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EP 0 470 532 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.01.1994 Patentblatt 1994/03 |
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Anmeldetag: 03.08.1991 |
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Verfahren zum Verdampfen von flüssigem Erdgas
Process for gasifying liquid natural gas
Procédé pour évaporer du gaz naturel liquéfié
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR |
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Priorität: |
07.08.1990 DE 4025023
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.02.1992 Patentblatt 1992/07 |
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Patentinhaber: Linde Aktiengesellschaft |
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65189 Wiesbaden (DE) |
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Erfinder: |
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- Schmidt, Hans, Dr.-Ing.
W-8190 Wolfratshausen (DE)
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Vertreter: Schaefer, Gerhard, Dr. |
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Linde Aktiengesellschaft
Zentrale Patentabteilung 82049 Höllriegelskreuth 82049 Höllriegelskreuth (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 059 955
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DE-A- 3 836 061
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verdampfen von flüssigem, unter Druck stehendem
Erdgas mit Energiegewinnung, indem das flüssige Erdgas in mehrstufigem Wärmetausch
mit in voneinander getrennten Kreisläufen geführten Fluiden angewärmt und verdampft
wird, wobei als Fluid für einen ersten Kreislauf ein Teil des auf Umgebungstemperatur
angewärmten Erdgases abgezweigt, arbeitsleistend entspannt, im Wärmetausch mit flüssigem
Erdgas kondensiert, auf das Druckniveau des flüssigen Erdgases gepumpt und dem anzuwärmenden
Erdgas vor der ersten Wärmetauschstufe wieder zugemischt wird.
[0002] Aus der deutschen Anmeldung DE-A 38 36 061 ist ein Verfahren zum Verdampfen von flüssigem
Erdgas bekannt. Dort wird als Fluid des ersten Kreislaufes verdampftes und auf Umgebungstemperatur
angewärmtes Erdgas verwendet. Dazu wird ein Teilstrom des Erdgases arbeitsleistend
entspannt, im Wärmetausch mit flüssigem Erdgas kondensiert und nach Verdichtung auf
den Druck des Erdgasstromes dem flüssigen Erdgas zur erneuten Verdampfung wieder zugespeist.
In zumindest einem weiteren, getrennten Kreislauf wird ein Fluid geführt, welches
im Wärmetausch mit einem Heizmedium verdampft, arbeitsleistend entspannt, gegen anzuwärmendes
Erdgas kondensiert und vor seiner erneuten Verdampfung auf erhöhten Druck komprimiert
wird.
[0003] Sollen beim bekannten Verfahren jedoch Erdgasströme unterschiedlichen Druckes bearbeitet
und abgegeben werden, so ist notwendig für jedes gewünschte Druckniveau eine getrennte
Anlage zur Verfügung zu stellen. Dadurch erhöht sich die Gesamtzahl der einzusetzenden
Anlagenbauteile, was eine Erhöhung des Investitionskostenaufwandes mit sich bringt.
[0004] Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, daß ein geringerer Investitionskostenaufwand, verbunden
mit einer gleich guten oder sogar besseren Energierückgewinnung gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Fluid des ersten Kreislaufes
nach der arbeitsleistenden Entspannung und Kondensation in zwei Teilströme aufgeteilt
wird, wovon der eine auf den Druck des zu verdampfenden Erdgases komprimiert und mit
diesem vermischt wird und der zweite parallel zum zu verdampfenden Erdgas, aber getrennt
von diesem durch sämtllche Wärmetauschstufen geführt, dabei verdampft, angewärmt und
danach als Erdgas-Niederdruckprodukt abgegeben wird.
[0006] Das Fluid des ersten Kreislaufes, also auf Umgebungstemperatur angewärmtes Erdgas,
wird beim erfindungsgemäßen Verfahren auf den gewünschten Abgabedruck entspannt und
danach gegen anzuwärmendes flüssiges Erdgas kondensiert. Ein Teilstrom des Fluids
wird, wie im bekannten Verfahren, auf den Druck des flüssigen Erdgasstromes komprimiert
und diesem wieder zugemischt. Der weitere Teilstrom dagegen wird parallel zum Weg
des Erdgasstromes erneut verdampft und angewärmt und als getrennter Produktgasstrom
abgezogen. Der Abzug des Teilstromes erfolgt zweckmäßigerweise nach der Kondensation
des Fluids, da nur so bei stark schwankenden Betriebsbedingungen die Zusammensetzung
des Produktstromes gleich der Zusammensetzung des in die Anlage gespeisten flüssigen
Erdgases ist.
[0007] Die aus dem verdampften Erdgasstrom abgezweigte Fluidmenge richtet sich hierbei nach
der gewünschten Produktgasmenge, die auf einem niedrigeren Druckniveau als der flüssige
Erdgaseinsatzstrom abgegeben werden soll.
[0008] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich auch flüssige Erdgasströme unterschiedlichen
Eingangsdruckes verarbeiten, indem sie auf einen gemeinsamen hohen Druck gebracht
werden und der Gesamtstrom im Wärmetausch mit Fluiden mehrerer Kreisläufe verdampft
wird.
[0009] Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens können vorteilhaft in einer Anlage
Produktströme unterschiedlichen Druckes erzeugt werden, ohne die Anzahl der am Verfahren
beteiligten Anlagenbauteile gegenüber dem Stand der Technik zu erhöhen.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung können auch mehrere Produktströme auf unterschiedlichem
Druckniveau erzeugt werden, wofür das Fluid des ersten Kreislaufes mehrstufig arbeitsleistend
entspannt wird. Die mehrstufige arbeitsleistende Entspannung kann dabei sowohl durch
in Reihe geschaltete Expansionsmaschinen erfolgen, wie auch mit parallel betriebenen
Aggregaten durchgeführt werden. Sind die Expansionsmaschinen in Reihe geschaltet,
wird zumindest ein Teil des bereits druckreduzierten Fluides weiter entspannt. Werden
die Expansionsmaschinen parallel geschaltet, so wird das Fluid auf Zweigströme verteilt,
die jeder für sich auf verschiedene Druckniveaus entspannt werden. Beim erfindungsgemäßen
Verfahren können auch parallele und serielle Betriebsweisen der Expansionsmaschinen
miteinander kombiniert werden.
[0011] In einer besonders bevorzugten Verfahrensvariante wird die mehrstufige arbeitsleistende
Entspannung durchgeführt, indem das Fluid des ersten Kreislaufes vor seiner arbeitsleistenden
Entspannung auf Zweigströme verteilt wird, von denen jeder für sich arbeitsleistend
entspannt und in unterschiedlichen Kondensationsstufen kondensiert wird, woraufhin
jeweils ein Teilstrom abgezweigt und parallel zum Weg des anzuwärmenden Erdgases erwärmt
und abgezogen wird.
[0012] Bei der Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es keineswegs notwendig,
daß von allen arbeitsleistend entspannten Zweigströmen Teilströme abgetrennt werden,
vielmehr besteht die Möglichkeit, daß nicht nach jeder Kondensationsstufe ein Teilstrom
abgezweigt und parallel zum zu verdampfenden Erdgas verdampft, angewärmt und abgegeben
wird. Ist beispielsweise vorgesehen, das Fluid des ersten Kreislaufes zweistufig arbeitsleistend
zu entspannen, so ist, je nach den Verfahrensvorgaben, die Erzeugung eines oder zweier
Teilströme auf niedrigerem Druckniveau möglich. Die Erzeugung nur eines Teilstromes
impliziert, daß der zweite Zweigstrom nach seiner Kondensation dem zu verdampfenden
Erdgas vollständig wieder zugemischt wird.
[0013] Diese vorgenannten erfindungsgemäßen Maßnahmen bieten den Vorteil mehrere Erdgasströme
unterschiedlichen Druckes in einer Anlage zu erzeugen. Es werden zwar mehr Expansionsturbinen
eingesetzt als im einfachsten erfindungsgemäßen Fall, doch es wird die Effizienz des
Verfahrens durch feiner abstufbare Wärmeübergänge und vermehrte Energierückgewinnung
gesteigert. Gegenüber dem Grundprinzip der Erfindung sieht diese Weiterbildung vor,
zunächst Zweigströme des ersten Fluides zu bilden und diese getrennt arbeitsleistend
zu entspannen. Die Entspannung erfolgt dabei auf unterschiedliche Druckniveaus, wodurch
für die Kondensation der jeweiligen Ströme unterschiedliche Kondensationsstufen, d.h.
Wärmetauschstufen, benötigt werden. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß der flüssige,
zu verdampfende Erdgasstrom durch verfahrensgünstig fein abgestuften indirekten Wärmeaustausch
angewärmt und verdampft wird.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung wird das Fluid des ersten Kreislaufes einstufig arbeitsleistend
entspannt.
[0015] Als Sonderfall der mehrstufigen Entspannung beinhaltet dieses Vorgehen einen vorteilhaften
Aspekt. Die weitere Behandlung des arbeitsleistend entspannten Fluids des ersten Kreislaufes
kann dahingehend gewählt werden, daß auf Teilsträme verzweigte Zweigströme entfallen,
während nurmehr der nach seiner Kondensation vollständig dem zu verdampfenden Erdgas
wieder zuzumischende Zweigstrom erhalten bleibt.
[0016] Das geschilderte Vorgehen stellt nur einen besonders bevorzugten Spezialfall der
Möglichkeiten der mehrstufigen Entspannung dar. In gleicher Weise wie mit den in paralleler
arbeitsleistender Entspannung gewonnenen Zweigströmen kann mit den in serieller Betriebsweise
erzeugten Zweigströmen verfahren werden, da die Erfindung auf alle mehrstufig arbeitsleistend
entspannten Fluidströme anwendbar ist.
[0017] Parallel zum ersten Fluidkreislauf wird, in einem zweiten Kreislauf, ein Fluid geführt,
welches nach Anwärmung auf Umgebungstemperatur zur Gewinnung von Energie einstufig
arbeitsleistend entspannt wird. Auch diese erfindungsgemäße Ausführung des Verfahrens
kann dadurch abgewandelt werden, daß in einem zweiten Kreislauf ein Fluid geführt
wird, welches nach Anwärmung auf Umgebungstemperatur in Teilströme zerlegt wird, welche
zur Gewinnung von Energie arbeitsleistend entspannt werden.
[0018] Besonders günstig ist die Verwendung von Gemischkreisläufen. So wird vorgeschlagen,
als Fluid des zweiten Kreislaufes eine C₁/C₂/C₃-Kohlenwasserstoff-Mischung oder eine
C₁/C₂-Kohlenwasserstoff-Mischung bzw. eine C₂/C₃-Kohlenwasserstoff-Mischung zu verwenden.
[0019] Besonders günstig ist weiterhin als Fluid des zweiten Kreislaufes eine Mischung aus
C₁- bis C₆-Kohlenwasserstoffen zu verwenden, wobei der C₂-Anteil weniger als 90 Mol%
beträgt. Die Bezeichnungen C₁ bis C₆ kennzeichnen Kohlenwasserstoffe mit einem bis
sechs Kohlenstoffatomen.
[0020] Die Auswahl des wärmetauschenden Fluids des zweiten Kreislaufes richtet sich dabei
nach der Zusammensetzung des zu verdampfenden Erdgasstromes, um den Wärmekontakt der
Ströme untereinander besonders effizient zu gestalten und die größtmögliche Energie
für die arbeitsleistende Entspannung zur Verfügung zu stellen.
[0021] Als Fluide des zweiten Kreislaufes können weiterhin auch Reinstoffe verwendet werden.
So ist erfindungsgemäß günstig Ammoniak, Propan oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe
einzusetzen. Bei letzteren besteht darüberhinaus die Möglichkeit, für das Fluid verschiedene
Fluorchlorkohlenwasserstoffe zu mischen.
[0022] Wie bereits erwähnt, gilt der Grundsatz, daß, je besser gestaffelt der Wärmeübergang
betrieben werden kann, um so günstiger ist die Effizienz des Verfahrens. Erfindungsgemäß
wird daher vorgeschlagen, zwischen dem ersten und dem zweiten Kreislauf einen weiteren
Kreislauf einzusetzen, wobei als Fluid dieses Kreislaufes Ethan oder ein anderer Stoff
mit ähnlicher Dampfdruckkurve verwendet wird.
[0023] Das Fluid des weiteren Kreislaufes wird mit Vorteil einstufig oder mit besonderem
Vorzug ebenfalls mehrstufig arbeitsleistend entspannt.
[0024] Jedem Verfahren zur Verdampfung von flüssigem Erdgas unter gleichzeitiger Energiegewinnung
liegt das Prinzip zugrunde, einem Heizmedium, welches auf höchstem Temperaturniveau
am Wärmetausch teilnimmt, die benötigte Energie in Form von Wärme zu entziehen. Besonders
günstig für die Erfindung ist, wenn die Erwärmung der Kreislauffluide auf Umgebungstemperatur
in der letzten Wärmetauschstufe durch Wärmetausch mit einer Glykol-Wasser-Lösung erfolgt.
[0025] Im einfachsten Fall des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Zahl der voneinander
getrennten Kreisläufe auf den ersten Fluidkreislauf und den Kreislauf des Heizmediums
beschränkt.
[0026] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, die Fluide
des zweiten und/oder dritten Kreis-
laufes nach ihrer Kondensation gegen anzuwärmendes Erdgas und Pumpen auf erhöhten
Druck ganz oder teilweise um die, dem Druckniveau entsprechende Kondensationsstufe
zu führen und erst bei der nächsthöheren Wärmetauschstufe am Wärmeübergang zu beteiligen.
[0027] Um den Energieinhalt des auf Umgebungstemperatur angewärmten Erdgases optimal zu
nutzen, wird weiterhin vorgeschlagen, wenigstens einen Teil dieses angewärmten Erdgases
vor seiner Abgabe arbeitsleistend zu entspannen und erneut auf Umgebungstemperatur
anzuwärmen.
[0028] Die zur Durchführung des Verfahrens eingesetzte Vorrichtung besteht aus Wärmetausch-/Kondensationsstufen,
auf unterschiedlichem Temperaturniveau für den Wärmetausch der Kreislauffluide mit
dem zu verdampfenden Erdgas, wenigstens einer Heizstufe, in welcher das Erdgas und
die Kreislauffluide gegen ein Heizmedium auf die höchste Prozeßtemperatur angewärmt
werden, Expansionsmaschinen für die arbeitsleistende Entspannung sowie Pumpen für
die erneute Kompression der im Wärmetausch kondensierten Fluide. Je nach den Einsatzmöglichkeiten
und abgestimmt auf die Verfahrensbedingung ist es besonders günstig, die Wärmetausch-/Kondensationsstufen
als Geradrohrwärmetauscher mit mehreren Rohrwegen bzw. Bündeln, oder als gewickelte
Rohrwärmetauscher mit mehreren Rohrwegen auszubilden. Eine weitere Option besteht
darin, Geradrohrwärmetauscher mit nur einem Rohrweg einzusetzen. In diesem Fall werden
für jede Wärmetausch-/Kondensationsstufe mehrere dieser Wärmetauscher parallel geschaltet.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren sei im weiteren anhand der Figuren 1 und 2 beispielhaft
beschrieben.
[0030] Figur 1 stellt die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dar, bei welcher neben
dem Heizkreislauf und dem ersten Kreislauf ein zweiter Fluidkreislauf eingesetzt wird.
Ein flüssiger, unter Druck stehender Erdgasstrom 1 wird in einem Wärmetauscher E1
gegen kondensierendes Erdgas aus der Leitung 2b angewärmt. Dieser flüssige Erdgasstrom
kann, wie hier dargestellt, aus Einzelströmen zusammengesetzt werden, die auf einen
gemeinsamen hohen Druck gebracht werden. In Wärmetauscher E2 erfolgt eine weitere
Erwärmung des zu verdampfenden Erdgasstroms gegen das im Kreislauf der Leitungen 3a,
3b und 3c geführten Fluids eines zweiten Kreislaufes. Die endgültige Anwärmung des
Erdgasstomes wird in Wärmetauscher H3A im Gegenstrom zu abzukühlendem Heizmedium aus
Leitung 4 vorgenommen. Aus dem gasförmigen, auf Umgebungstemperatur angewärmten Erdgasstrom
1 wird vor seiner Abgabe ein Teil über eine Stichleitung 2a abgezogen, in Expansionsmaschine
X1 arbeitsleistend entspannt und im Wärmetauscher/Kondensationsstufe E1 kondensiert.
Nach der Kondensation wird ein zur Abgabe bestimmter Teilstrom 2c abgetrennt und parallel
zum Erdgasweg in den Wärmetauschern E1, E2 und H3B angewärmt und verdampft. Dieser
Teilstrom bildet das Erdgas-Niederdruckprodukt. Das restliche kondensierte Erdgas
der Leitung 2b wird, wie beim bekannten Verfahren, mittels Pumpe P1 komprimiert und
dem zu verdampfenden flüssigen Erdgasstrom 1 zugemischt. Das Fluid des zweiten Kreislaufs
bezieht seine Energie zur Arbeitsleistung und Erdgaserwärmung aus dem in Leitung 4
bereitgestellten Heizmedium. Nach Passieren von Wärmetauscher H3C ist das Fluid des
zweiten Kreislaufes verdampft und wird durch die Leitung 3a der Expansionsturbine
X2 zugeführt und arbeitsleistend entspannt. Der resultierende druckverminderte Strom
3b wird daraufhin in Wärmetauscher E2 gegen kondensiertes druckerhöhtes Fluid des
zweiten Kreislaufes, den zu erwärmenden Erdgasstrom in Leitung 1 und den parallel
anzuwärmenden Erdgas-Niederdruckproduktstrom kondensiert und mittels Pumpe P2 wieder
auf erhöhten Druck gebracht. Das zur Anwärmung der Fluide auf höchste Prozeßtemperatur
herangezogene Medium wird über Leitung 4 herangeführt, und durch die parallel geschalteten
Wärmetauscher H3A (im Wärmekontakt zum zu verdampfenden Erdgas unter hohem Druck),
H3B (im Wärmekontakt zum anzuwärmenden Niederdruckprodukt) und Wärmetauscher H3C (im
Wärmekontakt zum zu verdampfenden Fluid des zweiten Kreislaufs) geleitet und nach
dem Wärmeentzug über Leitung 5 abgezogen.
[0031] Unter der Vorgabe, daß zwei Erdgasströme unterschiedlichen Druckes abgegeben werden
sollen, erbringt das erfindungsgemäße Verfahren wesentliche Vorteile verglichen mit
der einfachsten Verfahrensvariante der DE-A 38 36 061. Während das erfindungsgemäße
Verfahren mit nur einer Verdampfungsanlage auskommt, müssen bei einem Verfahren gemäß
dem Stand der Technik zwei getrennte Anlagen eingesetzt werden. Der maschinelle Aufwand
wird durch den Einsatz der Erfindung entsprechend halbiert.
[0032] Figur 2 zeigt eine Ausgestaltung des erfindunggemäßen Verfahrens, bei dem zwei Kreislauffluide
mehrstufig arbeitsleistend entspannt werden. In diesem Beispiel werden Erdgasströme,
welche unterschiedlichen Vordruck haben, auf einen gemeinsamen erhöhten Druck gebracht
und in der gemeinsamen Leitung 1 der Erdgas-Verdampfungsanlage zugeführt. Dieser gemeinsame
Strom wird in stufenweisem Wärmekontakt mit den Wärmetauschfluiden der Einzelkreisläufe
erwärmt und verdampft. Ein Teil des gebildeten Hochdruckproduktes wird in Leitung
2c abgezogen, während der übrige Teil in Expansionsmaschine X4 arbeitsleistend entspannt
wird. Das gebildete druckreduzierte Produkt der Leitung 2b wird daraufhin in Wärmetauscher
H3E gegen Heizfluid auf Umgebungstemperatur angewärmt. Ein Teil dieses Produktes wird
mittels Leitung 2b' abgezogen, während der Anteil, welcher über Leitung 2a abgeführt
wird, das Fluid des ersten Kreislaufes bildet. Der Fluidstrom 2a wird zur Energiegewinnung
in die Zweigströme 3a und 3b aufgeteilt und diese Ströme werden in den Expansionsmaschinen
X1B und X1A auf unterschiedliche Druckniveaus arbeitsleistend entspannt. Der entspannte
Zweigstrom 3a wird in Wärmetauscher E1A gegen anzuwärmendes flüssiges Erdgas der Leitung
1 kondensiert. Nach der Kondensation wird ein auf vermindertem Druck befindlicher
Teilstrom abgezogen und parallel zum übrigen Erdgasweg angewärmt und verdampft und
als Produkt in der Leitung 4 abgezogen. Der übrige kondensierte Anteil wird mittels
Pumpe P1A auf den Erdgasdruck komprimiert und dem flüssigen Erdgas vor Durchtritt
durch den ersten Wärmetauscher wieder zugemischt. Mit dem entspannten Zweigstrom 3b
wird in analoger Weise verfahren, wobei der Wärmetausch bzw. die Kondensation in Wärmetauscher
E1B der Ströme auf einem höheren Temperatur/Wärmetausch-Niveau stattfindet. Dies ist
begründet in der Tatsache, daß jedem Druckniveau eine ihm zugeordnete Wärmetasch/Kondensationsstufe
des Fluides entspricht. So muß zur Kondensation des Fluides mit niedrigstem Druck
die Wärmetauschstufe auf niedrigstem Temperaturniveau herangezogen werden, während
mit steigendem Druck die Kondensations-/Wärmetauschstufen auf höherem Temperaturniveau
beschickt werden können.
[0033] Das Fluid des zweiten Kreislaufes wird ebenfalls zweistufig arbeitsleistend entspannt,
indem der die Heizstufe H3D verlassende verdampfte Fluidstrom 6 auf Zweigströme 6a
und 6b verteilt wird. Diese werden mittels Expansionsmaschinen X2A und X2B auf unterschiedliche
Drücke gebracht, entsprechend ihrem Druckniveau in den Kondensationsstufen E2A und
E2B gegen anzuwärmendes Erdgas und Fluid kondensiert und nach Verdichtung auf einen
gemeinsamen Druck in den Pumpen P2A und P2B wieder vermischt. Das Fluid des dritten
Kreislaufes 7 wird nach Verdampfung in Heizstufe H3F mittels Expansionsmaschine X3
einstufig arbeitsleistend entspannt und in Kondensationsstufe E3 gegen Erdgas unterschiedlichen
Druckes kondensiert. Nach Verdichtung in P3 auf den Ausgangsdruck und Durchlaufen
der Wärmetauschstufen E3 und H3F schließt sich der Kreislauf. Analog zu den beiden
ersten Kreislauffluiden kann auch das Fluid des dritten Kreislaufes mehrstufig entspannt
werden.
[0034] Die zur Energiegewinnung und Verdampfung von Erdgas benötigte Wärme entstammt einem
Heizkreislauf, welcher durch die Leitungen 8 und 9 angedeutet ist. Das warme Heizmedium
8 wird auf die Heizstufen H3A bis H3F verteilt und gibt dort seine Wärme an die verdampften
Erdgasproduktströme unterschiedlichen Druckes und die Fluide des ersten bis dritten
Kreislaufes ab. Das abgekühlte Heizmedium wird mittels Leitung 9 abgezogen.
1. Verfahren zum Verdampfen von flüssigem, unter Druck stehendem Erdgas mit Energiegewinnung,
indem das flüssige Erdgas in mehrstufigem Wärmetausch mit in voneinander getrennten
Kreisläufen geführten Fluiden angewärmt und verdampft wird, wobei als Fluid für einen
ersten Kreislauf ein Teil (2a) des auf Umgebungstemperatur angewärmten Erdgases abgezweigt,
arbeitsleistend entspannt (X1) im Wärmetausch mit flüssigem Erdgas kondensiert (E1),
auf das Druckniveau des flüssigen Erdgases gepumpt (P1) und dem anzuwärmenden Erdgas
vor der ersten Wärmetauschstufe wieder zugemischt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fluid (2a) des ersten Kreislaufes nach der arbeitsleistenden Entspannung (X1)
und Kondensation (E1) in zwei Teilströme aufgeteilt wird, wovon der eine auf den Druck
des zu verdampfenden Erdgases komprimiert (P1) und mit diesem vermischt wird und der
zweite (2c) parallel zum zu verdampfenden Erdgas (1), aber getrennt von diesem durch
sämtliche Wärmetauschstufen (E1, E2,..) geführt, dabei verdampft, angewärmt (E1, E2,..)
und danach als Erdgas-Niederdruckprodukt abgegeben wird (2c).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid (2a) des ersten Kreislaufes
vor seiner arbeitsleistenden Entspannung (X1) auf Zweigströme verteilt wird und nach
deren Kondensation in unterschiedlichen Kondensationsstufen aus wenigstens einem arbeitsleistend
entspannten Zweigstrom ein Teilstrom abgezweigt und parallel zum Weg des anzuwärmenden
Erdgases erwärmt und abgezogen wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nicht nach
jeder Kondensationsstufe (E1, E2,..) ein Teilstrom abgezweigt und parallel zum zu
verdampfenden Erdgas (1) verdampft und angewärmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichent, daß das Fluid
das ersten Kreislaufes (2a) einstufig arbeitsleistend (X1) entspannt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zweiten Kreislauf
ein Fluid (3, 6) geführt wird, welches nach Anwärmung auf Umgebungstemperatur (H3C,
H3D) zur Gewinnung von Energie einstufig arbeitsleistend entspannt wird (X2, X2A,
X2B).
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zweiten Kreislauf
ein Fluid (6) geführt wird, welches nach Anwärmung auf Umgebungstemperatur (H3C, H3D)
in Teilströme (6a, 6b) zerlegt wird, welche zur Gewinnung von Energie arbeitsleistend
entspannt werden (X2A, X2B).
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Fluid des zweiten
Kreislaufes (3, 6) eine Mischung aus C₁ - bis C₆-Kohlenwasserstoffen verwendet wird,
wobei der C₂-Kohlenwasserstoff-Anteil weniger als 90 Mol% beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Fluid des zweiten
Kreislaufes (3, 6) eine C₁/C₂/C₃-Kohlenwasserstoff-Mischung oder eine C₁/C₂-Kohlenwasserstoff-Mischung
oder eine C₂/C₃-Kohlenwasserstoff-Mischung oder Propan oder Ammoniak oder ein Fluorchlorkohlenwasserstoff
oder eine Mischung aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
ersten und dem zweiten Kreislauf ein weiterer Kreislauf (7) eingesetzt wird, wobei
als Fluid dieses Kreislaufes Ethan oder ein anderer Stoff mit ähnlicher Dampfdruckkurve
verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid des weiteren Kreislaufes
(7) einstufig arbeitsleistend entspannt wird (X3).
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid des weiteren Kreislaufes
(7) mehrstufig arbeitsleistend entspannt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung
der Kreislauffluide auf Umgebungstemperatur in der letzten Wärmetauschstufe (H3A,
H3B,...) durch Wärmetausch mit einer Glykol-Wasser-Lösung erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluide
des zweiten und/oder dritten Kreislaufes nach ihrer Kondensation gegen anzuwärmendes
Erdgas und Pumpen auf erhöhten Druck ganz oder teilweise um die Kondensationsstufe
geführt werden und erst bei der nächsthöheren Wärmetauschstufe am Wärmeübergang beteiligt
sind.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Teil des auf Umgebungstemperatur angewärmten Erdgases vor seiner Abgabe arbeitsleistend
entspannt und wieder angewärmt wird.
15. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bestehend
aus Wärmetausch-/Kondensationsstufen (E1, E2,....) für den Wärmetausch der Fluide
der Kreisläufe (2a, 3a, 6,...), wenigstens einer Heizstufe (H3A, H3B,...) für den
Wärmetausch der Kreislauffluide mit dem Heizmedium, Expansionsmaschinen (X1, X2,...)
und Pumpen (P1, P2,...), dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetausch-/ Kondensationsstufen
(E1, E2,....) der Fluide als Geradrohrwärmetauscher mit mehreren Rohrwegen bzw. Bündeln
ausgebildet sind.
16. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bestehend
aus Warmetausch-/Kondensationsstufen (E1, E2,...) für den Wärmetausch der Fluide der
Kreisläufe (2a, 3a, 6,...), wenigstens einer Heizstufe (H3A, H3B,...) für den Wärmetausch
der Kreislauffluide mit dem Heizmedium, Expansionsmaschinen (X1, X2,...) und Pumpen
(P1, P2,...), dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetausch-/ Kondensationsstufen (E1,
E2,....) als gewickelte Rohrwärmetauscher mit mehreren Rohrwegen ausgebildet sind.
17. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bestehend
aus Warmetausch-/Kondensationsstufen (E1, E2,....) für den Wärmetausch der Fluide
der Kreisläufe (2a, 3a, 6,...), wenigstens einer Heizstufe (H3A, H3B,...) für den
Wärmetausch der Kreislauffluide mit dem Heizmedium, Expansionsmaschinen (X1, X2,...)
und Pumpen (P1, P2,...), dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetausch-/ Kondensationsstufen
(E1, E2,....) als Geradrohrwärmetauscher mit einem Rohrweg ausgebildet sind und für
jede Kondensationsstufe (E1, E2,....) mehrere Wärmetauscher parallel geschaltet sind.
1. A process for vaporizing liquid, pressurized natural gas with the recovery of energy,
in that the liquid natural gas is heated and vaporized in multi-stage heat exchange
with fluids conveyed in cycles separate from one another, where, by way of fluid for
a first cycle, a part (2a) of the natural gas heated to the environmental temperature
is branched off, expanded with the-production of work (X1), condensed in heat exchange
with liquid natural gas (E1), pumped to the pressure level of the liquid natural gas
(P1) and remixed, upstream of the first heat exchanger stage, with the natural gas
which is to be heated, characterised in that after the work-producing expansion (X1)
and condensation (E1) the fluid (2a) of the first circuit is divided into two sub-streams,
of which one is compressed to the pressure of the natural gas to be vaporized (P1)
and mixed therewith, and the second (2c) is conveyed in parallel to the natural gas
(1) to be vaporized, but separately from the latter, through all the heat exchanger
stages (E1, E2,..), is thereby vaporized and heated (E1, E2,..) and then output as
a natural gas low-pressure product (2c).
2. A process as claimed in Claim 1, characterised in that prior to its work-producing
expansion (X1), the fluid (2a) of the first cycle is distributed between branch streams
and, following the condensation of said branch streams in different condensation stages,
from at least one branch stream, expanded with the production of work, a sub-stream
is branched off and is heated and discharged in parallel to the path of the natural
gas to be heated.
3. A process as claimed in one of Claims 1 or 2, characterised in that not following
each condensation stage (E1, E2...) is a sub-stream branched off and vaporized and
heated in parallel to the natural gas (1) to be vaporized.
4. A process as claimed in one of Claims 1 to 3, characterised in that the fluid of the
first cycle (2a) is expanded with the production of work in one stage (X1).
5. A process as claimed in Claim 1 to 4, characterised in that a fluid (3, 6) is conveyed
in a second cycle, which fluid (3, 6), having been heated to the environmental temperature
(H3C, H3D), is expanded with the production of work in one stage for the recovery
of energy (X2, X2A, X2B).
6. A process as claimed in Claim 1 to 5, characterised in that a fluid (6) is conveyed
in a second cycle, which fluid (6), having been heated to the environmental temperature
(H3C, H3D), is split into sub-streams (6a, 6b) which are expanded with the production
of work for the recovery of energy (X2A, X2B).
7. A process as claimed in Claim 5 or 6, characterised in that a mixture of C₁- to C₆-
hydrocarbons is used as fluid of the second cycle (3, 6), where the C₂- hydrocarbon
constituent amounts to less than 90 mol%.
8. A process as claimed in Claim 5 or 6, characterised in that a C₁/C₂/C₃ hydrocarbon
mixture or a C₁/C₂ hydrocarbon mixture or a C₂/C₃ hydrocarbon mixture or propane or
ammonia or a fluorochlorohydrocarbon or a mixture of fluorochlorohydrocarbons is used
as fluid of the second cycle (3, 6).
9. A process as claimed in one of Claims 1 to 8, characterised in that a further cycle
(7) is interposed between the first cycle and the second cycle, where ethane or another
substance having a similar vapour-pressure curve is used as fluid for this cycle.
10. A process as claimed in Claim 9, characterised in that the fluid of the further cycle
(7) is expanded with the production of work in one stage (X3).
11. A process as claimed in Claim 9, characterised in that the fluid of the further cycle
(7) is expanded with the production of work in a plurality of stages.
12. A process as claimed in one of Claims 1 to 11, characterised in that the heating of
the cycle fluids to the environmental temperature is carried out in the last heat
exchanger stage (H3A, H3B,...) by heat exchange with a glycol-water solution.
13. A process as claimed in one of Claims 1 to 12, characterised in that after their condensation
in the presence of natural gas to be heated and pumping to an elevated pressure, the
fluids of the second and/or third cycle are circulated entirely or partially in the
condensation stage and do not participate in the heat exchange until the next higher
heat exchanger stage.
14. A process as claimed in one of Claims 1 to 13, characterised in that prior to its
output, at least a part of the natural gas heated to the environmental temperature
is expanded with the production of work and reheated.
15. A device for the implementation of the process claimed in one of Claims 1 to 14, comprising
heat exchanger-condensation stages (E1, E2,...) for the heat exchange of the fluids
of the cycles (2a, 3a, 6,...), at least one heating stage (H3A, H3B,...) for the heat
exchange of the cycle fluids with the heating medium, expansion machines (X1, X2,...)
and pumps (P1, P2,...), characterised in that the heat exchanger/condensation stages
(E1, E2,...) of the fluids are designed as straight tubular heat exchangers comprising
a plurality of tubular channels and assemblies.
16. A device for the implementation of the process claimed in one of Claims 1 to 14, comprising
heat exchanger/condensation stages (E1, E2,...) for the heat exchange of the fluids
of the cycles (2a, 3a, 6,...), at least one heating stage (H3A, H3B,...) for the heat
exchange of the cycle fluids with the heating medium, expansion machines (X1, X2,...)
and pumps (P1, P2,...), characterised in that the heat exchanger/condensation stages
(E1, E2,...) are designed as wound tubular heat exchangers comprising a plurality
of tubular channels.
17. A device for the implementation of the process claimed in one of Claims 1 to 14, comprising
heat exchanger/condensation stages (E1, E2,...) for the heat exchange of the fluids
of the cycles (2a, 3a, 6,...), at least one heating stage (H3A, H3B,...) for the heat
exchange of the cycle fluids with the heating medium, expansion machines (X1, X2,...)
and pumps (P1, P2,...), characterised in that the heat exchanger/condensation stages
(E1, E2,...) have the form of straight tubular heat exchangers comprising one tubular
channel, and a plurality of heat exchangers are connected in parallel for each condensation
stage (E1, E2,...).
1. Procédé de vaporisation, avec production d'énergie, de gaz naturel liquéfié sous pression,
qui consiste à réchauffer le gaz naturel liquéfié au cours d'un échange de chaleur
effectué en plusieurs étapes avec des fluides circulant dans des circuits distincts,
et à le vaporiser, procédé dans lequel, comme fluide pour un premier circuit (2a),
une partie du courant de gaz naturel réchauffé à la température ambiante est dérivée,
détendue avec production de travail (X1), condensée par échange de chaleur avec le
gaz naturel liquéfié (E1), amenée par pompe au niveau de pression du gaz naturel liquéfié
(P1), et remélangée, en amont de la première étape d'échange de chaleur, avec le gaz
naturel à réchauffer, caractérisé en ce que le fluide (2a) du premier circuit, après
détente avec production de travail (X1) et condensation (E2), est divisé en deux courants
partiels, l'un de ces courants partiels étant comprimé à la pression (P1) du gaz naturel
à vaporiser et mélangé à celui-ci et le second courant partiel (2c) étant conduit,
parallèlement au gaz naturel (1) à vaporiser, mais de manière séparée, aux mêmes étapes
d'échange de chaleur (E1, E2,...) au cours desquelles il est vaporisé, chauffé (E1,
E2,...) puis recupéré comme dérivé basse pression (2c) du gaz naturel.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fluide (2a) du premier
circuit, avant sa détente avec production de travail (X1), est divisé en courants
partiels et en ce que, après leur condensation au cours de différentes étapes de condensation
différentes, un courant partiel est dérivé d'au moins l'un des courants dérivés aprés
sa détente avec production de travail, ledit courant partiel circulant parallèlement
au parcours du gaz naturel étant réchauffé et prélevé.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, après chaque
étape de condensation (E1, E2, ...), on ne dérive pas un courant partiel que l'on
vaporise et réchauffe parallèlement au gaz naturel à vaporiser (1).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le
fluide du premier circuit (2a) est détendu avec production de travail en une seule
étape (X1).
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, dans un deuxième circuit,
est amené un fluide (3, 6), lequel, après avoir été chauffé à la température ambiante
(H3C, H3D) est, afin de récupérer de l'énergie, détendu avec production de travail
en une seule étape (X2, X2A, X2B).
6. Procédé selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, dans un deuxième circuit,
est amené un fluide (6), lequel, après avoir été chauffé à la température ambiante
(H3C, H3D) est divisé en courants partiels (6a, 6b), lesquels, afin de récupérer de
l'énergie, sont détendus avec production de travail (X2A, X2B).
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'on utilise comme fluide
du deuxième circuit (3, 6) un mélange d'hydrocarbures en C₁ à C₆, la teneur en hydrocarbures
en C₂ étant inférieure à 90% molaire.
8. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'on utilise comme fluide
du deuxième circuit (3, 6) un mélange d'hydrocarbures en C₁/C₂/C₃ ou un mélange d'hydrocarbures
en C₁/C₂ ou un mélange d'hydrocarbures en C₂/C₃ ou du propane, de l'ammoniac, ou un
hydrocarbure fluorochloré ou un mélange d'hydrocarbures fluorochlorés.
9. Procédé selon une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, entre
le premier et le deuxième circuit est placé un autre circuit (7), le fluide utilisé
pour ce circuit étant formé d'éthane ou d'un autre composé présentant une courbe de
pression de vapeur similaire.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le fluide du circuit supplémentaire
(7) est détendu avec production de travail en une seule étape (X3).
11. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le fluide du circuit supplémentaire
(7) est détendu avec production de travail en plusieurs étapes.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le
réchauffage du fluide du circuit à la température ambiante lors de la dernière étape
d'échange de chaleur (H3A, H3B, ...) est effectuée par échange de chaleur avec une
solution eau-glycol.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les
fluides du deuxième et/ou troisième circuits, après leur condensation au contact du
gaz naturel à réchauffer et après leur amenée par pompe à une pression plus élevée,
sont conduits en partie ou en totalité aux étages de condensation, et ne prennent
part à un échange de chaleur que lors de l'étape d'échange de chaleur suivante la
plus élevée.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que au
moins une partie du gaz naturel chauffé à la température ambiante est, avant sa délivrance,
détendu avec production de travail et à nouveau réchauffé.
15. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 14, comportant des étages d'échange de chaleur et de condensation (E1, E2, ...)
pour l'échange de chaleur des fluides des circuits (2a, 3a, 6, ...), au moins un étage
de chauffage (H3A, H3B, ...) pour l'échange de chaleur des fluides des circuits avec
le milieu de chauffage, des machines de détente ou expansion (X1, X2, ...) et des
pompes (P1, P2, ...), ce dispositif étant caractérisé en ce que les étages d'échange
de chaleur et de condensation (E1, E2, ...) des fluides sont formés d'échangeurs de
chaleur à tubes droits comprenant plusieurs parcours de tubes et/ou faisceaux de tubes
16. Dispositif de mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 14, comportant des étages d'échange de chaleur et de condensation (E1, E2, ...)
pour l'échange de chaleur des fluides des circuits (2a, 3a, 6, ...), au moins un étage
de chauffage (H3A, H3B, ...) pour l'échange de chaleur des fluides des circuits avec
le milieu de chauffage, des machines de détente ou expansion (X1, X2, ...) et des
pompes (P1, P2, ...), caractérisé en ce que les étages d'échange de chaleur et de
condensation (E1, E2, ...) sont formés d'échangeurs de chaleur à enroulements tubulaire
comprenant plusieurs parcours de tubes.
17. Dispositif de mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 14, comportant des étages d'échange de chaleur et de condensation (E1, E2, ...)
pour l'échange de chaleur des fluides des circuits (2a, 3a, 6, ...), au moins une
étape de chauffage (H3A, H3B, ...) pour l'échange de chaleur des fluides des circuits
avec le milieu de chauffage, des machines de détente ou expansion (X1, X2, ...) et
des pompes (P1, P2, ...), caractérisé en ce que les étages d'échange de chaleur et
de condensation (E1, E2, ...) sont formés d'échangeurs de chaleur à tubes droits et
un seul parcours de tubes et en ce que, pour chaque étage de condensation (E1, E2,
...), plusieurs échangeurs de chaleur sont branchés en parallèle.

