[0001] Die Erfindung betrifft eine Kopsvorbereitungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des
ersten Anspruches.
[0002] Beim Vorbereiten von Kopsen für den Abspulprozeß in einer Spulmaschine kommt es darauf
an, möglichst ohne Beschädigung der Oberfläche des Wickels das Garnende so freizulegen,
daß es in der Abspulposition erfaßbar und den entsprechenden Aggregaten der Spulstelle
vorlegbar ist.
[0003] Vorrichtungen, die den Fadenanfang auf der Oberfläche von Kopsen suchen und dann
für den Abspulvorgang an einer definierten Stelle bereitlegen, sind bereits bekannt.
[0004] Gemäß der DE-A-36 02 002 wird nach vorherigen Vorbereitungsschritten auf der Kopsoberfläche
mittels eines in einem Saugrohr angeordneten Saugschlitzes der Fadenanfang gesucht,
eingesaugt, entlang des Saugschlitzes bis zur nächsten Station geführt, dort geschnitten
und in die Kopshülse verbracht. Die einzelnen Verrichtungen werden an unterschiedlichen
Orten, aber mit je gleicher Taktzeit durchgeführt. Durch den langen Saugschlitz ergibt
sich ein sehr hoher Luftverbrauch und eine schlechte Saugwirkung. Gegebenenfalls ist
eine zusätzliche Blasdüse zum Anheben des Fadens notwendig. Außerdem ist ein Luftdurchtritt
durch den Träger bis in das Innere der Kopshülse erforderlich, damit durch eine unterhalb
des Trägers angeordnete weitere Saugdüse der Fadenanfang in die Hülse gesaugt werden
kann. Letzteres kann vermieden werden, wenn der Fadenanfang auf der Hülsenspitze des
Kopses abgelegt wird.
[0005] Eine derartige Vorrichtung ist in der DE-A-18 06 672 beschrieben. Bei dieser Lösung
wird ein Kops liegend durch zwei gleichsinnig drehbare Walzen in Abwickelrichtung
des Fadens gedreht. Zwischen diesen Walzen ist eine pneumatische Saugvorrichtung angeordnet,
die den Fadenanfang erfassen und einsaugen soll. Ein in der Saugvorrichtung angeordneter
Sensor erkennt, wenn die mit großer Steigung auf der Kopsoberfläche aufgebrachte Hinterwindung
abgewickelt ist und der Faden vom vorderen Kopskegel abgezogen wird. Nach Betätigung
einer Schneidvorrichtung wird die Drehrichtung der Walzen umgekehrt, nachdem der Kops
in seiner Längsrichtung entlang der Walzen so weit verschoben wurde, daß ein in der
Saugdüse angeordneter Fadenfänger beim Aufwickeln des Fadenanfanges der Hülsenspitze
des Kopses gegenübersteht. Dieses Verschieben ist deshalb notwendig, weil durch die
Gestaltung der Saugvorrichtung der Faden immer gerade dort in den zwischen den beiden
Walzen gebildeten Saugschlitz einläuft, wo er vom Kops abgezogen wird. Um den Faden
zu fangen, muß also der Fadenfänger im Bereich der Kopsbewicklung liegen. Eine solche
Kopsvorbereitungseinrichtung ist nicht geeignet, Kopse vorzubereiten, während sie
aufrechtstehend auf Dorne aufgesteckt sind.
[0006] Es wurde auch schon eine gattungsgemäße Vorrichtung vorgeschlagen, bei der die Kopse
aufrechtstehend auf Dorne aufgesteckt sind. Diese Vorrichtung besitzt eine steuerbare
Antriebseinrichtung zum Drehen des jeweiligen Kopses, ein Saugrohr mit einem dem Kops
zugewandten sich entlang des Saugrohres erstreckenden Saugschlitz, eine Fadentrenneinrichtung,
ein Fadenleitorgan und einen Sensor für die Kontrolle der Erfassung des Fadenanfanges.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kopsvorbereitungseinrichtung vorzuschlagen, mit
der eine hohe Qualität der Vorbereitung bei niedrigem Energieverbrauch gesichert wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Ansprüches 1 gelöst.
[0009] Durch die Anordnung des oberen Endes des Saugschlitzes im Bereich der bewicklungsfreien
Spitze der Kopshülse ist der Saugschlitz in seinen Dimensionen auf das unbedingt erforderliche
Maß begrenzt. Dadurch wird der Luft- und damit Energieverbrauch minimiert. In Verbindung
mit der Anordnung des Saugschlitzes entlang eines Saugrohres legt sich der Faden unmittelbar
nach seinem Erfassen bereits an das obere Ende des Saugschlitzes an. Dadurch kann
dieses obere Ende des Saugschlitzes auch gleichzeitig die Funktion der Führung des
Fadens übernehmen, wenn dieser anschließend auf die Hülsenspitze gewickelt wird. Die
einstellbare Fadenbremse gewährleistet dabei, daß die aufgebrachte Wicklung gerade
so straff ist, daß sie während des Transportes des Kopses nicht wieder abfällt, in
der Spulstelle aber einwandfrei erfaßt werden kann.
[0010] Gegenüber bekannten Vorrichtungen, bei denen der Saugschlitz über die Kopsspitze
hinwegführt, kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung des Saugschlitzes das Abschlagen
von ganzen Fadenwindungen von der Kopsspitze dadurch vermieden werden, daß der Fadenabzug
durch die Dauer der Drehung des Kopses begrenzt wird.
[0011] Die Erfindung ist durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 9 vorteilhaft weitergebildet.
[0012] Durch die Verstellbarkeit der Länge des Saugschlitzes ist die erfindungsgemäße Kopsvorbereitungseinrichtung
problemlos auf unterschiedliche Kopslängen einstellbar. Gleichzeitig mit dieser Einstellung
ist es auch möglich, den Kontaktpunkt zur Kopsspitze anzupassen, wodurch der Kops
beim Drehen so verkantet werden kann, daß sich die Drehbewegung von der angetriebenen
Palette durch Erhöhung der Reibungskraft zwischen Kopshülse und Aufsteckdorn sicher
überträgt.
[0013] Die Verjüngung des wirksamen Querschnittes des Saugrohres entlang des Saugschlitzes
führt dazu, daß die Saugkraftverteilung längs des Saugschlitzes etwa gleichbleibend
ist. Erforderlichenfalls kann dafür im Saugrohr eine austauschbare Platte angeordnet
werden, wenn die Saugschlitzlänge oft und erheblich verändert wird.
[0014] Da durch einen Sensor, der die Erfassung des Fadenanfanges überwacht, die Fadentrenneinrichtung
und die Fadenbremse betätigt werden, ist es vorteilhaft, zumindest eine von beiden
so zu gestalten, daß sie in geschlossener Stellung den Saugluftweg absperrt. Auf diese
Weise wird der Saugluftverbrauch auf das unbedingt erforderliche Maß reduziert. Wenn
Fadentrenneinrichtung und Fadenbremse gemeinsam den Saugluftweg absperren, ist es
nicht notwendig, jede der beiden Absperrungen sehr dicht zu gestalten.
[0015] Die mögliche Veränderung des Abstandes zwischen der Fadenbremse und der Trenneinrichtung
gestattet zusätzlich eine Regulierung der Anzahl der Windungen, die auf der Kopsspitze
aufgebracht werden. Diese Maßnahme gewährleistet in Verbindung mit der Regulierung
der Fadenspannung beim Aufbringen der Windungen auf die Kopsspitze eine optimale Anpassung
an die Erfordernisse, die sich durch die Garnart und die Art der Erfassung des Fandenanfanges
in der Spulstelle ergeben.
[0016] In der erfindungsgemäßen Kopsvorbereitungseinrichtung vorbereitete Kopse sind besonders
geeignet für Spulmaschinen, in deren Abspulposition Luftdüsen zum Erzeugen einer den
Kops umgebenden nach oben gerichteten Luftströmung vorhanden sind.
[0017] Eine besondere Eignung der erfindungsgemäßen Kopsvorbereitungseinrichtung ergibt
sich auch für Transportsysteme, in denen die Kopse auf Dorne von Paletten aufgesteckt
sind, mit denen sie gemeinsam entlang der Transportbahn transportiert werden.
[0018] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Auführungsbeispieles näher erläutert
werden. Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Kopsvorbereitungseinrichtung.
[0019] Ein Kops 5 wird aufrechtstehend auf dem Aufsteckdorn einer Palette 4 entlang einer
Transportbahn 1 der Kopsvorbereitungseinrichtung zugeführt. Der Transport der Palette
4 erfolgt mittels eines Transportbandes 2, wobei die Führung durch Schienen 3 und
3'erfolgt, die, wie im vorliegenden Beispiel, abgewinkelt gestaltet sein können.
[0020] An der Kopsvorbereitungseinrichtung wird die Palette 4 durch eine Andruckrolle 14
und zwei Riemenscheiben 19, von denen nur eine in der Zeichnung erkennbar ist, so
positioniert, daß ein Saugschlitz 9 eines transparent dargestellten Saugrohres 8 dicht
neben der Oberfläche des Kopses 5 verläuft. Die Andruckrolle 14 ist auf einem Schwenkarm
15 gelagert, der von einem Schwenkbolzen 16 getragen wird.
[0021] Um die beiden Riemenscheiben 19 und eine Antriebsrolle 17 ist ein Treibriemen 20
gelegt. Dies ist eine mögliche Antriebsvariante für die Palette 4, die die Drehbewegung
auf den Kops 5 überträgt. Die Antriebsrolle 17 wird von einem Motor 18 angetrieben.
Die beiden Riemenscheiben 19 und die Antriebsrolle 17 sind in einer Schwenkplatte
21 gelagert, die mittels eines Schwenkbolzens 22 verschwenkbar ist.
[0022] Durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Sensor, der stromauf an der Transportbahn
1 angeordnet ist, wird die Ankunft einer Palette 4 mit Kops 5 erkannt. Dieser Sensor
steuert dann entsprechend zeitverzögert nicht dargestellte Verschwenkmechanismen,
die über die Drehbolzen 16 und 22 den Schwenkarm 15 und die Schwenkplatte 21 in Richtung
zur Transportbahn 1 verschwenken. Als Verschwenkmechanismen kommen zum Beispiel Kurvenscheibentriebe
oder Drehsolenoide in Frage.
[0023] Da die Andruckrolle 14 und die Riemenscheiben 19 in Form eines Dreieckes angeordnet
sind, können sie die Grundplatte der Palette 4 in ihrer Lage genau fixieren. Dabei
sind für die Andruckrolle 14 und die Riemenscheiben 19 Aussparungen 6 und 6' in den
Schienen 3 und 3' vorgesehen.
[0024] Entweder durch das Ankunftssignal des nicht dargestellten stromauf an der Transportbahn
1 angeordneten Sensors oder einen Schaltmechanismus, der beim Verschwenken des Schwenkarmes
15 und der Schwenkplatte 21 betätigt wird, wird an eine zentrale Steuereinheit 23
ein Signal gegeben, durch welches die einzelnen Arbeitsschritte der Kopsvorbereitungseinrichtung
eingeleitet werden.
[0025] Über eine Steuerleitung 18' wird der Motor 18 in Betrieb gesetzt, wodurch er über
die Antriebsrolle 17 den Treibriemen 20 und damit den Fuß der Palette 4 antreibt.
[0026] Um die Drehbewegung der Palette 4 wirksam auf den Kops 5 übertragen zu können, auch
wenn der Kops mit seiner Hülse relativ locker auf dem Aufsteckdorn der Palette aufsitzt,
ist es vorteilhaft, den Kops 5 gegenüber dem Aufsteckdorn zu verkanten. Das wird im
vorliegenden Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, daß die Andruckrolle 14 und die
Riemenscheiben 19 als Spurkranzrollen mit gegenüberliegender Anordnung der Spurkränze
gestaltet sind, wodurch die Palette 4 verkantet wird. Gleichzeitig wird die Kopsspitze
5' durch eine an einem Schieber 11 angeformte Auflaufkante 48 in der entgegengesetzten
Richtung ausgelenkt. Auf diese Weise wird das die Reibung zwischen Kopshülse und Aufsteckdorn
erhöhende Verkanten zwischen Kops 5 und Palette 4 erreicht.
[0027] Durch die zentrale Steuereinheit 23 werden neben der Inbetriebnahme des Motors 18
nicht dargestellte Ventile geöffnet, die die Luftzufuhr von einer Druckluftquelle
zu Luftleitungen 35 und 46 freigeben. Dadurch werden Kolben 32 und 43 innerhalb von
Pneumatikzylindern 33 und 44 so verschoben, daß sie die Öffnung einer Fadenbremse
25 und einer Trenneinrichtung 39 bewirken. Dabei wird die Längsbewegung des Kolbens
32 über einen Schwenkhebel 31 auf einen Drehbolzen 30 übertragen, an dem ein verschwenkbarer
Schenkel 28 der Fadenbremse 25 befestigt ist. Die Längsbewegung des Kolbens 43 wird
über ein Verbindungsstück 42 und einen Schwenkarm 49 auf einen beweglichen Scherenschenkel
41 der Trenneinrichtung 39 übertragen, wodurch dieser bewegliche Scherenschenkel 41
um einen festen Bolzen 40 verschwenkt wird.
[0028] Da der verschwenkbare Schenkel 28 der Fadenbremse 25 ein Absperrprofil 29 besitzt
und der bewegliche Scherenschenkel 41 ebenfalls als Absperrprofil geformt ist, wird
durch das Öffnen der Fadenbremse 25 und der Trenneinrichtung 39 der Saugluftweg des
Saugrohres 8 geöffnet. Das Saugrohr 8 ist dabei mit einer hier nicht dargestellten
Luftunterdruckquelle, zum Beispiel in Form einer Saugtraverse einer Spulmaschine,
verbunden.
[0029] Durch den jetzt im Saugrohr 8 anliegenden Unterdruck wird durch die einzige Öffnung
des Saugrohres 8 zur Umgebung, den Saugschlitz 9, Luft angesaugt.
[0030] Da, wie bereits beschrieben, durch die zentrale Steuereinheit 23 der Motor 18 und
damit der Antrieb der Palette 4 und des Kopses 5 entgegen der Aufwickelrichtung des
Fadens auf dem Kops eingeleitet wurde, wird der auf dem Umfang des Kopsmantels liegende
Anfang des Fadens 7 durch den Saugschlitz 9 in das Saugrohr 8 gezogen. Da die Luftströmung
im Saugrohr parallel zum Verlauf des Saugschlitzes 9 ausgerichtet ist, wird der Faden
7 unmittelbar nach seinem Erfassen im Saugschlitz 9 um dessen oberes Ende gelegt.
Dieses obere Ende des Saugschlitzes 9 wird durch die Unterkante eines Schiebers 11
gebildet, der innerhalb von Führungen 12 entlang des Saugschlitzes 9 verschoben werden
kann. Dieser Schieber 11 ist entweder so straff in den Führungen 12 gehalten, daß
er durch die Fadenzugkraft nicht verschoben werden kann oder zum Beispiel durch eine
Befestigungsschraube in seiner jeweiligen der Kopslänge entsprechenden Lage fixiert.
[0031] Der Fadenanfang des Fadens 7 wird von der Saugluftströmung innerhalb des Saugrohres
8 mitgenommen und gelangt zu einem Sensor, der aus einer Lichtquelle 36 und einer
Fotodiode 37 besteht. Unmittelbar nachdem der Fadenanfang die durch die Lichtquelle
36 und die Fotodiode 37 gebildete Lichtschranke durchbrochen hat, wird über die Leitung
37' ein Erfolgssignal an die zentrale Steuereinheit 23 gegeben. Da durch die Anordnung
des oberen Endes des Saugschlitzes 9 die eingesaugte Fadenlänge von der Drehbewegung
des Kopses 5 abhängig ist, lassen sich die weiteren Schritte zeitlich sehr exakt abstimmen,
ohne daß zusätzlich zuviel Fadenmaterial abgezogen wird, welches nach dem Trennen
nur noch als Abfall verbleibt.
[0032] Die zentrale Steuereinheit 23 stoppt nach Erhalt des genannten Erfolgssignales über
die Leitung 18' den Motor 18 und verändert dessen Drehrichtung. Zu diesem Zeitpunkt
werden auch die nicht dargestellten Ventile geöffnet, die Luftleitungen 34 und 46
mit einer Druckluftquelle verbunden. Dadurch werden die Kolben 32 und 43 verschoben,
wodurch die Fadenbremse 25 und die Trenneinrichtung 39 geschlossen werden.
[0033] In der Fadenbremse 25 legt sich der verschwenkbare Schenkel 28 auf den Schenkel 27,
der an seinem vorderen Ende mit einer verstellbaren Feder 26 verbunden ist. Dadurch
wird der im Saugrohr 8 befindliche Faden 7 geklemmt. Gleichzeitig wird durch das Absperrprofil
29 der Saugluftweg im Saugrohr 8 versperrt.
[0034] Der bewegliche Scherenschenkel 41 der Trenneinrichtung 39 wird gegen einen fest angeordneten
Scherenschenkel 47 geschwenkt, wodurch der Faden 7 auf eine genau definierte Länge
geschnitten wird. Außerdem wird, wie bereits dargestellt, an dieser Stelle zusätzlich
der Saugluftweg abgesperrt.
[0035] Durch die Umkehr der Drehrichtung des Kopses 5 wird jetzt das im Saugrohr verbliebene
Fadenstück auf die Hülsenspitze 5' des Kopses aufgewickelt. Dabei wird durch die Fadenbremse
25 die Wickelspannung bestimmt. Die verstellbare Feder 26 gewährleistet dabei, daß
die für das jeweilige Fadenmaterial optimale Wickelspannung hergestellt wird.
[0036] Das horizontale Rohrstück des Saugrohres 8 ist als teleskopartig verschiebbares Rohrstück
ausgebildet, wodurch der Abstand zwischen der Fadenbremse 25 und der Trenneinrichtung
39 reguliert werden kann.
[0037] Bei einem festen Abstand zwischen Fadenbremse und Trenneinrichtung müßte eine durchschnittliche
Einstellung gewählt werden, die etwa drei bis vier Wicklungen auf der Kopsspitze zuläßt.
Neben einem unterschiedlichen Hülsendurchmesser ergeben sich insbesondere durch Fadendicke
und Fadenrauhigkeit unterschiedliche Anforderungen auch bezüglich der Anzahl der auf
die Hülsenspitze aufzubringenden Windungen. Durch die genannte Verstellbarkeit ergibt
sich die Möglichkeit, neben der Regulierung der Fadenspannung auch durch Anpassung
der Windungszahl das jeweilige Optimum für die zu behandelnden Kopse einzustellen.
[0038] Da der Schieber 11 den Saugschlitz 9 nach oben begrenzt, ist auch die Höhe, in der
der Fadenanfang aufgewickelt wird entsprechend der jeweiligen Kopslänge festgelegt.
Es ist dabei weder erforderlich, den Kops für diesen Bewicklungsvorgang in seiner
Längsachse zu verschieben, noch ein zusätzliches bewegliches Fadenführungselement
in den Fadenlauf einzuschieben.
[0039] Die Fadenbremse 25 und die Trenneinrichtung 39 sind jeweils von einem Gehäuse 24
beziehungsweise 38 umgeben. Dadurch werden zusätzliche Lufteintritte vermieden. Die
Bolzen 30 und 40, die aus den Gehäusen austreten, lassen sich gegenüber diesen Gehäusen
ohne weiteres gut abdichten.
[0040] Eine Platte 13, die zum Beispiel durch einen herausnehmbaren Saugrohrboden 10 in
das Saugrohr eingeführt werden kann, wenn dieses zum Beispiel aus dem Bereich der
Transportbahn 1 verschwenkt wird, verjüngt den wirksamen Querschnitt des Saugrohres
im Bereich des Saugschlitzes entgegen der Saugrichtung. Dadurch ist es möglich, die
Strömungsverhältnisse im Saugrohr 8 im Bereich des Saugschlitzes so zu gestalten,
daß an jeder Stelle des Saugschlitzes 9 annähernd gleiche Druckverhältnisse herrschen.
Diese Platte 13 kann ausgewechselt werden, wenn die Kopsvorbereitungseinrichtung auf
eine andere Kopslänge eingestellt wird, das heißt durch den Schieber 11 die Länge
des Saugschlitzes 9 angepaßt wird.
[0041] Wie bereits dargelegt, kann die Taktzeit für die Behandlung eines Kopses dadurch
herabgesetzt werden, daß unmittelbar nach dem Erfolgssignal des Sensors der Fadensuchvorgang
abgebrochen wird. Eine weitere Verkürzung ist noch dadurch möglich, daß die Drehgeschwindigkeit
für das Aufwickeln des Fadenanfanges auf die Hülsenspitze höher gewählt wird als die
Drehgeschwindigkeit für den Suchvorgang.
1. Kopsvorbereitungseinrichtung zum Aufwinden des Fadenanfanges auf der Hülsenspitze
des Kopses (5), angeordnet an einer Transportbahn (1) zwischen einer Eingabestelle
für Kopse und den Spulstellen einer Spulmaschine, wobei die Kopse mindestens im Bereich
der Kopsvorbereitungseinrichtung aufrechtstehend auf Dorne aufgesteckt sind und die
Kopsvorbereitungseinrichtung eine steuerbare Antriebseinrichtung (14, 19) zum Drehen
des jeweiligen Kopses, ein Saugrohr (8), in dem die Saugluft in Längsrichtung des
Kopses strömt, mit einem dem Kops zugewandten Saugschlitz (9) besitzt, und eine Fadentrenneinrichtung
(39), ein Fadenleitorgan und ein Sensor (36, 37) für die Kontrolle der Erfassung des
Fadenanfanges, die Steuerung der Antriebseinrichtung (14, 19) sowie Betätigung der
Fadentrenneinrichtung bei erkanntem Fadenanfang vorhanden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß das obere Ende des Saugschlitzes (9) im Bereich der bewicklungsfreien Spitze (5')
der Kopshülse endet, daß im Saugrohr (8) stromabwärts des Saugschlitzes eine einstellbare
Fadenbremse (25) angeordnet ist und daß eine Betätigungsvorrichtung (30 bis 35) für
die Fadenbremse vorhanden ist, die vom Sensor (36, 37) aktivierbar ist.
2. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß lageveränderliche
Mittel (11) vorhanden sind, um die Länge des Saugschlitzes (9) zu verstellen.
3. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
(11) so ausgebildet sind, daß sie mit der Kopsspitze (5') des jeweiligen Kopses (5)
in Kontakt treten.
4. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der wirksame Querschnitt des Saugrohres (8) im Bereich des Saugschlitzes (9)
entgegen der Saugrichtung verjüngt.
5. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Saugrohr
(8) eine auswechselbare, Dimension und Form der Verjüngung des wirksamen Durchmessers
bestimmende Platte (13) angeordnet ist.
6. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fadentrenneinrichtung (39) so ausgebildet ist, daß sie in geschlossener Stellung
den Saugluftweg absperrt.
7. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fadenbremse (25) so ausgebildet ist, daß sie in geschlossener Stellung den
Saugluftweg absperrt.
8. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel (50) vorhanden sind, um den Abstand zwischen Fadenbremse (25) und Trenneinrichtung
(39) zu verändern.
9. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einer Spulmaschine zugeordnet ist, in deren Abspulposition in der jeweiligen
Spulstelle Luftdüsen zum Erzeugen einer den Kops umgebenden nach oben gerichteten
Luftströmung vorhanden sind.
10. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kopse auf Dorne von Paletten (4) aufgesteckt sind, mit denen sie gemeinsam
entlang der Transportbahn (1) transportiert werden.
1. Bobbin preparation device for winding the start of the thread onto the sleeve tip
of the bobbin (5), disposed on a conveying path (1) between a feed position for bobbins
and the winding positions of a winding machine, wherein the bobbins, at least in the
region of the bobbin preparation device, are placed upright on pegs and the bobbin
preparation device possesses a controllable drive device (14, 19) for rotating the
relevant bobbin, a suction pipe (8), in which the suction air flows in the longitudinal
direction of the bobbin, comprising a suction slit (9) facing towards the bobbin,
and a thread cutting device (29), a thread guide element and a sensor (36, 37) for
monitoring the detection of the start of the thread, for controlling the drive device
(14, 19) and for actuating the thread cutting device when the start of the thread
is detected, are present, characterized in that the upper end of the suction slit
(9) terminates in the region of the winding-free tip (5') of the bobbin sleeve, that
in the suction pipe (8), downstream of the suction slit, an adjustable thread brake
(25) is disposed, and that an actuating device (30 to 35) for the thread brake is
present, which can be activated by the sensor (36, 37).
2. Bobbin preparation device according to Claim 1, characterized in that position varying
means (11) are provided, for adjusting the length of the suction slit (9).
3. Bobbin preparation device according to Claim 2, characterized in that the means (11)
are so constructed that they come into contact with the bobbin tip (5') of the relevant
bobbin (5).
4. Bobbin preparation device according to Claims 1, 2 or 3, characterized in that the
effective cross-section of the suction pipe (8) tapers in the region of the suction
slit (9) in opposition to the suction direction.
5. Bobbin preparation device according to Claim 4, characterized in that a replaceable
plate (13), determining the dimension and shape of the taper of the effective diameter,
is disposed in the suction pipe (8).
6. Bobbin preparation device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that
the thread cutting device (39) is so constructed that in its closed position it blocks
the path of suction air.
7. Bobbin preparation device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that
the thread brake (25) is so constructed that in its closed position it blocks the
path of suction air.
8. Bobbin preparation device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that
means (50) are provided for changing the distance between thread brake (25) and thread
cutting device (39).
9. Bobbin preparation device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that
it is associated with a winding machine, in the unwinding position of which, at the
relevant winding station, air nozzles for generating an upwardly directed air flow
surrounding the bobbin are present.
10. Bobbin preparation device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that
the bobbins are pushed onto pegs of pallets (4), by means of which they are jointly
conveyed along the conveying path (1).
1. Dispositif de préparation de cops, destiné à enrouler le début du fil sur la pointe
de tube du cops (5) et disposé sur une voie de transport (1) entre un poste d'alimentation
en cops et les postes de bobinage d'un bobinoir, les cops étant enfilés à la verticale
sur des mandrins au moins dans la région du dispositif de préparation de cops, et
le dispositif de préparation de cops possédant un dispositif d'entraînement asservissable
(14, 19) pour faire tourner le cops respectif, un tuyau aspirant (8), dans lequel
l'air d'aspiration s'écoule dans la direction longitudinale du cops et qui est pourvu
d'une fente d'aspiration (9) tournée vers le cops, ainsi qu'un coupe-fil (39), un
organe de guidage de fil et un détecteur (36, 37) pour contrôler la saisie du début
du fil, la commande du dispositif d'entraînement (14, 19) ainsi que l'actionnement
du coupe-fil étant opérationnels lorsque le début du fil est décelé,
caractérisé en ce que l'extrémité supérieure de la fente d'aspiration (9) se termine dans la
région de la pointe (5'), dépourvue de fil enroulé, du tube du cops, en ce qu'un frein
de fil réglable (25) est disposé en aval de la fente d'aspiration dans le tuyau aspirant
(8), et en ce qu'il est prévu un dispositif d'actionnement (30 à 35) pour le frein
de fil, dispositif qui peut être activé par le détecteur (36, 37).
2. Dispositif de préparation de cops selon la revendication 1, caractérisé en ce que sont prévus des moyens à position variable (11), pour régler la longueur
de la fente d'aspiration (9).
3. Dispositif de préparation de cops selon la revendication 2, caractérisé en ce que les moyens (11) sont configurés de telle sorte qu'ils entrent en contact
avec la pointe (5') du cops respectif (5).
4. Dispositif de préparation de cops selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la section efficace du tuyau aspirant (8) se rétrécit à l'encontre de la
direction d'aspiration dans la région de la fente d'aspiration (9).
5. Dispositif de préparation de cops selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une plaque interchangeable (13), déterminant l'ampleur et la forme du rétrécissement
du diamètre efficace, est disposée dans le tuyau aspirant (8).
6. Dispositif de préparation de cops selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le coupe-fil (39) est conçu de telle sorte qu'en position fermée, il ferme
le passage de l'air d'aspiration.
7. Dispositif de préparation de cops selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le frein de fil (25) est conçu de telle sorte qu'en position fermée, il
ferme le passage de l'air d'aspiration.
8. Dispositif de préparation de cops selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que des moyens (50) sont prévus pour modifier la distance entre le frein de
fil (25) et le coupe-fil (39).
9. Dispositif de préparation de cops selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'il est associé à un bobinoir, dont l'unité de dévidage de chaque poste de
bobinage possède des buses soufflantes pour produire un flux d'air dirigé vers le
haut et entourant le cops.
10. Dispositif de préparation de cops selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que les cops sont enfilés sur des mandrins de palettes (4), qui les transportent
conjointement le long de la voie de transport (1).