(19)
(11) EP 0 553 595 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.08.1993  Patentblatt  1993/31

(21) Anmeldenummer: 92810778.8

(22) Anmeldetag:  12.10.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01R 25/16, F21V 23/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE DK ES FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 27.01.1992 EP 92810059

(71) Anmelder: OPTELMA AG
CH-4537 Wiedlisbach (CH)

(72) Erfinder:
  • Jost, Werner
    CH-4500 Solothurn (CH)
  • Hofmann, Peter
    CH-4574 Nennigkofen (CH)
  • Studer, Klemens
    CH-4534 Flumenthal (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrisches Leitersystem für Niedervoltanlagen, insbesondere für Beleuchtungszwecke


    (57) Dieses Leitersystem ist aus koaxialen Leiterstücken (1,6) aufgebaut, deren Aussendurchmesser höchstens 8 mm beträgt. Aufeinander folgende Leiterstücke (1) sind durch Verbindungsstücke (6) miteinander verbunden, wobei eine gute elektrische Verbindung durch Kontaktlamellenringe (5,9) gewährleistet ist.




    Beschreibung


    [0001] Für Beleuchtungszwecke werden seit einiger Zeit immer häufiger Niedervoltspannungssysteme von vorzugsweise 12 Volt verwendet.

    [0002] Für die Stromverteilung kann dabei mit nicht- isolierten Stromschienen gearbeitet werden, die eine freie Leitungsführung ermöglichen und damit eine beliebige Anordnung von Lichtquellen erlaubt. Die Anordnung der blanken und relativ gross dimensionierten Stromschienen ergibt in einem bewohnten Raum eine wenig ästethische Ambiance.

    [0003] Die Erfindung bezweckt, für eine solche Niedervoltanlage ein Leitersystem zu schaffen, das zufolge seiner kleinen Abmessungen ein gefälligeres Aussehen besitzt und zudem eine grössere Freiheit in der Leitungsführung im Raum und längs Wänden ermöglicht.

    [0004] Die Erfindung schlägt vor, die beiden Stromleiter einer Leitung koaxial anzuordnen, wobei der Aussenleiter das mechanisch tragende Element bildet. Der Aussenleiter hat dabei vorzugsweise einen Durchmesser von höchstens 8 mm.

    [0005] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

    Fig. 1,2,3 die Verbindung zweier koaxialer Leiterstücke,

    Fig. 4 - 9 einige Beispiele von Leiteranordnungen.



    [0006] In Fig. 1 sind zwei koaxial ausgebildete Leiterstücke 1 mittels eines ebenso ausgebildeten Verbindungsstükes 6 elektrisch und mechanisch miteinander verbunden. Jedes Leiterstück 1 besteht aus einem Aussenleiter 2, einem Innenleiter 4 und einem dazwischen liegenden Isolator 3. Auf einem abgesetzten Teil des Aussenleiters 2 sitzt ein Kontaktlamellenring 5. Beim Verbindungsstück 6 ist der einen Durchmesser von höchstens 8 mm aufweisende Aussenleiter mit 11 und der Isolator mit 10 bezeichnet. Auf dem Innenleiter 8, der als nach beiden Seiten vorstehender Stutzen ausgebildet ist sitzen Kontaktlamellenringe 9. Die mechanische Verbindung von Leiterstück 1 und Verbindungsstück 6 erfolgt über ein Gewinde 11, während eine für die hohen Ströme erforderliche gute elektrische Verbindung durch die Kontaktlamellenringe 5 und 9 gewährleistet wird.

    [0007] Eine solche Koaxial- Leitung ermöglicht eine sehr kompakte und gefällige Stromversorgung für Niedervolt- Lichtquellen.

    [0008] Die Oberfläche der Aussenleiter 2 und 7 lässt sich den jeweiligen Wünschen anpassen, z.B. durch Verchromen oder durch einen Farbüberzug, der sich in besonders kratzfester Ausführung durch Einbrennen einer elektrostatisch aufgebrachten Pulverschicht herstellen lässt.

    [0009] Die Fig. 4 - 9 zeigen einige Ausführungsmöglichkeiten für ein Leitersystem.

    [0010] In Fig. 4 sind zwei gerade, durch ein Verbindungsstück 6 gekuppelte Leiterstücke 1 dargestellte.

    [0011] Fig. 5 zeigt ein Eckstück 12 mit zwei Verbindungsstücken 6 und an diesen angeschlossenen Leiterstücken 1.

    [0012] Bei den Fig. 6 und 7 ist je ein Verbindungsblock 13 vorgesehen, in welchem 3 bzw 4 Verbindungsstücke,analog zu einer Hälfte des in Fig. 3 dargestellten, eingesetzt in welche eine entsprechende Zahl von Leitungsstücken 1 eingeschraubt werden können, so dass ein T- Stück (Fig. 6) bzw. ein Kreuzstück (Fig. 7) entsteht.

    [0013] Fig. 8 zeigt schematisch einen Adapter 14, mit welchem die vom Transformator kommenden Speiseleiter 15 an die Koaxial- Leitung 1 angeschlossen werden.

    [0014] Fig. 9 zeigt schliesslich noch den Anschluss einer Leitung 1 über einen Adapter 14 an einen Beleuchtungskörper 16.


    Ansprüche

    1. Elektrisches Leitersystem für Niedervoltanlagen, insbesondere für Beleuchtungszwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stromleiter (2,4) einer Leitung koaxial angeordnet sind, wobei der Aussenleiter (2) das mechanisch tragende Element bildet.
     
    2. Elektrisches Leitersystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser der Leitung höchstens 8 mm beträgt.
     
    3. Elektrisches Leitersystem nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung zweier Leiterstücke (1) ein Verbindungsstück (6) dient, dessen Aussenleiter (7) mit den Aussenleitern (2) der angeschlossenen Leiterstücke über einen Kontaktlamellenring (5) einen sicheren Kontakt herstellt und der Innenleiter (8) des Verbindungsstückes (6) für den gleichen Zweck zwei Kontaktlamellenringe trägt.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht