[0001] Die Erfindung richtet sich auf einen Stapelkasten, insbesondere aus Kunststoff, mit
einem Boden, insbesondere mit einem aus Stegen gebildeten Bodenrost, und mit Seitenwänden
sowie mit in der Gebrauchsstapellage die Oberkante der Seitenwände überragenden Bereichen.
[0002] Es gibt eine Reihe von Einsatzgebieten derartiger Transportkästen, bei denen bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch in der Stapellage ein möglichst großer Abstand zwischen
den Böden gestapelter Kästen gewahrt werden soll, z.B. beim Transport von lebenden
Pflanzen, wobei die Kästen allerdings zum Befüller zurück transportiert werden. Beim
Zurücktransport ist man bestrebt, einen möglichst geringen Platzbedarf zu haben, so
daß es bekannt ist, die den oberen Rand der Seitenwände überragenden Elemente als
sogenannte Steckecken auszubilden, wobei hier eine Reihe von Lösungen bekannt sind,
etwa nach dem DE-U-88 10 525, dem EP-A-0 034 464 oder dem GB-A-2 069 459, um nur einige
der bekannten Lösungen hier zu nennen. Nach oben die Seitenwände in den Ecken überragende
Elemente zeigt das DE-U-71 10 068 und das DE-U-72 41 484.
[0003] Es ist auch bekannt, steckbare Aufsatzrahmen zu bilden, die in Einzelteile zerlegt
im Kasten zum Befüller zurückgefördert werden können, wie dies beispielsweise aus
dem GB-U-90 10 460 des Anmelders bekannt ist.
[0004] Eine weitere Lösung bei hochwandigen Transportkästen besteht darin, korrespondierende
Innenwand- und Außenwandbereiche von zu stapelnden Kästen umschlagsymmetrisch so unterschiedlich
zu gestalten, daß in der einen Stapellage ein maximaler Bodenabstand benachbarter
Kästen gewährleistet ist, während in der um 180
o in der Horizontalebene verschwenkten Stapellage die Kästen tief ineinanderrutschen
und damit ihr Transportvolumen verringern. Eine solche Lösung ist beispielsweise aus
der EP-C-0 292 787 bekannt.
[0005] Weisen einige der hier beschriebenen bekannten Lösungen schon Vorteile auf, so haben
sie zum Teil den Nachteil, daß z.B. viel Material für die Kastenerzeugung hergestellt
werden muß oder daß wenigstens theoretisch verlierbare Teile vorgesehen sind, die
einmal am Ort des Befüllens zusätzlich montiert werden müssen und nach Entleerung
des Kastens demontiert werden müssen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lösung, mit der ein stapelbarer Kasten
geschaffen wird, der bei vergleichsweise geringem Materialverbrauch durch niedrige
Seitenwände ohne verlierbare Teile auf Abstand in der Gütertransportlage und auf geringem
Abstand in der Leerguttransportlage stapelbar ist.
[0007] Mit einem Kunststoffkasten der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß
der Erfindung dadurch gelöst, daß die Seitenwände mit gegenüberliegenden, einstückig
angeformten, nach oben überragenden Stapelstützen versehen sind, wobei im Boden Durchtrittsöffnungen
für korrespondierende Stapelstützen eines benachbarten Stahlkastens vorgesehen sind.
[0008] Mit der Erfindung wird erreicht, daß Stapelstützen zum einen verlierungsfrei, da
einstückig, am Kunststoffkasten angeordnet sind, zum anderen wird eine große Menge
an Kunststoffmaterial gegenüber geschlossenen Kästen gespart, zum Dritten ist ein
einfaches Übereinanderstapeln möglich, hierzu bedarf es nicht einmal des Wendens der
Kästen von einer Hochstapellage in eine Niedrigstapellage. Die Kästen werden entweder
mit fluchtenden Stapelstützen in Hochlage übereinander gestapelt oder aber paarweise
werden die Stapelstützen durch die entsprechenden Ausnehmungen im Boden gesteckt,
so daß der darüberliegende Kasten auf den Randbereich des darunterliegenden Kastens
absinkt.
[0009] In erfindungsgemäßer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Stapelstützen als integraler
Bestandteil gegenüberliegender Seitenwände ausgebildet sind, wobei sie die Außenkonturen
der jeweiligen Seitenwand nicht überragen.
[0010] Zweckmäßig sind dabei die Durchtrittsöffnungen der Stapelstützen unmittelbar benachbart
im Boden des Stapelkastens angeordnet, um ein vergleichsweise dichtes Packen der Kästen
möglich zu machen, ohne daß ein zu großer Grundflächenbedarf an Leerguttransport notwendig
ist.
[0011] Bei einer in der Praxis am häufigsten vorkommenden rechteckigen Kontur eines Stapelkastens
sieht die Erfindung vor, daß die Stapelstützen in der Nähe der Kastenecken an den
kürzeren Seitenwänden ausgebildet sind mit den im Boden zugeordneten Durchtrittsöffnungen.
Grundsätzlich könnten die Stapelstützen auch im Eckbereich an den längeren Seitenwänden
vorgesehen sein, die Anordnung an den kürzeren Seitenwänden kann aber zu einer höheren
Festigkeit führen.
[0012] Je nach Länge der Stapelstützen kann es zweckmäßig sein, wenigstens zwei Durchtrittsöffnungen
zum Durchtritt der Stapelstützen zweier bereits gestapelter Stapelkästen im Boden
vorzusehen, womit erreichbar ist, daß die Stapelstützen etwa die doppelte bis dreifache
Länge der üblichen Kastenwandhöhe einnehmen können, da sie dann beispielsweise bei
drei übereinandergestapelten Kästen die Kontur des oberen Kastenrandes des letzten
Stapelkastens noch nicht überragen.
[0013] Um eine Vielzahl von Kästen übereinanderstapeln zu können und dabei gleichzeitig
einen vergleichsweise festen Stapelverband zu bilden, sieht die Erfindung in weiterer
Ausgestaltung auch vor, daß die Durchtrittsöffnungen mit Führungsnocken zur Anlage
an Außenflächen durchtretende Stapelstützen versehen sind, womit es zu einem vergleichsweise
spielfreien Stapeln kommt.
[0014] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine Seitenansicht zweier Kästen in Hochstapellage,
- Fig. 2
- eine Teilaufsicht auf einen Stapelkasten sowie in
- Fig. 3
- die Schnittzeichnung eines Viererverbandes in Transportlage gestapelter Kästen.
[0015] In Fig. 1 sind zwei übereinandergestapelte, in der linken Figurenseite teilweise
geschnittene Stapelkästen, allgemein mit 1 bzw. 1' bezeichnet, übereinandergestapelt,
wobei jeder Stapelkasten aus zwei Längsseitenwänden 2 und zwei Querseitenwänden 3
und einem im dargestellten Beispiel mittels Stegen 4 gebildeten Bodenrost 5 gebildet
sind. An den kürzeren Seiten 3 sind im dargestellten Beispiel in der Nähe der mit
6 bezeichneten Kastenecken einstückig Stapelstützen 7 angeformt, die einen oberen
Rastbereich 8 aufweisen, die in entsprechend geformten Aufnahmen 9, die lediglich
gestrichelt angedeutet sind, im darüber liegenden Kasten eingreifen können. Wie sich
insbesondere auch aus Fig. 2 ergibt, sind im Bodenrost 5 den Stapelstützen 7 unmittelbar
zugeordnet zwei nebeneinanderliegende Durchtrittsöffnungen 10 und 10a angeordnet mit
Führungsnocken 11, die sich in der Tiefstapellage (Fig. 3) seitlich an die Außenfläche
der Stapelstützen 7 anlegen können.
[0016] Wie sich insbesondere aus Fig. 3 ergibt, können eine Vielzahl von Kästen, dort allgemein
mit 1a bis 1d bezeichnet, übereinandergestapelt werden, wobei jeweils ein Teil der
Stapelstützen 7 die im Boden des benachbarten Kastens vorgesehenen Durchtrittsöffnungen
10 bzw. 10a durchsetzt, die gegenüberliegende Stapelstütze kann dabei den unmittelbar
darüber gestapelten Kasten außen umgreifen und über eine entsprechende Durchtrittsöffnung
des Kastens eingreifen.
[0017] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist die Erfindung insbesondere
nicht auf die dargestellte Querschnittsform der Stapelstützen 7 beschränkt, diese
können auch querschnittlich rechteckig oder beispielsweise rund oder vieleckig gestaltet
sein mit entsprechend gestalteten Öffnungen 10 im Bodenrost 5 u. dgl. mehr.
1. Stapelkasten (1), insbesondere aus Kunststoff, mit einem Boden, insbesondere mit einem
aus Stegen (4) gebildeten Bodenrost (5), und mit Seitenwänden (2,3) sowie mit in der
Gebrauchsstapellage die Oberkante der Seitenwände überragenden Bereichen (7),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände (2 od. 3) mit gegenüberliegenden, einstückig angeformten, nach
oben überragenden Stapelstützen (7) versehen sind, wobei im Boden (5) Durchtrittsöffnungen
(10) für korrespondierende Stapelstützen (7) eines benachbarten Stahlkastens (1')
vorgesehen sind.
2. Stapelkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stapelstützen (7) als integraler Bestandteil gegenüberliegender Seitenwände
(2 od. 3) ausgebildet sind, wobei sie die Außenkonturen der jeweiligen Seitenwand
nicht überragen.
3. Stapelkasten nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchtrittsöffnungen (10) den Stapelstützen unmittelbar benachbart im Boden
(5) angeordnet sind.
4. Stapelkasten nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer rechteckigen Kontur des Stapelkastens (1) die Stapelstützen (7) in der
Nähe der Kastenecken (6) an den kürzeren Seitenwänden (3) ausgebildet sind mit den
im Boden (5) zugeordneten Durchtrittsöffnungen (10).
5. Stapelkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Boden (5) wenigstens je zwei Durchtrittsöffnungen (10,10a) zum Durchtritt der
Stapelstützen (7) zweier bereits gestapelter Stapelkästen (1a,1b,1c,1d) vorgesehen
sind.
6. Stapelkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchtrittsöffnungen (10) mit Führungsnocken (11) zur Anlage an Außenflächen
durchtretende Stapelstützen (7) versehen sind.