(19)
(11) EP 0 412 474 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.01.1994  Patentblatt  1994/03

(21) Anmeldenummer: 90115029.2

(22) Anmeldetag:  04.08.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F25B 49/02, F25B 5/02, G05D 23/20

(54)

Kälteanlage sowie Verfahren zum Betreiben einer derartigen Anlage

Refrigeration system and method of operating such a system

Installation frigorifique et procédé de fonctionnement d'une telle installation


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 08.08.1989 DE 3926191

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.02.1991  Patentblatt  1991/07

(73) Patentinhaber: Linde Aktiengesellschaft
65189 Wiesbaden (DE)

(72) Erfinder:
  • Böckmann, Gerd, Dipl.-Ing.
    D-6502 Mainz-Kostheim (DE)
  • Fischer, Peter, Dipl.-Ing.
    D-6200 Wiesbaden (DE)

(74) Vertreter: Schaefer, Gerhard, Dr. 
Linde Aktiengesellschaft Zentrale Patentabteilung
82049 Höllriegelskreuth
82049 Höllriegelskreuth (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 2 274 336
US-A- 4 084 388
US-A- 4 384 462
US-A- 3 948 060
US-A- 4 344 293
US-A- 4 487 028
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Kälteanlage, in welcher ein Kältemittel verdichtet, verflüssigt, verschiedenen Kälteverbrauchern zugeleitet, dort entspannt und verdampft wird und anschließend wieder zum Verdichten zurückgeführt wird, wobei bei jedem Kälteverbraucher die Temperatur in dem zu kühlenden Raum durch Steuerung einer Stellgröße geregelt wird, der momentane Wert dieser Stellgröße als Maß für den Kältebedarf des jeweiligen Kälteverbrauchers dient und wobei die Leistung der Kälteanlage in Abhängigkeit von einem gewichteten Mittelwert der momentanen Kältebedarfswerte der angeschlossenen Kälteverbraucher eingestellt wird. Außerdem ist eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens Gegenstand der Erfindung.

    [0002] Derartige Kälteanlagen, auch als Verbundkälteanlagen bezeichnet, werden Uberall dort eingesetzt, wo mehrere Geräte an verschiedenen Stellen und/oder bei verschiedenen Temperaturen mit Kälte versorgt werden müssen. Beispielsweise sind in einem Supermarkt mehrere Kühl- und Tiefkühlmöbel sowie etwa zusätzlich ein Kühlraum als Kälteverbraucher an eine solche Anlage angeschlossen. Die Kälteanlage liefert jedem Kälteverbraucher unter Druck stehendes, verflüssigtes Kältemittel an. Dieses wird bei den jeweiligen Kälteverbrauchern entspannt und im indirekten Wärmeaustausch mit Kühlluft, welche anschließend in den zu kühlenden Raum eingeleitet wird, verdampft. Das verdampfte und unter niedrigem Druck stehende Kältemittel wird in den Kreislauf der Kälteanlage zurückgeführt. Im allgemeinen wird durch eine individuelle Regelung der Temperatur im zu kühlenden Raum jedes Kälteverbrauchers die momentan am Verdampfer abgegebene Kälteleistung gesteuert. Ein Verfahren für eine derartige Regelung ist beispielsweise Gegenstand einer gleichzeitig mit der vorliegenden Anmeldung eingereichten Patentanmeldung (veröffentlicht als EP-A-0412473).

    [0003] Aus wirtschaftlichen Gründen ist es außerdem notwendig, die gesamte Kälteleistung der Verbundanlage durch eine Regelung zu begrenzen, um Energie einzusparen. Dabei wird die Leistung beim Verdichten und/oder beim Verflüssigen verringert, indem einzelne der parallel arbeitenden Verdichter oder Verflüssigerventilatoren abgeschaltet bzw. in ihrer Drehzahl reduziert werden. Als Regelgröße wird bei den bisher bekannten Verfahren der Saugdruck, d.h. der Druck des gasförmigen Kältemittels vor dem Verdichten, verwendet. Diese Größe ist zwar sehr einfach zu ermitteln, jedoch ist die bekannte Art der Regelung recht grob und unempfindlich. Die Kälteleistung der Anlage muß daher aus Sicherheitsgründen relativ hoch gewählt werden, um eine Unterversorgung der Kälteverbraucher und eine damit verbundenes Verderbnis von Frischware auszuschließen. Auch andere Regelungen, beispielsweise in Abhängigkeit eines von den an den einzelnen Kälteverbrauchern festgestellten Abweichungen von der Solltemperatur (US-4487028) oder vom Kältebedarf eines einzigen Verbrauchers (US-4084388), sind bekannt. Die mit dem vorbekannten Verfahren erreichbare Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ist somit nicht zufriedenstellend.

    [0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu entwickeln, welches wirtschaftlich besonders günstig arbeitet, indem die von der Kälteanlage verbrauchte Energie möglichst gering gehalten wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Volumendurchsatz des bei dem jeweiligen Kälteverbraucher entspannten und verdampften Kältemittels als Maß für den Kältebedarf des jeweiligen Kälteverbrauchers verwendet wird.

    [0006] Die Regelkreisläufe der einzelnen Kälteverbraucher steuern als Stellgröße den Durchsatz an Kältemittel durch den Verdampfer, und zwar in Abhängigkeit von einer Regelgröße, im allgemeinen der momentanen Temperatur im zu kühlenden Raum des jeweiligen Kälteverbrauchers (Innenraumtemperatur). Diese Stellgröße ist ein sehr direktes Maß für den momentanen Kältebedarf des Kälteverbrauchers. Erfindungsgemäß werden nun die Regelkreisläufe der einzelnen Kälteverbraucher mit demjenigen der Verbundkälteanlage gekoppelt und die momentanen Kältebedarfswerte der einzelnen Kälteverbraucher an die Verbundregelung weitergeleitet. Die Gesamtheit der Kältebedarfswerte stellt dann eine sehr realistische und auch praktisch handzuhabende Regelgröße für die Steuerung der Leistung der Kälteanlage dar.

    [0007] Vorzugsweise wird die Leistung der Kälteanlage im wesentlichen proportional zum arithmetischen Mittel der ermittelten Kältebedarfswerte aller der Kälteanlage angeschlossenen Kälteverbraucher eingestellt. Bei der Mittelung können die Werte der einzelnen Kälteverbraucher bei Bedarf mit Gewichten versehen werden.

    [0008] Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt Mittel zur Verdichtung und zur Verflüssigung von Kältemittel, eine Verbundflüssigkeitsleitung zur Führung von verflüssigtem Kältemittel zu verschiedenen Kälteverbrauchern, den einzelnen Kälteverbrauchern zugeordneten Mittel zur Entspannung und Verdampfung von Kältemittel, eine Verbundsaugleitung, über die das verdampfte Kältemittel wieder zum Verdichten zurückgeführt wird, je einen mikroprozessorgesteuerten Kälteverbraucherregler pro Kälteverbraucher, durch den die Temperatur in dem zu kühlenden Raum durch Steuerung einer Stellgröße geregelt wird und der jeweils mit einem Temperaturmeßeingang und einem Steuerausgang und außerdem mit einer Datenleitung verbunden ist, über die der momentane Wert dieser Stellgröße ausgegeben werden kann, und einen mikroprozessorgesteuerten Verbundregler, der ebenfalls mit der Datenleitung verbunden ist und außerdem Steuerausgänge aufweist, welche zu den Aggregaten der Kälteanlage führen, wobei der Verbundregler so ausgebildet ist, daß die Leistung der Aggregate in Abhängigkeit von einem gewichteten Mittelwert der momentanen Werte der Stellgrößen der angeschlossenen Kälteverbraucher eingestellt wird, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kälteverbraucherregler den Volumendurchsatz des bei dem jeweiligen Kälteverbraucher entspannten und verdampften Kältemittels einstellen.

    [0009] Die Erfindung und weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand einer Zeichnung und eines Flußdiagrammes näher erläutert. Hierbei zeigen
    Figur 1
    ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kälteanlage mit drei Kälteverbrauchern und den zugehörigen Regeleinrichtungen in schematischer Darstellung und
    Figur 2
    ein Flußdiagramm, welches ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt.


    [0010] Die Kälteanlage weist mehrere parallel geschaltete Verdichter 2 auf, welche Kältemittel aus einer Verbundsaugleitung 1 ansaugen. Die Anzahl von Verdichtern beträgt im allgemeinen 2 bis 10, vorzugsweise 2 bis 8 . Das verdichtete Kältemittel wird zu einem Verflüssiger 3 geführt, in welchem es in indirektem Wärmeaustausch mit Luft kondensiert wird. Der Verflüssiger steht im allgemeinen im Freien. Seine Außenflächen werden von Verflüssigerventilatoren 4 mit Außenluft beaufschlagt. Das zum größten Teil verflüssigte Kältemittel wird in einem Sammler 5 eingeleitet, von dem aus nur der flüssige Anteil in die Verbundflüssigkeitsleitung 6 gelangt, welche das flüssige und unter Druck stehende Kältemittel zu den Kälteverbrauchern 7a, 7b, 7c führt. Die Verdichtes 2 und Verflüssigerventilatoren 4 stellen die Aggregate der Kälteanlage dar.

    [0011] Die Anzahl der angeschlossenen Kälteverbraucher 7a, 7b, 7c ist im Prinzip unbegrenzt; die maximale Kälteleistung der Verbundanlage muß selbstverständlich entsprechend ausgelegt sein.

    [0012] Flüssiges Kältemittel wird über individuelle Flüssigkeitsleitungen 8a, 8b, 8c jedem Kälteverbraucher 7a, 7b, 7c getrennt zugeführt. Dort wird es jeweils einem Expansionsventil 9 entspannt, in einen Verdampfer 10 eingeleitet und dort gegen über die Außenflächen des Verdampfers 10 geleitete Kühlluft verdampft. Die Kühlluftführung innerhalb der Kälteverbraucher 7a, 7b, 7c ist in Figur 1 der Einfachheit halber nicht dargestellt. Entspanntes und verdampftes Kältemittel wird über die einzelnen Saugleitungen lla, llb, llc wird in die Verbundsaugleitung 1 eingeführt und damit in den Kältemittelkreislauf zurückgeleitet.

    [0013] Für die individuelle Steuerung der Kälteleistung bei jedem Kälteverbraucher 7a, 7b, 7c wird im allgemeinen der Durchsatz an Kältemittel durch den Verdampfer 10 oder der Druckunterschied beim Entspannen 9 eingestellt. Im Beispiel der Figur 1 wird der Durchsatz an Kältemittel gesteuert. Grundsätzlich reicht dazu jeweils ein Ventil pro Kälteverbraucher 7a, 7b, 7c aus. Im Beispiel der Figur 1 ist sowohl für jede Flüssigkeitsleitung 8a, 8b, 8c als auch für jede Saugleitung lla, llb, llc jeweils ein Magnetventil 12 bzw. 13 vorgesehen. Die Ventile werden durch je einen individuellen mikroprozessorgesteuerten Kälteverbraucherregler 14a, 14b, 14c in Abhängigkeit von der jeweiligen Innenraumtemperatur (Temperaturfühler 15) eingestellt (siehe oben erwähnte Patentanmeldung EP-A-0412473).

    [0014] Ein ebenfalls mikroprozessorgesteuerter Verbundregler 17 steuert die Verdichter 2 und im vorliegenden Beispiel einen der beiden Verflüssigerventilatoren 4. Erfindungsgemäß sind die Kälteverbraucherregler 14a, 14b, 14c der einzelnen Kälteverbraucher 7a, 7b, 7c über eine Datenleitung 16, hier ein gemeinsamer Daten- und Adreßbus, mit dem Verbundregler 17 verbunden.

    [0015] Der Verbundregler 17 weist bei dem Ausführungsbeispiel weitere Ein- und Ausgänge 18, 19 auf. Leitung 18 stellt eine Sicherheitskette dar, die bei Ausfall eines Aggregates, beispielsweise einer der Verdichter 2, unterbrochen wird. Über Leitung 19 kann gegebenenfalls eine Warnung an das Bedienungspersonal abgegeben werden. Darüber hinaus können sowohl der Verbundregler 17, als auch die Kälteverbraucherregler 14a, 14b, 14c über weitere Datenleitungen mit einem zentralen Uberwachungsgerät, beispielsweise einem Rechner, der zusätzliche Aufgaben wie etwa die Steuerung von Beleuchtung oder Heizung erfüllt, verbunden sein.

    [0016] Ein Beispiel für die praktische Funktionsweise eines Programmes, welches den Verbundregler 17 steuert, ist aus dem Flußdiagramm in Figur 2 ersichtlich. Nach dem Einschalten bzw. Zurücksetzen (Reset) des Gerätes (Schritt 1.1) erfolgt zunächst in Schritt 1.2 die Überprüfung der Konfiguration (zum Beispiel Art und Aufbau der Verbundanlage und der angeschlossenen Kälteverbraucher usw.) und die entsprechende Voreinstellung des Regelgerätes. Außerdem werden dabei interne Vorgänge des Mikroprozessors gestartet, beispielsweise die Zeitmessung und die Initialisierung der Ein-/Ausgabekanäle.

    [0017] Im folgenden Schritt 1.3 wird eine Voreinstellung bestimmter Parameter durchgeführt. Dies betrifft vor allem die zunächst angenommenen Kältebedarfswerte, für die ja noch keine aktuellen Daten vorliegen. Anschließend tritt das Programm in eine Endlosschleife ein, aus der lediglich ein Ausschalten oder Zurücksetzen des Gerätes herausführt.

    [0018] Als erster Schritt 2.1 der Schleife werden die aktuellen Regelparameter aus dem EEPROM gelesen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Einstell- und Sollwerte der Kälteanlage oder auch um speziellere Parameter, wie zum Beispiel die Verzögerungszeit zwischen der Anforderung von zusätzlicher Kälteleistung und der Ausgabe von entsprechenden Schaltsignalen an Verdichter bzw. Verflüssigerventilatoren. Im folgenden Schritt 2.2 werden die Tastatur und die digitalen Eingänge abgefragt. Falls über die Tastatur eine Veränderung von Parametern angefordert wird, wird diese in 2.3 vorgenommen. Schritt 2.4 ermöglicht, falls gewünscht, eine Ausgabe von speziell ausgewählten Daten, wie z.B.
    • Anzahl der Verdichter und Verflüssigerventilatoren
    • alle Arten von Verzögerungszeiten
    • Anzahl der angeschlossenen Kälteverbraucher
    • bisherige Laufzeit der einzelnen Verdichter
    • Anzahl der laufenden Verdichter und Ventilatoren
    • von einen Kälteverbraucher übermitteltes Warnsignal


    [0019] Der Ausgabewunsch wir dem Gerät ebenfalls über die Tastatur mitgeteilt.

    [0020] Anschließend (2.5) werden die Daten von den Kälteverbraucherreglern abgerufen, vor allem die aktuellen Werte des Kältebedarfs. Zusätzlich können weitere Signale zwischen Verbundregler und Kälteverbraucherreglern ausgetauscht werden, beispielsweise Warnmeldungen bei Störungen, Uberlastung oder Unterversorgung. Die Daten werden im Arbeitsspeicher des Verbundreglers zwischengespeichert. In Schritt 2.6 wird aus den aktuellen Kältebedarfswerten der einzelnen Kälteverbraucher ein Mittelwert errechnet, der unter Umständen mit Parametern gewichtet wird, die von Größe und Bedeutung einzelner Kälteverbraucher abhängen.

    [0021] Die Leistung der Verbundanlage wird nun gemäß diesem Mittelwert eingestellt, also exakt nach den momentanen Anforderungen der Kälteverbraucher. Dies geschieht mit Hilfe der Ausgabe von Steuersignalen an Relais, welche die Verdichter bzw. die Motoren der Verflüssigerventilatoren schalten (2.7). Zur Verfeinerung der Einstellung der Leistung können auch Drehzahlregelungen vorgesehen sein. Die Steuerung der Verdichter erfolgt vorzugsweise im Rahmen einer Grundlastumschaltung, wie sie etwa in der DE-A-35 43 707 beschrieben ist.

    [0022] Im letzten Schritt 2.8 vor der Rückkehr zum Schleifenbeginn werden zusätzliche Dienste abgearbeitet, beispielsweise die Ermittlung des Warnzustandes (gegebenenfalls Ausgabe einer Warnung an das Bedienungspersonal, zum Beispiel bei Ausfall eines Aggregates) oder die Uberwachung des Reifansatzes am Verflüssiger und der entsprechenden Abtauvorgänge.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Betreiben einer Kälteanlage, in welcher ein Kältemittel verdichtet (2), verflüssigt (3), verschiedenen Kälteverbrauchern (7a, 7b, 7c) zugeleitet, dort entspannt (9) und verdampft (10a, 10b, 10c) wird und anschließend wieder zum Verdichten (2) zurückgeführt wird (11a, 11b, 11c; 1), wobei bei jedem Kälteverbraucher (7a, 7b, 7c) die Temperatur in dem zu kühlenden Raum durch Steuerung einer Stellgröße geregelt wird, der momentane Wert dieser Stellgröße als Maß für den Kältebedarf des jeweiligen Kälteverbrauchers (7a, 7b, 7c) dient und wobei die Leistung der Kälteanlage in Abhängigkeit von einem gewichteten Mittelwert der momentanen Kältebedarfswerte der angeschlossenen Kälteverbraucher (7a, 7b, 7c) eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumendurchsatz des bei dem jeweiligen Kälteverbraucher (7a, 7b, 7c) entspannten und verdampften Kältemittels als Maß für den Kältebedarf des jeweiligen Kälteverbrauchers (7a, 7b, 7c) verwendet wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelwert der momentanen Kältebedarfswerte mit Parametern gewichtet wird, die von Größe und Bedeutung einzelner Kälteverbraucher abhängen.
     
    3. Kälteanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit Mitteln zur Verdichtung (2) und zur Verflüssigung (3) von Kältemittel, mit einer Verbundflüssigkeitsleitung (6) zur Führung von verflüssigtem Kältemittel zu verschiedenen Kälteverbrauchern (7a, 7b, 7c), mit den einzelnen Kälteverbrauchern zugeordneten Mitteln zur Entspannung (9) und Verdampfung (10a, 10b, 10c) von Kältemittel, mit einer Verbundsaugleitung (1), über die das verdampfte Kältemittel wieder zum Verdichten (2) zurückgeführt wird, mit je einem mikroprozessorgesteuerten Kälteverbraucherregler (14a, 14b, 14c) pro Kälteverbraucher (7a, 7b, 7c), durch den die Temperatur in dem zu kühlenden Raum durch Steuerung einer Stellgröße geregelt wird und der jeweils mit einem Temperaturmeßeingang (20) und einem Steuerausgang (21) und außerdem mit einer Datenleitung (16) verbunden ist, über die der momentane Wert dieser Stellgröße ausgegeben werden kann, und mit einem mikroprozessorgesteuerten Verbundregler (17), der ebenfalls mit der Datenleitung (16) verbunden ist und außerdem Steuerausgänge (22, 23) aufweist, welche zu den Aggregaten (Verdichter 2, Verflüssigerventilatoren 4) der Kälteanlage führen, wobei der Verbundregler (17) so ausgebildet ist, daß die Leistung der Aggregate (2, 4) in Abhängigkeit von einem gewichteten Mittelwert der momentanen Werte der Stellgrößen der angeschlossenen Kälteverbraucher (7a, 7b, 7c) eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kälteverbraucherregler (14a, 14b, 14c) den Volumendurchsatz des bei dem jeweiligen Kälteverbraucher (7a, 7b, 7c) entspannten und verdampften Kältemittels einstellen.
     
    4. Kälteanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundregler (17) so ausgebildet ist, daß der Mittelwert der momentanen Werte der Stellgrößen mit Parametern gewichtet wird, die von Größe und Bedeutung einzelner Kälteverbraucher abhängen.
     


    Claims

    1. A process for operating a refrigerating apparatus in which a refrigerating medium is compressed (2), condensed (3), conveyed to different cold consumers (7a, 7b, 7c), expanded (9) and evaporated (10a, 10b, 10c) therein, and then returned (11a, 11b, 11c; 1) to the compression stage (2), wherein in each cold consumer (7a,7b, 7c) the temperature in the chamber which is to be refrigerated is regulated by the adjustment of a manipulated variable, the instantaneous value of this manipulated variable serves as a gauge for the cold requirement of the respective cold consumer (7a, 7b, 7c), and wherein the output of the refrigerating apparatus is adjusted in dependente upon a weighted mean value of the instantaneous cold requirement values of the connected cold consumers (7a, 7b, 7c), characterised in that the volume throughout of the refrigerating medium expanded and evaporated in the respective cold consumer (7a, 7b, 7c) is used as a gauge for the cold requirement of the respective cold consumer (7a, 7b, 7c).
     
    2. A prpcess as claimed in Claim 1, characterised in that the mean value of the instantaneous cold requirement values is weighted with parameters which are a function of the size and importance of individual cold consumers.
     
    3. A refrigerating apparatus for the implementation of the process claimed in Claim 1 or 2, with means for the compression (2) and condensation (3) of refrigerating medium, with a composite liquid line (6) for the conveyance of condensed refrigerating medium to different cold consumers (7a, 7b, 7c), with means assigned to the individual cold consumers for the expansion (9) and evaporation (10a, 10b, 10c) of refrigerating medium, with a composite suction line (1) via which the evaporated refrigerating medium is returned to the compression stage (2), with a respective, microprocessor-controlled cold consumed controller (14a, 14b, 14c) in respect of each cold consumer (7a, 7b, 7c) by which the temperature in the chamber which is to be refrigerated is regulated by the control of a manipulated variable and which is in each case connected to a temperature measuring input (20) and a control output (21) and is also connected to a data line (16) via which the instantaneous value of this manipulated variable can be output, and with a microprocessor-controlled composite controller (17) which is likewise connected to the data line (16) and also possesses control outputs (22, 23) which lead to the assemblies (compressor 2, condenser fans 4) of the refrigerating apparatus, where the composite controller (17) is designed such that the output of the assemblies (2, 4) is adjusted in dependence upon a weighted mean value of the instantaneous values of the manipulated variables of the connected cold consumers (7a, 7b, 7c), characterised in that the cold consumer controllers (14a, 14b, 14c) adjust the volume throughput of the refrigerating medium expanded and evaporated in the respective cold consumer (7a, 7b, 7c).
     
    4. A refrigerating apparatus as claimed in Claim 3, characterized in that the composite controller (17) is designed such that the mean value of the instantaneous values of the manipulated variables is weighted with parameters which are a function of the size and importance of individual cold consumers.
     


    Revendications

    1. Procédé de fonctionnement d'une installation frigorifique dans lequel un fluide frigorifique est comprimé (2), condensé (3), amené à différents postes utilisateurs de froid (7a, 7b, 7c), où il est détendu (9) et vaporisé (10a, 10b, 10c), puis est de nouveau ramené (11a, 11b, 11c; 1) à la compression (2), la température dans l'enceinte à refroidir, dans chaque poste utilisateur de froid (7a, 7b, 7c) étant réglée au moyen d'une commande d'une variable réglante, la valeur instantanée de cette variable réglante servant de mesure pour le besoin de froid de chaque poste utilisateur ou consommateur de froid (7a, 7b, 7c) et la puissance de l'installation frigorifique étant réglée en fonction d'une valeur moyenne pondérée des valeurs instantanées des besoins de froid des postes utilisateurs de froid (7a, 7b, 7c) raccordés, caractérisé en ce que le débit volumique du fluide frigorifique détendu dans chaque poste utilisateur de froid (7a, 7b, 7c) et vaporisé est utilisé comme mesure pour le besoin de froid de chaque poste utilisateur de froid (7a, 7b, 7c).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur moyenne des valeurs des consommations de froid instantanées est pondérée avec des paramètres qui dépendent de la taille et de l'importance des postes utilisateurs de froid particuliers.
     
    3. Installation frigorifique pour mettre en oeuvre le procédé selon la revendication 1 ou 2, avec des moyens de compression (2) et des moyens de condensation (3) de fluide frigorifique, avec une conduite collective de liquide (6), pour amener le fluide frigorifique condensé aux différents postes utilisateurs de froid (7a, 7b, 7c), avec les moyens associés aux différents postes utilisateurs de froid en vue d'effectuer la détente (9) et la vaporisation (10a, 10b, 10c) de fluide frigorifique, avec une conduite collective d'aspiration (1), par l'intermédiaire de laquelle le fluide frigorifique vaporisé est de nouveau renvoyé au poste de compression (2), avec, à chaque fois, un régulateur de chaque poste utilisateur de froid (14a, 14b, 14c) commandé par microprocesseur, pour chaque poste utilisateur de froid (7a, 7b, 7c), au moyen duquel la température dans l'enceinte à refroidir est réglée par commande d'une variable réglante et le régulateur (14a, 14b, 14c) étant chaque fois relié à une entrée de mesure de température (20) et à une sortie de commande (21) et en outre à une ligne de données (16), par l'intermédiaire de laquelle la valeur instantanée de cette variable réglante peut être donnée en sortie, et avec un régulateur (17) de l'ensemble commandé par microrocesseur, qui est relié également à la ligne de données (16) et qui présente en outre des sorties de commande (22, 23), menant aux groupes (compresseur 2, ventilateurs de condenseur 4) de l'installation frigorifique, le régulateur (17) de l'ensemble étant configuré de manière que la puissance des groupes (2, 4) soit réglée en fonction d'une valeur moyenne pondérée des valeurs instantanées des variables réglantes des postes utilisateurs de froid (7a, 7b, 7c) raccordés, caractérisée en ce que les régulateurs (14a, 14b, 14c) des postes utilisateurs de froid règlent le débit volumique du fluide frigorifique détendu et vaporisé à chaque poste utilisateur de froid (7a, 7b, 7c).
     
    4. Installation frigorifique selon la revendication 3, caractérisée en ce que le régulateur (17) de l'ensemble est conçu de manière que la valeur moyenne des valeurs instantanés des variables réglantes soit pondérée avec des paramètres qui dépendent de la taille et de l'importance des postes utilisateurs de froid individuels.
     




    Zeichnung