| (19) |
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(11) |
EP 0 310 134 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.08.1992 Patentblatt 1992/34 |
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Anmeldetag: 01.10.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F15B 13/04 |
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Hydraulische Steuereinrichtung für die Arbeitshydraulik eines land- und bauwirtschaftlich
nutzbaren Fahrzeugs
Hydraulic control system for vehicles used in agriculture and civil engineering
Système de commande hydraulique pour véhicules utilisés dans l'agriculture et la construction
civile
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
02.10.1987 DE 3733371
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.04.1989 Patentblatt 1989/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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51149 Köln (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Adams, Heribert, Dipl.-Landw.
D-5064 Rösrath (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 125 482 US-A- 3 716 075
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US-A- 3 646 968 US-A- 4 195 551
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- Ölhydraulik und Pneumatik, Band 28, Nr. 5 1984, Mainz W. Kötter "Anforderungen an
hydraulische Zusatzventile für Ackerschlepper" Seiten 325-329
- Landtechnik, Band 38, Nr. 6 1983, Hannover W. Kötter "Anforderungen an hydraulische
Zusatzventile für Ackerschlepper" Seiten 238-242
- Ölhydraulik und Pneumatik, Band 30, Nr. 11 1986, Mainz, Seiten 815-820 H. Garbers
"Belastungsgrössen und Leistungsbilanzen von Schlepperhydraulik-Systemen"
- Ölhydraulik und Pneumatik, Band 22, Nr. 9 1978, Mainz Seiten 511-514 H. Harms, B.
Scheuffler: "Zur Entwicklung der Hydrostatik in Landmaschinen und Ackerschleppern"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Steuereinrichtung für die Arbeitshydraulik
eines insbesondere land- und bauwirtschaftlich nutzbaren Fahrzeugs, vorzugsweise für
ein Konstantstromsystem, mit zumindest einem durch eine federbelastete und vom Druck
in einer Steuerleitung hydraulisch ausrückbare Raste festlegbaren Steuerschieber,
der nach Entrastung mittels einer Rückstellkraft selbsttätig in seine Neutralstellung
zurückstellbar ist, wobei die Entrastung des Steuerschiebers jeweils bei Erreichen
eines vorgebbaren Betriebsdruckes bei eingeschaltetem, durch den Steuerschieber beaufschlagten
Verbraucher auslösbar ist und verspätet mittels einer Verzögerungseinrichtung in der
Steuerleitung einsetzt, die ihrerseits zur Beaufschlagung mit Steuerdruck über ein
Vorspannventil mit der Pumpendruckleitung in Strömungsrichtung vor dem Steuerschieber
verbunden ist.
[0002] Es ist aus der DE-A-3 334 253 eine gattungsgleiche hydraulische Steuereinrichtung
für die Arbeitshydraulik eines Schleppers bekanntgeworden, bei der jede der an den
Steuerventilen angreifenden Rasten als Teil eines in einem Zylinder geführten Kolbens
ausgebildet ist, der durch Federkraft im Sperrsinn und durch Druckflüssigkeit im Entriegelungssinn
beaufschlagt wird. Die hydraulischen Räume der Rasten sind durch eine Steuerleitung
miteinander verbunden, die zur Versorgung mit Druckflüssigkeit über eine hydraulische
Verzögerungseinrichtung unmittelbar mit der Pumpendruckleitung in Verbindung steht.
Bei dieser bekannten Steuereinrichtung besteht die Verzögerungseinrichtung ausschließlich
aus hydraulischen Bauelementen, die jedoch aufgrund ihrer Wirkungsweise zumindest
teilweise einer besonderen Anfertigung bedürfen. Eine Einrichtung aus derartigen Bauteilen
ist recht kostenaufwendig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verzögerungseinrichtung für eine hydraulische
Steuereinrichtung der eingangs umrissenen Gattung zu schaffen, die sich ohne Sonderanfertigungen
von Bauteilen mit handelsüblichen einfachen Mitteln kostengünstig herstellen läßt.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Steuerleitung für die Raste
hinter dem Vorspannventil an eine Druckdose zur Betätigung eines elektrischen Schalters
und parallel dazu über eine Drossel sowie ein Rückschlagventil parallel zur Raste
ein elektromagnetisch bzw. mit Federkraft betätigbares Zweiwegeventil angeschlossen
ist, das in Offenstellung die Steuerleitung mit der vom Steuerschieber zu einem weiteren
nachgeschalteten Steuergerät führenden Leitung verbindet und daß der Schalter der
Druckdose mit dem elektromagnetischen Stellorgan des Zweiwegeventils in Verbindung
mit einer Stromquelle einen elektrischen Schaltkreis bildet, der von einem Verzögerungsrelais
verzögert schaltbar ist.
[0005] Alle hierfür benötigten elektrischen Bauteile können in der erforderlichen Ausführung
fertig bezogen werden, so daß die Verzögerungseinrichtung kostengünstig herstellbar
ist. Außerdem sind die Schaltverbindungen bei elektrischen Bauteilen leichter herzustellen,
als bei hydraulischen Bauteilen, zumal in vielen Fällen vorgefertigte Leiterplatten
zur Anwendung kommen.
[0006] Bei einem Relais, dessen Erregerstrom bei Abschaltung verzögert unterbrochen wird,
ist vorgesehen, daß das elektromagnetische Zweiwegeventil im Schließsinn durch eine
Feder belastet ist und daß der Schalter der Druckdose sich in deren unbeaufschlagtem
Zustand in Schließstellung befindet sowie bei Druckanstieg in der Druckdose in Offenstellung
gelangt.
[0007] Bei einem Relais, das bei Abschaltung des Erregerstromes verzögert schließt, ist
vorgesehen, daß das elektromagnetische Zweiwegeventil im Öffnungssinn durch eine Feder
belastet ist und daß der Schalter der Druckdose sich in deren unbeaufschlagtem Zustand
in Offenstellung befindet sowie bei Druckanstieg in der Druckdose in Schließstellung
gelangt.
[0008] Schließlich ist es zweckdienlich, wenn der aus dem elektromagnetischen Stellorgan
des Zweiwegeventils, dem Schalter der Druckdose und dem Relais gebildete Stromkreis
über ein im Zündschloß des Fahrzeugs angeordneten Schalter mit dem Pluspol einer Stromquelle
verbindbar ist.
[0009] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung näher
beschrieben:
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer hydraulischen Steuereinrichtung gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- ein anderes Ausführungsbeispiel.
[0010] In der als Blockschaltbild gezeigten hydraulischen Steuereinrichtung ist ein als
Mehrwegeventil ausgebildeter Steuerschieber 1 vorgesehen, das zur Betätigung beispielsweise
eines nicht dargestellten Stellzylinders dient. Dieser hydraulische Verbraucher ist
an Leitungen 2, 3 angeschlossen. Beiderseits des Steuerschiebers 1 angreifende Federn
4 bzw. 5 sorgen für die Zentrierung des beweglichen Schieberteils in der gezeigten
Neutralstellung. Ferner hat der Steuerschieber 1 eine in mehreren Schaltstellungen
wirksame Raste 6, die mechanisch durch Federkraft einrückbar und hydraulisch ausrückbar
ist. Die Raste 6 hat einen durch die Kraft einer Feder 7 belasteten Stößel 8, der
je nach Schaltstellung des Steuerschiebers 1 in eine von mehreren Ausnehmungen 9 eines
schieberteils 10 eingreift. Zur hydraulischen Betätigung der Raste 6 hat diese ein
entgegen der Kraft der Feder 7 wirkendes hydraulisches Stellorgan 11, das mit einem
Zweiwegeventil 12 gekoppelt ist. Eine zur Versorgung der Raste 6 mit Druckflüssigkeit
vorgesehene Steuerleitung 14 ist durch eine Leitung 15 mit dem Stellorgan 11 und durch
eine von der Leitung 15 abzweigende Leitung 16 mit dem Zweiwegeventil 12 verbunden.
Bei der gezeigten, durch die Feder 7 bewirkten Offenstellung des Zweiwegeventils 12
ist die Leitung 16 durch eine im Schieder des Zweiwegeventils 12 angeordnete Drossel
17 durch eine ausgangsseitig an diese anschließende Leitung 18 mit dem Sammelbehälter
19 für Druckflüssigkeit verbunden.
[0011] Zur Versorgung der Steuereinrichtung mit Druckflüssigkeit dient eine Hydropumpe 20,
die saugseitig an den Sammelbehälter 19 und ausgangsseitig mittels einer Druckleitung
22 an den Steuerschieber 1 angeschlossen ist. Vom Steuerschieber 1 führt ausgangsseitig
eine Leitung 23 zu einem Regelsteuergerät 24, das zur Betätigung eines hinter einem
Rückschlagventil 25 an eine Leitung 26 angeschlossenen, nicht dargestellten Krafthebers
dient.
[0012] Der Steuerschieber 1 hat ausgangsseitig durch eine Leitung 27 eine Verbindung mit
der leitung 18, die ihrerseits durch eine Leitung 28 an den Sammelbehälter 19 angeschlossen
ist. Zur Versorgung der Steuerleitung 14 mit Druckflüssigkeit dient ein Vorspannventil
29, das eingangsseitig an die Druckleitung 22 und ausgangsseitig durch eine Leitung
30 mit einer Druckdose 31 in Verbindung steht. An die Leitung 30 ist die Steuerleitung
14 unter Einschaltung einer Drossel 32 sowie eines Rückschlagventils 33 angeschlossen.
[0013] Das hydraulische System hat eine elektrische Verzögerungseinrichtung 35 für die hydraulische
Betätigung der Raste 6. Die Verzögerungseinrichtung 35 weist ein durch die Kraft einer
Feder 36 im Schließsinn beaufschlagtes Zweiwegeventil 37 auf, das durch ein elektromagnetisches
Stellorgan 38 im Öffnungssinn betätigt wird. Das Zweiwegeventil 3 ist eingangsseitig
an die Steuerleitung 14 und ausgangsseitig durch eine Leitung 39 an die vom Steuerschieber
1 zum Regelsteuergerät 24 führende Leitung 23 angeschlossen.
[0014] An der Druckdose 31 sitzt ein von dieser betätigter Schalter 40, der bei entlasteter
Druckdose 31 geschlossen ist und einerseits über Masse mit dem Minuspol einer Stromquelle
sowie andererseits durch eine Leitung 41 mit dem elektromagnetischen Stellorgan 38
des Zweiwegeventils 37 verbunden ist. Das Stellorgan 38 ist außerdem durch eine Leitung
42 und eine Sicherung 43 über ein im Zündschloß des Fahrzeugs betätigenden schalter
44 an den Pluspol einer Stromquelle angeschlossen. Als Verzögerungselement dient ein
Relais 45, das mit einem Anschluß 46 über Masse am Minuspol der Stromquelle liegt.
Ferner bestehen Verbindungen des Verzögerungsrelais 45 durch eine Leitung 47 mit der
Leitung 42 sowie durch eine Leitung 48 mit der Leitung 41.
[0015] Beim Anlassen der Brennkraftmaschine des Fahrzeugs wird der Schalter 44 im Schließsinn
betätigt, so daß durch die Leitung 42, das Stellorgan 38, Leitung 41 sowie den in
Schließstellung befindlichen Schalter 40 ein Stromkreis geschlossen wird. Demzufolge
gelangt das Zweiwegeventil 37 in Offenstellung, so daß die Leitungen 14 und 39 miteinander
in Verbindung kommen. Die von der Brennkraftmaschine ständig angetriebene Hydropumpe
20 fördert Druckflüssigkeit durch die Druckleitung 22 zum hydraulischen System, wodurch
bei Neutralstellung des Steuerschiebers 1 durch das am Ende der Leitung 23 angeordnete
Regelsteuergerät 24 ein Umlaufdruck aufgebaut wird, der dann in allen damit direkt
verbundenen Leitungen ansteht. Wird nun der Steuerschieber 1 aus der gezeigten Neutralstellung
in eine benachbarte Arbeitsstellung verschoben, dann erfolgt eine Beaufschlagung des
an die Leitungen 2, 3 angeschlossenen Verbrauchers mit Druckflüssigkeit, während gleichzeitig
der Zufluß von Druckflüssigkeit zur Leitung 23 bzw. zum Regelsteuergerät 24 unterbrochen
wird. Die Leitung 23 wird folglich drucklos. Erreicht der Steuerschieber 1 bei seiner
Verschiebung die gewünschte Arbeitsstellung, dann rastet der Stößel 8 der Raste 6
durch die Kraft der Feder 7 in die entsprechende Aussparung 9 am Schieberteil 10 ein.
Bei der Versorgung des am Steuerschieber 1 angeschlossenen Verbrauchers, beispielsweise
eines Stellzylinders, steigt der Druck in der Leitung 22 bei Endlage des Kolbens im
Stellzylinder, so daß schließlich bei einem vorbestimmten Druck das an die Leitung
22 angeschlossene Vorspannventil 29 öffnet und Druckflüssigkeit in die Steuerleitung
30 entläßt. Hierdurch wird in der Steuerleitung 30 ein Druck aufgebaut, so daß Druckflüssigkeit
durch die Drossel 32 und das Rückschlagventil 33 in die Steuerleitung 14 gelangt.
In der Steuerleitung 14 kann sich zunächst kein nennenswerter Druck aufbauen, da ständig
Druckflüssigkeit von der Steuerleitung 14 durch das offene Zweiwegeventil 37 zur Leitung
23 und durch die Leitungen 15, 16 und die Drossel 17 im Zweiwegeventil 16 zum Rücklauf
abströmen kann. Durch den druckanstieg in der Steuerleitung 30 wird über die Druckdose
31 der Schalter 40 geöffnet, so daß der über diesen geschlossene Stromkreis unterbrochen
wird. Das Verzögerungsrelais 45 hält jedoch den Stromkreis über das elektromagnetische
Stellorgan 38 noch für eine Zeit geschlossen, so daß das Zweiwegeventil 37 zunächst
noch in Offenstellung bleibt. Erst nach Unterbrechung des Stromkreises durch das Verzögerungsrelais
45 wird das Zweiwegeventil 37 durch die Kraft der Feder 36 geschlossen und es kann
sich in der Steuerleitung 14 der volle Steuerdruck aufbauen, der Schließlich zum Auslösen
der Raste 9 führt. Der Steuerschieber 1 wird folglich durch die Kraft der entsprechenden
Feder 4 bzw. 5 wieder in seine Neutralstellung zurückgestellt. Folglich verbindet
der Steuerschieber 1 wieder die Druckleitung 22 mit der Leitung 23, die das Regelsteuergerät
24 mit Druckmittel versorgt. In den Leitungen 22, 23 und in dem damit verbundenen
Leitungssytem stellt sich folglich wieder ein Umlaufdruck ein, für den das Vorspannventil
29 gesperrt ist. In der Steuerleitung 30 und ebenso in der Steuerleitung 14 fällt
der Druck ab, da diese Durch die Drossel 17 im Zweiwegeventil 12 mit dem Rücklauf
in Verbindung steht. Die Druckminderung führt über die Druckdose 31 zum Schließen
des Schalters 40, so daß das Zweiwegeventil 37 öffnet und den direkten Wege von der
Steuerleitung 14 zu den mit Umlaufdruck beaufschlagten Leitungen 39 und 23 freigibt.
Damit befindet sich das hydraulische System wieder in Ausgangslage und es kann ein
neuer Schaltvorgang am Steuerschieber 1 erfolgen.
[0016] In Figur 2 ist eine Verzögerungseinrichtung 50 gezeigt, deren Aufbau im wesentlichen
mit demjenigen der Verzögerungseinrichtung 35 in Fig. 1 übereinstimmt. Im Unterschied
hierzu findet bei der Verzögerungseinrichtung 50 ein Verzögerungsrelais 51 Verwendung,
das einen Stromkreis bei Einschaltung seines Erregerstromes verzögert schließt. Demgemäß
ist hierbei ein Zweiwegeventil 52 vorgesehen, das durch die Kraft einer Feder 53 im
Öffnungssinn und durch ein elektromagnetisches Stellorgan 54 im Schließsinn betätigt
wird. An der Druckdose 55 dieser Einrichtung sitzt ein Schalter 56, der sich in Ausgangsstellung,
d.h. bei unbeaufschlagter Druckdose 55 in Offenstellung befindet. Die Wirkungsweise
ist bei dieser Verzögerungseinrichtung 50 so, daß bei einem bestimmten Druck in der
Druckdose 55 der schalter 56 schließt, so daß das Verzögerungsrelais 51 das Zweiwegeventil
52 über das elektromagnetische Stellorgan 54 entgegen der Kraft der Feder 53 verzögert
im Schließsinn bewegt.
1. Hydraulische Steuereinrichtung für die Arbeitshydraulik eines insbesondere land- und
bauwirtschaftlich nutzbaren Fahrzeugs, vorzugsweise für ein Konstantstromsystem, mit
zumindest einem durch eine federbelastete und vom Druck in einer Steuerleitung (14,
30) hydraulisch ausrückbare Raste (6) festlegbaren Steuerschieber (1), der nach Entrastung
mittels einer Rückstellkraft (Federn 4, 5) selbsttätig in seine Neutralstellung zurückstellbar
ist, wobei die Entrastung des Steuerschiebers (1) jeweils bei Erreichen eines vorgegebenen
Betriebsdruckes bei eingeschaltetem, durch den Steuerschieber (1) beaufschlagten Verbraucher
(Leitungen 2, 3) auslösbar ist und verspätet mittels einer Verzögerungseinrichtung
(35 bzw. 50) in der Steuerleitung (14, 30) einsetzt, die ihrerseits zur Beaufschlagung
mit Steuerdruck über ein Vorspannventil (29) mit der Pumpendruckleitung (22) in Strömungsrichtung
vor dem Steuerschieber (1) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (14,30) für die Raste (6) hinter dem
Vorspannventil (29) an eine Druckdose (31) zur Betätigung eines elektrischen Schalters
(46 bzw. 56) und parallel dazu über eine Drossel (32) sowie ein Rückschlagventil (33)
parallel zur Raste (6) an ein elektromagnetisch bzw. mit Federkraft betätigbares Zweiwegeventil
(37 bzw. 52) angeschlossen ist, das in Offenstellung die Steuerleitung (14,30) mit
der vom Steuerschieber (1) zu einem weiteren nachgeschalteten Steuergerät führenden
Leitung (23) verbindet und daß der Schalter (46 bzw. 56) der Druckdose (31 bzw. 55)
mit dem elektromagnetischen Stellorgan (38 bzw. 54) des Zweiwegeventils (37 bzw. 52)
in Verbindung mit einer Stromquelle einen elektrischen Schaltkreis bildet, der von
einem Verzögerungsrelais (45 bzw. 56) verzögert schaltbar ist.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, wobei das Relais (45) so ausgebildet ist, daß es
einen Stromkreis bei Abschaltung seines Erregerstromes verzögert unterbricht,
dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Zweiwegeventil (37) im Schließsinn
durch eine Feder (36) belastet ist und daß der Schalter (40) der Druckdose (31) sich
in deren unbeaufschlagten Zustand in schließstellung befindet sowie bei Druckanstieg
in der Druckdose (31) in Offenstellung gelangt.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, wobei das Relais (51) so ausgebildet ist, daß es
einen Stromkreis bei Abschaltung des Erregerstromes verzögert schließt,
dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Zweiwegeventil (52) im Öffnungssinn
durch eine Feder (53) belastet ist und daß der Schalter (56) der Druckdose (55) sich
in deren unbeaufschlagten Zustand in Offenstellung befindet sowie bei Druckanstieg
in der Druckdose (55) in Schließstellung gelangt.
4. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem elektromagnetischen Stellorgan (38 bzw. 54)
des Zweiwegeventils (37 bzw. 52), dem Schalter (46 bzw. 56) der Druckdose (31 bzw.
55) und dem relais (45 bzw. 51) gebildete Stromkreis über ein im Zündschloß des Fahrzeugs
angeordneten Schalter (44) mit dem Pluspol einer Stromquelle verbindbar ist.
1. A hydraulic control apparatus for the hydraulic working system of a vehicle usable
especially in agriculture and building economy, preferably for a constant - flow system,
with at least one control slide valve (1) fixable by a spring-loaded catch (6) which
is hydraulically disengageable by the pressure in a control conduit (14, 30), which
slide valve after release is returnable automatically by means of a return force (springs
4, 5) into its neutral position, while the release of the control slide valve (1)
occurs in each case on reaching a pre-determined operational pressure with a consumer
(conduits 2, 3) in action, being loaded by the control slide valve (1), and with delay
by means of a retarding device (35 or 50) in the control conduit (14, 30), which in
turn is connected, for charging with control pressure, by way of a pressurising valve
(29) with the pump delivery conduit (22), before the control slide valve (1), in the
direction of flow, characterised in that the control conduit (14, 30) for the catch
(6) is attached, behind the pressurising valve (29), to a pressure element (31) for
the actuation of an electric switch (46 or 56) and parallel thereto by way of a throttle
(32) and a non-return valve (33) parallel to the catch (6) to a two-way valve (37
or 52) actuatable electromagnetically or with spring force, which in the open position
connects the control conduit (14, 30) with the conduit (23) leading from the control
slide valve (1) to a further, subsequently connected, control appliance, and in that
the switch (46 or 56) of the pressure element (31 or 55) with the electro-magnetic
setting element (38 or 54) of the two-way valve (37 or 52), in combination with a
current source,forms an electric switch circuit which is switchable with delay by
a delay relay (45 or 56).
2. A control apparatus according to Claim 1, wherein the relay (45) is formed so that
on switching off of its energising current it interrupts a current circuit with delay,
characterised in that the electro-magnetic two-way valve (37) is loaded in the closing
direction by a spring (36) and in that the switch (40) of the pressure element (31)
is situated in the closed position when the pressure element (31) is in the unloaded
condition and passes into the open position on a rise of pressure in the pressure
element (31).
3. A control apparatus according to Claim 1, wherein the relay (51) is so formed that
it closes a current circuit with delay on switching off of the energising current,
characterised in that the electro-magnetic two-way valve (52) is loaded in the opening
direction by a spring (53) and in that the switch (56) of the pressure element (55)
is situated in the open position when the pressure element (55) is in the unloaded
condition and passes into the closed position on a rise in pressure in the pressure
element (55).
4. A control apparatus according to any one of the preceding Claims, characterised in
that the current circuit formed from the electro-magnetic setting element (38 or 54)
of the two-way valve (37 or 52), the switch (46 or 56) of the pressure element (31
or 55) and the relay (45 or 51) is connectable through a switch (44) arranged in the
ignition lock of the vehicle with the positive pole of a current source.
1. Dispositif de commande hydraulique pour l'hydraulique fonctionnelle d'un véhicule
utilisable notamment dans l'agriculture et la construction civile, de préférence pour
un système à courant constant, avec au moins un tiroir de commande (1) susceptible
d'être fixé par un enclenchement (6), sollicité par un ressort et susceptible d'être
désenclenché hydrauliquement par la pression dans une conduite de commande (14, 30),
cependant que le tiroir (1) après ce désenclenchement est susceptible d'être ramené
automatiquement dans sa position neutre par une force de rappel (ressorts 4, 5), tandis
que le désenclenchement du tiroir de commande (1) est susceptible d'être déclenché
chaque fois qu'est atteinte une pression de fonctionnement prédéfinie lors de la mise
en circuit d'un dispositif utilisateur alimenté par l'intermédiaire de ce tiroir de
commande (1) (canalisations 2, 3) et est mis en oeuvre en étant retardé par un dispositif
de temporisation (35 ou bien 50) sur la canalisation de commande (14, 30) qui, de
son côté, pour l'alimentation avec la pression de commande, est reliée par l'intermédiaire
d'une soupape de précontrainte (29) à la canalisation de refoulement (22) de la pompe
en amont du tiroir de commande (1), dispositif de commande caractérisé en ce que la
canalisation de commande (14, 30) pour l'enclenchement (6) est raccordée derrière
la soupape de précontrainte (29) à une capsule manométrique (31) pour l'actionnement
d'un commutateur électrique (46 ou bien 56) et est raccordée parallèlement à cela
par l'intermédiaire d'un étranglement (32) ainsi que d'une soupape de retenue (33)
en parallèle à l'enclenchement (6) à une vanne à deux voies (37 ou bien 52) susceptible
d'être actionnée électromagnétiquement ou bien par l'action d'un ressort, et qui,
dans sa position d'ouverture, relie la canalisation de commande (14, 30) à la canalisation
(23) allant du tiroir de commande (1) à un autre appareil de commande branché à la
suite, et en ce que le commutateur (46 ou bien 56) de la capsule manométrique (31
ou bien 55) constitue avec l'organe de commande électromagnétique (38 ou bien 54)
de la vanne à deux voies (37 ou bien 52) en combinaison avec une source de courant,
un circuit électrique de commutation qui est susceptible d'être commuté avec retard
par un relais de temporisation (45 ou bien 56).
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, dans lequel le relais (45) est réalisé
de façon qu'il interrompt un circuit de courant lors de la coupure de son courant
d'excitation, caractérisé en ce que la vanne électromagnétique à deux voies (37) est
sollicitée dans le sens de la fermeture par un ressort (36) et en ce que le commutateur
(40) de la capsule manométrique (31) se trouve dans sa position de fermeture lorsque
cette capsule n'est pas sollicitée et qu'il arrive dans sa position d'ouverture lorsque
la pression augmente dans la capsule manométrique (31).
3. Dispositif de commande selon la revendication 1, dans lequel le relais (51) est réalisé
de façon que lors de la coupure de son courant d'excitation, il ferme avec retard
un circuit de courant, caractérisé en ce que la vanne électromagnétique à deux voies
(52) est sollicitée dans le sens de l'ouverture par un ressort (53) et en ce que le
commutateur (56) de la capsule manométrique (55) se trouve dans sa position d'ouverture
lorsque cette capsule n'est pas sollicitée et qu'il arrive dans sa position de fermeture
lorsque la pression augmente dans la capsule manométrique (55).
4. Dispositif de commande selon une des précédentes revendications, caractérisé en ce
que le circuit de courant constitué par l'organe de commande électromagnétique (38
ou bien 54) de la vanne à deux voies (37 ou bien 52), par le commutateur (46 ou bien
56) de la capsule manométrique (31 ou bien 55) et par le relais (45 ou bien 51) est
susceptible d'être relié avec le pôle positif d'une source de courant par l'intermédiaire
d'un commutateur (44) disposé dans la serrure de contact du véhicule.
