| (19) |
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(11) |
EP 0 218 872 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.1993 Patentblatt 1993/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.08.1986 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65H 39/075 |
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| (54) |
Einrichtung zum Zusammentragen unterschiedlicher Druckprodukte
Device for gathering various printed products
Dispositif pour assembler différents produits imprimés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE GB IT SE |
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Priorität: |
27.09.1985 CH 4202/85
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.1987 Patentblatt 1987/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Ferag AG |
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CH-8340 Hinwil (CH) |
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Erfinder: |
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- Leu, Willy
CH-8330 Pfäffikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 095 603 DE-A- 2 702 738
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EP-A- 0 118 596 DE-B- 1 260 487
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zusammentragen unterschiedlicher
Druckprodukte gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Eine solche Einrichtung ist beispielsweise aus der DE-A-1.260.487 bekannt. Bei dieser
Einrichtung werden in die in einer Vertikalebene umlaufenden Taschen beim Uebergang
derselben vom unteren, rücklaufenden Trum des Taschenumlaufes mittels eines Anlegers
Druckprodukte einer ersten Art eingeschoben. Im Bereich des dann folgenden, horizontal
verlaufenden Trums des Taschenumlaufs ist als weiterer Zuförderer der mit gesteuerten
Greifern bestückte Einzelförderer angeordnet, der Druckprodukte einer weiteren Art
zuführt, wobei diese im Abgabebereich des Einzelförderers hängend transportiert werden.
Dieser Abgabebereich des Einzelförderers bewegt sich synchrom mit dem Taschenumlauf,
sowie parallel zu und in einem erheblichen Abstand oberhalb desselben. Das vom Greifer
freigegebene Produkt fällt dann im freien Fall in die zugedachte Tasche.
[0003] Dieser Bauweise haften folgenschwere Nachteile an. Da die vom Greifer bestückten
Einzelförderer herangeführten Produkte in freiem Fall in die zugedachten Taschen fallen
sollen, muss deren Beschickungsöffnung weit genug sein um auch eine nur annähernd
befriedigende "Trefferwahrscheinlichkeit" zu erzielen. Eine weite Beschickungsöffnung
der Tasche hat aber zur Folge, dass die Anzahl Taschen (bei gegebener Umlaufbahn)
vergleichsweise gering ist. Will man aber mit einer geringen Anzahl Taschen die von
einer Druckpresse pro Zeiteinheit anfallende Menge Druckprodukte sofort zusammentragen,
muss die Umlaufgeschwindigkeit sowohl der Taschen als auch des Einzelförderers erhöht
werden. Dies hat wiederum zur Folge dass die im Abgabebereich des Einzelförderers
hängenden Druckprodukte unkontrolliert ins Flattern geraten, und bei ihrer Freigabe
kaum mehr in die Beschickungsöffnung der zugedachten Tasche geraten. Im Ergebnis ist
das "Schluckvermögen" der vorbekannten Einrichtung der Produktionskapazität einer
modernen Druckpresse keineswegs gewachsen.
[0004] Aehnliches lässt sich zu den aus der CH-A-594.553 (weitgehend inhaltsgleich mit der
DE-A-2.702.738) oder aus der CH-A-594.554 bekannten Einrichtungen sagen. Zum Beschicken
der Taschen sind bei diesen bekannten Einrichtungen sogenannte Anleger vorgesehen,
die beispielsweise gemäss der CH-A-374.968 aufgebaut sein können. Das Abgabeende dieser
ortsfest angeordneten Anleger besteht im wesentlichen aus zwei Förderbändern, zwischen
deren einander zugekehrten und gleichsinnig laufenden Trumen ein Förderspalt für jeweils
ein Druckprodukt gebildet ist. Wenn das Druckprodukt diesen Förderspalt verlässt,
wird es in die gerade vorbeilaufende Tasche eingeworfen. Dieser Aufbau bietet verschiedene
Probleme. Eines dieser Probleme besteht in der Synchronisation der verschiedenen Anleger
mit der Umlaufbewegung der Taschen in dem Sinne, dass ein den Förderspalt verlassendes
Druckprodukt auch stets in eine Tasche und das nächst folgende Druckprodukt in die
nächstfolgende Tasche gelangt. Daher ist bei den bekannten Einrichtungen eine der
V-förmig zueinander angeordneten Wände jeder der Taschen vor der anderen Wand weg
spreizbar und auf diese zu schwenkbar. Durch eine entsprechende Steuerung der schwenkbaren
Taschenwand kann zwar erreicht werden, dass an der Beschickungsstelle die Beschickungsöffnung
der Tasche verbreitert wird und damit die "Trefferwahrscheinlichkeit" der Anleger
erhöht wird. Andererseits hat diese Ausbildung der Taschen ebenfalls zur Folge, dass
deren gegenseitiger Abstand ein gewisses Mass nicht unterschreiten darf. Dies führt
dazu, dass pro Längeneinheit der Umlaufbahn der Taschen eine verleichsweise geringe
Anzahl solcher Taschen untergebracht werden kann. Würde aber von den bekannten Einrichtungen
ein bestimmtes Aufnahmevermögen verlangt, könnte dies nur durch eine Erhöhung der
Umlaufgeschwindigkeit der Taschen erreicht werden. Bei diesen bekannten Einrichtungen
wird schiesslich deren Leistungsvermögen auch dadurch begrenzt, dass die Anleger erst
dann ein weiteres Druckprodukt in die vorbeilaufende Tasche werfen können, wenn das
vorangehende Druckprodukt voll und ganz in der vorangehenden Tasche aufgenommen ist.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung der genannten Art zu schaffen,
bei der gerade die Uebergabe der Druckprodukte vom Einzelförderer in die zugeordnete
Tasche auf kontrollierte Weise erfolgt, was gestattet die Weite der Beschickungsöffnung
der Taschen zu verringern, was zur Folge hat dass die Anzahl der Taschen vergrössert
werden kann, wodurch bei gleichbleibender Umlaufgeschwindigkeit die Leistung entscheidend
erhöht wird. Zu diesem Zweck weist die vorgeschlagene Einrichtung gemäss der Erfindung
die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale auf.
[0006] Da der Abgabebereich des Einzelförderers gleichsinnig wie die Umlaufbahn der zu beschickenden
Taschen ist, da ferner der gegenseitige Abstand der Greifer der Einzelförderer und
deren Geschwindigkeit jenen der umlaufenden Taschen entspricht, kann die Beschickung
der Taschen gewissermassen "in Begleitung" erfolgen, wobei die Führung ausserdem dafür
sorgt, dass die untere Kante der Druckprodukte mit Sicherheit in die zugedachte Tasche
eingeführt wird. Dadurch kann die Beschickungsöffnung der Taschen verhältnismässig
schmal gehalten werden, was erlaubt, die Anzahl Taschen (bei gegebener Umlaufbahn)
erheblich zu vergrössern und damit das "Schluckvermögen" der Einrichtung auch ohne
Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit zu erhöhen. Ein Flattern zur Druckprodukte im Abgabebereich
des Einzelförderers ist praktisch ausgeschlossen.
[0007] Merkmale bevorzugter Ausführungsformen der Einrichtung sind den abhängigen Ansprüchen
zu entnehmen.
[0008] Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht auf einen Teil einer Einrichtung,
- Fig. 2
- in grösserem Massstab eine schematische Seitenansicht auf die Einrichtung auf der
Höhe einer der Zuführeinrichtungen,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf eine der Taschen,
- Fig. 4
- eine Stirnansicht auf eine der Taschen, und
- Fig. 5
- einen schematischen Grundriss zur Illustration einer rein beispielsweisen Anwendungsmöglichkeit
der Einrichtung.
[0009] Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung 10 besitzt eine Mehrzahl von unter sich gleich
ausgebildeten Taschen 11, die in gleichmässigen Abständen voneinander angeordnet sind
und entlang einer in sich geschlossenen Umlaufbahn in Richtung des Pfeiles 12 angetrieben
sind. In Fig. 1 ist nur ein Teil dieser Umlaufbahn gezeigt und diese verläuft im wesentlichen
in einer Horizontalebene. Entlang dieser Umlaufbahn sind mehrere unter sich gleichartige
Zuführeinrichtungen angeordnet, von denen in Fig. 1 nur die Abgabebereiche der Zuführeinrichtungen
13 und 14 gezeigt sind. Diese Zuführeinrichtungen 13, 14 bestehen je aus einem Einzelförderer
15 in Ueberkopf-Bauweise, wie er etwa in der US-A-3,955,667 beschrieben ist. Im vorliegenden
Falle ist lediglich von Bedeutung, dass diese Einzelförderer 15 mit gesteuerten Greifern
16 (Fig. 2) zum Erfassen jeweils eines Druckproduktes bestückt sind.
[0010] Die Greifer 16 jedes der Einzelförderer 15 sind in gegenseitigen Abständen, die den
Abständen der Taschen 11 voneinander entsprechen, an einem endlosen, in einer Hohlschiene
17 geführten Zugorgan 18 befestigt. Das Zugorgan 18 ist in Richtung des Pfeiles 19
mit einer der Umlaufgeschwindigkeit der Taschen 11 entsprechenden Geschwindigkeit
angetrieben. Im Abgabebereich jedes des Einzelförderers 15 ist - wie aus Fig. 2 deutlich
hervorgeht - eine an der Hohlschiene 17 befestigte Kulisse 20 zur Steuerung der Greifer
16 in Offenlage vorhanden. Ebenso ist im Abgabebereich jedes der Einzelförderer 15
ein an der Schiene 17 befestigtes Führungsblech 20' angeordnet, das die vorlaufenden
oder frei hängenden Kanten der zugeführten Druckprodukte A genau in Richtung der Beschickungsöffnung
einer der Taschen 11 führt. Damit ist die Lage der vorlaufenden Kanten der Druckprodukte
im Abgabebereich genau definiert, womit der Einfluss des "Fahrtwindes", nämlich ein
Flattern bei höheren Fördergeschwindigkeiten der Einzelförderer dahinfällt.
[0011] Eingangsseitig wird jeder der Einzelförderer 15, die zu der Einrichtung 10 gehören,
mit Druckprodukten gespeist, beispielsweise direkt ab einer Rotationspresse oder ab
einer Vorratseinrichtung. So beschickt beispielsweise der in Fig. 2 dargestellte Einzelförderer
15 jede der vorbeilaufenden Taschen mit einem Druckprodukt der Gattung "A", während
diese Taschen zuvor bereits mit vielerlei anderen Druckprodukten beschickt wurden.
Aus Fig. 1 und 2 ist auch deutlich zu erkennen, dass die Taschen im Abgabebereich
der Einzelförderer gewissermassen in "Rücklage" vorbeilaufen.
[0012] In Fig. 1 ist mit einer geschweiften Klammer der Bereich einer Abgabestation 21 angedeutet.
Beim Durchlauf durch diese Abgabestation 21 werden die Taschen 11 zuerst aus der "Rücklage"
in eine "Vorlage" gekippt, so dass die darin enthaltenen Druckprodukte von der Anlage
an der einen Wand der jeweiligen Tasche zur Anlage auf die gegenüberliegende Wand
kippen. Sodann wird der Boden jeder Tasche geöffnet und die in einer Tasche non zum
Druckproduktesatz zusammengetragenen Druckprodukte fallen durch ihn Eigengewicht nach
unten in eine Einrichtung 22 zur weiteren Verarbeitung der Druckprodukte. Diese der
weiteren Verarbeitung dienende Einrichtung kann beispelsweise ein Sammelhefter, eine
Bindemaschine oder eine Einstreckmaschine sein, beispielsweise in der Bauart wie schematisch
dargestellt und in der CH-A-575.303 oder der US-A-4,058,202 eingehend beschrieben.
[0013] De Mittel um die Taschen ll von der "Rücklage" in die "Vorlage" zu kippen und um
deren Boden zu öffnen und zu schliessen sind nachstehend anhand der Fig. 3 und 4 noch
beschrieben.
[0014] Man ersieht aus Fig. 3, dass jede Tasche 11 eine vorlaufende Wand 23 und eine nachlaufende
Wand 24 aufweist. Beide dieser Wände sind durch einen mit einem Drahtgitter 25 (Fig.
4) bespannten Rahmen 26 bzw. 27 aus einem L-Profil gebildet. Seitlich werden die vorlaufende
Wand 23 und die nachlaufende Wand 24 oben und unten durch die Rahmen 26, 27 verbindende
Streben 28, 29 in fester Bezugslage zueinander gehalten. An der unteren Kante der
vorlaufenden Wand 23 ist bei 30 eine Klappe 31 angelenkt, die den Boden der Tasche
11 bildet. Die Klappe 31 ist durch eine am Ende des einen Armes eines durch eine Zugfeder
33 vorgespannten Winkelhebels 32 ausgebildete Klinke 34 normalerweise in geschlossenem
Zustand gehalten. Von einer die in Umlaufrichtung gesehen rechten aufrechtstehenden
Holme der Rahmen 26, 27 verbindenden Strebe 35 steht seitlich ein Zapfen 36 ab, auf
dem der Winkelhebel 32 schwenkbar gelagert ist. Der andere Arm des Winkelhebels 32
ist mit einer Auflauffläche 37 versehen. Auf der Höhe der Abgabestation 21 ist eine
mit der Auflauffläche 37 zusammenwirkende Rolle 38 vorgesehen, welche mittels eines
Betätigungselementes 39, beispielsweise eines Fluidikaggregates oder eines Hubmagneten,
in die Umlaufbahn der Auflauffläche 37 einfahrbar (strichpunktiert in Fig. 4) oder
aus dieser ausfahrbar (ausgezogen in Fig. 4) ist. Ist die Rolle 38 eingefahren, wird
beim Vorbeilauf der Auflauffläche 37 diese niedergedrückt und der Winkelhebel 32 wird
im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 3 strichpunktiert) verschwenkt, die Klinke 34 gibt den
freien Rand der Klappe 31 frei und diese öffnet sich unter der Wirkung des Egengewichtes
und lässt die in der Tasche 11 vorhandenen Druckprodukte (in Fig. 3 nicht dargestellt)
fallen, wie in Fig. 1 auf der Höhe der Abgabestation 21 gezeigt.
[0015] Nachdem die Auflauffläche 37 die Rolle 38 passiert hat, schwenkt die Zugfeder 33
den Winkelhebel 32 und damit die Klinke 34 in die Ausgangsstellung zurück, während
die Klappe 31 noch offen ist. Zum Schliessen der Klappe ist an dieser ein federnder
Schliessbügel 40 befestigt, der im Zuge der Umlaufbewegung auf eine der Rolle 38 nachfolgend
angeordnete Schliesskulisse 41 (in Fig.3 der Einfachheit halber etwa auf gleicher
Höhe wie Rolle 38 dargestellt) aufläuft. Dieses Auflaufen bewirkt ein Hochklappen
der Klappe 31 von der in Fig. 3 strichpunktiert dargestellten Offenlage in die ausgezogen
dargestellte Schliesslage, wodurch der freie Rand der Klappe in die Klinke 34 wieder
einrastet.
[0016] Auf der in Fig. 4 links erscheinenden Seite trägt eine die Rahmen 26 und 27 verbindende
Strebe 42 eine seitlich abstehende, frei drehbare Rolle 43, die auf einer die gesamte
Umlaufbahn der Taschen umgebenden Schiene 44 abrollt. Damit sind alle Taschen auf
der Schiene 44 abgestützt.
[0017] Auf der in Fig. 4 rechts erscheinenden Seite der Taschen 11 ist eine nach der Seite
der Taschen 11 hin offene, im Querschnitt im wesentlichen C-förmige Hohlschiene 45
angeordnet, die zur Führung einer mit Rollen 46, 47 versehenen Kette 48 dient. Diese
Kette 48 kann wie in der CH-PS 588.647 beschrieben aufgebaut sein. An jede der zwischen
aufeinanderfolgenden Rollen 47 der Kette 48 vorhandenen Verbindungslaschen 49 ist
über ein mitnehmendes Kupplungsstück 50 die in Fig. 4 rechts erscheinende Seite einer
Tasche 11 derart gekoppelt, dass sie um eine zur Achse der Rolle 43 koaxiale Achse
pendelfähig ist.
[0018] Damit aber die Lage jeder Tasche 11 während ihrer Umlaufbewegung stets definiert
ist, trägt jede Tasche 11 auf ihrer der Kette 48 zugekehrten Seite zwei weitere, frei
drehbare Rollen 51, 52, deren Drehachsen in bezug auf die Achse, um die die Tasche
11 pendelfähig ist, in Umlaufrichtung nach hinten bzw. nach vorne versetzt angeordnet
sind. Die Rollen 51, 52 wirken im Zuge des Umlaufes der zugehörigen Tasche 11 abwechselnd
mit je einer zugeordneten Kulisse zusammen, von denen in Fig. 3 und 4 nur die der
Rolle 51 zugeordnete Kulisse 53 gezeigt ist.
[0019] Daraus ergibt sich, dass bei einer in Umlaufrichtung gesehen abfallenden Lauffläche
der Kulisse 53 die Rolle 51 nach unten gedrückt wird und damit die Tasche in "Rücklage"
kippt, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Wenn dagegen die Rolle 52 durch die dieser zugeordnete,
jedoch nicht dargestellte Kulisse nach unten gedrückt wird, schwenkt die Tasche 11
von der "Rücklage" in eine "Vorlage", wie in Fig. 1 zu Beginn der Abgabestation 21
gezeigt.
[0020] Der Fig. 3 ist schliesslich zu entnehmen, dass am oberen Rand der nachlaufenden Wand
24 jeder Tasche 11 ein sich über die gesamte Breite ihrer Beschickungsöffnung erstreckendes
Abweisblech 54 befestigt ist. Die Funktion dieses Abweisbleches 54 ist aus Fig. 2
deutlich zu erkennen. Im Bereich des Abgabeendes jedes der Einzelförderer 15 sind
die Taschen durch die beschriebenen Mittel so gesteuert, dass sie in "Rücklage" an
den Einzelförderern 15 vorbeilaufen. Dies hat zur Folge, dass jedes der Tasche zugeführte
Produkt nach dem Passieren des zwischen des freien Randes des Abweisbleches 54 und
der vorlaufenden Wand 23 begrenzten Einführungsschlitzes zur Anlage an die nachlaufende
Wand 24 bzw. an die an dieser anliegenden, in der Tasche 11 bereits vorhandenen Produkte
gelangen, so dass der Beschickung der Tasche 11 mit weiteren Druckprodukten kein Hindernis
im Wege steht. Kurz vor der Entleerung wird dann die Tasche 11 in "Vorlage" gekippt
und während der Entleerung wieder in "Rücklage". Dies hat zur Folge, dass während
der Entleerung der Tasche die durch die Klappe 31 freigegebene Bodenöffnung der Tasche
deren Umlaufbewegung etwas voreilt. Dies erleichtert die Abgabe der in der Tasche
gesammelten Druckprodukte.
[0021] Anhand der Fig. 5 soll schliesslich kurz auf einen der möglichen Anwendungsbereiche
der vorgeschlagenen Einrichtung 10 im Zusammenhang beispielsweise mit einer Einsteckmaschine
22 entsprechend der bereits genannten CH-PS 575.303 eingegangen werden.
[0022] Im schematischen Grundriss der Fig. 5 ist die Umlaufbahn der Taschen 11 durch zwei
ovale, ausgezogene Linien dargestellt. Die Kette 48, die die Taschen 11 mitnimmt,
ist mit einer ovalen strichpunktierten Linie angedeutet. Das Antriebsrad, das die
Kette 48 antreibt, ist mit dem strichpunktierten Kreis 55 angegeben und der an das
Antriebsrad gekoppelte Motor mit 56 angedeutet. Man erkennt auch insgesamt sechs auf
die Umlaufbahn der Taschen 11 einmündende Einzelförderer 15. Die Umlaufbahn der Taschen
11 bestreicht das horizontalachsige Zellenrad der Einsteckmaschine 22 oberschlächtig
und im Bereich dieses Zellenrades befindet sich die Abgabestation 21.
[0023] Mit der in Fig. 5 dargestellten Einrichtung ist es also möglich, an einer einzigen
Zuführstelle der Einsteckmaschine 22 gleichzeitig sechs gesammelte Druckprodukte dem
Zellenrad zuzuführen. Weitere Zuführstellen der Einsteckmaschine 22 sind in Fig. 5
mit den strichpunktierten Geraden 57 angedeutet, wobei auch diese Zuführstellen durch
eine Einrichtung 10 bedient werden können.
[0024] Es ist nicht erforderlich, dass die Umlaufbahn der Taschen 11 der beschriebenen Einrichtung
in einer Horizontalebene verläuft. Die Taschen 11 können dank ihrer pendelfähigen
Aufhängung um eine rechtwinklig zur Kette 48 stehende und parallel zu ihren Wänden
23, 24 verlaufende Achse auch bei einem ansteigenden bzw. abfallenden Abschnitt der
Umlaufbahn der Kette 48 in ihrer Neigung so gesteuert werden, dass sie problemlos
von oben beschickt werden können.
1. Einrichtung zum Zusammentragen unterschiedlicher Druckprodukte, mit einer Mehrzahl
von in regelmässigen Abständen voneinander an einem flexiblen, entlang einer geschlossenen
Umlaufbahn umlaufend antreibbaren Antriebsorgan (48) angebrachten, von oben beschickbaren
und je durch zwei quer zur Umlaufrichtung (12) stehende Wände (23,24) begrenzten Taschen
(11), denen die Druckprodukte einzeln mittels wenigstens einem Einzelförderer (15),
der mit in gleichen gegenseitigen Abständen wie die Taschen (11) angeordneten, synchron
mit den Taschen (11) und oberhalb derselben umlaufenden, gesteuerten Greifern (16)
bestückt ist, zugeführt werden, wobei die Greifer (16) die Druckprodukte zumindest
im Abgabebereich des Einzelförderers (15) in hängender Lage transportieren, dadurch
gekennzeichnet, dass mehrere mit Greifern (16) bestückte Einzelförderer (15) vorgesehen
sind, die in Umlaufrichtung (12) der Taschen (11) hintereinander angeordnet sind,
und dass im Abgabebereich jedes Einzelförderers (15) dieser geneigt auf die Umlaufbahn
der Taschen (11) hin verläuft und eine Führung (20') vorgesehen ist, die die untere,
freie Kante jedes Druckproduktes in die Beschickungsöffnung der entsprechenden Tasche
(11) führt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel (32,34,38) zum Oeffnen des
Bodens (31) jeder Tasche (11) zur Freigabe der zusammengetragenen Druckprodukte nach
unten ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden jeder Tasche (11)
durch eine verriegelbare Klappe (31) gebildet ist, deren Verriegelung (32,33,34) zur
Abgabe der zusammengetragenen Druckprodukte in einem Uebergabebereich (21) mittels
einer Oeffnungseinrichtung (38,39) lösbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschen (11) um eine
rechtwinklig zu ihrer Umlaufrichtung (12) stehende und parallel zu den Wänden (23,24)
der Taschen verlaufende Achse pendelfähig an das Antriebsorgan (48) gekoppelt sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Steueranordnung (51,52,53)
zum Aendern der Neigungslage der Taschen (11) inbezug auf ihre Umlaufbahn.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steueranordnung mindestens
ein an jeder Tasche (11) angeordnetes Folgeglied (51,52), beispielsweise eine Rolle,
aufweist, welches mit einer ortsfesten Kulisse (53) zusammenwirkt.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet durch die Steueranordnung
derart ausgebildet ist beziehungsweise das mindestens ein Folgeglied (51,52) derart
mit der Kulisse (53) zusammenwirkt, dass die Taschen (11) im Abgabebereich der Einzelförderer
(15) eine mit ihrem Boden (31) nach vorwärts gerichtete Neigungslage und in einem
nachfolgenden Uebergabebereich (21) eine mit ihrem Boden (31) nach rückwärts gerichtete
Neigungslage einnehmen.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen
Rand einer (24) der Wände (23,24) jeder der Taschen (11) ein zu deren anderen Wand
(23) und zu deren Boden (31) hinweisendes, geneigtes Abweisblech (54) vorhanden ist,
welches die Breite der Beschickungsöffnung im Vergleich zu der lichten Weite der Taschen
(11) beschränkt.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Tasche
(11) an ihrer einen Seite an das Antriebsorgan (48) gekoppelt ist und an ihrer anderen
Seite über eine frei drehbare Rolle (43) auf einer Stützschiene (44) abgestützt ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse der frei drehbaren
Rolle (43) koaxial zur Achse ist, um die die Tasche (11) pendelfähig an das Antriebsorgan
(48) gekoppelt ist.
1. An apparatus for collating different printed products, having a plurality of boxes
(11) which are mounted at regular intervals from one another on a flexible drive element
(48) which can be driven in circulation along a closed circulation path, which boxes
can be loaded from above and are each bounded by two walls (23,24) standing transversely
to the direction (12) of circulation, and to which boxes the printed products are
fed individually by means of at least one individual conveyor (15) which is fitted
with controlled grippers (16) arranged at the same mutual intervals as the boxes (11)
and circulating synchronously with the boxes (11) and above the latter, the grippers
(16) transporting the printed products in a suspended position at least in the delivery
region of the individual conveyor (15), wherein a plurality of individual conveyors
(15) are provided which are fitted with grippers (16) and are arranged successively
in the direction (12) of circulation of the boxes (11), and wherein, in the delivery
region of each individual conveyor (15), the latter is inclined towards the circulation
path of the boxes (11), and a guide (20') is provided which guides the lower, free
edge of each printed product into the loading opening of the corresponding box (11).
2. The apparatus as claimed in claim 1, which has means (32,34,38) for opening the bottom
(31) of each box (11) to move the collated printed products from below.
3. The apparatus as claimed in claim 2, wherein the bottom of each box (11) is formed
by a lockable flap (31) whose lock (32,33,34) is releasable by means of an opening
apparatus (38,39) to deliver the collated printed products in a transfer region (21).
4. The apparatus as claimed in claim 1, wherein the boxes (11) are coupled to the drive
element (48) so as to oscillate about an axis running perpendicular to their direction
(12) of circulation and parallel to the walls (23,24) of the boxes.
5. The apparatus as claimed in claim 4, which has a control arrangement (51,52,53) for
changing the position of inclination of the boxes (11) in relation to their circulation
path.
6. The apparatus as claimed in claim 5, wherein the control arrangement has at least
one follower member (51,52), for example a roller, which is arranged on each box (11)
and interacts with a stationary connecting link (53).
7. The apparatus as claimed in claim 5 or 6, wherein the control arrangement is constructed
in such a way or the at least one follower member (51,52) interacts with the connecting
link (53) in such a way that the boxes (11) assume a position of inclination with
their bottom (31) pointing forward in the delivery region of the individual conveyors
(15) and assume a position of inclination with their bottom (31) pointing toward the
rear in a subsequent transfer region (21).
8. The apparatus as claimed in any of claims 1 to 7, wherein, at the upper edge of one
(24) of the walls (23,24) of each of the boxes (11), there is a deflector plate (54)
which points toward its other wall (23) and toward its bottom (31) and limits the
width of the loading opening in comparison with the clear width of the boxes (11).
9. The apparatus as claimed in any of claims 4 to 8, wherein each box (11) is coupled
to the drive element (48) at its one side and is supported at its other side on a
support rail (44) via a freely rotatable roller (43).
10. The apparatus as claimed in claim 9, wherein the axis of rotation of the freely rotatable
roller (43) is coaxial with the axis about which the box (11) is coupled to the drive
element (48) so as to oscillate.
1. Installation pour l'assemblage de différents produits d'imprimerie comprenant une
multitude de poches (11) qui sont disposées à intervalles réguliers sur un organe
d'entraînement (48) flexible entraîné en déplacement suivant un circuit fermé et qui
sont alimentées par le haut et délimitées par deux parois (23,24) perpendiculaires
à la direction de déplacement (12), les produits d'imprimerie étant amenés individuellement
aux poches au moyen d'au moins un convoyeur individuel (15), qui est équipé de griffes
(16) commandées, agencées suivant des intervalles mutuellement identiques aux poches
(11) et se déplaçant de façon synchrone avec les poches (11) et au-dessus de ces dernières,
les griffes (16) transportant les produits de l'imprimerie au moins dans la zone d'alimentation
du convoyeur individuel (15) dans une position suspendue; caractérisée en ce qu'il
y a plusieurs convoyeurs individuels (15) équipés avec des griffes (16), disposés
suivant la direction de déplacement (12) les uns à la suite des autres, en ce que
dans la zone d'alimentation de chacun des convoyeurs individuels (15), ce dernier
s'étend de façon inclinée par rapport au circuit des poches (11) et en ce qu'un guidage
(20') est prévu, qui amène le bord inférieur libre de chaque produit d'imprimerie
dans l'ouverture d'alimentation de la poche (11) correspondante.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée par des moyens (32,34,38) pour
ouvrir le fond (31) de chaque poche (11) et pour libérer vers le bas les produits
d'imprimerie assemblés.
3. Installation selon la revendication 2, caractérisée en ce que le fond de chaque poche
(11) est constitué par une trappe (31) pouvant être verrouillée, le verrouillage (32,33,34)
de cette dernière étant susceptible d'être débloqué grâce à un dispositif d'ouverture
(38,39) dans une zone de décharge (21) pour délivrer les produits d'imprimerie assembles.
4. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les poches (11) sont
accouplées à l'organe d'entraînement (48) de façon pivotante autour d'un axe perpendiculaire
à la direction de déplacement (12) et parallèle aux parois (23,24) des poches.
5. Installation selon la revendication 4, caractérisée par un dispositif de commande
(51,52,53) pour modifier la position d'inclinaison des poches (11) par rapport à leur
circuit.
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce que le dispositif de commande
comprend au moins un élément suiveur (51,52) disposé sur chaque poche (11), par exemple
un galet, qui coopère avec une coulisse (53) fixe.
7. Installation selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le dispositif de
commande est agencé de telle façon, respectivement au moins un élément suiveur (51,52)
coopère avec la coulisse (53) de telle façon que les poches (11) occupent dans la
zone d'alimentation des convoyeurs individuels (15) une position inclinée avec leur
fond (31) dirigé vers l'avant et dans la zone de décharge (21) qui suit une position
inclinée avec leur fond (31) dirigé vers l'arrière.
8. Installation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'une tôle
déflectrice (54) dirigée en direction de l'autre paroi (23) de la poche et de son
fond (31) est prévue au bord supérieur (24) des parois (23,24) de chaque poche (11),
cette tôle limitant la largeur de l'ouverture d'alimentation par rapport à la largeur
complète de la poche (11).
9. Installation selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisée en ce que chaque poche
(11) est accouplée à une de ses côtés à l'organe d'entraînement (48) et s'appuie à
son autre côté par l'intermédiaire d'un galet (43) librement tournant sur un rail
de support (44).
10. Installation selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'axe de rotation du
galet (43) librement tournant est coaxial avec l'axe, autour duquel la poche (11)
est accouplée du façon pivotante à l'organe d'entraînement (48).