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EP 0 393 223 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.01.1994 Patentblatt 1994/03 |
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Anmeldetag: 20.04.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B22D 41/28 |
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Feuerfeste Verschlussplatte für Schieberverschlüsse
Refractory valve plates for sliding gate valves
Plaque réfractaire obturatrice pour obturateurs coulissants
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.10.1990 Patentblatt 1990/43 |
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Patentinhaber: Metacon AG |
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CH-8057 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Moers, Michael
D-4130 Moers 1 (DE)
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Vertreter: Keil, Rainer A., Dipl.-Phys. Dr. et al |
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KEIL & SCHAAFHAUSEN
Patentanwälte
Eysseneckstrasse 31 60322 Frankfurt am Main 60322 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 222 978 DE-C- 3 432 613
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BE-A- 870 653 GB-A- 1 198 793
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 12, Nr. 340 (M-740)[3187], 13. September 1988; & JP-A-63
101 069 (TOSHIBA CERAMICS CO. LTD) 06-05-1988
- IDEM
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine feuerfeste Verschlußplatte für Schieberverschlüsse an
metallurgischen Gefäßen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Der Begriff "Verschlußplatten" gilt für alle als Verschleißmaterial in Schieberverschlüssen
austauschbar angeordneten feuerfesten Platten, die als Bodenplatten, Schieberplatten,
Zwischenplatten und Unterplatten in Linear-, Dreh- und Schwenkschiebern Anwendung
finden.
[0003] Grundsätzlich sind in Verschlußplatten während des Abgießens von Metallschmelze Temperaturunterschiede
von etwa 1700°C Schmelzetemperatur an der Durchflußöffnung bis etwa 200°C an der atmosphärisch
beaufschlagten Plattenumfangsfläche vorhanden. Diese Temperaturunterschiede führen
zu starken Wärmespannungen mit Aufrissen im Plattenmaterial. Je nach Plattengeometrie
und der Krafteinwirkung der Plattenumspannung bzw. der Haltung der Verschlußplatten
im Schieberverschluß sowie der Art des verwendeten Plattenmaterials treten in verschiedenen
Verschlußplatten unterschiedliche Rißbilder auf, die auf den Gleitflächen meist visuell
erkennbar sind.
[0004] Das heißt ein bestimmter Plattentyp einer bestimmten Schieberverschluß-Bauart hat
eigene Verschleißerscheinungen und demnach eine eigene Rißcharakteristik.
[0005] Bisher werden nackte feuerfeste Verschlußplatten in einen Blechmantel eingemörtelt
und die vorgefertigten Einheiten in entsprechende Plattenrahmen des Schieberverschlusses
eingelegt. Weitere bekannte Auführungen bestehen darin, daß die nackte Verschlußplatten
mit einem Umfangsreif versehen oder in einem Bestandteil des Plattenrahmens bildenden
Bandageband eingespannt wird, siehe beispielsweise DE-A-3 421 205.
[0006] Alle Ausführungen dienen dem Ziel, das Auswechseln der Verschlußplatten zu vereinfachen
und gleichzeitig einem Aufreißen des wärmebeanspruchten Plattenmaterials vorzubeugen.
An den besprochenen Plattentypen treten dennoch durch Wärmespannungen verursachte
Risse vornehmlich an der schwächsten Stelle zwischen der Durchflußöffnung und dem
direkt gegenüberliegenden Bereich der Plattenumfangsfläche auf. Überwiegend wachsen
dabei die Risse von der Umfangsfläche aus zur Durchflußöffnung hin. Sie sind haarfein
und beeinträchtigen im allgemeinen die Funktionsfähigkeit des Schieberverschlusses
nicht, weil Metallschmelze durch haarfeine Risse nicht nach außen tritt. Es kann jedoch
vorkommen, daß durch einen bis zur Durchflußöffnung gewachsenen Riß Luft in den Schmelzestrom
gelangt.
[0007] Dies ist unerwünscht, da Bestandteile der Metallschmelze, wie z.B. zu deren Beruhigung
eingesetztes Aluminium, mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und Oxidpartikel bildet,
die sich an der Wandung der Durchflußöffnung querschnittsverengend absetzen und im
Gußstück als Verunreinigungen zurückbleiben. Auch kann der in der Luft enthaltene
Stickstoff eine Qualitätseinbuße des Gußstücks zur Folge haben. Hauptsächlich ist
eine solche Vermischung von Luft und Metallschmelze dann zu befürchten, wenn sich
ein bis zur Durchflußöffnung vorgedrungener Riß entgegen den vorgesehenen Einfassungs-
bzw. Verspannungskräften der Verschlußplatte geringfügig öffnet und im Durchflußöffnungsbereich
intensiver Unterdruck herrscht, der sich in Drosselstellung eines Schieberverschlusses
bei mit Schmelze nicht voll ausgefülltem Querschnitt der Durchflußöffnung einer Verschlußplatte
einstellt.
[0008] Aus der DE-C-3 432 613 ist eine Verschlußplatte für Schieberverschlüsse an metallurgischen
Gefäßen bekannt, bei welcher an den Stellen bevorzugter Rißbildung von der Durchflußöffnung
zum Plattenumfang gehende mit komprimierbarem Dichtungsmaterial ausgefüllte Dehnungsfugen
angeordnet sind.
[0009] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, mit einfachen technischen Mitteln das Entstehen
von luftdurchlässigen Spannungsrissen in einer Verschlußplatte zur Durchflußöffnung
hin sicher zu verhüten.
[0010] Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0011] Auf diese Weise werden die im Schieberbetrieb wegen der großen Temperaturbelastungen
in Verschlußplatten auftretenden Spannungen vermindert und entstehende Risse beherrschend
gelenkt, insofern, als im Falle von Bohrungen ein an der Plattenumfangsfläche entstandener
Riß in seiner Weiterbildung zur Durchflußöffnung hin in einem bewußt angeordneten
Hohlraum vor der Durchflußöffnung ausläuft bzw. im Falle von Einkerbungen sich eine
Rißbildung an einer gewünschten Plattenstelle provozieren läßt. Damit bleibt auch
der Zutritt von Außenluft zur Durchflußöffnung versperrt, so daß die Folgeschäden
für die Gußstückqualität und den Schieberbetrieb nicht auftreten können. Bohrungen
und Einkerbungen sind leicht zu bewerkstelligen und wirken in den vergleichsweise
niederen Temperaturbereichen entlastend und kompensatorisch, während der am stärksten
belastete Plattenbereich nahe der Durchflußöffnung festigkeitsmäßig kaum beeinträchtigt
wird.
[0012] In näherer Ausbildung der Erfindung sind die Hohlräume zweckmäßig um die Durchflußöffnung
einer Verschlußplatte herum in Temperaturbereichen unter 500°C vorgesehen.
[0013] Ein weiteres zweckmäßiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß ein Risse verschließendes
Dichtungsmittel im Hohlraum respektive in der Bohrung oder Einkerbung angeordnet ist.
Das Dichtungsmittel übt augenblickliche Schließfunktion aus, wenn sich ein Riß an
der Wandung eines als Bohrung oder Einkerbung ausgebildeten Hohlraums ausbildet. Die
Außenluft hat auch in diesem Fall keine Möglichkeit mehr durch einen Riß bis zu der
durch die Durchflußöffnung fließenden Metallschmelze vorzudringen.
[0014] Als Dichtungsmittel kann gemäß der Erfindung eine bei Betriebstemperatur plastisch
bis zähflüssig werdende keramische Masse dienen, die durch Anformung an einen Riß
abdichtet und vorteilhaft glasähnlich aufgebaut ist.
[0015] Gleichermaßen wirkungsvoll ist aber auch ein in eine Bohrung oder eine Einkerbung
eingesetztes Dichtungsstück aus keramischem Material, das einen entstehenden Riß durch
eigene Wärmeausdehnung verschließt.
[0016] Es ist eine Erkenntnis der Erfindung, wenigstens einen als Bohrung und/oder als Einkerbung
ausgebildeten Hohlraum an den engsten Bereichen zwischen der Durchflußöffnung und
der Umfangsfläche einer Verschlußplatte vorzusehen, wobei die Anwendung einer Kombination
von Bohrung und Einkerbung für Verschlußplatten mit größeren Abmessungen empfehlenswert
sein kann.
[0017] Es kann aber auch zweckmäßig sein, die als Bohrungen und/oder Einkerbungen ausgebildeten
Hohlräume in den Einspannbereichen der Verschlußplatte vorzusehen, da hier erfahrungsgemäß
mit Rißbildung zu rechnen ist.
[0018] Die Erfindung ist nachstehend anhand der schematischen Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen
erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine in einen Plattenrahmen einmörtelbare Liniearschieber-Verschlußplatte in Draufsicht,
- Fig. 2
- in gleicher Sicht eine umfangsbereifte Linearschieber-Verschlußplatte,
- Fig. 3
- eine umfangsbereifte Drehschieber-Verschlußplatte,
- Fig. 4
- eine Linearschieber-Verschlußplatte in einem Blechmantel eingemörtelt,
- Fig. 5
- einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 4,
- Fig. 6
- einen ähnlichen Schnitt durch eine bereifte Mittelplatte,
- Fig. 7
- die vergrößerte Darstellung einer Rißbildung in einer Verschlußplatte,
- Fig. 8
- ein Detail der Fig. 7, und
- Fig. 9
- in Draufsicht eine mittels eines Bandagebandes eingespannte Linearschieber-Verschlußplatte.
[0020] In Fig. 1 ist eine Linearschieber-Verschlußplatte A mit einer Durchflußöffnung 1
, einer Gleitfläche 2 und einer Plattenumfangsfläche 3 dargestellt. Die Verschlußplatte
A ist ein Typ, der in einem der Einfachheit halber nicht dargestellten metallischen
Plattenrahmen in einem Mörtelbett festgehalten wird. Um die Durchflußöffnung 1 der
Verschlußplatte A herum sind entlastende Hohlräume in Form von durch die Plattendicke
geführten Bohrungen 4 angeordnet, die in dem durch Wärmespannungen beanspruchten Plattenmaterial
spannungsmindernd wirken. Vor allem aber ziehen die in Termperaturbereichen unter
500°C liegenden Bohrungen die Spitzen von an der Plattenumfangsfläche 3 entstehenden
Spannungsrissen 5 auf sich und verhindern eine fortschreitende Rißbildung 5a bis hin
zur Durchflußöffnung 1, wie gestrichelt angedeutet ist.
[0021] Nach Fig. 2 können bei der an der Plattenumfangsfläche 3 von einem Blechreifen 6
eingefaßten und mittels Exzentern 7 in einem Plattenrahmen eingespannten Linearschieber-Verschlußplatte
B sich bildende Risse 5 ihren Ursprung an der punktuellen Wirkstelle der Exzenter
7 haben. Von dort wachsen ein oder mehrere Risse 5 auf die Durchflußöffnung 1 zu,
um von einer oder mehreren in der zu erwartenden Rißrichtung vorgesehenen Bohrungen
4 aufgehalten zu werden.
[0022] Ein ähnliches Druckstellen-Rißbild ist bei der ebenfalls einen Blechreifen 9 aufweisenden,
mittels Druckleisten 10 in einem Plattenrahmen eingespannten Drehschieber-Verschlußplatte
C nach Fig. 3 gegeben. Es entstehen bevorzugt an dem von den Druckleisten 10 beanspruchten
Bereich der Plattenumfangsfläche 3 Risse 5, die den beiden Durchflußöffnungen 1 zustreben
und dabei in Bohrungen 4 münden. Indessen treten bei den meisten Konstruktionen, bei
denen das Plattenmaterial durch einen weitgehend gleichmäßig auf die Plattenumfangsfläche
3 einwirkenden Druck belastet wird, Spannungsrisse an den schwächsten Plattenstellen
zwischen der Druchflußöffnung 1 und dem direkt gegenüber liegenden Bereich der Plattenumfangsfläche
3 auf, so bei der Linearschieber-Verschlußplatte D nach Fig. 4 und 5, die unter Freilassen
der Gleitfläche 2 mit Mörtel 11 in einen Blechmantel 12 eingefaßt ist und deren Schwachstellen
zwischen der Druchflußöffnung 1 und den Längsseiten der Plattenumfangsfläche 3 liegen.
Dementsprechend ist an jenen Stellen je eine Bohrung 4 zum Auffangen von Spannungsrissen
5 plaziert.
[0023] Im allgemeinen ist es möglich, die als Haarrisse einzustufenden sehr feinen Spannungsrisse
5, in die wohl Luft, aber keinesfalls Metallschmelze eindringen kann, in den Bohrungen
4 ohne Fortbildung enden zu lassen. Dennoch vermag sich ein entstandener Riß bei realtiv
ungünstigen Betriebsverhältnissen über eine Bohrung 4 hinaus bis zur Durchflußöffnung
1 fortzusetzen. Besonders für solche schwerwiegenden Rißbildungen in Verschlußplatten
hilft, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich, eine in die Bohrung 4 eingefüllte Dichtungsmasse
13, die im Schieberbetrieb plastisch bis zähflüssige Konsistenz hat und in der Umfangswand
der Bohrungen 4 entstehende Risse selbsttätig verschließt.
[0024] Mithin dienen die je nach Plattenabmessung einen Durchmesser zwischen 0,5 und 25
mm aufweisenden Entlastungsbohrungen zusätzlich als Kammern zur Aufnahme eines Risse
verschließenden Dichtungsmittels, das letztlich den Zugang von Luft in die in der
Durchflußöffnung 1 saugend strömende Metallschmelze absperrt.
[0025] Bei Verschlußplatten E nach Fig. 6 mit freiliegender, der Gleitfläche 2 gegenüberliegender
Planseite 14 lassen sich die eine Dichtungsmasse 13 für die Risse 5, 5a aufnehmenden
Bohrungen 4 sacklochartig ausbilden, indem beispielsweise von der freien Planseite
14 her Pfropfen 15 in die Bohrungen 4 eingesetzt werden.
[0026] Alternativ zur Dichtungsmasse 13 hat die Ausführung nach Fig. 7 und 8 in der Bohrung
4 ein der Dicke der Verschlußplatte F entsprechendes, ringförmiges Dichtungsstück
16, das durch eigene Wärmedehnung Risse 5 bzw. 5a an der Bohrung 4 abdichtet, d.h.
sowohl einen von der Plattenumfangsfläche 3 ausgehenden Riß 5 als auch einen gestrichelt
eingezeichneten, über die Entlastungsbohrung 4 hinausgehenden Forsetzungsriß 5a.
[0027] Spannungsentlastend und gleichzeitig rißabdichtend wirkt auch die Ausführung nach
Fig. 9, mit einer durch ein Blechband 17 umfangsverspannten Verschlußplatte G, an
deren Plattenumfangsfläche 3 durch die Plattendicke verlaufende, ein Dichtungsstück
19 tragenden Ausnehmungen 18 vorgesehen sind.
[0028] Hierbei wird eine Haarrissbildung an der kerbenartigen, einen Hohlraum darstellenden
Ausnehmung 18 festgelegt und ein entstehender Riß 5a zugleich durch die Wärmeausdehnung
des Dichtungsstückes 19 abgedichtet. Anstelle des dreieckförmigen Querschnittes der
Ausnehmung bwz. des Hohlraumes 18 sind auch andere, bspw. halbrundförmige und halbelliptische
Querschnitte möglich.
1. Feuerfeste Verschlußplatte (A bis G) für Schieberverschlüsse an metallurgischen Gefäßen,
die wenigstens eine Durchflußöffnung (1) für Metallschmelze sowie eine an einer anderen
Platte anliegende Gleitfläche hat und während des Betriebes Wärmespannungen mit Rißbildungen
als Folgeerscheinung ausgesetzt ist, wobei an Stellen potentieller Rißbildungen über
die Dicke des Plattenmaterials verlaufende, der Rißbildung entgegenwirkende und gleichzeitig
spannungsentlastend wirkende Materialaussparungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialaussparungen in Form von als Bohrungen (4) und/oder als Einkerbungen
(18) der Plattenumfangsfläche (3) ausgebildete Hohlräume (4, 18) vorgesehen sind.
2. Verschlußplatte nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (4, 18)
um die Durchflußöffnung (1) herum in Temperaturbereichen unter 500°C vorgesehen sind.
3. Verschlußplatte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigsten
ein Hohlraum (4, 18) an den engsten Bereichen zwischen der Durchflußöffnung (1) und
der Plattenumfangsfläche (3) angeordnet ist.
4. Verschlußplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlräume (8, 18) ein Risse (5, 5a) verschließendes Dichtungsmittel (13, 16, 19) aufweisen.
5. Verschlußplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtungsmittel eine
bei Betriebstemperatur plastisch bis zähflüssig werdende keramische Masse (13) dient.
6. Verschlußplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse glasähnlich
aufgebaut ist.
7. Verschlußplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtungsmittel ein
durch eigene Wärmeausdehnung Risse (5, 5a) verschließendes Dichtungsstück (16, 19)
aus keramischem Material vorgesehen ist.
8. Verschlußplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume
(4, 18) in den Plattenbereichen der Einspannung in einen Plattenrahmen vorgesehen
sind.
1. Refractory valve plate (A to G) for sliding gate valves on metallurgical vessels which
has a flow opening (1) for metal melt and a sliding surface engaging another plate
and during operation is subjected to thermal stresses with crack formation as a consequence,
recesses being provided at positions of potential crack formation which extend over
the thickness of the plate material and inhibit the crack formation and act at the
same time to relieve these stresses, characterised in that the recesses are provided
in the form of hollow spaces (4, 18) constructed in the form of bores (4) and/or notches
(18) in the plate peripheral surface (3).
2. Valve plate as claimed in Claim 1, characterized in that the hollow spaces (4, 18)
are provided around the flow opening (1) in temperature regions below 500°C.
3. Valve plate as claimed in one of Claims 1 or 2, characterized in that at least one
hollow space (4, 18) is disposed at the narrowest regions between the flow opening
(1) and the plate peripheral surface (3).
4. Valve plate as claimed in one of Claims 1 to 3, characterized in that the hollow spaces
(8, 18) have a sealing agent (13, 16, 19) sealing cracks (5, 5a).
5. Valve plate as claimed in Claim 4, characterized in that a ceramic composition (13)
which becomes plastic to viscous at operational temperature serves as the sealing
agent.
6. Valve plate as claimed in Claim 5, characterised in that the composition is glass-like.
7. Valve plate as claimed in Claim 4, characterized in that a sealing member (16, 19)
of ceramic material is provided as the sealing agent which seals cracks (5, 5a) due
to its own thermal expansion.
8. Valve plate as claimed in one of Claims 1 to 7, characterised in that the hollow spaces
(4, 18) are provided in the regions of the plate which are clamped into a plate frame.
1. Plaque (A à G) réfractaire pour obturateurs à tiroir de cuves métallurgiques comportant
au moins un orifice d'écoulement (1) pour le métal en fusion ainsi qu'une surface
de glissement qui est appliquée contre une autre plaque et est soumise à des contraintes
thermiques en fonctionnement avec pour conséquence l'apparition de fissures, des évidements
étant prévus dans le matériau aux points d'apparition éventuelle de fissures, lesquels
évidements s'étendent sur l'ensemble de l'épaisseur du matériau et empêchent la formation
de fissures et relaxent les contraintes, caractérisé par le fait que les évidements
dans le matériau sont des cavités (4, 18) dans le pourtour (3) de la plaque qui se
présentent sous la forme de perçages (4) et/ou d'entailles (18).
2. Plaque d'obturateur selon la revendication 1, caractérisée par le fait que les cavités
(4, 18) sont prévues tout autour de l'orifice d'écoulement (1) dans des zones où la
température est inférieure à 500°C.
3. Plaque d'obturateur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait
qu'une cavité (4, 18) au moins est disposée dans les zones les plus étroites entre
l'orifice d'écoulement (1) et le pourtour (3) de la plaque.
4. Plaque d'obturateur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait
que les cavités (8, 18) contiennent un produit d'étanchéité (13, 16, 19) qui obture
les fissures (5, 5a).
5. Plaque d'obturateur selon la revendication 4, caractérisée par le fait que l'on utilise
comme produit d'étanchéité une masse céramique (13) qui devient plastique à visqueuse
à la température de fonctionnement.
6. Plaque d'obturateur selon la revendication 5, caractérisée par le fait que la structure
de la masse est analogue à celle d'un verre.
7. Plaque d'obturateur selon la revendication 4, caractérisée par le fait qu'il est prévu
comme moyen d'étanchéité un élément (16, 19) en matériau céramique qui obture les
fissures (5, 5a) par dilatation thermique propre.
8. Plaque d'obturateur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait
que les cavités (4, 18) sont prévues dans la région de serrage de la plaque dans un
cadre.

