration
kleiner ist, als im wärmeren Sommer, in denen aber Kältebrükken wegen der niedrigeren
Umgebungstemperatur möglichst vermieden werden sollen.
[0037] Wie in Figur 2 angedeutet, kann selbstverständlich auch nur ein Teil der Bändchen
5 zusammengebunden sein, wobei darüberhinaus auch das Zusammenbinden unterschiedlich
dergestalt sein kann, daß sich eine trapezförmige Fläche der Decke 1 ergibt, indem
das Zusammenbinden mehr oder weniger eng vorgenommen wird.
[0038] Figur 5 zeigt eine Alternative zu den Bändchen 5, die - hier in Figur 5 geknöpfte
- Druckknöpfe 6 ersetzt sind. Eine beispielhafte Verteilung dieser Druckknöpfe über
die Decke 1 geht aus Figur 1 hervor, in der neben den Steppnähten 2 Druckknöpfe 6
eingezeichnet sind. Um auch hier eine trapezförmige Form der Decke 1 - mit Kopf- und
Fußende - zu erhalten, könnte man die Druckknöpfe mit unterschiedlichem Abstand von
den Steppnähten 2 anordnen.
[0039] An den in Figur 1 für die Druckknöpfe 6 gezeichneten Stellen können alternativ auch
die Bändchen 5 gemäß den Figuren 3 und 4 angeordnet sein. Die Bändchen 5 oder Druckknöpfe
6 können entlang der Steppnähte 2 auch einen größeren Abstand voneinander aufweisen,
als in Figuren 1 und 2 gezeichnet.
[0040] Anstelle der Bändchen 5 oder der Druckknöpfe 6 können an dem Bezug aber auch Haft-
oder Klettenbänder angeordnet sein, die den Vorteil aufweisen, daß damit ein stetiges
Verbinden der Außenseitenteile des Bezuges über die gesamte Länge der Decke 1 möglich
ist. Auch können anstelle der Druckknöpfe z.B. Haken und Ösen angeordnet sein, die
gegebenenfalls ineinander gehakt werden.
[0041] Die Figuren 6 und 7 zeigen nun, daß auch bei sogenannten Stegdecken 1, bei denen
der obere Teil des Bezuges mit dem unteren Teil desselben über streifenförmige Stege
verbunden ist, sowohl als Winter-, als auch als Sommerdekke verwendet werden kann.
Dabei wird von dem Grundgedanken der Erfindung ausgegangen, die Grundfläche der Decke
1 zu verändern, um dadurch die Dicke derselben zu variieren.
[0042] Nachdem hier jedoch schon Stege 3 vorhanden sind, die bei den Ausführungsformen gemäß
Figuren 3 bis 5 praktisch erst geschäffen werden, wird hier nun eine andere Art des
"Raffens" vorgeschlagen, die sich im Prinzip aber auch bei einer Steppdecke verwenden
läßt.
[0043] Bei dieser Ausführungsform ist ein Fadenzug 8 innerhalb des Bezuges der Decke 1 angeordnet,
welcher hier die Stege 3 und die Außenkante der Decke 1 durchdringt. Dieser Fadenzug
8, hierein Faden, insbesondere ein Monofil, kann beidseitig aus der Decke 1 herausgezogen
werden. Da sich die Länge der Fadens 8 nicht verändert, zieht sich deshalb die Decke
1 längs dieses Fadens 8 zusammen. Dadurch verdickt sich die Decke 1, wie aus einem
Vergleich der Figuren 6 und 7 festgestellt werden kann.
[0044] Die herausgezogenen Enden des Fadenzuges 8 könnnen zeitweilig außerhalb der Decke
1 verknotet werden, um ein Auseinandergehen der Decke 1 zu verhindern. Nach Öffnen
dieses Knotens kann die Decke 1 wiederum ihre große Ausdehnung, und damit ihre geringere
Dicke, erhalten.
[0045] Ein solcher Fadenzug kann auch bei einer gemäß Figur 3 gesteppten Decke 1 anstelle
der Bändchen 5 oder Druckknöpfe verwendet werden.
[0046] Gemäß dieser weiteren Ausführungsform der Erfindung sind in der Richtung, in der
die Decke 1 gerafft werden soll, sogenannte Raffbänder 7 angeordnet, wie sie in den
Figuren 8 und 9 dargestellt sind. Diese Raffbänder sind von Vorhängen, z.B. für Fenster,
bekannt und weisen einen Faden 8 auf. Dieses Raffband 7 kann nun auf dem ungerafften
Bezug des Decke 1, wie bei einem Vorhang ungerafft, aufgenäht sein. Dies kann innerhalb
oder außerhalb des Bezuges erfolgen. Wird dieser Faden 8 aus dem Raffband herausgezogen,
so wird nicht nur das Raffband verkürzt und zusammengefaltet, sondern auch der Bezug
der Decke 1. Sind diese Raffbänder über die gesamte Decke 1 verteilt, so kann auch
die gesamte Fläche der Decke 1 verändert werden.
[0047] Bei Anbringung des Raffbandes 7 auf einer Steppdecke 1 empfiehlt es sich, die Raffung
nur im Bereich der Steppnähte 2 vorzunehmen. Es kann dann der gleiche Effekt erzielt
werden, wie oben anhand der Figuren 3 bis 5 beschrieben, d.h., die Kältebrücken werden
vermieden und die Decke 1 erhält im gerafften Zustand den Charakter einer sogenannten
Stegdecke.
[0048] Bei der Ausführungsform der Decke 1 als Stegdecke können diese Raffbänder auch in
der Mittelachse der Decke 1 - und damit in der Mitte der Stege 3 - angeordnet sein,
sodaß durch diese im wesentlichen der Abstand der einzelnen Stege voneinander verändert
wird, wodurch sich auch die Gesamtbreite der Decke variieren läßt.
[0049] Insbesondere die Lösungen nach Figuren 3 bis 5 und 8 und 9 können auch an Decken
verwirklicht werden, die überhaupt nicht abgesteppt sind. Wesentlich für die Erfindung
ist, daß die Fläche des Bezuges verändert werden kann.
[0050] Die Steppdecke 1 kann zumindest an ihrem einen Ende Öffnungen aufweisen, die mittels
Reißverschlüssen, Klettbändern, Haftverschlüssen od.dgl. verschlossen sein können.
Durch diese Öffnungen lassen sich die einzelnen abgesteppten Kammern bzw. Die gesamte
Decke mit Füllmaterialien füllen, wobei der Benutzer der Decke mehr oder weniger Material
einfüllen oder auch entfernen kann. Hierdurch kann zusätzlich das Füllvolumen der
Decke geändert werden.
[0051] Die losen Füllmaterialien der Decke verschieben sich beim Raffen bzw. "Entraffen"
der Decke gegeneinander, sodaß sie in der Decke 1 immer gleichmäßig verteilt sind.
Bezugszeichenliste
[0052]
1 Decke
2 Steppnaht
3 Stegnaht
4 Kammer
5 Bändchen
6 Druckknopf
7 Raffband
8 Faden (des Raffbandes)
1. Decke (1), insbesondere Bettdecke, mit einem vorzugsweise rechteckigen Bezug und
einer losen Füllung, wobei die Decke (1) gesteppt ist und durch eine Einstellbarkeit
der Wärmedurchlässigkeit wahlweise als Sommer-, als auch als Winterdecke benutzt werden
kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug im wesentlichen quer zur Richtung der
Steppnähte (2, 3) raffbar ausgebildet ist und die Fläche des Bezuges verkleinerbar
und wieder vergrößerbar ist und daß durch die Verkleinerung bzw. Vergrößerung der
Fläche des Bezuges die Dicke der Decke vergrößert bzw. verkleinert wird und auftretende
Kältebrücken verkleinert bzw. vergrößert werden, so daß die Wärmedurchlässigkeit verkleinert
bzw. vergrößert wird.
2. Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug quer und / oder parallel
zu seinen Längsseiten raffbar ausgebildet ist.
3. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Decke (1) mit parallel zu ihren Längsseiten angeordneten Steppnähten (2) versehen
ist und im Bereich der Steppnähte (2) Mittel aufweist, die es gestatten, zwischen
sich eine Steppnaht (2) einschließende Teile des Bezuges aneinander zu halten.
4. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Bezug Bändchen (5) angeordnet, insbesondere angenäht sind, die paarweise miteinander
verbunden ein Raffen des Bezuges insbesondere im Bereich der Steppnähte (2) ermöglichen.
5. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Bezug mindestens ein Fadenzug (8) angeordnet ist.
6. Decke nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenzug
(8) in Form eines Gardinenraffbandes (7) ausgebildet ist und vorzugsweise das Gardinenband
an dem Bezug festgenäht ist.
7. Decke nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fadenzug (8) aus einem zwischen den beiden Deckplatten des Bezuges hindurchgeführten
Faden, vorzugsweise einem Monofilen, besteht.
8. Decke nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fadenzug (8) nur in bestimmten Bereichen ein Raffen des Bezuges ermöglicht.
9. Decke nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Bezug Druckknöpfe (6), Haftbänder, Haken und Ösen od.dgl. angeordnet sind.
10. Decke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
lose Füllung sphärisch verwickelte Faseraggregate aufweist.
1. Cover (1), in particular bed cover, with a preferably rectangular casing and a
loose filling, the cover (1), being quilted and being capable of use as a summer covering
and also as a winter covering by virtue of adjustability of the thermal transmission,
characterised in that the casing is made capable of being gathered or ruffled substantially
perpendicular to the direction of the quilting seams (2, 3) and the area of the casing
can be reduced and increased again and that by the reduction or increase of the surface
area of the casing the thickness of the cover is increased or reduced and cold bridges
which arise are reduced or increased, so that the thermal transmission is reduced
or increased.
2. Covering according to claim 1, characterised in that the casing is made to be capable
of gathering or ruffling transverse and/or parallel to its longer edges.
3. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that the cover
(1) is provided with quilting seams (2) arranged parallel to its longer edges and
has in the region of the quilting seams (2) means allowing portions of the casing
including between them a quilting seam (2) to be held together.
4. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that there are
arranged on the casing tapes (5), in particular sewn on, which, acting in pairs, allow
gathering or ruffling of the casing especially in the region of the quilting seams
(2).
5. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that at least
one thread pull (8) is arranged on the casing.
6. Cover according to the preceding claim, characterised in that the thread pull (8)
is in the form of a curtain ruffling tape (7) and the curtain ruffling tape is preferably
sewn onto the casing.
7. Cover according to one of the two preceding claims, characterised in that the thread
pull (8) comprises a thread, preferably a monofilament, conducted between the two
cover layers of the casing.
8. Cover according to one of the two preceding claims, characterised in that the thread
pull (8) only allows gathering or ruffling of the casing in predetermined regions.
9. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that press-studs
(6), securing strips, hooks and eyes or the like are arranged on the casing.
10. Cover according to one of the foregoing claims, characterised in that the loose
filling comprises spherically wound fibre aggregates.
1. Couverture (1), en particulier couvre-lit, avec une enveloppe, de préférence, rectangulaire
et un remplissage libre, la couverture (1) étant cousue et pouvant, grâce à une possibilité
de réglage de la perméabilité à la chaleur, être utilisée au choix comme couverture
d'été et d'hiver, caractérisée en ce que l'enveloppe se présente retroussable sensiblement
transversalement au sens des coutures (2, 3) et que la surface de l'enveloppe peut
être réduite et à nouveau agrandie et que, grâce à la réduction ou à l'agrandissement
de la surface de l'enveloppe, l'épaisseur de la couverture peut être augmentée ou
diminuée et que les ponts de froid qui se présentent peuvent être réduits ou agrandis,
de manière que la perméabilité à la chaleur diminue ou augmente.
2. Couverture suivant la revendication 1, caractérisée en ce que l'enveloppe se présente
retroussable transversalement et/ou parallèlement à ses côtés longitudinaux.
3. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la couverture (1) est pourvue de coutures (2) disposées parallèlement à ses côtés
longitudinaux et présente, à l'endroit des coutures (2), des moyens qui permettent
de maintenir ensemble, entre eux, des parties de l'enveloppe contenant une couture
(2).
4. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
des bandes (5) sont disposées, en particulier cousues, sur l'enveloppe, lesquelles,
reliées l'une à l'autre pare paire, permettent un retroussement de l'enveloppe, en
particulier à l'endroit des coutures (2).
5. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
sur l'enveloppe est disposé au moins un fil de traction (8).
6. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
le fil de traction (8) se présente sous forme d'une bande de retroussement de rideau
(7) et que la bande de rideau est, de préférence, cousue sur l'enveloppe.
7. Couverture suivant l'une des deux revendications précédentes, caractérisée en ce
que le fil de traction (8) consiste en un fil, de préférence un monofil, passé entre
les deux plaques de recouvrement de l'enveloppe.
8. Couverture suivant l'une des deux revendications précédentes, caractérisée en ce
que le fil de traction (8) ne permet un retroussement de l'enveloppe qu'à des endroits
déterminés.
9. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
sur l'enveloppe sont disposés de boutons-pressions (6), des bandes adhésives, des
crochets et des oeillets ou similaires
10. Couverture suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
le remplissage libre présente des agrégats de fibres entremêlées de manière sphérique.