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EP 0 336 384 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.08.1992 Patentblatt 1992/33 |
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Anmeldetag: 05.04.1989 |
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Kreiselpumpe
Centrifugal pump
Pompe centrifuge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
07.04.1988 DE 3811592
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.10.1989 Patentblatt 1989/41 |
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Patentinhaber: KSB Aktiengesellschaft |
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67227 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- Heumann, Anton
D-8500 Nürnberg (DE)
- Schwab, Hermann
D-8501 Heroldsberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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- PATNET ABSTRACTS OF JAPAN, Band 4, Nr. 53 (M-8)[535], 19. April 1980, Seite 9 M 8
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die Lebensdauer und die Dichtheit von Gleitringdichtungen in Kreiselpumpen hängen
unter anderem von der Planparallelität des feststehenden und des rotierenden Teils
der Gleitringdichtung zueinander ab. Bei Kreiselpumpen wird die Wellendurchbiegung
und damit die Planparallelität der beiden Gleitringdichtungshälften sehr wesentlich
vom Überhang des Laufrades bestimmt. Bei größerem Überhang und damit größerer Durchbiegung
der Welle ist auch die Fehlausrichtung der Gleitringdichtung größer.
[0003] Die Abdichtung einer Kreiselpumpe kann durch unterschiedliche Gleitringdichtungs-Konstruktionen
und unterschiedliche Gleitringdichtungs-Anordnungen erfolgen, wobei die verschiedenen
Dichtungskonzeptionen auch unterschiedliche axiale Erstreckungen besitzen. Die längsten
Einbauräume erfordern Doppeldichtungen in Tandem- oder back-to-back -Anordnung.
[0004] Wird nun, wie es z. B. bei Chemienormpumpen der Fall ist, die Forderung aufgestellt,
daß die gleiche Kreiselpumpe mit allen hier möglichen Dichtungen und Dichtungsanordnungen
ausgestattet werden können muß, so ist der für die Gleitringdichtung zur Verfügung
zu stellende Einbauraum entsprechend der längsten Dichtung zu bemessen. Dies hat zur
Folge, daß sich bei Einbau einer kurzen, einfachwirkenden Dichtung ein langer Wellenüberhang
und damit die oben bereits angesprochenen nachteiligen Folgen für die Gleitringdichtung
ergeben.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits der Forderung nach Einbaumöglichkeit
aller Dichtungsarten und -anordnungen zu entsprechen und andererseits bei kurzbauenden
Dichtungen einen unnötigen Wellenüberhang und damit eine Fehlausrichtung der Gleitringdichtung
zu vermeiden.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäße gelöst durch eine im Patentanspruch 1
näher gekennzeichnete Kreiselpumpe.
[0007] Der am Lagergehäuse der Kreiselpumpe angeordnete Ansatz erlaubt es, das pumpenseitige,
also auf der Seite der Dichtungspartie, gelegene Lager axial zu verschieben und damit
an den axialen Platzbedarf der jeweils eingebauten Gleitringdichtung anzupassen.
[0008] Der über das pumpenseitige Lager hinausragende, gegebenenfalls nicht benötigte Teil
des Ansatzes kann durch mechanische Bearbeitung (Sägen, Drehen, Fräsen) entfernt werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Ansatzes ergibt sich, wenn dieser gemäß dem Patentanspruch
2 lösbar mit dem Lagergehäuse verbunden ist. Eine mechanische Bearbeitung kann so
vermieden werden. Dies ist insbesondere für die Lagerhaltung in solchen Bereichen
vorteilhaft, in denen eine mechanische Bearbeitung nicht oder nur mit Schwierigkeiten
möglich wäre.
[0009] Anhand zweier in der Zeichnung schematisiert dargestellter Ausführungsbeispiele wird
die Erfindung näher erläutert. Es zeigt die
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe mit einem Lagergehäuse, dessen Ansatz bei
Bedarf durch mechanische Bearbeitung zu verkürzen oder zu entfernen ist, die
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe mit einem lösbar am Lagergehäuse befestigten
Ansatz.
[0010] Die Kreiselpumpe der beiden Ausführungsbeispiele sind jeweils mit einem auf einer
Welle (1) angeordneten Laufrad (2) ausgestattet. Auf der Welle (1) ist außerdem zwischen
dem Laufrad (2) und einem Lagergehäuse (3) eine Gleitringdichtung (4) vorgesehen.
In beiden Ausführungsbeispielen handelt es sich um eine einfachwirkende Gleitringdichtung
(4).
[0011] Um auch solche Gleitringdichtungen einbauen zu können, die eine längere Erstreckung
als die dargestellte Gleitringdichtung (4) besitzen, sind die Lagergehäuse (3) der
beiden Ausführungsbeispiele mit prinzipiell gleichartigen Ansätzen ausgestattet, die
sich lediglich in der Art ihrer Verbindung mit dem Lagergehäuse (3) unterscheiden:
[0012] Der in der Fig. 1 dargestellte Ansatz (5) ist einteilig mit dem Lagergehäuse (3)
ausgeführt. Er besitzt, ebenso wie die Welle (1), einen im Bereich der möglichen Lageranordnung
gleichbleibenden Durchmesser. Ein hier vorgesehenes Wälzlager (6) kann somit beliebig
verschoben und mit Hilfe bekannter Befestigungsmittel arretiert werden. Würde also
anstelle der dargestellten einfachwirkenden Gleitringdichtung (4) eine doppeltwirkende
Gleitringdichtung eingebaut, so könnte das Wälzlager (6) in die strichpunktiert dargestellte
Position verschoben werden. Der sich hierdurch ergebende Überhang des Ansatzes (5)
könnte durch mechanische Bearbeitung entfernt werden.
[0013] Die in der Fig. 2 gezeigte Kreiselpumpe besitzt einen mittels Gewindebolzen und Muttern
am Lagergehäuse (3) befestigten Ansatz (7). Wird bei entsprechend langbauender Dichtung
das Wälzlager (6) auch hier in die strichpunktiert dargestellte Position verschoben,
so braucht der Ansatz (7) hier nur durch ein Losschrauben entfernt zu werden.
1. Kreiselpumpe mit einem Lagergehäuse, welches einer Dichtungspartie benachbart ist,
die, angepaßt an jeweils gegebene Forderungen und Betriebsbedingungen, mit Elementen
unterschiedlicher axialer Erstreckung auszustatten ist, gekennzeichnet durch einen in Richtung der Dichtungspartie (4) ragenden, bei Bedarf entfernbaren Ansatz
(5, 7) des Lagergehäuses (3), innerhalb dessen das auf der Seite der Dichtungspartie
(4) gelegene Lager (6) axial verschiebbar und mit Hilfe bekannter Befestigungsmittel
an beliebiger Stelle arretierbar angeordnet ist.
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (7) als gesondertes,
durch bekannte Mittel lösbar am Lagergehäuse (3) befestigtes Teil ausgebildet ist.
1. A centrifugal pump with a bearing housing, which is adjacent to a sealing part,
which, while being adapted to respective requirements and operational conditions,
is to be fitted with elements having different axial dimensions, characterized by a headpiece (5 and 7) on the bearing housing (3) extending towards the sealing part
(4) and able to be removed when desired, and within which the bearing (6), which is
arranged on the end with the sealing part (4), is arranged in an axially sliding manner
and able to be locked at any desired point by the intermediary of known securing means.
2. The centrifugal pump as claimed in claim 1, characterized in that the headpiece
(7) is designed in the form of a separate part secured to the bearing housing (3)
detachably by known means.
1. Pompe centrifuge avec logement de palier voisin d'une partie de joint qui, adaptée
aux exigences et conditions de service données, doit être équipée avec des éléments
d'extension axiale diverse, caractérisée par une pièce rajoutée (5, 7) du logement de palier (3), pièce amovible, si besoin est,
et débordant dans la direction de la partie de joint (4), à l'intérieur duquel logement
le palier (6) placé du côté de la partie de joint (4) est déplaçable axialement et
peut être fixé à n'importe quel point à l'aide de moyens de fixation connus.
2. Pompe centrifuge selon la revendication 1 caractérisée en ce que la pièce rajoutée
(7) a la forme d'une pièce séparée, démontable, fixée au logement de palier (3) par
des moyens connus.