Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Lochplatte bzw. einem Brennstoffeinspritzventil
mit einer Lochplatte nach der Gattung des Anspruches 1 bzw. 11. Aus der EP O 354 659
A2 ist ein Brennstoffeinspritzventil mit einem stromabwärts eines Ventilsitzes angeordneten
Siliziumdüsenplättchen bekannt, das eine sich in Strömungsrichtung erweiternde Zerstäubungsöffnung
aufweist. Durch diese Zerstäubungsöffnung wird ein Schnurstrahl mit einer relativ
schlechten Zerstäubung des Brennstoffs erzeugt, so daß die Bildung eines weitestgehend
homogenen Brennstoff-Luft-Gemisches nicht gewährleistet ist.
[0002] Die Erzeugung von Flachstrahlen oder Fächerstrahlen, die eine bessere Zerstäubung
des Brennstoffs ermöglichen, ist aus der DE 39 04 446 A1 bekannt. Dort ist in der
Lochplatte zumindest eine längliche Einprägung vorgesehen, die in jeweils eine Zerstäubungsöffnung
mündet. Der Fertigungsaufwand für die möglichst enge Maßtoleranzen aufweisenden Einprägungen
ist jedoch sehr groß, so daß die Herstellung einer solchen Lochplatte mit hohen Kosten
verbunden ist. Zudem bereitet die Einhaltung der engen Fertigungstoleranzen der Einprägungen
bei einer Serienfertigung Schwierigkeiten.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Lochplatte mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1 hat demgegenüber den Vorteil, aufgrund der zumindest einen in jeweils eine Zumeßöffnung
mündenden länglichen Ausnehmung der Lochplatte die Bildung von Flachstrahlen zu ermöglichen
und so eine wesentlich bessere Zerstäubung des abgegebenen Brennstoffs zu erzielen.
Die Ausbildung der länglichen Ausnehmungen und der Zerstäubungsöffnungen in der Silizium-Lochplatte
durch Ätzen ermöglicht eine hohe Fertigungsgenauigkeit. Die erfindungsgemäße Lochplatte
ist auf einfache und kostengünstige Art und Weise herstellbar, da der Fertigungsaufwand
auch bei den geforderten engen Fertigungstoleranzen gering ist. Bei dem in der Halbleitertechnik
üblichen Fertigungsverfahren, dem Batchverfahren, können viele Lochplatten gleichzeitig
hergestellt werden.
[0004] Durch eine Variation der Geometrie der länglichen Ausnehmungen und der Zerstäubungsöffnungen,
also z.B. durch eine Veränderung der Querschnitte und/oder der Ätztiefen der länglichen
Ausnehmungen und der Zerstäubungsöffnungen lassen sich die Größe des Strahl- und des
Zerstäubungswinkels beeinflussen.
[0005] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruches 11 hat den Vorteil, den Brennstoff besonders fein zerstäubt abzugeben
und so die Bildung eines besonders homogenen Brennstoff-Luft-Gemisches zu ermöglichen.
Die Ausbildung der zumindest einen länglichen Ausnehmung und der jeweiligen Zerstäubungsöffnung
durch Ätzen der Silizium-Lochplatte erlaubt eine einfache und kostengünstige Herstellung
des Brennstoffeinspritzventils.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Lochplatte und des im Anspruch 11
angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0007] Für eine besonders einfache und kostengünstige Herstellung der Lochplatte bzw. des
Brennstoffeinspritzventils ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine längliche Ausnehmung
ausgehend von der oberen Stirnseite und die zumindest eine Zerstäubungsöffnung ausgehend
von der unteren Stirnseite der Lochplatte durch zweiseitiges anisotropes Ätzen ausgeformt
sind.
[0008] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die zumindest eine längliche Ausnehmung zwei einander
gegenüberliegende, sich in Richtung der Zerstäubungsöffnung erstreckende Längsflächen
hat, deren mit der oberen Stirnseite der Lochplatte gebildeten Längskanten parallel
zueinander und zu einer Längsachse der länglichen Ausnehmung verlaufen, die zumindest
eine Zerstäubungsöffnung viereckförmig ausgebildet ist und die Längsachse der länglichen
Ausnehmung parallel zu einer zwei gegenüberliegende Ecken der Zerstäubungsöffnung
miteinander verbindenden Diagonalen der viereckförmigen Zerstäubungsöffnung verläuft.
Hierdurch wird der Brennstoff flachstrahlförmig und besonders fein zerstäubt aus der
Zerstäubungsöffnung abgegeben.
[0009] Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, wenn die beiden einander gegenüberliegenden Längsflächen
der länglichen Ausnehmung parallel zueinander und senkrecht zu der oberen Stirnseite
der Lochplatte verlaufen und die Längskanten der beiden Längsflächen die größte Länge
aller mit der oberen Stirnseite der Lochplatte gebildeten Kanten der länglichen Ausnehmung
aufweisen.
[0010] Vorteilhaft ist es, wenn die Lochplatte zwei nebeneinander angeordnete längliche
Ausnehmungen mit je einer Zerstäubungsöffnung hat. Eine solche Lochplatte eignet sich
besonders gut für Brennstoffeinspritzventile für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen
mit zwei Einlaßventilen.
Zeichnung
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt ein teilweise
dargestelltes Brennstoffeinspritzventil mit einer gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels
ausgebildeten Lochplatte, Figur 2 eine Draufsicht der Lochplatte gemäß des ersten
Ausführungsbeispiels in Richtung des Pfeiles X in Figur 1, Figur 3 einen Schnitt entlang
der Linie III-III in Figur 2, Figur 4 eine Draufsicht einer Lochplatte gemäß eines
zweiten Ausführungsbeispiels, Figur 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V und Figur
6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Figur 4, wobei in den Figuren 4 bis 6 der
Strömungsverlauf des Brennstoffs und die Strahlbildung angedeutet sind, Figur 7 eine
Draufsicht einer Lochplatte gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels, in der der Strömungsverlauf
und die Strahlbildung des Brennstoffs angedeutet sind, Figur 8 einen Schnitt entlang
der Linie VIII-VIII in Figur 7, Figur 9 eine Draufsicht einer Lochplatte gemäß eines
vierten Ausführungsbeispiels, Figur 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X in Figur
9, Figur 11 einen Schnitt entlang der Linie XI-XI in Figur 9, Figur 12 einen Schnitt
entlang der Linie XII-XII in Figur 9 und Figur 13 einen Schnitt entlang der Linie
XIII-XIII in Figur 9.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Die Figur 1 zeigt ein teilweise dargestelltes, beispielsweise für Einspritzanlagen
von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen verwendbares Brennstoffeinspritzventil
mit einer Lochplatte gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels. Konzentrisch zu einer
Ventillängsachse 1 weist ein Düsenkörper 3 des Brennstoffeinspritzventils eine abgestufte
Durchgangsöffnung 7 auf. In der Durchgangsöffnung 7 ist ein Ventilschließkörper 9
angeordnet. Mit seinem stromabwärtigen Ende, das z.B. als stromabwärts sich konisch
verjüngender Dichtbereich 11 ausgebildet ist, wirkt der Ventilschließkörper 9 mit
einer sich beispielsweise in Strömungsrichtung konisch verjüngenden Ventilsitzfläche
13 der abgestuften Durchgangsöffnung 7 des Düsenkörpers 3 zusammen. Ein stromaufwärts
der Ventilsitzfläche ausgebildeter Führungsabschnitt 15 der Durchgangsöffnung 7 dient
zur Führung des Ventilschließkörpers 9 an dessen zumindest einem Führungsbereich 16.
[0013] Die Axialbewegung des Ventilschließkörpers 9 und damit das Öffnen und Schließen des
Ventils erfolgt beispielsweise in bekannter Weise mechanisch oder elektromagnetisch.
[0014] An die Ventilsitzfläche 13 schließen sich in stromabwärtiger Richtung ein z.B. zylinderförmiger
Strömungsabschnitt 17, ein sich in Strömungsrichtung radial nach außen erweiternder
Übergangsabschnitt 19 sowie ein Aufnahmeabschnitt 21 der Durchgangsöffnung 7 an, dessen
Wandung parallel zu der Ventillängsachse 1 verläuft. In dem Aufnahmeabschnitt 21 ist
eine Lochplatte 23 so angeordnet, daß die Lochplatte 23 durch die Wandung des Aufnahmeabschnittes
21 eng umgeben ist.
[0015] Um die Lochplatte 23 vor Beschädigungen zu schützen, ist an dem stromabwärtigen Ende
des Düsenkörpers 3 eine Schutzkappe 25 angeordnet, die mit einem Zylinderabschnitt
27 den Umfang des Düsenkörpers 3 im Bereich seines stromabwärtigen Endes umgibt und
mit einem stromabwärts der Lochplatte 23 radial nach innen weisenden Radialabschnitt
29 an einer der Ventilsitzfläche 13 abgewandten unteren Stirnseite 31 der Lochplatte
23 anliegt. Die Schutzkappe 25 wird durch eine Rastverbindung 33 an dem Umfang des
Düsenkörpers 3 gehalten. Es ist aber auch möglich, daß eine metallene Schutzkappe
25 mittels einer Laserschweißung an dem Umfang des Düsenkörpers 3 befestigt ist.
[0016] Mit ihrer der Ventilsitzfläche 13 zugewandten oberen Stirnseite 35 liegt die Lochplatte
23 an einem der Lochplatte zugewandten, in radialer Richtung ausgehend von dem Aufnahmeabschnitt
21 nach innen verlaufenden Halteabsatz 37 der abgestuften Durchgangsöffnung 7 des
Düsenkörpers 3 an.
[0017] Die Lochplatte 23 ist aus monokristallinem Silizium ausgebildet. Die Figur 2 zeigt
eine Draufsicht der Lochplatte 23 in Richtung des Pfeiles X in Figur 1 und die Figur
3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 2. Ausgehend von der oberen Stirnseite
35 ist in der Lochplatte 23 beispielsweise durch anisotropes Ätzen zumindest eine
längliche Ausnehmung 39 ausgebildet, die sich in Richtung zur unteren Stirnseite 31
hin in die Lochplatte 23 bis zu einem ebenen Boden 43 erstreckt. Die beispielsweise
eine längliche Ausnehmung 39 überschneidet sich zum Teil mit einer Zerstäubungsöffnung
41, die sich bis zu der unteren Stirnseite 31 der Lochplatte 23 erstreckt, so daß
die Ausnehmung 39 und die Zerstäubungsöffnung 41 zusammen einen die Lochplatte 23
durchdringenden Strömungskanal bilden. Die Zerstäubungsöffnung 41 ist beispielsweise
ausgehend von der unteren Stirnseite 31 der Lochplatte 23 durch anisotropes Ätzen
ausgebildet. Zur Reduzierung der Herstellkosten einer solchen Lochplatte 23 ist es
möglich, die längliche Ausnehmung 39 und die Zerstäubungsöffnung 41 in einem gemeinsamen
Arbeitsgang durch beidseitiges anisotropes Ätzen auszubilden. Dadurch ergeben sich
für die längliche Ausnehmung 39 und für die Zerstäubungsöffnung 41 identische Ätztiefen
und damit identische Erstreckungen in Richtung der Ventillängsachse 1.
[0018] Die längliche Ausnehmung 39 weist an der oberen Stirnseite 35 einen rechteckförmigen
Öffnungsquerschnitt auf, der sich der unteren Stirnseite 31 der Lochplatte 23 zugewandt
bis zu dem Boden 43 der länglichen Ausnehmung 39 verjüngt. Die Wandung der länglichen
Ausnehmung 39 wird durch jeweils zwei zu der Ventillängsachse 1 geneigt verlaufende
Längsflächen 45 und Querflächen 47 gebildet. Die Längsflächen 45 bilden mit der oberen
Stirnseite 35 der Lochplatte 23 je eine Längskante 49 und die Querflächen 47 je eine
Querkante 51 aus, wobei die beiden Längskanten 49 parallel zueinander und die beiden
Querkanten 51 parallel zueinander verlaufen. Die Längskanten 49 weisen bei dem ersten,
in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel eine größere Kantenlänge
auf als die Querkanten 51 der länglichen Ausnehmung 39. Parallel zu den Längskanten
49 weist die längliche Ausnehmung 39 eine Längsachse 53 und senkrecht dazu eine parallel
zu den Querkanten 51 verlaufende Querachse 55 auf, wobei sowohl die Längsachse 53
als auch die Querachse 55 wie Symmetrieachsen der länglichen Ausnehmung verlaufen
und sich die Längsachse 53 und die Querachse 55 beispielsweise in einem Punkt der
Ventillängsachse 1 schneiden. Vom Boden 43 der länglichen Ausnehmung 39 ausgehend
erstreckt sich die beispielsweise rechteckförmige Zerstäubungsöffnung 41 z.B. konzentrisch
zu der länglichen Ausnehmung 39 in Richtung zur unteren Stirnseite 31 der Lochplatte
23. Dabei erweitert sich der Querschnitt der Zerstäubungsöffnung 41 in Strömungsrichtung.
[0019] Die Zerstäubungsöffnung 41 weist zwei einander gegenüberliegende Längsflächen 58
auf, die mit der unteren Stirnseite 31 der Lochplatte 23 jeweils eine Längskante 57
bilden. Die Längskanten 57 der Zerstäubungsöffnung 41 verlaufen parallel zu der Längsachse
53 der länglichen Ausnehmung 39 und weisen eine wesentlich kürzere Kantenlänge auf
als die Längskanten 49 der länglichen Ausnehmung 39, wobei das Verhältnis der Kantenlängen
der Längskanten 49 der länglichen Ausnehmung 39 zu den Längskanten 57 der Zerstäubungsöffnung
41 etwa 1,5 : 1 bis 10 : 1 beträgt. Senkrecht zu den Längskanten 57 verläuft jeweils
eine mit der unteren Stirnseite 31 gebildete Querkante 60 einer Querfläche 61 der
Zerstäubungsöffnung 41. Die Querkanten 60 haben auch aus Fertigungsgründen eine etwas,
beispielsweise um 5 bis 30 µm größere Kantenlänge als die Querkanten 51 der länglichen
Ausnehmung 39. Die Querkanten 60 der Zerstäubungsöffnung 41 können eine bis zu zweimal
größere Kantenlänge aufweisen als die Querkanten 51. Hierdurch wird die Erstreckung
der Längsflächen 45 der länglichen Ausnehmung 39 in Richtung der Ventillängsachse
1 beim teilweisen Überschneiden der länglichen Ausnehmung 39 und der Zerstäubungsöffnung
41 im Bereich der Längsflächen 58 der Zerstäubungsöffnung 41 verringert und so die
Ablenkung des Brennstoffstrahls beim Austritt aus der Zerstäubungsöffnung 41 in Richtung
der Querachse 55 verkleinert.
[0020] Die Figuren 4 bis 6 zeigen ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, bei
dem gleiche und gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
sind wie in den Figuren 1 bis 3. Die Lochplatte 23 weist zwei mit Abstand nebeneinanderliegende
längliche Ausnehmungen 39 auf, die sich jeweils teilweise mit einer Zerstäubungsöffnung
41 überschneiden. Die beiden länglichen Ausnehmungen 39 sind dabei so angeordnet,
daß ihre beiden Längsachsen 53 parallel zueinander auf einer gemeinsamen Linie verlaufen.
Die länglichen Ausnehmungen 39 und die Zerstäubungsöffnungen 41 sind dabei genauso
ausgebildet wie bei dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel.
In den Figuren 4 bis 6 ist der Strömungsverlauf des Brennstoffs durch Pfeile 56 angedeutet,
um die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Lochplatte zu verdeutlichen. Die Geometrie
der länglichen Ausnehmung 39 und der Zerstäubungsöffnung 41 bewirkt, wie in den Figuren
4 bis 6 dargestellt, eine Umlenkung der Strömung 56 des Brennstoffs. Im Bereich der
länglichen Ausnehmung 39 wird die Strömung 56 in Richtung des Bodens 43 umgelenkt,
so daß zwei Strömungshälften des Brennstoffs, die in Richtung der Längsachse 53 aufeinander
zuströmen, über der Zerstäubungsöffnung 41 aufeinander prallen. Durch den Übergang
der länglichen Ausnehmung 39 in die einen engen Querschnitt aufweisende Zerstäubungsöffnung
41 und den Aufprall der Strömungshälften aufeinander wird die Brennstoffströmung 56
beim Austritt aus der Zerstäubungsöffnung 41 in Richtung der Querachse 55 flachstrahlförmig
aufgeweitet und zerstäubt, wie es die gestrichelte Linie 59 andeutet. Dieser durch
die gestrichelte Linie 59 angedeutete, flachstrahlförmig abgegebene Brennstoffstrom
hat den Vorteil einer besonders feinen Zerstäubung.
[0021] Durch die Veränderung der Geometrie der Ausnehmungen 39 und der Zerstäubungsöffnungen
41, also z.B. durch eine Variation der Ätztiefen und der Querschnittsgrößen der länglichen
Ausnehmungen 39 und der Zerstäubungsöffnungen 41 läßt sich die Form des durch die
gestrichelte Linie 59 gekennzeichneten Flachstrahls und die Größe des Zerstäubungswinkels
beeinflussen.
[0022] Wird z.B. die Erstreckung 63 des Bodens 43 der länglichen Ausnehmung 39 in Richtung
der Längsachse 53 der Lochplatte 23 verändert, so verändert sich auch die Weite 65
des durch die gestrichelte Linie 59 gekennzeichneten Flachstrahls in Richtung der
Querachse 55 der Lochplatte 23 und damit die Größe des Zerstäubungswinkels.
[0023] Die in den Figuren 4 bis 6 dargestellte Lochplatte gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels
eignet sich besonders für die Verwendung in Brennstoffeinspritzventilen für Brennkraftmaschinen
mit zwei Einlaßventilen je Zylinder, wobei jeder Flachstrahl entsprechend der gestrichelten
Linie 59 jeweils einem Einlaßventil zugeordnet ist.
[0024] Es ist aber auch möglich, in der Lochplatte 23 drei oder mehr längliche Ausnehmungen
39 und Zerstäubungsöffnungen 41 vorzusehen.
[0025] Die in den Figuren 7 und 8, die einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in Figur
7 zeigt, dargestellte Lochplatte 23 gemäß des dritten Ausführungsbeispiels weist ebenso
wie die Lochplatte gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels zwei nebeneinanderliegende
rechteckförmige längliche Ausnehmungen 39 auf, die sich jeweils teilweise mit einer
rechteckigen Zerstäubungsöffnung 41 überscheiden. Gleiche und gleichwirkende Teile
sind durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet wie in den Figuren 1 bis 6. Im
Gegensatz zu dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel sind bei dem dritten Ausführungsbeispiel
die längliche Ausnehmung 39 und die Zerstäubungsöffnung 41 nicht konzentrisch zueinander
ausgeformt. Die Zerstäubungsöffnung 41 der linken länglichen Ausnehmung 39 ist nach
links verschoben und die Zerstäubungsöffnung 41 der rechten länglichen Ausnehmung
39 nach rechts. Hierdurch wird erreicht, daß die beiden aus den asymmetrisch zu den
länglichen Ausnehmungen 39 liegenden zwei Zerstäubungsöffnungen 41 abgegebenen Flachstrahlen,
wie in der Figur 7 durch die gestrichelten Linien 59 angedeutet, ebenfalls in voneinander
abgewandter Richtung asymmetrisch zur jeweiligen Querachse 55 versetzt sind. Wie durch
die gestrichelte Linie 59 angedeutet, erfolgt die Ablenkung des Flachstrahles von
der Querachse 55 weg zu der Seite der länglichen Ausnehmung 39 hin, zu der hin die
Zerstäubungsöffnung 41 entlang der Längsachse 53 verschoben ist. Diese Ausführungsform
mit den beiden divergierenden Flachstrahlen hat sich als vorteilhaft erwiesen, da
so ein Vermischen der beiden Flachstrahlen des Brennstoffs und damit eine gegenseitige
Beeinflussung wirkungsvoll vermieden wird.
[0026] Ein viertes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Lochplättchens ist in den
Figuren 9 bis 13 dargestellt. Gleiche und gleichwirkende Teile sind durch die gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet wie in den Figuren 1 bis 8. In der Figur 9 ist eine aus
monokristallinem Silizium ausgebildete Lochplatte 23 mit beispielsweise zwei geometrisch
identischen länglichen Ausnehmungen 39 dargestellt, die zueinander beabstandet sind
und der unteren Stirnseite 31 der Lochplatte 23 zugewandt sich jeweils zum Teil mit
einer rechteckförmigen Zerstäubungsöffnung 41 überschneiden, wobei auch die beiden
Zerstäubungsöffnungen 41 geometrisch identische Abmessungen haben. Die Figur 10 zeigt
einen Schnitt entlang der Linie X-X in Figur 9, die Figur 11 einen Schnitt entlang
der Linie XI-XI in Figur 9, die Figur 12 einen Schnitt entlang der Linie XII-XII in
Figur 9 und die Figur 13 einen Schnitt entlang der Linie XIII-XIII in Figur 9. Die
beiden länglichen Ausnehmungen 39 weisen, wie aus der Draufsicht der Lochplatte 23
in Figur 9 zu erkennen, an der oberen Stirnseite 35 einen sechseckigen Öffnungsquerschnitt
auf, der sich in Richtung des Bodens 43 der länglichen Ausnehmung 39 der unteren Stirnseite
31 der Lochplatte 23 zugewandt verjüngt.
[0027] Die Wandung der länglichen Ausnehmung 39 wird durch zwei senkrecht zu der oberen
Stirnseite 35 der Lochplatte 23 verlaufende Längsflächen 45 und vier geneigt zu der
Ventillängsachse 1 verlaufenden Querflächen 47 gebildet, wobei jeweils zwei Querflächen
47 aneinander grenzen. Die Längsflächen 45 bilden mit der oberen Stirnseite 35 der
Lochplatte 23 je eine Längskante 49 und die Querflächen 47 je eine Querkante 51 aus.
Die beiden Längskanten 49 und jeweils zwei gegenüberliegende Querkanten 51 verlaufen
parallel zueinander. In dem dargestellten vierten Ausführungsbeispiel weisen die Längskanten
49 eine wesentlich größere Kantenlänge auf als die Querkanten 51. Die beiden Querkanten
51 der aneinander grenzenden Querflächen 47 bilden einen rechten Winkel zueinander
und weisen die gleiche Länge auf. Mit ihren anderen Enden grenzen diese Querkanten
51 stumpfwinklig an die Längskanten 49 der länglichen Ausnehmung 39. Parallel zu den
Längskanten 49 weisen die längliche Ausnehmungen 39 eine Längsachse 53 und senkrecht
dazu eine Querachse 55 auf, die wie Symmetrieachsen der länglichen Ausnehmung 39 verlaufen.
Die Längsachse 53 und die Querachse 55 schneiden sich in dem Mittelpunkt der länglichen
Ausnehmung 39.
[0028] Vom Boden 43 der länglichen Ausnehmung 39 ausgehend erstreckt sich die viereckförmige,
beispielsweise rechteckförmige oder quadratische Zerstäubungsöffnung 41 konzentrisch
zu der länglichen Ausnehmung 39 in Richtung der unteren Stirnseite 31 der Lochplatte
23. Dabei erweitert sich der Querschnitt der Zerstäubungsöffnung 41 in Strömungsrichtung.
Die längliche Ausnehmung 39 und die Zerstäubungsöffnung 41 sind dabei so zueinander
angeordnet, daß die Längsachse 53 der länglichen Ausnehmung 39 parallel zu und beispielsweise
deckungsgleich mit einer zwei gegenüberliegende Ecken der Zerstäubungsöffnung 41 miteinander
verbindenden Diagonalen 67 der quadratischen Zerstäubungsöffnung 41 verläuft.
[0029] Durch das Zusammenwirken der länglichen Ausnehmung 39 mit der zum Boden 43 nur teilweise
offenen quadratischen Zerstäubungsöffnung 41 ergibt sich ein sechseckförmiger Öffnungsquerschnitt
der Lochplatte 23.
[0030] Die Gestaltung der länglichen Ausnehmung 39 und der Zerstäubungsöffnung 41 bewirkt
an den schrägen Querflächen 47 und dem Boden 43 eine Umlenkung der Brennstoffströmung.
Im Bereich der länglichen Ausnehmung 39 prallen durch die Umlenkung am Boden 43 zwei
in Richtung der Längsachse 53 aufeinander zuströmende Strömungshälften des Brennstoffs
aufeinander. Durch den Übergang der länglichen Ausnehmung 39 im Bereich ihres Bodens
43 in die Zerstäubungsöffnung 41 und das Aufeinanderprallen der beiden Strömungshälften
wird die Brennstoffströmung flachstrahlförmig aufgeweitet und so eine besonders feine
Zerstäubung des Brennstoffs erzielt.
[0031] Wie bei den ersten drei Ausführungsbeispielen läßt sich auch bei dem vierten Ausführungsbeispiel
durch eine Veränderung der Geometrie der länglichen Ausnehmungen 39 und der Zerstäubungsöffnungen
41 sowie deren Lage zueinander die Form und die Richtung des Flachstrahls und die
Größe des Zerstäubungswinkels des Brennstoffs beeinflussen.
[0032] Die erfindungsgemäße Lochplatte 23 bzw. das Brennstoffeinspritzventil mit einer erfindungsgemäßen
Lochplatte 23 ermöglicht eine sehr feine Zerstaubung des abgegebenen Brennstoffs.
Durch die Ausbildung der länglichen Ausnehmung 39 und der Zerstäubungsöffnung 41 in
der Silizium-Lochplatte durch Ätzen wird eine hohe Fertigungsgenauigkeit bei dennoch
geringem Fertigungsaufwand erreicht.
1. Lochplatte aus monokristallinem Silizium mit zumindest einer Zerstäubungsöffnung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lochplatte (23) an einer oberen Stirnseite (35) zumindest
eine durch Ätzen ausgebildete längliche Ausnehmung (39) hat, die sich zum Teil mit
jeweils einer bis zu einer unteren Stirnseite (31) der Lochplatte (23) erstreckenden,
durch Ätzen ausgeformten Zerstäubungsöffnung (41) überschneidet.
2. Lochplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine längliche
Ausnehmung (39) ausgehend von der oberen Stirnseite (35) und die zumindest eine Zerstäubungsöffnung
(41) ausgehend von der unteren Stirnseite (31) der Lochplatte (23) durch zweiseitiges
anisotopes Ätzen ausgeformt sind.
3. Lochplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine längliche
Ausnehmung (39) zwei einander gegenüberliegende, sich in Richtung der Zerstäubungsöffnung
(41) erstreckende Längsflächen (45) hat, deren mit der oberen Stirnseite (35) der
Lochplatte (23) gebildeten Längskanten (49) parallel zueinander und zu einer Längsachse
(53) der Ausnehmung (39) verlaufen, daß die zumindest eine Zerstäubungsöffnung (41)
viereckförmig ausgebildet ist und daß die Längsachse (53) der länglichen Ausnehmung
(39) parallel zu einer zwei gegenüberliegende Ecken der Zerstäubungsöffnung (41) miteinander
verbindenden Diagonalen (67) der viereckförmigen Zerstäubungsöffnung (41) verläuft.
4. Lochplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einander gegenüberliegenden
Längsflächen (45) der länglichen Ausnehmung (39) parallel zueinander und senkrecht
zu der oberen Stirnseite (35) der Lochplatte (23) verlaufen.
5. Lochplatte nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Längskanten (49)
der Längsflächen (45) die größte Länge aller mit der oberen Stirnseite (35) der Lochplatte
(23) gebildeten Kanten der länglichen Ausnehmung (39) aufweisen.
6. Lochplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die zumindest eine längliche Ausnehmung (39) in Richtung zur Zerstäubungsöffnung (41)
hin verjüngt.
7. Lochplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
zumindest eine Zerstäubungsöffnung (41) sich zur unteren Stirnseite (31) der Lochplatte
(23) hin erweitert.
8. Lochplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lochplatte (23) zwei nebeneinander angeordnete längliche Ausnehmungen (39) mit einer
Zerstäubungsöffnung (41) hat.
9. Lochplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
längliche Ausnehmung (39) und die Zerstäubungsöffnung (41) konzentrisch zueinander
ausgebildet sind.
10. Lochplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
längliche Ausnehmung (39) und die Zerstäubungsöffnung (41) asymmetrisch zueinander
ausgebildet sind.
11. Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen mit
einer Lochplatte, die stromabwärts einer Ventilsitzfläche eines Düsenkörpers des Brennstoffeinspritzventils
angeordnet ist, zumindest eine Zerstäubungsöffnung aufweist und aus monokristallinem
Silizium ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochplatte (23) an einer
der Ventilsitzfläche (13) zugewandten oberen Stirnseite (35) zumindest eine durch
Ätzen ausgebildete längliche Ausnehmung (39) hat, die sich zum Teil mit jeweils einer
sich bis zu einer unteren Stirnseite (31) der Lochplatte (23) erstreckenden, durch
Ätzen ausgeformten Zerstäubungsöffnung (41) überschneidet.
12. Ventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine längliche
Ausnehmung (39) der Lochplatte (23) zwei einander gegenüberliegende, sich in Richtung
der Zerstäubungsöffnung (41) erstreckende Längsflächen (45) hat, deren mit der oberen
Stirnseite (35) der Lochplatte (23) gebildeten Längskanten (49) parallel zueinander
und zu einer Längsachse (53) der länglichen Ausnehmung (39) verlaufen, daß die Zerstäubungsöffnung
(41) viereckförmig ausgebildet ist und daß die Längsachse (53) der länglichen Ausnehmung
(39) parallel zu einer zwei gegenüberliegende Ecken der Zerstäubungsöffnung (41) miteinander
verbindenden Diagonalen (67) der viereckförmigen Zerstäubungsöffnung (41) verläuft.
13. Ventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einander gegenüberliegenden
Längsflächen (45) der länglichen Ausnehmung (39) parallel zueinander und senkrecht
zu der oberen Stirnseite (35) der Lochplatte (23) verlaufen.
14. Ventil nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Längskanten (49)
der Längsflächen (45) die größte Länge aller mit der oberen Stirnseite (35) der Lochplatte
(23) gebildeten Kanten der länglichen Ausnehmung (39) aufweisen.
15. Ventil nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochplatte
(23) zwei nebeneinander angeordnete längliche Ausnehmungen (39) mit einer Zerstäubungsöffnung
(41) hat.
16. Ventil nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die längliche
Ausnehmung (39) und die Zerstäubungsöffnung (41) der Lochplatte (23) konzentrisch
zueinander ausgebildet sind.
17. Ventil nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die längliche
Ausnehmung (39) und die Zerstäubungsöffnung (41) der Lochplatte (23) asymmetrisch
zueinander ausgebildet sind.