[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Durchflußerhitzer für die Erwärmung von unter
hohem Druck stehender Farbe für ein Farbspritzgerät.
[0002] Bei Farbspritzgeräten werden üblicherweise Durchflußerhitzer verwendet, um die Farben
vorzuwärmen, welche nachfolgend mit einer Sprüh- oder Spritzvorrichtung aufgebracht
werden sollen. Das Anwärmen der Farben führt zu einem verbesserten Materialauftrag
und erfolgt mittels des Durchflußerhitzers, welcher zwischen eine Förderpumpe und
eine Spritz- oder Sprühvorrichtung zwischengeschaltet ist.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist ein Durchflußerhitzer bekannt, bei welchem das Material
durch Durchlaßkanäle geleitet wird, welche in einem Gehäuse ausgebildet sind, das
von Heizstäben einer Heizvorrichtung erwärmt wird. Dabei erweist es sich als nachteilig,
daß die Durchlaßkanäle bei einem Eintrocknen des Materials schlecht oder nur unter
erheblichem Aufwand gereinigt werden können und daß, auch bedingt durch ein teilweises
Erstarren des Materials in den Durchlaßkanälen, die Durchsatzleistung des Durchflußerhitzers
vielfach nicht den Anforderungen genügt.
[0004] Die US-PS 18 33 066 zeigt eine Heizhaube, welche über ein Rohr, welches von einer
Flüssigkeit durchströmt ist, gestülpt werden kann. Die Heizhaube umgreift einen Teil
des Rohres und bewirkt durch Strahlung und Konvektion eine Erwärmung des Rohres und
somit eine Erwärmung der durch das Rohr strömenden Flüssigkeit. Der Wirkungsgrad einer
derartigen Vorrichtung ist ausgesprochen gering, insbesondere deshalb, weil nur ein
Teil des Rohres umgriffen wird und weil der Wärmeübergang im wesentlichen nur durch
Strahlung und Konvektion erfolgt.
[0005] Aus der US-PS 35 51 641 ist eine Vorrichtung zum Wärmen von Blut- oder Blutplasma
vorbekannt. Bei dieser wird ein Kunststoffschlauch um ein Heizgerät gelegt. Das langsam
durch den Schlauch strömende Blut erwärmt sich somit durch die von dem Heizgerät abgegebene
Wärme. Auch hierbei liegt der Schlauch nur lose auf dem Heizgerät auf, so daß die
Wärmeübertragung von der Wandung des Heizgerätes größtenteils durch Strahlung und
Konvektion erfolgt. Auch hierbei lassen sich die Wärmeübertragungswerte nicht oder
nur schlecht bestimmen, so daß der Wirkungsgrad der Heizeinrichtung und das Maß der
Erwärmung des Blutes nicht exakt vorbestimmbar sind. Vielmehr hängt die Erwärmung
des Blutes davon ab, wie die einzelnen Windungen der Schlauchspirale auf das Heizgerät
aufgelegt sind. Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß bereits
eine geringfügige Erhöhung des Drucks in den Schläuchen dazu führt, daß diese sich
entsprechend ausdehnen und ihre Lage verändern, so daß die gesamte Form der Schlauchspirale
geändert wird. Für Farbspritzgeräte sind derartige Durchflußerhitzer nicht zu verwenden,
da diese infolge ihrer Konstruktion nicht geeignet sind, die bis über 350 bar reichenden
Betriebsdrucke auszuhalten. Selbst wenn man die Kunststoffschläuche durch Metalleitungen
ersetzen würde, erhielte man infolge der Dehnungen der Drahtspirale nur einen sehr
schlechten Wärmeübergang und damit einen geringen Wirkungsgrad, so daß die benötigten
Farbmengen von bis über 5 l/min nicht auf die erforderliche konstante Spritztemperatur
gebracht werden können.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Durchflußerhitzer für ein Farbspritzgerät
der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher bei einfachem Aufbau und kostengünstiger
Herstellbarkeit einen hohen volumenmäßigen Materialdurchsatz ermöglicht, eine sichere
und reproduzierbare Erwärmung der Farbe gewährleistet und bei einem Eintrocknen der
Farbe kostengünstig instandzusetzen bzw. zu reinigen ist.
[0007] Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Der erfindungsgemäße
Durchflußerhitzer zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Durch die
Unterteilung in ein erstes und zweites Bauelement ist es möglich, die Heizungsvorrichtung
von dem mit dem Durchlaßkanal versehenen Bauelement zu trennen, so daß letzteres gereinigt
werden kann, ohne daß die kostspielige und ungeschützte Heizungsvorrichtung in Mitleidenschaft
gezogen wird. Beispielsweise ist es möglich,das erste, mit dem Durchlaßkanal versehene
Bauelement getrennt vom Hauptbauelement in ein Reinigungsbad zu legen oder durch eine
Ultraschallbeaufschlagung von anhaftenden Materialresten zu befreien. Ein weiterer
Vorteil des erfindungsgemäßen Durchflußerhitzers ist dadurch gegeben, daß das erste
Bauelement in einfacher Weise ausgetauscht werden kann, beispielsweise bei einem Farbwechsel
oder bei einem Anwendungsfall, bei welchem der Volumendurchsatz der Farbe verändert
werden soll. Dabei erweist es sich als besonders vorteilhaft, daß das zweite, mit
der Heizungsvorrichtung versehene Hauptbauelement nur einmal benötigt wird und für
verschiedene erste Bauelemente verwendbar ist. Durch diese Maßnahme ergibt sich eine
erhebliche Kostenreduzierung, da, im Vergleich zu dem bekannten Durchflußerhitzer
für die verschiedensten Anwendungsfälle und/oder für Wartungszwecke lediglich mehrere
erste Bauelemente benötigt werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Durchflußerhitzers
ist auch dadurch gegeben, daß das erste Bauelement einfach und robust aufgebaut sein
kann, während empfindlichere Teile, wie etwa die exgeschützte Regeleinrichtung und
die Heizstäbe in dem nur einmal benötigten Hauptbauelement vorgesehen sind, welches
insbesondere in der Reinigungsphase des Durchlaßkanals von dem ersten Bauelement getrennt
und damit keinen Belastungen unterworfen wird.
[0008] Besonders vorteilhaft ist, daß das erste Bauelement eine konische Ausnehmung aufweist,
in welche passend ein konischer Ansatz des zweiten Bauelements einsetzbar ist. Durch
diese Ausgestaltung wird ein besonders guter Wärmeubergang von dem zweiten Bauelement
auf das erste Bauelement sichergestellt, da, bedingt durch die Konizität, die beiden
Bauelemente eine spaltfreie, große Berührungsfläche aufweisen. Durch die konische
Ausgestaltung ist weiterhin ein sicherer Sitz gewährleistet, was sich insbesondere
dann als vorteilhaft erweist, wenn der Durchflußerhitzer unter rauhen Einsatzbedingungen
von ungeschultem Personal verwendet wird.
[0009] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht dann, daß der konische Ansatz eine Regelungsvorrichtung
umfaßt. Bei dieser Ausgestaltung wird nur der Bereich des zweiten Bauelements erwärmt,
welcher sich in direktem Kontakt mit dem ersten Bauelement befindet. Dies führt zu
einer erheblichen Steigerung des Wirkungsgrades, da eine unnötige Erwärmung nicht
benötigter Bauelemente vermieden wird. Da die Regelungsvorrichtung direkt in dem zu
erwärmenden Bereich angeordnet ist, ist sichergestellt, daß das durchlaufende Material
stets auf die vorgewählte Temperatur gleichmäßig vorgewärmt wird.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Durchflußerhitzers
kann auch dadurch gegeben sein, daß mehrere, zueinander parallel angeordnete Durchlaßkanäle
vorgesehen sind, welche zusätzlich jeweils mit einem gemeinsamen Materialeinlaß und
einem Materialauslaß in Verbindung stehen können. An dieser Ausgestaltung erweist
es sich als vorteilhaft, daß bei einem Verstopfen oder Zusetzen eines der Durchlaßkanäle
nicht sofort der gesamte Durchflußerhitzer funktionsfähig ist. Weiterhin kann bei
dieser Ausgestaltung der Material-Volumendurchsatz gesteigert werden.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
[0012] Figur 1 eine Seitenansicht, teils im Schnitt, eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Durchflußerhitzers des Farbspritzgerätes.
[0013] Der Durchflußerhitzer umfaßt ein erstes Bauelement 2, welches mit wendelförmigen
Durchlaßkanälen 1 versehen ist, sowie ein zweites Hauptbauelement 3, welches eine
Heizungsvorrichtung 4 umfaßt.
[0014] Die Heizungsvorrichtung 4 des zweiten Bauelements 3 ist in Form mehrerer Heizstäbe
ausgebildet, die in einem konischen Ansatz 6 angeordnet sind. Die Heizstäbe sind in
üblicher Weise ausgebildet und stehen mit einer im einzelnen nicht dargestellten Regelungseinrichtung
und einem Überhitzungsschutz in Verbindung, welche wiederum mit einem Stromanschluß
10 verbunden ist. Das zweite Bauelement 3 umfaßt weiterhin einen nur schematisch dargestellten
Regelschalter 11.
[0015] Das erste Bauelement 2 ist im wesentlichen napfförmig ausgebildet und weist eine
konische Ausnehmung 5 auf, welche passend zu dem konischen Ansatz 6 des zweiten Hauptbauelements
3 ausgebildet ist. Bedingt durch die napfartige Ausgestaltung weist das erste Bauelement
2 eine Wandung 7 auf, in welcher wendelförmige Durchlaßkanäle 1 ausgebildet sind.
Der Durchlaßkanal 1 ist mit einem Materialfluß 8 bzw. einem Materialfluß 9 verbunden.
Bei der Parallelschaltung der Durchlaßkanäle 1 ist eine Durchströmung auch dann möglich,
wenn einer der Durchlaßkanäle 1 verstopft sein sollte.
[0016] Um das erste und das zweite Bauelement in dem in Figur 1 gezeigten betriebsbereiten
Zustand zusammenzuhalten, sind Schrauben 12 vorgesehen, welche sich durch eine Ausnehmung
im Bodenbereich des ersten Bauelements 2 erstrecken und in eine Gewindeausnehmung
des konischen Ansatzes 6 einschraubbar sind. Eine Trennung des ersten und des zweiten
Bauelements kann dadurch erleichtert werden, daß die Schrauben in Gewindebohrungen
13 des Bodens des ersten Bauelements 2 eingeschraubt werden, welche in Figur 1 nur
strichpunktiert dargestellt und mit der Bezugsziffer 14 versehen sind. Zur Vereinfachung
des Aufbaus des Durchflußerhitzers können die Schrauben 12 nach ihrer Entnahme in
die Gewindebohrung 13 eingeschraubt und zum Lösen der beiden Bauelemente verwendet
werden.
[0017] Das erste Bauelement 2 kann bezüglich seiner Außenabmessungen zylindrisch ausgebildet
sein, wobei die Durchlaßkanäle 1 in Form von Ringkanälen ausgebildet sein können,
es ist jedoch auch möglich, das erste Bauelement 2 hinsichtlich seiner Außenabmessungen
polygonal, beispielsweise quadratisch, auszugestalten.
[0018] Der erfindungsgemäße Durchflußerhitter zeichnet sich somit dadurch aus, daß durch
die innige Verbindung zwischen dem abnehmbaren Teil und der Heizeinrichtung besonders
gute Wärmeübergangswerte sichergestellt sind, so daß die unter hohem Druck und mit
hoher Geschwindigkeit durch den Durchflußerhitter gepreßte Farbe in kontrollierbarer
Weise erwärmt oder vorgeheizt werden kann. Diese kontrollierte Erwärmung oder Vorheizung
ist bei den aus dem Stand der Technik bekannten Geräten nicht möglich bzw. wird durch
den Aufbau der Geräte erheblich erschwert. Die innige Verbindung zwischen dem abnehmbaren
Teil und der Heizeinrichtung schafft im zusammenmontierten Zustand Verhältnisse, wie
sie bei einem einstückigen Gerät gegeben sind, erlaubt jedoch gleichzeitig, bedingt
durch die lösbare Ausgestaltung, eine Separierung zu Zwecken der Reinigung, des Austausches
oder ähnlichem.
[0019] Es ist möglich, die Dimensionierung des ersten und zweiten Bauelements in weitem
Bereich zu variieren, z.B., eine veränderte Anzahl von Durchlaßkanälen vorzusehen
oder die Durchlaßkanäle mit anderen Querschnittsverhältnissen auszubilden.
1. Durchflußerhitzer für die Erwärmung von unter hohem Druck stehender Farbe für ein
Farbspritzgerät, wobei ein Durchlaßkanal (1) für die Farbe in der Wandung (7) eines
ersten napfförmig ausgebildeten Bauelementes (2) angeordnet ist, das eine konische
Ausnehmung (5) aufweist, in welche passend ein mit einer Heizeinrichtung (4) versehener
konischer Ansatz (6) eines zweiten Bauelementes (3) einsetzbar ist, und wobei beide
Bauelemente (2, 3) flächig lösbar miteinander verbunden sind.
2. Durchflußerhitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der konische Ansatz
(6) eine Regelungsvorrichtung umfaßt.
3. Durchflußerhitzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, zueinander
parallel angeordnete Durchlaßkanäle (1) vorgesehen sind.
4. Durchflußerhitzer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaufkanäle
(1) jeweils mit einem gemeinsamen Materialeinlaß (8) und einem Materialauslaß (9)
in Verbindung stehen.
1. A flow heater for heating highly-pressurised paint for a paint spraying device, wherein
an admission port (1) for the paint is arranged in the wall (7) of a first, cup-shaped
structural element (2) which has a tapered recess (5) into which a tapered projection
(6) - provided with a heating arrangement (4) - of a second structural element (3)
can be fitted, and wherein both structural elements (2, 3) are detachably connected
to each other in a planar manner.
2. A flow heater according to claim 1, characterised in that the tapered projection (6)
comprises a regulating device.
3. A flow heater according to claim 1 or 2, characterised in that several admission ports
(1) arranged parallel to each other are provided.
4. A flow heater according to claim 3, characterised in that the admission ports (1)
are each connected to a common material inlet (8) and a material outlet (9).
1. Dispositif de chauffage à écoulement libre pour chauffer une peinture sous haute pression
pour un pulvérisateur de peinture, dans lequel un canal de passage (1) pour la peinture
est ménagé dans la paroi (7) d'un premier composant (2) agencé en forme de godet,
qui possède un évidement conique (5) dans lequel peut être inséré, d'une manière ajustée,
un embout saillant conique (6), comportant un dispositif de chauffage (4), d'un second
composant (3), et dans lequel les deux composants (2,3) sont réunis entre eux de façon
amovible sur une certaine surface.
2. Dispositif de chauffage à écoulement libre selon la revendication 1, caractérisé en
ce que l'embout saillant conique (6) enserre un dispositif de régulation.
3. Dispositif de chauffage à écoulement libre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce qu'il est prévu plusieurs canaux de passage (1) parallèles.
4. Dispositif de chauffage à écoulement libre selon la revendication 3, caractérisé en
ce que les canaux de passage (1) sont réunis respectivement à une entrée commune (8)
pour le matériau et une sortie (9) pour le matériau.