| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 489 287 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.02.1994 Patentblatt 1994/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.11.1991 |
|
|
| (54) |
Schutzeinrichtung für Fahrzeuge
Protection devices for vehicules
Dispositif de protection pour véhicules
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH FR GB LI NL |
| (30) |
Priorität: |
05.12.1990 DE 4038751
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
10.06.1992 Patentblatt 1992/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Krauss-Maffei Aktiengesellschaft |
|
80997 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Westermann, Harald, Dipl.-Ing. (FH)
W-8060 Dachau (DE)
- Gebhardt, Wolfgang, Dipl.-Ing. (FH)
W-8080 Puch (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 374 081 GB-A- 23 016 US-A- 4 331 359
|
FR-A- 2 605 728 US-A- 3 086 810 US-A- 4 352 316
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzeinrichtung für Fahrzeuge gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Es ist bekannt, insbesondere für den Personenschutz, voll oder teilweise gegen Beschuß
gepanzerte Kraftfahrzeuge zu verwenden. Voll gepanzerte Fahrzeuge sind verhältnismäßig
schwer und kostenintensiv, während teilweise gepanzerte Fahrzeuge nur einen unzulänglichen
Schutz bieten. Insbesondere sind z.B. die regulären Einsatzfahrzeuge von Polizei,
Zivilstreifen, Grenzschutz, Zollfahndung gegen Beschuß durch Handfeuer-Waffen in keiner
Weise geschützt.
[0003] Nach US-A-4,331,359 ist bereits eine Schutzeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, mit einer Schutzpanzerung aus gegen Beschuß widerstandsfähigem
Material bekannt. Hierbei ist in der Fahrzeugtür eine Schutzplatte mittels Betätigungselementen
ausfahrbar angeordnet.
[0004] Eine Schutzelnrichtung für Fahrzeuge, wobei an der Karosserie eine Schutzplatte ausfahrbar
angeordnet ist, zeigt auch FR-A 1 374 081.
[0005] Derartige Schutzeinrichtungen bieten aber nur einen auf den oberen Bereich des Fahrzeugs
begrenzten Schutz. Bei geöffneter Fahrzeugtür ist hingegen im Bereich unterhalb der
Tür keinerlei Schutz vorhanden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schutzeinrichtung für Fahrzeuge
zu schaffen, die sowohl im oberen als auch im Bereich unterhalb der Fahrzeugtür Schutz
bietet, die somit hoch wirksam und dabei einfach und kostengünstig ist und leicht
in vorhandene Fahrzeuge eingebaut werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Die Schutzplatten bewirken im ausgefahrenen Zustand eine erhebliche Schutzflächenvergrößerung
des Fahrzeuges. So bietet z.B. die Fahrzeugtür mit ausgefahrenen Schutzplatten einen
ausreichend großen Schutzschild gegen Beschuß durch Handfeuerwaffen, wobei vorteilhaft
ein Sehschlitz eine gesicherte Beobachtung oder gegebenenfalls auch eine Abwehr ermöglicht.
Durch eine Entriegelungseinrichtung kann die als Schutzschild dienende Fahrzeugtür
auch vorteilhaft von der Karosserie gelöst und in eine der Bedrohungsrichtung entsprechende
optimale Schutzstellung gebracht werden.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Fahrzeugtür mit eingebauten Schutzplatten im Querschnitt,
- Fig. 2
- eine Fahrzeugtür gemäß Fig. 1 mit nach oben und unten ausgefahrenen Schutzplatten,
- Fig. 3
- eine Fahrzeugtür gemäß Fig. 1 im Längsschnitt.
[0012] In eine Fahrzeugtür 1 ist eine feststehende, insbesondere aus einem dem gewünschten
Schutzniveau entsprechenden Material bestehende Schutzplatte 2 eingebaut. Parallel
zu der Schutzplatte 2 sind zwei nach oben und unten auf Führungschienen 3 ausfahrbare
Schutzplatten 4 angeordnet, die über einen pneumatischen oder hydraulischen Antrieb
5 oder auch mechanisch über einen in der Fahrzeugtür 1 angeordneten Auslöseschalter
6 betätigbar sind. Eine mechanische Sicherheitsschaltung 7 gewährleistet, daß die
nach unten ausfahrbare Schutzplatte nur bei geöffneter Fahrzeugtür ab einem bestimmten
Öffnungswinkel ausfahrbar ist. Der Betriebsdruck zum Ausfahren der beweglichen Schutzplatten
4 z.B. dienenden Preßluftflasche kann mittels eines am Türrahmen angebrachten Ventils
8 geprüft und gegebenenfalls nachgefüllt werden. In der nach oben ausfahrbaren Schutzplatte
4 ist ein Sehschlitz 9 angebracht. Durch eine mit der Fahrzeugtür 1 verbundene Entriegelungsvorrichtung
10 kann die nach Ausfahren der beweglichen Schutzplatten 4 als Schutzschild dienende
Fahrzeugtür 1 von der Karosserie gelöst und in eine der Bedrohungsrichtung entsprechende
optimale Schutzstellung gebracht werden.
1. Schutzeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Schutzpanzerung
aus gegen Beschuß widerstandsfähigem Material, wobei in der Fahrzeugtür (1) eine Schutzplatte
mittels Betätigungselementen ausfahrbar angeordnet ist, gekennzeichnet durch zwei nach oben und nach unten ausfahrbare Schutzplatten (4,4) wobei, eine Sicherheitsschaltung
(7) gewährleistet, daß die nach unten ausfahrbare Platte (4) nur bei geöffneter Fahrzeugtür
(1) ab einem bestimmten öffnungswinkel ausfahrbar ist.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ausfahrbaren Schutzplatten (4,4) pneumatisch, hydraulisch oder mittels Gasdruck
betätigbar sind.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Betätigung der ausfahrbaren Schutzplatten (4,4) durch ein
in der Fahrzeugtür (1) oder der Karosserie angeordnetes Ventil (8) prüfbar und gegebenenfalls
nachfüllbar ist.
4. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Fahrzeugtür (1) mit den Schutzplatten (2, 4,4) durch eine Entriegelungsvorrichtung
(10) vom Fahrzeug abtrennbar angeordnet ist.
5. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, daß in der nach oben ausfahrbaren Schutzplatte (4) ein oder mehrere Seh- oder Schußschlitze
(9) vorgesehen sind.
6. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Material
für die Schutzplatten (4,4) Panzerstahl oder leichte Verbundstoffe verwendet werden.
1. A protective arrangement for vehicles, particularly for motor vehicles, with a protective
armouring of a material capable of withstanding projectiles fired at it, a protective
panel being disposed in the vehicle door (1) in such a way that it can be extended
by means of actuating elements, characterised by two upwardly and downwardly extensible
protective panels (4, 4) a safety circuit (7) ensuring that the downwardly extensible
panel (4) can only be extended when the vehicle door (1) has been opened to a minimum
angle of opening.
2. A protective arrangement according to claim 1, characterised in that the extensible
protective panels (4, 4) can be actuated pneumatically, hydraulically or by gas pressure.
3. A protective arrangement according to claim 2, characterised in that an arrangement
for actuating the extensible protective panels (4, 4) can be checked by a valve (8)
disposed in the vehicle door (1) or in the body work and can be topped up if necessary.
4. A protective arrangement according to claims 1 to 3, characterised in that the vehicle
door (1) with the protective panels (2, 4, 4) is so disposed that it can be separated
from the vehicle by a releasing device (10).
5. A protective arrangement according to claims 1 to 4, characterised in that one or
a plurality of observation or firing slots (9) is/are disposed in the upwardly extensible
protective panel (4).
6. A protective arrangement according to claims 1 to 5, characterised in that armoured
steel or lightweight bonded materials are used as the material for the protective
panels (4, 4).
1. Dispositif de protection pour véhicules, notamment véhicules automobiles, qui comportent
un blindage en une matière résistant aux projectiles et dans la portière (1) desquels
est disposée une plaque de protection déployable au moyen d'éléments de manoeuvre,
dispositif caractérisé par deux plaques de protection (4, 4), qui peuvent être déployées
vers le haut et vers le bas, un dispositif de sécurité (7) assurant que la plaque
(4) déployable vers le bas ne peut être déployée que lorsque la portière (1) est ouverte
d'un angle égal ou supérieur à une valeur déterminée.
2. Dispositif de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plaques
déployables (4, 4) peuvent être manoeuvrées par voie pneumatique ou hydraulique ou
au moyen d'un gaz comprimé.
3. Dispositif de protection selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un dispositif
destiné à manoeuvrer les plaques déployables (4, 4) peut être contrôlé par une valve
(8) disposée sur la portiére (1) ou sur la carrosserie du véhicule et peut éventuellement
être rechargé.
4. Dispositif de protection selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la
portière (1) du véhicule, portant les plaques de protection (2, 4, 4) peut être séparée
de ce véhicule au moyen d'un dispositif de déverrouillage (10).
5. Dispositif de protection selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une
ou plusieurs fentes (9) de visée ou de tir sont formées dans la plaque (4) déployable
vers le haut.
6. Dispositif de protection selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la
matière utilisée pour les plaques de protection (4, 4 ) est un acier de blindage ou
un matériau composite léger.
