[0001] Die Erfindung betrifft ein chemisch modifiziertes Polyestergarn und ein Verfahren
zur Herstellung desselben.
[0002] Die Herstellung von schrumpfarmen Polyesterfäden, welche auch für technische Zwecke
hochfest und dehnungsarm sind, ist bekannt. So beschreibt die CH-A-513 992 ein Verfahren
zum Spinnen, Verstrecken und Thermofixieren in einem Arbeitsgang. Zur Erniedrigung
des Schrumpfes werden neben dem Thermofixieren auch bis zu 1 Gew% Verzweigungskomponenten
mitverwendet. Die aufgeführten Verzweigungskomponenten behindern nicht nur die Verstreckung
des Fadens, sondern erniedrigen auch die Festigkeit und den Modul und damit die Dimensionsstabilität.
Bei diesem Verfahren resultiert ein bei 160°C gemessener Thermoschrumpf von mehr als
7 % mit einer Bruchfestigkeit von höchstens 80 cN/tex bei einem Titer von etwa 1100
dtex. Ein Garn mit einer so hohen Schrumpftendenz genügt jedoch nicht mehr den Anforderungen
an die Dimensionsstabilität eines Reifens. Hier müssen Bruchfestigkeit, Thermoschrumpf
und Anfangsmodul (Young's modul) in bestimmten Grenzen aufeinander abgestimmt sein.
[0003] Es ist aber auch ein Verfahren zur Herstellung chemisch modifizierter, schnellgesponnener
Fäden bekannt (DE-B-1266992). In diesem Verfahren werden jedoch lediglich die Färbeeigenschaften
durch Zusatz von Kettenverzweigungsmitteln bzw. Vernetzungsmitteln wie Polyolen in
Mengen von 0,1 bis 1,0 Mol.-% beschrieben.
[0004] Es wurde nun gefunden, dass die Dimensionsstabilität eines Reifens durch eine Kennzahl
ausgedrückt werden kann, wenn die wesentlichen Parameter wie Bruchdehnung bzw. Festigkeit
(Ft), Anfangsmodul (Mo) und Thermoschrumpf (TS) in bestimmten Grenzen gehalten werden.
Zur Bewertung eines dimensionsstabilen Garnes mit niedrigem Schrumpf und hohem Anfangsmodul
(LSHM) wird folgende Kennzahl vorgeschlagen:

[0005] Es ist auf mechanisch/thermischem Weg bisher nicht gelungen, bei einer gegebenen
Bezugsdehnung bzw. Festigkeit (Ft) und einem hohen Anfangsmodul, einen niedrigen Schrumpf
zu erzielen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Garn mit einem hohen Anfangsmodul und einem niedrigen
Schrumpf, insbesondere mit einer hohen Dimensionsstabilität (DS) zur Verfügung zu
stellen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss nach dem Kennzeichen von Anspruch 1 gelöst. Zur
Erniedrigung des Thermoschrumpfes werden während der Polyesterherstellung ein oder
mehrere difunktionelle Comonomere mit der allgemeinen Formel:
R - (X)n
zugefügt, wobei R eine gesättigte oder nicht gesättigte lineare Alkylgruppe von C
3 bis C
10 oder ein Cykloalkyl- oder aromatischer Rest mit 6 oder mehr Kohlenstoffatomen, X
OR', und/oder COOR" und n gleich 2 bedeuten, dabei ist R' gleich H, CO-Alkyl oder
eine Alkylgruppe mit 1 oder mehr Kohlenstoffatomen und R" gleich H oder Alkyl ist.
[0008] Die Herstellung des Copolyesters kann in üblicher Weise entweder durch Direktkondensation
von Ethylenglykol und Terephthalsäure oder durch Umesterung von Dimethylterephthalat
mit Ethylenglykol und anschliessender Polykondensation des zunächst gebildeten Diglykolterephthalats
erfolgen. Das Comonomer wird zusammen mit den Monomeren vor der Umesterung resp. Veresterungsphase
oder vor der Polykondensationsphase dem Gemisch zugegeben.
[0009] Als besonders geeignet zur Erniedrigung des Thermoschrumpfes und zur gleichzeitigen
Erhöhung der Dimensionsstabilität DS haben sich difunktionelle, konformationell fixierte
Comonomere bewährt.
[0010] Unter konformationell fixiert sollen Atomgerüste verstanden werden, deren Anordnung
oder Bindungsarten geeignet sind, die relative Position obengenannter Funktionen zueinander
innerhalb bestimmter Grenzen konstant zu halten.
[0011] Diese difunktionelle Verbindungen müssen allerdings in Konzentrationen von 1 bis
10 Gew.-%, bezogen auf den Polyester, eingesetzt werden. Vertreter solcher Verbindungen
sind : 2-Methyl-2-Buten-1,4-diol und 2,3-Dimethyl-2-Buten-1,4-diol oder andere ungesättigte
aliphatische Diole wie cis- oder trans-2-Buten-1,4- diol und deren Derivate wie 1,4-Diacetoxy-Buten-2
oder noch ungesättigte aliphatische Hydroxycarbonsäuren wie 4-Hydroxycrotonsäure oder
deren Derivate wie 4-Hydroxycrotonsäuremethylester, 4-Acetoxycrotonsäuremethylester.
[0012] Auch Comonomere von aromatischen Diolen sind geeignet, wie Hydrochinon, 2-Chlorhydrochinon,
2,5-Dichlorhydrochinon, 2,3,5-Trichlorhydrochinon, 2-Methylhydrochinon, 2,3-Dimethylhydrochinon,
2,5-Dimethylhydrochinon, 2,3,5-Trimethylhydrochinon, 2,3,5,6-Tetramethylhydrochinon,
4,4'-Dihydroxybiphenyl, 2,6-Naphthalindiol, 1,5-Naphthalindiol oder deren Derivate
wie Hydrochinondiacetat, 2-Chlorhydrochinondiacetat, 2,3,5-Trichlorhydrochinondiacetat,
2-Methylhydrochinondiacetat, 2,5-Dimethoxyhydrochinondiacetat, 2,3,5-Trimethylhydrochinondiacetat,
4,4'-Diacetoxybiphenyl, 2,6-Diacetoxynaphthalin, 1,5-Diacetoxynaphthalin.
[0013] Auch aromatische Hydroxycarbonsäuren wie 4-Hydroxybenzoesäure, 6-Hydroxy-2-Naphthoesäure,
5-Hydroxy-1-Naphthoesäure, insbesondere Acetylverbindungen und Alkylester wie 4-Hydroxybenzoesäuremethylester,
6-Hydroxy-2-Naphthoesäuremethylester, 4-Acetoxybenzoesäure können erfindungsgemäss
eingesetzt werden.
[0014] Von den difunktionellen starren und aromatischen Comonomeren haben sich Hydrochinondiacetat
oder 4-Acetoxybenzoesäuremethylester am besten bewährt.
[0015] Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Polyestergarn, ist durch eine
Kennzahl DS von >28000 gekennzeichnet. Voraussetzung ist, dass sich Ft in den Grenzen
von 50 cN/tex und 80 cN/tex, vorzugsweise von 60 cN/tex bis 80 cN/tex bewegt. Gleichzeitig
wird ein Young's Modul von 1000 cN/tex bis 1400 cN/tex, vorzugsweise 1200 cN/tex bis
1300 cN/tex stipuliert sowie ein Thermoschrumpf TS von 1 bis 3 %.
[0016] Das Verfahren soll anhand von Beispielen näher erläutert werden.
[0017] Unter Polyester ist ein Polymer aus wenigstens 85 Gew.-% Terephthalat- und Ethylenglykoleinheiten
zu verstehen. Zur Herstellung des Copolyesters bringt man in einen Autoklaven 6,1
kg Ethylenglykol und 10 kg Dimethylterephthalat sowie das erfindungsgemässe Comonomer.
Als Umesterungskatalysator werden 4 g kristallisiertes Manganacetat zugegeben. Die
Mischung wird während 2,5 Stunden auf 230 ° C erhitzt, wobei das freiwerdende Methanol
und der Glykolüberschuss unter Normaldruck abdestilliert wird. Bei 230 ° C gibt man
nacheinander die folgenden Substanzen zu: 3 g phosphorige Säure und 3,5 g Antimontrioxid.
Beim Aufheizen bis 280 ° C wird der Druck bis unter 0,5 mbar gesenkt. Das Comonomer
kann auch direkt in die Polymerschmelze vor der Vakuumphase zugegeben werden. Je nach
Comonomertyp wird nach 3,5 bis 5 Stunden durch Einleiten von Stickstoff das Vakuum
gebrochen, die Polymerschmelze aus dem Autoklaven beispielsweise in Kabelform ausgetragen,
gekühlt und das erstarrte Polymer geschnitten. Die Grenzviskosität, gemessen bei 25
°C in einem Gemisch von Phenol/Tetrachlorethan 1:1 (gemäss H. Frind, Faserforschung
(1954), Seite 296) beträgt ca. 0,67 dl/g. Das Granulat wird dann in einem Taumeltrockner
unter einem Vakuum von 0,5 mbar zuerst 2 Stunden bei 150 ° C getrocknet, dann während
einigen Stunden bei 235 °C auf eine IV, welche zwischen 0,80 und 1,00 liegt, nachkondensiert
und trocken gelagert. Die Nachkondensationszeit ist vom Comonomertyp und vom erreichbaren
Vakuum abhängig und beträgt bis zu 30 Stunden.
[0018] Zur Verspinnung wird das trockene Granulat auf einer bekannten Spinnmaschine zur
Verarbeitung von hochviskosen Polyestern und Verstreckung von hochfesten multifilen
Garnen verarbeitet. Der bei einer Temperatur von etwa 285 bis 310°C aufgeschmolzene
Polyester wird aus der Spinndüse mit z.B. 192 Endlosfäden in bekannter Weise gepresst,
regelmässig gekühlt, konvergiert, mit einer Präparation versehen und aufgewickelt
oder direkt verstreckt.
[0019] Das unverstreckte Garn wird mehrmals auf heissen Aggregaten in mehreren Stufen verstreckt
und aufgespult. Die Spinnung und besonders die Verstreckung kann, bei verschiedenen
Geschwindigkeiten resp. integriert oder im Splitverfahren erfolgen. Die Wärmeübertragung
bei der Verstreckung erfolgt via Bügeleisen, heissen Walzen oder Oefen, wo der Faden
kristallisiert orientiert und fixiert wird. Die Längsspannung, unter der das Fadenmaterial
gehalten wird, genügt, um Schrumpfen während jeder Stufe der Wärmebehandlung zu verhindern
und eine mehrmalige Verstreckung zu verursachen. Während dieses Prozesses wird dem
Fadenmaterial eine Bruchfestigkeit von wenigstens 65 cN/tex verliehen und die Bruchdehnung,
gemessen bei 25 ° C am konditionierten Faden bei einer Dehnungsgeschwindigkeit von
2,7 % D/s beträgt 8 bis 15 %, vorzugsweise 9 bis 12 %.
[0020] Beim erfindungsgemässen Copolyester liegt der Thermoschrumpf (TS) bei 1 bis 3 % (bei
190°C gemessen). Die Schrumpfwerte wurden mit Hilfe eines thermomechanischen Analysators
(Thermofilgerät von TEXTECHNO/Mönchengladbach) bestimmt. Dabei wird der Faden zuerst
mit einer Vorspannung von 0,4 cN/dtex während 1 Minute bei 235 ° C vorbehandelt und
anschliessend der Schrumpf des abgekühlten Fadens bei einer Aufheizgeschwindigkeit
von 20 K/min verfolgt. Die Einspannlänge beträgt 10 cm und der Schrumpfwert wird bei
der erwünschten Temperatur z.B. 190°C aus der Kurve ermittelt.
[0021] Der Modul wird aus der Steilheit der Kraft-Dehnungskurve im Anfangsbereich wie folgt
ermittelt:
Mit einem Kraftdehnungsmessgerät (Firma ZWICK Typ 1474) wird bei einer Einspannlänge
von 500 mm das Filament mit einer Geschwindigkeit von 2,5 cm/min gedehnt und dabei
die Kraft registriert bis diese 2 cN beträgt. In diesem Bereich verläuft bei den erfindungsgemässen
Filamenten die Kraftdehnungsfunktion (abgesehen von einem sehr kleinen Anlaufstück)
sehr linear. Man legt nun an die Kurve eine Tangente an und kann aus der Steilheit
die auf 100 % Dehnung extrapolierte Kraft berechnen. Dieser Kraftwert dividiert durch
den Titer des Filamentbündels wird als Anfangsmodul [cN/dtex] respektive [cN/tex]
genommen.
[0022] Die Erfindung soll anhand von Beispielen näher erläutert werden, deren Ergebnisse
in der Tabelle zusammengefasst sind.
Beispiel 1
[0023] Als Comonomer wurden 300 g Hydrochinondiacetat (3 Gew.-% bezogen auf den Polyester)
gemeinsam mit den anderen beiden Edukten Ethylenglykol und Dimethylterephthalat eingesetzt.
Die übrigen Bedingungen entsprachen dem beschriebenen allgemeinen Vorgehen. Nach 2
Stunden Umesterungsdauer hatten sich 6,3 I Methanol entwickelt und nach weiteren 30
Minuten noch 1,1 I Glykol. Die folgende Polykondensation dauerte 4 Stunden 50 Minuten,
wobei der Copolyester eine IV von 0,70 dl/g und einen Schmelzpunkt von 254 ° C aufwies.
Nach einer Postkondensation von 28 Stunden bei 235 ° C wurde eine IV von 0,90 dl/g
erreicht.
[0024] Einige Eigenschaften der resultierenden Garne sind in Tabelle 1 dargelegt, wobei
ein Modellfaden mit 14 Fibrillen hergestellt wurde.
Beispiel 2
[0025] Als Comonomer wurden 300 g 4-Acetoxybenzoesäure in gleicher Weise wie in Beispiel
1 eingesetzt. Nach 2 Stunden resultierten 3,7 I Methanol und nach weiteren 30 Minuten
ebenfalls 1,1 I Gly ol. Nach 4 Stunden 30 Minuten erreichte die IV 0,65 dl/g und der
Schmelzpunkt betrug 248 C. Nach einer Nachkondensation von ebenfalls 28 Stunden erreichte
man eine IV von 0,80 dl/g. Die Tabelle zeigt die Garneigenschaften.
Beispiel 3
[0026] Als Comonomer wurden 100 g 2-Buten-1,4-diol in gleicher Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt.
Nach 2,5 Stunden wurden 3,7 I Methanol und nach weiteren 30 Minuten noch 1,5 I Glykol
freigesetzt. Die Polykondensation dauerte 4 Stunden und man erreichte eine IV von
0,68 dl/g bzw. einen Schmelzpunkt von 253 ° C. Nach einer Nachkondensation von 28
Stunden betrug die IV 0,97 dl/g.
Beispiel 4
(Vergleichsbeispiel)
[0027] Das Vorgehen entspricht demjenigen von Beispiel 1 bis 3 ohne jedoch ein Comonomer
einzusetzen. Nach 2 Stunden entwickelten sich 3,4 I Methanol bzw. 1 I Glycol nach
weiteren 30 Minuten. Die Polykondensation dauerte 3 Stunden 50 Minuten. Das Polymer
wies eine IV von 0,70 dl/g und einen Schmelzpunkt von 255 ° C auf. Nach einer Nachkondensation
von 25 Stunden betrug die IV 0,99 dl/g. Die Eigenschaften der Garne sind in der Tabelle
1 als Beispiel 4 dargelegt.

[0028] Die Messergebnisse der Beispiele sind in den Kurven der einzigen Figur zusammengestellt.
Darin sind als Ordinate die Dimensionsstabilität mit der Dimension cN
2/tex
2 und als Abszisse die Spinngeschwindigkeiten in m/min angegeben.
[0029] Die beste Dimensionsstabilität von 48280 cN
2/tex
2 zeigt Beispiel 2 bei einem Thermoschrumpf von 1,75 % bei einer Spinngeschwindigkeit
von 3000 m/min.
[0030] Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Garne sind in bevorzugter
Weise als Garne mit niedrigem Schrumpf und hohem Young's Modul (LSHM) zur Herstellung
von Reifenkordgeweben und andere technische Anwendungen wie für Treibriemen und Sicherheitsgurten
geeignet.
1. Chemisch modifizientes Polyestergarn gekennzeichnet durch eine Dimensionsstabilität
DS ≧ 31135 cN2/tex2, wobei gleichzeitig die Festigkeit Ft von 50 - 80 cN/tex, der Anfangsmodul 1'000
bis 1'400 cN/tex und der Thermoschrumpf bei 190°C 1,0 bis 3.0 % beträgt.
2. Verfahren zur Herstellung von dimensionsstabilen, schrumpfarmen, chemisch modifizierten
technischen Polyestergarnen durch Schmelzspinnen bei Geschwindigkeiten von 3000 bis
4000 m/min, unter Verwendung eines Copolymerisates, das wenigstens 85 Gew.% Polyethylenterephthalat
Einheiten und Comonomere enthält, mit einer intrinsischen Viskosität von 0,75 bis
1,00 dl/g und einem Gesamttiter von wenigstens 500 dtex, dadurch gekennzeichnet, dass,
während der Polyesterherstellung 1 bis 10 Gew.%, bezogen auf den Polyester, ein oder
mehrere difunktionelle und Konformationell fixierte Comonmere mit der allgemeinen
Formel:
R - (X)n
zugefügt werden, wobei R eine gesättigte oder nicht gesättigte lineare Alkylgruppe
von C
3 bis C
10 oder ein Cykloalkyl- oder aromatischer Rest mit 6 oder mehr Kohlenstoffatomen, X
OR' und/oder COOR" und n gleich 2 bedeuten, und R' gleich H, CO-Alkyl oder eine Alkylgruppe
mit 1 oder mehr Kohlenstoffatomen und R" gleich H oder Alkyl ist.
3. Verfahren nach Anpruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Comonomere in die Polymerisationsschmelze
vor der Polykondensation zugegeben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Comonomere ungesättigte
aliphatische Diole oder deren Derivate oder ungesättigte aliphatische Hydroxycarbonsäuren
oder deren Derivate verwendet werden.
5. Verfahren nach dem Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Comonomere aromatische
Diole oder deren Derivate und/oder aromatische Hydroxycarbonsäuren oder deren Derivate
verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das ungesättigte aliphatische
Diol 2-Buten-1,4-diol ist.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Derivate Acetylverbindungen
und/oder Alkylester sind.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Acetylverbindung Hydrochinondiacetat
oder 4-Acetoxybenzoesäure-methylester ist.
1. Chemically modified polyester yarn characterised by a dimensional stability DS
31,135 cN2/tex2 while at the same time the tenacity is 50 - 80 cN/tex, the initial modulus 1,000
to 1,400 cN/tex and the heat shrinkage at 190 ° C 1.0 to 3.0%.
2. Process for producing dimensionally stable, low shrinkage, chemically modified
industrial polyester yarns by melt spinning at speeds of 3000 to 4000 m/min using
a copolymer which contains at least 85% by weight of polyethylene terephthalate units
and comonomers, having an intrinsic viscosity of 0.75 to 1.00 dl/g and a total linear
density of at least 500 dtex, characterised in that there are added during polyester
synthesis, in an amount of 1 to 10 % by weight based on the polyester, one or more
difunctional and conformationally fixed comonomers of the general formula:

where R is a saturated or unsaturated linear alkyl group of C
3 to C10
o or a cycloalkyl or aromatic radical of 6 or more carbon atoms, X is OR' and/or COOR",
n is 2, R' is H, CO-alkyl or an alkyl group of 1 or more carbon atoms, and R" is H
or alkyl.
3. Process according to Claim 2, characterised in that the comonomers are added to
the polymerisation melt prior to polycondensation.
4. Process according to Claim 2, characterised in that the comonomers used are unsaturated
aliphatic diols or derivatives thereof or unsaturated aliphatic hydroxycarboxylic
acids or derivatives thereof.
5. Process according to Claim 2, characterised in that the comonomers used are aromatic
diols or derivatives thereof and/or aromatic hydroxycarboxylic acids or derivatives
thereof.
6. Process according to Claim 2, characterised in that the unsaturated aliphatic diol
is 2-butene-1,4-diol.
7. Process according to Claim 2, characterised in that the derivatives are acetyl
compounds and/or alkyl esters.
8. Process according to Claim 5, characterised in that the acetyl compound is hydroquinone
diacetate or methyl 4-acetoxybenzoate.
1. Modification chimique de fil en polyester, caractérisé par une stabilité dimensionelle
DS de 31'135 cN2/tex2, où simultanément la ténacité s'élève à 50 - 80 cN/tex, le module initial de 1'000
à 1'400 cN/tex et le rétrécissement à un traitement thermique de 190 ° C de 1.0 à
3.0 %.
2. Procédé pour la fabrication de fil technique en polyester modifié chimiquement,
de bonne stabilité dimensionelle, de faible rétrécissement obtenu par un filage issu
de la masse fondue à des vitesses allant de 3000 à 4000 m/min, en utilisant un copolymère
qui comprend au moins 85 m/m % d'unités de polytéréphtalate d'éthylène et de comonomères
avec une viscosité intrinsèque de 0.75 à 1.00 dl/g et un titre total d'au moins 500
dtex, caractérisé en ce que lors de la synthèse du polyester, on ajoute 1 à 10 m/m
% par rapport au polyester d' un ou plusieurs comonomères difonctionnels et fixés
conforma- tionellement, de formule générale:

où R est un groupe alkyle linéaire saturé ou non saturé de C
3 à Ci
o, ou un groupe cycloalkyle, ou aromatique avec 6 ou davantage d'atomes de carbone,
XOR' et/ou COOR" et n est égale à 2 et R' égale à H, à un CO-alkyle ou à un groupe
alkyle avec 1 ou plusieurs atomes de carbone et R" est égale à H ou est un groupe
alkyle.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les comonomères sont introduits
avant la polycondensation dans la masse de polymérisation.
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par l'utilisation de comonomères
qui sont des dioles aliphatiques non saturé ou ses dérivés, ou d'acides hydroxyliques
aliphatiques non saturés ou ses dérivés.
5. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par l'utilisation de comonomères
qui sont des dioles aromatiques ou ses dérivés et/ou d'acides hydroxyliques aromatiques
ou ses dérivés.
6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par un diole aliphatique non saturé
qui est le diol-1,4 butène-2.
7. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les dérivés sont des composés
acétyles et/ou des esters alkyles.
8. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le composé acétyle est
le diacétate d'hydroquinone ou le méthylester de l'acide 4-acétoxybenzoïque.