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EP 0 418 800 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.1993 Patentblatt 1993/42 |
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Anmeldetag: 18.09.1990 |
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Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
Fuel injection apparatus for an internal combustion engine
Dispositif d'injection de combustible pour un moteur à combustion interne
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
20.09.1989 DE 3931338
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.03.1991 Patentblatt 1991/13 |
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Patentinhaber: L'ORANGE GMBH |
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D-70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Nieth, Helmut
D-6521 Offstein (DE)
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Vertreter: Baum, Wolfgang, Dipl.-Ing. |
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MTU MOTOREN- UND
TURBINEN-UNION MÜNCHEN GMBH
Postfach 50 06 40 80976 München 80976 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 334 619 DE-A- 3 732 003 GB-A- 2 220 233
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DE-A- 3 731 240 GB-A- 2 194 600
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
mit einer Einspritzpumpe zur Förderung einer Haupteinspritzmenge über eine Haupteinspritzleitung
und mit einem mit einer Voreinspritzleitung gekoppelten Voreinspritzkolbenraum, in
dem ein von der Einspritzpumpe gegen eine Federkraft hydraulisch beaufschlagter Voreinspritzkolben
arbeitet.
[0002] Aus der DE-OS 30 02 851 ist eine Brennstoffeinspritzvorrichtung bekannt, bei der
ein zündwilliger Hauptkraftstoff, beispielsweise Alkohol in einer Haupteinspritzung
und ein anderer Zündkraftstoff in einer Voreinspritzung der Brennkraftmaschine zugeführt
wird. Es sind zwei getrennte Kraftstoffzuführungen, insbesondere zwei Kraftstofftanks
und zwei Kraftstoffpumpen zum Betrieb der Brennkraftmaschine erforderlich. Die Voreinspritzung
erfolgt dabei dadurch, daß der in der Einspritzpumpe dem zündunwilligen Kraftstoff
aufgeprägte Druck den Voreinspritzkolben gegen dessen Federkraft bewegt, so daß die
Voreinspritzleitung und eine Düse in einen Brennraum der Brennkraftmaschine gefördert
wird. Der wesentliche Nachteil dieser Anordnung ist darin zu sehen, daß für die Füllung
des Voreinspritzkolbenraumes eine eigene Förderpumpe erforderlich ist.
[0003] Aus der DE-A 33 34 619 ist eine weitere Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
bekannt, mit einer Einspritzpumpe zur Förderung einer Haupteinspritzmenge über eine
Haupteinspritzleitung und mit einem mit einer Voreinspritzleitung gekoppelten Voreinspritzkolbenraum,
in dem ein von der Einspritzpumpe gegen eine Federkraft hydraulisch beaufschlagter
Voreinspritzkolben arbeitet. Durch den Voreinspritzkolben, welcher koaxial und gleitverschieblich
in einem den Beginn der Haupteinspritzung bestimmenden Speicherkolben gelagert ist,
wird ein Hauptventil gebildet. Die Geometrie und Federkraft des Voreinspritzkolbens
ist so abgestimmt, daß die Förderung der Voreinspritzmenge vor Öffnung des Hauptventils
erfolgt. Auch diese Anordnung verwendet für die Förderung der Voreinspritzmenge in
den Voreinspritzkolbenraum eine gesonderte Niederdruckförderpumpe.
[0004] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Brennstoffeinspritzvorrichtung
der eingangs bezeichneten Art anzugeben, mittels der eine getrennte Vor- und Haupteinspritzung
von Brennstoff erzielbar ist, ohne daß eine separate Niederdruckeinspritzpumpe für
die Voreinspritzmenge erforderlich ist. Weiterhin soll eine konstruktiv möglichst
einfache Ausführung geschaffen werden.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Brennstoffeinspritzvorrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darin zu sehen, daß
die Brennstoffversorgung des Voreinspritzkolbenraumes auf einfache Weise über den
Verbindungskanal aus dem in der Haupteinspritzleitung befindlichen Brennstoffvolumen
erfolgt, wenn das Hauptventil nach Beendigung der Haupteinspritzung verschlossen ist.
Dadurch erübrigt sich vorteilhafterweise eine separate Niederdruckförderpumpe für
die Voreinspritzmenge des Brennstoffes, denn die Auffüllung des Voreinspritzkolbenraumes
erfolgt über die in der Haupteinspritzleitung befindliche Brennstoffmenge.
[0007] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist eine Druckleitung vom Pumpenraum der
Einspritzpumpe zur pumpenraumseitigen Stirnfläche des Voreinspritzkolbens vorgesehen.
Diese Stirnfläche ist vorzugsweise größer als der wirksame Querschnitt der Druckleitung.
Bei Erreichen eines bestimmten Schwellendruckes im Pumpenraum, der den Voreinspritzkolben
entgegen dessen Federkraft und dem Standdruck im Voreinspritzkolbenraum in Bewegung
setzt, wirkt der Pumpenraumdruck nach geringfügigem Anheben des Voreinspritzkolbens
schlagartig auf die größere Fläche des ganzen Kolbendurchmessers. Durch das hierdurch
erfolgende schlagartige Anwachsen der Druckkraft springt der Voreinspritzkolben auf
und erzeugt eine Druckwelle, die sich über die Voreinspritzleitung bis zur Voreinspritzdüse
fortpflanzt. Dieses Merkmal der erfindungsgemäßen Vorrichtung beinhaltet den wesentlichen
Vorteil der Erfindung: Die Erzeugung einer Druckwelle bestimmter Höhe in der Voreinspritzleitung
fast unabhängig von der Drehzahl der Einspritzpumpe.
[0008] Vorzugsweise sind die Voreinspritzleitung und die Haupteinspritzleitung hinsichtlich
ihrer Länge zur Erzielung einer gewünschten Spreizung zwischen Vor- und Haupteinspritzung
aufeinander abgestimmt.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, daß die Öffnungsdrücke
des Voreinspritzventils und des Haupteinspritzventils zur Erzielung einer gewünschten
Spreizung zwischen Vor- und Haupteinspritzung aufeinander abgestimmt sind.
[0010] Weiterhin von Vorteil ist, daß die Einspritzpumpe, das Hauptdruckventil und der Voreinspritzkolbenraum
eine kompakte bauliche Einheit bilden. Somit läßt sich die Anzahl und Größe der am
Motor anzubauenden Vorrichtungen weitestgehend minimieren. Insbesondere sind statt
der bisher verwendeten drei Bauteile - Hochdruckeinspritzpumpe, Niederdruckförderpumpe
und Kraftstoffeinspritzvorrichtung - nur noch eine einzige, alle drei Funktionen ausführende
Vorrichtung erforderlich. Dadurch werden weiterhin die Längen der benötigten Zuleitungen
minimiert. Ferner wird der Herstellungs-, Einbau- und Wartungsaufwand gegenüber den
bekannten Vorrichtungen reduziert.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung weiter erläutert.
Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzvorrichtung nebst
Einspritzventilen,
- Fig. 2
- einen schematischen Längsschnitt durch die Brennstoffeinspritzvorrichtung.
[0012] In Fig. 1 ist schematisch die Brennstoffeinspritzvorrichtung 1 gezeigt, die im wesentlichen
aus einer Einspritzpumpe 2 und einem an diesen angeflanschten Einspritzmengenverteilkopf
3 besteht. Mit diesen verbunden ist einerseits eine Haupteinspritzleitung 4, die mit
einem Haupteinspritzventil 5 kommuniziert. Weiterhin zweigt vom Einspritzverteilkopf
3 eine Voreinspritzleitung 6 ab, die wiederum mit einem Voreinspritzventil 7 gekoppelt
ist.
[0013] In Fig. 2 ist die aus der Einspritzpumpe 2 und dem darin angebrachten Einspritzverteilkopf
3 bestehende Brennstoffeinspritzvorrichtung 1 im schematischen Längsschnitt zu sehen.
Die Einspritzpumpe 2 besteht aus einem Pumpengehäuse 8, in dem eine Kolbenführung
9 eingepaßt ist. Zwischen Pumpengehäuse 8 und Kolbenführung 9 ist ein ringförmiger
Saugraum 10 eingelassen, der mit einem nicht dargestellten Brennstoffvorratsbehälter
kommuniziert. Die Kolbenführung 9 weist einen zentralen Pumpenraum 11 auf, in dem
ein Pumpenkolben 12 oszillierend bewegbar ist. Der Pumpenkolben 12 wird über eine
nicht dargestellte Nockenkinematik oszillierend bewegt.
[0014] Der Pumpenraum 11 steht über Steuerbohrungen 13 mit dem Saugraum 10 in Verbindung,
wobei Brennstoff bei einer abwärtigen Bewegung des Pumpenkolbens 12 aus dem Saugraum
10 über die Steuerbohrungen 13 in den Pumpenraum 11 angesaugt wird. Der Pumpenkolben
12 weist Steuerkanten 14 und 15 auf, mittels denen in bekannter Weise Beginn und Ende
des Druckhubes steuerbar sind. Hierzu ist in bekannter Weise der Pumpenkolben 12 in
Umfangsrichtung um einen gewissen Winkel drehbar.
[0015] Der Pumpenraum 11 steht über eine Hauptbohrung 16 mit einer Haupteinspritzleitung
4 in Verbindung, wobei zwischen Hauptbohrung 16 und Haupteinspritzleitung 4 ein Hauptventil
18 vorgesehen ist, das einen Schließzylinder 19 aufweist, der durch eine Druckfeder
20 gegen eine ringförmige Dichtschulter 21 zum Verschließen der Hauptbohrung 16 gedrückt
ist.
[0016] Im Einspritzverteilkopf 3 ist ferner ein Voreinspritzkolbenraum 22 vorgesehen, der
gegenüber dem Druckpumpenraum 11 durch den Voreinspritzkolben 23 verschlossen ist.
Der Voreinspritzkolben 23 ist über die Druckfeder 24 gegen eine zweite Dichtschulter
25 gedrückt. Die mit dem Pumpenraum 11 verbundene Druckleitung 26 weist dabei einen
geringeren Durchmesser und somit eine geringere Fläche auf als die Stirnfläche des
Voreinspritzkolbens 23.
[0017] Der Voreinspritzkolbenraum 22 steht ferner einerseits mit einer Voreinspritzleitung
6 in Verbindung, die, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit dem Voreinspritzventil 7 gekoppelt
ist. Außerdem steht der Voreinspritzkolbenraum 22 über den Verbindungskanal 27 mit
der Haupteinspritzleitung 4 in Verbindung.
[0018] Der Pumpenraum 11 ist ferner über eine Überdruckbohrung 28 mit einem antiparallel
zum Hauptventil 18 geschalteten Überdruckventil 29 verbunden, wobei die Druckseite
des Überdruckventils 29 mittels der Leitung 30 mit der Haupteinspritzleitung 4 kommuniziert.
[0019] Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzvorrichtung ist wie folgt:
Der Pumpenkolben 12 befinde sich - wie in Fig. 2 dargestellt - in seinem unteren Totpunkt.
Der Füllungsvorgang von Brennstoff aus dem Saugraum 10 über die Steuerbohrungen 13
in den Pumpenraum 11 ist abgeschlossen, d. h., dieser ist mit Brennstoff gefüllt.
Der Pumpenkolben 12 bewegt sich anschließend wieder in den Pumpenraum 11 hinein, wobei
solange kein Druckaufbau im Pumpenraum 11 stattfindet, bis die vordere Steuerkante
14 des Pumpenkolbens 12 die Steuerbohrungen 13 verschlossen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt
fließt ein Teil des Brennstoffes wieder in den Saugraum 10 ab. Der Schließzylinder
19 des Hauptventiles 18 sowie der Voreinspritzkolben 23 werden währenddessen durch
den gemeinsamen Standdruck in den Einspritzleitungen 4 und 6 sowie durch die Federkraft
der Druckfedern 20 und 24 in ihrer unteren Endlage gehalten, wobei der Schließzylinder
19 die Hauptbohrung 16 entlang der Dichtschulter 21 gegenüber der Haupteinspritzleitung
4 abdichtet.
[0020] Etwa zum Zeitpunkt des Verschließens der Steuerbohrungen 13 durch die Steuerkante
14 des Pumpenkolbens 12 wird im Pumpenraum 11 derjenige Förderdruck erreicht, der
die den Voreinspritzkolben 23 zuhaltenden Kräfte überwindet.
[0021] Der zum Öffnen des Voreinspritzkolbens 23 erforderliche Druck im Pumpenraum wirkt
nur auf die vom Dichtungsquerschnitt der Druckleitung 26 gebildete Fläche und muß
deshalb größer sein als der Standdruck der Einspritzleitungen 4 und 6, welcherauf
die größere Fläche der Dichtschulter 25 wirkt und zusätzlich noch durch die Kraft
der Druckfeder 24 unterstützt wird.
[0022] Hat sich der Voreinspritzkolben 23 durch diesen ausreichenden Druck im Pumpenraum
11 geringfügig angehoben, dann ist die Dichtung am Dichtdurchmesser der Druckleitung
26 nicht mehr wirksam, und der Pumpenraumdruck wirkt nun schlagartig auf die größere
Stirnfläche des Voreinspritzkolbens 23, nachdem dieser von der zweiten Dichtschulter
25 abgehoben hat.
[0023] Der Voreinspritzkolben 23 springt auf und erzeugt eine Druckwelle, die sich über
die Voreinspritzleitung 6 bis zum Voreinspritzventil 7 fortpflanzt. Der Voreinspritzkolben
23 bewegt sich entgegen der Kraft der Druckfeder 24 unter Verdrängung des im Voreinspritzkolbenraum
22 befindlichen Brennstoffes vornehmlich in die Voreinspritzleitung 6 solange, bis
dessen ringförmiger Dichtflansch 31 an der Dichtfläche 32 des Einspritzverteilkopfes
3 anliegt. Dadurch wird der Verbindungskanal 27 verschlossen, so daß die Voreinspritzleitung
6 gegenüber der Haupteinspritzleitung 4 abgedichtet ist. Die Brennstoffmenge der Voreinspritzung
wird durch den Hub des Voreinspritzkolbens 23 bestimmt.
[0024] Die Brennstoffmenge im Pumpenraum 11 besitzt im Zeitpunkt der Voreinspritzung noch
keine Abflußmöglichkeit, so daß sich der Druck im Pumpenraum 11 noch weiter aufbaut.
Dies geschieht solange, bis der Förderdruck auch die am Schließzylinder 19 anstehenden
Gegenkräfte aus Standdruck in der Haupteinspritzleitung 4 und Federkraft der Druckfeder
20 überwindet. Sodann bewegt sich der Schließzylinder 19 nach oben an seinen oberen
Anschlag 33 und die Förderung der Haupteinspritzmenge erfolgt aus dem Pumpenraum 11
über die Hauptbohrung 16 und ein Kanalsystem 34 im Inneren des Schließzylinders zur
Haupteinspritzleitung 4, von der die Einspritzung über das Haupteinspritzventil 5
erfolgt. Die Haupteinspritzung erfolgt nach Abschluß der Voreinspritzung und Aufwärtsbewegung
des Schließzylinders 19 solange, bis die hintere Steuerkante 15 des Pumpenkolbens
12 den Pumpenraum 11 wieder mit der Steuerbohrung 13 verbindet, so daß der verbleibende
Kraftstoff wieder in den Saugraum 10 entweicht.
[0025] Die Druckdifferenz zwischen dem Pumpenraum 11 und der Haupteinspritzleitung 4 ist
durch das antiparallel zum Hauptventil 18 eingebaute Überdruckventil 29 einstellbar.
Nach einem gewissen Druckabfall durch die Öffnung der Steuerbohrungen 13 bewegt sich
der Schließzylinder 19 nach unten und dichtet die Haupteinspritzleitung 4 gegenüber
dem Pumpenraum 11 an der Dichtschulter 21 ab. Bis sich der Standdruck in den Einspritzleitungen
4 und 6 eingestellt hat, ist der Voreinspritzkolben 23 durch die Kraftwirkung der
Druckfeder 24 und der Druckdifferenz zwischen den Einspritzleitungen 4 und 6 und dem
Pumpenraum 11 in seine untere Endlage zurückgekehrt.
[0026] Der Voreinspritzkolbenraum 22 füllt sich mit Brennstoff, der über den Verbindungskanal
27 aus der Haupteinspritzleitung 4 in den Voreinspritzkolbenraum 22 zufließt. Parallel
fließt Brennstoff aus der Haupteinspritzleitung 4 bis zum Erreichen des eingestellten
Standdruckes am Überdruckventil 29 über die Überdruckbohrung 28 zurück in den Pumpenraum
11. Durchfährt der Pumpenkolben 12 seinen oberen Totpunkt, beginnt der Saughub. Der
Pumpenraum 11 füllt sich dabei mit Kraftstoff aus dem Saugraum 10, sofern die Steuerbohrungen
13 nicht gerade vom Pumpenkolben 12 verschlossen sind. Nach Durchfahren des unteren
Totpunktes durch den Pumpenkolben 12 ist die Brennstoffeinspritzvorrichtung 1 bereit
für einen neuen Einspritzvorgang.
1. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer Einspritzpumpe
zur Förderung einer Haupteinspritzmenge über eine Haupteinspritzleitung (4) und mit
einem mit einer Voreinspritzleitung (6) gekoppelten Voreinspritzkolbenraum (22), in
dem ein von der Einspritzpumpe gegen eine Federkraft hydraulisch beaufschlagter Voreinspritzkolben
(23) arbeitet und mit einem Hauptventil (18) zwischen Einspritzpumpe (2) und Haupteinspritzleitung
(4), wobei die Geometrie und Federkraft des Voreinspritzkolbens (23) so bemessen ist,
daß die Förderung der Voreinspritzmenge vor Öffnung des Hauptventils (18) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Haupteinspritzleitung (4) über einen Verbindungskanal
(27) mit dem Voreinspritzkolbenraum (22) kommuniziert und der Voreinspritzkolben (23)
bei Be endigung der Voreinspritzung den Verbindungskanal (27) zwischen Haupteinspritzleitung
(4) und Voreinspritzkolbenraum (22) unterbricht.
2. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckleitung
(26) vom Pumpenraum (11) der Einspritzpumpe (2) zur pumpenraumseitigen Stirnfläche
des Voreinspritzkolbens (23) führt.
3. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die pumpenraumseitige
Stirnfläche des Voreinspritzkolbens (23) größer ist als der wirksame Querschnitt der
Druckleitung (26).
4. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Voreinspritzleitung (6) und die Haupteinspritzleitung (4) hinsichtlich ihrer
Länge zur Erzielung einer gewünschten Spreizung zwischen Vor- und Haupteinspritzung
aufeinander abgestimmt sind.
5. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungsdrücke des Voreinspritzventils (7) und des Haupteinspritzventils (5)
zur Erzielung einer gewünschten Spreizung zwischen Vor- und Haupteinspritzung aufeinander
abgestimmt sind.
6. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überdruckventil
(29) antiparallel zum Hauptventil (18) vorgesehen ist.
7. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hauptventil (18) einen federgespannten Schließzylinder (19) aufweist, der
in seiner Durchflußstellung den Verbindungskanal (27) sperrt.
8. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspritzpumpe (2), das Hauptventil (18) und der Voreinspritzkolbenraum (22)
eine kompakte bauliche Einheit bilden.
1. Fuel injection device for an internal combustion engine having an injection pump for
supplying a main injection amount via a main injection line (4) and having a pre-injection
piston chamber (22) which is coupled to a pre-injection line (6) and in which chamber
there works a pre-injection piston (23) hydraulically acted on by the injection pump
against spring force and having a main valve (18) between the injection pump (2) and
the main injection line (4), wherein the geometry and spring force of the pre-injection
piston (23) is dimensioned so that the pre-injection amount is supplied before the
main valve (18) is opened, characterised in that the main injection line (4) communicates
via a communication channel (27) with the pre-injection piston chamber (22), and when
pre-injection is ended the pre-injection piston (23) interrupts the communication
channel (27) between the main injection line (4) and the pre-injection piston chamber
(22).
2. Fuel injection device according to claim 1, characterised in that a pressure line
(26) leads from the pump chamber (11) of the injection pump (2) to the front face
of the pre-injection piston (23) on the pump chamber side.
3. Fuel injection device according to claim 2, characterised in that the front face of
the pre-injection piston (23) on the pump chamber side is larger than the effective
cross-section of the pressure line (26).
4. Fuel injection device according to one of the preceding claims, characterised in that
the pre-injection line (6) and the main injection line (4) are matched to each other
with respect to their length for obtaining a desired spread between the pre- and the
main injection.
5. Fuel injection device according to one of the preceding claims, characterised in that
the opening pressures of the pre-injection valve (7) and the main injection valve
(5) are matched to each other for obtaining a desired spread between the pre- and
the main injection.
6. Fuel injection device according to claim 1, characterised in that an excess pressure
valve (29) is provided antiparallel to the main valve (18).
7. Fuel injection device according to one of the preceding claims, characterised in that
the main valve (18) has a spring-loaded lock cylinder (19) which in its throughflow
position blocks the communication channel.
8. Fuel injection device according to one of the preceding claims, characterised in that
the injection pump (2), the main valve (18) and the pre-injection piston chamber (22)
form a compact structural unit.
1. Dispositif d'injection de combustible pour un moteur à combustion interne, comprenant
une pompe d'injection pour refouler un volume d'injection principale par l'intermédiaire
d'une conduite (4) d'injection principale, comprenant une chambre (22) de piston de
préinjection qui est reliée à une conduite de préinjection (6) et dans laquelle évolue
un piston de préinjection (23) sollicité hydrauliquement par la pompe d'injection
à l'encontre d'une force élastique, et comprenant une valve principale (18) implantée
entre la pompe d'injection (2) et une conduite (4) d'injection principale, la géométrie
et la force élastique du piston de préinjection (23) étant calculées de façon que
le volume de préinjection soit admis avant l'ouverture de la valve principale (18),
caractérisé en ce que la conduite (4) d'injection principale communique avec la chambre
(22) du piston de préinjection par un canal de liaison (27), et en ce que, à l'issue
de la préinjection, le piston de préinjection (23) ferme le canal de liaison (27)
situé entre la conduite (4) d'injection principale et la chambre (22) du piston de
préinjection.
2. Dispositif d'injection de combustible selon la revendication 1, caractérisé en ce
qu'une conduite de pression (26) mène de la chambre de pompe (11) de la pompe d'injection
(2) à la surface frontale, côté chambre de pompe, du piston de préinjection (23).
3. Dispositif d'injection de combustible selon la revendication 2, caractérisé en ce
que la surface frontale, côté chambre de pompe, du piston de préinjection (23) est
plus grande que la section transversale utile de la conduite de pression (26).
4. Dispositif d'injection de combustible selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la longueur de la conduite de préinjection (6) et celle de la
conduite (4) d'injection principale sont adaptées l'une à l'autre pour ménager une
plage souhaitée entre la préinjection et l'injection principale.
5. Dispositif d'injection de combustible selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la pression d'ouverture de la valve de préinjection (7) et celle
de la valve (5) d'injection principale sont adaptées l'une à l'autre pour ménager
une plage souhaitée entre la préinjection et l'injection principale.
6. Dispositif d'injection de combustible selon la revendication 1, caractérisé en ce
qu'il est prévu une valve de surpression (29) montée en opposition à la valve principale
(18).
7. Dispositif d'injection de combustible selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la valve principale (18) comporte un cylindre de fermeture (19)
à sollicitation élastique qui, à l'état passant, obture le canal de liaison (27).
8. Dispositif d'injection de combustible selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la pompe d'injection (2), la valve principale (18) et la chambre
(22) du piston de préinjection forment une unité structurelle compacte.

