[0001] Die Erfindung betrifft ein Setz-Tableau für Beobachtungsspiele, das eine plattenförmige
Unterlage aufweist, auf der Setzsymbole wie Zahlen oder Bilder enthaltende Felder
angeordnet sind.
[0002] Bei einem bekannten Beobachtungsspiel (DE-U-71 48 061), welches im Zentrum einer
Schale mit zum Zentrum schräg verlaufender Bodenfläche Öffnungen enthält, in welche
eine in die Schale geschleuderte Kugel rollen kann, läßt sich mit Hilfe von kreisförmigen
Markierungslinien auf dem geneigten Boden der Schale vorher feststellen, in welche
der Öffnungen die Kugel schließlich fällt. Hierzu ist es lediglich erforderlich, genau
zu beobachten, an welcher Stelle die Kugel eine auf dem geneigten Boden der Schale
befindliche kreisförmige Markierungslinie passiert, denn der Winkel, den die Kugel
danach noch durchläuft, bevor sie in eine der Öffnungen oder Vertiefungen rollt, ist
stets gleich, gleichgültig an welcher Stelle die Kugel über diese Markierungslinie
hinwegrollt. Hat der Spieler die überrollstelle richtig erfaßt, weiß er, in welcher
Öffnung die Kugel schließlich liegen bleibt, so daß er mit Hilfe eines Setzsteines
oder dergleichen ein dieser Öffnung zugeordnetes Symbol auf einem Setz-Tableau setzen
kann. Gesetzt werden muß, bevor die Kugel einen zweiten, inneren Markierungsring erreicht.
Das richtige Setzen hängt allein von der Beobachtung des Spielers ab.
[0003] Auf dem Setz-Tableau sind den Öffnungen oder Vertiefungen in der Schale entsprechende
Felder mit Setzsymbolen, beispielsweise Zahlen und/oder Bilder, angeordnet. Die Setzsymbole
sind in aneinander gereihten Feldern auf dem Setz-Tableau vorgesehen. (vergl. auch
FR-A-2 448 915) Sie sollen jedoch so angeordnet sein, daß der Spieler mit einem Setzstein
oder dergleichen nur unmittelbar aufeinanderfolgende Felder oder Setzsymbole wie Zahlen
belegen kann, nicht hingegen gleichzeitig unzusammenhängende Setzsymbole, weil dadurch
das Beobachtungsspiel zum Glücksspiel werde könnte, was unerwünscht ist.
[0004] Zusammenhängende Symbole wie Zahlen dürfen deshalb gesetzt werden, weil die Beobachtung
und Bestimmung der Stelle, an der die Kugel den äußeren Markierungsring passiert ,
nicht zwangsläufig exakt sein muß. Dann soll der Spieler aber die Möglichkeit haben,
auf dem Setz-Tableau wenigstens ungefähr anzuzeigen, wo die Kugel voraussichtlich
liegen bleiben wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Setz-Tableau für Beobachtungsspiele
zu schaffen, auf dem im übersichtlicher und kompakter Anordnung Felder mit Setzsymbolen
wie Zahlen und/oder Bildern angeordnet sind, wobei jedoch in einfacher Weise verhindert
sein soll, daß mit einem Setzstein oder dergleichen gleichzeitig mehrere Setzsymbole
enthaltende Felder belegt werden können, die nicht in einer direkten Folge zusammenhängen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Unterlage des Setz-Tableaus
Barrieren und/oder Sperren wie Ausnehmungen oder Erhebungen aufweist, welche die in
kompakter Anordnung vorgesehenen, Setzsymbole enthaltenden Felder derart voneinander
trennen, daß nur in einer Folge zusammenhängende Felder aneinander angrenzen und somit
mit einem Setzstein oder dergleichen gemeinsam belegt werden können. Auf diese Weise
ist gewährleistet, daß die möglichst zu einem Gewinn führende Belegung der Felder
allein von der Beobachtung des Spielers bestimmt wird und nicht die Gefahr besteht,
daß das Beobachtungsspiel in ein Glücksspiel abgewandelt werden kann.
[0007] Vorzugsweise sind die Barrieren und Sperren Ausnehmungen, welche beispielsweise als
von wenigstens einer Seite ausgehende Ausschnitte ausgebildet sind, wobei die die
Setzsymbole enthaltenden, aneinander gereihten Felder in zick-zack-förmiger Anordnung
vorgesehen sind. Bei einer derartigen Anordnung sind die Ausnehmungen vorzugsweise
keilförmig oder dreieckförmig ausgebildet. Damit nicht über die Ausnehmungen hinweg
nicht unmittelbar aufeinanderfolgende Felder mit einem Setztstein oder dergleichen
gemeinsam belegt werden können, sollten einerseits die Setztsteine entsprechend geringe
Dimensionen oder Abmessungen aufweisen und andererseits die Ausnehmungen selbst im
Spitzenbereich ausreichend breit sein.
[0008] Es hat sich ein Spitzenwinkel von etwa 15 Grad als für die keilförmigen oder dreieckförmigen
Ausnehmungen zweckmäßig erwiesen.
[0009] Die keilförmig ausgebildeten Ausschnitte sind vorzugsweise abwechselnd gegeneinander
gesetzt von entgegengesetzten Seiten der Unterlage des Tableaus ausgehend vorgesehen.
Auf diese Weise läßt sich auf begrenztem Raum ein erfindungsgemäßes Setz-Tableau herstellen,
das einerseits gut übersichtlich ist und andererseits die der Erfindung zugrunde liegende
Aufgabe erfüllt.
[0010] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind an den Längsseiten der Unterlage des
Setz-Tableaus Felder vorgesehen, die als Orientierungshilfe enthaltende Symbole enthalten,
beispielsweise Hinweise auf die in den angrenzenden Reihen der Felder enthaltenen
Zahlen und /oder Bilder oder Symbole. Dadurch wird das erfindungsgemäße Setz-Tableau
übersichtlich und erleichtert dem Spieler das Auffinden der nach seiner Beobachtung
zu setzenden Felder. Die Felder dienen auch als weitere Setzmöglichkeit, wobei mit
dem Setzen eines Steines auf diese Felder sich der Einsatz jeweils auf die gesamte
Anzahl der in den Reihen befindlichen Felder bezieht, die bis zum auf der gegenüber
liegenden Längsseite befindlichen Feld reichen.
[0011] Obwohl die Erfindung hier anhand eines flächigen Setz-Tableaus überschrieben ist,
kann die Unterlage des Tableaus auch so ausgebildet sein, daß anstelle der Ausnehmungen
oder keilförmigen Ausschnitte oder zusätzlich zu diesen an den Längskanten der zick-zack-förmig
in einer Reihe angeordneten Felder auch als Barrieren dienende Erhebungen vorgesehen
sind, die verhindern, daß man über die Barrieren oder Ausnehmungen hinweg bzw. zu
benachbarten Abschnitten der zick-zack-förmigen Anordnung die Setzsteine oder dergleichen
auf zwei nicht unmittelbar aufeinanderfolgende Felder setzen kann. Die Ausnehmungen
und/oder Barrieren können auch einen rechteckigen oder noch anders gestalteten Grundriß
aufweisen.
[0012] Das erfindungsgemäße Setz-Tableau ist als Tafel oder Platte ausgebildet, wobei es
sowohl in horizontaler Anordnung, beispielsweise als Platte eines Tisches als auch
in senkrechter Anordnung, beispielsweise an einer Wand hängend, benutzt werden kann.
Auch sind zwischen diesen beiden extremen Lagen befindliche Winkelpositionen denkbar
und möglich.
[0013] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung ist in der einzigen Zeichnungsfigur eine Draufsicht
auf ein plattenförmig ausgebildetes erfindungsgemäßes Setz-Tableau dargestellt, wobei
dieses Tableau entweder eine Tischplatte oder auch ein auf einer sonstigen Unterlage
einschließlich einer Wand anzubringendes Element sein kann.
[0014] Das zum Beobachten und Setzen mittels hier nicht dargestellter Setzsteine oder dergleichen
bestimmte Tableau (1) ist in Form einer im Grundriß rechteckigen Platte (2) ausgebildet,
welche in zick-zack-förmiger Anordnung auf der Oberseite eine Anzahl und Folge von
Feldern (3) aufweist, wobei jedes Feld ein Symbol (4), hier eine Zahl enthält.
[0015] Die zick-zack-förmige Anordnung der aufeinander folgenden Felder (3) ist im vorliegenden
Fall durch keilförmige Abschnitte (5) bedingt, welche abwechselnd von der einen und
der anderen Längskante der Platte (2) ausgehend sich senkrecht zu der Längsachse oder
Längserstreckung derselben in diese hineinragen. Der spitze Winkel dieser Ausschnitte
oder Einschnitte (5) beträgt beim dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 15 Grad oder
weniger.
[0016] An den Längskanten (6) und (7) der Platte (2) sind weitere Felder (8) und (9) vorgesehen
und angeordnet welche Hinweise (10) oder Symbole (11) enthalten, die es dem Benutzer
des Setz- oder Beobachtungs-Tableaus ermögliche, bestimmte Symbole oder Ziffernkombinationen
und/oder Farb-Hinweise schnell zu erfassen, um ihm die Möglichkeit zu geben, den Setzstein
oder dergleichen entsprechend seiner Beobachtung schnell und ohne Verzögerung zu setzen.
[0017] Die außenliegenden Felder (8,9,12,13) sind als weitere Setzmöglichkeit vorgesehen,
wobei mit den Setzen auf eines dieser Felder sich der Einsatz jeweils auf die gesamte
Anzahl derjenigen Felder bezieht, die in der Reihe beispielsweise von einem Symbolfeld
zu den Ziffernkombinationsfeld der gegenüberliegenden Längsseite reichen. Bei den
auf der linken Seite des Setztableaus angebrachten Seitenfeldern sind die Felder in
den Reihen, auf die sich der Einsatz bezieht, durch zahlenmäßige Benennung eindeutig
gekennzeichnet, die auf der rechten Seite befindlichen Felder beziehen sich auf diejenigen
Felder in den Reihen, die durch farbliche Kenntlichmachung auf dieses Seitenfeld bezogen
sind. Beispielsweise wird die Felderkolonne mit den Zahlen 1 bis 6 in schwarzer Farbe
ausgeführt und das Randsymbol des Feldes (12) ist ebenfalls schwarz. Die Felder mit
den Zahlensymbolen 7 bis 12 werden in roter Farbe ausgeführt, entsprechend das Außenfeld
(8). Die Felder mit den Zahlen 13 bis 18 und das Symbol im Feld (11) sind wieder schwarz,
die Felder mit den Zahlensymbolen 19 bis 24 und das Feld (13) rot. Mit einem Setzstein
kann also eine Zahlengruppe von sechs aufeinander folgenden Zahlen gesetzt werden,
wodurch das Risiko für ungeübte Spieler herabgesetzt wird. Die unterschiedliche Gestaltung
der seitlichen Felder in Zahlen einerseits und Farben andererseits erfolgt aus optischen
Gründen.
1. Setz-Tableau (1) für Beobachtungsspiele, mit einer plattenförmigen Unterlage (2),
auf der Setzsymbole (4) enthaltende Felder (3) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (2) Barrieren oder Sperren wie Ausnehmungen (5) oder Erhebungen
aufweist, welche die in kompakter Anordnung vorgesehenen Felder (3) derart voneinander
trennen, daß nur aufeinander folgende Felder aneinander angrenzen.
2. Tableau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (5) von wenigstens
einer Seite der Unterlage (2) ausgehende Ausschnitte sind und die Felder (3) in zick-zack-förmiger
Anordnung vorgesehen sind.
3. Tableau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschnitte (5) keilförmig
ausgebildet sind und abwechselnd gegeneinander versetzt an entgegengesetzten Seiten
der Unterlage (2) vorgesehen sind.
4. Tableau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Längsseiten
(6,7) der Unterlage (2) Felder (8,9,12,13) für auch als Orientierungshilfe dienende
Setzsymbole (10,11) angeordnet sind.
1. Set-board (1) for perception games comprising a base plate (2) and, arranged thereon,
fields (3) comprising perception symbols (4),
characterized in that
said base plate (2) includes barrier or stop means such as recesses (5) or projections
separating said fields (3), which are arranged in compact configuration, in such a
manner that only continuous fields adjoin each other.
2. Set-board for perception games as defined by claim 1,
characterized in that
said recesses (5) are cut-outs extending from at least one side of said base plate
(2), and in that said fields (3) are arranged in a staggered configuration.
3. Set-board for perception games as defined by claim 2,
characterized in that
said recesses (5) are wedge-shaped and alternately staggered at opposite sides of
said base plate (2).
4. Set-board for perception games as defined by either of claims 1 to 3,
characterized in that
on longitudinal edges (6, 7) of base plate (2) are provided fields (8, 9, 12, 13)
for perception symbols (10, 11) simultaneously serving as orientation means.
1. Plan d'étalement (1) pour jeux de perception comprenant une plaque de base (2) et,
disposés sur celle-ci, des champs (3) étalant des symboles de perception (4),
caractérisé en ce que
ladite plaque de base (2) comprend des barrières ou arrêts tels que des creux (5)
ou des projections délimitant lesdits champs (3) disposés en configuration compacte
l'un par rapport à l'autre de telle sorte que seuls des champs consécutifs sont en
contact.
2. Plan d'étalement pour jeux de preception suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
lesdits creux (5) représentent des découpes s'étendant d'au moins l'un des cotés de
la plaque de base, et en ce que lesdits champs (3) sont disposés en zigzag.
3. Plan d'étalement pour jeux de perception suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que
lesdits creux (5) sont cunéiformes et disposés en quinconce sur les cotés opposés
de ladite plaque da base (2).
4. Plan d'étalement pour jeux de perception suivant l'une quelconque des revendications
1 à 3,
caractérisé en ce que
sur les cotés longitudinaux (6, 7) de ladite plaque de base (2) sont disposés des
champs (8, 9, 12, 13) recevant des symboles d'étalement (10, 11) et servant simultanément
de repère d'orientation.