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EP 0 496 070 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.01.1994 Patentblatt 1994/03 |
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Anmeldetag: 11.12.1991 |
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Wärmeaustauscher mit zirkulierender Wirbelschicht
Heat exchanger with circulating fluidised bed
Echangeur de chaleur à lit fluidisé circulant
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR NL |
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Priorität: |
25.01.1991 DE 4102118
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.07.1992 Patentblatt 1992/31 |
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Patentinhaber: |
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- Kollbach, Jochen Stephan, Dipl. Ing. Dr. Ing.
D-52072 Aachen (DE) Benannte Vertragsstaaten: DE
- SIGRI GREAT LAKES CARBON GmbH
D-65203 Wiesbaden (DE) Benannte Vertragsstaaten: BE DE FR NL
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Erfinder: |
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- Rautenbach, Robert, Prof. Dr.-Ing.
W-4322 Sprockhövel (DE)
- Dahm, Wolfgang, Dipl.-Ing. Dr.-Ing.
W-5100 Aachen (DE)
- Kollbach, Jochen Stephan, Dipl.-Ing. Dr.-Ing.
W-5100 Aachen (DE)
- Erdmann, Christoph, Dipl.-Ing.
W-5100 Aachen (DE)
- Künzel, Jürgen, Dr.-Ing. Dipl.-Ing.
W-8851 Thierhaupten (DE)
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Vertreter: Albrecht, Rainer Harald, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Partner
Postfach 10 02 54 45002 Essen 45002 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 065 332 FR-A- 2 505 039
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DE-A- 3 818 819 US-A- 4 103 738
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 39 (M-59)(711) 14. März 1981 & JP-A-55 165 493
(EBARA SEISAKUSHO KK) 23. Dezember 1980
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf einen Wärmeaustauscher mit zirkulierender
Wirbelschicht aus inerten Feststoffteilchen - mit einem Rohrbündel aus parallelen
vertikalen Steigrohren und zumindest einem Rückführrohr sowie endseitigen Rohrböden,
einer unteren Verteilerkammer und einer oberen Sammlerkammer für den durch das Rohrbündel
geführten Stoffstrom, wobei die Feststoffteilchen in den Steigrohren durch den aufwärtsströmenden
Stoffstrom fluidisiert sowie nach oben mitgeführt werden und durch das Rückführrohr
in die Verteilerkammer zurückgelangen. - Bevorzugte Anwendung des Wärmeaustauschers
ist die Behandlung von Flüssigkeiten, insbesondere belagbildenden Flüssigkeiten, ohne
Phasenwechsel.
[0002] Ein Wärmeaustauscher des beschriebenen Aufbaus ist aus der DE-OS 34 32 864 bekannt.
Der mit zirkulierender Wirbelschicht arbeitende Wärmeaustauscher zeichnet sich durch
einen guten Wärmeübergang an der Innenseite der Wärmetauscherrohre aus. Belagbildungen
an der Wärmetauscherfläche werden durch die Wirbelschicht aus inerten Feststoffen
wirksam verhindert, so daß der Wärmeaustauscher seine Wärmetauscherleistung über lange
Zeiträume hinweg beibehält. Im Rahmen der bekannten Maßnahmen besteht das Rohrbündel
aus metallischen Werkstoffen. Metallische Werkstoffe halten der abrasiven Beanspruchung
durch die Wirbelschicht stand, doch ist die chemische Beständigkeit und Korrosionsfestigkeit
solcher Werkstoffe nicht in allen Fällen ausreichend. Bei extremer Korrosionsbeanspruchung
bietet sich die Verwendung von Graphit an. Graphit ist gegenüber den meisten agressiven
Medien widerstandsfähig, in weitem Temperaturbereich verwendbar und besitzt eine hohe
Wärmeleitfähigkeit. Die Abriebsfestigkeit von Graphit liegt jedoch weit unter der
metallischer Werkstoffe. Zwar gehören Rohrbündelwärmeaustauscher aus Graphit zum Stand
der Technik, doch sind die bekannten Ausführungen nicht als Wirbelschicht-Wärmeaustauscher
geeignet. Versuche haben gezeigt, daß an den Graphit-Rohrbündeln ein nichtakzeptabler
Verschleiß auftritt, wenn die Wärmeaustauscher ohne zusätzliche Maßnahmen mit einer
zirkulierenden Wirbelschicht aus inerten Feststoffteilchen betrieben werden. Dabei
wurde festgestellt, daß der Verschleißfortschritt einer Progression unterliegt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wirbelschichtwärmeaustauscher anzugeben,
dessen Korrosionseigenschaften denen eines Graphit-Wärmeaustauschers entsprechen und
der einer abrasiven Beanspruchung durch das Wirbelgut standhält.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß das Rohrbündel aus Graphitrohren
und graphitischen Rohrböden besteht, wobei die Graphitrohre in Sacklöcher der Rohrböden
eingesetzt sind und mit Anschlußbohrungen der Rohrböden glatte Strömungskanäle bilden,
daß die Anschlußbohrungen der beiden Rohrböden außenseitig endende Bohrungserweiterungen
aufweisen, in die metallische, keramische oder aus Kunststoff bestehende zylindrische
Verschleißschutzhülsen eingesetzt sind, daß die in den unteren Rohrboden eingesetzten
unteren Verschleißschutzhülsen mit Abstand von dem unteren Rohrboden in der Verteilerkammer
enden, wobei die den Steigrohren zugeordneten Verschleißschutzhülsen einerseits und
die untere Verschleißschutzhülse für das Rückführrohr andererseits unterschiedliche
Längen besitzen, daß die in den oberen Rohrboden eingesetzten und den Steigrohren
zugeordneten oberen Verschleißschutzhülsen oberhalb des oberen Rohrbodens in der Sammlerkammer
enden und daß der Durchmesser der Bohrungserweiterungen mindestens um das zweifache
Wandstärkenmaß der Verschleißschutzhülsen größer ist als der Durchmesser der Strömungskanäle.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß Strömungswirbel in Folge des Carnot'schen
Stoßverlustes an den Austrittsmündungen der Steigrohre und des Rückführrohres schädlich
sind. Ähnliches gilt für den Einlaufbereich der Steigrohre und des Rückführrohres.
Auch hier führen Strömungseffekte im Einlaufbereich zu einem erhöhten und die Standzeit
des Wärmetauschers begrenzenden Verschleiß der Graphitbauteile. Besonders verschleißanfällig
sind dabei Bereiche an und hinter rückspringenden Kanten. Erfindungsgemäß sind sowohl
der untere Rohrboden als auch der obere Rohrboden an den verschleißgefährdeten Bereichen
durch Verschleißschutzhülsen geschützt, die einzeln in Bohrungserweiterungen der Anschlußbohrungen
eingesetzt sind. Anzustreben ist ein stufenloser Übergang zwischen Verschleißschutzhülse
und dem anschließenden Strömungskanal. Der Innendurchmesser der Verschleißschutzhülsen
darf auch etwas größer sein als der Durchmesser des sich anschließenden Strömungskanals.
Eine im Einlaufbereich vorspringende Kante aus graphitischem Werkstoff wird durch
die im Stoffstrom fluidisierten Festteilchen abgeschliffen, bis ein stufenloser Übergang
ausgebildet ist. Keinesfalls darf der Innendurchmesser der Hülse kleiner sein als
der Durchmesser der Anschlußbohrung bzw. der Innendurchmesser des anschließenden Graphitrohres,
da sich in Folge einer Strömungsablösung hinter der rückspringenden Kante Strömungswirbel
bilden, die örtlichen Verschleiß des Graphits zur Folge haben. Mit zunehmendem Verschleißfortschritt
verstärkt sich dieser Effekt. Hingegen ist eine rückspringende Kante 4 an den Austrittsmündungen
der Steigrohre bzw. des Rückführrohres unschädlich, da die durch Ablösung verursachten
Strömungswirbel in einem Bereich auftreten, der durch die Verschleißschutzhülse bewehrt
ist.
[0005] Graphitrohre mit vorgegebenem Nenndurchmesser weisen beachtliche fertigungsbedingte
Toleranzabweichungen von dem Nenndurchmesser auf. Diese Toleranzabweichungen können
bei einem Graphitrohr mit einem Nenndurchmesser von 1 Zoll bis zu 2 Millimeter betragen.
Bei einem Wärmeaustauscher mit einem Rohrbündel aus Graphitrohren gleichen Nenndurchmessers
sind nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung alle Bohrungserweiterungen
mit gleichem Durchmesser ausgeführt, wobei der Durchmesser der Bohrungserweiterungen
um das 2-fache Wandstärkenmaß der Verschleißschutzhülse größer ist als der unter Berücksichtigung
der Toleranzabweichungen größtmögliche Graphitrohrinnendurchmesser. Die Einspannlänge
der Verschleißschutzhülsen kann ohne weiteres so bemessen werden, daß durch Unstetigkeitsstellen
bewirkte Strömungswirbel abgebaut sind, wenn der Stoffstrom graphitische Wandflächen
erreicht. Vorzugsweise beträgt die Einspannlänge der Verschleißhülsen in den Rohrböden
das 2,5 bis 8-fache des Strömungskanaldurchmessers. Die an den Steigrohraustritten
verursachten Strömungswirbel in Folge eines Carnot'schen Stoßverlustes sind unschädlich,
wenn der Überstand der oberen, den Steigrohren zugeordneten Verschleißschutzhülsen
von dem oberen Rohrboden mindestens das 2,5-fache des Durchmessers der Strömungskanäle
beträgt. Ein ausreichender Verschleißschutz der dem Rückführrohr zugeordneten Anschlußbohrung
des oberen Rohrbodens ist insbesondere dann gewährleistet, wenn die zugeordnete Verschleißschutzhülse
mit vorstehendem Kragen an den Rohrboden anschließt. Kragen meint insbesondere einen
Überstand von einigen wenigen Millimetern.
[0006] Im Rahmen der Erfindung liegt es, Verschleißschutzhülsen aus keramischen Werkstoffen
einzusetzen, die formschlüssig eingesetzt, eingeklebt oder eingekittet sein können.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht jedoch vor, daß die Verschleißschutzhülsen aus
biegeelastischem Werkstoff bestehen und in ihrem Einspannbereich in Längsrichtung
geschlitzt und mittels eines Klemmsitzes an den Rohrböden befestigt sind. In Betracht
kommen Kunststoffe und insbesondere hochfeste und korrosionsbeständige Stähle. Ein
Längsschlitz im Einspannbereich der Verschleißschutzhülsen wirkt als Dehnungsfuge
und verhindert, daß sich in den Rohrböden unzulässig hohe Durckspannungen in Folge
unterschiedlicher thermischer Ausdehung der Verschleißschutzhülsen und des Graphitbodens
aufbauen. Gleichzeitig gewährleistet die Schlitzung der Verschleißschutzhülsen eine
für den Klemmsitz ausreichende Federelastizität der in den Rohrböden eingesetzten
Bauteile. Es versteht sich, daß die Verschleißschutzhülsen im Einspannbereich mit
einem oder auch mehreren Längsschlitzen ausgebildet sein können, deren Breite so bemessen
ist, daß die im Stoffstrom fluidisierten Feststoffteilchen die Graphitwandung nicht
erreichen oder zumindest keine abrasive Wirkung auf die in dem Längsschlitz freigelegte
Graphitwandung ausüben. Eine weitere Verbesserung des Klemmsitzes ist erreichbar,
wenn die Verschleißschutzhülsen an der Mantelaußenseite schraubenlinienförmig verlaufende
Rillen oder Riefen aufweisen. Werden metallische Werkstoffe oder Kunststoffe zur Herstellung
der Verschleißschutzhülsen verwendet, so können diese Riefen oder Rillen durch spanabhebende
Fertigungsverfahren ohne weiteres hergestellt werden.
[0007] Die Vorteile der Erfindung sind darin zu sehen, daß die ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit
und chemische Beständigkeit von Graphit auch bei einem Wärmeaustauscher genutzt wird,
der mit zirkulierender Wirbelschicht aus inerten Feststoffteilchen betrieben wird.
Der erfindungsgemäße Wärmeaustauscher zeichnet sich durch guten Wärmedurchgang und
gute Korrosionsbeständigkeit aus und ermöglicht die Behandlung von belagbildenden
Flüssigkeiten. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist der abrasive Verschleiß an
dem graphitischen Rohrbündel beherrschbar. Ausreichende Standzeiten können erreicht
werden. Die Verschleißschutzhülsen unterliegen keiner Druckbeanspruchung und werden
von Zeit zu Zeit ausgewechselt. Sie können folglich aus preiswerten Werkstoffen gefertigt
werden. Das gilt insbesondere, wenn sie nach bevorzugter Ausführung der Erfindung
durch einen Klemmsitz an den Rohrböden befestigt sind.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen Wärmeaustauscher mit zirkulierender Wirbelschicht aus
inerten Feststoffteilchen,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt des unteren Rohrbodens des in Fig. 1 dargestellten Wärmeaustauschers,
in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- bis 6 Verschleißschutzhülsen für den Einbau in den unteren sowie den oberen Rohrboden
des in Fig. 1 dargestellten Wärmeaustauschers.
[0009] Der in den Figuren dargestellte Wärmeaustauscher arbeitet mit einer zirkulierenden
Wirbelschicht aus inerten Feststoffteilchen und ist für die Wärmebehandlung von Flüssigkeiten
ohne Phasenwechsel bestimmt. Zum grundsätzlichen Aufbau des Wärmetauschers gehören
ein Rohrbündel 1 aus parallelen vertikalen Steigrohren 2 und zumindest einem Rückführrohr
3 sowie endseitigen Rohrböden 4, 5, eine untere Verteilerkammer 6 und eine obere Sammlerkammer
7 für den durch das Rohrbündel 1 geführten Stoffstrom. Im übrigen weist der Wärmeaustauscher
einen Wärmetauschermantel 8 mit Rohranschlüssen für im Mantelraum geführtes Heiz-
oder Kühlmedium auf. Die Feststoffteilchen 9 werden in den Steigrohren 2 durch den
aufwärtsströmenden Stoffstrom fluidisiert sowie nach oben mitgeführt. Durch das Rückführrohr
3 gelangen sie in die Verteilerkammer 6 zurück. Der Fig. 1 entnimmt man, daß an die
Steigrohre sowie an das Rückführrohr 3 Endstücke 10, 11 anschließen, die mit Abstand
zu dem unteren Rohrboden 4 in der Verteilerkammer 6 ausmünden. Die den Steigrohren
2 zugeordneten Endstücke 10 enthalten seitliche Bypassöffnungen 12, die der Stabilisierung
der Wirbelschicht dienen. Im übrigen sind die Endstücke 10 für die Steigrohre 2 einerseits
und das Endstück 11 für das Rückführrohr 3 andererseits mit unterschiedlicher Länge
ausgebildet.
[0010] Das Rohrbündel 1 besteht aus Graphitrohren 2, 3 und aus graphitischen Rohrböden 4,
5. Die Graphitrohre 2, 3 sind in Sacklöcher der Rohrböden 4, 5 eingesetzt und bilden
mit Anschlußbohrungen 13 der Rohrböden glatte Strömungskanäle. Die Durchmesser der
Anschlußbohrungen 13 und die Graphitrohrinnendurchmesser entsprechen sich und bilden
den Strömungskanaldurchmesser D. Die Anschlußbohrungen 13 sowohl des unteren als auch
des oberen Rohrbodens 4, 5 weisen ferner außenseitig endende Bohrungserweiterungen
14 auf, in die nichtgraphitische zylindrische Verschleißschutzhülsen 15, 15', 15''
eingesetzt sind. Dabei sind die in den unteren Rohrboden 4 eingesetzten Verschleißschutzhülsen
15 rückwärtig als Steigrohrendstücke 10 bzw. Rückführrohrendstück 11 ausgebildet.
Die Verschleißschutzhülsen 15' für die Austrittsmündungen der Steigrohre 2 weisen
oberhalb des oberen Rohrbodens 5 endende Austrittsverlängerungen 16 auf, die mindestens
das 2,5-fache des Graphitrohrinnendurchmessers D betragen sollen. In der Anschlußbohrung
13 des oberen Rohrbodens 5, die dem Rückführrohr 3 zugeordnet ist, ist ferner eine
Verschleißschutzhülse 15'' eingesetzt, die mit einem vorstehenden Kragen 17 an den
Rohrboden anschließt. Kragen 17 meint hier einen Überstand von einigen Millimetern.
Die Einspannlänge L der Verschleißschutzhülsen 15, 15', 15'' in den Rohrböden 4, 5
kann je nach Dicke des Rohrbodens das 2,5 bis 8-fache des Graphitrohrinnendurchmessers
D betragen.
[0011] Einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 entnimmt man, daß der Innendurchmesser
D' der Verschleißschutzhülsen 15, 15', 15'' und der Strömungskanaldurchmesser bzw.
Innendurchmesser der Graphitrohre D nahezu übereinstimmen, wobei der Innendurchmesser
D' der Verschleißschutzhülsen auch etwas größer sein darf als der Durchmesser D des
sich anschließenden Strömungskanals 13. Der Durchmesser der Bohrungserweiterung D
B ist also mindestens um das 2-fache Wandstärkenmaß s der Verschleißschutzhülsen 15,
15', 15'' größer als der Strömungskanaldurchmesser D. Besteht das Rohrbündel 1 aus
Graphitrohren 2, 3 gleichen Nenndurchmessers, deren Innendurchmesser D fertigungsbedingte
Toleranzabweichungen von dem Nenndurchmesser aufweisen, so sind zweckmäßigerweise
alle Bohrungserweiterungen 14 mit gleichem Durchmesser D
B ausgeführt, wobei der Durchmesser D
B der Bohrungserweiterungen um das 2-fache Wandstärkenmaß s der Verschleißschutzhülsen
15, 15', 15'' größer ist als der unter Berücksichtigung der Toleranzabweichungen größtmögliche
Graphitrohrinnendurchmesser D.
[0012] Die in den Fig. 3 bis 6 dargestellten Verschleißschutzhülsen 15, 15', 15'' bestehen
aus metallischem Werkstoff, insbesondere einem hochfesten und korrosionsbeständigen
Stahl. Sie weisen einen in Längsrichtung geschlitzten Einspannbereich 18 auf. Mittels
eines Klemmsitzes sind sie in dem Einspannbereich 18 an den Rohrböden 4, 5 befestigbar.
Man erkennt, daß die Verschleißschutzhülsen 15 je nach der ihnen zugedachten Funktion
mit unterschiedlicher Länge ausgeführt sind und daß die als Steigrohrendstücke 10
an den unteren Rohrboden 4 angeschlossenen Verschleißschutzhülsen 15 zusätzliche Bypassöffnungen
12 zur Stabilisierung der Wirbelschicht aufweisen. Die Außenfläche der Verschleißschutzhülsen
ist glatt. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber, an der Mantelaußenseite schraubenlinienförmig
verlaufende Riefen oder Rillen auszubilden. Diese bewirken einen zusätzlichen Formschluß
der Verschleißschutzhülsen 15, 15', 15'' in dem graphitischen Rohrboden 4, 5.
1. Wärmeaustauscher mit zirkulierender Wirbelschicht aus inerten Feststoffteilchen, -
mit
einem Rohrbündel (1) aus parallelen vertikalen Steigrohren (2) und zumindest einem
Rückführrohr (3) sowie endseitigen Rohrböden (4,5),
einer unteren Verteilerkammer (6) und einer oberen Sammlerkammer (7) für den durch
das Rohrbündel (1) geführten Stoffstrom,
wobei die Feststoffteilchen in den Steigrohren (2) durch den aufwärtsströmenden Stoffstrom
fluidisiert sowie nach oben mitgeführt werden und durch das Rückführrohr (3) in die
Verteilerkammer (6) zurückgelangen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohrbündel (1) aus Graphitrohren (2, 3) und graphitischen Rohrböden (4,
5) besteht, wobei die Graphitrohre (2, 3) in Sacklöcher der Rohrböden (4, 5) eingesetzt
sind und mit Anschlußbohrungen (13) der Rohrböden (4, 5) glatte Strömungskanäle bilden,
daß die Anschlußbohrungen (13) der beiden Rohrböden (4,5) außenseitig endende Bohrungserweiterungen
(14) aufweisen, in die metallische, keramische oder aus kunststoff bestehende zylindrische
Verschleißschutzhülsen (15, 15', 15'') eingesetzt sind,
daß die in den unteren Rohrboden (4) eingesetzten unteren Verschleißschutzhülsen
(15) mit Abstand von dem unteren Rohrboden (4) in der Verteilerkammer (6) enden, wobei
die den Steigrohren (2) zugeordneten unteren Verschleißschutzhülsen einerseits und
die untere Verschleißschutzhülse für das Rückführrohr (3) andererseits unterschiedliche
Längen besitzen,
daß die in den oberen Rohrboden (5) eingesetzten und den Steigrohren (2) zugeordneten
oberen Verschleißschutzhülsen (15') oberhalb des oberen Rohrbodens (5) in der Sammlerkammer
(7) enden, und
daß der Durchmesser (DB) der Bohrungserweiterungen (14) mindestens um das 2-fache Wandstärkenmaß (s) der
Verschleißschutzhülsen (15, 15', 15'') größer ist als der Durchmesser (D) der Strömungskanäle.
2. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (DB) der Bohrungserweiterungen (14) um das 2-fache Wandstärkenmaß (s) der Verschleißschutzhülsen
(15, 15', 15'') größer ist als der unter Berücksichtigung der Toleranzabweichungen
größtmögliche Graphitrohrinnendurchmesser.
3. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannlänge
(L) der Verschleißschutzhülsen (15, 15', 15'') in den Rohrböden (4, 5) das 2,5 bis
8-fache des Durchmessers (D) der Strömungskanäle beträgt.
4. Wärmeaustauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurchgekennzeichnet, daß der
Überstand (16) der oberen, den Steigrohren (2) zugeordneten Verschleißschutzhülsen
(15') von dem oberen Rohrboden (5) mindestens das 2,5-fache des Durchmessers (D) der
Strömungskanäle beträgt.
5. Wärmeaustauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
in den oberen Rohrboden (5) eingesetzte und dem Rückführrohr (3) zugeordnete obere
Verschleißschutzhülse (15'') mit einem vorstehenden Kragen (17) an der Oberseite des
Rohrbodens (5) abschließt.
6. Wärmeaustauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschleißschutzhülsen (15, 15', 15'') aus biegeelastischem Werkstoff bestehen und
in ihrem Einspannbereich (18) in Längsrichtung geschlitzt und mittels eines Klemmsitzes
an den Rohrböden (4, 5) befestigt sind.
7. Wärmeaustauscher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißschutzhülsen
(15, 15', 15'') aus einem hochfesten und korrosionsbeständigen Stahl bestehen.
8. Wärmeaustauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschleißschutzhülsen (15, 15', 15'') an der Mantelaußenseite schraubenlinienförmig
verlaufende Riefen oder Rillen aufweisen.
1. Heat exchanger with a circulating fluidised bed of inert solid particles, - having
a tube array (1) comprising parallel vertical upflow tubes (2), at least one downflow
tube (3) and endplates (4,5),
a lower distribution chamber (6) and an upper collecting chamber (7) for the material
stream passing through the tube array (1),
wherein the solid particles in the upflow tubes (2) are fluidised by the ascending
material stream and carried upwards, to return to the distribution chamber (6) through
the downflow tube (3), characterised in that
the tube array (1) consists of graphite tubes (2,3) and graphitic endplates (4,5),
the graphite tubes (2,3) being set in holes in the endplates (4,5) to form smooth
flow channels with the connecting bores (13) in the endplates (4,5)
the connecting bores (13) in the two endplates (4,5) have outwardly enlarged end
sections (14), in which are inserted cylindrical wear protection liners (15,15',15'')
of metallic, ceramics or synthetic material,
the lower wear protection liners (15) fitted in the lower endplate (4) terminate
in the distribution chamber (6) clear of the lower endplate (4), the lower wear protection
liners associated with the upflow tubes (2) differing in length from the wear protection
liner for the downflow tube (3),
the upper protection liners (15') set in the upper endplate (5) and associated
with the upflow tubes (2) terminate in the collecting chamber (7) above the upper
endplate (5), and
the diameter (DB) of the enlarged end sections (14) is greater than the diameter (D) of the flow channels
by at least twice the wall thickness (s) of the wear protection liners (15, 15', 15'').
2. A heat exchanger as in Claim 1, characterised in that the diameter (DB) of the enlarged end sections (14) is greater than the maximum internal diameter
of the graphite tubes, allowing for the possible manufacturing tolerances, by at least
twice the wall thickness (s) of the wear protection liners (15, 15', 15'').
3. A heat exchanger as in Claim 1 or 2, characterised in that the inserted length (L)
of the wear protection liners (15, 15', 15'') in the endplates (4,5) is between 2.5
and 8 times the diameter (D) of the flow channels.
4. A heat exchanger as in any of Claims 1 to 3, characterised in that the extension (16)
of the upper wear protection liners (15') associated with the upflow tubes (2) beyond
the upper endplate (5) is at least 2.5 times the diameter (D) of the flow channels.
5. A heat exchanger as in any of Claims 1 to 4, characterised in that the upper wear
protection liner (15'') embedded in the upper endplate (5) and associated with the
downflow tube (3) terminates in a collar (17) extending above the face of the endplate
(5).
6. A heat exchanger as in any of Claims 1 to 5, characterised in that the wear protection
liners (15, 15', 15'') are made from a flexible material, slit longitudinally over
their embedded length (18) and secured in the endplates (4,5) by interference fitting.
7. A heat exchanger as in Claim 6, characterised in that the wear protection liners (15,
15', 15'') are made from a steel of high strength and corrosion resistance.
8. A heat exchanger as in any of Claims 1 to 7, characterised in that the jacket faces
of the wear protection liners (15, 15', 15'') carry helical flutes or grooves.
1. Échangeur de chaleur à lit fluidisé circulant formé de particules de substances solides
inertes, comportant
un faisceau de tubes (1) constitué par des tubes montants verticaux parallèles (2)
et par au moins un tube de renvoi (3) ainsi que par des fonds d'extrémité (4,5) de
fixation des tubes,
une chambre inférieure de répartition (6) et une chambre supérieure de collecte (7)
pour le flux de substances traversant le faisceau de tubes (1), et
dans lequel les particules de substances solides sont fluidisées dans les tubes montants
(2) par le courant de substance qui circule selon un déplacement ascendant et sont
entraînées simultanément vers le haut et parviennent, par le tube de renvoi (3), dans
la chambre de répartition (6),
caractérisé en ce
le faisceau de tubes (1) est constitué par des tubes en graphite (2,3) et par des
fonds en graphite (4,5) de fixation des tubes, les tubes en graphite (2,3) étant insérés
dans des trous borgnes des fonds (4,5) de fixation des tubes et formant, avec des
perçages de raccordement (13) des fonds (4,5) de fixation des tubes, des canaux d'écoulement
lisses,
que les perçages de raccordement (13) des deux fonds (4,5) de fixation des tubes comportent
des parties élargies (14) des perçages, qui se terminent côté extérieur et dans lesquelles
sont insérées des douilles (15,15',15'') de protection contre l'usure métalliques,
céramiques ou réalisées en une matière plastique,
que les douilles inférieures (15) de protection contre l'usure, qui sont insérées
dans le fond inférieur (4) de fixation des tubes, se terminent à distance du fond
inférieur (4) de fixation des tubes, dans la chambre de répartition (6), auquel cas
d'une part les douilles inférieures de protection contre l'usure, qui sont associées
aux tubes montants (2), et d'autre part la douille inférieure de protection contre
l'usure pour le tube de renvoi (3) possède des longueurs différentes,
que les douilles (15') de protection contre l'usure, qui sont insérées dans le fond
supérieur (5) de fixation des tubes et sont associées aux tubes montants (2), se terminent
dans la chambre de collecte (7), au-dessus du fond supérieur (5) de fixation des tubes,
et
que le diamètre (DB) des parties élargies (14) des perçages est supérieur, au moins du double de la valeur
(s) de l'épaisseur de paroi des douilles (15,15',15'') de protection contre l'usure,
au diamètre (D) des canaux d'écoulement.
2. Échangeur de chaleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre (DB) des parties élargies (14) des perçages est supérieur, du double de la valeur (s)
de l'épaisseur de paroi des douilles (15,15',15'') de protection contre l'usure, au
diamètre intérieur maximum possible des tubes en graphite, lorsque l'on tient compte
des écarts de tolérance.
3. Échangeur de chaleur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la longueur
d'encastrement (1) des douilles (15,15',15'') de protection contre l'usure dans les
fonds (4,5) de fixation des tubes est comprise entre 2,5 et 8 fois le diamètre (D)
des canaux d'écoulement.
4. Échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la
longueur (16), sur laquelle les douilles supérieures (15') de protection contre l'usure,
qui sont associées aux tubes montants (2), fait saillie hors du fond supérieur (5)
de fixation des tubes, est égale au moins à 2,5 fois le diamètre (D) des canaux d'écoulement.
5. Échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la
douille supérieure (15'') de protection contre l'usure, qui est insérée dans le fond
supérieur (5) de fixation des tubes et est associée au tube de renvoi (3), se termine
par un collet saillant (17) au niveau de la face supérieure du corps (5) de fixation
des tubes.
6. Échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les
douilles (15,15',15'') de protection contre l'usure sont réalisées en un matériau
élastique et flexible et sont fendues dans la direction longitudinale dans la zone
d'ancrage (18) et sont fixées au moyen d'un ajustement serré dans les fonds (4,5)
de fixation des tubes.
7. Échangeur de chaleur selon la revendication 6, caractérisé en ce que les douilles
(15,15',15'') de protection contre l'usure sont réalisées en un acier très résistant
et résistant à la corrosion.
8. Échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les
douilles (15,15',15'') de protection contre l'usure possèdent, sur leur surface enveloppe
extérieure, des cannelures ou des rainures de forme hélicoïdale.