[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälterverschluß mit einem teleskopartig
aus einem Behälterhals ausziehbaren Rohr und einer auf den Behälterhals aufschraubbaren
Verschlußkappe. Derartige Teleskopverschlüsse sind seit langem z.B. von Behältern
für Motoröl bekannt. Behälter im allgemeinen und insbesondere auch Kunststoffkanister
für Motoröl sollen möglichst platzsparend, leicht zu verstauen und zu transportieren
sein. Dies führt dazu, daß die Ausgießöffnung eines Behälters bzw. Ölkanisters oftmals
nur an einem kurzen Behälterhals in Form eines Rohrstutzens mit Außengewinde vorgesehen
ist, auf welchen eine Verschlußkappe aufschraubbar ist. Aus einem solchen vollen Kanister
läßt sich an schwer zugänglichen Einfüllöffnungen, wie z.B. der Öleinfüllöffnung eines
Motors, das Öl fast unmöglich verlustfrei eingießen, so daß es häufig zu Verunreinigungen
der Umgebung der Einfüllöffnung kommt. Dem sollen die einschlägigen Teleskopverschlüsse
entgegenwirken, indem sie ein verlängertes Ausgießrohr bereitstellen, welches in einer
günstigeren Lage und näher an eine entsprechende Einfüllöffnung herangebracht werden
kann, um so ein Verschütten des Öls zu vermeiden.
[0002] Es versteht sich, daß Ölkanister hier nur als Beispiel erwähnt sind und daß das Vermeiden
des unabsichtlichen Verschüttens von Flüssigkeit ein in den verschiedensten Bereichen
auftretendes Problem ist, vor allem auch beim Umgang mit anderen umweltgefährdenden
und/oder chemisch aggressiven oder gesundheitsgefährdenden Flüssigkeiten.
[0003] Es sind verschiedene Varianten von Teleskopverschlüssen bekannt, die nicht nur als
reine Verlängerungen des Behälterhalses ausgebildet sind, sondern auch noch spezielle
Ausgestaltungen aufweisen, die eine Belüftungsfunktion haben, damit die Flüssigkeit
luftblasenfrei und stoßfrei ausgegossen werden kann, und die auch beim Befüllen des
Behälters Entlüftungsmöglichkeiten bereitstellen, selbst wenn der Flüssigkeitsspiegel
im Behälter bereits den unteren Rand des Teleskopverschlusses erreicht hat. Hierzu
zählen insbesondere die doppelwandigen Teleskopverschlüsse, die teils ringförmig umlaufende,
teils auch nur an einer Seite vorgesehene Entlüftungskanäle aufweisen.
[0004] Um ein vollständiges Hineinrutschen des Teleskopverschlusses in den Behälter zu verhindern,
sind im allgemeinen Rastnocken oder dergleichen an der Außenseite des Teleskoprohres
vorgesehen. Im Fall eines ringförmig umlaufenden zusätzlichen Außenrohres zur Bildung
von Lüftungskanälen kann auch dessen unterer Rand als Anschlagfläche genutzt werden,
um ein vollständiges Einschieben des Teleskoprohres durch den Behälterhals hindurch
in das Innere des Behälters zu verhindern.
[0005] In ähnlicher Weise sind am unteren Ende des Teleskoprohres im allgemeinen Auszugsperren
in Form von Vorsprüngen, Nocken oder Flanschen vorgesehen, die ein vollständiges Herausziehen
des Teleskoprohres aus dem Behälter verhindern sollen und durch ihren Anschlag die
Endstellung des ausgezogenen Rohres definieren.
[0006] Im geschlossenen Zustand eines solchen Teleskopverschlusses ist das Teleskoprohr
vollständig in den Behälterhals eingeschoben, so daß eine aufgeschraubte Verschlußkappe
dichtend mit dem oberen Rand des Behälters in Eingriff treten kann. Dabei ist außerdem
an der Innenseite des Kappenbodens ein sich axial erstreckender, zylindrischer Ansatz
vorgesehen, dessen Außendurchmesser nach der Herstellung der Verschlußkappe etwas
größer ist als der Innendurchmesser des Teleskoprohres, so daß dieser zyindrische
Ansatz beim Aufschrauben des Verschlusses in das Teleskoprohr hineingleitet und in
festem Reibeingriff mit der Innenwand des Teleskoprohres steht. Beim Abschrauben der
Verschlußkappe wird dann durch diesen Reibeingriff das Teleskoprohr mitgenommen und
durch das Anheben der Verschlußkappe aus dem Behälterhals herausgezogen, bis die Auszugsperren
im unteren Bereich des Behälterhalses anschlagen und der zylindrische Ansatz der Verschlußkappe
daraufhin aus dem Teleskoprohr herausgleitet.
[0007] Ein Nachteil der bekannten Teleskopverschlüsse liegt unter anderem darin, daß sie
im allgemeinen als glatt abgeschnittenes Rohr enden, welches keine besonders guten
Ausgießeigenschaften hat, so daß nach dem Ausgießen von Flüssigkeit oftmals Tropfen
von der freien Kante des Teleskoprohres abtropfen oder an dessen Außenseite und auch
außen am Behälterhals herunterlaufen. Auch die sonstige Handhabung derartiger Teleskopverschlüsse
ist mitunter schwierig, wenn sich z.B. der zylindrische Ansatz von der Innenfläche
des Teleskoprohres frühzeitig löst oder das Teleskoprohr nach dem Herausziehen wieder
in den Behälterhals hineingedrückt wurde. Das erneute Herausziehen des Teleskoprohres
ohne nochmaliges Aufschrauben der Verschlußkappe ist dann schwierig und oft nur unter
Beschmutzung der Finger oder unter Verwendung zusätzlicher Hilfsgegenstände möglich.
[0008] Auch die Abdichtung derartiger Verschlüsse bereitet gelegentlich Probleme, da das
Teleskoprohr selbst, insbesondere wenn es Belüftungskanäle aufweist, keine Dichtungsfunktion
übernimmt und da es vor allem auch zum Erleichtern des Ausziehens aus dem Behälter
im allgemeinen mit Spielpassung in dem Behälterhals angeordnet ist.
[0009] Sowohl der Behälterhals selbst als auch der Schraubdeckel des Verschlusses bestehen
jedoch im allgemeinen aus einem härteren Kunststoff, wobei die bekannten Herstellungsverfahren
und die entsprechenden Kunststoffgegenstände immer Fertigungstoleranzen aufweisen,
die einen dichten Eingriff zwischen der Verschlußkappe und dem Behälterhals nicht
immer gewährleisten. Aus diesem Grunde werden entweder Dichtringe zwischen Behälterhals
und Verschlußkappe eingelegt oder aber es werden Dichtmassen in die Verschlußkappe
eingespritzt.
[0010] Beim wiederholten Gebrauch des Verschlusses ist dann jedoch dessen Dichtigkeit nicht
immer gewährleistet.
[0011] Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Behälterverschluß mit den eingangs genannten Merkmalen zu schaffen, welcher
leichter zu handhaben ist als die bekannten Verschlüsse.
[0012] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Teleskoprohr in seinem oberen Endbereich
eine radiale Erweiterung aufweist, deren Außendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser
des oberen Randes des Behälterhalses.
[0013] Diese Ausgestaltung führt dazu, daß das Teleskoprohr nicht vollständig in den Behälterhals
eingeschoben werden kann, sondern mit seiner radialen Erweiterung mehr oder weniger
auf dem Rand des Behälterhalses aufliegt. Dies hat mehrere Vorteile. Zum einen kann
das mit einer solchen Erweiterung aus dem Behälterhals herausragende Teleskoprohr
leicht von außen erfaßt und aus dem Behälterhals herausgezogen werden. Die radiale
Erweiterung kann außerdem so ausgestaltet werden, daß sie die Form einer Gießlippe
hat, von der sich die Flüssigkeit beim Ausgießen leicht ablöst und von der sich auch
beim Beenden des Ausgießens letzte Tropfen leichter lösen, so daß die Flüssigkeit
nicht mehr an der Außenseite des Teleskoprohres und am Behälterhals nach unten läuft
und den Behälter verschmutzt. Weiterhin kann die radiale Erweiterung für eine Verbesserung
der Abdichtung des Verschlusses insbesondere bei mehrmaligem Gebrauch sinnvoll eingesetzt
werden, wie noch im einzelnen gezeigt werden wird. Im einfachsten Fall wirkt die radiale
Erweiterung selbst als Dichtring zwischen Behälterhals und Verschlußkappe.
[0014] Schließlich kann die radiale Erweiterung auch für den Eingriff mit der Verschlußkappe
genutzt werden, so daß das Teleskoprohr nicht oder nicht allein durch den Eingriff
eines zylindrischen Ansatzes der Verschlußkappe in dem Teleskoprohr beim Losschrauben
und Anheben der Verschlußkappe mitgenommen wird, sondern auch durch den Eingriff der
radialen Erweiterung mit entsprechenden Vorsprüngen oder dergleichen im Inneren der
Verschlußkappe.
[0015] In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die radiale Erweiterung einen
flanschartig umlaufenden Bund auf, dessen Außendurchmesser vorzugsweise auch noch
größer ist als der einer an der im wesentlichen zylindrischen Innenwand der Verschlußkappe
umlaufenden Haltesicke. Im geschlossenen Zustand des Verschlusses hintergreift also
dieser flanschartig umlaufende Bund die erwähnte Haltesicke und wird beim Abschrauben
und Anheben der Verschlußkappe durch die Haltesicke mitgenommen, bis die Auszugsperren
am unteren Ende des Teleskoprohres ein weiteres Herausziehen desselben verhindern,
so daß der flanschartig umlaufende Bund über die Haltesicke der Verschlußkappe hinweggleitet
und freigegeben wird.
[0016] Selbstverständlich kann die Haltesicke ohne Einbüßen ihrer Funktion auch Unterbrechungen
aufweisen. Vorzugsweise hat die Haltesicke zum Boden der Verschlußkappe einen lichten
Abstand, der in etwa der Dicke des flanschartig umlaufenden Bundes des Teleskoprohres
entspricht. Die Sicke hat vorzugsweise einen in etwa dreieckigen Querschnitt, wird
also von zwei sich schneidenden, entgegengesetzt gerichteten konischen Flächen gebildet.
[0017] In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die radiale
Erweiterung eine mindestens teilweise in einer Radialebene verlaufende untere Auflagefläche
aufweist. Diese Auflagefläche ist für den Eingriff mit dem oberen Rand des Behälterhalses
vorgesehen, wobei die Verschlußkappe von oben auf den Rand bzw. die radiale Erweitetung
des Teleskoprohres drückt und damit auch die Auflagefläche auf den Rand des Behälterhalses
preßt. Dabei kann die Dichtungsfunktion bereits durch den Druck des Bodens der Verschlußkappe
auf den oberen Rand bzw. die radiale Erweiterung des Teleskoprohres, sowie durch die
feste Auflage der unteren Auflagefläche der radialen Erweiterung auf dem Rand des
Behälterhalses erzielt werden.
[0018] Die Abdichtung zwischen dem Behälterhals und dem Teleskoprohr, genauer gesagt der
Außenseite des Teleskoprohres, kann jedoch auch dadurch erreicht werden, daß miteinander
in Eingriff tretende, konische Dichtflächen am Behälterhals unterhalb des Behälterrandes
und am Teleskoprohr unterhalb der radialen Erweiterung vorgesehen sind, wobei die
Auflagefläche der radialen Erweiterung auf dem oberen Rand des Behälterhalses lediglich
den Einschub des Teleskoprohres in den Behälterhals begrenzt und damit auch die maximale
Eingriffskraft zwischen den darunterliegenden konischen Dichtflächen festlegt. Der
Neigungswinkel der konischen Dichtflächen gegenüber der Achse des Teleskoprohres sollte
zur Erzielung einer ausreichenden Flächenpressung zwar relativ klein, jedoch nicht
so klein sein, daß diese Flächenpressung dem Ausziehen des Teleskoprohres einen merklichen
Reibungswiderstand entgegensetzt. Der Konuswinkel gegenüber der Achse des Teleskoprohres
sollte daher mindestens 5°, besser noch mehr als 10° und vorzugsweise etwa 15° betragen,
wobei es zweckmäßig ist, wenn dieser Winkel einen Wert von 30° nicht überschreitet,
da ansonsten die Dichtwirkung zwischen den konischen Flächen gegenüber einer einfachen
Flanschdichtung nicht so deutlich verbessert wird.
[0019] In der einfachsten Ausführungsform ist jedoch das Teleskoprohr an seinem oberen Ende
lediglich mit einem sich radial nach außen erstreckenden Flansch versehen, der mit
seinem äußeren Rand die Haltesicke der Verschlußkappe hintergreift, während die im
wesentlichen in einer Radialebene verlaufende untere Auflagefläche des Flansches auf
dem Rand des Behälterhalses aufliegt. In dieser Ausgestaltung hat der am oberen Ende
des Teleskoprohres angebrachte Flansch die Funktion eines normalen Dichtringes zwischen
dem Boden der Verschlußkappe und dem Rand des Behälterhalses. Es versteht sich, daß
dabei im Bereich dieses Flansches der Boden der Verschlußkappe und auch der Behälterrand
so bemessen und ausgestaltet werden können, daß eine im wesentlichen linienförmige
Pressung entlang des gesamten Umfanges auftritt, da solche linienförmigen Pressungen
eine sichere Abdichtung gewährleisten.
[0020] Bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Haltefunktion
des Flansches und seine Dichtungsfunktion gegenüber der Schraubkappe getrennt ist
von der Abdichtung zwischen der Außenseite des Teleskoprohres und dem Behälterhals.
Die letztgenannte Abdichtung wird vorzugsweise durch die konische Ausgestaltung von
Dichtflächen erreicht, wobei zur Erzeugung einer konischen Fläche die obere Innenkante
des Randes des Behälterhalses abgeschrägt sein kann, während das Teleskoprohr unterhalb
der den Innendurchmesser des Behälterhalses übersteigenden radialen Erweiterung zusätzlich
eine konische Erweiterung aufweist, die mit der durch die Abschrägung entstandenen
konischen Innenfläche des Behälterhalses in Eingriff treten kann. Dabei kann oberhalb
der konischen Erweiterung und unmittelbar an diese anschließend eine sich radial erstreckende
Auflagefläche an einem Vorsprung vorgesehen sein, die einen Anschlag auf dem Rand
des Behälterhalses definiert und die unabhängig von dem noch weiter oben am Ende des
Teleskoprohres angeordneten Flansch ist. Auch die Innenkante am oberen Ende des Teleskoprohres
kann abgeschrägt sein oder aber das obere Ende des Teleskoprohres kann leicht konisch
verlaufen, damit ein entsprechender zylindrischer Ansatz am Boden der Verschlußkappe
dichtend in das Teleskoprohr eingreifen kann, so daß auch die Dichtung zwischen Verschlußkappe
und Teleskoprohr durch den Eingriff zweier konischer Flächen erfolgt, die bei entsprechend
steilem Verlauf der konischen Flächen und bei einer gegebenen axialen Kraft durch
das Verschrauben der Verschlußkappe eine relativ hohe Flächenpressungskraft erzeugt.
[0021] Unabhängig davon könnte zumindest vor dem erstmaligen Gebrauch das Innere des Teleskoprohres
auch durch eine aufreißbare Siegelmembran abgedichtet sein.
[0022] Das Material des Teleskoprohres ist in der bevorzugten Ausführungsform weicher als
das Material der Verschlußkappe und auch weicher als das Material des Behälterhalses.
Bevorzugt ist für das Teleskoprohr ein Polyethylen niedriger Dichte und für die Verschlußkappe
ein Polyethylen hoher Dichte. Das weichere Material des Teleskoprohres erleichtert
es, die Abdichtung zwischen dem Teleskoprohr und dem Verschluß und auch zwischen dem
Teleskoprohr und dem Behälterhals sicherzustellen.
[0023] Weiterhin hat das Teleskoprohr in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung im
Bereich seiner unteren Hälfte Rastnocken, die nach dem Herausziehen des Teleskoprohres
aus dem Behälterhals ein unabsichtliches Einschieben des Teleskoprohres verhindern,
da sie mit dem oberen Rand des Behälterhalses in Eingriff treten und dem Wiedereinschieben
einen nur durch Aufbringen einer gewissen Kraft überwindbaren Widerstand entgegensetzen.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der Abstand der Rastnocken
zum unteren Ende des Teleskoprohres etwa 1/3 der gesamten Teleskoprohrlänge.
[0024] Dabei ist es außerdem zweckmäßig, wenn im Bereich dieser Rastnocken das Teleskoprohr
leichter verformbar ist als in seinen übrigen Bereichen, um beim Herausziehen des
Teleskoprohres und gegebenenfalls auch beim Wiedereinschieben keine allzu großen Verformungskräfte
aufbringen zu müssen.
[0025] Zweckmäßigerweise hat das Teleskoprohr im Bereich dieser Vorsprünge einfach eine
etwas geringere Wandstärke als in den übrigen Bereichen. Im Abstand unterhalb der
Rastnocken sind außerdem noch Auszugssperren in Form von sich radial erstreckenden
Vorsprüngen oder in Form eines umlaufenden Flansches vorgesehen, die beim Ausziehen
des Teleskoprohres mit dem unteren Rand der Behälteröffnung bzw. des Behälterhalses
in Eingriff treten und so den Auszug des Rohres begrenzen.
[0026] Schließlich ist eine solche Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei welcher
am inneren Ende des Teleskoprohres der Durchflußquerschnitt verjüngt ist, wobei außerdem
im Endabschnitt in der Wand des Teleskoprohres noch Belüftungsöffnungen vorgesehen
sein können. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, daß der austretende Flüssigkeitsstrahl
nicht den gesamten Querschnitt des Teleskoprohres ausfüllt, so daß noch Luft an der
Flüssigkeit vorbei und durch die entsprechenden Belüftungsöffnungen in das Behälterinnere
eintreten kann.
[0027] Die Verjüngung des Durchflußquerschnitts erreicht man beispielsweise durch am inneren
Ende des Teleskoprohres angeordnete, nach innen ragende Laschen, die vorzugsweise
in etwa entlang einer gedachten Kegelfläche angeordnet sind. Zwischen den Laschen
freibleibende Schlitze können als Belüftungsöffnungen dienen. Vorzugsweise sind jedoch
in der zylindrischen Wand des Teleskoprohres oberhalb des Ansatzes der Laschen Belüftungsöffnungen
vorgesehen
[0028] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
und der dazugehörigen Figuren. Es zeigen:
- Figur 1
- einen geschlossenen Teleskoprohrverschluß an einem Behälter,
- Figur 2
- denselben Verschluß mit ausgezogenem Teleskoprohr, jedoch noch mit aufgesetzter Verschlußkappe,
- Figur 3
- das an dem Behälter ausgezogene Teleskoprohr ohne Verschlußkappe,
- Figur 4
- die aus der Verschlußkappe und dem Teleskoprohr bestehende Verschlußeinheit, wie sie
als von dem Behälter getrenntes Teil lieferbar ist und
- Figur 5
- schematisch einen vergrößerten Ausschnitt des Dichtungsbereiches aus Figur 1.
[0029] Soweit nicht ausdrücklich unterschieden, bezieht sich die folgende Beschreibung gleichzeitig
auf alle Figuren 1 bis 5, die dieselbe Ausführungsform lediglich in verschiedenen
Positionen darstellen.
[0030] Wie bereits erwähnt, stellt Figur 1 den Teleskopverschluß in einem vollständig geschlossenen
Zustand vor dem erstmaligen Öffnen dar. Der Behälter 8 weist einen Behälterhals 2
auf, der mit einem Außengewinde 28 versehen ist (siehe Figur 2). Auf den Behälterhals
2 wird eine Verschlußkappe 3 aufgeschraubt, nachdem ein Teleskoprohr 1 in den Behälterhals
2 eingeschoben worden ist. Dabei kann das Einschieben des Teleskoprohres 1 mit aufgesetzter
Verschlußkappe 3 in einem beispielsweise in Figur 4 dargestellten Zustand erfolgen.
[0031] Das Einschieben des Teleskoprohres 1 wird dabei durch den konischen unteren Endabschnitt
des Teleskoprohres 1 und insbesondere durch die schräg ansteigenden Flanken der Auszugsperre
20 erleichtert, die beim Einschieben durch den Behälterhals 2 entsprechend nachgeben.
[0032] Die Rastnocken 21 sind in der unteren Hälfte des Teleskoprohres in einem Bereich
30 geringerer Wandstärke des Teleskoprohres 1 vorgesehen, so daß die Rastnocken 21
relativ leicht nach innen drückbar sind, um sie an dem oberen Rand 4 des Behälterhalses
2 vorbeibewegen zu können.
[0033] Wie man insbesondere auch in Figur 5 gut erkennen kann, hat das Teleskoprohr 1 an
seinem oberen Ende eine radiale Erweiterung 5. In der dargestellten Ausführungsform
besteht diese radiale Erweiterung 5 aus einem Endflansch 6 und einem im Querschnitt
nasenförmigen Vorsprung 7. Der nasenförmige Vorsprung 7 bildet an seinem unteren Ende
eine im wesentlichen ebene, ringförmige Auflage- bzw. Anschlagfläche 10, die im geschlossenen
Zustand des Verschlusses auf dem oberen Rand 4 bzw. auf der Randfläche 4 des Behälterhalses
2 aufliegt. Dieser Zustand wird erreicht, indem die Verschlußkappe 3 mit dem eingesetzten
Teleskoprohr 1 auf den Behälterhals 2 aufgeschraubt wird. Dabei drückt der Oberboden
12 der Verschlußkappe 3 von oben auf das Flanschteil 6 des Teleskoprohres und preßt
indirekt auch die untere Fläche 10 des nasenförmigen Vorsprunges 7 auf die Randfläche
4 des Behälterhalses 2. Vor Erreichen dieses Endzustandes treten jedoch bereits die
konischen Flächen 16 an der Außenseite der konischen Erweiterung 9 des Teleskoprohres
1 mit der konischen Fläche 15 an der oberen Innenseite des Behälterhalses 2 in Eingriff,
wobei letztere als Abschrägung der oberen Innenkante des Behälterhalses 2 ausgebildet
ist. Der Winkel α der konischen Flächen 15,16 gegenüber der Achse des Teleskoprohres
1 ist vorzugsweise gleich, jedoch kann beispielsweise die Fläche 15 auch steiler verlaufen,
falls man eine in etwa linienförmige Pressung entlang des Übergangs des konischen
Abschnittes 9 des Teleskoprohres zu einem steileren, näherungsweise vertikalen Abschnitt
vorzieht.
[0034] Während also die Abdichtung des Teleskoprohres 1 bei dem geschlossenen Verschluß
im wesentlichen zwischen den Flächen 15, 16, gegebenenfalls auch zwischen den Flächen
4, 10 erfolgt, findet eine Abdichtung zwischen der Verschlußkappe 3 und dem Teleskoprohr
1 im wesentlichen auf der Innenseite des Teleskoprohres im oberen Endbereich statt,
wo der näherungsweise zylindrische Ansatz 11 in eng passendem Eingriff mit der Innenfläche
des Teleskoprohres 1 steht. Auch hier können zur Erzielung einer höheren Flächenpressung
die innere Endfläche 13 des Teleskoprohres 1 und die äußere Umfangsfläche 14 des Ansatzes
12 mit einem leichten Konuswinkel versehen sein, so daß beim Aufschrauben der Verschlußkappe
3 auf den Behälterhals 2 eine gewisse Keilwirkung zwischen den konischen Flächen 13,
14 erzielt und damit der für die Dichtung wesentliche Anpreßdruck erreicht wird.
[0035] Im Gegensatz zum Stand der Technik wird jedoch das Teleskoprohr 1 beim Losschrauben
und z. B. auch vor dem ersten Aufschrauben nicht durch den Reibeingriff der Flächen
13, 14 an der Verschlußkappe 3 festgehalten, sondern vielmehr durch den Flansch 6,
welcher die umlaufende Sicke 17 der Verschlußkappe 3 hintergreift. Dabei trägt allerdings
der zylindrische Ansatz 11 durch die innere Abstützung des Flanschteiles 6 zu einem
sicheren Halt des Flansches 6 an der Verschlußkappe 3 bei. Die Kraft, welche erforderlich
ist, um die Verschlußkappe 3 nach oben von dem Flansch 6 abzuziehen, hängt dabei sowohl
von der (radialen) Höhe bzw. Dicke der Sicke 17 sowie von dem Winkel der die Sicke
17 nach oben begrenzenden konischen Fläche 31 ab. Das Aufschieben der Verschlußkappe
3 auf das obere Ende des Teleskoprohres 1 wird durch den relativ steilen Verlauf der
konischen Fläche 32 erleichtert, auf welcher der Flansch 6 mit seiner Außenkante nach
oben über die Sicke 17 hinweggleitet, wenn die Verschlußkappe auf das Teleskoprohr
1 aufgeschoben wird.
[0036] Der lichte Abstand zwischen dem Boden 12 der Verschlußkappe und der Sicke 17 bzw.
der die Sicke 17 begrenzenden konischen Fläche 31 entspricht dabei gerade der Dicke
des Flanschteiles 6. Wenn beim Aufschrauben der in Figur 4 bereits mit einem eingesetzten
Teleskoprohr 1 dargestellten Verschlußkappe 3 auf einen Behälterhals 2 die konischen
Flächen 15, 16 in dichtenden Eingriff miteinander treten, wirkt die Fläche 10 des
Vorsprunges 7 als Begrenzungsanschlag, der am oberen Rand 4 des Behälterhalses 2 anschlägt
und damit den Anpreßdruck der Dichtungsflächen 15, 16 aneinander recht gut festlegt
bzw. nach oben begrenzt.
[0037] Von den unteren Rastnocken 21 sind beispielsweise drei Stück über den Umfang des
Teleskoprohres 1 verteilt, so daß in den axialen Schnittdarstellungen der beiliegenden
Figuren jeweils nur ein Rastnocken auf einer Seite erkennbar ist. Die Unterkante dieser
Rastnocken 21 hat zur Oberkante der als Flansch ausgebildeten Auszugssperre 20 einen
lichten Abstand, welcher in etwa der axialen Länge des Behälterhalses 2 entspricht.
[0038] Wie man in den Figuren 2 und 3 gut erkennen kann, ist dabei die axiale Länge des
Behälterhalses 2 ohne eine stufenförmige Kröpfung am unteren Ende des Behälterhalses
2 definiert. Dieser gekröpfte untere Abschnitt des Behälterhalses weist dabei einen
nach außen gerichteten Vorsprung 26 auf, der einen Sicherungs- und Garantiering 25
am Behälterhals 2 zurückhält, wenn die Schraubkappe 3 losgeschraubt wird und dabei
die zerreißbaren Verbindungslaschen zwischen dem Garantiering 25 und der Schraubkappe
3 aufgebrochen werden.
[0039] In dem In den Figuren 2 und 3 dargestellten ausgezogenen Zustand des Teleskoprohres
1 liegt lediglich noch ein kurzer Endabschnitt des Teleskoprohres 1 mit den Belüftungsöffnungen
23 und den den Durchflußquerschnitt verengenden Laschen 22 im Inneren des Behälters
8. In diesem ausgezogenen Zustand erfolgt ebenfalls eine gewisse Abdichtung zwischen
der Außenseite des Teleskoprohres 1 und dem Behälterhals 2, nämlich entlang der konischen
Fläche 24 oberhalb der Auszugssperre 20, wobei diese konische Fläche mit der abgerundeten
Innenkante am unteren Rand des Behälterhalses 2 in dichtenden Eingriff tritt.
[0040] In Figur 3 erkennt man, daß die Innenfläche des Teleskoprohres 1 oberhalb des konischen
Bereiches 9 noch eine kleine Stufe 33 aufweist, an deren Kante sich die Außenfläche
des zylindrischen Ansatzes 11 dichtend anlegen kann, wenn eine linienförmige Pressung
anstelle einer flächenförmigen Pressung bevorzugt ist. Der zylindrische Ansatz 11
weist außerdem eine Einführhilfe in das Teleskoprohr 1 in Form der abgerundeten Außenkanten
des zylindrischen Ansatzes 11 auf.
[0041] In vorteilhafter Weise hat der Flansch 6 des Teleskoprohres 1 die Funktion einer
Gießlippe, d.h. beim Ausgießen von Flüssigkeit durch das Teleskoprohr 1 fließt die
Flüssigkeit relativ sauber und definiert von dem Ende des Flansches 6 ab, ohne die
Außenfläche des Teleskoprohres 1 zu benetzen. Auch beim Beenden des Gießvorganges
tropft die Flüssigkeit im wesentlichen vollständig von einer solchen Gießlippe ab,
so daß es nicht zu Verunreinigungen des Behälters oder der Umgebung kommt.
[0042] Die konischen Dichtflächen 15, 16 an der Außenseite des Teleskoprohres 1 und der
Innenseite des Behälterhalses 2 erweisen sich auch beim Befüllen des Behälters mit
eingesetztem Teleskoprohr als vorteilhaft. Wird nämlich der Behälter bei eingesetztem
Teleskoprohr 1 gefüllt und steigt der Flüssigkeitspiegel im Inneren des Behälters
8 über den unteren Rand des eingeschobenen Teleskoprohres 1, und insbesondere auch
über die Höhe der Laschen 22 und Belüftungsöffnungen 23 hinaus an, so muß die außerhalb
des Teleskoprohres 1 im Behälter 8 befindliche Luft entweichen können.
[0043] Dies kann ohne weiteres dadurch geschehen, daß das Teleskoprohr 1 durch den im Behälter
steigenden Druck leicht angehoben wird, so daß die konischen Flächen 15, 16 außer
Eingriff miteinander treten und einen Spalt zum Entweichen der Luft freilassen.
[0044] Es versteht sich dabei, daß der Außendurchmesser des Teleskoprohres 1 unterhalb des
konischen Abschnittes 9 etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des Behälters 2,
so daß auch hier die Luft durch einen Ringspalt nach oben zu den konischen Dichtflächen
15, 16 und von dort weiter nach außen entweichen kann. Auch die Anschlagfläche 10
wird dabei von dem oberen Rand 4 des Behälterhalses 2 abgehoben.
[0045] Nach dem vollständigen Füllen des Behälters 8 kann dann die Schraubkappe 3 aufgesetzt
und festgeschraubt werden, wobei die Sicke 17 über den äußeren Rand des Flansches
6 hinwegrutscht und die konischen Dichtflächen 15, 16 in Eingriff treten und durch
axiales Verschieben des Teleskoprohres 1 zusammengedrückt werden, bis die Anschlagfläche
10 des Vorsprunges 7 auf der Randfläche 4 des Behälterhalses 2 aufliegt. Dabei drückt
sich auch die Außenfläche 14 des im wesentlichen zylindrisch, gegebenenfalls außen
leicht konischen Ansatzes 11 gegen die Innenfläche 13 oder eine in diesem Bereich
vorgesehene Stufenkante auf der Innenseite des Teleskoprohres 1.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Teleskoprohr
- 2
- Behälterhals
- 3
- Verschlußkappe
- 4
- Rand, Fläche
- 5
- Erweiterung
- 6
- Flansch
- 7
- Vorsprung
- 8
- Behälter
- 10
- Auflage- bzw. Anschlagfläche
- 11
- Ansatz
- 12
- Oberboden
- 13
- Innenfläche
- 14
- Außenfläche
- 15
- Fläche
- 16
- Fläche
- 17
- Sicke
- 20
- Auszugsperre
- 21
- Rastnocken
- 22
- Laschen
- 23
- Belüftungsöffnungen
- 24
- Fläche
- 25
- Sicherungs- und Garantiering
- 26
- Vorsprung
- 28
- Außengewinde
- 30
- Bereich
- 31
- Fläche
- 32
- Fläche
- 33
- Stufe
1. Behälterverschluß mit einem teleskopartig aus einem Behälterhals (2) ausziehbaren
Teleskoprohr (1) und einer auf den Behälterhals (2) aufschraubbaren Verschlußkappe
(3), dadurch gekennzeichnet, daß das Teleskoprohr (1) an seinem oberen Ende eine radiale Erweiterung (5) aufweist,
deren Außendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser des oberen Randes (4) des
Behälterhalses (2).
2. Behälterverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Erweiterung
(5) einen flanschartig umlaufenden Bund (6) aufweist, dessen Außendurchmesser größer
ist als der einer an der Innenwand der Verschlußkappe (3) umlaufenden Haltesicke (17).
3. Behälterverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale
Erweiterung (5) eine mindestens teilweise in einer Radialebene verlaufende untere
Auflagefläche (10) aufweist.
4. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Teleskoprohr (1) eine mindestens teilweise konische äußere Dichtfläche (16) im Bereich
der Auflagefläche (10) oder unterhalb derselben bzw. unterhalb und in der Nähe seines
oberen Randes aufweist.
5. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Behälterhals (2) an seinem oberen Rand eine im wesentlichen in einer Radialebene verlaufende
Auflagefläche (4) aufweist.
6. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Behälterhals (2) eine konische Dichtfläche (15) unterhalb des Randes (4) des Behälterhalses
(2) aufweist.
7. Behälterverschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Innenkante
des Behälterhalses (2) abgeschrägt ist.
8. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Innenseite der Verschlußkappe eine Haltesicke umlaufend in einem Abstand zum Boden
(12) der Verschlußkappe (3) angeordnet ist, der in etwa der Dicke des flanschartigen
Bundes (6) entspricht.
9. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Haltesicke (17) durch zwei sich schneidende, entgegengesetzt konische Flächen (31,
32) gebildet wird.
10. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Teleskoprohr (1) vorzugsweise im Bereich seiner unteren Hälfte Rastnocken (21) aufweist.
11. Behälterverschluß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnocken in
einem leicht verformbaren Bereich des Teleskoprohres (1), vorzugsweise in einem Bereich
(30) geringerer Wandstärke des Teleskoprohres (1) vorgesehen sind.
12. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
der Rastnocken und im Abstand zu diesen eine Auszugsperre (20) angeordnet ist und
daß das Teleskoprohr (1) oberhalb der Auszugssperre (20) und von oben nach unten gesehen,
eine konische Erweiterung (24) aufweist.
13. Behälterverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Innenseite der Verschlußkappe ein zylindrischer Ansatz (11) vorgesehen ist, dessen
Außenfläche (14) mit der Innenfläche des Teleskoprohres oder einer an der Innenfläche
des Teleskoprohres vorgesehenen Kante in dichtenden Eingriff tritt.