[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Steckerbrücke eines Schutzkontaktsteckers
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Steckerbrücken dieser Art sind bekannt und sie haben sich im Hinblick auf die Betriebssicherheit
und Handhabbarkeit der angeschlossenen elektrischen Geräte im Großen und Ganzen auch
bewährt und durchgesetzt. Der Kernpunkt der genannten Steckerbrücken besteht in Hinblick
auf ihre elektrische Sicherheit insbesondere darin, daß die mit den Anschlußbuchsen
zu verbindenden, d.h. zu verquetschenden beziehungsweise vercrimpten Litzenenden der
Leiter (Stromleiter, Schutzleiter) bei der Montage und der anschließenden Endfertigung
so sicher "eingefangen und gehalten" werden, daß die Gefahr für seitlich abstehende
oder gar über die Endform vorstehende Einzeldrähtchen der Litzenenden praktisch eliminiert
ist.
[0003] Aus der DE-OS 36 04 914 ist eine Steckerbrücke bekannt, bei der etwa doch abstehende
Einzeldrähtchen durch die besondere Formgebung beziehungsweise Ausgestaltung einer
auf der Steckerbrücke aufzusetzenden Schutzkappe abgefangen werden. Aus der DE-OS
38 07 716 ist eine Steckerbrücke mit einem Einführtrichter für den Schutzleiter und
Einführtrichtern für die Stromleiter bekannt, wobei die die Einführtrichter bildenden
Formelemente jeweils den Anschlußbuchsen gegenüberliegen beziehungsweise auf deren
freien Stirnseiten aufliegen. Weiterbildungen dieser letzt genannten Steckerbrücken
sind in DE-OS 39 11 315, DE-OS 39 11 316, sowie DE-OS 39 15 852 veröffentlicht. Dabei
steht stets die Art und Weise der konstruktiven Ausgestaltung und der Zuordnung der
Einführtrichter im Mittelpunkt der Betrachtung. Eine weitere Variante ist Gegenstand
des DE-GM 87 16 567. Diese Konzeption basiert auf einzelnen Hutelementen, die formschlüssig
auf die Anschlußbuchsen aufgesteckt und beim Umspritzen der Steckerbrücke nach innen
gebogen werden; die genannten Hutelemente sind zur Verwendung in Verbindung mit mehreren
Anschlußbuchsen gegebenenfalls auch paarweise miteinander verbunden.
[0004] Die bekannten Steckerbrücken sind entweder konzeptionell oder konstruktiv aufwendig,
oder sie sind insoweit noch mit einem Risiko bezüglich der elektrischen Sicherheit
behaftet, als beim Einführen der Litzenenden doch noch Einzeldrähtchen seitlich zwischen
den Einführtrichtern und den Anschlußbuchsen abgedrückt werden und abstehen können.
[0005] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Steckerbrücke
der gattungsgemäßen Art anzugeben, bei der mit einfachen Mittein ein sicheres Einfangen
der Litzendrähtchen gewährleistet wird.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß den Einführtrichter an seiner der Anschlußbuchse
beziehungsweise der Steckerbrücke zugewandten Seite eine die Anschlußbuchse bis zur
Steckerbrücke hin hutförmig überkragende Isolierhülse zugeordnet ist. Mit anderen
als im Patentanspruch 1 gebrauchten Worten bedeutet dies, daß in der Verlängerung
der Einführtrichter koaxial zu den Anschlußbuchsen liegende Steckhülsen vorgesehen
sind. Diese Steckhülsen wirken derart mit den Einführtrichtern zusammen, daß beim
Einführen der Litzenenden etwa abgebogene Einzeldrähtchen im Ringraum zwischen der
Anschlußbuchse und der Steckhülse abgefangen werden.
[0007] Das bevorzugte und im Prinzip auch einfachste Ausführungsbeispiel besteht darin,
daß der Einführtrichter und die Isolierhülse eine einstückige Einheit bilden. Weitere
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Steckerbrücke sind Gegenstand der Unteransprüche
3 bis 6. Für den Fall, daß mehrere Einführtrichter vorgesehen sind, können die aus
Einführtrichter und Isolierhülse bestehenden Einheiten auch so miteinander verbunden
werden, daß gegebenenfalls ein einstückiges Formteil auf die Steckerbrücke aufgesetzt
werden kann und so gleichzeitig die Mehrzahl der Anschlußbuchsen mit je einem Einführtrichter
und einer Isolierhülse überdeckt werden.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
- in der einzigen Fig. -
eine Schnittdarstellung durch eine Steckerbrücke im Bereich des Kontaktstiftes
beziehungsweise der Anschlußbuchse und des Einführtrichters mit der Isolierhülse.
[0009] In der Fig. ist eine in der Axialebene einer Anschlußbuchse 1 geschnittene Steckerbrücke
2 dargestellt, die im allgemeinen aus hartelastischem Kunststoff als U-förmiges Formteil
gefertigt ist. Bezogen auf den Fertigungsgang ist die Steckerbrücke 2 in einer entsprechenden
Spritzform um die Anschlußbuchse 1 beziehungsweise einen koaxial an die Anschlußbuchse
1 anschließenden Kontaktstift 3 angespritzt, wobei zur Dreh- und Zugsicherung am übergangsbereich
von der Anschlußbuchse 2 zum Kontaktstift 3 (beziehungsweise umgekehrt) eine Rändelung
4 und umlaufende Kanten vorgesehen sind.
[0010] Der Kontaktstift 3 steht an der einen Seite der Steckerbrücke 2 ab; diametral dazu
steht an der zweiten Seite der Steckerbrücke 2 die Anschlußbuchse 1 ab. Letztere weist
einen von der freien Stirnseite 4 offenen Innenzylinder 5 auf, der etwa bis in den
Bereich der Steckerbrücke 2 reicht.
[0011] In Rahmen der Steckerfertigung wird vor der Endformung beziehungsweise Endfertigung
des Schutzkontaktsteckers die Steckerbrücke 2 mit der Anschlußbuchse 1 insoweit komplettiert,
als ein auf eine vorgegebene Länge abisolierter Litzenleiter einer zu einem elektrischen
Gerät führenden Verbraucherleitung in den Innenzylinder 5 der Anschlußbuchse 1 eingeführt
und durch Quetschen (Crimpen) fixiert wird. Um zu vermeiden, daß einzelne Drähtchen
des Litzenleiters an der Stirnseite der Anschlußbuchse 1 seitlich abgedrückt werden
und dann auch seitlich abstehen, ist der Anschlußbuchse 1 ein Einführtrichter 6 zugeordnet,
über dessen konische Durchgangsbohrung 7 zunächst ein sicheres Einführen des abisolierten
Litzenleiterendes gewährleistet sein soll. Wie der zeichnerischen Darstellung jedoch
entnommen werden kann, besteht - solange der Einführtrichter 6 nicht stumpf auf der
Anschlußbuchse 1 aufliegt - nach wie vor die Gefahr, daß beim Einführen des Litzenleiters
an der Stirnseite der Anschlußbuchse 1 doch einzelne Drähtchen abgeknickt werden und
so Einzeldrähtchen seitlich abstehen können.
[0012] Um dieser Gefahr entgegen zu wirken, ist koaxial zur konischen Durchgangsbohrung
7 an der der Anschlußbuchse 1 gegenüberliegenden Seite des Einführtrichters 6 einer
vorzugsweise einstückig mit dem Einführtrichter 6 gefertigte beziehungsweise verbundene
Isolierhülse 8 vorgesehen, die an der Steckerbrücke 2 beziehungsweise an einen umlaufenden
Ring der Anschlußbuchse 1 aufsteht. Dabei ist es unerheblich, ob - wie zeichnerisch
dargestellt - die Isolierhülse 8 in die Steckerbrücke 2 eintaucht, oder ob sie gegebenenfalls
mit der Ebene der Steckerbrücke 2 abschließt. Die Länge der Isolierhülse 8 und die
Länge des relativ zur Steckerbrücke 2 frei vorstehenden zylindrischen Teils der Anschlußbuchse
2 sind vorzugsweise - im Rahmen der Fertigungstoleranzen natürlich - so aufeinander
abgestimmt, daß nach der Montage der aus dem Einführtrichter 6 und der Isolierhülse
8 bestehenden Einheit beziehungsweise des entsprechenden Formteils die Unterseite
des Einführtrichters 6 nicht an der Stirnseite der Anschlußbuchse 1 aufliegt; die
Isolierhülse 8 ist darüberhinaus so dimensioniert, daß eine einwandfreie Quetschung
(Crimpverbindung) des Litzenleiters gewährleistet bleibt.
[0013] Bezogen auf die Fertigung beziehungsweise Montage der vorstehend beschriebenen Steckerbrücke
sind folgende Merkmale vorgesehen: Zur besseren Montage des aus dem Einführtrichter
6 und der Isolierhülse 8 bestehenden Formteils ist vorgesehen, die bei der Montage
voreilende Innenkante der Isolierhülse 8 abzuschrägen (vergleiche Bezugszeichen 9).
Zur sicheren Einführung des Litzenleiterendes in den Innenzylinder 5 der Anschlußbuchse
1 ist vorgesehen, deren stirnseitige Innenkante konisch (vergleiche Bezugszeichen
10) oder abgerundet auszubilden. Darüberhinaus ist auch vorgesehen, den Ausgangsdurchmesser
des Konus des Einführtrichters 6 und den stirnseitigen Konusdurchmesser beziehungsweise
Auslaufradius der Anschlußbuchse 1 so aufeinander abzustimmen, daß letztere stirnseitig
eine größere Öffnung bietet als es dem Ausgangskonus des Einführtrichters 6 entspricht.
[0014] Bezogen auf die Herstellung einer Steckerbrücke 2 einschließlich der Zu- und Einführung
eines Litzenleiterendes in einer Anschlußbuchse 1 ist - abgesehen von den zuletzt
genannten Montage- beziehungsweise Handhabungserleichterungen - gewährleistet, daß
etwa an der freien Stirnseite der Anschlußbuchse 1 abknickende Einzeldrähtchen des
Litzenleiters an der Innenwandung der Isolierhülse 8 abermals abgeknickt und in den
Ringraum zwischen der Anschlußbuchse 1 und der Isolierhülse 8 gelenkt werden. Damit
ist absolut sichergestellt, daß keine Einzeldrähtchen der Litzenleiter seitlich abstehen
können.
[0015] Im allgemeinen weisen Schutzkontaktstecker drei Anschlußleitungen auf, und zuar einen
Schutzleiter und zwei Stromleiter (Phasenleiter). Die entsprechende Steckerbrücke
weist demzufolge eine Anschlußbuchse für den Schutzleiter und zwei Anschlußbuchsen
für die Stromleiter auf, wobei - im Hinblick auf die Montage - bei der Einführung
der abisolierten Litzenleiterenden jeweils das Risiko abknickender und seitlich abstehender
Einzeldrähtchen gleichermaßen besteht. Im Hinblick auf die vorstehend erläuterte Konzeption
und Konstruktion bezüglich der Einführtrichter mit einer integrierten Isolierhülse
ist die vorliegende Erfindung auch dahingehend umsetzbar, daß zwecks Vereinfachung
der Montage und Lagerhaltung auch ein einheitliches Formteil für die beiden Stromleiter
oder die Stromleiter und den Schutzleiter geschaffen wird.
1. Steckerbrücke für einen Schutzkontaktstecker eines an eine Netzsteckdose anschließbaren
elektrischen Gerätes,
mit hohlzylindrischen Anschlußbuchsen zur Aufnahme und Fixierung der Leiter einer
Verbraucherleitung, und
mit diametral zu den Anschlußbuchsen orientierten Kontaktstifte,
wobei die Leiterenden der Verbraucherleitung endseitig abisoliert in die Anschlußbuchsen
gesteckt und mit diesen verbunden, insbesondere verquetscht (vercrimpt) sind, und
wobei mindestens einer der Anschlußbuchsen ein Einführtrichter mit einem konischen
Durchgangsloch vorgesetzt ist, dessen Höhe so gewählt ist, daß beim Einführen der
abisolierten Leiterenden etwa umgebogene Einzeldrähtchen sicher innerhalb des entsprechenden
Durchgangsloch zu liegen kommen,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Einführtrichter (6) an seiner der Anschlußbuchse (1) beziehungsweise der Steckerbrücke
(2) zugewandten Seite eine die Anschlußbuchse (1) bis zur Steckerbrücke (2) hin hutförmig
überkragende Isolierhülse (8) zugeordnet ist.
2. Steckerbrücke nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einführtrichter (6) und die Isolierhülse (8) eine einstückige Einheit bilden.
3. Steckerbrücke nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierhülse (8) an ihrer der Steckerbrücke (2) gegenüberliegenden Stirnseite
einen Innenkonus (9) aufweist.
4. Steckerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der Isolierhülse (8) und die Länge der Anschlußbuchse (1) aufeinander
abgestimmt sind.
5. Steckerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hohlzylindrische Freiraum der Anschlußbuchse (1) an seiner freien Stirnseite
konisch (10) oder abgerundet ausläuft.
6. Steckerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der Anschlußbuchse (1) gegenüberliegende Konusfläche des Einführtrichters
(6) einen geringeren Bohrungsdurchmesser aufweist, als es dem Durchmesser der benachbarten
Einführöffnung der Anschlußbuchse (1) entspricht.
7. Steckerbrücke nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Realisierung der Einführtricher (6) mehrerer Anschlußbuchsen (1) ein brückenartiges
Formteil vorgesehen ist, das koaxial zu den Einführtrichtern (6) je eine Isolierhülse
(8) aufweist.