[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Rasierapparat mit einem an einem
Gehäuse verschiebbar gelagerten ersten Schaltschieber zur Inbetriebnahme eines schwenkbar
gelagerten Kurzhaarschneidsystems und zum Verschieben eines Langhaarschneidsystems.
[0002] Ein Rasierapparat der eingangs genannten Art ist aus der DE 37 26 354 A1 bekannt.
Dem zur Inbetriebnahme des Rasierapparates vorgesehenen Schaltschieber ist ein Steuerglied
zugeordnet, das durch Betätigen des Schaltschiebers in Eingriff mit wenigstens einem
am Scherkopf vorgesehenen Steuerfolgeglied bringbar ist, um den frei schwenkbar gelagerten
Scherkopf unabhängig von seiner jeweiligen Schwenkstellung in eine vorgegebene Raststellung
zu bewegen und dort zu arretieren.
[0003] Es ist bereits ein elektrischer Rasierapparat mit einem an einem Gehäuse verschiebbar
gelagerten ersten Schaltschieber zur Schaltung eines Kurzhaarschneidsystems bekannt
(DE 28 43 947 C2). Auf dem Schaltschieber ist ein aus einer Ruhestellung in eine Betriebsstellung
verschiebbares Langhaarscherteil angeordnet, das in der Betriebsstellung mit dem Antrieb
des Trockenrasierapparates gekuppelt und in beiden Stellungen durch federnde Mittel
gehalten ist. Dem ersten Schaltschieber ist ein zweiter Schaltschieber zugeordnet,
der zum Ein- und Ausschalten des Trockenrasieraparates dient. Hierdurch wird die Handhabung
des Rasierapparates erleichtert, da das Gerät ohne umzugreifen ein- und ausgeschaltet
und auch das Langhaarschneidteil zugeschaltet werden kann.
[0004] Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Handhabungshilfen direkt am Rasierapparat
zur Verfügung zu haben, mit denen auf sehr einfache Weise neben den übrigen Schaltfunktionen
für das Lang- und Kurzhaarschneidsystem auch ein verschwenkbarer Scherkopf für unterschiedliche
Funktionen zu steuern bzw. festzulegen sind.
[0005] Die Erfindung löst diese Probleme dadurch, daß ein zweiter Schaltschieber vorgesehen
ist, der der Stellbewegung des ersten Schaltschiebers in eine weitere Schaltstellung
automatisch folgt und dadurch das verschwenkbare Kurzhaarschneidsystem in seiner Schwenkbewegung
festlegt oder freigibt.
[0006] Hierdurch wird auf einfache Weise die Möglichkeit geschaffen, das verschwenkbare
Kurzhaarschneidsystem in seiner Schwenkbewegung festzulegen oder auch freizugeben,
wenn zumindest das Kurzhaarschneidsystem oder das Kurzhaarschneidsystem mit dem Langhaarschneidsystem
in eine Betriebsstellung verstellt worden ist. Hierzu ist es vorteilhaft, daß der
zweite Schaltschieber entgegengesetzt zur Stellbewegung des ersten Schaltschiebers
gegen die Wirkung eines Stellmittels in eine das verschwenkbar gelagerte Kurzhaarschneidsystem
arretierende Stellung bringbar ist.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, daß der zweite Schaltschieber
von seiner nicht arretierenden Stellung gegen die Wirkung einer Feder in eine das
verschwenkbare Kurzhaarschneidsystem arretierende Stellung bringbar ist, aus der der
zweite Schaltschieber über eine weitere Feder selbsttätig in seine Ausgangsstellung
bzw. in die nicht arretierende Stellung herausbewegbar ist. Da in vorteilhafter Weise
der zweite Schaltschieber entgegengesetzt zur Stellbewegung des ersten Schaltschiebers
gegen die Wirkung eines Stellmittels in eine das verschwenkbar gelagerte Kurzhaarschneidsystem
arretierende Stellung bringbar ist, wird auf einfache Weise sichergestellt, daß nur
dann das verschwenkbar gelagerte Kurzhaarschneidsystem in eine arretierende Stellung
bringbar ist, wenn zumindest das Kurzhaarschneidsystem in Betriebsstellung gebracht
worden ist. Über die auf den zweiten Schaltschieber einwirkende Feder wird sichergestellt,
daß der zweite Schaltschieber automatisch der Stellbewegung des ersten Schaltschiebers
folgt und stets in seine Ausgangslage zurückkehrt, in der der Scherkopf für die Schwenkbewegung
freigegeben ist. Will also die Bedienungsperson beispielsweise für die Rasur im Oberlippenbereich
den Scherkopf kurzfristig festlegen, so braucht sie lediglich den zweiten Schalter
so lange nach unten zu drücken, wie der Scherkopf festgestellt werden soll. Läßt die
Bedienungsperson den zweiten Schaltschieber wieder los, so kehrt dieser automatisch
wieder in seine Ausgangsstellung zurück und legt sich gegen den ersten Schaltschieber
an.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist schließlich
vorgesehen, daß der erste und zweite Schaltschieber jeweils zwei mit Abstand zueinander
angeordnete Führungselemente aufweist, die in im verstellbar gelagerten Schieber vorgesehenen
Durchbrüchen aufgenommen und gegen in den Durchbrüchen vorgesehene Anschläge zur Anlage
bringbar sind. Hierdurch werden neben einer einfachen, jedoch sehr zweckmäßigen Führung
der Schaltschieber gleichzeitig Anschläge zur Verstellung des Schiebers und somit
zur Verstellung des Langhaarschneiders in mindestens eine Betriebsstellung geschaffen.
[0009] Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfindung, daß der erste und zweite
Schaltschieber auf einem im Gehäuse des Rasierapparates verstellbar angeordneten Schieber
gelagert ist, der über den ersten Schaltschieber von einer "Aus"Stellung in mindestens
eine Betriebsstellung bringbar ist.
[0010] Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung ist es von Vorteil,
daß das Langhaarschneidsystem auf dem im Gehäuse verstellbar gelagerten Schieber angeordnet
ist, der sich über die als Bügelfeder ausgebildete Feder gegenüber dem Gehäuse abstützt,
die den Schieber des Langhaarschneidsystems nach Überschreiten einer Totpunktlage
nach oben oder nach unten verschiebt bzw. seine Bewegung unterstützt.
[0011] Vorteilhaft ist es ferner, daß die Feder einenends auf einem Bolzen des Gehäuses
befestigt ist, sich anderenends in einer in dem Schieber vorgesehenen Vertiefung abstützt
und in dieser abrollt, wobei in einer unteren Stellung des Schiebers dieser durch
ein federelastisches Feststellelement am Gehäuse feststellbar ist. Auf diese Weise
wird mit einfachen baulichen Mitteln der Verstellvorgang des Schiebers wesentlich
erleichtert und eine gut wirkende Arretierung geschaffen.
[0012] Außerdem ist es vorteilhaft, daß der erste und der zweite Schaltschieber auf der
Oberseite des Schiebers und eine Kulisse auf der Unterseite des Schiebers geführt
sind.
[0013] Eine zusätzliche Möglichkeit zur Befestigung des Schaltschiebers erhält man dadurch,
daß der erste Schaltschieber über zwei Verbindungselemente mit zwei entsprechenden,
mit Abstand zueinander angeordneten Tragarmen der Kulisse fest verbunden ist.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, daß an dem unteren Ende
der Kulisse ein Tragteil mit einer Lagerschale zur Aufnahme eines Rasthakens vorgesehen
ist, der einen Arretierungsteil zur Arretierung der Kulisse am Schieber aufweist.
Vorteilhaft ist es ferner, daß die Rückseite des Arretierungsteils sich gegen eine
zweiarmige Feder abstützt, die mit ihrem einen Arm in eine Raststelle der Kulisse
einrastet und somit gesichert ist. Hierdurch wird eine einwandfreie Einrastung des
Arretierungsteils in der Raststelle der Kulisse erreicht, selbst dann, wenn das Arretierungsteil
an einer Anlenkstelle fest verankert wäre und keine ausreichende Elastizität aufweisen
würde bzw. die dem Arretierungsteil innewohnenden Federstellkräfte nicht ausreichen
würden, um dieses in die Rastausnehmungen zu drücken. Vorteilhaft ist es außerdem,
daß der Rasthaken aus einem halbkugelförmigen Arretierungsteil und einem Drehfuß besteht,
der über einen Arm mit dem Arretierungsteil verbunden ist, wobei der Drehfuß in der
an der Kulisse vorgesehenen Lagerschale allseitig drehbar aufgenommen ist. Auf diese
Weise wird erreicht, daß sich der Arretierungsteil ohne weiteres auch bei Überschreitung
der Herstellungstoleranzen in die geeignete Arretierungsposition verstellen läßt.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, daß der Arretierungsteil
der Kulisse in eine am Schieber vorgesehene Arretierungsvertiefung einrastbar ist
und aus der Arretierungsvertiefung nur herausbewegt werden kann, wenn eine entsprechende
Sperre den Arretierungsteil der Kulisse freigibt. Mit dem Arretierungsteil läßt sich
auf sehr einfache Weise das Langhaarschneidsystem in seiner "Aus"Position feststellen
und damit ist sichergestellt, daß das Langhaarschneidsystem erst dann eingeschaltet
wird, wenn das Kurzhaarschneidsystem eingeschaltet ist.
[0016] Ein weiterer wesentlicher Vorteil wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die
Sperre Teil eines Arretierungsschalters ist, der zur Verstellung in die Arretierungsposition
in die gleiche Richtung wie der erste und zweite Schaltschieber verstellbar ist, wenn
diese in ihre "Aus"Position gebracht werden.
[0017] Eine zusätzliche Möglichkeit gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, daß der Arretierungsschalter eine Platte aufweist, an der die federelastische
erste Sperre und eine federelastische zweite Sperre in Form einer nach unten offenen
Gabel vorgesehen ist,
wobei die zweite Sperre in entsprechende Arretierungsvertiefungen des Schiebers einrastbar
ist.
[0018] Von Vorteil ist es ferner, daß sich die erste Sperre in der Arretierungsstellung
zwischen den Arretierungsteil der Kulisse und eine am Chassis angeordnete Rippe schiebt
und verhindert, daß der Arretierungsteil der Kulisse um seine Lagerschale schwenken
kann und die Kulisse für einen Verstellvorgang freigibt. Hierdurch wird also gewährleistet,
daß der Arretierungschalter das Langhaarschneidsystem nur dann zur Verstellung freigibt,
wenn das Kurzhaarschneidsystem eingeschaltet ist.
[0019] Eine wesentliche vorteilhafte Ausführungsform erreicht man dadurch, daß sich in der
Arbeitsstellung des Langhaarschneidsystems der Arretierungsteil der Kulisse zwischen
der oberen Arretierungsvertiefung und einer auf dem Chassis vorgesehenen Rippe befindet
und in dieser Position eine Verstellung des Kurzhaarschneidsystems in eine "Aus"Stellung
verhindert und daß in der Arbeitsstellung des Langhaarschneidsystems die zweite Sperre
sich zwischen einer an der Kulisse angeordneten Nase und einer Arretierungsvertiefung
am Schieber befindet, so daß die zweite Sperre nicht aus der Arretierungsvertiefung
am Schieber herausgeführt werden kann und somit sicherstellt, daß der Arretierungsschalter
erst dann in seine Arretierungsstellung zurückgeführt werden kann, wenn beide Schneidsysteme
in ihre "Aus"-Stellung gebracht worden sind.
[0020] Vorteilhaft ist es außerdem, daß das Feststellelement am Schieber des Rasierapparates
vorgesehen ist, der in der "Aus"Stellung des Rasierapparates über eine halbkugelförmige,
am Chassis des Rasierapparates vorgesehene Erhebung geschoben ist, bei Verstellung
des Feststellelements in die Betriebsstellung etwas zurückfedert und dabei die halbkugelförmige
Erhebung überfährt. Hierdurch läßt sich auf einfache Weise das Langhaarschneidsystem
in seiner "Aus"Stellung feststellen.
[0021] Ferner ist es vorteilhaft, daß an der Rückseite der Sperre des Arretierungsschalters
ein Noppen vorgesehen ist, der mit Bezug auf die Sperrstellung des Arretierungsschalters
unterhalb eines weiteren Noppens liegt, der an der Rippe des Chassis vorgesehen ist,
so daß die Sperre aufgrund der an der Kulisse angeordneten Nase nicht aus ihrer Rastposition
am Schieber herausgeführt werden kann. Dadurch wird verhindert, daß das Gerät über
den Arretierungsschalter in die "Aus"Stellung gebracht werden kann. Ferner läßt sich
in dieser Stellung das Kurzhaarschneidsystem so lange nicht ausschalten, wie sich
das Langhaarschneidsystem in einer entsprechenden Betriebsstellung befindet.
[0022] Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, daß zur Festsetzung des Scherkopfs im Gehäuse ein als Stößel ausgebildetes
Steuerglied verstellbar gelagert ist, das gegen den Druck einer einerseits am Stößel
anliegenden, andererseits an einer an einem im Gehäuse befestigten Stegteil anliegenden
Drehfeder in Längsrichtung des Rasierapparates vorgespannt ist und daß der Stößel
über ein am Stößel vorgesehenes Mitnehmerelement mit dem Schaltschieber wirkungsmäßig
verbunden ist und über diesen, gegen die Wirkung mindestens einer Feder, in eine den
Scherkopf arretierende Stellung bringbar ist. Durch den über den Schaltschieber betätigbaren
Stößel läßt sich der Scherkopf kurzfristig feststellen, wenn eine Schwenkbewegung
des Scherkopfes bei der Rasur nicht gewünscht wird. Durch die automatische Rückstellung
wird sichergestellt, daß der Scherkopf für weitere Schwenkvorgänge wieder freigegeben
wird.
[0023] Die nach der Erfindung getroffene funktionale Abstimmung und Anpassung der Schaltwege
sowie Schaltrichtungen des ersten und zweiten Schaltschiebers sowie des Arretierungsschalters
bewirkt eine wesentliche Vereinfachung der Bedienung des Rasierapparates. Zur Inbetriebnahme
und Benutzung des Rasierapparates sind der Arretierungsschalter und der erste Schaltschieber
in der gleichen Richtung zu betätigen, wobei der als Kurzzeitschalter vorgesehene
zweite Schaltschieber dieser Bewegungsrichtung automatisch folgt und somit das im
Ausschaltzustand des Rasierapparates festgesetzte Kurzhaarschneidsystem zur Ausübung
von Schwenkbewegungen freigibt. In dieser Einschaltstellung kann das Kurzhaarschneidsystem
durch den Benutzer je nach Bedarf durch Betätigung des Kurzzeitschalters entgegen
der Einschaltrichtung des ersten Schaltschiebers festgesetzt und durch Loslassen des
Kurzzeitschalters wieder freigegeben werden. Zur Außerbetriebnahme des Rasierapparates
ist der erste Schaltschieber entgegengesetzt zur Einschaltrichtung zu betätigen, wobei
dieser automatisch den Kurzzeitschalter und den Schieber mit integriertem Langhaarschneidsystem
- sofern dieses sich in einer zum Kurzhaarschneidsystem ausgefahrenen Stellung befindet
- in die Ausschaltstellung mitnimmt, wobei der Kurzzeitschalter den Scherkopf über
den in den Scherkopf eingreifenden Stößel festsetzt. Durch nachfolgende Betätigung
des Arretierungsschalters, die ebenfalls in Ausschaltrichtung des ersten Schaltschiebers
durchzuführen ist, wird das Schaltersystem des Rasierapparates gegen unbeabsichtigtes
Einschalten gesichert.
[0024] In den Figuren ist die Erfindung an einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Rasierapparates mit einem schwenkbar gelagerten
Scherkopf sowie einem Langhaarschneidsystem und drei verschiedenen Betätigungsschaltern,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des Chassis des Rasierapparates mit den einzelnen Schalt-
und Feststellelementen in der "Aus"Stellung,
- Figur 3
- das Chassis des Rasierapparates mit den einzelnen Schalt- und Feststellelementen in
der ersten Betriebsstellung, in der das Kurzhaarschneidsystem zugeschaltet ist,
- Figur 4
- das Chassis des Rasierapparates mit den einzelnen Schalt- und Feststellelementen in
der zweiten Betriebsstellung, in der das Kurz und Langhaarschneidsystem zugeschaltet
ist,
- Figur 5
- einen Teillängsschnitt, nach Figur 1, durch den Rasierapparat mit dem schwenkbar gelagerten
Scherkopf,
- Figur 6
- ein Chassis zur Aufnahme der einzelnen Funktionsteile des Rasierapparates,
- Figur 7
- die auf das Chassis in verschiedene Schaltpositionen verschiebbar aufbringbare Kulisse,
- Figur 8
- einen Arretierungsschalter,
- Figur 9
- die auf dem Chassis montierbaren Schaltschieber und Kurzzeitschalter.
[0025] Figur 1 zeigt einen elektrischen Rasierapparat mit einem Gehäuse 1 und einem aus
der dargestellten Mittelstellung in entgegengesetzte Richtungen um eine Schwenkachse
Z relativ zum Gehäuse 1 schwenkbaren Scherkopf 2 mit zwei Kurzhaarschneidsystemen
K1, K2 sowie einem auf der Frontseite 3 des Gehäuses 1 verschiebbar angeordneten ersten
Schaltschieber 4a, der auch als Ein- und Ausschalter bezeichnet werden kann und einem
zweiten Schaltschieber 4b bzw. Kurzzeitschalter sowie einer Griffleiste 64 eines Arretierungsschalters
62, der nachfolgend beschrieben und in Figur 8 im Detail dargestellt ist.
[0026] Der Scherkopf 2 ist relativ zum Gehäuse 1 schwenkbar gelagert und mit einem Obermesser
36 und einem von einem in der Zeichnung nicht dargestellten Motor angetriebenen, dem
Obermesser 36 zugeordneten, nicht sichtbaren Untermesser ausgestattet. Der Scherkopf
2 ist zwischen zwei am Gehäuse 1 angeformten Tragarmen 5, 6, die auch Bestandteil
eines auf dem Gehäuse 1 aufgesetzten Scherkopfrahmen sein können, mittels in der Zeichnung
nicht dargestellter Lagerelemente bei entsprechender Schalterstellung frei schwenkbar
aufgenommen.
[0027] Auf der Frontseite 3 des Gehäuses 1 sind auf einem im Gehäuse 1 verschiebbar gelagerten
Schieber 8 mit einem integrierten Langhaarschneidsystem L, der Schaltschieber 4a,
der Kurzzeitschalter 4b sowie die Griffleiste 64 verschiebbar gelagert.
[0028] Der Antrieb des Langhaarschneidsystems L erfolgt ebenfalls über den in der Zeichnung
nicht dargestellten Elektromotor, der seinerseits über einen nicht dargestellten Schwinghebel
und einen Mitnehmer des Langhaarschneidsystems L diesen in eine oszillierende Bewegung
versetzt. Der Elektromotor weist einen entsprechenden, in der Zeichnung nicht dargestellten
Antriebsbolzen auf, der in einer Schlitzführung des in dem Schieber 8 gelagerten Schwinghebels
aufgenommen ist und dadurch den Mitnehmer des Langhaarschneidsystems L in eine oszillierende
Bewegung versetzt.
[0029] In dem Gehäuse 1 befindet sich ein Chassis 15 zur Aufnahme des Schiebers 8. Wie aus
Figur 6 hervorgeht, besteht der Schieber 8 aus einem sich trapezförmig erweiternden
Oberteil 9 und einem rechteckförmigen Unterteil 10. In dem Oberteil 9 befinden sich
zwei mit Abstand zueinander angeordnete, rechteckförmig ausgebildete Durchbrüche 11,
12 mit je einem oberen Anschlag 13 und einem unteren Anschlag 14. Im Unterteil 10
ist eine rechteckförmige Aussparung 16 vorgesehen, in der zwei linke Rastpositionen
bzw. Arretierungsvertiefungen 17 und 18, zwei rechte Rastpositionen bzw. Arretierungsvertiefungen
19 und 20 sowie ein federelastisches Feststellelement 21 vorgesehen sind. Das Feststellelement
21 wird in der "Aus"Stellung des Rasierapparates gemäß Figur 2 über eine halbkugelförmige
Erhebung 22 geschoben. Bei Verstellung des Feststellelementes 21 in die "Aus"Stellung
gemäß Figur 2 federt das Feststellelement 21 etwas zurück. Die halbkugelförmige Erhebung
22 ist gemäß Figur 2 am Chassis 15 des Rasierapparates vorgesehen.
[0030] In den Figuren 2 bis 4 ist der im Chassis 15 angeordnete Schieber 8 in seinen zwei
verschiedenen Schaltpositionen dargestellt. In Figur 2 befindet sich der Rasierapparat
in einer "Aus"Stellung, in Figur 3 in einer Betriebsstellung mit eingeschaltetem Kurzhaarsystem
K1,K2 sowie ausgeschaltetem Langhaarschneidsystem und in Figur 4 in einer Betriebsstellung,
in der das Langhaarschneidsystem L dem Kurzhaarschneidsystem K1, K2 zugeschaltet ist.
Zur Benutzung des Rasierappparates ist dieser mit einer Schaltvorrichtung 4 ausgestattet,
die aus dem ersten Schaltschieber 4a und dem zweiten Schaltschieber 4b sowie dem Schieber
8 besteht.
[0031] Soll das Kurzhaarschneidsystem K1, K2 eingeschaltet werden, so wird der Schaltschieber
4a und gleichzeitig auch der Schaltschieber 4b aus der Stellung gemäß Figur 2 in die
Stellung gemäß Figur 3 gebracht. Wird die Schaltvorrichtung 4 in die Position gemäß
Figur 4 verstellt, dann wird das Langhaarschneidsystem L über die nachstehend noch
erläuterten Führungselemente 29, 30 (vergl. Figur 9) zugeschaltet, die dabei gegen
die oberen Anschläge 13 (vergl. Figur 6) anliegen.
[0032] In der nachfolgenden Beschreibung ist erläutert, daß der Rasierapparat über einen
einzigen Schalter in verschiedene Betriebsstellungen, in eine "Aus"Stellung und dann
über einen Arretierungsschalter 62 in eine Arretierungsstellung bringbar ist, in der
eine selbsttätige Verstellung des Schalters in eine Betriebsstellung ausgeschlossen
ist.
[0033] Einzelheiten der Schaltvorrichtung 4 mit dem Schaltschieber 4a und dem Schaltschieber
4b sind in den Figuren 2 bis 4 und 9 dargestellt.
[0034] Der Schaltschieber 4a und auch der Schaltschieber 4b sind gemäß Figur 9 trapezförmig
ausgebildet und erweitern sich nach oben. Wird die Oberkante 23 des Schaltschiebers
4b gegen die Unterkante 24 des Schaltschiebers 4a zur Anlage gebracht, dann verlaufen
die beiden schräg verlaufenden Außenkanten 25, 26 des Schaltschiebers 4b in der gleichen
schrägen Ebene wie die beiden Außenkanten 27, 28 des Schaltschiebers 4a. Der Schaltschieber
4a und der Schaltschieber 4b sind mit je zwei Führungselementen 29, 30 bzw. 31, 32
ausgestattet. Damit der Schaltschieber 4b gegen den Schaltschieber 4a zur Anlage gebracht
werden kann, weisen die beiden Führungselemente 29, 30 einen größeren Abstand auf
als die beiden Führungselemente 31, 32. Die Führungselemente 29 bis 32 sind mit den
Platten fest verbunden bzw. verschweißt. Die beiden Führungselemente 31, 32 sind am
Schieber 8 durch zwei Hakenteile 48 zusätzlich geführt bzw. gesichert, die den Schieber
8 gemäß Figur 2 und 9 übergreifen.
[0035] Die beiden nebeneinanderliegenden Führungselemente 29, 31 bzw. 30, 32 weisen gemeinsam
eine so große Breite auf, daß sie gemäß Figur 2 ohne weiteres in die entsprechenden
Durchbrüche 11 bzw. 12 des Schiebers 8 eingesetzt werden können.
[0036] Der Schaltschieber 4a und der Schaltschieber 4b sind auf der Oberseite des Schiebers
8 geführt und eine Kulisse 33 (vergl. auch Figur 7) auf der Unterseite des Schiebers
8. Der Schaltschieber 4a ist über zwei längliche Noppen 34 mit zwei entsprechenden,
mit Abstand zueinander angeordneten Tragarmen 35 der Kulisse 33 fest verbunden. Bei
der Montage werden der Schaltschieber 4a und der Schaltschieber 4b mit der Kulisse
33 in den Schieber 8 eingesetzt und mit der Kulisse 33 von der Rückseite her verbunden.
[0037] Wie aus den Figuren 2 bis 4 hervorgeht, liegt der Schaltschieber 4b mit seiner Oberkante
23 ständig gegen die Unterkante 24 des Schaltschiebers 4a an. Hierzu dient eine rechteckig
geformte, als Schenkelfeder ausgebildete Feder 37, die mit ihrem einen Arm 38 gegen
einen auf dem Schaltschieber 4b vorgesehenen Bolzen 90, anliegt und dadurch den Schaltschieber
4b nach oben drückt. Die Bolzen 91, 92 und 93 dienen zur Fixierung der Feder 37 am
Schieber 8.
[0038] Der Schaltschieber 4b läßt sich ca. vier mm nach unten ziehen, um das schwenkbar
gelagerte Kurzhaarschneidsystem K1, K2 kurzfristig festzustellen. Die Bewegung des
Schaltschiebers 4b und dadurch der Führungselemente 31, 32 nach unten gegen die Wirkung
der Feder 37 wird durch die Anschläge 14 begrenzt (vergl. Figur 6). Die Feder 37 bewirkt,
daß der Schaltschieber 4b ständig mit seiner Oberkante 23 gegen die Unterkante 24
des Schaltschiebers 4a anliegt.
[0039] Im oberen Bereich (vergl. Figur 2) stützt sich der Schieber 8 gegen eine Feder 39
ab, die als Bügelfeder ausgebildet ist. Die Feder 39 ist an ihrem linken Ende mit
einem Hakenteil 40 versehen, das auf einem hochstehenden, auf dem Chassis 15 angeordneten
Bolzen 41 angeordnet bzw. zwischen dem Bolzen 41 und einer dem Hakenteil 40 angepaßten
Halterung 42 eingeklemmt ist. Das dem Hakenteil 40 gegenüber liegende Ende weist ebenfalls
einen nach außen gewölbten Hakenteil 43 auf, der sich gegen eine dem Hakenteil 43
angepaßte Vertiefung 44 im Schieber 8 abstützt und bewirkt, daß der Schieber 8 mit
einem Anschlag 80 nach oben gegen einen Anschlag 81 gedrückt wird und zwar so lange,
bis das Langhaarschneidsystem L durch eine Gegenkraft nach unten gedrückt wird.
[0040] In Figur 2 ist das Langhaarschneidsystem L nicht dargestellt sondern lediglich dessen
Position angedeutet. Das Langhaarschneidsystem L wird am oberen Ende des Schiebers
8 eingeschoben und durch entsprechende, in der Zeichnung nicht dargestellte Klipse
befestigt (vergl. Figur 1).
[0041] In der Stellung gemäß Figur 2 ist die Feder 39 über ihre Totpunktlage nach unten
verstellt, so daß sie in dieser Position eine Stellkraft nach unten ausübt und die
Bewegung des Schiebers 8 in eine "Aus"Position unterstützt.
[0042] Wird der Schieber 8 über den Schaltschieber 4a in die Stellung gemäß Figur 4 verschoben,
so wirken die beiden Führungselemente 29, 30 gegen die Anschläge 13 im Schieber 8
und bewirken eine Verstellung des Schiebers 8 nach oben. Gleichzeitig wird die Feder
39 über ihre Totpunktlage nach oben verschwenkt und derart vorgespannt, daß sie die
Bewegung des Schiebers 8 nach oben in eine Arbeitsposition unterstützt. Bei einer
Verstellung des Schiebers 8 nach unten wirken die Führungselemente 29, 30 über die
unteren Anschläge 14 auf den Schieber 8 und verstellen diesen nach unten, wobei die
Feder 39 die Stellbewegung des Schiebers 8 unterstützt.
[0043] Wie aus Figur 2 hervorgeht, weist der Schieber 8 im linken unteren Bereich ein Feststellelement
21 auf, das federelastisch ausgebildet ist und mit seinem unteren Ende gegen die als
Widerlager dienende halbkugelförmige Erhebung 22 anliegt. In dieser Stellung befindet
sich der Rasierapparat in einer "Aus"Stellung (Figur 2), in der das Langhaarschneidsystem
L ebenfalls festgesetzt ist. In dieser Stellung ist der Schieber 8 mit dem Langhaarschneidsystem
L vollständig blockiert und läßt sich auch nicht gewaltsam durch Betätigung des Schiebers
8 über den Schaltschieber 4a nach oben verstellen, da das Feststellelement 21 nicht
nach hinten ausweichen kann. Dies wird durch die in ihrer unteren Stellung befindliche
Kulisse 33 verhindert, die mit ihrer Stirnseite 49 gegen die Rückseite 47 des Feststellelementes
21 zur Anlage kommmen würde. Der Schieber 8 läßt sich also erst dann verstellen, wenn
die Kulisse 33 aus ihrer Stellung gemäß Figur 2 in die Stellung gemäß Figur 3 verschoben
worden ist.
[0044] Die Kulisse 33 ist in den Figuren 2 bis 4 in gestrichelten Linien und in Figur 7
in ausgezogenen Linien veranschaulicht. Die Kulisse 33 besteht aus einem oberen, die
beiden Tragarme 35 aufweisenden U-förmigen Teil 50, der über einen Steg 51 mit einem
unteren Tragteil 52 verbunden ist. An dem Tragteil 52 ist eine Lagerschale 53 zur
Aufnahme eines Rasthakens 54 vorgesehen.
[0045] Der Rasthaken 54 besteht aus einem halbkugelförmigen Arretierungsteil 55 und einem
Drehfuß 57, der über einen Arm 56 mit dem Arretierungsteil 55 verbunden ist. Der Drehfuß
57 ist in der Lagerschale 53 allseitig drehbar aufgenommen. Die Rückseite 58 des Armes
56 stützt sich gegen eine zweiarmige Feder 59 ab, die mit ihrem einen Arm 60 in eine
Raststelle 45 der Kulisse 33 eingerastet und somit gesichert ist. Durch die Feder
59 wird sichergestellt, daß das Arretierungsteil 55 mit einem gleichmäßigen Anpreßdruck
in eine erste bzw. zweite Arretierungsvertiefung 17, 18 einrastet, die gemäß Figur
2 und 6 in dem Schieber 8 vorgesehen ist.
[0046] Der Arretierungsteil 55 kann aus der Arretierungsvertiefung 17 nur herausbewegt werden,
wenn eine entsprechende Sperre 61 aus der in Figur 2 dargestellten Position in die
in Figur 3 dargestellte Position verschoben worden ist.
[0047] Die Sperre 61 ist Teil des in Figur 8 dargestellten Arretierungsschalters 62. Dieser
besteht aus einer in etwa rechtförmigen Platte 63 mit der Griffleiste 64 (vergleiche
auch Fig. 2), über die der Arretierungsschalter 62 von der in Figur 2 dargestellten
Position in die in Figur 3 dargestellte Position verstellt werden kann. An der Platte
63 ist die federelastische erste Sperre 61 und eine zweite federelastische Sperre
65 in Form einer nach unten offenen Gabel 66 vorgesehen. Die zweite Sperre 65 ist
in die entsprechenden Arretierungsvertiefungen 19, 20 des Schiebers 8 einrastbar.
Die Platte 63 des Arretierungsschalters 62 ist in der rechteckförmigen Aussparung
16 des Schiebers 8 zwischen zwei verschiedenen Rastpositionen 19, 20 verstellbar.
[0048] In der in Figur 2 gezeigten Stellung befindet sich der Arretierungsschalter 62 in
einer Arretierungsvertiefung 19, in der auch der Rasierapparat von der Stromversorgung
abgeschaltet ist. In dieser Stellung befindet sich die Sperre 61 zwischen dem Arretierungsteil
55 und eine am Chassis 15 angeordnete Rippe 67 und verhindert, daß das Arretierungsteil
55 um seine Lagerschale 53 nach hinten schwenken kann.
[0049] Der Arretierungsschalter 62 ist in dem Schieber 8 verschiebbar aufgenommen und läßt
sich über die Griffleiste 64 von einer Arretierungsvertiefung 19 gemäß Figur 2 in
eine entriegelte Arretierungsvertiefung 20 gemäß Figur 3 verstellen. Mit dem Arretierungsschalter
62 wird sonach verhindert, daß sich der Rasierapparat beim Transport selbsttätig einschaltet.
[0050] An der Rückseite der Sperre 61 ist ein Noppen 68 vorgesehen, der mit Bezug auf Figur
2 in der Sperrstellung unterhalb eines weiteren Noppens 69 liegt, der an der Rippe
67 vorgesehen ist. Hierdurch wird verhindert, daß sich das Arretierungsteil 55 an
der Sperre 61 vorbei schiebt, wenn die Bedienungsperson in der in Figur 2 dargestellten
Arretierungsstellung versuchen würde, den Schaltschieber (Ein und Ausschalter) 4a
mit großem Kraftaufwand nach oben zu schieben. Die Noppen 68, 69 stellen eine zusätzliche
Sperre dar.
[0051] Figur 5 zeigt ferner eine Darstellung des oberen Teils des Rasierapparates gemäß
Figur 1 mit einer Schwenkkopfsteuerung 79.
[0052] Die Schwenkbewegung des Scherkopfes 2 kann durch ein Steuerglied kurzfristig verhindert
werden. Als Steuerglied dient ein in den Figuren 1, 2, und 5 nur teilweise dargestellter
Stößel 70, der im Gehäuse 1 verstellbar gelagert ist und gegen den Druck einer einerseits
am Stößel 70 andererseits an einer an einem befestigten Stegteil 72 (vergl. Figur
2) anliegenden Feder 71 in Längsrichtung des Rasierapparates vorgespannt ist. Der
Stegteil 72 ist mit parallel verlaufenden Wandteilen des Chassis 15 fest verbunden
bzw. in dieses integriert.
[0053] Wie aus Figur 2 und Figur 5 hervorgeht, verläuft der Stößel 70 oberhalb des Schaltschiebers
4b und ist mit diesem wirkungsmäßig verbunden, d.h. ein am Stößel 70 vorgesehenes
Mitnehmerelement 83 ist mit dem Schaltschieber 4b wirkungsmäßig verbunden. Die Feder
71 hat die Aufgabe, den Stößel 70 in eine sich an eine Öffnung 75 anschließende Erweiterung
46 zu drücken. Hierdurch wird sichergestellt, daß der Scherkopf 2 eine Schwenkbewegung
ausführen kann. Soll der Scherkopf 2 kurzfristig festgestellt werden, so wird der
Schaltschieber 4b gegen die Wirkung einer als Schenkelfeder ausgebildete Feder 71
und der Feder 37 nach unten gedrückt und das am Stößel 70 vorgesehene Arretierungsteil
77 an der schrägen Gleitbahn bzw. Kulissenführung 73 entlang geführt, bis es in die
Öffnung 75 einrastet und dadurch den Scherkopf 2 festsetzt. Läßt die Bedienungsperson
den Schaltschieber 4b wieder los, so wird dieser über die Feder 37 und der Stößel
70 über die Feder 71 nach oben gedrückt, so daß dann der Arretierungsteil 77 wieder
aus der Öffnung 75 gelangt. Jetzt kann der Scherkopf 2 wieder frei um die Schwenkachse
Z schwenken.
[0054] Die am Scherkopf 2 vorgesehene Gleitbahn bzw. Kulissenführung 73 hat also die Aufgabe,
bei einer Verstellung des Schaltschiebers 4b nach unten den Schwenkkopf 2 in eine
Mittelstellung zu bringen, so daß der Arretierungsteil 77 ohne weiteres in die Öffnung
75 eingeführt werden kann, um den Schwenkkopf 2 in seiner in Figur 5 dargestellten
Mittellage nur kurzfristig feststellen zu können. Das Feststellen des verschwenkbaren
Kurzhaarschneidsystems K1, K2 bietet der Bedienungsperson die Möglichkeit, beispielsweise
im Oberlippenbereich eine einwandfreie Rasur durchzuführen.
[0055] Die in Figur 2 dargestellte Feder 71 ist am Stößel 70 befestigt und stützt sich mit
ihrem einen Arm 84 an den am Chassis 15 angeordneten Stegteil 72 und mit ihrem anderen
Arm 85 am Stößel 70 ab. Die Feder 71 kann auf einem mit dem Stößel 70 verbundenen
Bolzen 86 angeordnet sein, wobei der Bolzendurchmesser etwas kleiner ist als die Windung
der Feder 71. Die Feder 71 bewirkt, daß der Stößel 70 vorgespannt ist und somit nach
oben geführt wird. Wird also der Schaltschieber 4b aus der Stellung gemäß Figur 3
nach unten bewegt, so nimmt er die Rippe 87 nach unten mit und führt den Stößelkopf
bzw. Arretierungsteil 77 in die Öffnung 75, so daß der Scherkopf 2 kurzfristig arretiert
wird.
[0056] In der in Figur 3 und 4 gezeigten Stellung ist der Schieber 8 soweit nach oben verstellt,
daß auch der Stößel 70 grundsätzlich aus seiner Öffnung 75 herausbewegt wird, damit
wird sichergestellt, daß bei zugeschaltetem Langhaarschneidsystem L der Scherkopf
2 immer schwenken kann. Der Kurzzeitschalter hat in der Stellung gemäß Figur 4 keine
Funktion mehr.
[0057] Soll der Rasierapparat von der in Figur 2 dargestellten "Aus"Stellung in die in Figur
3 dargestellte Betriebsstellung gebracht werden, so muß zuerst der Arretierungsschalter
62 über die Griffleiste 64 nach oben in die in Figur 3 dargestellte Stellung verschoben
werden, wobei die Griffleiste 64 gegen eine untere Kante 78 des Schaltschiebers 4b
zur Anlage kommt. Bei diesem Stellvorgang wird der Arretierungsteil 55 freigegeben,
so daß nun der Schaltschieber 4a in die in Figur 3 gezeigte Betriebsstellung gebracht
werden kann. Bei Verstellung des Arretierungsschalters 62 in die in Figur 3 gezeigte
Stellung gelangt die Sperre 65 in die nächste Rastposition bzw. Arretierungsvertiefung
20, so daß der Arretierungsschalter 62 erneut festgestellt wird. Nun kann über den
Schaltschieber 4a die Kulisse 33 in die in Figur 3 dargestellte Stellung verschoben
werden, wobei der Arretierungsteil 55 aus der Arretierungsvertiefung 17 in die Arretierungsvertiefung
18 gelangt. Jetzt befindet sich der Rasierapparat in Betriebsstellung, d.h. es ist
an die Stromversorgung angeschlossen und das Kurzhaarschneidsystem K1, K2 steht mit
dem in der Zeichnung nicht dargestellten Motor in Antriebsverbindung. Der Schaltschieber
4b wird über die Feder 37 dem Schaltschieber 4a nachgeführt.
[0058] Soll nun das Langhaarschneidsystem L zugeschaltet werden, wird das Feststellelement
21 des Schiebers 8 mittels des Schaltschiebers 4a über die halbkugelförmige Erhebung
22 hinweggefahren und gelangt in die in Figur 4 dargestellte Stellung. Der Schaltschieber
4b wird, wie bereits erwähnt, ebenfalls dem Schaltschieber 4a mittels der Feder 37
nachgeführt. Der Arretierungsschalter 62 bleibt in der in Figur 3 gezeigten Stellung
und wird mit dem Schieber 8 nach oben gefahren. Die Feder 39 unterstützt dabei die
Schiebbewegung des Schiebers 8. Der Schieber 8 liegt bei Zuschaltung des Langhaarschneidsystems
L mit dem am Schieber 8 vorgesehenen Anschlag 80 gegen einen am Chassis 15 vorgesehenen
Anschlag 81 an - siehe Fig. 4.
[0059] Soll der Rasierapparat von der in Fig. 4 gezeigten Stellung zurückgebracht werden,
so wird der Schieber 8 über den Schaltschieber 4a in die in Figur 3 dargestellte Position
zurückgeführt, wobei der Schaltschieber 4b von dem Schaltschieber 4a mitgenommen wird.
[0060] Das Arretierungsteil 55 liegt in der in Fig. 4 dargestellten Schaltposition zwischen
der oberen Arretierungsvertiefung 18 und einer auf dem Chassis vorgesehenen Rippe
89. In dieser Stellung liegt auch die Sperre 65 zwischen einer an der Kulisse 33 angeordneten
Nase 82 und einer Arretierungsvertiefung 20, so daß die Sperre 65 aufgrund der an
der Kulisse 33 angeordneten Nase 82 nicht aus seiner Arretierungsvertiefung 20 am
Schieber 8 herausgeführt werden kann. Dadurch wird verhindert, daß über den Arretierungsschalter
62 der Rasierapparat aus der in Figur 4 gezeigten Position in eine "Aus"Stellung gebracht
werden kann, solange sich noch die Schneidsysteme in ihrer Arbeitsposition befinden.
Beim Versuch des Herunterschiebens der Kulisse 33 über den ersten Schaltschieber 4a
verhindert die Rippe 89, daß das Arretierungsteil 55 aus seiner Rastposition bzw.
Arretierungsvertiefung 18 herausgleiten kann. Hierdurch wird ferner sichergestellt,
daß bei zugeschaltetem Langhaarschneidsystem L eine Abschaltung des Kurzhaarschneidsystems
K1, K2 nicht möglich ist, solange das Langhaarschneidsystem L zugeschaltet ist. Es
muß also zuerst der Schieber 8 über den Schaltschieber 4a in die in Figur 3 gezeigte
Stellung verschoben werden.
[0061] Ist nun über den ersten Schaltschieber 4a der Schieber 8 des Langhaarschneidsystems
L in seine "Aus"Position gemäß Figur 3 verstellt, ist das Arretierungsteil 55 des
Rasthakens 54 freigegeben, so daß nun das Kurzhaarschneidsystem K1, K2 über den Schaltschieber
4a in seine "Aus"Stellung gemäß Figur 2 verschoben werden kann.
[0062] Erst jetzt läßt sich auch der Arretierungsschalter 62 in seine Arretierungsstellung
bzw. "Aus"Stellung gemäß Figur 2 bringen. Der Arretierungsschalter 62 läßt sich also
nur dann in seine Arretierungsstellung verschieben, wenn das Langhaarschneidsystem
L und auch das Kurzhaarschneidsystem K1, K2 abgeschaltet ist, da sich dann die Nase
82 von der Rückseite der Sperre 65 des Arretierungsschalters 62 wegbewegt hat (vergl.
Figur 3 und anschließend Figur 2), so daß nun die Sperre 65 aus der Arretierungsvertiefung
20 in die Arretierungsvertiefung 19 bewegt werden kann.
[0063] Befindet sich der Schaltschieber 4a und der Schaltschieber 4b in der in Figur 2 dargestellten
Position, dann ist auch der Scherkopf 2 des Kurzhaarschneidsystems K1, K2 über das
Arretierungsteil 77 arretiert, da dieses in die Öffnung 75 eingeführt worden ist.
1. Elektrischer Rasierapparat mit einem an einem Gehäuse (1) verschiebbar gelagerten
ersten Schaltschieber (4a) zur Inbetriebnahme eines schwenkbar gelagerten Kurzhaarschneidsystems
(K1, K2) und zum Verschieben eines Langhaarschneidsystems (L), dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Schaltschieber (4b) vorgesehen ist, der der Stellbewegung des ersten
Schaltschiebers (4a) in eine weitere Schaltstellung automatisch folgt und dadurch
das verschwenkbare Kurzhaarschneidsystem (K1, K2) in seiner Schwenkbewegung festlegt
oder freigibt.
2. Rasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schaltschieber (4b) entgegengesetzt zur Stellbewegung des ersten
Schaltschiebers (4a) gegen die Wirkung eines Stellmittels in eine das verschwenkbar
gelagerte Kurzhaarschneidsystem (K1, K2) arretierende Stellung bringbar ist.
3. Rasierapparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schaltschieber (4b) von einer nicht arretierenden Stellung gegen
die Wirkung einer Feder (37) in eine das verschwenkbare Kurzhaarschneidsystem (K1,
K2) arretierende Stellung verstellbar ist, aus der der zweite Schaltschieber (4b)
über eine weitere Feder (39) selbsttätig in eine Ausgangsstellung bzw. in die nicht
arretierende Stellung gegen den ersten Schaltschieber (4a) bewegbar ist.
4. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Schaltschieber (4a, 4b) jeweils zwei mit Abstand zueinander
angeordnete Führungselemente (29 bis 32) aufweist, die in im verstellbar gelagerten
Schieber (8) vorgesehenen Durchbrüchen (11, 12) aufgenommen und gegen in den Durchbrüchen
(11, 12) vorgesehene Anschläge (13 bzw. 14) zur Anlage bringbar sind.
5. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Schaltschieber (4a, 4b) auf einem im Gehäuse (1) des Rasierapparates
verstellbar angeordneten Schieber (8) gelagert ist, der über den ersten Schaltschieber
(4a) von einer "Aus"-Stellung in mindestens eine Betriebsstellung bringbar ist.
6. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Langhaarschneidsystem (L) auf dem im Gehäuse (1) verstellbar gelagerten
Schieber (8) angeordnet ist, der sich über die als Bügelfeder ausgebildete Feder (39)
gegenüber dem Gehäuse abstützt, die den Schieber (8) des Langhaarschneidsystems (L)
nach Überschreiten einer Totpunktlage nach oben oder nach unten verschiebt bzw. seine
Bewegung unterstützt.
7. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (39) einenends auf einem Bolzen (41) des Gehäuses (1) befestigt ist,
sich anderenends in einer in dem Schieber (8) vorgesehenen Vertiefung (44) abstützt
und in dieser abrollt, wobei in einer unteren Stellung des Schiebers (8) dieser durch
ein federelastisches Feststellelement (21) am Gehäuse (1) feststellbar ist.
8. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und der zweite Schaltschieber (4a, 4b) auf der Oberseite des Schiebers
(8) und eine Kulisse (33) auf der Unterseite des Schiebers (8) geführt sind.
9. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schaltschieber (4a) über zwei Verbindungselemente mit zwei entsprechenden,
mit Abstand zueinander angeordneten Tragarmen (35) der Kulisse (33) fest verbunden
ist.
10. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem unteren Ende der Kulisse (33) ein Tragteil (52) mit einer Lagerschale
(53) zur Aufnahme eines Rasthakens (54) vorgesehen ist, der einen Arretierungsteil
(55) zur Arretierung der Kulisse (33) am Schieber (8) aufweist.
11. Rasierapparat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite (58) des Arretierungsteils (55) sich gegen eine zweiarmige Feder
(59) abstützt, die mit ihrem einen Arm (60) in eine Raststelle (45) der Kulisse (33)
einrastet und somit gesichert ist.
12. Rasierapparat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Rasthaken (54) aus einem halbkugelförmigen Arretierungsteil (55) und einem
Drehfuß (57) besteht, der über einen Arm (56) mit dem Arretierungsteil (55) verbunden
ist, wobei der Drehfuß (57) in der an der Kulisse (33) vorgesehenen Lagerschale (53)
allseitig drehbar aufgenommen ist.
13. Rasierapparat nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierungsteil (55) der Kulisse (33) in eine am Schieber (8) vorgesehene
Arretierungsvertiefung (17 bzw. 18) einrastbar ist und aus der Arretierungsvertiefung
(17 bzw. 18) nur herausbewegt werden kann, wenn eine entsprechende Sperre (61) den
Arretierungsteil (55) der Kulisse (33) freigibt.
14. Rasierapparat nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre (61) Teil eines Arretierungsschalters (62) ist, der zur Verstellung
in die Arretierungsposition in die gleiche Richtung wie der erste und zweite Schaltschieber
(4a, 4b) verstellbar ist, wenn diese in ihre "Aus"Position gebracht werden.
15. Rasierapparat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierungsschalter (62) eine Platte (63) aufweist, an der die federelastische
erste Sperre (61) und eine federelastische zweite Sperre (65) in Form einer nach unten
offenen Gabel (66) vorgesehen sind, wobei die zweite Sperre (65) in entsprechende
Arretierungsvertiefungen (19, 20) des Schiebers (8) einrastbar ist.
16. Rasierapparat nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich in einer Arretierungsstellung die erste Sperre (61) zwischen den Arretierungsteil
(55) der Kulisse (33) und eine am Chassis (15) angeordnete Rippe (67) schiebt und
verhindert, daß der Arretierungsteil (55) der Kulisse (33) um seine Lagerschale (53)
schwenken kann und die Kulisse (33) für einen Verstellvorgang freigibt.
17. Rasierapparat nach wenigstens einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Arbeitsstellung des Langhaarschneidsystems (L) der Arretierungsteil
(55) der Kulisse (33) zwischen der oberen Arretierungsvertiefung (18) und einer auf
dem Chassis (15) vorgesehenen Rippe (89) befindet und in dieser Position eine Verstellung
des Kurzhaarschneidsystems (K1, K2) in eine "Aus"Stellung verhindert.
18. Rasierapparat nach wenigstens einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Arbeitsstellung des Langhaarschneidsystems (L) die zweite Sperre
(65) zwischen einer an der Kulisse (33) angeordneten Nase (82) und einer Arretierungsvertiefung
(20) am Schieber (8) befindet, so daß die zweite Sperre (65) nicht aus der Arretierungsvertiefung
(20) am Schieber (8) herausgeführt werden kann.
19. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellelement (21) am Schieber (8) des Rasierapparates vorgesehen ist,
der in der "Aus"Stellung des Rasierapparates über eine halbkugelförmige, am Chassis
(15) des Rasierapparates vorgesehene Erhebung (22) geschoben ist, bei Verstellung
des Feststellelements (21) in die Betriebsstellung etwas zurückfedert und dabei die
halbkugelförmige Erhebung (22) überfährt.
20. Rasierapparat nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite der Sperre (61) des Arretierungsschalter (62) ein Noppen (68)
vorgesehen ist, der mit Bezug auf die Sperrstellung des Arretierungsschalter (62)
unterhalb eines weiteren Noppens (69) liegt, der an der Rippe (67) des Chassis (15)
vorgesehen ist.
21. Rasierapparat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festsetzung des Scherkopfes (2) im Gehäuse (1) ein als Stößel (70) ausgebildetes
Steuerglied verstellbar gelagert ist, der gegen den Druck einer einerseits am Stößel
(70) anliegenden andererseits an einer an einem im Gehäuse (1) befestigten Stegteil
(72) anliegenden Feder (71) in Längsrichtung des Rasierapparates vorgespannt ist.
22. Rasierapparat nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (70) über ein am Stößel (70) vorgesehenes Mitnehmerelement (83) mit
dem Schaltschieber (4b) wirkungsmäßig verbunden ist und über diesen, gegen die Wirkung
mindestens einer Feder (37, 71), in eine den Scherkopf (2) arretierende Stellung bringbar
ist.
23. Rasierapparat nach einem der Ansprüche 8 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß in der unteren Stellung des Langhaarschneidsystems (L) die Kulisse (33) mit
ihrer Stirnseite (49) gegen die Rückseite (47) des Feststellelementes (21) zur Anlage
kommt und verhindert, daß das Langhaarschneidsystem (L) sich aus seiner Arretierungstellung
herausbewegt.