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EP 0 340 504 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.02.1993 Patentblatt 1993/08 |
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Anmeldetag: 14.04.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21B 29/00 |
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Biege- und Ausbalanciervorrichtung für axial verschiebbare Walzen eines Walzgerüstes
Device for bending and balancing axial movable rolls of a rolling stand
Dispositif pour plier et balancer des cylindres décalables axialement d'une cage de
laminoir
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
06.05.1988 DE 3815454
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.11.1989 Patentblatt 1989/45 |
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Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Bohnenkamp, Heinrich
D-4040 Neuss (DE)
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Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 084 927 DE-A- 3 627 690 US-A- 3 398 564
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EP-A- 0 238 377 JP-B- 5 012 385
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1o. no.320 (M-530)(2376), 30 October01986 ; & JP-A-61129208
(HITACHI).
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Biege- und Ausbalanciervorrichtung für axial verschiebbare
Walzen eines Walzgerüstes, insbesondere für die Arbeitswalzen eines Quarto-Walzgerüstes,
wobei im Fenster eines jeden Walzgerüstständers beiderseits ein Führungsblock ständerfest
angeordnet ist und die Walzeneinbaustücke zu beiden Seiten auf einem am Führungsblock
vertikal geführten oberen bzw. unteren Hubgehäuse horizontal gleitend abgestützt sind
und die Walzenbiegekräfte von Biegezylindern auf die Walzeneinbaustücke übertragen
werden.
[0002] Eine Biege- und Ausbalanciervorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der DE-OS
36 27 690 bekannt. Bei dieser Biege- und Ausbalanciervorrichtung wirken auf jedes
die Walzeneinbaustücke horizontal führende Hubgehäuse zwei Biegezylinder, die derart
angeordnet sind, daß das jeweils obere Hubgehäuse den Zylinderkolben aufnimmt, während
die Kolbenstange mit dem unteren Hubgehäuse verbunden ist. Zur Arbeitswalzenbiegung
werden die in dem oberen Hubgehäuse angeordneten Zylinderkolben an der Kolbenaußenseite
druckbeaufschlagt, wodurch über die Kolbenstangen Druckkräfte auf das untere Hubgehäuse
einwirken. Als Folge davon werden von dem oberen Hubgehäuse aufwärts gerichtete Kräfte
auf die Gleitflächen der Einbaustücke übertragen und abwärts gerichtete Kräfte werden
von dem unteren Hubgehäuse auf die Gleitflächen des unteren Einbaustücks übertragen.
[0003] Die Anordnung von Hubgehäuse und Biegezylinder läßt sich zu Wartungszwecken leicht
auswechseln, wodurch kürzere Stillstandszeiten des Walzgerüstes erzielbar sind; dies
gilt um so mehr, wenn mit dem Hubgehäuse auch noch die hydraulische Einrichtung zur
axialen Arbeitswalzenverschiebung verbunden ist.
[0004] Aus der JP-A-61-129208 ist ein Quarto-Walzgerüst bekannt, bei dem die Einbaustücke
form- und kraftschlüssig in eine horizontale Führungsnut von Hubgehäusen eingreifen,
in denen Biegezylinder angeordnet sind, die sich ihrerseits am Gerüstständer abstützen.
Zur Verspannung der Einbaustücke zwischen den Gerüstständern ist in einem Hubgehäuse
außerdem ein Verspannungszylinder angeordnet, der mit dem Biegezylinder wirkungsmäßig
verbunden ist und dessen Kolbenschaft sich ebenfalls am Gerüstständer abstützt. Diese
Einbaukonstruktion ist für Walzeneinbaustücke ungünstig, da sie längere Montage- und
Demontagezeiten verursacht und zusätzliche Momente und Verspannungskräfte in die Walzenlager
einleitet.
[0005] Aus der EP-A-00 84 827 ist ein Sexto-Gerüst bekannt, bei welchem infolge eines anderen
Konstruktionsprinzips die Walzeneinbaustücke auf den Kolbenschäften von Biegezylindern
aufliegen, die ihrerseits gemeinsam in einem ständerfesten Block angeordnet sind.
Ein vergleichbares Konstruktionsprinzip findet sich bei einem Quarto-Walzgerüst gemäß
der JP-B-50-12385, bei welchem die Walzeneinbaustücke der Arbeitswalzen ebenfalls
auf den Kolbenschäften von Biegezylindern aufliegen, wobei allerdings diese in horizontal
bewegbaren Gestellen angeordnet sind, die ihrerseits von einem Führungsgestell dreiseitig
umfaßt werden. Das Führungsgestell ist in dem Gerüstständer befestigt. Dieses bekannte
Konstruktionsprinzip beschreitet also einen anderen Weg.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die bekannte Biege- und Ausbalanciervorrichtung
zu verbessern und möglichst getrennt auf jedes einzelne Hubgehäuse Druckkräfte aufzubringen,
um damit die Walzenbiegung noch besser beeinflussen zu können und die Ausbalancierung
der Walzen mit den Einbaustücken noch genauer einstellen zu können, um unkontrollierte
Kräfte und Momente an den hochbelasteten Walzenlagern zu vermeiden.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an jedem oberen und unteren Hubgehäuse mindestens
ein vorzugsweise hydraulisch wirkender Biegezylinder angreift, der am ständerfesten
Führungsblock abgestützt ist, wobei der Führungsblock in seinem mittleren Bereich
einen in das Ständerfenster des Walzgerüstständers auskragenden Steg aufweist, auf
dessen oberer und unterer Stegfläche der Biegezylinder abgestützt ist und wobei das
Hubgehäuse zur Abstützung des Walzeneinbaustücks einen oberen Absatz aufweist, in
welchem das Gleitstück für die horizontale Auflagefläche des Walzeneinbaustücks derart
eingelassen ist, daß die Mitte des Biegezylinders und die Mitte der Auflagefläche
in einer vertikalen Ebene liegen.
[0008] Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen wirken die Biegekräfte vorteilhafterweise
auf jedes einzelne Hubgehäuse und damit getrennt auf die Einbaustücke der oberen und
der unteren Arbeitswalze. Rückwirkungen der Biegekräfte als Folge von Reaktionskräften
auf die obere und untere Arbeitswalze werden vermieden, da die Reaktionskräfte von
den Walzenständern aufgefangen werden. Infolgedessen können die Biegekräfte auf jede
einzelne Walze noch genauer und noch wirksamer aufgebracht werden. Durch die Anordnung
von zwei Biegezylindern an jedem Hubgehäuse wird das als hydraulische Waage arbeitende
Ausbalanciersystem noch wirksamer einstellbar, so daß unkontrollierte Kräfte und Momente
an den hochbelasteten Walzenlagern vermieden werden. Die Abstützung auf den Stegflächen
des Führungsblocks ermöglicht eine gute Führung während der senkrechten Bewegung der
Hubgehäuse; wegen der einwandfreien Führung des Hubgehäuses ist eine hervorragende
Abdichtung des Gehäuses gegen Sinter, Staub oder sonstige schädliche Einflüsse aus
dem Walzwerksbetrieb gewährleistet; insbesondere durch die Ausrichtung von Biegezylinder
und Auflagefläche in einer vertikalen Ebene werden zusätzliche Reibungskräfte an den
Auflageflächen vermieden, da kein Moment zwischen der Auflage der Arbeitswalzeneinbaustücke
und der Biegezylinder auftreten kann.
[0009] Eine Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch ausgezeichnet, daß der Biegezylinder
wenigstens teilweise im Hubgehäuse angeordnet ist, wobei der Zylinderkolben in einer
entsprechenden Bohrung im Hubgehäuse geführt ist und der Kolbenschaft mit dem Steg
des Führungsblocks verbunden ist. Diese konstruktiven Maßnahmen lassen eine einfache,
robuste und betriebssichere Bauweise der Biegevorrichtung zu. Die Hubgehäuse mit den
integrierten Biegezylindern können schnell als eine Baueinheit gewechselt werden.
Es werden hierdurch geringe Stillstandszeiten infolge einer wartungsfreundlichen Konstruktion
erzielt.
[0010] Eine weitere Ausbildung der Erfindung befaßt sich mit der Maßnahme, daß der Führungsblock
einen der vertikalen Erstreckung des Hubgehäuses angepaßten, mittigen Vorsprung aufweist,
der in eine entsprechend ausgebildete Ausnehmung im mittigen Hubgehäuse eingreift
und daß an den vertikalen Kontaktflächen des Hubgehäuses zum Führungsblock und zum
Walzeneinbaustück zumindest teilweise Gleitflächen angeordnet sind. So ist sichergestellt,
daß jedes Hubgehäuse über eine möglichst große Länge am Führungsblock mittig geführt
ist, wobei die der Verschiebung entgegen wirkenden Reibungskräfte auf das konstruktiv
bedingte Mindestmaß beschränkt sind.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist mit dem Hubgehäuse
eine Vorrichtung zum axialen Verschieben der Walzen, insbesondere der Arbeitswalzen
verbunden, die mit Hilfe wenigstens eines Mitnehmerelementes mit dem Walzeneinbaustück
in Verbindung steht. Hierdurch werden Relativbewegungen zwischen den Walzeneinbaustücken
und dem Verschiebesystem bei der senkrechten Bewegung der Arbeitswalzen vermieden.
Es können deshalb auch keine Kippmomente auf die Walzenlager einwirken, so daß deren
Tragfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.
[0012] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher dargestellt. Es zeigen
- Figur 1
- einen Teilschnitt der oberen und unteren Arbeitswalzeneinbaustücke mit Hubgehäuse
und Biegezylinder,
- Figur 2
- einen Teilschnitt eines Walzeneinbaustücks mit einer Einrichtung zur axialen Verschiebung
der Arbeitswalze.
[0013] Gemäß Fig. 1 sind die Arbeitswalzen 1, 2 in dem nicht näher dargestellten Gerüstständer
3 des Walzgerüstes in Einbaustücken 4, 5 gelagert; die obere Arbeitswalze 1 in dem
oberen Walzeneinbaustück 4 und die untere Arbeitswalze 2 in dem unteren Walzeneinbaustück
5. Jedes Walzeneinbaustück ist auf seinen beiden Seiten horizontal gleitend auf dem
Absatz 9 eines Hubgehäuses 6, 7 geführt. Zu diesem Zweck ist das Walzeneinbaustück
mit einer Auflagefläche 8 versehen und in dem tragenden Absatz 9 des Hubgehäuses ist
ein Gleitstück 10 eingelassen.
[0014] Das Hubgehäuse 6, 7 ist an einem gemeinsamen Führungsblock 11 vertikal gleitend geführt.
Der Führungsblock 11 ist mit dem Walzgerüstständer fest verbunden. Der Führungsblock
weist einen der vertikalen Erstreckung des Hubgehäuses 6, 7 etwa angepaßten mittigen
Vorsprung 12 auf, der in eine entsprechend ausgebildete Ausnehmung 13 im mittleren
Längsbereich des Hubgehäuses eingreift. Die vertikalen Kontaktflächen des Hubgehäuses
zum Führungsblock 11 und zum Walzeneinbaustück 4,5 sind mit den Gleitflächen 14, 15
versehen (Fig. 2). Die Biege- und Ausbalancierzylinder 16, 17 sind im Hubgehäuse 6,
7 derart angeordnet, daß der Zylinderkolben 18 in einer entsprechenden Bohrung 19
im Hubgehäuse geführt ist und daß der Kolbenschaft 20 auf einem in das Ständerfenster
28 auskragenden Steg 21 des Führungsblocks 11 abgestützt ist.
[0015] Fig. 2 zeigt in einem Teilschnitt den nicht näher dargestellten Gerüstständer 3,
mit dem der Führungsblock 11 fest verbunden ist. Deutlich erkennbar ist der mittige
Vorsprung 12 des Führungsblocks, der in die entsprechende Ausnehmung 13 des oberen
Hubgehäuses 6 eingreift. In dem Hubgehäuse sind die gestrichelt dargestellten Bohrungen
19 zur Aufnahme der Zylinderkolben 18 der Biegezylinder 16 zu sehen. Die senkrechten
Kontaktflächen des Hubgehäuses zum Führungsblock 11 und zum Walzeneinbaustück 4 enthalten
die Gleitflächen 14, 15. Mit dem Hubgehäuse 6 ist eine Vorrichtung 24 zum axialen
Verschieben der Arbeitswalze 1 verbunden, die mit Hilfe eines Mitnehmerelementes 25
mit dem Walzeneinbaustück 4 in Verbindung steht. Das Mitnehmerelement besteht bspw.
aus zwei Ritzeln 26, die einerseits am Schubgehäuse 27 der Verschiebevorrichtung gelagert
sind und andererseits mit einer nicht näher dargestellten Zahnstange kämmen, die an
dem Walzeneinbaustück 4 angeordnet ist.
[0016] Zur Arbeitswalzenbiegung und zur Ausbalancierung der Walzen werden die in den Hubgehäusen
6, 7 angeordneten Biegezylinder 16, 17 an der Kolbenaußenseite mit einem hydraulischen
Medium druckbeaufschlagt, wobei sich jeder Biegezylinder auf der oberen Stegfläche
22 bzw. der unteren Stegfläche 23 des ständerfesten Führungsblocks 11 abstützt. Die
erzeugten Druckkräfte werden von dem Biegezylinder auf das Hubgehäuse übertragen und
von dort in die Walzeneinbaustücke 4, 5 geleitet. Durch die Maßnahme, daß jedes Hubgehäuse
eigene Biegezylinder aufweist, die sich jeweils getrennt an dem Führungsblock 11 abstützen
ist es möglich, auf jedes Hubgehäuse und damit in jede Seite des Walzeneinbaustücks
exakt vorgegebene Biegekräfte einzuleiten bzw. für eine ausgewogene Ausbalancierung
der Walzeneinbaustücke zu sorgen, so daß vorgegebene Biegekräfte die gewünschte Vorspannung
der Arbeitswalzen gewährleisten und andererseits beeinträchtigende Momente auf die
Walzenlager vermieden werden.
Bezugszeichenübersicht
[0017]
- 1
- obere Arbeitswalze
- 2
- untere Arbeitswalze
- 3
- Gerüstständer
- 4
- oberes Walzeneinbaustück
- 5
- unteres Walzeneinbaustück
- 6
- oberes Hubgehäuse
- 7
- unteres Hubgehäuse
- 8
- Auflagefläche
- 9
- Absatz des Hubgehäuses
- 10
- Gleitstück
- 11
- Führungsblock
- 12
- mittiger Vorsprung
- 13
- Ausnehmung
- 14, 15
- Gleitflächen
- 16, 17
- Biege- und Ausbalancierzylinder
- 18
- Zylinderkolben
- 19
- Bohrung
- 20
- Kolbenschaft
- 21
- Steg
- 22
- obere Stegfläche
- 23
- untere Stegfläche
- 24
- Verschiebevorrichtung
- 25
- Mitnehmerelement
- 26
- Ritzel
- 27
- Schubgehäuse
- 28
- Ständerfenster
1. Biege- und Ausbalanciervorrichtung für axial verschiebbare Walzen (1, 2) eines Walzgerüstes,
insbesondere für die Arbeitswalzen eines Quarto-Walzgerüstes, wobei im Fenster eines
jeden Walzgerüstständers (3) beiderseits ein Führungsblock (11) ständerfest angeordnet
ist und die Walzeneinbaustücke (4, 5) zu beiden Seiten auf einem am Führungsblock
(11) vertikal geführten oberen bzw. unteren Hubgehäuse (6, 7) horizontal gleitend
abgestützt sind und die Walzenbiegekräfte von Biegezylindern (16, 17) auf die Walzeneinbaustücke
(4, 5) übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jedem oberen und unteren Hubgehäuse (6, 7) mindestens ein vorzugsweise hydraulisch
wirkender Biegezylinder (16, 17) angreift, der am ständerfesten Führungsblock (11)
abgestützt ist, wobei der Führungsblock (11) in seinem mittleren Bereich einen in
das Ständerfenster (28) des Walzgerüstständers (3) auskragenden Steg (21) aufweist,
auf dessen oberer und unterer Stegfläche (22, 23) der Biegezylinder (16, 17) abgestützt
ist und wobei das Hubgehäuse (6, 7) zur Abstützung des Walzeneinbaustücks (4, 5) einen
oberen Absatz (9) aufweist, in welchem das Gleitstück (10) für die horizontale Auflagefläche
(8) des Walzeneinbaustücks (4, 5) derart eingelassen ist, daß die Mitte des Biegezylinders
(16, 17) und die Mitte der Auflagefläche (8) in einer vertikalen Ebene liegen.
2. Biege- und Ausbalanciervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekenzeichnet,
daß der Biegezylinder (16, 17) wenigstens teilweise im Hubgehäuse (6, 7) angeordnet
ist, wobei der Zylinderkolben (18) in einer entsprechenden Bohrung (19) im Hubgehäuse
(6, 7) geführt ist und der Kolbenschaft (20) mit dem Steg (21) des Führungsblocks
(11) verbunden ist.
3. Biege- und Ausbalanciervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekenzeichnet,
daß der Führungsblock (11) einen der vertikalen Erstreckung des Hubgehäuses (6, 7)
angepaßten mittigen Vorsprung (12) aufweist, der in eine entsprechend ausgebildete
Ausnehmung (13) im mittigen Hubgehäuse eingreift und daß an den vertikalen Kontaktflächen
des Hubgehäuses (6, 7) zum Führungsblock (11) und zum Walzeneinbaustück (4, 5) zumindest
teilweise Gleitflächen (14, 15) angeordnet sind.
4. Biege- und Ausbalanciervorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekenzeichnet,
daß mit dem Hubgehäuse (6, 7) eine Vorrichtung (24) zum axialen Verschieben der Walzen
(1, 2), insbesondere der Arbeitswalzen verbunden ist, die mit Hilfe wenigstens eines
Mitnehmerelementes (25) mit dem Walzeneinbaustück (4, 5) in Verbindung steht.
1. Bending and balancing device for axially displaceable rolls (1, 2) of a roll stand,
in particular for the work rolls of a four-high roll stand, wherein a guide block
(11) is arranged, fast with the housing, at both sides in the window of each roll
stand housing (3) and the roll chocks (4, 5) are supported at both sides to be horizontally
slidable on an upper or lower lifting housing (6, 7) vertically guided at the guide
block (11) and the roll bending forces are transmitted by bending cylinders (16, 17)
to the roll chocks (4, 5), characterised thereby that at least one bending cylinder
(16, 17), which is preferably hydraulically acting and which is supported at the guide
block (11) fast with the housing, engages at each upper and lower lifting housing
(6, 7), wherein the guide block (11) has in its middle region a web (21), which projects
into the housing window (28) of the roll stand housing (3) and on the upper and lower
web surface (22, 23) of which the bending cylinder (16, 17) is supported, and wherein
the lifting housing (6, 7) has, for the support of the roll chock (4, 5), an upper
ledge (9) in which the slide member (10) for the horizontal bearing seat (8) of the
roll chock (4, 5) is so let in that the centre of the bending cylinder (16, 17) and
the centre of the bearing seat (8) lie in one vertical plane.
2. Bending and balancing device according to claim 1, characterised thereby that the
bending cylinder (16, 17) is arranged at least partly in the lifting housing (6, 7),
wherein the cylinder piston (18) is guided in a corresponding bore (19) in the lifting
housing (6, 7) and the piston rod (20) is connected with the web (21) of the guide
block (11).
3. Bending and balancing device according to claim 1 or 2, characterised thereby that
the guide block (11) comprises a central projection (12), which is matched to the
vertical extent of the lifting housing (6, 7) and which engages in a correspondingly
constructed recess (13) in the central lifting housing, and that at least partial
slide seats (14, 15) are arranged at the vertical contact surfaces of the lifting
housing (6, 7) relative to the guide block (11) and relative to the roll chock (4,
5).
4. Bending and balancing device according to at least one of claims 1 to 3, characterised
thereby that a device (24) for the axial displacing of the rolls (1, 2), in particular
of the work rolls, is connected with the lifting housing (6, 7) and with the aid of
at least one entraining element (25), stands in connection with the roll chock (4,
5).
1. Dispositif pour plier et balancer des cylindres (1,2) décalables axialement d'une
cage de laminoir, notamment les cylindres de travail d'une cage quarto, dans lequel
la fenêtre des chaque montant (3) de cage comporte, des deux côtés, un bloc de guidage
(11) solidaire du montant et dans lequel les empoises (4, 5) des cylindres prennent
appui des des côtés, de manière à pouvoir glisser horizontalement, sur une enveloppe
de levage supérieure ou inférieure guidée verticalement dans le bloc de guidage (11),
les efforts de flexion des vérins de cintrage (16, 17) étant transmis aux empoises
(4, 5) des cylindres, caractérisé en ce que chacune des enveloppes de levage (6, 7)
supérieure ou inférieure est soumise à l'action d'au moins un vérin de cintrage, de
préférence hydraulique, qui prend appui sur le bloc de guidage (11) solidaire du montant,
ce bloc de guidage (11) comportant, dans la zone médiane, une partie saillante (21)
qui s'engage en porte-à-faux dans la fenètre (28) du montant (3) de la cage de laminoir
et dont les surfaces supérieure et inférieure (22, 23) servent d'appui au vérin de
cintrage (16, 17), l'enveloppe de levage (6, 7) comportant, pour l'appui de l'empoise
(4, 5) du cylindre, une partie supérieure (9) dans laquelle la pièce de glissement
(10) associée à la surface d'appui horizontale (8) de l'empoise (4, 5) du cylindre
pénètre de telle manière que le milieu du vérin de cintrage (16, 17) et le milieu
de la surface d'appui (8) se trouvent dans un même plan vertical.
2. Dispositif pour plier et balancer des cylindres selon la revendication 1, caractérisé
en ce que le vérin de cintrage (16, 17) est situé au moins en partie dans l'enveloppe
de levage (6, 7), le piston (18) du vérin étant guidé dans un alésage correspondant
(19) de l'enveloppe de levage (6, 7) et la tige de piston (20) étant reliée à la partie
saillante (21) du bloc de guidage (11).
3. Dispositif pour plier et balancer des cylindres selon l'une des revendications 1 ou
2, caractérisé en ce que le bloc de guidage (11) comporte une partie saillante médiane
(12) qui est adaptée à l'extension verticale de l'enveloppe de levage (6, 7) et qui
est prise dans un évidement de forme correspondante (13) ménagé dans la zone médiane
de l'enveloppe de levage et en ce qu'au niveau des surfaces de contact verticales
de l'enveloppe de levage (6, 7) avec le bloc de guidage (11) et l'empoise (4, 5) du
cylindre le dispositif comporte au moins en partie des surfaces de glissement (14,
15).
4. Dispositif pour plier et balancer des cylindres selon au moins une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que l'enveloppe de levage (6, 7) est reliée au dispositif
(24) qui assure le déplacement axial des cylindes (1, 2), notamment des cylindres
de travail, et qui, à l'aide d'au moins d'un élément d'entraînement (25), est relié
à l'empoise (4, 5) des cylindres.
