(19)
(11) EP 0 426 886 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.10.1993  Patentblatt  1993/42

(21) Anmeldenummer: 89120539.5

(22) Anmeldetag:  07.11.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65H 67/06

(54)

Betriebsverfahren und Vorrichtung zur Übergabe einerseits von Einzelspulen oder Spulengruppen von einer Spulmaschine oder einer Fach- oder Spinnmaschine an eine Spulentransporteinrichtung und andererseits von leeren Spulenhülsen von der Transporteinrichtung an die Spulmaschine oder die Fach- oder Spinnmaschine

Method of operation and apparatus for transferring, on the one side, bobbins from a winding, assembling or spinning machine to a bobbin conveyer and, on the other side, empty bobbins from the conveyer to the winding, assembling or spinning machine

Procédé de fonctionnement et dispositif pour le transfert d'une part de bobines simples ou groupes de bobines d'un bobinoir, d'une assembleuse ou d'un métier à filer à un dispositif de transport de bobines et d'autre part de bobines vides du dispositif de transport au bobinoir, l'assembleuse ou le métier à filer


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.05.1991  Patentblatt  1991/20

(73) Patentinhaber: Palitex Project-Company GmbH
D-47804 Krefeld (DE)

(72) Erfinder:
  • Inger, Siegfried, Dipl.-Ing.
    D-4154 Tönisvorst (DE)
  • Leupers, Wolfgang, Dipl.-Ing.
    D-4050 Mönchengladbach 1 (DE)

(74) Vertreter: Sroka, Peter-Christian, Dipl.-Ing. et al
Patentanwalt Postfach 11 10 38
40510 Düsseldorf
40510 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 026 160
DE-A- 3 240 822
GB-A- 1 355 784
DE-A- 2 225 673
DE-A- 3 802 900
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren und eine Vorrichtung zur Übergabe einerseits von auf einen Spulenadapter aufgesteckten Einzelspulen oder Spulengruppen von z.B. einer Spulmaschine an eine Spulentransporteinrichtung und andererseits von leeren Spulenhülsen von der Transporteinrichtung an die Spulmaschine. Die Spulentransporteinrichtung kann einer weiterverarbeitenden Textilmaschine, beispielsweise einer Spul- oder Fachmaschine oder einer Doppeldraht-Zwirnmaschine, zugeordnet sein oder einen Teil einer derartigen weiterverarbeitenden Textilmaschine sein.

    [0002] Eine in der EP-A- 0 026 160 beschriebene Übergabevorrichtung dient dazu, jeweils zwei axial ausgerichtete, hintereinander liegende Einzelspulen mittels eines Spulenadapters zu einer Spulengruppe zusammenzufassen, die man anschließend unter dem Einfluß der Schwerkraft in einen Speicher oder einen Sammelwagen fallen läßt. Die einzelnen Spulenadapter werden vorher aus einem Spulenmagazin entnommen. Für die Weiterverarbeitung müssen die in dem Speicher oder Sammelwagen abgelegten Spuleneinheiten erneut wieder erfaßt werden, wobei sich für die schonende Entnahme dieser Spuleneinheiten aus dem Spulenmagazin praktisch nur eine Entnahme per Hand eignet.

    [0003] Die DE-A- 38 02 900 behandelt eine Spulenübergabe- bzw. Spulenumsetzvorrichtung zum Verbinden eines Spulautomaten mit einer Doppeldraht-Zwirnmaschine. Es handelt sich dabei insbesondere um eine Vorrichtung, bei der die Spulen mittels eines Greifers von einem der Spulmaschine zugeordneten Förderband abgenommen und nach Veränderung der Achslage der Spulen auf Spulenträgern eines um die Doppeldraht-Zwirnmaschine umlaufenden Förderbandes abgegeben werden.

    [0004] Die DE-A- 32 40 822 behandelt eine einer Ringspinnmaschine zugeordnete Übergabevorrichtung, durch welche Vorgarnspulen von einem Spulentransportwagen abgenommen und auf eine entlang dem Spulengatter der Ringzwirnmaschine verlaufende Transporteinrichtung aufgesteckt werden.

    [0005] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Spulmaschine derart mit einer anschließenden weiterverarbeitenden Textilmaschine, beispielsweise Doppeldraht-Zwirnmaschine, zu koppeln, daß mit geringem Aufwand einerseits voll bewickelte Spulen von der Spulmaschine an die nachfolgende Maschine übergeben werden, während andererseits von dieser nachfolgenden Maschine zurückgeförderte Leerhülsen wieder der Spulmaschine zugeführt werden.

    [0006] Zur Lösung dieser Aufgabe dient das im Patentanspruch 1 beschriebene Betriebsverfahren, während die Unteransprüche Vorrichtungen und Vorrichtungsteile zur Durchführung dieses Betriebsverfahrens zum Inhalt haben.

    [0007] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
    Fig. 1
    in schematischer Darstellung eine Anordnung der zu verbindenden Maschinengruppen mit zwischengeschalteter erfindungsgemäßer Übergabevorrichtung;
    Fig. 2
    teilweise im Schnitt eine isometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Spulenübergabevorrichtung;
    Fig. 3
    teilweise im Schnitt eine isometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Spulenübergabevorrichtung in Zuordnung zu einer Hülsenabnahme- und Hülsenreinigungseinrichtung;
    Fig. 4
    in vergrößerter Darstellung eine isometrische Ansicht eines Teiles der erfindungsgemäßen Spulenübergabevorrichtung zur Verdeutlichung bestimmter Einzelaggregate derselben;
    Fig. 5
    teilweise im Schnitt eine Seitenansicht einer Einzelheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
    Fig. 6
    eine Detailansicht einer Arbeitsstation der erfindungsgemäßen Spulenübergabevorrichtung.


    [0008] Das erfindungsgemäße Betriebsverfahren ergibt sich aus der folgenden Beschreibung der erfindungsgemäßen Spulenübergabevorrichtung. Die maschinellen und konstruktiven Einzelheiten der Spulenübergabevorrichtung werden im folgenden im wesentlichen in Verbindung mit der Arbeits- und Funktionsweise der einzelnen Aggregate beschrieben.

    [0009] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung die erfindungsgemäße Spulenübergabevorrichtung 1 als Verbindungs- bzw. Kopplungsglied zwischen schematisch dargestellten Spulmaschinen 2 oder Fach-oder Spinnmaschinen und ebenfalls schematisch dargestellten weiterverarbeitenden Textilmaschinen 3, bei denen es sich beispielsweise um Doppeldraht-Zwirnmaschinen handeln kann. Sowohl bei den Spulmaschinen 2 als auch bei den Textilmaschinen 3 handelt es sich um sogenannte Vielstellenmaschinen.

    [0010] Gemäß Fig. 1 ist den Spulmaschinen 2 ein Förderband 2.1 zugeordnet, mit dem der Übergabevorrichtung 1 voll bewickelte Garnspulen 9 zugeführt werden.

    [0011] Diese Garnspulen 9 werden von der Übergabevorrichtung 1 an eine Hängefördereinrichtung 4 übergeben, mittels der die auf Spulenadapter 5 aufgesteckten Garnspulen 9 an die die Textilmaschinen 3 umlaufende Hängefördereinrichtung 4 übergeben werden. Die Garnspulen werden im Bereich der einzelnen Arbeitsstellen der Textilmaschinen verarbeitet, so daß die auf die Spulenadapter 5 aufgesteckten Leerhülsen 6 anschließend wieder weggefördert werden müssen. Dieses Wegfördern erfolgt ebenfalls mittels der Hängefördereinrichtung 4, von der die Spulenadapter 5 mit den darauf aufgesteckten Leerhülsen 6 wieder mittels der Übergabevorrichtung 1 abgenommen werden. Die Leerhülsen werden dann im Bereich dieser Übergabevorrichtung von den Spulenadaptern 5 abgenommen, gegebenenfalls von verbliebenen Garnresten gereinigt und anschließend an eine Fördereinrichtung 2.2 übergeben, von der die gereinigten Leerhülsen 6′ an die einzelnen Arbeitsstellen der Spulmaschine 2 verteilt werden.

    [0012] Die Bewegungsrichtung der einzelnen Fördereinrichtungen ist in Fig. 1 durch die Pfeile f1 - f6 angedeutet.

    [0013] Gemäß Fig. 2 umfaßt die Hängefördereinrichtung 4 eine Oberschiene, in der eine Förderkette oder ein Förderband geführt ist, an dem in gleichmäßigen Abständen Spulenhängehalter 8 befestigt sind. Die Spulenadapter 5 und die Spulenhängehalter 8 sind in bekannter Weise so gestaltet, daß der Spulenadapter durch ausreichendes Hochfahren relativ zu dem Spulenhängehalter 8 einerseits von diesem freigegeben und andererseits davon ergriffen wird.

    [0014] Gemäß den Fig. 2, 3, 4 und 6 enthält die Spulenübergabevorrichtung 1 im wesentlichen folgende funktionswesentliche Einzelteile:
    Zwei um Vertikalachsen umlaufende Umlenkräder 10 und 11 für ein endloses Transportglied in Form eines Förderriemens 12, wobei das eine Umlenkrad 11 von einem Antriebsaggregat 13 angetrieben wird;
    eine Führungsschiene 14 in Form eines T-Profils die das Transportglied 12 umgibt und parallellaufend zu diesem angeordnet ist, wobei diese Führungsschiene 14 einen langgestreckten, nach außen verschwenkbaren Schienenabschnitt 14.1 und einen in vertikaler Richtung verstellbaren Schienenabschnitt 14.2 (siehe Fig. 6) enthält;
    auf der Führungsschiene 14 geführte Mitnehmer in Form von Schlitten 15 (im vorliegenden Fall vier Schlitten), die Spulenträger in Form von Einsteckdornen 15.1 zum Aufstecken der Spulenadapter 5 tragen und Laufrollen 15.2 aufweisen, mit denen die Schlitten 15 die T-Schenkel des T-Profils der Führungsschiene 14 hintergreifend auf der Führungsschiene geführt sind;
    einerseits an dem Transportglied 12 befestigte Kupplungsorgane 12.1 und andererseits an den Schlitten 15 angebrachte Kupplungsorgane 15.3, die mit den Kupplungsorganen 12.1 zusammenwirken können, um die Schlitten 15 mit dem Transportglied 12 zu kuppeln, derart, daß die Schlitten entlang der Führungsschiene 14 in Richtung der Pfeile f2 vorwärts bewegt werden können;
    ein im einzelnen noch zu beschreibendes Verstellsystem 16, um den verschwenkbaren Schienenabschnitt 14.1 einerseits in Richtung des Pfeiles f7 (siehe Fig. 4) verschwenken und andererseits in Richtung des Pfeiles f8 in horizontaler Richtung hin und her bewegen zu können;
    ein Hubaggregat in Form eines Hubzylinders 17, um den auf und ab bewegbaren Schienenabschnitt 14.2 in Richtung der Pfeile bzw. Doppelpfeile f4 in vertikaler Richtung zu verstellen.

    [0015] Fig 2 zeigt die Spulenübergabevorrichtung 1 teilweise im Schnitt. Zu erkennen sind die oval geführte Führungsschiene 14 mit dem taktweise antreibbaren Transportglied 12, um die Schlitten 15 mit den auf die Einsteckdorne 15.1 aufgesteckten Spulen- oder Hülsengruppen taktweise den einzelnen Arbeitsstationen zuzuführen. Oberhalb der Übergabevorrichtung 1 ist die Hängefördereinrichtung 4 gezeigt.

    [0016] Die Arbeitsstationen entlang der Führungsschiene 14 sind im Uhrzeigersinn beschrieben wie folgt:
    In der Arbeitsstation I wird ein Spulenadapter 5 mit den darauf aufgesteckten Leerhülsen 6 von einem Spulenhängehalter 8 der Hängefördereinrichtung 4 abgenommen. Zwischen den beiden übereinander gesteckten Spulenhülsen 6 befindet sich eine scheibenförmige Ablaufhilfe 7. Diese dient dazu, das Ablaufverhalten der Fäden von den beiden einfach bewickelten Spulen im Bereich der weiterverarbeitenden Textilmaschine zu verbessern.

    [0017] Die zweite Arbeitsstation II befindet sich an dem Eingangsende des verschwenkbaren Schienenabschnitts 14.1, während die dritte Arbeitsstation III im Bereich des Ausgangsendes dieses Schnienenabschnittes 14.1 angeordnet ist. In der zweiten Arbeitsstation werden die Schlitten 15 und die darauf aufgesteckten Spulenadapter 5 mit den darauf befindlichen leeren oder teilweise leeren Spulenhülsen 6 in einer horizontale Stellung verschwenkt. In der Arbeitsstation II werden die Leerhülsen 6 gegebenenfalls zusammen mit der Ablaufhilfe 7 von dem Spulenadapter 5 abgestreift. Dieser Vorgang wird im einzelnen noch beschrieben.

    [0018] In der dritten Arbeitsstation III werden die von dem Förderband 2.1 an einen Hubtisch 18 übergebenen Garnspulen 9 von dem leeren Spulenadapter 5 übernommen. Zur Abnahme der Leerhülsen in der Arbeitsstation II und zur Übernahme von vollen Garnspulen in der Arbeitsstation III wird der verschwenkbare Schienenabschnitt 14.1 in Richtung des Pfeiles f8 in horizontaler Richtung verschwenkt, und zwar angetrieben von dem Verstellsystem 16.

    [0019] Nachdem die Führungsschiene 14 durch Zurückstellen des Schienenabschnittes 14.1 wieder geschlossen ist, kann der mit vollen Garnspulen 9 bestückte Spulenadapter 5 zusammen mit dem Schlitten 15 in die Arbeitsstation IV verstellt werden. Gemäß Fig. 2 ist dieser Arbeitsstation IV eine an den Spulenumfang heranstellbare Saugeinrichtung 19 zugeordnet, mit der die Fadenenden der beiden Spulen 9 aufgesucht und ergriffen werden, um diese Fadenenden in geeigneter Weise beispielsweise am oberen Rand des Spulenadapters 5 festzulegen.

    [0020] Anschließend wird diese vorbereitete Spulengruppe in die Arbeitsposition I bewegt, um diese Spulengruppe durch Hochfahren des Schienenabschnittes 14.2 an einen freien Spulenhängehalter 8 der Hängefördereinrichtung 4 zu übergeben.

    [0021] An diesen auf und ab bewegbaren Schienenabschnitt 14.2 ist eine zwischen seitlichen Führungsrollen 20 geführte Vertikalschiene 21 befestigt, an der die Hubeinrichtung 17 angreift.

    [0022] Nach der Übergabe einer neuen Spulengruppe an die Hängefördereinrichtug verbleibt der Schlitten 15 in einer Höhenlage kurz unterhalb der Hängefördereinrichtung. Diese taktet dann eine Teilung weiter, so daß ein folgender Spulenadapter 5 mit darauf aufgesteckten Leerhülsen durch Hochfahren des Schlittens 15 abgenommen werden kann, um diesen mit Leerhülsen bestückten Spulenhalter nach Herunterfahren des Schlittens 15 bzw. des Schienenabschnittes 14.2 in den Kreislauf zu übergeben, so daß erneut der anhand der Arbeitspositionen II bis IV beschriebene Arbeitszyklus durchgeführt werden kann.

    [0023] Fig. 3 zeigt einen Zustand, bei dem in den Arbeitspositionen I und II die Spulenadapter 5 teilweise mit Garnresten bewickelte Spulenhülsen 6 tragen, während der Spulenadapter 5 in der Arbeitsposition III leer und damit zur Übernahme von voll bewickelten Garnspulen 9 bereit ist. Der Schienenabschnitt 14.1 ist dabei in der aus der Führungsschiene 14 herausgeschwenkten Stellung dargestellt.

    [0024] Durch Ausfahren des Schienenabschnittes 14.1 in Richtung des Pfeiles f8 wird in der Arbeitsposition II der Spulenadapter 5 mit den darauf aufgesteckten Leerhülsen 6 und der Ablaufhilfe 7 in den Bereich der Hülsenabnahmeeinrichtung 22 bewegt. Diese Einrichtung 22 enthält in horizontaler Richtung verstellbare Klemmbacken 23, zwischen die der Spulenadapter 5 mit den Leerhülsen 6 eingefahren wird, derart, daß durch Zusammenfahren der beiden Klemmbacken 23 die an sich untere Hülse 6 festgehalten wird. Sofern eine Ablaufhilfe 7 vorhanden ist, wird ein mittels eines Hubzylinders 24 verschwenkbarer Greifer 25 in eine Stellung unterhalb der noch auf dem Adapter 5 aufgesteckten Ablaufhilfe 7 eingeschwenkt. Dieser Greifer hat die Form einer oben offenen, bogenförmigen Einsteckrille. Danach kann durch Zurückfahren des Schienenabschnittes 14.1 der von dem Einsteckdorn 15.1 des Schlittens 15 festgehaltene Spulenadapter 5 aus den beiden Leerhülsen 6 herausgezogen werden.

    [0025] Die von dem Greifer 25 gehaltene Ablaufhilfe 7 kann dann durch Verschwenken des Greifers 25 in Richtung des Pfeiles f10 zwischen zwei auf dem Hubtisch 18 abgelegte volle Garnspulen 9 eingefügt werden. Der Hubtisch 18 ist zu diesem Zweck mit einem Einfahrschlitz 18.1 zum Einfahren des Greifers 25 versehen.

    [0026] Mit dem Ausfahren des Schienenabschnittes 14.1 wird gleichzeitig in der Arbeitsposition III der leere Spulenadapter 5 in die Hülsen der beiden Garnspulen 9 eingefahren, und zwar gegebenenfalls auch in die eine zentrale Öffnung aufweisende Ablaufhilfe 7. Nachdem die beiden Spulen 9 im Bereich der Arbeitsposition 3 von dem Spulenadapter 5 übernommen worden sind, wird der Hubtisch 18 abgesenkt, um erneut eine aus zwei Spulen 9 bestehende Spulengruppe von dem Förderband 2.1 übernehmen zu können.

    [0027] Nach dem Zurückfahren des Schienenabschnittes 14.1 und nach dem Zurückschwenken in die Führungsschiene 14 ist der geschlossene Antriebskreis wieder hergestellt, so daß das Transportglied 12 um einen Arbeitsschritt weiter getaktet werden kann, um die einzelnen Schlitten 15 in die jeweils folgenden Arbeitspositionen zu bewegen.

    [0028] Nachdem im Bereich der Arbeitsposition II die beiden Leerhülsen von dem Spulenadapter abgestreift worden sind, fällt die obere, in Fig. 3 vorne liegende Hülse 6 unmittelbar in ein Hülsenmagazin 26, während die untere, gegen den Adapterfuß anliegende Hülse 6 nach Öffnen der Klemmbacken 23 in das gleiche Magazin hineinfällt. Die im Magazin 26 befindlichen, gegebenenfalls noch teilweise bewickelten Hülsen 6 werden der Reihe nach von einem Hubtisch 28 übernommen, hochgefahren und an einen Spreizdorn übergeben, der die Hülse von innen ergreift und durch Spreizen festklemmt. Danach wird die schematisch dargestellte Schneideinrichtung 29 aktiviert, die ein rotierendes Trennmesser aufweist. Durch Entlangfahren des Trennmessers an einer Mantellinie der mittels des Spreizdornes festgehaltenen Hülse 6 werden auf der Hülse 6 noch befindliche Fadenlagen durchgetrennt, die mittels der Saugeinrichtung 30 abgesaugt und weggefördert werden können. Nachdem die Schneideinrichtung 29 wieder in ihre Ausgangslage zurückgefahren ist, wird die Hülse 6 von dem Spreizdorn freigegeben.

    [0029] Während des Absenkens des Hubtisches 28 zwecks Überahme einer weiteren Hülse aus dem Hülsenmagazin 26 wird die gereinigte Hülse 6′ durch Öffnen einer seitlichen Klappe 31 von dem Hubtisch seitlich auf das Transportband 2.2 übergeben, so daß die gereinigten Hülsen 6′ anschließend gemäß Fig. 1 wieder den einzelnen Spulstellen der Spulmaschine 2 zugeführt werden können.

    [0030] Zeitlich parallel zur Hülsenreinigung werden voll bewickelte Garnspulen 9 auf den Hubtisch 18 gefördert und nach Hochfahren des Hubtisches 18 in eine Stellung gebracht, in der sie erneut von einem folgenden leeren Spulenadapter 15 aufgenommen werden können. Nach Ablegen von zwei Garnspulen 9 auf dem Hubtisch 18 wird, wie beschrieben, eine neue Ablaufhilfe 7 zwischen die beiden Garnspulen 9 eingesetzt.

    [0031] Fig. 4 zeigt das Verstellsystem 16 zum Herausschwenken des Schienenabschnittes 14.1 aus der durch die Führungsschiene 14 gebildeten Förderbahn und zum horizontalen Verschieben dieses Führungsabschnittes in Richtung des Pfeiles f8. Dieses Verstellsystem besteht aus zwischen Führungsrollen 32 verschiebbaren Schlitten in Form von zwei Horizontalschienen 33 (in Fig. 4 ist nur eine dieser Horizontalschienen dargestellt) und einer zwischen diesen Horizontalschienen 33 befestigten Quertraverse 34. An dem hinteren Ende dieser Quertraverse 34 greift ein schwenkbar gelagerter Hubzylinder 35 an. An der Quertraverse 34 ist weiterhin ein Kurbeltrieb 36 für eine Pleuel stange 37 gelagert. Diese Pleuelstange 37 greift mit ihrem vorderen Ende an dem einen Hebelarm eines um die Horizontalachse 38 verschwenkbaren Hebelsystems 39 an, an dessen zweitem Hebelarm der Schienenabschnitt 14.1 angebracht ist.

    [0032] Durch Aktivieren des Kurbeltriebes 36 kann der Schienenabschnitt 14.1 um die Horizontalachse 38 aus der durch die Führungsschiene 14 gebildeten Förderbahn herausgeschwenkt werden. Durch Aktivieren des Hubzylinders 35 kann dieser Schienenabschnitt 14.1 in Richtung des Pfeiles f8 in horizontaler Richtung ausgefahren werden, um die Arbeitsschritte in den Arbeitspositionen II und III ausführen zu können.

    [0033] Der Verstellmechanismus 10 ist nochmals schematisch in Fig. 5 dargestellt.

    [0034] Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt insbesondere darin, daß die einzelnen Arbeitsschritte auf vier Arbeitspositionen bzw. Arbeitstakte verteilt sind. Damit läßt sich die Leistung der Übergabevorrichtung beträchtlich erhöhen, indem eine Spulenvorbereitungsstation mehrere Spulenvorbereitungsmaschinen sowie auch mehrere weiterverarbeitende Textilmaschinen, beispielsweise Doppeldraht-Zwirnmaschinen, versorgen kann.


    Ansprüche

    1. Betriebsverfahren zur Übergabe einerseits von auf einen Spulenadapter (5) aufgesteckten Einzelspulen (9) oder Spulengruppen (9.9) von einer Spulmaschine oder einer Fach- oder Spinnmaschine (2) an eine Spulentransporteinrichtung (4) und andererseits von leeren Spulenhülsen (6) von der Transporteinrichtung (4) an die Maschine (2), dadurch gekennzeichnet, daß man eine Spulen- und Hülsenübergabevorrichtung (1) verwendet, die in der Lage ist, in mehreren, vorzugsweise vier Arbeitspositionen taktweise aufeinanderfolgend mehrere Arbeitsschritte durchzuführen, derart, daß

    1. in einer ersten Arbeitsposition (I) ein auf und ab bewegbarer Mitnehmer (15) auf Spulenadapter (5) aufgesteckte Leerhülsen (6) von einer oberhalb der Übergabevorrichtung (1) umlaufenden Hängefördereinrichtung (4) abnimmt und in den Bereich einer Förderbahn (14) nach unten fördert, die zu einer

    2. zweiten Arbeitsposition (II) führt, die im Bereich einer Hülsenabnahme- und Hülsenreinigungseinrichtung (22, 27) liegt und in der der Mitnehmer (15) um 90o gekippt wird, um die die Leerhülsen (6) tragenden Spulenadapter (5) in eine im wesentlichen horizontale Lage zu verschwenken, in der die Leerhülsen (6) mittels der Hülsenabnahmeeinrichtung (22) von den Spulenadaptern (5) abgezogen werden, bevor sie mittels der Reinigungsvorrichtung (27) gereinigt werden, daß

    3. im Bereich einer folgenden dritten Arbeitsstation (III) auf die horizontal ausgerichteten Spulenadapter (5) voll bewickelte Einzelspulen (9) oder Spulengruppen (9.9) aufgeschoben werden, bevor die Spulenadapter (5) mit den darauf aufgesteckten Spulen wieder in die Vertikalstellung zurückgeschwenkt werden, und daß

    4. in einer vierten Arbeitsposition (IV) die freien Fadenenden der voll bewickelten Spulen erfaßt und an geeigneter Stelle der Spulenadapter (5) festgelegt werden, und daß

    5. der Mitnehmer (15) mit den voll bewickelten Spulen im Kreislauf wieder in den Bereich der ersten Arbeitsposition (I) gefördert wird, um nach Hochfahren des Mitnehmers (15) den Spulenadapter (5) mit der oder den voll bewickelten Spulen (9) wieder an die Hängefördereinrichtung (4) zu übergeben, wobei die Reinigungseinrichtung (27) der Eingangsseite der Maschine (2) unmittelbar vorgeschaltet ist, um die gereinigten Hülsen (6′) den einzelnen Spulstellen der Spulmaschine zuzuführen, während die dritte Arbeitsposition dem Spulenabgabeende der Spulmaschine zugeordnet ist.


     
    2. Vorrichtung zur Übergabe von Einzelspulen oder Spulengruppen von einer Spulmaschine oder einer Fach- oder Spinnmaschine (2) an eine Spulentransporteinrichtung (4), mit einem umlaufenden endlosen Transportglied (12) für Spulenträger (15.1), die zwischen vertikal und horizontal ausgerichteten Stellungen hin und her beweglich sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie parallellaufend zu dem Transportglied (12) eine demgegenüber stationäre Führungsschiene (14) aufweist, auf der die Spulenträger (15.1) tragende Schlitten (15) geführt sind, die mit dem Transportglied (12) kuppelbar sind, und daß die Führungsschiene mindestens einen relativ zu dem übrigen Teil der Führungsschiene verstellbaren Schienenabschnitt (14.1, 14.2) aufweist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein aus der Förderebene der Führungsschiene (14) herausschwenkbarer Schienenabschnitt (14.1) vorgesehen ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schienenabschnitt (14.1) in der aus der Förderebene der Führungsschiene (14) herausgeschwenkten Stellung im wesentlichen parallel zu der genannten Förderebene und senkrecht nach außen zur Umlaufbahn des Transportgliedes (12) hin und her bewegbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein senkrecht zur Förderebene der Führungsschiene (14) verstellbarer Schienenabschnitt (14.2) vorgesehen ist.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen senkrecht zur Förderebene der Führungsschiene (14) verstellbaren Schienenabschnitt (14.2) und mindestens einen Schienenabschnitt (14.1) gemäß Anspruch 3 oder 4 aufweist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportglied (12) um zwei im Abstand voneinander gelagerte Umlenkräder (10, 11) herumgeführt ist, von denen mindestens eines antreibbar ist.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Förderebene der Führungsschiene (14) herausschwenkbare Schienenabschnitt (14.1) ein Teil eines geradlinig verlaufenden Abschnittes der Führungsschiene (14) ist.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (14) in einer horizontal ausgerichteten Ebene verläuft und einen um eine Horizontalachse im wesentlichen um 90o nach außen verschwenkbaren Schienenabschnitt (14.1) umfaßt, der in dieser nach außen verschwenkten Stellung in horizontaler Richtung hin und her bewegbar ist, und daß ein weiterer Schienenabschnitt (14.2) der Führungsschiene (14) in vertikaler Richtung auf und ab bewegbar ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (14) die Form eines T-Profils hat und die Schlitten (15) die T-Schenkel des T-Profils hintergreifend entlang dieser Führungsschiene geführt sind.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitten (15) Spulenträger in Form von Einsteckdornen (15.1) tragen.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schienenabschnitt (14.1) schwenkbar an einem in horizontaler Richtung verschiebbaren Schlitten (33, 34) gelagert ist, und daß an diesem Schienenabschnitt mit dem einen Ende eine Pleuelstange (37) angreift, deren anderes Ende an einen an dem Schlitten (33, 34) gelagerten Kurbeltrieb (36) angreift.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlitten (33, 34) ein im wesentlichen in horizontaler Richtung wirkender Hubzylinder (35) angreift.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in vertikaler Richtung verstellbaren Schienenabschnitt (14.2) ein in vertikaler Richtung wirkender Hubzylinder (17) angreift.
     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in vertikaler Richtung verstellbaren Schienenabschnitt (14.2) eine zwischen seitlichen Führungsrollen (20) geführte Vertikalschiene (21) befestigt ist, an der der Hubzylinder (17) angreift.
     
    16. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Führungsschiene (14) mehrere, insbesondere vier Schlitten (15) geführt sind und das Transportglied (12) taktweise so antreibbar ist, daß die einzelnen Schlitten bei jedem Antriebstakt aufeinanderfolgend in die Arbeitsposition gebracht werden, die vorher von dem jeweils vorlaufenden Schlitten eingenommen gewesen ist.
     
    17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß in Umlaufrichtung des Transportgliedes betrachtet die erste Arbeitsposition (I) durch den in vertikaler Richtung verstellbaren Schienenabschnitt (14.2) definiert ist, der einerseits zwecks Abnahme eines eine Einzelhülse (6) oder eine Hülsengruppe (6,6) tragenden Spulenadapters (5) von einer Spulen-Hängefördereinrichtung (4) und andererseits zwecks Übergabe eines eine voll bewickelte Einzelspule (9) oder Spulengruppe (9,9) tragenden Spulenadapters (5) an die Spulen-Hängefördereinrichtung (4) unterhalb dieser Hängefördereinrichtung liegt, daß die zweite Arbeitsposition (II) den einem Ende des verschwenkbaren Schienenabschnittes (14.1) zugeordnet ist und diese Arbeitsposition im Bereich einer Einrichtung einerseits zum Abnehmen (22) der leeren Einzelhülsen oder Hülsengruppen von dem Spulenadapter (15) und andererseits zum Reinigen (27) der Spulenhülsen gegenüberliegt, daß die dritte Arbeitsposition (III) dem anderen Ende des verschwenkbaren Schienenabschnittes (14.1) zugeordnet ist, um voll bewickelte Einzelspulen oder Spulengruppen von der Spulmaschine (2) zu übernehmen, während der vierten Arbeitsposition (IV) eine Wartungseinrichtung (19) zugeordnet ist, um die freien Fadenenden der voll bewickelten Spulen aufzusuchen und im Bereich des Spulenadapters festzulegen, und daß anschließend im Bereich der ersten Arbeitsposition (I) der die voll bewickelten Spulen tragende Spulenadapter zwecks Übergabe an die Hängefördereinrichtung wieder nach oben fahrbar ist.
     
    18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenreinigungseinrichtung dem Eingangsende der Spulmaschine zugeordnet ist, derart, daß die gereinigten Hülsen wieder unmittelbar den einzelnen Spulstellen der Spulmaschine zuführbar sind.
     
    19. Vorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch einen verschwenkbaren Greifer (25) zum Erfassen eines gegebenenfalls zwischen zwei Einzelspulen (9) einer Spulengruppe angeordneten insbesondere scheibenförmigen Ablaufhilfe (7) und zum Einschieben dieser Ablaufhilfe zwischen zwei voll bewickelte Einzelspulen, die als Spulengruppe im Bereich der dritten Arbeitsposition von dem Spulenadapter erfaßt werden.
     
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (25) schwenkbar gelagert ist und die Form einer oben offenen, bogenförmigen Einsteckrille hat.
     


    Claims

    1. An operating method for handing, on the one hand, individual bobbins (9) or bobbin groups (9.9) slipped onto a bobbin adapter (5) over from a winding machine or a multiple spooling or spinning machine (2) to a bobbin transportation mechanism (4) and, on the other hand, empty bobbin sleeves (6) over from the transportation mechanism (4) to the machine (2), characterised in that a bobbin and sleeve hand-over device (1) is used which is in a position to carry out in several, preferably four, working positions cyclically consecutively several working steps, in such a way that

    1. in a first working position (I) an entrainment means (15) which can be moved up and dawn removes empty sleeves (6) slipped onto bobbin adapters (5) from an overhead conveying mechanism (4) revolving above the hand-over device (1) and conveys them downwards into the region of a conveyor track (14), which

    2. leads to a second working position (II) which lies in the region of a sleeve removal and sleeve cleaning mechanism (22, 27) and in which the entrainment means (15) is tilted through 90° in order to swing the bobbin adapters (5) carrying the empty sleeves (6) into a substantially horizontal position in which the empty sleeves (6) are drawn off by means of the sleeve removal mechanism (22) from the bobbin adapters (5), before they are cleaned by means of the cleaning device (27), in that

    3. in the region of a following third working station (III) fully wound individual bobbins (9) or bobbin groups (9.9) are slipped onto the horizontally directed bobbin adapters (5), before the bobbin adapters (5) with the bobbins slipped thereon are swung back again into the vertical position, and in that

    4. in a fourth working position (IV) the free thread ends of the fully wound bobbins are grasped and are secured at a suitable paint on the bobbin adapters (5), and in that

    5. the entrainment means (15) with the fully wound bobbins is conveyed in a circuit into the region of the first working position (I) again, in order after ascent of the entrainment means (15) to hand the bobbin adapter (5) with the fully wound bobbin or bobbins (9) over again to the overhead conveying mechanism (4), the cleaning mechanism (27) being connected directly in front of the entry side of the machine (2), in order to supply the cleaned sleeves (6') to the individual winding locations of the winding machine, while the third working position is associated with the bobbin delivery end of the winding machine.


     
    2. A device for handing individual bobbins or bobbin groups over from a winding machine or a multiple spooling or spinning machine (2) to a bobbin transportation mechanism (4), with a revolving endless transportation member (12) for bobbin carriers (15.1) which are movable to and fro between vertically and horizontally directed positions, characterised in that it has, running parallel to the transportation member (12), a guide rail (14) which is stationary with respect thereto and on which sliding carriages (15) carrying the bobbin carriers (15.1) are guided which can be coupled to the transportation member (12), and in that the guide rail has at least one rail portion (14.1, 14.2) which is adjustable relative to the remaining part of the guide rail.
     
    3. A device according to claim 2, characterised in that at least one rail portion (14.1) which can be swung out of the conveying plane of the guide rail (14) is provided.
     
    4. A device according to claim 3, characterised in that the rail portion (14.1) in the position swung out of the conveying plane of the guide rail (14) is movable to and fro substantially parallel to the said conveying plane and perpendicularly outwards with regard to the orbit of the transportation member (12).
     
    5. A device according to claim 2, characterised in that at least one rail portion (14.2) which is adjustable perpendicularly to the conveying plane of the guide rail (14) is provided.
     
    6. A device according to claim 2, characterised in that it has at least one rail portion (14.2) which is adjustable perpendicularly to the conveying plane of the guide rail (14) and at least one rail portion (14.1) in accordance with claim 3 or 4.
     
    7. A device according to claim 2, characterised in that the transportation member (12) is conducted around two deviating wheels (10, 11) which are mounted at a spacing from one another and at least one of which is drivable.
     
    8. A device according to claim 7, characterised in that the rail portion (14.1) which can be swung out of the conveying plane of the guide rail (14) is part of a portion of the guide rail (14) which extends in a straight line.
     
    9. A device according to claim 2, characterised in that the guide rail (14) extends in a horizontally directed plane and comprises a rail portion (14.1) which can be swung outwards about a horizontal axis substantially through 90° and which in this outwardly swung position is movable to and fro in the horizontal direction, and in that a further rail portion (14.2) of the guide rail (14) is movable up and down in the vertical direction.
     
    10. A device according to claim 2, characterised in that the guide rail (14) has the form of a T-profile and the sliding carriages (15) are guided, engaging behind the T-limbs of the T-profile, along this guide rail.
     
    11. A device according to claim 2, characterised in that the sliding carriages (15) carry bobbin carriers in the form of plug-in mandrels (15.1).
     
    12. A device according to claim 9, characterised in that the rail portion (14.1) is mounted swingably on a sliding carriage (33, 34) which is displaceable in the horizontal direction, and in that on this rail portion there acts with its one end a connecting rod (37), the other and of which acts on a crank gear (36) mounted on the sliding carriage (33, 34).
     
    13. A device according to claim 12, characterised in that a lifting cylinder (35) acting substantially in the horizontal direction acts on the sliding carriage (33, 34).
     
    14. A device according to claim 9, characterised in that a lifting cylinder (17) acting in the vertical direction acts on the rail portion (14.2) which is adjustable in the vertical direction.
     
    15. A device according to claim 14, characterised in that fastened to the rail portion (14.2) which is adjustable in the vertical direction is a vertical rail (21) which is conducted between lateral guide rollers (20) and on which the lifting cylinder (17) acts.
     
    16. A device according to claim 9, characterised in that several, in particular four, sliding carriages (15) are guided on the guide rail (14) and the transportation member (12) is drivable cyclically in such a way that the individual sliding carriages upon each driving cycle are brought successively into the working position which was previously occupied by the sliding carriage respectively running on ahead.
     
    17. A device according to claim 16, characterised in that, considered in the circulation direction of the transportation member, the first working position (I) is defined by the rail portion (14.2) which is adjustable in the vertical direction and which on the one hand for the purpose of removing a bobbin adapter (5) carrying an individual sleeve (6) or a sleeve group (6.6) from an overhead bobbin conveying mechanism (4) and on the other hand for the purpose of handing a bobbin adapter (5) carrying a fully wound individual bobbin (9) or bobbin group (9.9) over to the overhead bobbin conveying mechanism (4) lies underneath this overhead conveying mechanism, in that the second working position (II) is associated with the one end of the swingable rail portion (14.1) and this working position lies opposite in the region of a mechanism an the one hand for removing (22) the empty individual sleeves or sleeve groups from the bobbin adapter (15) and on the other hand far cleaning (27) the bobbin sleeves, in that the third working position (III) is associated with the other end of the swingable rail portion (14.1), in order to take fully wound individual bobbins or bobbin groups over from the winding machine (2), while a servicing mechanism (19) is associated with the fourth working position (IV), in order to seek the free thread ends of the fully wound bobbins and to secure them in the region of the bobbin adapter, and in that then in the region of the first working position (I) the bobbin adapter carrying the fully wound bobbins is again movable upwards for the purpose of hand-over to the overhead conveying mechanism.
     
    18. A device according to claim 17, characterised in that the sleeve cleaning mechanism is associated with the entry end of the winding machine, in such a way that the cleaned sleeves are again immediately suppliable to the individual winding locations of the winding machine.
     
    19. A device according to claim 17, characterised by a swingable gripper (25) for grasping a, in particular disc-shaped, run-off aid (7) possibly arranged between two individual bobbins (9) of a bobbin group and far inserting this run-off aid between two fully wound individual bobbins, which are grasped as a bobbin group in the region of the third working position by the bobbin adapter.
     
    20. A device according to claim 19, characterised in that the gripper (25) is mounted swingably and has the shape of an upwardly open, arcuate plug-in groove.
     


    Revendications

    1. Procédé d'entraînement pour le transfert, d'une part, de bobines individuelles (9) ou de groupes de bobines (9, 9) placées sur un adaptateur de bobines (5) d'une bobineuse ou d'une assembleuse ou métier à filer (2) à un dispositif de transport de bobines (4) et, d'autre part, de tubes de bobines vides (6) du dispositif de transport (4) à la machine (2), caractérisé par le fait qu'on utilise un appareil de transfert de bobines et de tubes de bobines (1) qui est en mesure, à plusieurs, de préférence quatre, postes de travail, d'éxecuter successivement, par phases, plusieurs opérations, de façon telle que

    1. à un premier poste de travail (I), un entraîneur (15) pouvant monter et descendre enlève des tubes vides (6) placés sur des adaptateurs de bobines (5) d'un dispositif transporteur suspendu (4) tournant au-dessus de l'appareil de transfert (1) et les conduit vers le bas dans la zone d'une voie de transport (14) qui mène à un

    2. deuxième poste de travail (II) qui est situé dans la zone d'un dispositif d'enlèvement et de nettoyage de tubes (22,27) et où l'entraîneur (15) est basculé de 90° pour faire basculer les adaptateurs de bobines (5) portant les tubes vides (6) dans une position sensiblement horizontale dans laquelle les tubes vides (6) sont retirés des adaptateurs de bobines (5) par le dispositif d'enlèvement de tubes (22) avant d'être nettoyés par le dispositif de nettoyage (27), que

    3. dans la zone d'un troisième poste de travail, suivant (III), sur les adaptateurs de bobines (5) orientés horizontalement sont placés des bobines individuelles (9) ou des groupes de bobines (9,9) complets et les adaptateurs (5) portant les bobines sont ramenés en position verticale, et que

    4. à un quatrième poste de travail (IV), les bouts libres de fil des bobines complètes sont saisis et fixés à un endroit approprié des adaptateurs (5), et que

    5. l'entraîneur (15) portant les bobines complètes est ramené dans le circuit dans la zone du premler poste de travail (I) pour, après être monté, remettre l'adaptateur (5) avec la bobine ou les bobines complète(s) (9) au dispositif transporteur suspendu (4), le dispositif de nettoyage (27) étant placé immédiatement en amont du côté entrée de la machine (2) pour l'envoi des tubes nettoyés (6') aux différents postes de bobinage de la bobineuse, tandis que le troisième poste de travail est associé à l'extrémité d'émission d'enroulements de la bobineuse.


     
    2. Appareil de transfert de bobines individuelles ou de groupes de bobines d'une bobineuse ou d'une assembleuse ou métier à filer (2) à un dispositif de transport de bobines (4), comportant un élément transporteur sans fin tournant (12) pour des porte-bobines (15.1) qui sont mobiles entre une position verticale et une position horizontale, caractérisé par le fait qu'il présente parallèlement à l'élément transporteur (12) un rail de guidage (14) fixe par rapoort à celui-ci, sur lequel circulent des chariots (15) portant les porte-bobines (15.1) et pouvant être accouplés à l'élément transporteur (12), et que ce rail de guidage présente au moins un tronçon (14.1, 14.2) mobile par rapport à la partie restante de celui-ci.
     
    3. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'il est prévu au moins un tronçon de rail (14.1) pouvant être écarté par basculement du plan de transport du raide guidage (14).
     
    4. Appareil selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le tronçon de rail (14.1), en position écartée du plan de transport du rail de guidage (14), peut aller et venir sensiblement parallèlement audit plan de transport et perpendiculairement, vers l'extérieur, à la trajectoire de l'élément transporteur (12).
     
    5. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'il est prévu au moins un tronçon de rail (14.2) mobile perpendiculairement au plan de transport du rail de guidage (14).
     
    6. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'il présente au moins un tronçon de rail (14.2) mobile perpendiculairement au plan de transport du rail de guidage (14) et au moins un tronçon de rail (14.1) selon la revendication 3 ou la revendication 4.
     
    7. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'élément transporteur (12) passe sur deux roues de renvoi (10,11) montées a distance l'une de l'autre dont au moins une peut être entraînée.
     
    8. Appareil selon la revendication 7, caractérisé par le fait que le tronçon de rail (14.1) écartable par basculement du plan de transport du rail de guidage (14) est une partie d'un tronçon rectiligne de ce rail (14).
     
    9. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le rail de guidage (14) est situé dans un plan horizontal et comprend un tronçon (14.1) pouvant basculer sensiblement de 90° vers l'extérieur autour d'un axe horizontal et, en position basculée vers l'extérieur, aller et venir horizontalement, et qu'un autre tronçon (14.2) du rail de guidage (14) peut monter et descendre verticalement.
     
    10. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le rail de guidage (14) a la forme d'un profilé en T et que les chariots (15) sont guidés le long de ce rail par engagement sous les ailes du profilé en T.
     
    11. Appareil selon la revendication 2, caractérisé par le fait que les chariots (15) portent des porte-bobines formés de broches (15.1).
     
    12. Appareil selon la revendication 9, caractérisé par le fait que le tronçon de rail (14.1) est monté basculant sur un chariot mobile horizontalement (33,34) et que ce tronçon de rail est attaqué par une extrémité d'une belle (37) dont l'autre extrémité est attaquée par un mécanisme à manivelle (36) monté sur le chariot (33,34).
     
    13. Appareil selon la revendication 12, caractérisé par le fait que le chariot (33,34) est attaqué par un vérin (35) agissant sensiblement horizontalement.
     
    14. Appareil selon la revendication 9, caractérisé par le fait que le tronçon de rail mobile verticalement (14.2) est attaqué par un vérin (17) agissant verticalement.
     
    15. Appareil selon la revendication 14, caractérisé par le fait qu'au tronçon de rail mobile verticalement (14.2) est fixé un rail vertical (21) guidé entre des galets latéraux (20) qui est attaqué par le vérin (17).
     
    16. Appareil selon la revendication 9, caractérisé par le fait que sur le rail de guidage (14) sont montés plusieurs, en particulier quatre, chariots (15), et l'élément transporteur (12) peut être mû par phases de façon qu'à chaque phase de mouvement, les différents chariots, successivement, soient menés au poste de travail qui était occupé précédemment par le chariot précédent.
     
    17. Appareil selon la revendication 16, caractérisé par le fait que, dans le sens de rotation de l'élément transporteur, le premier poste de travail (I) est défini par le tronçon de rail mobile verticalement (14.2), qui est situé au-dessous d'un dispositif transporteur de bobines suspendu (4) d'une part pour l'enlèvement de ce dispositif transporteur (4) d'un adaptateur de bobines (5) portant un tube de bobine individuel (6) ou un groupe de tubes de bobines (6, 6) et,d'autre part, pour la remise à ce dispositif transporteur (4) d'un adaptateur de bobines (5) portant une bobine individuelle complète (9) ou un groupe de bobines complètes (9,9), que le deuxième poste de travail (II) est associé à une extrémité du tronçon de rail basculant (14.1) et situé en face dans la zone d'un dispositif d'une part d'enlèvement (22) des tubes individuels ou groupes de tubes vides de l'adaptateur de bobines (5) et, d'autre part, de nettoyage (27) des tubes de bobines, que le troisième poste de travail (III) est associé à l'autre extrémité du tronçon de rail basculant (14.1) pour prendre des bobines individuelles ou des groupes de bobines complètes à la bobineuse (2), tandis qu'au quatrième poste de travail (IV) est associé un dispositif de surveillance (19) pour chercher les bouts libres de fil des bobines complètes et les fixer dans la zone de l'adaptateur de bobines, et qu'ensuite, dans la zone du premier poste de travail (I), l'adaptateur de bobines portant les bobines complètes peut remonter pour être remis au dispositif transporteur suspendu.
     
    18. Appareil selon la revendication 17, caractérisé par le fait que le dispositif de nettoyage de tubes est associé à l'extrémité d'entrée de la bobineuse de façon telle que les tubes nettoyés puissent être ramenés directement aux différents postes de la bobineuse.
     
    19. Appareil selon la revendication 17, caractérisé par un préhenseur basculant (25) pour la saisie d'un auxiliaire de dévidage (7) en particulier en forme de disque éventuellement placé entre deux bobines individuelles (9) d'un groupe de bobines et l'insertion de cet auxiliaire de dévidage entre deux bobines individuelles complètes qui sont saisies en groupe par l'adaptateur de bobines dans la zone du troisième poste de travail.
     
    20. Appareil selon la revendication 19, caractérisé par le fait que le préhenseur (25) est monté basculant et a la forme d'une rainure arquée ouverte en haut.
     




    Zeichnung