| (19) |
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(11) |
EP 0 362 539 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.02.1993 Patentblatt 1993/08 |
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Anmeldetag: 25.08.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F15B 11/05 |
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Hydraulische Steuereinrichtung
Hydraulic control device
Dispositif de commande hydraulique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
06.10.1988 DE 3833999
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.04.1990 Patentblatt 1990/15 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Olbrich, Gottfried, Dipl.-Ing.
D-7123 Sachsenheim 2 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 082 048 EP-A- 0 125 425 DE-A- 2 620 041 DE-A- 3 607 138 US-A- 3 774 635 US-A- 3 998 134
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EP-A- 0 089 578 DE-A- 2 231 217 DE-A- 3 505 623 DE-A- 3 611 244 US-A- 3 989 062
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer hydraulischen Steuereinrichtung zur lastdruckunabhängigen
Steuerung wenigstens eines hydraulischen Motors nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Es ist schon eine solche hydraulische Steuereinrichtung aus der US-A-3 774 635, insbesondere
Figur 6 und 7, bekannt, die in der sogenannten LS-Technik, d.h. in einer Technik mit
"load sensing", ausgebildet ist und wahlweise im Zusammenhang mit einer Konstantpumpe
oder mit einer Verstellpumpe zur Druckmittelversorgung verwendbar ist. Diese Steuereinrichtung
weist bereits ein als Druckwaage arbeitendes, in einen Nebenschlußkanal geschaltetes
2-Wege-Drosselventil sowie einen Steuerdruckanschluß auf, von dem ein maximaler Lastdruck
extern zu einem Regler der Verstellpumpe führbar ist. Solche Steuereinrichtungen werden
auch bei gezogenen Mobil-Maschinen, wie z.B. Erntemaschinen, verwendet, auf denen
hydraulische Steuerfunktionen installiert sind. Diese gezogenen Maschinen werden über
Schlauchkupplungen hydraulisch mit der Zugmaschine, insbesondere einem Schlepper verbunden
und von deren Pumpensystem gespeist. Nun weisen verschiedene Schlepper auch verschiedene
Pumpensysteme auf. Dies kann eine Konstantpumpe mit Neutralumlauf, eine bei LS-Technik
verwendete Druck-Strom-geregelte Verstellpumpe oder eine im Konstantdrucksystem verwendete
druckgeregelte Verstellpumpe sein. Werden also die Zugmaschinen gewechselt, so muß
eine auf der gezogenen Mobil-Maschine installierte Steuereinrichtung durch möglichst
geringe Maßnahmen für diese verschiedenen Pumpensysteme umstellbar sein. Von Nachteil
ist nun, daß bei der vorbekannten Steuereinrichtung für diese Umstellung Eingriffe
in die Steuereinrichtung notwendig sind, die einen relativ hohen Aufwand erfordern.
So muß bei einer Umstellung von einem Konstantpumpensystem auf eine Verstellpumpe
anstelle des Drosselventils ein Druckbegrenzungsventil vorgesehen werden, wobei auch
im Verlauf des Steuer-Druckleitungssystems Änderungen notwendig sind. Zudem weist
diese Steuereinrichtung lediglich einen Rücklaufanschluß auf, der nicht als Weiterlaufanschluß
verwendbar ist.
[0003] Ferner sind aus der DE-A-2 231 217 und der US-A-3 989 062 hydraulische Steuereinrichtungen
zur lastdruckunabhängigen Steuerung mehrerer hydraulischer Motoren bekannt, bei denen
als Druckmittelquelle neben einer Konstantpumpe auch Verstellpumpen verwendet werden.
Auch hier sind Umstellungen von einem System auf das andere System nur mit relativ
aufwendigen Eingriffen in die Steuereinrichtung möglich, so daß es sich zur Verwendung
bei gezogenen Mobil-Maschinen schlecht eignet.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße hydraulische Steuereinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß sie durch Verwendung von extern
ansteuerbaren Sperrmitteln auf einfache, sichere und kostengünstige Weise auf unterschiedliche
Pumpensysteme umstellbar ist. Dabei kann durch extern oder intern vorgesehene hydraulische
Sperrmittel die Funktion des als Druckwaage arbeitenden Drosselventils erhalten oder
blockiert werden, um eine Anpassung an die unterschiedlichen Pumpensysteme zu erreichen,
ohne daß hierbei Eingriffe in den Wegeventilblock selbst notwendig werden. Die umstellbare
Steuereinrichtung eignet sich daher besonders zum Einsatz im rauhen, landwirtschaftlichen
Betrieb.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Steuereinrichtung möglich. Sie
begünstigen eine Steuereinrichtung, bei der die Umstellung mit geringen Maßnahmen,
kostengünstig und sicher gegen Bedienungsfehler durchführbar ist. Besonders vorteilhaft
ist eine Ausbildung nach Anspruch 2, da sich eine Weiterlaufschaltung gut mit einem
Baukastensystem realisieren läßt. Ferner ist es nach Anspruch 9 zweckmäßig, das Drosselventil
selbst für die Sperrfunktion zu verwenden.
Zeichnung
[0006] Vier Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 als erstes Ausführungsbeispiel eine Steuereinrichtung für lastdruckunabhängige
Steuerung zur Verwendung mit einer Konstantpumpe in vereinfachter Darstellung und
Figur 2 die Steuereinrichtung nach Figur 1 bei Verwendung einer Regelpumpe,
Figur 3 einen Teil einer zweiten Steuereinrichtung mit Konstantpumpe und
Figur 4 die zweite Steuereinrichtung umgestellt auf einen Betrieb mit Verstellpumpe,
Figur 5 einen Teil einer dritten Steuereinrichtung für Konstantpumpen-Betrieb und
Figur 6 die dritte Steuereinrichtung umgestellt auf Regelpumpen-Betrieb.
Figur 7 und 8 zeigen einen Teil einer vierten Steuereinrichtung für Konstant- bzw.
Regelpumpe, wobei das Drosselventil selbst die Sperrfunktion übernimmt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] Die Figur 1 zeigt eine erste Steuereinrichtung 10, die im wesentlichen aus einem
Wegeventilblock 11 und einer als Druckmittelquelle dienenden Konstantpumpe 12 besteht.
[0008] Der Wegeventilblock 11 ist zur lastdruckunabhängigen Steuerung zweier Verbraucher
ausgebildet und weist zu diesem Zweck ein doppeltwirkendes, erstes Wegeventil 13 sowie
ein einfach-wirkendes zweites Wegeventil 14 auf, die zwischen eine Anschlußplatte
15 und eine Endplatte 16 geflanscht sind. Die beiden Wegeventile 13, 14 sind mit ihren
Zulaufanschlüssen 17 parallel zueinander an einen Zulaufkanal 18 angeschlossen, der
von einem mit P bezeichneten Pumpenanschluß 19 in der Anschlußplatte 15 ausgeht und
den Wegeventilblock 11 durchzieht. Ferner sind beide Wegeventile 13, 14 mit ihren
Ablaufanschlüssen 21 parallel an einen Rücklaufkanal 22 angeschlossen, der zu einem
mit R bezeichneten Rücklaufanschluß 23 in der Anschlußplatte 15 führt.
[0009] In der Anschlußplatte 15 zweigt von dem Zulaufkanal 18 ein Nebenschlußkanal 24 ab,
der zu einem mit W bezeichneten Weiterlaufanschluß 25 in der Anschlußplatte 15 führt.
In diesen Nebenschlußkanal 24 ist ein als Druckwaage arbeitendes 2-Wege-Drosselventil
26 geschaltet. Für die Funktion als Druckwaage ist das Drosselventil 26 in an sich
bekannter Weise von einer Feder und in entgegengesetzter Richtung von einer Druckdifferenz
beaufschlagbar, die über eine Meßdrosselstelle in den jeweiligen Wegeventilen 13,
14 beim Steuern der angeschlossenen hydraulischen Verbraucher wirksam ist. Zu diesem
Zweck sind die Wegeventile 13, 14 sowie das Drosselventil 26 in ein an sich bekanntes
Steuerleitungssystem 27 geschaltet, das im Betrieb den jeweils maximalen Lastdruck
auswählt und zum Drosselventil 26 führt. Dieser maximale Lastdruck steht auch in einem
mit Y bezeichneten Steuerdruckanschluß 28 zur Verfügung; dieser Steuerdruckanschluß
Y ist bei der Steuereinrichtung 10 mit einer Schraube 29 nach außen hin abgesperrt.
[0010] Das Steuerleitungssystem 27 ist über die Endplatte 16 zum Rücklaufkanal 22 entlastet.
Ferner ist im Steuerleitungssystem 27 ein Druckbegrenzungsventil 31 vorgesehen, das
zusammen mit dem Drosselventil 26 eine vorgesteuerte Druckbegrenzungsfunktion ausübt.
[0011] Von den in der Anschlußplatte 15 liegenden Anschlüssen steht der Pumpenanschluß 19
über eine Druckleitung 32 mit der Druckseite der Konstantpumpe 12 in Verbindung, während
vom Rücklaufanschluß 23 eine Rücklaufleitung 33 zu einem Tank 34 führt. Der Weiterlaufanschluß
25 steht über eine hydraulische Querverbindung 35 mit der Rücklaufleitung 33 in Verbindung,
wobei in diese Querverbindung 35 ein Zweiwege-Hahn 36 geschaltet ist, der seine in
Figur 1 gezeichnete Auf-Stellung einnimmt.
[0012] Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung 10 wird wie folgt erläutert, wobei die grundsätzliche
Funktion der lastdruckunabhängigen Steuerung als an sich bekannt vorausgesetzt wird.
[0013] Befinden sich die Steuerschieber der beiden Wegeventile 13 und 14 jeweils in ihren
gezeichneten Mittelstellungen 37, so sind die Zulaufanschlüsse 17 blockiert und die
federbelastete Stirnseite eines Drosselschiebers im Drosselventil 26 über das Steuerleitungssystem
27 zum Rücklaufkanal 22 entlastet. Das von der Konstantpumpe 12 in den Zulaufkanal
18 geförderte Druckmittel öffnet das Drosselventil 26, so daß der gesamte Druckmittelstrom
über den Nebenschlußkanal 24 und den Weiterlaufanschluß 25 sowie die Querverbindung
35 mit dem geöffneten Hahn 36 zum Tank 34 abströmen kann. Die Konstantpumpe fördert
dabei gegen einen relativ niedrigen, vom Drosselventil 26 beeinflußten Umlaufdruck.
[0014] Wird einer der Steuerschieber der Wegeventile 13, 14 in eine seiner Arbeitsstellungen
38 bzw. 39 ausgelenkt, so fließt ein Druckmittelstrom von der Konstantpumpe 12 über
einen der Motoranschlüsse 41 zu einem der nicht näher gezeichneten hydraulischen Motoren.
Der jeweils herrschende Lastdruck wird dabei über das Steuerleitungssystem 27 zum
Drosselventil 26 zurückgeführt, so daß es als Druckwaage arbeiten kann, indem es den
über den Nebenschlußkanal 24 abströmenden Teilstrom entsprechend androsselt. Durch
den in seiner offenen Stellung befindlichen 2-Wege-Hahn 36 wird dabei gewährleistet,
daß die Funktion der Druckwaage erhalten bleibt. Vom Motor über ein Wegeventil 13
bzw. 14 zurückströmendes Druckmittel kann dabei unabhängig von der Querverbindung
35 über den Rücklaufkanal 22 zum Tank 34 abströmen.
[0015] Die Figur 2 zeigt nun die erste Steuereinrichtung 10 nach Figur 1 nach ihrer Umstellung
auf ein anderes Pumpensystem, wenn anstelle einer Konstantpumpe eine Verstellpumpe
45 benutzt wird. Für diese Umstellung wird lediglich am Steuerdruckanschluß Y die
Verschlußschraube 29 entfernt und dieser Anschluß 28 über eine Steuerleitung 46 mit
der Regeleinrichtung der Verstellpumpe 45 verbunden. Ferner wird der in der Querverbindung
35 liegende Hahn 36 in seine gezeichnete Sperrstellung gedreht. Mit diesen einfachen
und kostengünstig durchführbaren Maßnahmen wird erreicht, daß durch die Absperrung
des Nebenschlußkanals 24 das Drosselventil 26 in seiner Funktion blockiert ist. Eine
lastdruckkompensierte Steuerung kann nun in an sich bekannter Weise mit den Wegeventilen
13 und 14 in Verbindung mit der lastdruckgeregelten Verstellpumpe 45 vorgenommen werden.
Ein besonderer Eingriff oder ein Umbau im Wegeventilblock 11 selbst ist für diese
Umstellung auf ein anderes Pumpensystem nicht erforderlich.
[0016] Die Figur 3 zeigt einen Teil einer zweiten Steuereinrichtung 50, die ebenfalls für
einen Betrieb mit Konstantpumpe vorgesehen ist und die sich von der ersten Steuereinrichtung
10 nach Figur 1 wie folgt unterscheidet, wobei für gleiche Bauelemente gleiche Bezugszeichen
verwendet werden:
Bei der zweiten Steuereinrichtung 50 sind in die Druckleitung 32, die Rücklaufleitung
33 und die Querverbindung 35 untereinander gleiche, erste Steckkupplungen 51 eingesetzt,
über welche offene Druckmittelverbindungen in den betreffenden Leitungen hergestellt
werden. Der 2-Wege-Hahn 36 bei der ersten Steuereinrichtung 10 entfällt bei der zweiten
Steuereinrichtung 50. Anstelle einer Verschlußschraube übernimmt eine extern angeordnete
zweite Steckverbindung 52 das Absperren des Steuerdruckanschlusses Y. Die Funktion
dieser zweiten Steuereinrichtung 50 entspricht derjenigen der ersten Steuereinrichtung
10 nach Figur 1.
[0017] Die Figur 4 zeigt nun die zweite Steuereinrichtung 50 nach ihrer Umstellung für einen
Betrieb mit Verstellpumpe 45. Dies läßt sich einfach dadurch erreichen, daß der Steuerdruckanschluß
Y ebenfalls über eine erste Steckkupplung 51 und die Steuerleitung 46 mit der Regeleinrichtung
der Verstellpumpe 45 verbunden wird, während die Querverbindung 35 durch eine dritte
Steckkupplung 53 blockiert wird. Die dritte Steckkupplung 53 läßt sich sehr einfach
durch eine doppelte Anordnung der zweiten Steckkupplung 52 erreichen, so daß die Umstellung
lediglich durch Öffnen bzw. Verbinden von Steckkupplungen durchführbar ist. Die Funktion
der zweiten Steuereinrichtung 50 mit Verstellpumpe 45 entspricht derjenigen der ersten
Steuereinrichtung 10 nach Figur 2. Auch diese Umstellung mit Hilfe von außerhalb des
Wegeventilblocks 11 angeordneten Steckverbindungen läßt sich durch die Verwendung
von Normteilen kostengünstig sowie einfach und sicher vornehmen.
[0018] Die Figur 5 zeigt einen Teil einer dritten Steuereinrichtung 60, die sich von den
vorhergehenden Steuereinrichtungen 10, 50 wie folgt unterscheidet, wobei für gleiche
Bauelemente gleiche Bezugszeichen verwendet werden.
[0019] Bei der dritten Steuereinrichtung 60 ist die Querverbindung 35 vom Weiterlaufanschluß
25 zum Rücklaufanschluß 23 in die Anschlußplatte 15 hinein verlegt. In diese intern
im Wegeventilblock 11 verlaufende Querverbindung 35 ist der 2-Wege-Hahn 36 geschaltet.
In der Druckleitung 32, der Rücklaufleitung 33 sind wiederum erste Steckkupplungen
51 angeordnet, während der Steuerdruckanschluß Y durch eine zweite Steckkupplung 52
abgesperrt wird. Ferner ist nun der Weiterlaufanschluß 25 durch einen Verschlußstopfen
61 nach außen abgesperrt. Die Funktion der dritten Steuereinrichtung 60 nach Figur
5 entspricht der ersten Steuereinrichtung 10 nach Figur 1.
[0020] Die Figur 6 zeigt die dritte Steuereinrichtung 60 umgestellt auf einen Betrieb mit
Verstellpumpe 45. Zu diesem Zweck wird der intern angeordnete 2-Wege-Hahn 36 in seine
Sperrstellung gebracht und der Steuerdruckanschluß Y über eine erste Steckkupplung
51 und eine Steuerleitung 46 mit der Regeleinrichtung der Verstellpumpe 45 verbunden.
Auch die dritte Steuereinrichtung 60 nach Figur 6, deren Funktion der Funktion der
ersten Steuereinrichtung 10 nach Figur 2 entspricht, läßt sich mit wenigen und geringen
Handgriffen auf unterschiedliche Pumpensysteme mit Konstantpumpe oder Verstellpumpe
umstellen.
[0021] Die Figuren 7 und 8 zeigen jeweils einen Teil einer vierten Steuereinrichtung 70
für Konstant- bzw. Verstellpumpen-Betrieb, die sich von der zweiten Steuereinrichtung
50 wie folgt unterscheiden, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind.
[0022] Bei der vierten Steuereinrichtung 70 ist anstelle einer Weiterlaufschaltung der Ausgang
71 des Drosselventils 26 mit dem Rücklaufanschluß 23 verbunden. In die Steuerverbindung
72 ist ein 3/2-Magnetventil 73 geschaltet, das eine Druckkammer des Drosselventils
26 zum Rücklaufanschluß 23 entlasten kann. Das 3/2-Magnetventil 73 wird über einen
elektromechanischen Schalter 74 angesteuert, der den Steckverbindungen 51, 52 am Steueranschluß
28 zugeordnet und von diesem betätigbar ist. In Figur 7 bei Konstantpumpen-Betrieb
befindet sich das Magnetventil 73 in seiner Ruhestellung und das Drosselventil 26
kann normal als Druckwaage arbeiten. In Figur 8 bei Regelpumpen-Betrieb wird der Schalter
74 und das Magnetventil 73 betätigt, wodurch die Funktion des Drosselventils 26 gesperrt
ist.
[0023] Selbstverständlich sind an den gezeigten Ausführungsformen Änderungen möglich, ohne
vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. So kann bei den Verstellpumpen neben einem
LS-System auch ein Konstantdrucksystem Verwendung finden.
1. Hydraulische Steuereinrichtung (10; 50; 60; 70) zur lastdruckunabhängigen Steuerung
wenigstens eines hydraulischen Motors mit wenigstens einem Wegeventil (13, 14), dessen
Zulaufanschluß (17) in einer Mittelstellung (37) gesperrt ist un bei dem mindestens
ein Motoranschluß (41, 42) in Arbeitsstellungen (38, 39) abwechselnd mit dem Zulaufanschluß
(17) oder mit einem Ablaufanschluß (21) verbindbar ist und mit einem vom Ablaufanschluß
(21) zu einem Rücklaufanschluß (23) in der Steuereinrichtung (10; 50; 60; 70) führenden
Rücklaufkanal (22) sowie mit einem vom Zulaufanschluß (17) des Wegeventils (13, 14)
zu einem Pumpenanschluß (19) führenden Zulaufkanal (18), von dem ein Nebenschlußkanal
(24) abzweigt und zu einem als Druckwaage arbeitenden Drosselventil (26) und weiter
zum Rücklaufkanal (22) führt, wobei die Druckwaage zum lastdruckkompensierten Steuern
eines Volumenstroms zum Motor dient und über ein Steuerleitungssystem (27) mit dem
Lastdruck des Motors beaufschlagbar ist, wobei dieser Lastdruck das Drosselventil
(26) in Schließrichtung und der Druck im Zulaufkanal (18) in Öffnungsrichtung beaufschlagen
und wobei das Steuerleitungssystem (27) einen Steuerdruckanschluß (28) aufweist, der
wahlweise verschließbar oder an die Regeleinrichtung einer Verstellpumpe (45) anschließbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß extern ansteuerbare Sperrmittel (36; 51, 53; 73,
74) vorgesehen sind, die wahlweise das Drosselventil (26) in seiner Funktion blockieren
oder freigeben, wobei bei der Blockierung kein Druckmittel vom Zulaufkanal (18) zum
Rücklaufkanal (22) abgeleitet wird.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Rücklaufanschluß
(23) getrennter Weiterlaufanschluß (25) vorgesehen ist, der mit dem Nebenschlußkanal
(24) stromabwärts vom Drosselventil (26) Verbindung hat und daß eine hydraulische
Querverbindung (35) vom Weiterlaufanschluß (25) zum Rücklaufanschluß (23) angeordnet
ist und in diese Querverbindung (35) und somit in den Nebenschlußkanal (24) hydraulische
Sperrmittel (36; 51, 53) geschaltet sind.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrmittel als
2-Wege-Hahn (36) ausgebildet sind.
4. Steuereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrmittel als
Steckverbindung (51, 53) ausgebildet sind, mit denen die Querverbindung (35) und damit
der Nebenschlußkanal (24) wahlweise offen oder blockierbar ist.
5. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Drosselventil (26) ein 2Wege-2Stellungs-Ventil ist.
6. Steuereinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die hydraulische Querverbindung (35) in einer Anschlußplatte (15) angeordnet ist,
die den Pumpenanschluß (19), den Rücklaufanschluß (23), den Steuerdruckanschluß (28)
und den Weiterlaufanschluß (25) aufweist.
7. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckmittelquelle eine Konstantpumpe (12) ist, die Sperrmittel (36; 51) ihre offene
Stellung aufweisen und der Steuerdruckanschluß (28) blockiert ist.
8. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckmittelquelle eine Verstellpumpe (45) ist, deren Regeleinrichtung mit dem Steuerdruckanschluß
(28) Verbindung hat und die Sperrmittel (36; 53) ihre geschlossene Stellung aufweisen.
9. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Ausgang (71) des Drosselventils
(26) mit dem Rücklaufanschluß (23) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sperrmittel als ein das Drosselventil (26) vorsteuerndes 3/2-Magnetventil (73) und
als elektrischer Schalter (74) ausgebildet sind, der von einer dem Steueranschluß
(28) zugeordneten Steckverbindung (51, 52) betätigbar ist.
1. Hydraulic control device (10; 50; 60; 70) for the control which is independent of
the load pressure of at least one hydraulic motor having at least one directional
valve (13, 14), whose inlet connection (17) is shut-off in a central position (37)
and in which at least one motor connection (41, 42) can be connected in operating
positions (38, 39) alternately to the inlet connection (17) or to an outlet connection
(21), and having a return channel (22) which leads from the outlet connection (21)
to a return connection (23) in the control device (10; 50; 60; 70), and having an
inlet channel (18) which leads from the inlet connection (17) of the directional valve
(13, 14) to a pump connection (19) and from which a bleed-off channel (24) branches
and leads to a throttle valve (26) operating as pressure balance and further on to
the return channel (22), the pressure balance serving for the load-pressure-compensated
control of a flow and being chargeable with the load pressure of the motor via a pilot
line system (27), said load pressure acting on the throttle valve (26) in the closing
direction and the pressure in the inlet channel (18) acting on the throttle valve
(26) in the opening direction, and the pilot line system (27) having a control pressure
connection (28) which can selectively be closed or connected to the regulating device
of a variable displacement pump (45), characterised in that externally controllable
shut-off means (36; 51, 53; 73, 74) are provided which selectively block or release
the function of the throttle valve (26), no pressure fluid being carried away from
the inlet channel (18) to the return channel (22) during the blocking.
2. Control device according to Claim 1, characterised in that an onward-flow connection
(25) is provided which is separate from the return connection (23) and is connected
to the bleed-off channel (24) downstream of the throttle valve (26), and in that there
is a hydraulic cross connection (35) from the onward-flow connection (25) to the return
connection (23), and hydraulic shut-off means (36; 51, 53) are inserted in this cross
connection (35) and thus in the bleed-off channel (24).
3. Control device according to Claim 2, characterised in that the shut-off means are
constructed as 2-way cock (36).
4. Control device according to Claim 2, characterised in that the shut-off means are
constructed as plug connection (51, 53), with which the cross connection (35) and
thus the bleed-off channel (24) is selectively open or can be blocked.
5. Control device according to one of Claims 2 to 4, characterised in that the throttle
valve (26) is a 2-way/2-position valve.
6. Control device according to one or more of Claims 2 to 5, characterised in that the
hydraulic cross connection (35) is arranged in a subplate (15) which has the pump
connection (19), the return connection (23), the control pressure connection (28)
and the onward-flow connection (25).
7. Control device according to one of Claims 2 to 6, characterised in that the source
of pressure fluid is a constant pump (12), the shut-off means (36; 51) have their
open position and the control pressure connection (28) is blocked.
8. Control device according to one of Claims 2 to 6, characterised in that the source
of pressure fluid is a variable displacement pump (45) whose regulating device is
connected to the control pressure connection (28), and the shut-off means (36; 53)
have their closed position.
9. Control device according to Claim 1, in which the output (71) of the throttle valve
(25) is connected to the return connection (23), characterised in that the shut-off
means are constructed as a 3/2-way magnetic valve (73) piloting the throttle valve
(26) and as electric switch (74) which can be actuated by a plug connection (51, 52)
assigned to the control connection (28).
1. Installation de commande hydraulique (10, 50, 60, 70) pour la commande d'au moins
un moteur hydraulique indépendamment de la pression de charge, avec au moins un distributeur
à tiroirs (13, 14) dont le raccord d'alimentation 17 est fermé dans la position moyenne
(37) et dont au moins un raccord de moteur (41, 42) peut être relié dans les positions
de travail (38, 39) en alternance avec le raccord d'alimentation (17) ou avec un raccord
d'évacuation (21) ainsi qu'un canal de retour (22) reliant le raccord d'évacuation
(21) à un raccord de retour (23) de l'installation de commande (10, 50, 60, 70), et
un canal d'alimentation (18) allant du raccord d'alimentation (17) du distributeur
à tiroirs (13, 14) et à un raccord de pompe (19), canal dont dérive un canal de dérivation
(24) conduisant à un organe d'étranglement (26) fonctionnant comme une balance de
pression et revenant au canal de retour (22), la balance de pression servant à commander
un flux volumique alimentant un moteur avec compensation de pression de charge, et
pouvant recevoir la pression de charge du moteur par un système de conduite de commande
(27), la pression de charge sollicitant l'organe d'étranglement (26) dans le sens
de la fermeture et la pression du canal d'alimentation (18) sollicitant dans le sens
de l'ouverture, le système de conduite de commande (27) comportant un raccord de pression
de commande (28) qui peut être fermé sélectivement ou être relié à l'installation
de régulation d'une pompe réglable 45, caractérisée en ce que des moyens de fermeture
(36, 51, 53, 73, 74) commandés de manière extérieure sont prévus pour bloquer ou libérer
sélectivement le fonctionnement de l'organe d'étranglement (26), et dans le cas du
blocage aucun fluide sous pression n'est évacué du canal d'alimentation (18) vers
le canal de retour (22).
2. Installation de commande selon la revendication 1, caractérisée par un raccord de
poursuite de fonctionnement (25) distinct du raccord de retour (23) qui est relié
au canal de dérivation (24) en aval de l'organe d'étranglement (26), une liaison transversale
hydraulique (35) allant du raccord de poursuite (25) vers le raccord de retour (23)
et des moyens de blocage (36, 51, 53), hydrauliques sont prévus dans cette liaison
transversale (35) et ainsi dans le canal de dérivation (24).
3. Installation de commande selon la revendication 2, caractérisée en ce que les moyens
de blocage sont constitués par un robinet (36) à deux voies.
4. Installation de commande selon la revendication 2, caractérisée en ce que les moyens
de blocage sont en forme de liaison enfichable (51, 53) qui peuvent ouvrir ou bloquer
sélectivement la liaison transversale (35) et ainsi le canal de dérivation (24).
5. Installation de commande selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce
que l'organe d'étranglement (26) est un distributeur à deux voies et deux positions.
6. Installation de commande selon l'une ou plusieurs des revendications 2 à 5, caractérisée
en ce que la liaison transversale hydraulique (35) est prévue dans une plaque de raccordement
(15) qui comporte le raccord de pompe (19), le raccord de retour (23), le raccord
de pression de commande (28) et le raccord de poursuite (25).
7. Installation de commande selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce
que la source de fluide sous pression est une pompe à débit constant (12), les moyens
de blocage (36, 51) sont en position d'ouverture et le raccord de pression de commande
(28) est bloqué.
8. Installation de commande selon l'une des revendication 2 à 6, caractérisée en ce que
la source de fluide sous pression est une pompe réglable (45) dont l'installation
de régulation est reliée au raccord de pression de commande (28) et les moyens de
blocage (36, 53) sont en position de fermeture.
9. Installation de commande selon la revendication 1, dont la sortie (71) de l'organe
d'étranglement (26) est reliée au raccord de retour (23), caractérisée en ce que les
moyens de blocage sont constitués par un distributeur à tiroirs et électrovanne à
trois/deux voies (73) constituant l'organe d'étranglement (26) et en forme de commutateur
électrique (74) qui est actionné par l'un des raccords enfichables (51, 52) associé
au raccord de commande (28).