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EP 0 486 799 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.02.1994 Patentblatt 1994/07 |
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Anmeldetag: 08.10.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65D 85/18 |
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Verfahren zum Legen eines Hemdes, insbesondere eines Herrenoberhemdes
Method of folding a shirt, particularly a man's shirt
Procédure de plier une chemise, en particulier une chemise d'homme
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
23.11.1990 DE 4037301
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.05.1992 Patentblatt 1992/22 |
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Patentinhaber: VAN LAACK GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG |
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D-41061 Mönchengladbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Dufour, Claude
D-4050 Mönchengladbach 1 (DE)
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Vertreter: Stark, Walter, Dr.-Ing. |
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Moerser Strasse 140 47803 Krefeld 47803 Krefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 048 773 US-A- 3 138 245
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GB-A- 2 095 204
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Legen eines Hemdes, insbesondere Herrenoberhemdes,
- mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei einem bekannten Verfahren dieser Gattung (GB-A-20 95 204) wird das Hemd mit der
Vorderseite auf einen Legetisch gelegt und glattgezogen bzw. glattgestrichen. Auf
die Rückseite des Hemdes wird eine Verstärkungspappe gelegt, die einen Zuschnitt besitzt,
der im wesentlichen der Form des zusammengelegten bzw. verpackten Hemdes entspricht.
An die Verstärkungspappe ist ein Versteifungsstreifen angeschlossen, der zunächst
unter den Kragen des Hemdes geschoben wird. Dann werden die Passen um zueinander parallele
Faltlinien umgeschlagen, die von den Längsseiten der Verstärkungslage definiert sind.
Die Ärmel werden über die umgeschlagenen Passen gelegt, wobei eine oder beide Manschetten
der Ärmel so gelegt werden, daß die Manschetten sich außerhalb der Faltung befinden.
Dann werden die umgeschlagenen Passen im Bereich des zwischen ihnen gebildeten Schnabels
mit einer aufgeschobenen Klammer aneinander befestigt. Ein unterer Abschnitt des Rumpfteils
mit den darauf liegenden Umschlägen wird um die kurze Seite der Verstärkungslage derart
umgeschlagen, daß ein Einsteckende verbleibt, welches um die oberen Ränder der Passen
geschlagen sowie zwischen die umgeschlagenen Passen und die Rückseite des Hemdes gesteckt
wird. Der umgeschlagene Abschnitt wird mit zwei Nadeln an den darunter befindlichen
Lagen befestigt. Die Nadeln können so angeordnet werden, daß sie auch die Ärmel, soweit
sich deren Manschetten außerhalb der Faltung befinden, befestigen.
[0003] Nach dem Wenden des Hemdes werden die Manschetten oder wird die Manschette auf die
Vorderseite des Hemdes umgeschlagen und mit einer in den Manschettenschlitz eingeführten
Klammer festgelegt. Das insoweit beschriebene Verfahren hat sich an sich bewährt.
Wenn jedoch Hemden aus sehr weichen Hemdenstoffen auf diese Weise zu einer Verpackungseinheit
gelegt werden, dann läßt sich häufig eine mangelnde Formstabilität feststellen, die
auch dazu führen kann, daß das so zusammengelegte Hemd beim Manipulieren oder beim
Transport zusammengestaucht wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren so zu führen, daß auch Hemden aus weichen
Hemdenstoffen hinreichend formstabil für Manipulation und Transport verpackt sind.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Verstärkungslage ein Einsteckende aufweist,
welches zwischen die Rückseite des Hemdes und das Einsteckende des umgeschlagenen
Abschnitts gesteckt wird, so daß gerade bei weichen Hemdenstoffen diejenigen Teile,
die besonders zum Auseinanderfallen neigen, zusätzlich gehalten werden.
[0006] In besonders kritischen Fällen kann das Einsteckende mit der Verstärkungslage einen
Grundriß derart aufweisen, daß seine Längsseiten die Faltlinien für die Passen und
seine kurze Seite die Faltlinie für den umgeschlagenen Abschnitt definieren, wobei
das Einsteckende der Verstärkungslage vor dem Umschlagen der Passen auf die Rückseite
des Hemdes gelegt wird.
[0007] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- die Rückseite eines auf einem nicht dargestellten Legetisch ausgelegten Hemdes,
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 nach dem Umschlagen der Passen und Legen der Ärmel,
- Fig. 3
- den Gegenstand nach Fig 2 nach dem Umschlagen des unteren Abschnitts mit Umschlägen
und Ärmeln,
- Fig. 4
- den Gegenstand nach Fig. 3, nachdem das Einsteckend des umgeschlagenen Abschnitts
hinter die übereinander angeordneten Passen gesteckt worden ist,
- Fig. 5
- die Vorderseite des Gegenstandes nach Fig. 4 nach dem Umschlagen und Befestigen einer
Manschette,
- Fig. 6
- die Rückseite des Gegenstandes nach Fig. 5 nach dem Aufknöpfen der Verstärkungslage.
[0008] Das in Fig. 1 dargestellte und von seiner Rückseite sichtbare Hemd besteht in seinen
grundsätzlichem Aufbau aus einem Rumpfteil 1 mit Passe 2 und daran anschließenden
Ärmeln 3, 4, sowie Kragen 5. Das Hemd wird in der dargestellten Weise auf einem Legetisch
ausgebreitet, wobei die Vorderseite des Hemdes dem Legetisch zugewandt ist. Seitliche
Abschnitte 10, 11 der Passe 2 und des Rumpfteils 1 werden längs zueinander paralleler
Faltlinien 8, 9 so auf die Rückseite des Hemdes umgeschlagen, daß die beiden Abschnitte
10, 11 der Passe 2 unter Bildung eines Schnabels 12 aufeinander liegen. Die Ärmel
werden so gelegt, daß der Ärmel 3 sich im wesentlichen in Längsrichtung des gefalteten
Hemdes erstreckt, während der Ärmel 4, der die Oberseite der Faltung bildet, so gelegt
wird, daß seine Manschette 16 sich außerhalb der Faltung befindet und seine Manschettennaht
17 sich im wesentlichen parallel zur Faltlinie 9 erstreckt. Bei einer nicht dargestellten
Ausführung kann auch der Ärmel 3 in gleicher Weise gelegt werden. Im Bereich des Schnabels
12 wird über die beiden oberen Ränder 13, 14 der übereinander liegenden Passenabschnitte
eine Klammer 15 geschoben, die die beiden Passenabschnitte zusammenhält (Fig. 2).
[0009] Dann wird ein unterer Abschnitt 18 des Rumpfteils mit den darauf liegenden Umschlägen
um eine Faltlinie 19 derart umgeschlagen, daß ein Einsteckende 20 des umgeschlagenen
Abschnitts 18 sich bis über den Kragen 5 hinaus erstreckt (Fig. 3). Nunmehr liegt
die Vorderseite oben auf der Faltung auf und eine Knopfleiste 21 ist sichtbar.
[0010] Anschließend werden neben den Faltlinien 8, 9 von oben zwei Nadeln 22, 23 durch den
umgeschlagenen Abschnitt 18 und darunter befindlichen Umschläge gesteckt, um den Abschnitt
18 an den darunter befindlichen Lagen zu befestigen. Die Nadel 23 wird dabei so angeordnet,
daß sie auf den Ärmel 4, dessen Manschette 16 neben dem gefalteten Paket liegt, befestigt.
Ggf. wird auch die Nadel 22 in gleicher Weise zur Befestigung der anderen Manschette
eingesetzt.
[0011] Dann wird das Einsteckende 20 des umgeschlagenen Abschnitts 18 um die oberen Ränder
13, 14 der umgefalteten Passenabschnitte geschlagen und in die zwischen den umgeschlagenen
Passenabschnitten und der Rückseite des Hemdes gebildete Öffnung im Bereich des Schnabels
12 gesteckt (Fig. 4). Eine Verstärkungslage 26, deren Grundriß etwa dem Grundriß des
umgeschlagenen Abschnitts 18 entspricht und die ein angeformtes Einsteckende 27 aufweist,
wird zunächst mit ihrem Einsteckende 27 in die zwischen dem Einsteckende 20 des umgeschlagenen
Abschnitts 18 und der Rückseite des Hemdes gebildete Öffnung im Bereich des Schnabels
12 gesteckt und dann auf den umgeschlagenen Abschnitt gelegt sowie an die Knöpfe 28
der dort vorhandenen Knopfleiste 21 angeknöpft. Dazu weist die Verstärkungslage 26,
die aus Pappe oder dgl. bestehen kann, an entsprechenden Stellen Schlitze oder Kreuzschlitze
für die Knöpfe 28 auf (Fig. 6).
[0012] Das Hemd wird nunmehr gewendet (Fig. 5) und die Manschette 16 oder beiden Manschetten
werden auf die Vorderseite des Hemdes umgeschlagen sowie mit einer in den Manschettenschlitz
24 eingeführten Klammer 25 festgelegt. Die Klammer 25 wird dabei so in den Manschettenschlitz
24 eingeführt, daß ihr eines Ende über die Vorderseite des Hemdes und ihr anderes
Ende unter den anschließenden Ärmel und damit unter den umgeschlagenen Abschnitt 11
greift.
1. Verfahren zum Legen eines Hemdes, insbesondere Herrenoberhemdes, für Verpackungszwecke
unter Verwendung einer Verstärkungslage (26) aus Pappe oder dgl., wobei die Passen
(2) des Hemdes längs zueinander paralleler Faltlinien (8, 9) auf die Rückseite des
Hemdes umgeschlagen und die Ärmel (3, 4) des Hemdes auf die umgeschlagenen Passen
(2) gelegt werden, sowie dann die umgeschlagenen Passen (2) im Bereich eines zwischen
ihnen gebildeten Schnabels (12) mit einer aufgeschobenen Klammer (15) aneinander befestigt
werden, worauf ein dem Kragen (5) abgewandter Abschnitt (18) des Hemdes zusammen mit
den gebildeten Umschlägen längs einer quer zur Längserstreckung des Hemdes verlaufenden
Faltlinie (19) auf die umgeschlagenen Passen (2) gelegt und ein an den Abschnitt (18)
anschließendes Einsteckende (20) um die Ränder der Passen (2) geschlagen sowie zwischen
die Passen (2) und die Rückseite des Hemdes gesteckt wird, wobei an die außenliegende
Knopfleiste (21) des umgeschlagenen Abschnitts (18) eine Verstärkungslage (26) angeknöpft
wird, deren Grundriß dem Grundriß des Abschnitts (18) entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungslage (26) ein Einsteckende (27) aufweist, welches zwischen die
Rückseite des Hemdes und das Einsteckende (20) des umgeschlagenen Abschnittes (18)
gesteckt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckende (27) der Verstärkungslage (26) einen Grundriß derart aufweist,
daß seine Längsseiten die Faltlinien (8, 9) für die Passen (10, 11) und seine kurze
Seite die Faltlinie (19) für den umgeschlagenen Abschnitt (18) definieren und daß
das Einsteckende (27) der Verstärkungslage (26) vor dem Umschlagen der Passen (10,
11) auf die Rückseite des Hemdes gelegt wird.
1. Method of folding a shirt, more especially a man's shirt, for packaging purposes using
a reinforcing layer (26) of cardboard or the like, wherein the yokes (2) of the shirt
are folded-over along fold lines (8, 9), which extend parallel to each other, onto
the back of the shirt, and the sleeves (3, 4) of the shirt are placed upon the folded-over
yokes (2), and then the folded-over yokes (2) are fastened to one another with a slipped-on
clip (15) in the region of a beak-like portion (12) formed therebetween, whereupon
a portion (18) of the shirt remote from the collar (5) is placed upon the folded-over
yokes (2) together with the formed folded-over portions longitudinally of a fold line
(19) extending transversely relative to the longitudinal extension of the shirt, and
an insert end (20), communicating with the portion (19), is folded over the edges
of the yokes (2) and is placed between the yokes (2) and the back of the shirt, a
reinforcing layer (26) being fastened by buttons onto the externally situated band
of buttons (21) of the folded-over portion (18), the configuration of such layer corresponding
to the configuration of the portion (18), characterised in that the reinforcing layer
(26) has an insert end (27), which is placed between the back of the shirt and the
insert end (20) of the folded-over portion (18).
2. Method according to claim 1, characterised in that the insert end (27) of the reinforcing
layer (26) has such a configuration that its longitudinal sides define the fold lines
(8, 9) for the yokes (10, 11), and its short side defines the fold line (19) for the
folded-over portion (18), and in that the insert end (27) of the reinforcing layer
(26) is placed upon the back of the shirt prior to the yokes (10, 11) being folded-over.
1. Procédé pour plier une chemise, notamment une chemise d'homme, à des fins d'emballage
en utilisant une couche de renforcement (26) en carton ou analogue, sachant que les
empiècements (2) de la chemise sont rabattus sur l'arrière de la chemise le long de
lignes de pliage (8, 9) parallèles entre elles, que les manches (3, 4) de la chemise
sont posées sur les empiècements rabattus (2) et que les empiècements rabattus (2)
sont alors fixés l'un à l'autre à l'aide d'une pince (15) enfilée dans la zone d'un
bec (12) formé par ceux-ci, à la suite de quoi une partie (18) de la chemise éloignée
du col (5) est posée, avec les rabats qui ont été formés, sur les empiècements rabattus
(2) le long d'une ligne de pliage (19) s'étendant transversalement par rapport à l'étendue
longitudinale de la chemise et une extrémité d'insertion (20) raccordée à la partie
(18) est repliée sur les bords des empiècements (2) et insérée entre les empiècements
(2) et le dos de la chemise, sachant qu'une couche de renforcement (26), dont la section
horizontale correspond à la section horizontale de la partie (18), est boutonnée sur
la rangée de boutons extérieure (21) de la partie rabattue (18), caractérisé en ce
que la couche de renforcement (26) présente une extrémité d'insertion (27) qui est
insérée entre le dos de la chemise et l'extrémité d'insertion (20) de la partie rabattue
(18).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité d'insertion (27)
de la couche de renforcement (26) présente une section horizontale telle que ses côtés
longitudinaux définissent les lignes de pliage (8, 9) pour les empiècements (10, 11)
et son petit côté la ligne de pliage (19) pour la partie rabattue (18), et en ce que
l'extrémité d'insertion (27) de la couche de renforcement (26) est posée sur le dos
de la chemise avant de replier les empiècements (10, 11).

