(19)
(11) EP 0 528 344 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
24.02.1993  Patentblatt  1993/08

(21) Anmeldenummer: 92113719.6

(22) Anmeldetag:  12.08.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F21S 5/00, F21S 1/02, H01J 5/32
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL PT SE

(30) Priorität: 17.08.1991 DE 9110182 U
12.06.1992 DE 9207949 U

(71) Anmelder: WILHELM KOCH GmbH
D-33378 Rheda-Wiedenbrück (DE)

(72) Erfinder:
  • Behr, Wolgang, Dr.
    W-4780 Lippstadt 4 (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Wenzel & Kalkoff 
Postfach 24 48
58414 Witten
58414 Witten (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Leuchtmittel


    (57) Die Erfindung betrifft ein Leuchtmittel (1) mit einem Reflektor (3) und einem Deckel (2) aus Glas sowie mit einer Glühwendel (5), die an zwei aus dem gasgefüllten Innenraum des Leuchtmittels (1) herausgeführten Zuleitungsdrähten (4) gehalten ist. Die Zuleitungsdrähte (4) werden an der Nahtstelle zwischen dem Reflektor (3) und dem Deckel (2) aus dem Innenraum des Leuchtmittels (1) herausgeführt. Dadurch ist der Reflektor (3) 100-prozentig wirksam, weil er keine Konsole oder Fassung benötigt, um ein Leuchtmittel (1) aufzunehmen. Die Leuchtausbeute des Leuchtmittels (1) ist dadurch optimiert.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Leuchtmittel zur Verwendung in überdachten oder geschlossenen Räumen, mit einem Reflektor und einem Deckel aus Glas sowie mit einer Glühwendel, die an zwei aus dem gasgefüllten Innenraum des Leuchtmittels herausgeführten Zuleitungsdrähten gehalten ist.

    [0002] Derartige Leuchtmittel werden in der Regel für den Innenausbau sowie für Möbel und Einbaumöbel als Einbauleuchten eingesetzt. Wenn voranstehend die Verwendung in überdachten oder geschlossenen Räumen genannt ist, so bedeutet das ebenso, daß auch eine Verwendung in Car-Ports oder im Außenbereich möglich ist, solange ein geschlossener Raum um das Leuchtmittel herum vorhanden ist, der selbstverständlich auch durch eine entsprechende Leuchte gebildet sein kann.

    [0003] Je kleiner Leuchten gestaltet werden, desto wichtiger ist eine gute Nutzung der Reflektorfläche, weil durch Fassungen bei der Verwendung von gesonderten Leuchtmitteln oder durch die Durchführung der Elektroden durch den Leuchtmittelkörper hinduch in den Innenraum ein vorgegebener Platzbedarf vorhanden ist, der kaum unterschritten werden kann. Wird nun durch eine Miniaturisierung die zur Verfügung stehende Reflektorfläche verkleinert, so wächst wegen des konstanten Platzbedarfes für die Fassung oder die Durchführung der Elektroden relativ derjenige Anteil der Reflektorfläche stark an, der nicht für die Reflektion genutzt werden kann.

    [0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Leuchtmittel der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, daß trotz einer Miniaturisierung der größte Anteil des Reflektors als Reflektorfläche erhalten bleibt; unabhängig von einer Miniaturisierung stellt sich die Erfindung die Aufgabe, die mögliche Reflektionsfläche an herkömmlichen Reflektoren zu optimieren.

    [0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß der Reflektor und der Deckel miteinander verklebt, verschmolzen oder versiegelt sind, und daß jeder Zuleitungsdraht durch die Klebe-, Schmelz- oder Siegelverbindung hindurchgeht.

    [0006] Die Erfindung schlägt erstmals vor, die Zuleitungsdrähte oder Elektroden durch den Kitt-, Klebe-, Zement-, Schmelz- oder Siegelbereich in den Innenraum des Leuchtmittels zu führen, der bei miteinander verbundenen Reflektoren und Deckeln zwangsläufig vorhanden ist. Die Erfindung ist also auf diese zweiteilige Bauweise mit gesondertem Reflektor und Deckel festgelegt. Es können sowohl metallische Reflektoren als auch verspiegelte Glasreflektoren eingesetzt werden, wobei es unerheblich ist, ob die Spiegelfläche auf der Innenseite oder auf der Außenseite des Reflektors angebracht ist. In letzterem Fall ist der Reflektor in der Regel mit einer Lackschicht geschützt. Der Deckel ist wegen der Beständigkeit gegenüber der Lichtdurchlässigkeit in Verbindung mit den zu erwartenden hohen Temperaturen bei Halogenleuchten stets aus Glas hergestellt.

    [0007] Infolge der Passage der Zuleitungsdrähte durch den Klebe-, Schmelz- oder Siegelbereich hindurch bedarf es keines Sockels oder keiner Konsole oder dergleichen innerhalb des Reflektors wie bei einer Leuchte, um die Zuleitungsdrähte bzw. Elektroden in den Innenraum des Leuchtmittels zu führen. Auf diese Weise steht annähernd die gesamte Reflektorfläche ausschließlich zur Reflektion zur Verfügung; die einzigen Verlustzonen sind die Schattenbereiche der Zuleitungsdrähte. Damit ist beinahe eine hundertprozentige Nutzung des Reflektors für die Reflektion möglich. Als Folge davon gibt es eine größere Lichtausbeute und damit eine Steigerung der Lichtleistung des Leuchtmittels.

    [0008] Zur Vereinfachung der Montage eines Leuchtmittels gemäß der Erfindung, insbesondere zum Schutz der zwischen den Zuführdrähten installierten Wendel ist es zweckmäßig, die beiden Zuleitungsdrähte außerhalb des Innenraumes mit Hilfe eines elektrisch isolierenden Verbindungselementes gegenseitig zu stützen; so wird die aus der Wendel und den Zuleitungsdrähten gebildete Einheit leicht handhabbar. Die Stabilität des Verbindungselementes sorgt dafür, daß die Zuleitungsdrähte im Bereich der Wendel ihren Abstand behalten, also die Wendel nicht zerstört werden kann.

    [0009] Zur weiteren Erleichterung der Montage und zur Verkürzung der freien Länge der Zuleitungsdrähte vom letzten Abstützpunkt an der Innenseite des Reflektors bis zu der Wendel ist jeder Zuleitungsdraht zu beiden Seiten des Durchgangs durch die Klebe-, Schmelz- oder Siegelverbindung spangenartig um den Reflektor herumgeformt.

    [0010] Der verwendete Kitt, Kleber, Zement oder Siegelwerkstoff, mit dem die beiden Hauptbestandteile, nämlich der Reflektor und der Deckel, gasdicht miteinander verbunden werden, muß im Ausdehnungskoeffizienten zu den Zuleitungsdrähten passen. Dasselbe gilt für den Fall, daß der Reflektor und der Deckel aus Glas bestehen, die zum Schließen des Leuchtmittels miteinander an der Fügestelle verschmolzen werden. Andernfalls muß er eine Restgeschmeidigkeit haben, um unterschiedliche Ausdehnungen kompensieren zu können. Darüber hinaus kann jeder Zuleitungsdraht im Bereich des Durchgangs durch die Klebe- oder Siegelverbindung nach Art einer Wendel, Schlinge oder Zickzackklinge geformt sein. Ergänzend oder abweichend davon besteht auch die Möglichkeit, den Querschnitt an dieser Stelle so zu schwächen, daß bei unnachgiebigem Siegelwerkstoff bei Temperaturwechsel der Zuleitungsdraht infolge Wärmedehnungen eine plastische Verformung erleidet, die bei dem nächsten Temperaturwechsel rückgängig gemacht wird. Es ist um den Reflektorrand herum genügend Raum, um gegebenenfalls eine Vielzahl von dünnen Zuleitungsdrähten für einen einzigen Strompfad zu benutzen, von denen jeder diese Bedingung der plastischen Verformung bei Temperaturschwankungen erfüllt.

    [0011] Ein Leuchtmittel gemäß der Erfindung ist ein einteiliges Gebilde, bei der der Glasdeckel, der Reflektor und die Wendel einschließlich der Zuleitungsdrähte eine handelsfähige Einheit bilden. Dieses Leuchtmittel ersetzt also eine herkömmliche Leuchte, bestehend aus Leuchtmittel und Reflektor mit Fassung. Insofern ist auch die Bezeichnung Leuchte korrekt, weil alle Bauteile zu einer Einheit zusammengefügt sind, die sonst zerlegbar als Leuchte bezeichnet werden. Das Leuchtmittel kann in ein Gehäuse eingerastet, eingeklemmt oder auch nach Art eines Sprengringes in einem Halter gesichert werden. Die die Kontaktstifte bildenden Zuleitungsdrähte können so ausgebildet sein, daß durch den Einbau bereits der elektrische Kontakte hergestellt wird, wenn beispielsweise an der Fassung entsprechende Spangen angebracht sind bzw. bei einem Einbau in ein entsprechendes Wandelement durch die Einbauöffnung eine Stromschiene hindurchgeht, in die die Kontaktstifte eingreifen. In besonders einfacher Weise können die Kontaktstifte so im Abstand und parallel zueinander ausgerichtet sein, daß ein Stecker direkt aufgesteckt werden kann, der mit einem Transformator verbunden ist, oder die Kontaktstifte in eine herkömmliche Fassung für Halogenlampen eingreifen.

    [0012] Es ist besonders einfach, den Refklektor dadurch zu schaffen, daß ein Glaskörper entsprechender Gestalt auf seiner Außenseite verspiegelt und mit einem Schutzlack abgedeckt wird. In dieser Weise lassen sich sehr einfach und kostengünstig leistungsfähige Parabolspiegel erzeugen, wobei sich über die Anordnung der Wendel im Brennpunkt bzw. vor oder hinter dem Brennpunkt eine entsprechende parallele Austrittsrichtung oder eine aufgefächerte Austrittsrichtung des Lichtes erreichen läßt. Selbstverständlich kann auch bei der Erfindung der Reflektor als Stufenreflektor ausgebildet sein, wenn eine große Lichtaustrittsfläche verlangt wird.

    [0013] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert; in der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    eine Querschnittsansicht durch ein Leuchtmittel gemäß der Erfindung,
    Fig. 2
    eine Querschnittsansicht entlang der Linie II - II in der Figur 1 unter Auslassung des Reflektors,
    Fig. 3
    eine Querschnittsansicht als Ausschnitt gemäß der Figur 1 eines weiteren Ausführungsbeispiels,
    Fig. 4
    eine vereinfachte Querschnittsansicht durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Leuchtmittels mit Fassung zum Einbau in eine Platte,
    Fig. 5
    eine Querschnittsansicht gemäß der Figur 4 eines weiteren Ausführungsbeispiels und
    Fig. 6
    eine Querschnittsansicht gemäß den Figuren 4 oder 5 eines Ausführungsbeispiels mit selbsttätiger Kontaktaufnahme der elektrischen Versorgung beim Einsetzen des Leuchtmittels in die Fassung.


    [0014] Das in der Fig. 1 wiedergegebene Leuchtmittel 1 besteht im wesentlichen aus einem Glasdeckel 2 und einem Reflektor 3. Beide sind entlang der jeweiligen Ränder mit einem Kitt 7 verbunden und gasdicht verschlossen. Durch diesen Klebe- oder Siegelbereich sind zwei in Abstand zueinander angeordnete Zuleitungsdrähte 4 geführt, an deren inneren Enden im Inneren des Leuchtmittels 1 eine Glühwendel 5 gespannt ist, während an den äußeren Enden Anschlußmöglichkeiten für eine Fassung, Stecker, Klemmen, Lotbefestigungen und dergleichen vorhanden sind.

    [0015] Eine aus den beiden Zuleitungsdrähten 4 und der Wendel 5 gebildete Einheit, die mit Hilfe einer Platte 6 stabilisiert wird, ist so geformt, daß sie den Rand des Reflektors 3 spangenartig übergreift und durch den Klebe- oder Siegelbereich, also durch den Kitt 7 hindurchgeht. Die Form der Platte 6 ist aus den Figuren 1 und 2 zu erkennen.

    [0016] Bei der Herstellung eines Leuchtmittels gemäß der Erfindung wird zunächst der Reflektor 3 aus Glas als Paraboloidabschnitt hergestellt, außen verspiegelt und mit einer Lackschicht geschützt. Als nächstes wird die in der Fig. 2 dargestellte Einheit über den Rand des Reflektors 3 gesteckt, und zwar an einer beliebigen Stelle, an der in dem Rand des Reflektors eine Aussparung 8 vorhanden ist. Die Zuleitungsdrähte 4 sind so geformt, daß die Wendel 5 bei auf den Reflektorrand aufgesetzte Einheit stets im Brennpunkt des Parabelabschnittes des Reflektors 3 liegt. Als nächstes wird der Glasdeckel 2 aufgesetzt, der gegebenenfalls eine profilierte Streuscheibe als integralen Bestandteil enthält. Die so gebildete Einheit wird nun evakuiert und mit Gas gefüllt, wobei die Gasfüllung aus einem Halogengas und einem Edelgas besteht. In dieser Form wird der Kitt 7 aufgebracht und zum Erhärten gebracht. Anschließend ist das Leuchtmittel 1 betriebsbereit.

    [0017] Statt einer Verbindung zwischen dem Reflektor 3 und dem Deckel 2 aus Kitt 7 (Fig. 1) kann auch eine direkte Verschmelzung beider Teile als Abdichtung und Befestigung verwirklicht werden, die in der Fig. 3 wiedergegeben ist. Diese Art der Verbindung ist besonders für hohe Wattzahlen geeignet, weil dabei Temperaturen auftreten, die die Temperaturfestigkeit üblicher Kittwerkstoffe überschreiten. Letztere können bis zu einer Temperatur von ca. 220 °C eingesetzt werden. Wird die Fügestelle zwischen den beiden Teilen 2 und 3' höher belastet, wird die in der Fig. 3 gezeigte Verbindungsform der zusammengeschmolzenen Glasteile verwendet.

    [0018] Die Zuleitungdrähte 4 können die Fügestelle ohne vorhergehende Bearbeitung passieren. Die in der Fig. 2 gezeigte Einheit wird also nach wie vor über den Reflektor 3' gesteckt. Nach dem Evakuieren und Füllen mit Halogen- und Edelgasen wird die zu verschweißende Fläche erwärmt, wobei die Zuleitungsdrähte 4 in den Reflektorrand einsinken. Es kommt zu einer gasdichten, vollständigen Verschweißung. Bei geschickter Wahl der Werkstoffe für die Glasbauteile und die Zuleitungsdrähte 4 bedarf es noch nicht einmal der Verwendung von Quarzglas, um eine störungsfreie Durchführung der Zuleitungsdrähte 4 in das Innere des Leuchtmittels zu gewährleisten. Gegebenenfalls muß eine der Hilfsmaßnahmen verwendet werden, die weiter oben bereits erläutert worden sind.

    [0019] Anhand der Figuren 4, 5 und 6 wird veranschaulicht, in welcher Weise ein Leuchtmittel gemäß der Erfindung in eine Rahmen 11 aus Kunststoff oder Blech eingesetzt werden kann und so z.B. in einer Spanplatte 10 von 19 mm Dicke Platz findet.

    [0020] Bei den in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen trägt der Glasdeckel 2 einen verdickten Rand 9, der entweder einen umlaufenden Vorsprung 29 (Figuren 1 und 3) oder eine umlaufende Rille 30 (Figuren 4 bis 6) trägt, mit deren Hilfe jeweils die Befestigung des Leuchtmittels 1 innerhalb des Rahmens 11 oder in einem Leuchtengestell (nicht gezeigt) vorgenommen werden kann. Der Rand dient außerdem zum Schutz des Leuchtmittels 1; kleine Absplitterungen von diesem Rand 9 sind ungefährlich und unbeachtlich.

    [0021] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 4 wird eine selbsttätige Kontaktierung zwischen den Zuleitungsdrähten 4 und zwei Kontaktfedern 25 vorgenommen, die sich nebeneinander in dem Rahmen 11 befinden. Bei eingesetztem Leuchtmittel 1 treffen sie elastisch auf die Zuleitungsdrähte 4. Dabei sorgt eine Einbuchtung 16, die mit einem entsprechenden Vorsprung (nicht gezeigt) an dem Rahmen 11 zusammenwirkt, daß die Leuchte 1 in der vorgegebenen Orientierung in den Rahmen 11 eingesetzt wird. Es ist deutlich zu erkennen, daß ausreichend Platz für ein Kabel 19 innerhalb der Dicke der Spanplatte 10 vorhanden ist, um das Leuchtmittel 1 mit Strom zu versorgen. Auch ist Platz für den Anschluß durch eine herkömmliche Fassung.

    [0022] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 5 sind die Zuleitungsdrähte 4 leicht abgebogen, so daß sie im wesentlichen parallel zur Oberfläche des Reflektros 3 (Figur 1) verlaufen. Dadurch besteht die Möglichkeit, einen angedeuteten Stecker 31 auf die Zuleitungsdrähte 4 aufzuschieben, ohne die Silhouette der Holzplatte 10 zu überschreiten, die auch in dieser Figur andeutungsweise wiedergegeben ist.

    [0023] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann das an den Stecker 31 angeschlossene Kabel 19 noch innerhalb der Höhe der Platte 10 verlegt werden. Im übrigen ist deutlich zu erkennen, daß der Rahmen 11 mit Hilfe von Haken 39 in die Öffnung in der Platte 10 eingesetzt ist, die an ihrem inneren Rand drei Rastnasen 13 aufweist, die in die Rille 30 des Randes 9 einrasten. Damit wird die Leuchte 1 gehalten.

    [0024] Das in der Figur 6 wiedergegebene Ausführungsbeispiel ist für einen Anschluß unter Einbeziehung einer Stromschiene 14 vorgesehen. Die Zuleitungsdrähte 4 sind so geformt, daß sie vertikal zur Mittelebene des Leuchtmittels 1 abstehen. Sie wirken mit Kontaktstreifen 15 in der Stromschiene 14 zusammen. Nach dem Einrasten des gesamten Leuchtmittels 1 in die Rastnasen 13 (in Fig. 6 nicht dargestellt) unter Beachtung der Ausrichtung zu der Stromschiene 14 ist die Installation fertiggestellt, das Leuchtmittel 1 ist also sowohl gehalten als auch ist der elektrische Kontakt mit der Stromschiene 14 hergestellt. Die Einbettung der Stromschiene 14 bereitet keine Schwierigkeiten, da durch Ausfräsen eines entsprechenden Kanals hierfür Raum geschaffen werden kann.

    [0025] Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist an dem Glasdeckel 2 jeweils ein Stutzen 18 angeformt, an dem das Leuchtmittel 1 aus- und eingebaut werden kann. Im übrigen kann der Stutzen 18 auch entfernbar sein, so daß er unter den Rand 9 bzw. unter den Vorsprung 29 gehakt werden kann, wenn ein Ausbau des Leuchtmittels 1 erforderlich ist.

    [0026] Die Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren 4, 5 und 6 zeigen beispielhaft die Herstellung einer elektrischen Verbindung mit den Zuleitungsdrähten 4 des Leuchtmittels 1 mit Hilfe eines Steckers 6, mit Hilfe einer Stromschiene 14 und selbsttätig gemäß der Figur 4. Selbstverständlich können noch weitere Varianten verwirklicht werden, beispielsweise ein farbiger reflektierenden Hochglanzfilm auf dem Reflektor 3, eine eingefärbte Scheibe an dem Glasdeckel 2, wobei auch wiederum eine farbige Bedampfung der Lichtscheibe in Frage kommt. Auch eine Durchfärbung ist selbstverständlich möglich. Ebenso kann der Rand 9 in die Dekoration einbezogen werden, wenn er entsprechend lackiert, bedampft oder in sonstiger Weise gestaltet wird, beispielsweise durch eine Glasstruktur. Auch kann der Reflektor als Kaltlichtreflektor ausgebildet werden, also mit einer Beschichtung, die durchlässig ist für Wärmestrahlen, jedoch die Lichtstrahlen reflektiert. Diese Art des Leuchtmittels 1 wird immer dort eingesetzt, wo die Wärmestrahlung nach vorn als sehr nachteilig empfunden wird, beispielsweise bei der Beleuchtung wertvoller Kunstwerke und dergleichen.


    Ansprüche

    1. Leuchtmittel zur Verwendung in überdachten oder geschlossenen Räumen, mit einem Reflektor und einem Deckel aus Glas sowie mit einer Glühwendel, die an zwei aus dem Gas gefüllten Innenraum des Leuchtmittels herausgeführten Zuleitungsdrähten gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3) und der Deckel (2) miteinander verklebt, verschmolzen oder versiegelt sind, und daß jeder Zuleitungsdraht (4) durch die Klebe-, Schmelz- oder Siegelverbindung hindurchgeht.
     
    2. Leuchtmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zuleitungsdrähte (4) außerhalb des Innenraumes mit Hilfe eines elektrisch isolierenden Verbindungselementes (6) gegenseitig gehalten sind.
     
    3. Leuchtmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zuleitungsdraht (4) zu beiden Seiten des Durchgangs durch die Klebe-, Schmelz- oder Siegelverbindung spangenartig den Reflektor (3) übergreift.
     
    4. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zuleitungsdraht (4) im Bereich des Durchgangs durch die Klebe-, Schmelz- oder Siegelverbindung zum Abbau von thermischen Spannungen nach Art einer Wendel, Schlinge oder Zickzacklinie geformt ist.
     
    5. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zuleitungsdraht (4) im Bereich des Durchgangs durch die Klebe-, Schmelz- oder Siegelverbindung zum Abbau von thermischen Spannungen im Querschnitt reduziert und/oder aufgeteilt ist.
     
    6. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasdeckel einen integralen, mit einer umlaufenden Rille (30) oder einem umlaufenden Vorsprung (29) versehenen Rand (7) trägt.
     
    7. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3) ein Kaltlichtreflektor ist.
     
    8. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Glasdeckels (2) und/oder des Reflektros (3) ein Stutzen (18) angebracht ist, der über die Frontseite des Glasdeckels (2) als Montagehilfe verlängert ist.
     
    9. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3) auf seiner Außenseite verspieglt und mit einem Schutzlack überdeckt ist.
     
    10. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3) ein Stufenreflektor ist.
     
    11. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungsdrähte (4) in einem Abstand zueinander im wesentlichen parallel zur Ebene des Glasdeckels (2) verlaufen und mit Kontaktfedern (25) in Eingriff bringbar sind, die sich an entsprechender Stelle einer Fassung (11) befinden.
     
    12. Leuchtmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungsdrähte (4) im wesentlichen in einem Abstand zueinader vertikal zur Ebene des Glasdeckels (2) angeordnet sind und mit den Kontaktstreifen (15) einer Stromschiene (14) in Eingriff bringbar sind.
     




    Zeichnung