[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handhabungsvorrichtung für Spulen, und insbesondere
für Drahtspulen, welche besonders für Spuleinrichtungen, d.h. Maschinen, in denen
Stranggut auf die Spule aufgebracht oder abgenommen wird, geeignet ist.
[0002] Strangförmiges Gut, wie Draht, Litzen mit und ohne Kunststoffummantelung, Drahtbündel
und dgl., wird bei der Herstellung und bei den einzelnen Weiterverarbeitungsstufen
auf Spulen aufgespult, bzw. abgespult, wozu jeweils Spuleinrichtungen verwendet werden,
in denen eine Spule eingespannt wird, die über eine Mitnehmereinrichtung von einer
Antriebseinrichtung der Spulmaschine in Drehung versetzt wird.
[0003] Anlagen zur Erzeugung und zur Weiterverarbeitung von Draht, z.B. von Kupferdraht,
werden heute weitgehend vollautomatisch betrieben, so daß es möglich ist, eine oder
zwei Schichten pro Tag ohne Bedienungspersonal zu fahren. Die Anlagen müssen deshalb
so ausgelegt werden, daß gefüllte bzw. geleerte Spulen automatisch durch eine neue
Leer- oder Vollspule ersetzt werden. Da die Drahtherstellung und auch die meisten
Verfahren der Drahtverarbeitung, z.B. das Umhüllen einer Litze mit einer Kunststoffisolierung,
kontinuierlich erfolgt, muß dafür gesorgt werden, daß die Produktion durch den Wechsel
der Spule nicht beeinträchtigt wird. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung
eines Doppelspulers bestehen, wie er in der DE 35 34 236 C2 beschrieben ist. Bei derartigen
Doppelspulern ist jeweils eine Reservespule vorgesehen, auf die der Draht aufgewickelt
wird, sobald die erste Spule gefüllt ist. Während des Bewickelns der zweiten Spule
steht dann genügend Zeit zur Verfügung, um die gefüllte Spule auszuwechseln und damit
eine neue Leerspule als Reservespule einzusetzen. Der Nachteil dieser Doppelspuler
ist, daß ihr Bauaufwand sehr hoch ist, so daß der Platzbedarf und auch der Anschaffungsaufwand
fast doppelt so hoch ist wie bei einem Einzelspuler.
[0004] Bei zahlreichen Anwendungen kann eine kurze Unterbrechung des Spulvorganges zum Auswechseln
der Spule hingenommen werden, z.B. wenn eine entsprechend dimensionierte Speichervorrichtung
zur Verfügung steht, in der das angelieferte Stranggut zwischengespeichert werden
kann. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Spulenwechselzeiten sehr kurz sind.
[0005] Die Spulen, die üblicherweise aus Stahl bestehen, weisen einen zylindrischen oder
leicht konischen Spulenkörper auf, an dessen beiden Enden Endflansche angeordnet sind.
Die Abmessungen sind in der Bundesrepublik beispielsweise durch die DIN 46397 festgelegt.
[0006] Die z.B. bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Kupferdraht verwendeten Stahlspulen
haben ein beträchtliches Leergewicht und können im gefüllten Zustand über eine Tonne
wiegen. Die Handhabung derartiger Spulen ist deshalb nur mit entsprechenden Hebezeugen
und Fördereinrichtungen möglich.
[0007] Mit der DE 39 28 186 Al ist eine Greifvorrichtung für Hebezeuge und für Förder- und
Handhabungssysteme zum Erfassen und Halten von mit Seitenflanschen versehenen Drahtspulen
bekanntgeworden. Diese bekannte Greifvorrichtung weist einen Basisträger auf, der
mit dem Handhabungssystem verbunden ist sowie zwei im Abstand zueinander an dem Basisträger
angeordnete und im wesentlichen rechtwinklig zu diesem ausgerichtete Tragschenkel,
wobei die Tragschenkel an ihrer einander zugewandten Fläche jeweils mindestens drei
Vorsprünge aufweisen, welche in der Haltestellung einen Kreis umschließen, dessen
Durchmesser den Durchmesser der Endflansche der Spule geringfügig übersteigt. Zum
Greifen der Spule wird der Abstand zwischen den Vorsprüngen in geeigneter Weise vergrößert
und, wenn die Greifvorrichtung in der Aufnahmeposition ist, wieder verringert, wobei
dann die mindestens drei Vorsprünge eine seitliche Verschiebung der Spule in bezug
auf die Greifvorrichtung verhindern.
[0008] Mit einer derartigen Greifvorrichtung kann der gesamte Transport der Spulen bewerkstelligt
werden, d.h. also, die Spulen können beispielsweise von einer Spuleinrichtung entnommen
und zu einem Regallager od.dgl. transportiert und dort abgesetzt werden.
[0009] Obwohl diese Vorrichtung sehr zufriedenstellend arbeitet, ist es damit nicht möglich,
Einfluß auf die Spulenwechselzeiten in einer Spulmaschine zu nehmen.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Handhabungsvorrichtung
zum Handhaben von Spulen zu schaffen, welche sich insbesondere für die Beschickung
von Spuleinrichtungen eignet, und welche es ermöglicht, die Spulenwechselzeiten in
derartigen Spuleinrichtungen deutlich zu reduzieren.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst.
[0012] Die erfindungsgemäße Handhabungsvorrichtung bedeutet eine grundsätzliche Abkehr von
der bisher üblichen Konzeption derartiger Handhabungsvorrichtungen. Die bisher bekannten
Handhabungsvorrichtungen konnten lediglich dazu verwendet werden, die Spulen aus den
Spulmaschinen zu entnehmen und zu transportieren.
[0013] Die erfindungsgemäße Handhabungsvorrichtung übernimmt nun ein Teil der Funktionen,
die beim Spulenwechsel üblicherweise von der Spulmaschine ausgeführt werden. Bisher
werden die Spulen durch die Handhabungsvorrichtung in die Spulmaschinen eingesetzt
und anschließend wird die Antriebseinrichtung der Spulmaschine so lange mit geringer
Drehzahl gedreht, bis die Spule in der Spulmaschine richtig positioniert ist, d.h.
bis der entsprechende Mitnehmerzapfen in die (genormte) Mitnehmerbohrung im Spulenflansch
eingreift. Aufgrund der geringen Drehzahl, mit der die Suche durchgeführt wird, bedeutet
dies einen erheblichen Zeitaufwand, der durchaus 30 Sekunden und mehr betragen kann.
[0014] Mit der erfindungsgemäßen Handhabungsvorrichtung wird die Spule außerhalb der Spulmaschine,
d.h. also vor dem eigentlichen Wechselvorgang bereits positioniert. Die Handhabungsvorrichtung
muß dann die Spule lediglich in die vorbestimmte Position in die Spulmaschine bringen,
worauf die Spule sofort gespannt werden kann. Die für die Positionierung der Drehlage
der Spule erforderliche Zeit kann somit vollständig entfallen.
[0015] Ein weiterer Vorteil ist, daß die Spulmaschine sowohl vom Bauaufwand als auch von
der Steuerung her einfacher gestaltet werden kann, da die entsprechende Positionierfunktion
nicht mehr vorgesehen werden muß.
[0016] Falls die Handhabungsvorrichtung verwendet wird, um Spulmaschinen zu beschicken,
in denen das strangförmige Gut aufgespult wird, ist nach einer bevorzugten Weiterbildung
die Handhabungsvorrichtung mit einer Abklebeeinrichtung für das äußere Stranggutende,
und, falls auch das innere Ende aus der Spulenwicklung herausgeführt ist, auch für
das innere Stranggutende versehen. Bei dieser Ausführungsform wird also nicht nur
der zeitliche Aufwand für das Einsetzen einer neuen Spule in die Spulmaschine verkürzt,
sondern auch der Zeitaufwand, der für das Entnehmen der gefüllten Spule erforderlich
ist. Bei vollautomatischen Spuleinrichtungen wird das Stranggutende bislang mit einer
Abklebeeinrichtung auf den Wicklungen festgeklebt, welche an der Spulmaschine angeordnet
ist. Die Spulmaschine muß dazu die Spule drehen, was wiederum einen entsprechenden
Zeitaufwand erfordert, der durch die Weiterbildung der Erfindung eingespart wird.
[0017] Wenn die Handhabungseinrichtung nur dafür vorgesehen ist, Spulen mit horizontaler
Längsachse zu befördern, was relativ häufig der Fall ist, kann ihr Bauaufwand gemäß
einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erheblich reduziert werden. Während beim
Stand der Technik zumindest drei Vorsprünge an jedem Tragschenkel vorgesehen sind,
um die Spule zu fixieren, werden bei dieser Weiterbildung der Erfindung nur zwei Vorsprünge
an jedem Tragschenkel verwendet, die im wesentlichen in derselben horizontalen Ebene
liegen.
[0018] Dadurch ist es möglich, mit der Handhabungsvorrichtung Spulen mit unterschiedlichen
Flanschdurchmessern zu transportieren, ohne daß der Abstand der Vorsprünge an einem
Tragschenkel zueinander geändert werden müßte.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung erfolgt das Ergreifen der Spule,
indem der Abstand der beiden Tragschenkel um eine vorbestimmte Strecke vergrößert,
und anschließend wieder verkleinert wird, so daß die Vorsprünge die Spule am Herausfallen
aus der Handhabungsvorrichtung hindern.
[0020] Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform kann der Abstand der Tragschenkel
zueinander auch verändert werden, um Spulen mit unterschiedlicher Länge aufzunehmen.
[0021] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang
mit der Zeichnung. Darin zeigen in schematisierter Weise:
- Fig. 1
- eine handelsübliche Stahlspule, wie sie zum Aufwickeln von Kupferdraht und dergleichen
verwendet wird;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Handhabungsvorrichtung
in einer Teildarstellung;
- Fig. 3
- die Innenansicht eines Tragschenkels beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2;
- Fig. 4
- ein Detail des Ausführungsbeispiels gemäß der Fig. 2 in einem Teilschnitt;
- Fig. 5
- ein Detail des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2 in einem Teilschnitt;
- Fig. 6
- eine Vorderansicht der Handhabungsvorrichtung gemäß Fig. 2;
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Handhabungsvorrichtung.
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Handhabungsvorrichtung.
[0022] Fig. 1 zeigt eine handelsübliche, genormte Stahlspule, wie sie zum Aufwickeln von
Draht verwendet wird. Derartige Spulen werden zum Aufwickeln von aus einer Drahtziehmaschine
auslaufendem Kupferdraht bzw. Drahtbündeln, zum Aufwickeln von Litzen in einer Verlitzmaschine,
zum Aufwickeln der isolierten Litze nach der Umhüllungseinrichtung und zu vielen anderen
Zwecken verwendet.
[0023] Die insgesamt mit 1 bezeichnete Stahlspule weist einen zylindrischen Spulenkörper
2 auf, der rotationssymmetrisch zur Spulenlängsachse 3 gestaltet ist und an dessen
Enden Endflansche 4, 5 vorgesehen sind, die als flache Platten ausgebildet sind und
sich im wesentlichen rechtwinklig zum Spulenkörper 2 erstrecken. In jeder der beiden
Flansche 4, 5 ist eine Mitnehmerbohrung 6, 7 vorgesehen. In diese Mitnehmerbohrung
greift beim Aufwickeln bzw. beim Abwickeln ein mit der Spuleinrichtung der jeweiligen
Spulmaschine bzw. der Verlitzmaschine und dergleichen verbundener Mitnehmerzapfen
ein. Eine Normspule mit einem Flanschdurchmesser von 800 mm und einem Durchmesser
des Spulenkörpers von 500 mm kann beispielsweise ca. 1000 kg Kupferdraht aufnehmen.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Handhabungsvorrichtung, welches sich
insbesondere zur Handhabung derartiger Spulen eignet, wird nun in bezug auf die Fig.
2 bis 7 erläutert.
[0025] Die Handhabungsvorrichtung weist einen Basisträger 10 auf, der bei diesem Ausführungsbeispiel
immer in horizontaler Stellung gehalten ist und einen ersten Tragschenkel 12, der
nachfolgend auch als fester Tragschenkel bezeichnet wird und einen zweiten Tragschenkel
14. Der Basisträger 10 ist mit einer vertikalen Tragstruktur 15 verbunden, welche,
wie es beim Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 7 gezeigt ist, z.B. in einem Portalgerüst
gehalten werden kann. Statt der in der Fig. 7 gezeigten Aufnahme ist es aber auch
möglich, die vertikale Tragstruktur 15 mit einem Kran oder mit einem sonstigen Hebezeug
oder Fördereinrichtung zu verbinden.
[0026] An dem ersten Tragschenkel 12 sind zwei im Abstand zueinander angeordnete Haltevorsprünge
18, 19 und am zweiten Tragschenkel 14 zwei ebenfalls im Abstand zueinander angeordnete
Haltevorsprünge 20, 21 vorgesehen. Die Haltevorsprünge 18, 19 und 20, 21 befinden
sich alle in der gleichen horizontalen Ebene.
[0027] Am festen Tragschenkel 12 ist ein Elektromotor 23 angeordnet, durch welchen die Haltevorsprünge
18, 19 angetrieben werden können. Der Elektromotor 23, der als Getriebemotor ausgeführt
ist, weist dazu ein Kettenzahnrad 24 auf, welches sich auf der Außenseite, d.h. also
auf der von der Spule in ihrer Aufnahmeposition abgewandten Seite des Tragschenkels
befindet.
[0028] Die Haltevorsprünge 18, 19 weisen, wie in Fig. 4 dargestellt ist, einen zylindrischen
Körper 26 auf, auf welchem der Spulenflansch 4 in der Aufnahmeposition aufliegt. Der
zylindrische Körper 26 ist einstückig mit einem zylindrischen Zapfen 27 verbunden,
der mittels schematisch dargestellter Wälzlager 29 in einer Buchse 30 gehalten ist,
die ihrerseits in dem Tragschenkel 12 befestigt ist. Auf dem zylindrischen Zapfen
27 ist drehfest ein Kettenrad 32 befestigt. Der rotationssymmetrische zylindrische
Körper 26 ist also um die Rotationsachse 28 drehbar.
[0029] Die Haltevorsprünge 20 und 21 weisen, wie in Fig. 5 dargestellt ist, eine um die
Rotationsachse 35 drehbare, rotationssymmetrische Buchse 36 auf, auf der sich der
Flansch 5 der Spule in der Aufnahmeposition abstützt. Die Buchse 36, wie in Fig. 5
schematisch dargestellt ist, mit Wälzlagern 37 drehbeweglich an einem festen, zylindrischen
Zapfen 39 gelagert, der in dem zweiten Tragschenkel 14 befestigt ist.
[0030] Das hier beschriebene Ausführungsbeispiel ist so gestaltet, daß die Handhabungsvorrichtung
eine Spule auch dann ergreifen kann, wenn sie auf einem Dorn oder zwischen zwei Pinolen
gespannt ist. Um dieses zu bewirken, sind die Tragschenkel 12, 14 im wesentlichen
als Platten gestaltet, so daß sie nur eine geringe Ausdehnung in Längsrichtung der
Spule aufweisen. Um eine Kollision mit einem Spanndorn zu vermeiden, sind Einschnitte
42 in den beiden Tragschenkeln vorgesehen, die im wesentlichen entlang der Symmetrielinie
43 zwischen den Vorsprüngen 18, 19 bzw. 20, 21 verlaufen.
[0031] Der Antrieb der drehbaren Vorsprünge 18, 19 erfolgt über eine Kette 44, die über
das Kettenrad 24 und über die Kettenräder 32 der Vorsprünge 18, 19 geführt ist. Um
die Spulenbohrung einer aufgenommenen Spule freizuhalten, ist die Kette über ein frei
drehbares Kettenrad 46 geführt, welches sich auf der Symmetrielinie 43 zwischen den
Vorsprüngen 18, 19 und oberhalb des Einschnittes 42 befindet. Das Kettenrad 46 ist
vorzugsweise in einem Langloch befestigt, welches sich ebenfalls entlang der Symmetrielinie
43 zwischen den Vorsprüngen 18, 19 erstreckt, und wird derart befestigt, daß die Kette
eine ausreichende Vorspannung aufweist.
[0032] An dem Tragschenkel 14 sind, auf der der Spule zugewandten Seite, Lichtschranken
48 angeordnet, mit welcher die Position der Mitnehmerbohrung 7 einer aufnommenen Spule
festgelegt werden kann. Am Motor 23 ist weiterhin ein (nicht dargestellter) Inkrementalgeber
vorgesehen, mit dem die Drehbewegung des Kettenrades 24 erfaßt und damit die Winkelposition
der Spule definiert verändert werden kann.
[0033] Am Basisträger 10 sind zwei Rundzahnstangen 50, 52 verschieblich in Buchsen gelagert,
von denen in der Darstellung gemäß Fig. 6 die Buchsen 54 und 56 zu erkennen sind.
Die Verwendung von Rundzahnstangen hat den Vorteil, daß diese gleichzeitig als Führungsmittel
dienen können.
[0034] Ein am Basisträger 10 befestigter Elektromotor 58 ist über ein Getriebe 59 mit einem
in den Figuren nicht erkennbaren Ritzel verbunden, welches im Eingriff mit den Verzahnungen
der beiden Rundzahnstangen 50, 52 steht.
[0035] Der Tragschenkel 12 ist über eine Buchse 62 mit der Zahnstange 50 und der Tragschenkel
14 über eine Buchse 64 mit der Zahnstange 52 verbunden. Dabei ist die Verbindung zwischen
dem Tragschenkel 12 und der Buchse 62 und der Zahnstange 50 fest, während die Zahnstange
52 eine Vielzahl von vorbestimmten Fixierpunkten aufweist, welche die Positon der
Buchse 64 und damit des Tragschenkels 14 in bezug auf die Zahnstange 52 festlegen.
[0036] Wie in Fig. 2 lediglich schematisch dargestellt ist, ist an dem Basisträger 10 weiterhin
eine Abklebeeinrichtung 70 befestigt. Die Abklebeeinrichtung weist zwei Rollen 72,
73 auf, durch welche ein in der Abklebeeinrichtung gespeichertes Klebeband, bzw. Etiketten,
die auf einem Band angeordnet sind, zum Abnehmen auf die Wicklung der Spule aufgebracht
werden können. Die Abklebeeinrichtung weist eine Führungseinrichtung 75 auf, durch
welche die Abklebeeinrichtung auf eine aufgenommene Spule zu bzw. von dieser weg bewegt
werden kann.
[0037] Im folgenden wird nun die Funktion dieses Ausführungsbeispiels beschrieben, wobei
davon ausgegangen wird, daß durch die Handhabungsvorrichtung eine Spulmaschine, mit
der Draht aufgewickelt wird, zu beschicken ist.
[0038] Die Handhabungsvorrichtung wird, z.B. mittels eines Portalgerüstes, wie dies noch
in bezug auf die Fig. 7 beschrieben wird, zu einem Spulenmagazin bewegt, um eine Leerspule
aufzunehmen. Die Aufnahme geschieht, indem der Elektromotor 58 gedreht wird, wodurch
sich über das mit ihm verbundene Ritzel die Zahnstangen so bewegen, daß sich beide
Tragschenkel 12, 14 nach außen bewegen, d.h. in der Richtung, in der sich ihr Abstand
vergrößert. Dabei entspricht der Hub jeder Zahnstange ungefähr der Länge der Vorsprünge
18, 19, 20, 21. Gleichzeitig wird die Handhabungsvorrichtung so ausgerichtet, daß
die durch die Symmetrielinie 43 der beiden Tragschenkel aufgespannte Ebene exakt vertikal
über der mit horizontaler Längsachse angeordneten Spule ist, so daß also die Längsachse
Teil dieser Ebene ist. Anschließend wird die Handhabungsvorrichtung abgesenkt und
der Elektromotor 58 in entgegengesetzter Richtung als vorher gedreht, so daß sich
die beiden Tragschenkel wieder schließen. Beim darauffolgenden Anheben der Hubvorrichtung
befindet sich die Spule dann in der Position, wie dies in den Fig. 3 bis 6 angedeutet
ist. Während des Transportes zur Spulmaschine wird der Elektromotor 23 betätigt und
die Mitnehmerbohrung 6 in eine Position gebracht, die auf der Symmetrielinie 43 der
Tragschenkel liegt.
[0039] In diese Position wird die Leerspule vor der neu zu befüllenden Spulmaschine auf
einem (nicht dargestellten) Abstellbock abgestellt, der vorzugsweise ein nach oben
offenes U-Profil aufweist. Die Spule ist auf dem Abstellbock unverdrehbar gehalten.
[0040] Sobald die in der Spulmaschine befindliche Spule gefüllt ist, wird die volle Spule
mit der Handhabungsvorrichtung aufgenommen und auf einem zweiten Abstellbock abgesetzt.
Die Handhabungsvorrichtung ergreift dann die Leerspule und bringt sie in die Wickelposition
in die Spulmaschine. Da die Spule in ihrer Position bereits festgelegt ist, kann die
Spule sofort gespannt und das Aufwickeln fortgesetzt werden.
[0041] Die gefüllte Spule wird dann zu einem Spulenmagazin geführt, wobei während des Transportes
die Abklebeeinrichtung 70 so auf die Spulenachse zu bewegt wird, daß die Abkleberollen
72, 73 auf der Spulenwicklung aufliegen und das Ende des Stranggutes abgeklebt werden
kann.
[0042] Abweichend von der vorstehend beschriebenen Verfahrensweise kann das Ausrichten der
Leerspule auch unmittelbar vor oder beim Einsetzen in die Spulmaschine erfolgen. Die
vorstehend beschriebene Verfahrensweise hat allerdings den Vorteil, daß sie einen
schnelleren Spulenwechsel ermöglicht. Ebenfalls kann auch das Abkleben der gefüllten
Spule während des Entnehmens aus der Spulmaschine erfolgen, was aber ebenfalls die
Spulenwechselzeit insgesamt erhöht.
[0043] Wie in Fig. 6 dargestellt ist, kann die Handhabungsvorrichtung Spulen unterschiedlicher
Größe aufnehmen. Dies ist in Fig. 6 dadurch angedeutet, daß eine zweite mit 14' bezeichnete
Position des zweiten Tragschenkels eingezeichnet ist, durch welche eine mit 1' bezeichnete
kleine Spule aufgenommen wird, während bei der mit 14 bezeichneten Stellung, eine
große Spule 1 gehalten ist.
[0044] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Fixierpunkte der zweiten Zahnstange 52
so angeordnet, daß der zweite Tragschenkel in den Positionen befestigt werden kann,
die der Länge der üblichen, genormten Spulen entsprechen.
[0045] Statt der festen Fixierpunkte, die beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2 bis
6 vorgesehen sind, kann auch eine automatische Anpassung der Position des zweiten
Tragschenkels 14 an die Spulenlänge erfolgen. Dazu wird vorzugsweise ein Hubzylinder
vorgesehen, der zwischen dem Tragschenkel und der diesem zugeordneten Zahnstange angeordnet
ist, um den Tragschenkel in bezug auf die Zahnstange zu verschieben.
[0046] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun in bezug auf Fig. 7 beschrieben,
wobei die Handhabungsvorrichtung in ihren Details dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
2 bis 6 entspricht.
[0047] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die vertikale Tragstruktur 15, die in bezug auf
die Ausführungsbeispiele gemäß den Fig. 1 bis 6 sowie der erläuterten Alternativen
beschrieben wurde, am Querbalken 81 eines Portalgerüstes 80 befestigt. Der Querbalken
81 wird von zwei oder mehr vertikalen Traggestellen 83, 84 abgestützt, und ist, wie
durch Rollen 85, 86 schematisch angedeutet ist, in einer Richtung quer zur Zeichenebene
verfahrbar.
[0048] Die vertikale Tragstruktur 15 ist derartig an dem Querbalken 81 angeordnet, daß sie
durch eine verfahrbare Hubeinrichtung 89 angehoben und abgesenkt werden kann, wie
dies durch den Pfeil 90 dargestellt ist. Weiterhin ist es möglich, die Hubeinrichtung
89 mit der vertikalen Tragstruktur 15 entlang des Querbalkens 81 zu verfahren, was
durch den Doppelpfeil 92 symbolisiert ist.
[0049] Schließlich ist noch die Möglichkeit gegeben, den Basisträger mit den Tragschenkeln
insgesamt um die vertikale Tragstruktur 15 zu drehen. Dazu ist am Basisträger ein
Elektromotor 93 angeordnet, welcher mittels eines nicht dargestellten Zahnrades in
eine an der vertikalen Tragstruktur angebrachten Verzahnung eingreift. Die Verbindung
der vertikalen Tragstruktur 15 mit dem Basisträger ist in diesem Fall drehbeweglich.
[0050] Der Basisträger und die beiden Tragschenkel können bei diesem Ausführungsbeispiel
also beliebig abgehoben, gesenkt und in beide Richtungen, d.h. in und senkrecht zur
Zeichenebene verfahren werden.
[0051] Zur Steuerung der Handhabungsvorrichtung wird, bei allen bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen,
vorzugsweise eine Steuereinrichtung verwendet, durch die die verschiedenen Funktionen
zentral gesteuert werden. Um einen sicheren Betriebsablauf zu gewährleisten, ist es
dabei zweckmäßig, Sensoreinrichtungen vorzusehen, welche überprüfen, daß die jeweiligen
Funktionen in korrekter Weise erfüllt wurden. Insbesondere ist eine Sensoreinrichtung
vorgesehen, welche überprüft, ob überhaupt eine Spule zur Aufnahme zwischen den Tragschenkeln
12, 14 zur Verführung steht.
[0052] Die Handhabungsvorrichtung ist besonders dazu geeignet, eine Vielzahl von Spulmaschinen
zu versorgen. In diesem Fall ist eine zentrale Steuervorrichtung vorgesehen, welche
die Bewegung der Handhabungsvorrichtung insgesamt steuert. Um die Bewegung der Handhabungsvorrichtung
in bezug auf die jeweilige Spulmaschine zu steuern, ist vorzugsweise ein Koppelmechanismus
vorgesehen, der bewirkt, daß die Steuerung der Handhabungsvorrichtung nach dem Ankoppeln
an die jeweilige Maschine durch diese Maschine bewirkt wird. Dies hat den Vorteil,
daß die Programmierung der einzelnen Funktionen unmittelbar in der Steuerung der jeweiligen
Maschine vorgenommen wird, so daß ganz unterschiedliche Maschinen durch die gleiche
Handhabungsvorrichtung mit Spulen beschickt werden können.
[0053] Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen befindet sich die Spule immer
in horizontaler Ausrichtung, d.h. mit horizontaler Längsachse, unterhalb des Basisträgers.
Statt dieser Ausrichtung ist es auch möglich, eine Ausrichtung vorzusehen, bei welcher
die Spulenachse insgesamt gekippt werden kann, d.h. also z.B. aus einer horizontalen
in eine vertikale Lage gebracht werden kann.
[0054] Die Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Haltevorsprunges, mit welcher auch
eine Handhabung der Spule mit vertikaler Spulenachse möglich ist. Dieser Haltevorsprung
weist einen zylindrischen Körper 96 auf, der mit einer Bordscheibe 97 versehen ist.
Die aufgenommene Spule liegt, wenn sich die Spulenachse in horizontaler Lage befindet,
mit dem Flansch 4 auf dem zylindrischen Körper 96 auf.
[0055] Werden zum Halten der Spule an jedem Tragschenkel dann beispielsweise drei oder vier
Vorsprünge verwendet, ist es möglich, die Spule auch dann zu drehen, wenn sie sich
mit ihrer Spulenachse in einer vertikalen Position befindet.
[0056] Es ist allerdings auch bei dieser Ausführungsform zu bevorzugen, daß die Spulenachse
bei der Drehung in eine horizontale Stellung gebracht wird, da in diesem Fall dann
nur die beiden Vorsprünge an jedem Tragschenkel drehbar gestaltet sein müssen, auf
welchen die Spule aufliegt, wenn sich die Spulenachse in einer horizontalen Stellung
befindet und die Tragschenkel eine vorbestimmte Stellung einnehmen.
[0057] Durch die Verwendung von drei oder mehr Vorsprüngen pro Tragschenkel ist, wie dies
in der DE 39 28 186 Al beschrieben ist, eine beliebige Manipulation der Spulen möglich,
vorausgesetzt daß die drei oder mehr Vorsprünge so angeordnet sind, daß die Spule
in bezug auf die Tragschenkel festgehalten ist, d.h. also beispielsweise in einem
konstanten Winkelabstand auf einem Kreis, der geringfügig größer ist als der Endflansch
der aufzunehmenden Spule.
1. Handhabungsvorrichtung zum Handhaben von im wesentlichen rotationssymmetrischen, mit
Seitenflanschen versehenen Spulen, und insbesondere zum Beschicken von Spuleinrichtungen,
in welchen Stranggut, wie Draht oder dergleichen, auf- bzw. abgewickelt wird, mit
einem zumindest in einer Richtung bewegbaren Basisträger (10), welcher zwei Tragschenkel
(12, 14) trägt, die im Abstand zueinander und im wesentlichen rechtwinklig zum Basisträger
ausgerichtet sind, wobei die Tragschenkel an ihrer einander zugewandten Fläche Haltevorsprünge
(18, 19, 20, 21) aufweisen, durch welche die Flansche (4, 5) der Spule gehalten sind,
sowie mit einer Bewegungseinrichtung (58), welche dafür vorgesehen ist, den Abstand
der Haltevorsprünge zueinander zum Aufnehmen und zum Ablegen der Spule (1) zu verringern,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jedem Tragschenkel (12, 14) zumindest zwei Haltevorsprünge (18, 19, 20, 21)
vorgesehen sind,
daß die Haltevorsprünge derart an den Tragschenkel angeordnet sind, daß das Gewicht
der Spule (1) in einer vorbestimmten Transportstellung vollständig von einer ersten
Gruppe von Haltevorsprüngen (18, 19) an dem ersten Tragschenkel (12) und von einer
zweiten Gruppe von Haltevorsprüngen (20, 21) an dem zweiten Tragschenkel (14) aufgenommen
ist,
daß die zur ersten und zur zweiten Gruppe gehörenden Haltevorsprünge zumindest in
dem Bereich (26, 36), in dem sie in Kontakt mit der aufzunehmenden Spule (1) stehen,
derart gestaltet sind, daß sie eine rotationssymmetrische, in bezug auf die Tragschenkel
drehbare Umfangsfläche aufweisen, wobei die Rotationsachse (28, 35) parallel zur Längsachse
(3) der aufgenommenen Spule (1) ist, und
daß eine Antriebseinrichtung (23) vorgesehen ist, durch welche zumindest einer dieser
ersten (18, 19) oder dieser zweiten (20, 21) Gruppe von Haltevorsprüngen zu einer
Drehung um diese Rotationsachse (28, 35) antreibbar ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabungsvorrichtung so gestaltet ist, daß sich die aufzunehmende Spule
mit ihrer Längsachse (3) in einer horizontalen Position befindet und daß an jedem
Tragschenkel (12, 14) zwei Haltevorsprünge (18, 19, 20, 21) angeordnet sind, auf welchen
die Spule in der Haltestellung aufliegt.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die am ersten Tragschenkel angeordnete Haltevorsprünge (18, 19) beide mit der
Antriebseinrichtung (23) verbunden sind.
4. Vorrichtung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zugmittelgetriebe, vorzugsweise ein Kettentrieb (44), vorgesehen ist, um
diese Antriebseinrichtung (23) mit diesem oder diesen anzutreibenden Haltevorsprüngen
(18, 19) zu verbinden.
5. Vorrichtung gemaß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an zumindest einem der Tragschenkel (14) eine Sensoreinrichtung (48) vorgesehen
ist, durch welche eine vorbestimmte Drehwinkelstellung der Spule (1) in bezug auf
den Tragschenkel (14) erfaßbar ist.
6. Vorrichtung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Basisträger oder an einem der Tragschenkel eine Abklebeeinrichtung (70) befestigt
ist, durch welche ein Klebestreifen oder ein Klebeetikett ausgegeben werden kann,
um das auf der Spule befindliche äußere Ende des Stranggutes und/oder das herausgeführte
innere Ende des Stranggutes an der Spule bzw. an der Wicklung festzukleben.
7. Vorrichtung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Tragschenkel verschieblich am Basisträger gelagert ist, um den
Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Tragschenkel zu verändern.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Tragschenkel (12, 14) am Basisträger (10) beweglich gelagert ist,
um den Abstand der Tragschenkel zueinander zur Aufnahme und zum Ablegen der Spulen
zu verändern.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß beide Tragschenkel am Basisträger beweglich gelagert sind und daß die Einrichtung
zum Bewegen der Tragschenkel so gestaltet ist, daß beide Tragschenkel einen Hub ausführen,
der im wesentlichen der Länge der Haltevorsprünge parallel zur Spulenlängsachse entspricht.
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Position eines Tragschenkels (14) am Basisträger (10) derart veränderbar
ist, daß der Abstand der Tragschenkel zueinander in der Halteposition veränderbar
ist, so daß der Abstand der Tragschenkel auf unterschiedliche Spulenlängen einstellbar
ist.
11. Vorrichtung gemäß mindestens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Basisträger (10) zwei parallel zueinander angeordnete Zahnstangen befestigt
sind, wobei die erste Zahnstange (50) fest mit dem ersten Tragschenkel (12) und die
zweite Zahnstange (52) fest mit dem zweiten Tragschenkel (14) verbunden ist, und daß
ein Zahnrad vorgesehen ist, welches in die Verzahnung der ersten und der zweiten Zahnstange
(50, 52) eingreift und durch welches die Zahnstangen in bezug auf den Basisträger
(10) verschoben werden, um die Hubbewegung zur Aufnahme der Spule und zum Ablegen
der Spule auszuführen.
12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Position des einen Tragschenkels (14) an der diesem zugeordneten Zahnstange
(52) veränderbar ist, um den Abstand der Tragschenkel im geschlossenen Zustand an
die Länge der jeweils aufzunehmenden Spule anzupassen.
13. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß dieser zweite Tragschenkel (14) in vorbestimmten Positionen an der Zahnstange
(52) befestigbar ist, wobei diese vorbestimmten Positionen den verschiedenen, aufzunehmenden
Spulenlängen entsprechen.
14. Vorrichtung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisträger (10) im wesentlichen horizontal angeordnet ist, und daß die Tragschenkel
(12, 14) derart in bezug auf den Basisträger (10) angeordnet sind, daß sich eine aufgenommene
Spule (1) mit horizontaler Spulenachse (3) im wesentlichen vertikal unter dem Basisträger
(10) befindet.
15. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisträger mit einer im wesentlichen vertikalen Tragstruktur (15) verbunden
ist, die mittels einer Hubeinrichtung (89) heb- und senkbar ist.
16. Vorrichtung gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Tragstruktur (15) um eine im wesentlichen vertikal verlaufende
Längsachse drehbar ist, und daß eine Antriebseinrichtung (93) vorgesehen ist, um die
vertikale Tragstruktur (15) zu drehen.
17. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Tragstruktur (15) heb- und senkbar am horizontalen Querbalken (81)
eines Portalgerüstes gehalten ist.
18. Vorrichtung gemaß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Portalgerüst verfahrbar ist.
19. Vorrichtung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, welche die Funktionen der Handhabungsvorrichtung
steuert.
20. Vorrichtung gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung von einer ersten Funktionsweise, in der sie die Handhabungsvorrichtung
steuert, in eine zweite Funktionsweise umschaltbar ist, in der die Handhabungsvorrichtung
durch eine Steuereinrichtung einer zu beschickenden Spulmaschine gesteuert ist.
21. Verwendung der Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20 zum Transportieren von
Spulen, welche mit Draht, Drahtbündeln, Drahtlitze, umhülltem Draht, Glasfasern und
dergleichen gefüllt ist.
22. Verwendung der Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20 zum Wechseln von Spulen
in Spuleinrichtungen, in welchen Draht, Drahtbündel, umhüllte und nicht-umhüllte Litzen
oder Glasfaserkabel aufgewickelt oder abgewickelt wird.