(19)
(11) EP 0 325 995 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.11.1992  Patentblatt  1992/48

(21) Anmeldenummer: 89100742.9

(22) Anmeldetag:  18.01.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A63B 61/02

(54)

Stützfuss für Netzpfosten auf Tennisplätzen

Support base for a tennis court net post

Base de support pour poteaux de filet sur un court de tennis


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 29.01.1988 DE 3802655

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.08.1989  Patentblatt  1989/31

(73) Patentinhaber: Drusel, Norbert
D-27726 Worpswede (DE)

(72) Erfinder:
  • Drusel, Norbert
    D-27726 Worpswede (DE)

(74) Vertreter: Bruse, Willy Hans Heinrich 
Edisonstrasse 14
D-28357 Bremen
D-28357 Bremen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
BE-A- 896 236
DE-U- 8 704 887
US-A- 3 968 968
DE-A- 2 920 903
GB-A- 403 184
US-A- 4 732 395
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Stützfuß für die Aufstellung der Netzpfosten von Tennisnetzen oder dergleichen auf dem Boden von Tennisplätzen, welcher Gattungsmerkmale nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 aufweist.

    [0002] Bekannt ist ein solcher Stützfuß aus dem DE-GM 7725037. Mit einem Stützfuß dieser bekannten Bauart soll eine größere Mobilität erreicht werden, um auf einer Sportplatzfläche verschiedene Spiele durchführen zu können, bei denen Netze in unterschiedlicher Höhe gespannt werden. Ein solcher Stützfuß berührt jedoch nicht die der Erfindung zugrundeliegende Problemstellung.

    [0003] Auf Tennisplätzen ist es allgemein üblich, das Tennisnetz an Trägerpfosten zu befestigen, die am Rande der Spielfläche fest im Boden verankert oder in eine in den Boden eingelassene Halterung einsteckbar sind. Dadurch ist die Befestigung des Netzes an Voraussetzungen gebunden, die von der Normalgröße einer Tennisspielfläche einer Tennisplatzanlage bestimmt sind. Eine für erwachsene Tennisspieler konzipierte Spielplatzgröße mit der entsprechenden Netzhöhe ist für Kinder ungeeignet und führt häufig zu Enttäuschungen, weil das Tennisspiel sich für Kinder nicht artgerecht darstellt. Deshalb sind gute Ausbildungserfolge und damit einhergehend Freude am Tennisspiel im Short-Tennis bei Kindern etwa ab dem 5. Lebensjahr festgestellt worden. Eine Short-Tennisspielfläche entspricht etwa der Größe einer Badmintonspielfläche. Das Netz hat eine wesentlich geringere Höhe, der Ball einen geringeren Innendruck und der Schläger einen verkürzten Griff. Mit der Gestaltung der Spielflächen für Short-Tennis befaßt sich das erwähnte Gebrauchsmuster nicht.

    [0004] Auch die US-PS 4109910 beschreibt einen Stützfuß für den Netzpfosten von Tennisnetzen, der lose auf den Boden aufsetzbar ist. Die Standfestigkeit soll nach dieser Druckschrift durch Hohlraumfüllung mit einem fließfähigen Medium erfolgen. Mit der Stützfußgestaltung für Zwecke entsprechend der Erfindung befaßt sich auch diese Druckschrift nicht.

    [0005] Die GB-A-403 184 beschreibt eine Vorrichtung zur Halterung eines Netzes für das Badmintonspiel. Hiernach werden die Netzpfosten je auf einer Vorrichtung aus zwei miteinander verbundenen Stangen gehalten, die durch Biegung in eine besondere Form gebracht sind und sich mit den einen Enden mittels eines Stützfußes auf dem Boden abstützen und mit den anderen Enden das Lager eines Gewichtes bilden, mit dem sich die andern Enden der Stangen auf dem Boden abstützen. Die runde Querschnittsform des zwischen den Stangenenden drehbar gelagerten Gewichts ermöglicht eine Bewegung der Vorrichtung auf dem Platzboden, wobei sich das Gewicht auf dem Platzboden abwälzt.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Stützfuß der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dessen Hilfe auf einer Tennisanlage für die Spielunterweisung von Kindern vorübergehend die Einrichtung mehrerer Klein-Spielflächen ermöglicht wird, ohne daß Vorkehrungen für die Netzbefestigung vorhanden sind und vor allem Beschädigungen des meistens sehr kostspieligen und empfindlichen Bodens in Hallen aber auch auf Freiplätzen bei der Aufstellung des Tennisnetzes vermieden werden.

    [0007] Diese Aufgabe löst die Erfindung durch einen Stützfuß für einen Netzpfosten, an dem das Tennisnetz abgestützt wird, welcher die Ausbildungsmerkmale nach dem Schutzanspruch 1 aufweist.

    [0008] Mit diesen Ausbildungsmerkmalen kann ein Stützfuß gestaltet werden, der lose auf den Boden der Sportplatzanlage auflegbar ist und trotzdem eine ausreichende Standfestigkeit zur Halterung des Tennisnetzes aufweist. Dies gilt insbesondere für in der Höhe niedrigere Tennisnetze von Short-Spielanlagen, bei denen das aus der Netzspannung herrührende und auf die Netzstangen einwirkende Kippmoment relatiy gering ist. Diesem Kippmoment wirkt das aus dem Belastungsgewicht, welches mit einigem Abstand von der Kippachse angeordnet ist, herrührende Moment entgegen. Die elastischen Füße auf der Unterseite des Hebels bzw. des Belastungsgewichts hinterlassen nach dem Aufnehmen des Stützfußes keinerlei Spuren auf der Bodenfläche des Sportplatzes, insbesondere auch dann nicht, wenn es sich um einen Textilbelag in einer Halle oder dergleichen handelt.

    [0009] Die Ausbildungsmerkmale nach der Erfindung sind jedoch auch für Stützfüße zur Verankerung von Netzpfosten zur Abstützung von Tennisnetzen üblicher Abmessungen geeignet, weil sich die Abmessungen des Stützfußes ohne Schwierigkeiten an höhere Netzpfosten und dementsprechend vergrößerte Kippmomente anpassen lassen, so daß Stützfüße gemäß der Erfindung vor allem auch für die vorübergehende Einrichtung von Tennisplätzen in Großsporthallen oder dergleichen geeignet sind.

    [0010] Durch die konstruktive Gestaltung wird einerseits ein relativ großes Gegenmoment für das aus der Netzspannung herrührende und auf den Stützfuß einwirkende Kippmoment erzeugt, aber andererseits auch eine Bauform geschaffen, die das Aufstellen und das Abräumen des Stützfußes nach Beendigung des Spiels durch Kinder ermöglicht. Die exzentrische Lagerung der Laufrollen an den Enden eines runden Belastungsgewichtes erfüllt den Zweck, daß diese Laufrollen durch Schwenken des Hebels um die Achse des Belastungsgewichts mit dem Boden in Kontakt gebracht werden können, damit die Kinder den Stützfuß auf diesen Rollen von der Spielfläche zu einem Aufbewahrungsort ziehen können.

    [0011] Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist zur Befestigung des Netzpfostens auf der Oberseite des Hebels eine Einsteckmuffe vorgesehen, deren Befestigungsstelle in Bezug auf das Belastungsgewicht innerhalb der Füße unter dem Belastungsgewicht angeordnet ist. Eine solche Einsteckmuffe kann gleichzeitig zum Aufhängen des Stützfußes an einem Zapfen oder dergleichen flach über dem Erdboden benutzt werden.

    [0012] Der mit dem Stützfuß verbindbare Netzpfosten ist mit seinem oberen Ende in eine an die Netzkante angeformte Einstecktasche einschiebbar, bzw. eine solche Netztasche ist über das obere Ende des Netzpfostens stülpbar. Die aus der Netzkante herausgeführte Spannschnur wird an einer mit dem Belastungsgewicht fest verbundenen Öse oder dergleichen befestigt. Dadurch wird erreicht, daß das Netz mit seiner vertikalen Begrenzung nahe an dem Netzpfosten anliegt, so daß eine Anbindung des Netzes an den Netzpfosten entfallen kann.

    [0013] Praktisch bewährt haben sich für die Aufstellung des Stützfußes auf Textilböden, Kunstrasen oder dergleichen flache Saugnäpfe aus elastischem Werkstoff, wie sie handelsüblich erhältlich sind.

    [0014] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
    Figur 1
    eine Draufsicht auf einen Stützfuß gemäß der Erfindung und
    Figur 2
    eine Seitenansicht des Stützfußes, teilweise im Schnitt nach der Linie II - II in Figur 1, mit dem Ende des daran befestigten Netzes.


    [0015] Der Stützfuß besteht aus einem flach über dem Boden des Sportplatzes in Richtung der horizontalen Belastung durch die Spannung in dem Netz 1 ausrichtbaren geraden Hebel 2, vorteilhaft aus einem Hohlprofil eines Werkstoffs möglichst geringen spezifischen Gewichts und aus einem Belastungsgewicht 3 relativ hohen spezifischen Gewichts, welches an dem äußeren Ende des Hebels 2 befestigt, zum Beispiel mit diesem verschweißt ist. An dem inneren, dem Netz zugewandten Ende des Hebels 2 ist auf dessen Oberseite eine Einsteckmuffe 4 befestigt, in die das untere Ende eines rohrförmigen Netzpfostens 5 einsteckbar ist. An der Unterseite des Stützfußes sind elastische Füße 6 vorgesehen, mit denen sich der Stützfuß auf dem Boden einer Sportplatzanlage abstützt. Zur Erzielung einer ausreichenden Standfestigkeit quer zur Spannrichtung des Netzes 1 sind diese elastischen Füße 6 mit einem gewissen Abstand voneinander angeordnet. Zusätzlich kann das dem Netz zugewendete Ende des Hebels 2 mit einer kreuzförmigen Ver- breiterung 7 ausgebildet sein, um auch an diesem Ende wenigstens zwei elastische Füße 6 vorsehen zu können, die quer zur Spannrichtung des Netzes 1 einen Abstand voneinander aufweisen. Am Ende der oberen Netzkante bzw. des Netzbandes 8 ist eine Tasche 9 angeformt, die von oben über das obere Ende des Netzpfostens 5 stülpbar ist, so daß die vertikale Begrenzung des Netzes 1 möglichst eng an des Netzpfostens 5 anliegt, wie es sich aus der zeichnerischen Darstellung in Figur 2 ergibt. Die Spannschnur 10 wird an einer Öse 11 befestigt, die an dem Belastungsgewicht 3 vorgesehen ist, welches sich quer zu der Spannrichtung des Netzbandes 8 erstreckt. An den Enden des Belastungsgewichtes 3 ist je eine Laufrolle 12 derart exzentrisch gelagert, daß diese Laufrollen 12 nur mit einem Teilbereich ihres Umfanges über die Begrenzung des Belastungsgewichts 3 vorstehen und durch Verschwenken des Belastungsgewichts 3 und des Hebels 2 um die quer zur Spannrichtung des Netzbandes 8 liegende Achse des Belastungsgewichtes 3 mit dem Boden 13 in Kontakt gebracht werden können, wie es sich aus der Figur 2 zeichnerisch ergibt. Durch Verschwenken des Hebels 2 auf die der Darstellung in Figur 2 gegenüberliegende Seite stützt sich der Stützfuß mit den Rollen 12 auf dem Boden 13 ab, so daß er rollend an einen anderen Ort verbracht werden kann, beispielsweise vom Aufstellungsort zu einem Aufbewahrungsort und umgekehrt.


    Ansprüche

    1. Stützfuß für die Aufstellung von Netzpfosten (5) von Tennisnetzen (1) auf den Boden von Tennisplätzen, bestehend aus einem flach auf dem Boden (13) des Platzes in Richtung der horizontalen Belastung der Netzspannung ausrichtbaren Hebel (2), an dessen einem Ende ein Netzpfosten (5) befestigbar ist und welcher Rollen für den Transport aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem anderen Ende des im wesentlichen geraden Hebels (2) aus einem Hohlprofil ein sich quer zum Hebel (2) erstreckendes, im Querschnitt rundes Belastungsgewicht (3) aus vollem Material vorgesehen ist, an dessen Stirnflächen je eine exzentrisch gelagerte Rolle (12) gelagert ist, und daß der Hebel (2) sich mit mehreren, an seiner Unterseite angeordneten Füßen (6) aus Sandnäpfen aus elastischem Werkstoff auf dem Boden (13) abstützt.
     
    2. Stützfuß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Belastungsgewicht (3) eine Öse (11) für die Befestigung der Netzspannschnur (10) des Netzes (1) vorgesehen ist.
     
    3. Stützfuß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel an seiner Oberseite eine Einsteckmuffe zur Befestigung des Netzpfostens (5) aufweist, die, bezogen auf das Belastungsgewicht (3), innerhalb der Füße (6) angeordnet ist.
     
    4. Stützfuß nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit ihm verbindbare Netzpfosten (5) ein rundes Querschnittsprofil und das Netz (1) am Ende der oberen Netzkante (8) eine angeformte Tasche (9) aufweist, die über das obere Ende des Netzpfostens (5) stülpbar ist.
     


    Claims

    1. A supporting foot for the erection of net posts (5) of tennis nets (1) on the ground of tennis courts, comprising a lever (2), which can be arranged flat on the ground (13) of the court aligned in the direction of the horizontal loading of the net tension, a net post (5) being securable to one end of said lever and the latter comprising rollers for transportation, characterised in that at the other end of the substantially straight lever (2) formed by a hollow profile, a loading weight (3) made of solid material is provided, which extends transverse to the lever (2) and has a round cross section, an eccentrically mounted roller (12) being mounted on each end face of said loading weight, and the lever (2) rests upon the ground (13) with a plurality of feet (6) formed by elastic material sand cups arranged on the underside of the lever.
     
    2. A supporting foot according to claim 1, characterised in that an eyelet (11) is provided on the loading weight (3) for securing the net tensioning cord (10) of the net (1).
     
    3. A supporting foot according to claims 1 and 2, characterised in that the lever comprises on its upper side an insertion sleeve for securing the net post (5), said insertion sleeve being arranged inside the foot (6) in relation to the loading weight (3).
     
    4. A supporting foot according to claims 1 to 3, characterised in that the net post (5) connectable therewith comprises a round cross sectional profile and the net (1) comprises at the end of the upper net edge (8) a formed-on pocket (9) which can be fitted over the upper end of the net post (5).
     


    Revendications

    1. Pied support pour l'installation de poteaux (5) de filet pour filets (1) de tennis sur le sol de courts de tennis, composé d'un levier (2) pouvant être posé à plat sur le sol (13) du court, orientable dans le sens de la charge horizontale de la tension du filet, un poteau (5) de filet pouvant être fixé à l'une des extrémités du levier et ce levier comportant des galets permettant son transport,
    caractérisé en ce que, à l'autre extrémité du levier (2) essentiellement droit, réalisé en un profilé creux, est prévu un poids de lestage (3) s'étendant transversalement au levier (2), présentant une section ronde, réalisé en une matière pleine, aux faces frontales duquel est logé respectivement un galet (12), de façon excentrée, et en ce que le levier (2) s'appuie sur le sol (13) par l'intermédiaire de plusieurs pieds (6) se présentant sous forme de ventouses en une matière élastique.
     
    2. Pied support selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un oeillet (11) est prévu sur le poids de lestage (3), permettant la fixation de la corde (10) de tension du filet (1).
     
    3. Pied support selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le levier présente, à sa face supérieure, un manchon d'enfichage pour la fixation du poteau (5) de filet, le manchon étant situé, par rapport au poids de lestage (3), entre les pieds (6).
     
    4. Pied support selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le poteau (5) de filet qui peut être relié à ce pied support présente une section de profil rond, et en ce que le filet (1) présente, à l'extrémité du bord supérieur (8) du filet, une poche (9) faisant partie intégrante de celui-ci, qui peut être emmanchée sur l'extrémité supérieure du poteau (5) de filet.
     




    Zeichnung