(19)
(11) EP 0 394 765 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.01.1993  Patentblatt  1993/03

(21) Anmeldenummer: 90107000.3

(22) Anmeldetag:  11.04.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B25D 9/00, B25D 9/14

(54)

Hydraulisches Schlagwerk

Hydraulic percussion mechanism

Mécanisme à coup hydraulique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 27.04.1989 DE 3913866

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.10.1990  Patentblatt  1990/44

(73) Patentinhaber: KRUPP MASCHINENTECHNIK GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG
45143 Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • Arndt, Friedrich-Karl, Dr.-Ing.
    D-4300 Essen 1 (DE)
  • Bartels, Robert, Dr.-Ing.
    D-4300 Essen 17 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 941 443
FR-A- 2 291 374
FR-A- 2 175 781
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Schlagwerk mit einem Zylinder, einem in diesem geführten Schlagkolben und einer Kolbenrückholeinrichtung, wobei der Schlagkolben einseitig mit einem unter Druck stehenden kompressiblen Antriebsmittel (Druckgas) beaufschlagt ist und wobei die Kolbenrückholeinrichtung, über die der Schlagkolben entgegen der Richtung seines Arbeitshubes rückholbar und die auf ihrer der Schlagkolbenspitze zugewandten Seite wechselweise an eine Druckquelle für ein inkompressibles Antriebsmittel (Hydraulik-Öl) und an einen drucklosen Rücklauf anschließbar ist, am Schlagkolben unabhängig von diesem verschiebbar abgestützt ist.

    [0002] Trotz ansonsten unterschiedlicher Arbeitsweise ist den bekannten Schlagwerken gemeinsam, daß das inkompressible Antriebsmittel mit den sich gegenüberliegenden Kolbenflächen des Schlagkolbens unmittelbar gekoppelt ist. Mit dessen Bewegung wird das inkompressible Antriebsmittel (d. h. das Hydraulik-Öl) vor der einen Kolbenfläche verdrängt und hinter der anderen nachgeführt. Die Flüssigkeitssäulen vor und hinter den beiden Kolbenflächen weisen dieselbe Geschwindigkeit auf wie der Schlagkolben selbst.
    Beim Auftreffen des Schlagkolbens auf den nachgeschalteten Meißel oder - beim Direktschlag - auf das zu bearbeitende Material wird der Schlagkolben schlagartig verzögert. Die Flüssigkeitssäule vor der Kolbenfläche setzt dabei ihre Bewegung in Schlagrichtung fort; damit ist die Gefahr der Kavitation gegeben. An der gegenüberliegenden Kolbenfläche treten durch die schlagartige Verzögerung des Schlagkolbens und der Flüssigkeitssäule erhebliche Druckspitzen auf. Die unmittelbare Kopplung des inkompressiblen Antriebsmittels an die Bewegung des Schlagkolbens ist außerdem insofern von Nachteil, als die Strömungsquerschnitte in den zugehörigen Kanälen und in der Steuerung an die höchste auftretende Kolbengeschwindigkeit angepaßt sein müssen.

    [0003] Aus der DE-PS 2941443 ist ein Schlagwerk der eingangs erwähnten Gattung mit einer Kolbenrückholeinrichtung bekannt, welche - den Schlagkolben auf der von der Schlagkolbenspitze abgewandten Seite mit Abstand umschließend - auf seiner der Schlagkolbenspitze zugewandten Seite mit Kolbenstangen in Verbindung steht. Diese sind Bestandteil vom Arbeitszylinder getrennter Zylindereinheiten, mittels welcher die Kolbenrückholeinrichtung entgegen der Richtung des Schlagkolben-Arbeitshubes, also entgegen der Schlagrichtung, antreibbar und damit rückholbar ist.
    Die Mitnahme des Schlagkolbens entgegen der Schlagrichtung wird dabei dadurch ermöglicht, daß in der Kolbenrückholeinrichtung eine federnd abgestützte Klinke eingebaut ist, welche mit dem Schlagkolben verriegelbar ist. Während des Arbeitshubes des Schlagkolbens in Schlagrichtung ist die Kolbenrückholeinrichtung nach Entriegeln der Klinke von dem Schlagkolben freigesetzt und eilt diesem in Schlagrichtung nach.
    Der Nachteil des bekannten Schlagwerks besteht darin, daß das Ab- und Ankuppeln der Kolbenrückholeinrichtung, welches auf mechanischem Wege erfolgt, in fertigungstechnischer Hinsicht aufwendig und störanfällig ist. Bedingt durch die verhältnismäßig große Masse der insgesamt zusammenwirkenden Bestandteile läßt die Kolbenrückholeinrichtung lediglich Schlagzahlen in der Größenordnung von nicht mehr als 60/min. zu.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schlagwerk zu schaffen, dessen während des Arbeitshubes des Schlagkolbens entkoppelte Kolbenrückholeinrichtung möglichst einfach aufgebaut ist, insbesondere kaum mechanisch wirksame Zusatzbestandteile aufweist, und welches bei möglichst geringer Masse auch hohe Schlagzahlen zuläßt.
    Die Kolbenrückholeinrichtung soll weiterhin in der Weise ausgebildet sein, daß sie unabhängig vom Aufschlag des Schlagkolbens abgebremst werden kann.

    [0005] Durch eine geeignete Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes soll außerdem die Möglichkeit eröffnet werden, eine kontinuierliche Verstellung des Kolbenhubes, und damit der Schlagenergie sowie der Schlagzahl, zu verwirklichen.

    [0006] Die gestellte Aufgabe wird durch ein Schlagwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der Grundgedanke der Erfindung besteht danach darin, die Kolbenrückholeinrichtung als Ringkolben auszubilden, der in Längsrichtung des Schlagkolbens frei verschiebbar an diesem und an dem Zylinder anliegt und der auf der der Schlagkolbenspitze zugewandten Seite mit einer Ringfläche des Zylinders einen von dem kompressiblen Antriebsmittel (Druckgas) getrennten Kolbenraum in axialer Richtung begrenzt; der Bewegungsspielraum des Ringkolbens bezüglich des Schlagkolbens entgegen der Schlagrichtung ist dabei durch eine an diesem angebrachte Anschlagfläche festgelegt. Neben dem Kolbenraum weist das Schlagwerk einen mit Abstand dazu angeordneten Ölraum auf, welchen der Schlagkolben mit dem Zylinder begrenzt. Die Endlage des Schlagkolbens beim Rückhub ist durch einen im Ölraum liegenden zylindrischen Schlagkolben-Absatz begrenzt.
    Dem Kolbenraum und dem Ölraum ist eine Steuerung zugeordnet, über die einerseits mit der Annäherung des Schlagkolben-Absatzes an die dem Kolbenraum zugewandte Rückseite des Ölraums dieser an den Rücklauf anschließbar ist und über die andererseits mit der Annäherung des in Schlagrichtung (bezüglich des Schlagkolbens) voreilenden Ringkolbens an die Ringfläche des Zylinders der Kolbenraum mit der Druckquelle verbindbar ist. Der Ringkolben wird dadurch als Kolbenrückholeinrichtung wirksam, daß der Kolbenraum unter Einwirkung der Steuerung mit dem Druck der Druckquelle beaufschlagt wird und daß der an der Anschlagfläche des Schlagkolbens anliegende Ringkolben diesen - entgegen der von dem Druckgas auf den Schlagkolben in Schlagrichtung ausgeübten Kraftwirkung und entgegen der Schlagrichtung - mitführt.
    Wesentlich im Hinblick auf die erfindungsgemäße Lehre ist es, daß der als Steuer- und Rückholorgan eingesetzte Ringkolben die Gestalt eines einfach ausgebildeten Hohlzylinders aufweist. Dessen Länge in axialer Richtung, also in Richtung der Längserstreckung beispielsweise des Schlagkolbens, braucht nur so bemessen zu sein, daß eine einwandfreie Führung des Ringkolbens am Schlagkolben und am Zylinder und die erforderliche Abdichtung des das Druckgas aufnehmenden Gasraums gegen den Kolbenraum gewährleistet ist.
    Mit den Ausdrücken "Gasraum" und "Ölraum" soll dabei lediglich zum Ausdruck gebracht werden, daß die betreffenden Räume mit einem geeigneten kompressiblen bzw. inkompressiblen Antriebsmittel beaufschlagt sind bzw. sein können; das im Kolbenraum zur Anwendung kommende Antriebsmittel ist ebenfalls inkompressibel.
    Der Gasraum dient dazu, den Schlagkolben nach Beendigung des Rückhubes in Schlagrichtung anzutreiben, wobei der frei verschiebbar gehaltene Ringkolben - bedingt durch seine geringere Masse - zunächst schneller in Schlagrichtung beschleunigt wird und demzufolge der Arbeitshubbewegung des Schlagkolbens voreilt.

    [0007] Die Steuerung besteht zweckmäßig aus einem in einem Steuerraum beweglichen Hohlschieber, der mit der Annäherung des Ringkolbens an die Zylinder-Ringfläche in eine Rückhubstellung und mit der entgegengerichteten Annäherung des Arbeitskolben-Absatzes an die Ölraum-Rückseite in eine Arbeitshubstellung verschiebbar ist. In den Steuerraum münden dabei einerseits mehrere Druck- und Rücklaufkanäle, die mit der Druckquelle bzw. dem Rücklauf in Verbindung stehen, und andererseits vier Kanäle ein, von denen jeweils zwei in den Kolbenraum bzw. Ölraum übergehen (Anspruch 2).
    Die jeweilige Betriebsstellung der Steuerung ist also von der Lage des Ringkolbens bezüglich der den Kolbenraum begrenzenden Zylinder-Ringfläche bzw. von der Lage des Arbeitskolben-Absatzes bezüglich der Ölraum-Rückseite abhängig: Die Steuerung ermöglicht dabei die für den Arbeitszyklus des Schlagkolbens erforderliche Druckbeaufschlagung des Ringkolbens bzw. das Ableiten des inkompressiblen Antriebsmittels aus dem Kolbenraum und dem Ölraum in den drucklosen Rücklauf.

    [0008] Bei einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes sind die dem Kolbenraum und dem Ölraum zugeordneten Känäle in folgender Weise angeordnet und geschaltet:
    • Die Mündung des ersten Kolbenraum-Kanals - der ständig mit der Druckquelle in Verbindung steht - liegt weiter von der Zylinder-Ringfläche entfernt als die Mündung des zweiten Kolbenraum-Kanals;
    • die Mündung des zweiten Ölraum-Kanals - der ständig mit dem Rücklauf in Verbindung steht - liegt weiter von der Ölraum-Rückseite entfernt als die in deren Nähe befindliche Mündung des ersten, ständig an die Druckquelle angeschlossenen Ölraum-Kanals;
    • der zweite Kolbenraum-Kanal steht über die Steuerung während des Rückhubes zumindest bis zur Annäherung des Arbeitskolben-Absatzes an die Mündung des ersten Ölraum-Kanals mit der Druckquelle bzw. während des Arbeitshubes zumindest bis zur Annäherung des Ringkolbens an die Mündung des ersten Kolbenraum-Kanals mit dem Rücklauf in Verbindung (Anspruch 3).


    [0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes weist der Hohlschieber, dessen Innenraum mit der Druckquelle in Verbindung steht,an seiner Außenseite fünf unterschiedlich große ringförmige Arbeitsflächen auf, nämlich zwei Arbeitsflächen zur Erzeugung in Richtung auf die Arbeitshubstellung wirksamer Druckkräfte und drei Arbeitsflächen zur Erzeugung den erstgenannten Druckkräften entgegengerichteter, in Richtung auf die Rückhubstellung wirksamer Druckkräfte. Die - ihrer Aufeinanderfolge in Richtung auf die Arbeitshubstellung entsprechend bezeichnete - erste und die zweite Arbeitsfläche gemeinsam sind dabei ebenso groß wie die aus der dritten bis fünften Arbeitsfläche gebildete Gesamtfläche; die erste und die fünfte Arbeitsfläche bestehen aus der in Richtung auf die Rückhub- bzw. Arbeitshubstellung wirksamen Stirnfläche des Hohlschiebers (Anspruch 4). Durch geeignete Beaufschlagung der Arbeitsflächen läßt sich der Hohlschieber mit den sich daraus ergebenden Druckverhältnissen im Kolbenraum und im Ölraum in eine seiner beiden Endstellungen, nämlich die Arbeitshub- oder die Rückhubstellung, bewegen, die er bis auf weiteres beibehält.
    Zu diesem Zweck sind die Arbeitsflächen des Hohlschiebers größenmäßig nach folgenden Bedingungen aufeinander abgestimmt:
    Die erste Arbeitsfläche (also die eine Stirnfläche) ist größer als die fünfte Arbeitsfläche (also die zweite Stirnfläche);
    • die erste Arbeitsfläche ist kleiner als die Summe aus der dritten und fünften Arbeitsfläche;
      die Summe aus der ersten und zweiten Arbeitsfläche ist größer als die Summe aus der dritten und fünften Arbeitsfläche (Anspruch 5).


    [0010] Der Erfindungsgegenstand kann dadurch vorteilhaft weiter ausgestaltet sein, daß die zweite und die dritte Arbeitsfläche jeweils über eine Ringnut des Steuerraums einerseits mit der Druckquelle und andererseits mit dem ersten Ölraum-Kanal bzw. mit dem ersten Kolbenraum-Kanal in Verbindung steht;
    daß die vierte Arbeitsfläche über eine Ringnut des Steuerraums gleichzeitig mit dem zweiten Ölraum-Kanal und mit einem Rücklauf-Kanal in Verbindung steht;
    daß der zweite Kolbenraum-Kanal über eine erste und zweite Ringnut mit dem Steuerraum in Verbindung steht, die - in Richtung auf die Arbeitshubstellung des Hohlschiebers gesehen - vor der vierten Arbeitsfläche bzw. hinter der vierten Arbeitsfläche in der Nähe der fünften Arbeitsfläche liegt;
    daß der Steuerraum über eine Ringnut mit einem Rücklauf-Kanal in Verbindung steht, wobei die Ringnut - in Richtung auf die Arbeitshubstellung des Hohlschiebers gesehen - im Bereich hinter der Ringnut des ersten Kolbenraum-Kanals und vor der ersten Ringnut des zweiten Kolbenraum-Kanals liegt (Anspruch 6).
    Die für den Arbeitszyklus des Schlagkolbens erforderliche Steuerwirkung des Hohlschiebers läßt sich weiterhin dadurch verwirklichen, daß dieser eine außenliegende Ringnut aufweist, die derart angeordnet und ausgebildet ist, daß der zweite Kolbenraum-Kanal über diese Ringnut nur dann mit dem Rücklauf in Verbindung steht, wenn der Hohlschieber eine Lage zumindest in der Näche seiner Arbeitshubstellung einnimmt (Anspruch 7). Sobald sich der Hohlschieber der Arbeitshubstellung ausreichend angenähert hat bzw. solange er noch eine Lage in der Nähe seiner Arbeitshubstellung einnimmt, ist der Kolbenraum über die Ringnut des Hohlschiebers an den Rücklauf angeschlossen mit der Folge, daß der sich in Schlagrichtung vorwärtsbewegende Ringkolben die im Kolbenraum befindliche Flüssigkeitssäule verdrängen kann.

    [0011] In die Ringnut des ersten Kolbenraum- und Ölraum-Kanals mündet vorzugsweise jeweils ein mit einer Drossel ausgestatteter Druckkanal ein (Anspruch 8). Die Rücklauf-Kanäle stehen in entsprechender Weise unter Zwischenschaltung einer Drossel mit dem Rücklauf in Verbindung (Anspruch 9). Bei einer bevorzugten Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist der erste Ölraum-Kanal mit einem vorgespannten Durchlaßventil mit einstellbarer Verstellkraft ausgestattet, dessen Arbeitsstellung über eine Steuerleitung beeinflußbar ist (Anspruch 10); der gewählten Bezeichnung entsprechend nimmt das Durchlaßventil die Durchlaß- oder Öffnungsstellung ein, solange der Steuerdruck in der Steuerleitung einen vorgegebenen Grenzwert nicht überschreitet. Mittels des Durchlaßventils kann der Arbeitshub des Schlagkolbens verkürzt und damit die Schlagenergie und Schlagzahl verändert werden: Solange das Durchlaßventil die Durchlaßstellung einnimmt, ist es ohne Einfluß auf den Arbeitszyklus des Schlagkolbens; mit dem Umschalten des Durchlaßventils in die Sperrstellung wird die Verbindung zwischen dem ersten Ölraum-Kanal und der Druckquelle - unabhängig von der Stellung des Arbeitskolben-Absatzes bezüglich der Ölraum-Rückseite - unterbrochen mit der Folge, daß der auf die zweite Arbeitsfläche wirkende Druck ansteigt und der Hohlschieber eine Bewegung in Richtung auf seine Arbeitshubstellung ausführt.

    [0012] Das Durchlaßventil kann dabei insbesondere durch eine mit dem Gasraum verbundene Steuerleitung druckbeaufschlagt sein (Anspruch 11). Falls also der Druck im Gasraum, bedingt durch die Bewegung des Schlagkolbens und des Ringkolbens während des Rückhubes, einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet, schaltet das Durchlaßventil in die Sperrstellung um, wodurch die Rückhubbewegung unterbrochen wird.
    Das Durchlaßventil kann vorteilhaft auch über eine Steuerleitung fernbetätigbar sein (Anspruch 12). Eine derartige Ausbildung ermöglicht es, entweder von Hand oder über eine Regeleinheit den Arbeitszyklus des Schlagkolbens in der gewünschten Weise von außen zu beeinflussen.

    [0013] Zur Abdichtung des Gasraums gegen den Kolbenraum sind die Berührungsflächen des Ringkolbens mit dem Zylinder und dem Arbeitskolben mit Dichtelementen ausgestattet (Anspruch 13).

    [0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele im einzelnen erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 stark schematisiert den grundsätzlichen Aufbau eines Schlagwerkes mit entkoppeltem Ringkolben und zugehöriger Steuerung,

    Fig. 2a das Schlagwerk gemäß Fig. 1 während der Rückhubbewegung des Schlagkolbens und des Ringkolbens,

    Fig. 2b die jeweilige Lage des Schlagkolbens und Ringkolbens sowie den Zustand der Umsteuerung nach Abschluß der Annäherung an den Rückhub-Umsteuerpunkt (inneren Totpunkt des Schlagkolbens),

    Fig. 2c die jeweilige Lage des Schlagkolbens und Ringkolbens sowie den Zustand der Steuerung während des Arbeitshubes,

    Fig. 2d die jeweilige Lage des Schlagkolbens und Ringkolbens sowie den Zustand der Steuerung nach Auftreffen des Schlagkolbens auf das zu bearbeitende Material und

    Fig. 3 eine Teildarstellung des Schlagwerks, welches zur Beeinflussung des Betriebsverhaltens zusätzlich mit einem Durchlaßventil ausgestattet ist.



    [0015] Das Schlagwerk weist einen Schlagkolben 1 mit einer Schlagkolbenspitze 1a auf, welche dem zu bearbeitenden Material 2 zugewandt ist. Der Schlagkolben selbst ist in einem durch einen Deckel 3a verschlossenen Zylinder 3 in Richtung seiner Längsachse 4 hin und her beweglich geführt (Fig. 1).
    Der von der Schlagkolbenspitze 1a abgewandte antriebsseitige Endabschnitt 1b des Schlagkolbens ragt mit einer an ihm befestigten scheibenförmigen Anschlagfläche 5 in einen mit Druckgas gefüllten Gasraum 6 hinein, welcher über eine nicht dargestellte Leitung an einen Druckgasspeicher oder eine Druckgasquelle anschließbar ist und dadurch nachgefüllt werden kann.
    Im Bereich zwischen der Anschlagfläche 5 und der in Schlagrichtung (Pfeil 7) nachfolgenden, der Schlagkolbenspitze 1a zugewandten Ringfläche 3b des Zylinders 3 befindet sich ein Ringkolben 8, der sich frei verschiebbar sowohl am Schlagkolben 1 als auch an der von der Ringfläche 3b ausgehenden Innenfläche 3c des Zylinders 3 abstützt; die Abdichtung des Ringkolbens 8 gegen die Teile 1 und 3 erfolgt über Dichtelemente 8a, 8b. Seine Länge in axialer Richtung ist so bemessen, daß er - ohne daß seine Dicht- und Führungsfunktion in Frage gestellt wäre - eine möglichst geringe Masse aufweist.

    [0016] Der Bewegungsspielraum des Ringkolbens 8 bezüglich des Schlagkolbens 1 entgegen der Schlagrichtung ist durch die Anschlagfläche 5 festgelegt, deren Durchmesser - und Beibehaltung eines ausreichenden Abstandes zur Innenfläche 3c - größer ist als der Durchmesser des Endabschnitts 1b des Schlagkolbens. Der Bewegungsspielraum des Ringkolbens 8 in Schlagrichtung ist durch die bereits erwähnte Ringfläche 3b des Zylinders 3 begrenzt.
    Der Gasraum 6 wird gebildet von dem Zylinder 3 nebst Deckel 3a, dem Ringkolben 8 und dem Schlagkolben 1.

    [0017] Der Ringkolben 8 und die Ringfläche 3b begrenzen in axialer Richtung einen Kolbenraum 9 mit veränderlichem Fassungsvermögen, der seitlich von der Innenfläche 3c und dem Schlagkolben selbst begrenzt wird; die bewegliche Wand des Kolbenraums wird von der der Ringfläche 3b zugewandten Stirnfläche 8d des Ringkolbens gebildet.
    In den Kolbenraum münden ein erster Kolbenraum-Kanal 10 und unter Zwischenschaltung einer Ringnut 11a ein zweiter Kolbenraum-Kanal 11 ein. Die Mündung 10a des ersten Kolbenraum-Kanals liegt dabei weiter von der Ringfläche 3b entfernt als die als Ringnut 11a ausgebildete Mündung des zweiten Kolbenraum-Kanals.

    [0018] Der Schlagkolben 1 begrenzt mit dem Arbeitszylinder 3 einen Ölraum 12, der sich - in Schlagrichtung (Pfeil 7) gesehen - mit Abstand an den Kolbenraum 9 anschließt. Der Ölraum weist in der Nähe seiner der Ringfläche 3b zugewandten Rückseite einen ersten Ölraum-Kanal 13 und mit Abstand dazu einen zweiten Ölraum-Kanal 14 auf. Die Mündung 13a des ersten Ölraum-Kanals geht in eine zylindrische Ausnehmung 12a des Ölraums über; die Mündung 14a des zweiten Ölraum-Kanals liegt weiter von Ölraum-Rückseite entfernt als die in deren Nähe befindliche Mündung 13a des ersten Ölraum-Kanals.
    Der Schlagkolben selbst ist mit einem im Ölraum 12 liegenden zylindrischen Absatz 1c ausgestattet, durch den seine Endlage beim Rückhub (entgegen der Schlagrichtung gemäß Pfeil 7) festgelegt ist und über den mit der Annäherung an diese Endlage die Mündung 13a des ersten Ölraum-Kanals verschließbar ist. Die Aussparung 12a und der Absatz 1c sind dabei in der Weise aneinander angepaßt, daß der Schlagkolben-Absatz mit geringem Spiel in die genannte Aussparung einfahrbar ist. Der Schlagkolben bildet also mit der Aussparung 12a eine Art Absperrventil , welches - abhängig von der Stellung des Schlagkolben-Absatzes 1c innerhalb des Ölraums 12 - dessen Verbindung mit dem ersten Ölraum-Kanal 13 freigibt oder unterbricht.
    Der Schlagkolben-Absatz weist auf der der Schlagkolbenspitze 1a zugewandten Seite einen kegelstumpfförmigen Kragen 1d auf, der mit engem Spiel in eine zylindrische Aussparung 12b an der der Schlagkolbenspitze zugewandten Vorderseite des Ölraums einfahrbar ist. Mit der Einfahrbewegung des Kragens 1d in die Aussparung 12b bildet sich in dieser ein Ölpolster, welches der weiteren Bewegung des Schlagkolbens in Schlagrichtung entgegenwirkt. Durch das Zusammenwirken des Kragens und der Aussparung läßt sich der Schlagkolben insbesondere im Falle eines Leerschlages abbremsen.
    Die Abdichtung des Schlagkolbens innerhalb des Arbeitszylinders erfolgt über ein Dichtelement 15, welches - in Schlagrichtung (Pfeil 7) gesehen - mit Abstand hinter der Aussparung 12b des Ölraums 12 im Zylinder 3 angebracht ist.

    [0019] Dem Kolbenraum 9 und der Ölkammer 12 ist über die beiden Kolbenraum-Kanäle 10, 11 und die beiden Ölraum-Kanäle 13, 14 eine Steuerung 16 nachgeschaltet, über die einerseits mit der Annäherung des Schlagkolben-Absatzes 1c an die dem Kolbenraum 9 zugewandte Rückseite der Ölkammer 12 diese an einen drucklosen Rücklauf 17 anschließbar ist und über die andererseits mit der Annäherung des sich in Schlagrichtung (Pfeil 7) bewegenden Ringkolbens 8 an die Ringfläche 3b der Kolbenraum mit einer Druckquelle 18 und der Ölraum zusätzlich mit der Druckquelle verbindbar sind.

    [0020] Die Steuerung 16 besteht aus einem in einem Steuerraum 19 beweglichen, in der Grundform zylindrischen Hohlschieber 20, der in zwei Endstellungen verschiebbar ist, nämlich in die (in der Darstellung obere bzw. untere) Rückhubstellung (Fig. 2a) bzw. Arbeitshubstellung (Fig. 2c). Der Hohlschieber 20, dessen Innenraum 20a über einen Druckkanal 21 ständig mit der Druckquelle 18 in Verbindung steht, weist fünf ringförmige Arbeitsflächen auf, nämlich - ihrer Aufeinanderfolge in Richtung auf die Arbeitshubstellung entsprechend bezeichnet - eine erste und eine zweite Arbeitsfläche A1 bzw. A2, die zur Erzeugung in Richtung auf die Arbeitshubstellung wirksamer Druckkräfte dienen, und eine dritte bis fünfte Arbeitsfläche A3, A4 und A5 zur Erzeugung entgegengerichteter, in Richtung auf die Rückhubstellung wirksamer Druckkräfte. Die erste und die fünfte Arbeitsfläche A1 bzw. A5 werden dabei von der in Richtung auf die Rückhub- bzw. Arbeitshubstellung wirksamen Stirnfläche des Hohlschiebers 20 gebildet; die Arbeitsflächen A2 bis A4 ragen über diese Stirnflächen nach außen vor.
    Die Arbeitsflächen sind größenmäßig derart aufeinander abgestimmt, daß sie in folgenden Bedingungen genügen:
    • die erste Arbeitsfläche A1 ist größer als die fünfte Arbeitsfläche A5;
    • die erste Arbeitsfläche A1 ist kleiner als die Summe aus der dritten und fünften Arbeitsfläche (A3 + A5);
    • die Summe aus der ersten und zweiten Arbeitsfläche (A1 + A2) ist größer als die Summe aus der dritten und fünften Arbeitsfläche (A3 + A5) und
    • die Summe aus der ersten und zweiten Arbeitsfläche (A1 + A2) ist ebenso groß wie die aus der dritten bis fünften Arbeitsfläche gebildete Gesamtfläche (A3 + A4 + A5).


    [0021] In Richtung auf die Arbeitshubstellung des Hohlschiebers 20 gesehen ist der Steuerraum 19 mit sechs Ringnuten 22 bis 27 ausgestattet.
    Über die Ringnuten 22 und 23 steht der erste Ölraum-Kanal 13 bzw. der erste Kolbenraum-Kanal 10 mit einem mit einer Drossel 28a bzw. 29a ausgestatteten Druckkanal 28 bzw. 29 in Verbindung, der seinerseits über den Druckkanal 21 an die Druckquelle 18 angeschlossen ist.

    [0022] Die in axialer Richtung besonders groß dimensionierte Ringnut 24 geht in einen entsprechend bemessenen Rücklaufkanal 30 über, der seinerseits unter Zwischenschaltung einer Drossel 30a mit dem drucklosen Rücklauf 17 in Verbindung steht.
    Der ebenfalls besonders groß ausgelegte zweite Kolbenraum-Kanal 11 geht einerseits in die Ringnut 25 und andererseits über einen Abzweig 11b in die Ringnut 27 über; diese ist in der Nähe der (in der Darstellung untenliegenden) Stirnfläche 19a angeordnet, an welcher der Hohlschieber 20 in der Arbeitshubstellung anliegt.
    Über die Ringnut 26 ist der Steuerraum 19 an den zweiten Ölraum-Kanal 14 angeschlossen, der zusätzlich über einen Abzweig 14b und den Rücklauf-Kanal 30 mit dem Rücklauf 17 in Verbindung steht.

    [0023] Der Hohlschieber 20 weist im Bereich zwischen den Arbeitsflächen A3 und A4 eine außenliegende Ringnut 20b auf. Diese ist derart angeordnet und ausgebildet, daß der zweite Kolbenraum-Kanal 11 über diese nur dann mit dem Rücklauf 17 in Verbindung steht, wenn der Hohlschieber 20 eine Lage zumindest in der Nähe seiner Arbeitshubstellung einnimmt. Der Kolbenraum-Kanal 11 ist in diesem Fall über die Ringnut 25, die Hohlschieber-Ringnut 20b, die Ringnut 24, und den Rücklauf-Kanal 30 unter Zwischenschaltung der Drossel 30a an den Rücklauf 17 angeschlossen.

    [0024] Die Arbeitsweise des Schlagwerks wird nachfolgend anhand der Fig. 2a bis d erläutert.

    [0025] Während des Rückhubes oder der Rückholbewegung des Schlagkolbens 1 (Fig. 2a) in Richtung des Pfeiles 31 ist die der Ringfläche 3b des Zylinders 3 zugewandte Stirnfläche 8d des Ringkolbens 8 über den Kolbenraum 9, den ersten Kolbenraum-Kanal 10, die Ringnut 23, den Druckkanal 29 und den Druckkanal 21 mit der Druckquelle 18 verbunden; der Hohlschieber 20 nimmt die Rückhubstellung ein, in welcher er mit der Arbeitsfläche A1 an der (in der Darstellung obenliegenden) Stirnfläche 19b des Steuerraums anliegt.
    Die Arbeitsflächen A1 und A5 sind immer mit dem Druck der Druckquelle 18 beaufschlagt, weil der Steuerraum 19 über den Druckkanal 21 mit der Druckquelle 18 in Verbindung steht. Die Arbeitsfläche A2 ist über die Ringnut 22, den ersten Ölraum-Kanal 13, die Aussparung 12a, den Ölraum 12, den zweiten Ölraum-Kanal 14, den Abzweig 14b und den Rücklaufkanal 30 an den Rücklauf 17 angeschlossen.
    Die über die Druckkanäle 21 und 29 von der Druckquelle 18 beaufschlagte Ringnut 23 steht über den ersten Kolbenraum-Kanal 10 ebenso mit dem Kolbenraum 9 in Verbindung; dieser ist außerdem über den Abzweig 11b des zweiten Kolbenraum-Kanals 11, die Ringnut 27, den Steuerraum 19 und den Druckkanal 21 an die Druckquelle 18 angeschlossen. Da der von der Druckquelle 18 ausgehende Druck somit auf die Stirnfläche 8d des Ringkolbens 8 wirkt, wird über diesen (dessen Stirnfläche 8c sich an der Anschlagfläche 5 abstützt) der Schlagkolben 1 in Richtung des Pfeiles 31 entgegen der vom Gasraum 6 ausgehenden Druckkraft mitgeführt. Die Arbeitsfläche A4 ist über die Ringnut 26, den Abzweig 14b des zweiten Ölraum-Kanals und den Rücklaufkanal 30 ständig an den Rücklauf 17 angeschlossen.
    Unter der Voraussetzung, daß der von der Druckquelle 18 gelieferte Druck p wesentlich größer ist als der Druck im Rücklauf 17, gilt in diesem Betriebszustand für die Steuerkraft:


    d. h. die Steuerkraft FSt ist definitionsgemäß in der Weise ausgerichtet, daß der Hohlschieber 20 an der Stirnfläche 19b des Steuerraums 19 anliegt.

    [0026] Sobald sich der Schlagkolben-Absatz 1c im Laufe der Rückholbewegung ausreichend weit der Aussparung 12a an der Rückseite des Ölraums 12 angenähert hat, wird die Verbindung zwischen dem ersten Ölraum-Kanal 13 und dem Ölraum unterbrochen mit der Folge, daß sich in der zugehörigen Ringnut 22 der volle Druck p der Druckquelle 18 aufbaut und auf die Arbeitsfläche A2 einwirkt (Fig. 2b).
    Für die Steuerkraft FSt gilt jetzt die Beziehung:


    d. h. der Hohlschieber 20 wird in Richtung des Pfeiles 32a in die (in der Darstellung untenliegende) Arbeitshubstellung veschoben, in welcher der Kolbenraum 9 mit den Rücklauf 17 in Verbindung steht.

    [0027] Während des Arbeitshubes (angedeutet durch den Pfeil 7 in Fig. 2c) stehen die Arbeitsflächen A2, A3 und A4 mit dem Rücklauf 17 in Verbindung. Die auf den Hohlschieber 20 einwirkende Steuerkraft FSt ergibt sich dabei aus:


    d. h. der Hohlschieber 20 behält die (in der Darstellung untenliegende) Arbeitshubstellung bei, in welcher die Stirnfläche A5 an der unteren Stirnfläche 19b des Steuerraums 19 anliegt.
    Der im Gasraum 6 vorherrschende Druck wirkt auf die Anschlagfläche 5 und die dieser zugewandte Stirnfläche 8c des Ringkolbens ein. Dieser wird infolge seiner kleineren Masse schneller in Richtung des Pfeiles 7 beschleunigt als der Arbeitskolben 1, d. h. der Ringkolben 8 eilt der Bewegung des Schlagkolbens 1 in Schlagrichtung vor; die Höchstgeschwindigkeit des Ringkolbens und damit die maximale Strömungsgeschwindigkeit des Antriebsmittels bei gegebenen Strömungsquerschnitten wird dabei durch die Drossel 30a des Rücklauf-Kanals 30 begrenzt.
    Der Schlagkolben 1 wird durch den Gasdruck kontinuierlich beschleunigt, bis er auf das zu bearbeitende Material 2 auftrifft und dabei schlagartig abgebremst wird.
    Der Ringkolben 8, welcher während des Arbeitshubes bewegungsmäßig nicht an den Schlagkolben 1 angekoppelt ist, verschließt bei seiner Annäherung an die Ringfläche 3b zunächst die Mündung 10a des ersten Kolbenraum-Kanals 10 und anschließend auch die die Mündung des zweiten Kolbenraum-Kanals 11 bildende Ringnut 11a, wodurch die Bewegung des Ringkolbens in Schlagrichtung stetig abgebremst wird.

    [0028] Sobald sich der Ringkolben 8 der Ringfläche 3b des Zylinders 3 soweit angenähert hat, daß er die Mündung 10a des ersten Kolbenraum-Kanals verschließt, steigt der in der Ringnut 23 herrschende Druck auf den Druck der Druckquelle 18 an. Für die an dem Hohlschieber 20 angreifende Steuerrichtung FSt gilt somit:


    d. h. der Hohlschieber 20 verschiebt sich in Richtung des in Fig. 2d dargestellten Pfeiles 32b in die Rückhubstellung, in welcher die Arbeitsfläche A1 an der (in der Darstellung obenliegenden) Stirnfläche 19b zur Anlage kommt.
    Wegen des sich daraus ergebenden Betriebszustandes wird auf die Ausführungen zu Fig. 2a verwiesen.

    [0029] Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, bei welcher sich der Arbeitshub des Schlagkolbens 1 verändern läßt und damit die Schlagenergie und Schlagzahl beeinflußt werden kann.
    Der erste Ölraum-Kanal 13 ist dabei mit einem Durchlaßventil 33 ausgestattet, dessen Betriebsstellung durch eine Feder 33a mit einstellbarer Vorspannkraft vorgegeben ist.
    Das Durchlaßventil 33 steht darüber hinaus über eine Anschlußbohrung 34 und eine Steuerleitung 35 mit dem Gasraum 6 im Zylinder 3 in Verbindung.

    [0030] Solange der im Gasraum 6 vorherrschende Gasdruck einen über die Feder 33a eingestellten Grenzdruck nicht überschreitet, nimmt das Durchlaßventil 33 die dargestellte Durchlaß- oder Öffnungsstellung; in dieser wird der Arbeitszyklus des Schlagkolbens 1 nicht beeinflußt.

    [0031] Falls der Gasdruck im Gasraum 6, bedingt durch die Bewegung des Schlagkolbens 1 und des Ringkolbens 8 in Richtung des Pfeiles 31, einen über die Vorspannfeder 33a vorgegebenen Grenzwert übersteigt, schaltet das Durchlaßventil 33 in die Sperrstellung um. Dies hat zur Folge, daß der über die Ringnut 22 an der Arbeitsfläche A2 angreifende Druck ansteigt und der Hohlschieber 20 sich in Richtung auf die Arbeitshubstellung (d. h. in der Darstellung nach unten) verschiebt. Dementsprechend wird die Rückhubbewegung des Schlagkolbens 1 unter Einwirkung des Ringkolbens 8 unterbrochen und die Arbeitshubbewegung in entgegengesetzter Richtung eingeleitet (vergl. dazu Fig. 2c).

    [0032] Abweichend von der Ausführungsform gemäß Fig. 3 kann das Durchlaßventil 33 über eine Steuerleitung auch fernbetätigbar sein, und zwar entweder von Hand oder über eine geeignete Regeleinheit, über welche die Arbeitsstellung des Durchlaßventils nach einem einstellbaren Zeitablauf verändert werden kann.

    [0033] Der Erfindungsgegenstand kann in der Weise ausgebildet sein, daß entweder die Schlagkolbenspitze unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines Werkzeugs, also mittelbar, auf das zu bearbeitende Material auftrifft.


    Ansprüche

    1. Hydraulisches Schlagwerk mit einem Zylinder (3), einem in diesem geführten Schlagkolben (1) und einer Kolbenrückholeinrichtung, wobei der Schlagkolben (1) einseitig mit einem unter Druck stehenden kompressiblen Antriebsmittel beaufschlagt ist (6) und wobei die
    Kolbenrückholeinrichtung, über die der Schlagkolben (1) entgegen der Richtung seines Arbeitshubes rückholbar und die auf ihrer der Schlagkolbenspitze zugewandten Seite wechselweise an eine Druckquelle für ein inkompressibles Antriebsmittel und an einen drucklosen Rücklauf anschließbar ist, am Schlagkolben (1) unabhängig von diesem verschiebbar abgestützt ist,
    dadurch gekennzeichnet,

    - daß die Kolbenrückholeinrichtung lediglich aus einem Ringkolben (8) besteht, der in Längsrichtung des Schlagkolbens (1) frei verschiebbar an diesem und an dem Zylinder (3) anliegt und der auf der der Schlagkolbenspitze (1a) zugewandten Seite mit einer Ringfläche (3b) des Zylinders einen von dem Druckgas getrennten Kolbenraum (9) in axialer Richtung begrenzt;

    - daß der Bewegungsspielraum des Ringkolbens (8) bezüglich des Schlagkolbens (1) entgegen der Schlagrichtung (Pfeil 7) durch eine an diesem angebrachte Anschlagfläche (5) begrenzt ist;

    - daß der Schlagkolben (1) mit dem Zylinder (3) einen Ölraum (12) begrenzt, der sich - in Schlagrichtung (Pfeil 7) gesehen - mit Abstand an den Kolbenraum (9) anschließt, und mit einem in dem Ölraum (12) liegenden zylindrischen Absatz (1c) ausgestattet ist, durch den seine Endlage beim Rückhub festgelegt ist, und

    - daß der Kolbenraum (9) und der Ölraum (12) mit einer Steuerung (16) zusammenwirken, über die einerseits mit der Annäherung des Schlagkolben-Absatzes (1c) an die dem Kolbenraum (9) zugewandte Rückseite des Ölraums (12) dieser an den Rücklauf (17) anschließbar ist und über die andererseits mit der Annäherung des in Schlagrichtung (Pfeil 7) voreilenden Ringkolbens (8) an die Ringfläche (3b) der Kolbenraum (9) mit der Druckquelle (18) verbindbar ist.


     
    2. Schlagwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (16) aus einem in einem Steuerraum (19) beweglichen Hohlschieber (20) besteht, der mit der Annäherung des Ringkolbens (8) an die Ringfläche (3b) in eine Rückhubstellung und mit der entgegengerichteten Annäherung des Arbeitskolben-Absatzes (1c) an die Ölraum-Rückseite in eine Arbeitshubstellung verschiebbar ist, und daß in den Steuerraum (19) einerseits mehrere Druck- und Rücklaufkanäle (21, 28, 29 bzw. 14b, 30), die mit der Druckquelle (18) bzw. dem Rücklauf (17) in Verbindung stehen, und andererseits vier Kanäle (10, 11; 13, 14) einmünden, von denen jeweils zwei in den Kolbenraum (9) bzw. Ölraum (12) übergehen.
     
    3. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,

    - daß die Mündung (10a) des ersten Kolbenraum-Kanals (10) - der ständig mit der Druckquelle (18) in Verbindung steht - weiter von der Zylinder-Ringfläche (3b) entfernt liegt als die Mündung (11a) des zweiten Kolbenraum-Kanals (11);

    - daß die Mündung (14a) des zweiten Ölraum-Kanals (14) - der ständig mit dem Rücklauf (17) in Verbindung steht - weiter von der Ölraum-Rückseite entfernt liegt als die in deren Nähe befindliche Mündung (13a) des ständig an die Druckquelle (18) angeschlossenen ersten Ölraum-Kanals (13) und

    - daß der zweite Kolbenraum-Kanal (11) über die Steuerung (16) während des Rückhubes zumindest bis zur Annäherung des Schlagkolben-Absatzes (1c) an die Mündung (13a) des ersten Ölraum-Kanals (13) mit der Druckquelle (18) bzw. während des Arbeitshubes zumindest bis zur Annäherung des Ringkolbens (8) an die Mündung (10a) des ersten Kolbenraum-Kanals (10) mit dem Rücklauf (17) in Verbindung steht.


     
    4. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlschieber (20), dessen Innenraum (20a) mit der Druckquelle (18) in Verbindung steht, an seiner Außenseite fünf unterschiedlich große ringförmige Arbeitsflächen (A1 bis A5) aufweist, nämlich zwei Arbeitsflächen (A1, A2) zur Erzeugung in Richtung auf die Arbeitshubstellung wirksamer Druckkräfte und drei Arbeitsflächen (A3, A4, A5) zur Erzeugung den erstgenannten Druckkräften entgegengerichteter, in Richtung auf die Rückhubstellung wirksamer Druckkräfte, wobei die - ihrer Aufeinanderfolge in Richtung auf die Arbeitshubstellung entsprechend bezeichnete - erste und die zweite Arbeitsfläche (A1 bzw. A2) gemeinsam ebenso groß sind wie die aus der dritten bis fünften Arbeitsfläche (A3 bis A5) gebildete Gesamtfläche und wobei die erste und die fünfte Arbeitsfläche (A1, A5) aus der in Richtung auf die Rückhub- bzw. Arbeitshubstellung wirksamen Stirnfläche des Hohlschiebers (20) bestehen.
     
    5. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsflächen (A1 bis A5) des Hohlschiebers (20) größenmäßig nach folgenden Bedingungen aufeinander abgestimmt sind:

    - die erste Arbeitsfläche (A1) ist größer als die fünfte Arbeitsfläche (A5);

    - die erste Arbeitsfläche (A1) ist kleiner als die Summe aus der dritten und fünften Arbeitsfläche (A3, A5);

    - die Summe aus der ersten und zweiten Arbeitsfläche (A1, A2) ist größer als die Summe aus der dritten und fünften Arbeitsfläche (A3, A5).


     
    6. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

    - daß die zweite und die dritte Arbeitsfläche (A2 bzw. A3) jeweils über eine Ringnut (22 bzw. 23) des Steuerraums (19) einerseits mit der Druckquelle (18) und andererseits mit dem ersten Ölraum-Kanal (13) bzw. mit dem ersten Kolbenraum-Kanal (10) in Verbindung steht;

    - daß die vierte Arbeitsfläche (A4) über eine Ringnut (26) des Steuerraums (19) gleichzeitig mit dem zweiten Ölraum-Kanal (14) und mit einem Rücklauf-Kanal (14b) in Verbindung steht;

    - daß der zweite Kolbenraum-Kanal (11) über eine erste und eine zweite Ringnut (25 bzw. 27) mit dem Steuerraum (19) in Verbindung steht, die - in Richtung auf die Arbeitshubstellung des Hohlschiebers (20) gesehen - vor der vierten Arbeitsfläche (A4) bzw. hinter der vierten Arbeitsfläche (A4) in der Nähe der fünften Arbeitsfläche (A5) liegt, und

    - daß der Steuerraum (19) über eine Ringnut (24) mit einem Rücklaufkanal (30) in Verbindung steht, wobei die Ringnut (24) - in Richtung auf die Arbeitshubstellung des Hohlschiebers (20) gesehen - im Bereich hinter der Ringnut (23) des ersten Kolbenraum-Kanals (10) und vor der ersten Ringnut (25) des zweiten Kolbenraum-Kanals (11) liegt.


     
    7. Schlagwerk mit zumindest einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlschieber (20) eine außenliegende Ringnut (20c) aufweist, die derart angeordnet und ausgebildet ist, daß der zweite Kolbenraum-Kanal (11) über diese Ringnut nur dann mit dem Rücklauf (17) in Verbindung steht, wenn der Hohlschieber (20) eine Lage zumindest in der Nähe seiner Arbeitshubstellung einnimmt.
     
    8. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ringnut (23 bzw. 22) des ersten Kolbenraum- und Ölraum-Kanals (10 bzw. 13) jeweils ein mit einer Drossel (29a bzw. 28a) ausgestatteter Druckkanal (29 bzw. 28) einmündet.
     
    9. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklauf-Kanäle (14b, 30) unter Zwischenschaltung einer Drossel (30a) mit dem Rücklauf (17) in Verbindung stehen.
     
    10. Schlagwerk nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Ölraum-Kanal (13) mit einem vorgespannten Durchlaßventil (33) mit einstellbarer Verstellkraft ausgestattet ist, dessen Arbeitsstellung über eine Steuerleitung (35) beeinflußbar ist.
     
    11. Schlagwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchlaßventil (33), welches durch eine mit dem Gasraum (6) verbundene Steuerleitung (34) druckbaufschlagt ist, bei Unterschreiten eines Gasdruck-Grenzwertes die Durchlaßstellung einnimmt.
     
    12. Schlagwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß Durchlaßventil (33) über eine Steuerleitung (35) fernbetätigbar ist.
     
    13. Schlagwerk nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsflächen des Ringkolbens (8) mit dem Zylinder (3) und dem Schlagkolben (1) mit Dichtelementen (8a bzw. 8b) ausgestattet sind.
     


    Claims

    1. A hydraulic percussion mechanism having a cylinder (3), a percussion piston (1) sliding therein and a piston return device, wherein the percussion piston (1) is acted upon on one side by a pressurized compressible working medium (6) and wherein the piston return device, via which the percussion piston (1) can be returned oppositely to the direction of its working stroke and which on its side adjacent the percussion piston tip can be connected alternately to a pressure source for an incompressible driving medium and to an unpressurized return bears displaceably against the percussion piston (1) independently thereof, characterized in that

    - the piston return device comprises solely an annular piston (8) which bears freely displaceably against the cylinder (3) and the impacting piston (1) in the longitudinal direction thereof and which on the side adjacent the percussion piston tip (1a) cooperates with an annular face (3b) of the cylinder to bound in the axial direction a piston chamber (9) separated from the pressure gas,

    - the free motion of the annular piston (8) in relation to the percussion piston (1) oppositely to the direction of impact (arrow 7) is limited by a stop face (5) attached to the percussion piston,

    - the percussion piston (1) cooperates with the cylinder (3) to bound an oil chamber (12) which, viewed in the direction of impact (arrow 7), adjoins the piston chamber (9) at a distance, the percussion piston having a cylindrical shoulder (1c) which is disposed in the oil chamber (12) and via which its end position is determined during the return stroke, and

    - the piston chamber (9) and the oil chamber (12) cooperate with a control system (16), via which on the one hand the oil chamber (12) can be connected to the return (17) when the percussion piston shoulder (1c) approaches the rear side of the oil chamber adjacent the piston chamber (9), and via which on the other hand the piston chamber (9) can be connected to the pressure source (18) when the annular piston (8), which leads on the percussion piston in the direction of impact (arrow 7), approaches the annular face (3b).


     
    2. A percussion mechanism according to claim 1, characterized in that the control system (16) comprises a hollow pusher (20) which can move in a control chamber (19) and which can be displaced into a return position when the annular piston (8) approaches the annular face (3b) and which can be displaced into a working stroke position when the working piston shoulder (1c) approaches in the opposite direction the rear side of the oil chamber, and the control chamber (19) has discharging thereinto on the one hand a number of pressure and return ducts (21, 28, 29; 14b, 30) which are connected to the pressure source (18) and the return (17) respectively, and on the other hand four ducts (10, 11; 13, 14), two of which merge into the piston chamber (9) and the oil chamber (12) respectively.
     
    3. A percussion mechanism according to at least one of claims 1 and 2, characterized in that

    - the mouth (10a) of the first piston chamber duct (10), which is always connected to the pressure source (18), is disposed further from the cylinder annular face (3b) than the mouth (11a) of the second piston chamber duct (11),

    - the mouth (14a) of the second oil chamber duct (14), which is always connected to the return (17), is disposed further away from the rear side of the oil chamber than the mouth (13a), disposed in the vicinity of said rear side, of the first oil chamber duct (13), which is always connected to the pressure source (18), and

    - the second piston chamber duct (11) is connected via the control system (16) to the pressure source (18) during the return stroke, at least until the percussion piston shoulder (1c) approaches the mouth (13a) of the first oil chamber duct (13), and is connected to the return (17) during the working stroke, at least until the annular piston (8) approaches the mouth (10a) of the first piston chamber duct (10).


     
    4. A percussion mechanism according to at least one of claims 2 and 3, characterized in that the outside of the hollow pusher (20), whose inner space (20a) is connected to the pressure source (18), has five annular working faces (A1 to A5) of different sizes, namely two working faces (A1, A2) for generating pressure forces operative in the direction of the working stroke position and three working faces (A3, A4, A5) for generating pressure forces oppositely directed from the first-mentioned pressure forces and operative in the direction of the return stroke position, the first and second working faces (A1; A2), numbered in accordance with their succession in the direction of the working stroke position, being together of the same size as the total area formed by the third to fifth working faces (A3 to A5), and the first and fifth working faces (A1, A5) comprising that end face of the hollow pusher (20) which is operative in the direction of the return stroke position and the working stroke position respectively.
     
    5. A percussion mechanism according to at least one of claims 2 to 4, characterized in that the working faces (A1 to A5) of the hollow pusher (20) are adapted to one another in size in accordance with the following conditions:

    - the first working face (A1) is larger than the fifth working face (A5),

    - the first working face (A1) is smaller than the sum of the third and fifth working faces (A3, A5),

    - the sum of the first and second working faces (A1, A2) is greater than the sum of the third and fifth working faces (A3, A5).


     
    6. A percussion mechanism according to at least one of claims 4 and 5, characterized in that the

    - the second and third working faces (A2; A3) are each connected via an annular groove (22; 23) of the control chamber (19) on the one hand to the pressure source (18) and on the other hand to the first oil chamber duct (13) and the first piston chamber duct (10) respectively,

    - the fourth working face (A4) is connected via an annular groove (26) of the control chamber (19) simultaneously to the second oil chamber duct (14) and a return duct (14b),

    - the second piston chamber duct (11) is connected to the control chamber (19) via a first and second annular groove (25; 27) which, viewed in the direction of the working stroke position of the hollow pusher (20), are disposed before the fourth working face (A4) and after the fourth working face (A4) in the vicinity of the fifth working face (A5) respectively, and

    - the control chamber (19) is connected to a return duct (30) via an annular groove (24) which, viewed in the direction of the working stroke position of the hollow pusher (20), is disposed in the zone after the annular groove (23) of the first piston chamber duct (10) and before the first annular groove (25) of the second piston chamber duct (11).


     
    7. A percussion mechanism according to at least one of claims 3 to 6, characterized in that the hollow pusher (20) is formed with an external annular groove (20c) which is so disposed and constructed that the second piston chamber duct (11) is connected via said annular groove to the return (17) only when the hollow pusher (20) occupies a position at least in the vicinity of its working stroke position.
     
    8. A percussion mechanism according to at least one of claims 3 to 7, characterized in that a pressure duct (29; 28) having a throttle (29a; 28a) discharges into the annular groove (23; 22) of the first piston chamber duct (10) and the first oil chamber duct (13) respectively.
     
    9. A percussion mechanism according to at least one of claims 3 to 8, characterized in that the return ducts (14b, 30) are connected to the return (17) with the interposition of a throttle (30a).
     
    10. A percussion mechanism according to at least one of claims 3 to 9, characterized in that the first oil chamber duct (13) has a prestressed gate valve (33) which has a variable adjusting force and whose operative position can be determined via a control line (35).
     
    11. A percussion mechanism according to claim 10, characterized in that the gate valve (33), which is pressurized via a control line (34) connected to the gas chamber (6), takes up the flow position when a gas pressure limit value fails to be reached.
     
    12. A percussion mechanism according to claim 10, characterized in that the gate valve (33) can be remotely controlled via a control line (35).
     
    13. A percussion mechanism according to at least one of the preceding claims, characterized in that the contact faces between the annular piston (8) and the cylinder (3) and percussion piston (1) are provided with sealing elements (8a; 8b).
     


    Revendications

    1. Outil frappeur hydraulique avec un cylindre (3), un piston frappeur (1) guidé dans celui-ci et un dispositif de retour de piston, avec lequel le piston frappeur (1) est frappé sur un côté avec un moyen (6) compressible d'entraînement sous pression et, dans ce cas, le dispositif de retour de piston, par l'intermédiaire duquel le piston (1) est rappelé dans la direction opposée à sa course de travail et qui sur sa face tournée vers la tête du piston frappeur, peut être relié alternativement à une source de pression pour un moyen d'entraînement incompressible et à un retour sans pression, est appuyé de manière amovible au piston frappeur (1) indépendamment de celui-ci, caractérisé en ce que

    - le dispositif de retour du piston se compose simplement d'un piston annulaire (8), qui est librement amovible dans le sens longitudinal du piston frappeur (1), qui se trouve à proximité de celui-ci et du cylindre (3) et qui, sur la face tournée vers la tête (la) du piston, limite dans le sens axial une chambre de piston (9) séparée du gaz comprimé au moyen d'une surface annulaire (3b) du cylindre.

    - la liberté de mouvement du piston annulaire (8) en ce qui concerne le piston frappeur (1) est limitée par une surface de butée (5) disposée sur celui-ci à l'opposé du sens de la frappe (flèche 7).

    - le piston frappeur (1) limite avec le cylindre (3) une chambre d'huile (12), qui - vue dans le sens de la frappe (flèche 7) - se raccorde à distance à la chambre du piston (9) et qui est équipée d'un palier cylindrique (1c) situé dans la chambre d'huile (12) par l'intermédiaire duquel sa position finale pendant la course de retour est déterminée, et

    - la chambre du piston (9) et la chambre d'huile (12) agissent conjointement avec une commande (16) au moyen de laquelle la chambre d'huile, d'une part, est raccordable au retour (17) au moment où le palier (1c) du piston frappeur s'approche de la face arrière de la chambre d'huile (12) tournée vers la chambre du piston (9) et la chambre du piston (9), d'autre part, est reliée à la source de pression (18) au moment où le piston annulaire (8), avançant dans le sens de la frappe (flèche 7), s'approche de la surface annulaire (3b).


     
    2. Outil frappeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la commande (16) se compose d'un tiroir creux (20) mobile, qui se déplace dans une position de course de retour quand le piston annulaire (8) s'approche de la surface annulaire (3b) et se déplace dans une positon de course de travail quand le palier du piston de travail (1c) s'approche, dans le sens opposé, de la face arrière de la chambre d'huile, et en ce que plusieurs canaux de retour et de pression (21, 28, 29 et 14b, 30) débouchent, d'une part, dans la chambre de commande (19), ces canaux communiquant avec la source de pression (18) et avec le retour (17), et en ce que quatre canaux, d'autre part, (10, 11; 13, 14) y débouchent, dont deux paires traversent la chambre de piston (9) et la chambre d'huile (12).
     
    3. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que

    - l'embouchure (10a) du premier canal (10) de la chambre de piston qui communique constamment avec la source de pression (18), est plus éloignée de la surface annulaire (3b) du cylindre, que ne l'est l'embouchure (11a) du deuxième canal (11) de la chambre de piston.

    - l'embouchure (14a) du deuxième canal (14) de la chambre d'huile, qui communique constamment avec le retour (17), est plus éloignée de la face arrière de la chambre d'huile que ne l'est l'embouchure (13a), se trouvant à proximité de celle-ci, du premier canal (13) de la chambre d'huile communiquant constamment avec la source de pression (18) et,

    - le second canal (11) de la chambre de piston communique avec le retour (17) par l'intermédiaire de la commande (16) pendant la course de retour au moins jusqu'à ce que le palier (1c) du piston frappeur s'approche de l'embouchure (13a) du premier canal (13) de la chambre d'huile et ceci également pendant la course de travail au moins jusqu'à ce que le piston annulaire (8) s'approche de l'embouchure (10a) du premier canal (10) de la chambre de piston.


     
    4. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 2 à 3, caractérisé en ce que le tiroir creux (20), dont la chambre intérieure (20a) est reliée à la source de pression (18), présente sur sa face externe cinq surfaces de travail de forme annulaire (A1-A5) et de tailles différentes, soit deux surfaces de travail (A1, A2) pour la production de forces de pression effectives dans le sens de la position de course de travail et trois surfaces de travail (A3, A4, A5) pour la production des forces de pression opposées aux forces de pression précitées et ayant effet dans le sens de la position de course de travail, la première et la seconde surfaces (A1, A2) - désignées selon leur ordre de succession dans le sens de la position de travail - étant ensemble dans ce cas aussi grandes que la surface totale formée par les surfaces de travail de la troisième à la cinquième (A3-A5), la première et la cinquième surface de travail (A1, A5) se composant alors de la surface frontale du tiroir creux (20) ayant effet dans le sens de la position de course de retour et de course de travail.
     
    5. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que les surfaces de travail (A1 à A5) du tiroir creux (20) sont concordantes l'une par rapport à l'autre en fonction de la taille selon les conditions suivantes:

    - la première surface de travail (A1) est plus grande que la cinquième surface de travail (A5);

    - la première surface de travail (A1) est plus petite que la somme résultant de la troisième et la cinquième surfaces de travail (A3, A5);

    - la somme de la première et de la deuxième surfaces de travail (A1, A2) est supérieure à la somme de la troisième et de la cinquième surfaces de travail (A3, A5).


     
    6. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 4 à 5, caractérisé en ce que

    - la deuxième et la troisième surfaces de travail (A2, A3) communiquent chacune avec, d'une part, la source de pression (18) par l'intermédiaire d'une gorge annulaire (22, 23) de la chambre de commande (19) et avec, d'autre part, le premier canal (13) de la chambre d'huile et le premier canal (10) de la chambre de piston;

    - la quatrième surface de travail (A4) communique simultanément par l'intermédiaire d'une gorge circulaire (26) de la chambre de commande (19) avec le deuxième canal (14) de la chambre d'huile et avec un canal de retour (14b);

    - le second canal (11) de la chambre de piston communique avec la chambre de commande (19) par l'intermédiaire d'une première et d'une deuxième gorges annulaires (25, 27) qui - vues dans le sens de la position de la course de travail du tiroir creux (20) - sont devant la quatrième surface de travail (A4) ou à proximité de la cinquième surface de travail (A5) derrière la quatrième surface de travail (A4) et,

    - la chambre de commande (19) communique avec un canal de retour (30) par l'intermédiaire d'une gorge annulaire (24), la gorge annulaire (24) - vue dans le sens de la position de la course de travail du tiroir creux (20) - se trouvant dans la zone derrière la gorge annulaire (23) du premier canal (10) de la chambre de piston et devant la première gorge (25) du deuxième canal (11) de la chambre de piston.


     
    7. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que le tiroir creux (20) présente une gorge annulaire externe (20c) qui est concue et disposée de facon à ce que le deuxième canal (11) de la chambre de piston ne communique alors, avec le retour (17) par cette gorge annulaire, que quand le tiroir creux (20) prend une position au moins à proximité de sa position de course de travail.
     
    8. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce qu'un canal à pression (29 et/ou 28) équipé d'une vanne d'étranglement (29a et/ou 28a) débouche dans la gorge annulaire (23 et/ou 22) du premier canal (10 et/ou 13) de la chambre de piston et de la chambre d'huile.
     
    9. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que les canaux de retour (14b, 30) communiquent avec le retour (17) par la commutation intermédiaire d'une vanne d'étranglement (30a).
     
    10. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que le premier canal (13) de la chambre d'huile est équipé d'une vanne d'admission (33) avec un débit variable réglable dont la position de travail est influençable par une canalisation de commande (35).
     
    11. Outil frappeur selon la revendication 10, caractérisé en ce que la vanne d'admission (33), laquelle est frappée par pression par une canalisation de commande (34) communiquée avec la chambre de gaz (6), prend la position d'admission au dépassement de la valeur inférieure limite de la pression de gaz.
     
    12. Outil frappeur selon la revendication 10, caractérisé en ce que la vanne d'admission (33) est actionnable à distance au moyen d'une canalisation de commande (35).
     
    13. Outil frappeur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les surfaces de contact du piston annulaire (8) avec le cylindre (3) et le piston frappeur (1) sont équipés d'éléments d'étanchéité (8a et 8b).
     




    Zeichnung