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(11) |
EP 0 398 168 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.02.1993 Patentblatt 1993/08 |
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Anmeldetag: 11.05.1990 |
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Niederdruck-Kokillen-Giesseinrichtung
Low pressure die casting apparatus
Dispositif de moulage sous basse pression
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
19.05.1989 CH 1909/89
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.11.1990 Patentblatt 1990/47 |
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Patentinhaber: KWC AG |
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CH-5726 Unterkulm (CH) |
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Erfinder: |
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- Hässig, Harry
CH-5723 Teufenthal (CH)
- Stöckli, Johann Martin
CH-6330 Cham (CH)
- Müller, Valentin
CH-5726 Unterkulm (CH)
- Hofmann, Rudolf
CH-5726 Unterkulm (CH)
- Gassner, Theo
FL-9497 Triesen Berg (LI)
- Kindle, Edwin
FL-9497 Triesen Berg (LI)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 055 210
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GB-A- 2 046 149
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 10, Nr. 218 (M-503)[2274], 30. Juli 1986, Seite 86
M 503; & JP-A-61 56 763 (SINTOKOGIO LTD) 22-03-1986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Niederdruck-Kokillen-Giesseinrichtung gemäss
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Giesseinrichtung ist in der CH-PS 637 856 beschrieben. Diese weist eine
seitlich des Ofens angeordnete, drehbar gelagerte Säule auf, auf welcher ein Tragrahmen
drehfest sitzt. Am Tragrahmen ist ein Lagerkopf für eine Tragvorrichtung in vertikaler
Richtung verschiebbar geführt. Diese weist Tragglieder auf, an welchen die Kokillenteile
angeordnet sind und welche relativ zueinander verschiebbar und verschwenkbar gelagert
sind. Durch Verschwenken der Säule werden die Kokillenteile von der Giessstellung
über den Giessmund des Ofens zum Entnehmen der gegossenen Teile, Schlichten der Kokillenteile
und Einlegen eines neuen Kerns über ein neben dem Ofen vorgesehenes Schlichtbad und
wieder zurück verbracht. Ein Nachteil der bekannten Einrichtung besteht darin, dass
im Giessereiboden grosse Oeffnungen vorzusehen bzw. anzubringen sind, um Teile der
Einrichtung in diese Absenken zu können, sodass die Standfläche der Einrichtung für
das Bedienungspersonal etwa auf gleicher Höhe wie der Giessereiboden liegt. Das Anbringen
solcher Oeffnungen ist, insbesondere beim Einbau der Einrichtung in bereits bestehende
Gebäude, mit grossem Aufwand verbunden. Dies kann auch zu Verminderung der Tragkraft
des Giessereibodens führen.
[0003] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine gattungsgemässe Niederdruck-Kokillen-Giesseinrichtung
zu schaffen, welche ohne wesentliche Eingriffe in den Giessereiboden auf diesen montierbar
ist, ohne dass sich dabei die Standfläche für das Bedienungspersonal wesentlich vom
Giessereiboden abhebt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1
gelöst.
[0005] Am Querträger eines portalförmigen Traggestells, dessen Stützen ausserhalb dem Schwenkbereich
der Tragvorrichtung vorgesehen sind, ist ein Drehtisch angeordnet, um dessen Drehachse
die Tragvorrichtung für die Kokillenteile schwenkbar ist. Der Drehtisch ist oberhalb
des Ofens und eventuellen weiteren Arbeitsstationen angeordnet, was ermöglicht, dass
die Säulen auf den Giessereiboden stellbar sind; es wird kein Raum auf dem, im oder
unter dem Boden für eine Drehlagerung einer Säule benötigt. Ueberdies werden die Kräfte
verteilt in den Giessereiboden eingeleitet, was zu kleinere Flächenbelastungen führt.
Der gesamte Bereich zwischen den Säulen und unterhalb des Drehtisches ist frei für
das Aufstellen des Ofens bzw. weiteren Arbeitsstationen. Dies erlaubt eine kompakte
Bauweise, wobei die Drehachse durchaus auch durch den Ofen oder eine weitere Arbeitsstation
verlaufen kann.
[0006] Bevorzugte Ausbildungsformen der Einrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben. Es zeigen rein schematisch:
Figuren 1 und 2 in Ansicht bzw. Draufsicht eine Giesseinrichtung, und
Figuren 3 bis 7 Teile der Einrichtung bei verschiedenen Phasen eines Arbeitszyklus.
[0008] Die in den Figuren dargestellte Niederdruck-Kokillen-Giesseinrichtung weist einen
Schmelzofen 10 auf, dessen Tragrahmen 12 auf dem Giessereiboden 14 liegend angeordnet
ist. Der Schmelzofen 10 ist bekannter Bauart und weist ein in einen auf dem Schmelzofen
10 angeordneten Giessmund 16 mündendes Steigrohr 18 auf (siehe Fig. 3). Ein portalförmiges
Traggestell 20 weist vier Säulen 22, 22′ auf, die ungefähr an den Ecken eines quadratischen
Grundrisses angeordnet sind, wobei zwei Säulen 22 sich seitlich des Schmelzofens 10
auf dessen Tragrahmen 12 abstützen und die anderen beiden Säulen 22′ auf dem Giessereiboden
14 befestigt sind. Jede Säule 22 ist am oberen Ende durch einen Längsträger 24 mit
der entsprechenden Säule 22′ verbunden. Die beiden Längsträger 24 tragen zwei rechtwinklig
zu den Längsträgern 24 verlaufende, in Richtung der Längsträger 24 voneinander beabstandete
Querträger 26, an welchen ungefähr mittig ein Drehtisch 28 angeordnet ist. Die strichpunktiert
angedeutete Drehachse 30 des Drehtisches 28 verläuft in vertikaler Richtung und seitlich
des Schmelzofens 10. Der Drehtisch 28 ist über ein Indexiergetriebe 32 von einem Elektromotor
34 angetrieben.
[0009] Abgangsseitig ist am Drehtisch 28 ein zweiarmiger Ausleger 36 angeordnet, welcher
an beiden Enden, von der Drehachse 30 gleichweit entfernt, je eine Tragvorrichtung
38 für die aus zwei Kokillenteilen 40 bestehenden Kokillen 41 trägt.
[0010] Jede Tragvorrichtung 38 weist ein verikales Tragprofil 42 auf, das am Ausleger 36
in vertikaler Richtung verschiebbar geführt ist. Ein in den Figuren 1 und 2 in horizontaler
und bezüglich der Drehachse 30 in radialer Richtung verlaufendes Schienenprofil 44
ist am unteren Endbereich des Tragprofils 42 um eine in horizontaler Richtung und
rechtwinklig zur Längserstreckung des Schienenprofils 44 verlaufende Schwenkachse
46 schwenkbar gelagert. Am in radialer Richtung gesehen äusseren Endbereich des Schienenprofils
44 ist an diesem ein in Richtung nach unten vorstehendes Tragelement 48 befestigt,
an welchem ein Träger 50 um eine parallel zur Schwenkachse 46 verlaufende Schwenkachse
52 drehbar gelagert ist. Am Schienenprofil 44 ist weiter ein ebenfalls nach unten
vorstehender Schlitten 54 in Pfeilrichtung A verschiebbar geführt. Am Schlitten 54
ist ebenfalls ein Träger 50 um eine weitere, parallel zur Schwenkachse 46 verlaufende
Schwenkachse 52 schwenkbar gelagert. Die beiden Träger 50 sind aus der parallel zum
Schienenprofil 44 verlaufenden und miteinander fluchtenden Ruhelage, in welcher die
freien Enden der Träger 50 gegeneinander gerichtet sind, um 90° in eine strichpunktiert
angedeutete und mit 50′ bezeichnete Schwenklage bringbar, in welcher die Träger 50
rechtwinklig vom Schienenprofil 44 abstehen. An den freien Enden der Träger 50 sind
die Kokillenteile 40 befestigt. Bei in Ruhelage verschwenkten Trägern 50 und sich
in Schliessstellung befindendem Schlitten 54 liegen die Kokillenteile 40 aneinander
an, bei sich in Offenstellung befindendem Schlitten 54 sind die Kokillenteile 40 voneinander
beabstandet.
[0011] Bei auf den Giessmund 16 abgesetzter Kokille 41 (Fig. 1 links, Fig. 3) ist die Trennebene
56 zwischen den beiden Kokillenteilen 40 eine Vertikalebene und verläuft rechtwinklig
zur Längserstreckung des Schienenprofils 44, welches beim Füllen der Kokille 41 bezüglich
der Drehachse 30 in radialer Richtung verläuft.
[0012] In den Trägern 50 ist je ein Ausstosselement 58 vorgesehen, um die gegossenen Teile
bei voneinander beabstandeten Kokillenteile 40 aus diesen auszustossen.
[0013] In der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Schwenklage des Drehtisches 28 befindet sich
die links dargestellte Tragvorrichtung 38 in Giesstellung oberhalb des Schmelzofens
10 und die andere Tragvorrichtung 38 oberhalb eines bezüglich der Drehachse 30 dem
Schmelzofen 10 diametral gegenüberliegenden Schlichtbades 60. Dieses steht auf dem
Giessereiboden 14.
[0014] Bezüglich des Schmelzofens 10 ist im Uhrzeigersinn U gesehen um 90° versetzt eine
Entnahmestation 62 vorgesehen. Diese weist einen in Förderrichtung F angetriebenen
Wegförderer 64 für die gegossenen, aus den Kokillenteilen 40 mittels der Ausstosselemente
58 ausgestossenen Teile auf. Der Entnahmestation 62 ist weiter eine Strahleinrichtung
66 zum Sandstrahlen der Kokillenteile 40 zugeordnet.
[0015] Bezüglich der Drehachse 30 ist der Entnahmestation 62 diametral gegenüberliegend
eine mit dem Pfeil 68 angedeutete Kern-Einlegestation vorgesehen.
[0016] Die Funktionsweise der in den Figuren 1 und 2 dargestellen Niederdruck-Kokillen-Giesseinrichtung
wird nun anhand der Figuren 3 bis 7 näher erläutert. Dabei wird jeweils die eine der
beiden Tragvorrichtungen 38 im Zuge eines Arbeitszyklus verfolgt. Die Arbeitszyklen
der beiden Tragvorrichtungen 38 sind identisch aber um einen halben Zyklus gegeneinander
verschoben.
[0017] In der Figur 3 befindet sich die Tragvorrichtung 38 in Giessstellung oberhalb des
Schmelzofens 10, wobei die aneinander anliegenden Kokillenteile 40 auf den Giessmund
16 des Steigrohres 18 abgesetzt sind. Unter kontinuierlichem Druckanstieg im Innern
des Schmelzofens 10 wird die Giessmasse durch das Steigrohr 18 und den Giessmund 16
hindurch in die Kokille 41 gefördert. Nach dem Abschluss des Giessvorganges wird die
Kokille 41 durch Anheben der Tragvorrichtung 38 vom Schmelzofen 10 abgehoben und durch
Drehen des Drehtisches 28 in Pfeilrichtung U um 90° zur Entnahmestation 62 verbracht.
Dort werden die Kokillenteile 40 durch Verschieben des Schlittens 54 von der Schliessstellung
in die Offenstellung entlang dem Schienenprofil 44 voneinander getrennt, wie dies
in der Figur 4 gezeigt ist. Durch Betätigen der Ausstosselemente 58 werden die gegossenen
Teile aus den Kokillenteilen 40 ausgestossen, diese fallen auf den nur schematische
angedeuteten Wegförderer 64.
[0018] Nach einer weiteren Drehung in Pfeilrichtung U um 90° kommt die Tragvorrichtung 38
über das Schlichtbad 60 zu liegen (Figur 5) und wird abgesenkt. Dabei werden, bei
voneinander beabstandeten Kokillenteilen 40, die Träger 50 um die Schwenkachse 52
in die Schwenklage 50′ verschwenkt, wodurch die Kokillenteile 40 in das Schlichtbad
60, unter Vermeidung der Luftpolsterbildung in den Ausnehmungen der Kokillenteile
40 eintauchen. In dieser Lage sind die jeweils der Trennebene 56 zugewandten Oberflächen
der Kokillenteile 40 im Schlichtbad 60 nach unten gerichtet. Anschliessend wird die
Tragvorrichtung 38 wieder angehoben und werden die Träger 50 in die miteinander fluchtende
Ruhelage zurückverschwenkt.
[0019] Durch erneutes Drehen des Drehtisches 28 um 90° gelangt die Tragvorrichtung 38 zur
Kern-Einlegestation 68. Um ein sauberes und einfaches Einlegen der Kerne zu ermöglichen,
wird das Schienenprofil 44 um 90° um die Schwenkachse 46 im Gegenuhrzeigersinn in
eine vertikale Lage verschwenkt, wobei die nun horizontalen Kokillenteile 40 bezüglich
der Drehachse 30, in radialer Richtung gesehen, ausserhalb des Schienenprofiles 40
liegen. Dies ermöglicht ein problemloses Einlegen der Kerne durch Bedienungspersonal
oder einen nicht dargestellten Kern-Einlegeautomaten. Sobald der Kern in den unteren
Kokillenteile 40 eingelgt ist, wird durch Verschieben des Schlittens 54 in Pfeilrichtung
A in die Schliessstellung gegen oben die Kokille 41 geschlossen (Figur 6). Anschliessend
wird das Schienenprofil 44 um die Schwenkachse 46 im Uhrzeigersinn um 90° verschwenkt.
Nach einer weiteren Drehung in Pfeilrichtung U des Drehtisches um 90° und dem Absenken
der Kokille 41 auf den Giessmund 16 des Schmelzofens 10 ist der Arbeitszyklus beendet.
[0020] Nach einer bestimmten Anzahl Arbeitszyklen ist es jeweils notwendig, dass die Kokillenteile
40 gereinigt werden. Zu diesem Zweck werden bei sich in der Entnahmestation 62 befindender
Tragvorrichtung 38 die Träger 50 in die Schwenklage 50′ gebracht und das Schienenprofil
44 um die Schwenkachse im Gegenuhrzeigersinn um 90° verschwenkt (Fig. 7). Die Träger
50 erstrecken sich dabei bezüglich der Drehachse 30 in radialer Richtung, sodass die
Kokillenteile 40 nun frei zugänglich mittels der Strahleinrichtung 66 gereinigt werden
können. Nach dem Reinigen der Kokillenteile 40 werden das Schienenprofil 44 in die
horizontale Lage und die Träger 50 in die Ruhelage zurückverschwenkt und die Tragvorrichtung
38 durch Drehen des Drehtisches 28 um 90° über das Schlichtbad 60 verbacht, wonach
der bekannte Arbeitszyklus weiterläuft.
[0021] Es ist selbstverständlich auch denkbar, am Drehtisch 28 nur eine einzige Tragvorrichtung
38 vorzusehen. Dies reduziert aber die Leistung der Giesseinrichtung.
[0022] Es ist selbstverständlich auch denkbar, Arbeitstationen örtlich zusammenzulegen,
weitere Arbeitstationen vorzusehen oder falls möglich gewisse Arbeitstationen wegzulassen.
Auf jeden Fall ist es insbesondere bei einer ungeraden Anzahl Arbeitstationen vorteilhaft,
den Schmelzofen 10 und alle Arbeitstationen um denselben Winkel um die Drehachse 30
herum gegeneinander versetzt anzuordnen, was die Steuerung für den Drehtisch 28 vereinfacht
und, insbesondere bei zwei Tragvorrichtungen 38, ein gleichzeitiges Arbeiten an zwei
Arbeitstationen bzw. an einer Arbeitstation und am Ofen ermöglicht. Es ist selbstverstänglich
auch möglich, die Tragvorrichtung 38 oder Teile davon um weitere Achsen schwenkbar
oder drehbar vorzusehen. Dies ist aber nicht zwingend nötig, können doch mittels der
im Ausführungsbeispiel gezeigten Tragvorrichtung 38 sämtliche üblicherweise notwendigen
Lagen der Kokillenteile 40 eingestellt werden.
[0023] Es ist einzusehen, dass der Ofen 10 und die Arbeitstationen entlang des Schwenkkreises
der Tragvorrichtung 38 um die Drehachse 30 angeordnet sind. Die Bewegung aller Teile
der Einrichtung erfolgt über bekannte elektrische, hydraulische und/oder pneumatische
Antriebe, die von einer, vorzugsweise programmierbaren, elektrischen Steuerung angesteuert
sind.
1. Niederdruck-Kokillen-Giesseinrichtung mit einem Ofen (10) und einer in Giessstellung
in vertikaler Richtung verschiebbaren Tragvorrichtung (38) zum Aufsetzen der von der
Tragvorrichtung (38) getragenen leeren, aneinanderliegenden Kokillenteile (40) auf
den Giessmund (16) des Ofens (10) durch Absenken und zum Abheben der gefüllten Kokillenteile
(40) ab dem Ofen (10) durch Anheben der Tragvorrichtung (38), die um eine seitlich
des Giessmundes (16) verlaufende, vertikale Drehachse (30) von der Giessstellung in
eine Arbeitstellung und wieder in die Giessstellung schwenkbar ist, und mit an der
Tragvorrichtung (38) angeordneten, von einer Schliessstellung in eine Offenstellung
und wieder zurück relativ zueinander schiebbar en Traggliedern, (54, 48) an welchen
die in der Schliessstellung aneinander anliegenden Kokillenteile (40) angeordnet sind,
gekennzeichnet durch ein portalförmiges Traggestell (20) mit ausserhalb des Schwenkbereichs
der Tragvorrichtung (38) angeordneten Stützen (22, 22′) und mit einem an einem Querträger
(26) befestigen, um die Drehachse (30) drehbaren Drehtisch (28) an dem die Tragvorrichtung
(38) in vertikaler Richtung verschiebbar geführt ist.
2. Giesseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung
(38) in derselben Drehrichtung (U) von der Giessstellung in die Arbeitstellung und
wieder in die Giessstellung bringbar ist.
3. Giesseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Arbeitstellungen
vorgesehen sind die inklusive der Giessstellung im wesentlichen um gleiche Drehwinkel
bezüglich der Drehachse (30) gegeneinander versetzt sind, und dass Arbeitstellungen
Arbeitstationen (58, 62, 68) zugeordnet sind die von der Drehachse (30) in radialer
Richtung im wesentlichen gleich weit entfernt sind wie der Ofen (10).
4. Giesseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ofen (10) eine
Entnahmestation (62) nachgeschaltet und eine Kern-Einlegestation (68) vorgeschaltet
ist.
5. Giesseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Entnahmestation
(62) und der Kern-Einlegstation (68) ein Schlichtbad (60) für die Kokillenteile (40)
vorgesehen ist.
6. Giesseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am
Drehtisch (28) zwei, bezüglich der Drehachse (30) einander diametral gegenüberliegende
Tragvorrichtungen (38) angeordnet sind, und dass vorzugsweise eine ungerade Anzahl
Arbeitstationen (58, 62, 68) vorgesehen sind um die beiden Tragvorrichtungen (38)
gleichzeitig zwei Arbeitstationen (62, 68) beziehungsweise einer Arbeitstation (60)
und dem Ofen (10) zuzuschwenken.
7. Giesseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an
der Tragvorrichtung (38) eine Ausstossanordnung (58) zum Ausstossen der gegossenen
Teile aus den voneinander beabstandeten Kokillenteile (40) vorgesehen ist.
8. Giesseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Tragvorrichtung (38) um eine im wesentlichen in horizontaler Richtung verlaufende
Schwenkachse (46) verschwenkbar ist.
9. Giesseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung
(38) eine geradlinige Führungsbahn (44) für mindestens eines der Tragglieder (48,
54) aufweist, die sich bei sich in horizontalter Richtung befindender Tragvorrichtung
(38), bezüglich der Drehachse (30) im wesentlichen in radialer Richtung erstreckt.
10. Giesseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die im wesentlichen
horizontale Schwenkachse (46) der Tragvorrichtung (38) rechtwinklig zur Führungsbahn
(44) verläuft.
11. Giesseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragglieder
(48, 54) je einen schwenkbar gelagerten Träger (50) für die Kokillenteile (40) aufweisen,
deren Schwenkachsen (52) rechtwinklig zur Führungsbahn (44) und vorzugsweise in horizontaler
Richtung verlaufen.
12. Giesseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Traggestell (20)
und der Ofen (10), beziehungsweise diese tragende Ständer (12) auf dem Giessereiboden
(14) aufliegen.
1. A low pressure die casting apparatus with a furnace (10) and a carrier device (38)
displaceable in the casting position in the vertical direction for positioning on
the casting opening (16) of the furnace (10) the empty mould parts (48) by lowering
them, which parts are carried by the carrier device (38) and abut on each other, and
for lifting off the filled mould parts (40) from the furnace (10) by raising the carrier
device (38) that can be pivoted from the casting position into a working position
and back into the casting position round a vertical pivot axis(30) extending at the
side of the casting opening (16), and with carrying members (54, 48) arranged on the
carrier device (38), displaceable relative to each other from a closed position into
an open position and back, on which members the mould parts (40) are arranged which
abut on each other in the closed position, characterized by a portal-shaped supporting
structure (20) with supports (22, 22′) arranged outside the pivoting range of the
carrier device (38), and with a revolving table (28) mounted on a cross member (26)
and rotatable round the pivot axis(30), on which table the carrier device (38) is
carried for displacement in the vertical direction.
2. A casting apparatus according to claim 1, characterized in that the carrier device
(38) can be brought in the same direction of rotation (U) from the casting position
into the working position and back into the casting position.
3. A casting apparatus according to claim 2, characterized in that provision is made
for several working positions which are, including the casting position, offset with
respect to each other substantially by the same angles of rotation relative to the
pivot axis (30), and that to the working positions there are assigned working stations
(58, 62, 68) which are spaced in the radial direction substantially at the same distance
from the pivot axis (30) as the furnace (10).
4. A casting apparatus according to claim 3, characterized in that the furnace (10) is
followed by a removal station (68) and is preceded by a core insertion station (68).
5. A casting apparatus according to claim 4, characterized in that, between the removal
station (62) and the core insertion station (68), provision is made for a blacking
bath (60) for the mould parts (40).
6. A casting apparatus according to one of claims 1 to 5, characterized in that two carrier
devices (38) radially opposed to each other with respect to the pivot axis(30) are
arranged on the revolving table (28), and that provision is preferably made for an
odd number of working stations (58, 62, 68) so as to pivot the two carrier devices
(38) simultaneously to two working stations (62, 68) or respectively one working station
(60) and to the furnace (10).
7. A casting apparatus according to one of claims 1 to 6, characterized in that on the
carrier device (38), provision is made for an ejection arrangement (58) for ejecting
the cast parts from the mutually interspaced mould parts (40).
8. A casting apparatus according to one of claims 1 to 7, characterized in that the carrier
device (38) can be pivoted round a pivot pin (46) extending substantially in a horizontal
direction.
9. A casting apparatus according to claim 8, characterized in that the carrier device
(38) has a straight guide track (44) for at least one of the carrying members (48,
54) which, when the carrier device (38) is situated in a horizontal direction, extends
in a substantially radial direction with respect to the pivot axis(30).
10. A casting apparatus according to claim 9, characterized in that the substantially
horizontal pivot pin (46) of the carrier device (38) extends at right angles to the
guide track (44).
11. A casting apparatus according to claim 9 or 10, characterized in that the carrying
members (48, 54) have one pivotably mounted support (50) each for the mould parts
(40), the pivot pins (52) of which supports extend at right angles to the guide track
(44) and preferably in a horizontal direction.
12. A casting apparatus according to claim 1, characterized in that the supporting structure
(20) and the furnace (10) or the stands (12) supporting them, bear on the foundry
floor (14).
1. Installation de coulée en coquille à basse pression, comprenant un four (10) et un
dispositif de support (38) déplaçable , dans une position de coulée, en translation
en direction verticale pour poser les parties de moule ou de coquille (40) vides,
appliquées l'une contre l'autre et portées par le dispositif de support (38), sur
la bouche de coulée (16) du four (10) par abaissement, et pour soulever les parties
de moule (40) remplies du four (10) par relevage du dispositif de support (38), lequel
peut pivoter autour d'un axe de rotation vertical (30) passant à côté de la bouche
de coulée (16), depuis la position de coulée à une position de travail puis de nouveau
à la position de coulée, de même que des organes porteurs (54, 48) montés déplaçables
en translation l'un par rapport à l'autre sur le dispositif de support (38), d'une
position de fermeture à une position d'ouverture et inversement, organes porteurs
sur lesquels sont disposées les parties de moule (40), appliquées l'une contre l'autre
à la position de fermeture, caractérisée par un bâti de support (20) en forme de portique,
avec des piliers (22, 22′) placés en dehors de la zone de pivotement du dispositif
de support (38), ainsi qu'avec une table tournante (28) fixée à une traverse (26)
et rotative autour de l'axe de rotation (30), table sur laquelle le dispositif de
support (38) est déplaçable et guidé en direction verticale.
2. Installation de coulée selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif
de support (38) peut être amené de la position de coulée à la position de travail
puis de nouveau à la position de coulée dans le même sens de rotation (U).
3. Installation de coulée selon la revendication 2, caractérisée en ce que plusieurs
positions de travail sont prévues, positions qui, en comptant également la position
de coulée, sont mutuellement décalées d'angles de rotation essentiellement égaux par
rapport à l'axe de rotation (30), et en ce que des positions de travail sont coordonnées
à des postes de travail (58, 62, 68) possédant essentiellement le même éloignement
radial de l'axe de rotation (30) que le four (10).
4. Installation de coulée selon la revendication 3, caractérisée en ce que le four (10)
est suivi d'un poste d'enlèvement (62) et précédé d'un poste d'insertion de noyaux
(68).
5. Installation de coulée selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un bain de
poteyage (60) pour les parties de moule (40) est prévu entre le poste d'enlèvement
(62) et le poste d'insertion de noyaux (68).
6. Installation de coulée selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que
deux dispositifs de support (38), mutuellement opposés diamétralement par rapport
à l'axe de rotation (30), sont prévus sur la table tournante (28) et que, de préférence,
un nombre impair de postes de travail (58, 62, 68) est prévu pour pouvoir amener les
dispositifs de support (38) simultanément, par pivotement, à deux postes de travail
(62, 68) ou à un poste de travail (60) et au four (10).
7. Installation de coulée selon une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'un
système d'éjection (58) est prévu sur le dispositif de support (38) pour éjecter les
pièces coulées des parties de moule (40) écartées l'une de l'autre.
8. Installation de coulée selon une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que
le dispositif de support (38) peut basculer autour d'un axe de basculement (46) orienté
pour l'essentiel en direction horizontale.
9. Installation de coulée selon la revendication 8, caractérisée en ce que le dispositif
de support (38) présente une voie de guidage rectiligne (44) pour au moins l'un des
organes porteurs (48, 54), voie qui est orientée essentiellement en direction radiale,
par rapport à l'axe de rotation (30), lorsque le dispositif de support (38) est orienté
horizontalement.
10. Installation de coulée selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'axe de basculement
(46) essentiellement horizontal du dispositif de support (38) est perpendiculaire
à la voie de guidage (44).
11. Installation de coulée selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que les
organes porteurs (48, 54) comportent chacun un support (50) monté basculant pour les
parties de moule (40), les axes de basculement (52) de ces supports étant perpendiculaires
à la voie de guidage (44) et de préférence horizontaux.
12. Installation de coulée selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bâti de
support (20) et le four (10), ou les éléments (22, 12) qui les portent, reposent sur
le sol (14) de la fonderie.

