(19)
(11) EP 0 408 893 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.10.1992  Patentblatt  1992/41

(21) Anmeldenummer: 90111140.1

(22) Anmeldetag:  13.06.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65H 29/24, B65H 29/68, B65H 29/66

(54)

Bogenablage für Rotationsquerschneider

Sheet depositing device for revolving transverse cutter

Dispositif pour déposer des feuilles pour découpeuse transversale rotative


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 21.06.1989 DE 8907553 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.01.1991  Patentblatt  1991/04

(73) Patentinhaber: VITS-Maschinenbau GmbH
D-40764 Langenfeld (DE)

(72) Erfinder:
  • von Kwiatkowski, Kurt, Dr.
    D-5300 Bonn (DE)
  • Viertel, Helmut
    D-4000 Düsseldorf (DE)
  • Gorissen, Erich
    D-5653 Leichlingen (DE)

(74) Vertreter: Cohausz & Florack Patentanwälte 
Postfach 33 02 29
40435 Düsseldorf
40435 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 1 931 208
FR-A- 1 358 778
DE-A- 2 903 771
US-A- 3 198 046
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bogenablage für Rotationsquerschneider mit einer Stapelstelle, und einem der Stapelstelle vorgeordneten Saugbremstisch, über den angetriebene und über Umlenkrollen geführte Saugbänder verlaufen und mit dem Saugbremstisch vorgeordneten Transportmitteln, deren Umfangsgeschwindigkeit mindestens der Transportgeschwindigkeit der vom Rotationsquerschneider kommenden Bogen entspricht.

    [0002] Bei solchen Bogenablagen ist es üblich, den durch den Rotationsquerschneider abgeschnittenen Bogen zunächst zu beschleunigen, um dessen Hinterkante von der Vorderkante des nächsten Bogens zu trennen. Damit der zur Stapelstelle transportierte Bogen beim Anstoßen an einen Endanschlag nicht unzulässig stark beansprucht wird, was zur Wellenbildung oder zu Knicken führen könnte, wird er durch einen zumindest auf seine Hinterkante einwirkenden, der Stapelstelle vorgeordneten Saugbremstisch auf eine unkritische Geschwindigkeit abgebremst. Der nachfolgende Bogen wird dabei überlappend über den abgebremsten Bogen transportiert.

    [0003] Bei einer bekannten gettungsgemäßen Bogenablage (DE-A-2 903 771) sind als Transportmittel für die vom Rotationsquerschneider kommenden Bogen schnellaufende Förderbänder vorgesehen, die die Bogen auf ihrer Ober- und Unterseite erfassen und in Richtung des Saugbremstisches transportieren. Des weiteren sind langsam laufende Förderbänder vorgesehen, welche - in Verbindung mit dem Saugbremstisch - für die Abbremsung, Überlappung und den Transport in die eigentliche Bogenablage sorgen. Nachteilig bei einer Bogenablage mit den zuvor beschriebenen Transportmitteln ist, daß die einzelnen Bogen jeweils auf ihrer Ober- und Unterseite einer Mehrzahl von Förderbändern unmittelbar ausgesetzt sind, was dazu führt, daß diese Förderbänder stehts in einem sehr sauberen Zustand sein müssen, um Verunreinigungen der geschnittenen Bogen zu vermeiden. Weiterhin ist von Nachteil, daß die Antriebe der einzelnen Förderbänder eine aufwendige Schaltung verlangen, da, beispielsweise bei Staus durch beschädigte oder geknickte Bogen, auch einzelne Förderbandbereiche stillgesetzt bzw. unabhängig von den anderen Bereichen in Betrieb gesetzt werden können müssen.

    [0004] Bei einer anderen bekannten Bogenablage wird das Bogenende über einen mechanischen Niederdrücker (Bürste oder dergleichen), welcher vom Messer aus getaktet wird, auf eine langsam laufende Saugbremswalze oder den Saugbremstisch gedrückt. Diese Bogenablagen arbeiten zwar gut, doch ist ihr Aufwand wegen der Taktung von Niederdrücker und Messer unter Berücksichtigung der Maschinengeschwindigkeit zurückgelegten Weges des Bogenendes aufwendig. Falls keine exakte Abstimmung erfolgt, kommt es zwangsläufig zu einer Störung.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine vereinfachte, sicher arbeitende Bogenablage für Rotationsquerschneider zu schaffen.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Bogenablage der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß als Transportmittel Vorziehrollen und korrespondierende Andrückrollen vorgesehen sind, daß die Vorziehrollen mit Abstand voneinander auf einer angetriebenen Welle sitzen und zwischen ihnen im Durchmesser kleinere Umlenkrollen für die Saugbänder gelagert sind, und daß in den Lücken zwischen den Vorziehrollen oberhalb der Umlenkrollen Blasdüsen mit über den Saugbremstisch gerichteter Blasrichtung vorgesehen sind.

    [0007] Bei der erfindungsgemäßen Bogenablage sind die vom Rotationsquerschneider kommenden Bogen von ihrer Oberseite in fst allen Bereichen bis auf den Bereich der Vorziehrollen frei zugänglich. Hierdurch lassen sich Staus durch beschädigte oder geknickte Bogen schnell und mühelos beheben. Dadurch, daß die geschnittenen Bogen auf ihrer Oberseite nur noch mit den mit den Vorziehrollen zusammenwirkenden Andrückrollen in Kontakt kommen, kann eine saubere Bogenoberfläche bereits durch das Sauberhalten dieser Andrückrollen zuverlässig erreicht werden. Gleiches gilt für die Unterseiten der Bogen, die nur noch mit den Vorziehrollen und den über den Saugbremstisch geführten Saugbändern in Kontakt treten. Der erfindungsgemäße Einsatz von Blasluft ermöglicht darüber hinaus eine sichere Überlappung der einzelnen Bogen.

    [0008] Des weiteren erübrigt sich eine Taktung einzelner Funktionsteile auf den Rotationsquerschneider. Durch die zwischen den Vorziehrollen angeordneten Blasdüsen wird einerseits der Anfang eines jeden Bogens über den Saugbremstisch hinweg gehoben und gleichzeitig das Ende des voreilenden Bogens durch die Blasluft auf den Saugbremstisch gedrückt, so daß der voreilende Bogen auf eine für das Ablegen unkritische kleine Geschwindigkeit herabgebremst wird.

    [0009] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Saugbremsbänder über unmittelbar der Stapelstelle vorgeordnete Umlenkrollen geführt, zwischen denen Blasdüsen mit zur Stapelstelle gerichteter Blasrichtung angeordnet sind. Diese Blasdüsen erleichtern die Führung des Bogenanfangs über den Stapel.

    [0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert.

    [0011] Zwischen einem nicht dargestellten Querschneider und einer Vorziehpartie 2,3 sind unterhalb der Transportebene geschnittener Bogen 1 Leisten mit Blasdüsen 4 angeordnet. Die Vorziehpartie besteht aus Vorziehrollen 2, die mit gegenseitigem Abstand auf einer angetriebenen Welle 5 drehfest sitzen und aus mit den Vorziehrollen 2 zusammenwirkenden Andrückrollen 3. Die Leisten mit den Blasdüsen 4 ragen mit ihren in Transportrichtung weisenden Enden zwischen den Vorziehrollen 2 und sind hier sprungschanzenartig ausgebildet. An ihren Enden weisen sie Blasdüsen 4′ auf, deren Strahlrichtung über einen und nicht auf einen Saugbremstisch 11 gerichtet ist.

    [0012] Zwischen den Vorzugsrollen 2 sind freilaufend gelagerte Umlenkrollen 6 für Saugbänder 7, die als Lochbänder ausgebildet sind, angordnet. Angetrieben werden die Saugbänder 7 von Umlenkrollen 8, die drehfest auf einer Antriebswelle 9 unmittelbar der Stapelstelle 10 vorgeordnet sind. Unter dem Obertrum der Saugbänder 7 befindet sich ein Saugbremskasten 12 des Saugbremstisches 11, der dafür sorgt, daß über die perforierten Saugbänder 7 ein Unterdruck auf von den Saugbändern 7 transportierten Bogen 1′ ausgeübt wird. Zwischen den mit Abstand voneinander angeordneten angetriebenen Umlenkrollen 8 sind Blasdüsen 13 mit in Richtung der Stapelstelle 10 gerichteter Blasrichtung vorgesehen.

    [0013] Die Funktion der erfindungsgemäßen Bogenablage ist folgende:
    Die vom Rotationsquerschneider kommenden Bogen 1 werden mit definierter Transportgeschwindigkeit, die in der Regel höher ist als die Bahngeschwindigkeit, transportiert, sobald sie von der Vorziehpartie 2,3 erfaßt werden. Dabei wird der Bogenanfang durch die Blasluft der am Ende sprungschanzenartig ausgebildeten Leisten mit den Blasdüsen 4 über den Saugbremstisch 11 und damit auch über den noch vom Saugbremstisch 11 erfaßten Bogen überlappend transportiert. Diese Blasluft sorgt allerdings auch dafür, daß das Ende des Bogens nach unten gegen den Saugbremstisch 11 gedrückt wird, wenn das Bogenende die Vorziehpartie 2,3 verlassen hat und der Anfang des folgenden Bogens darüber hinweg transportiert wird. Unter dem Einfluß der Bremswirkung des Saugbremstisches 11 wird der Bogen 1′ auf eine unkritische Geschwindigkeit abgebremst, so daß er beim Anstoßen an einem Anschlag 14 an der Stapelstelle 10 keinen Schaden nimmt.


    Ansprüche

    1. Bogenablage für Rotationsquerschneider mit einer Stapelstelle (10), mit einem der Stapelstelle (10) vorgeordneten Saugbremstisch (11), über den angetriebene und über Umlenkrollen (6,8) geführte Saugbänder (7) verlaufen und mit dem Saugbremstisch (11) vorgeordneten Transportmitteln, deren Umfangsgeschwindigkeit mindestens der Transportgeschwindigkeit der vom Rotationsquerschneider kommenden Bogen (1) entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportmittel Vorziehrollen (2) und korrespondierende Andrückrollen (3) vorgesehen sind, daß die Vorziehrollen (2) mit Abstand voneinander auf einer angetriebenen Welle (5) sitzen und zwischen ihnen im Durchmesser kleinere Umlenkrollen (6) für die Saugbänder (7) gelagert sind, und daß in den Lücken zwischen den Vorziehrollen (2) oberhalb der Umlenkrollen (6) Blasdüsen (4) mit über den Saugbremstisch (11) gerichteter Blasrichtung vorgesehen sind.
     
    2. Bogenablage nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Saugbänder (7) über unmittelbar der Stapelstelle vorgeordnete angetriebene Umlenkrollen (8) geführt sind, zwischen denen Blasdüsen (13) mit zur Stapelstelle (10) gerichteter Blasrichtung angeordnet sind.
     


    Claims

    1. A sheet delivery system for rotary cross cutters having a stacking place (10) and a suction brake table (11) which precedes the stacking place (10) and over which driven suction belts (7) guided by deflecting rollers (6, 8) run, the system having conveying means which precede the suction brake table (11) and whose peripheral velocity corresponds at least to the conveying velocity of the sheets (1) arriving from the rotary cross cutter, characterized in that the conveying means provided are drawing rollers (2) and corresponding contact pressure rollers (3), the drawing rollers (2) are disposed spaced out from one another on a driven shaft (5), deflecting rollers (6) of smaller diameter for the suction belts (7) being mounted between said rollers, and blowing nozzles (4) having a blowing direction directed over the suction brake table (11) are provided above the deflecting rollers (6) in the gaps between the drawing rollers (2).
     
    2. A sheet delivery system according to claim 1, characterized in that the suction belts (7) are guided over driven deflecting rollers (8) which are disposed immediately preceding the stacking place and between which blowing nozzles (13) are disposed whose blowing direction is directed to the stacking place (10).
     


    Revendications

    1. Dispositif pour déposer des feuilles pour découpeuse transversale rotative avec un emplacement d'empilage (10), avec une table de freinage à succion (11) disposée à l'avant de l'emplacement d'empilage, au-dessus de laquelle s'étendent des bandes à succion (7) entraînées et guidées sur des rouleaux de renvoi (6, 8) et avec des moyens de transport disposés en avant de la table de freinage à succion (11) et dont la vitesse périphérique correspond au moins à la vitesse de transport de la feuille (1) venant de la découpeuse transversale rotative,
    caractérisé en ce qu'on prévoit comme moyens de transport des rouleaux d'avance (2) et des galets-presseurs (3) correspondants, que les rouleaux d'avance (2) sont calés à distance les uns des autres sur un arbre (5) entraîné et des rouleaux de renvoi (6) pour les bandes à succion (7), de diamètre plus faible, sont disposés entre eux, et que des buses soufflantes (4), à direction de soufflage dirigée au-dessus de la table de freinage à succion (11), sont disposées dans les vides entre les rouleaux d'avance (2) au-dessus des rouleaux de renvoi (6).
     
    2. Dispositif pour déposer des feuilles selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que les bandes à succion (7) sont guidées sur des rouleaux de renvoi (8) entraînés disposés directement en avant de l'emplacement d'empilage, entre lesquels sont disposées des buses soufflantes (13) à direction de soufflage dirigée vers l'emplacement d'empilage (10).
     




    Zeichnung