| (19) |
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(11) |
EP 0 425 623 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.1994 Patentblatt 1994/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.04.1990 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: C23C 4/12 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9000/674 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9013/681 (15.11.1990 Gazette 1990/26) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM AUFTRAGEN VON KERAMISCHEM MATERIAL
PROCESS FOR APPLYING CERAMIC MATERIAL
PROCEDE POUR APPLIQUER UN MATERIAU CERAMIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
04.05.1989 DE 3914722
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.05.1991 Patentblatt 1991/19 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- DEUTSCHE FORSCHUNGSANSTALT
FÜR LUFT- UND RAUMFAHRT e.V.
53111 Bonn (DE)
- W.C. Heraeus GmbH
D-63450 Hanau (DE)
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| (72) |
Erfinder: |
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- HENNE, Rudolf
D-7030 Böblingen (DE)
- WEBER, Winfried
D-7022 Leinfelden-Echterdingen (DE)
- SCHILLER, Günter
D-7016 Gerlingen (DE)
- SCHNURNBERGER, Werner
D-7000 Stuttgart 1 (DE)
- KABS, Michael
D-6450 Hanau 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hoeger, Stellrecht & Partner |
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Uhlandstrasse 14 c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 202 077 FR-A- 2 104 023
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FR-A- 1 429 278 US-A- 3 640 757
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- International Metallurgical Reviews, volume 17, June 1972, Review 164, Metals Society
(London, GB) I.A. Fischer: "Variables influencing the characteristics of plasma-sprayed
coatings", pages 117-129, see page 122, right-hand column, lines 6-58
- E. Kretzschmar: "Metallkeramik und Plasmaspritzen", VEB Verlag Technik 1963, (Berlin,
DE) see page 290, lines 7-17
- Applied Physics Letters, volume 52, 21 March 1988, (New York, US) K. Tachikawa: "High
Tc superconducting films of Y-Ba-Cu oxides prepared by low-pressure plasma spraying",
pages 1011-1013, see page 1011, left-hand column; figure 1
- Patent Abstracts of Japan, volume 12, No. 373 (C-534) (3220), 6 October 1988; & JP-A-63
125 653
- Welding Journal, volume 66, No. 2, February 1987, (Miami, Florida, US) G.M. Herterick:
"Gas selection in plasma spraying", pages 27-30, right-hand column, lines 23-45; page
28, left hand column, right-hand column, page 30, left-hand column, line 16-end
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftragen einer Schicht aus keramischem
Material auf ein Substrat durch Plasmaspritzen, bei welchem das Material als Spritzgut
dem Plasmastrahl zugesetzt wird, wobei das Material eine chemische Verbindung umfaßt,
von welcher ein Bestandteil ein nichtmetallisches Element aus der Gruppe N, C, B oder
aus der sechsten oder siebten Hauptgruppe ist, welche vor Erreichen des Schmelzpunkts
in inerter Umgebung sich zumindest teilweise zersetzt und welche im aufgetragenen
Zustand in der festen Phase vorliegt, und bei welchem in dem Plasmastrahl zusätzlich
zu dem Spritzgut das nichtmetallische Element in freier nicht an ein Fremdelement
gebundener Form mitgeführt wird.
[0002] Aus der DE-A-30 24 611 ist ein Verfahren zum Auftragen einer Schicht aus keramischem
Material auf ein Substrat durch Plasmaspritzen, bei welchem das Material dem Plasmastrahl
zugesetzt wird, bekannt, wobei bei diesem Eisenspinell und Kobaltspinell durch Plasmaspritzen
bei niedriger Brennerleistung aufgetragen werden. Aufgrund der niedrigen Brennerleistung
ist anzunehmen, daß lediglich das Eisenspinell aufgeschmolzen wird, da dieses einen
niedrigen Schmelzpunkt aufweist, wogegen das Kobaltspinell in das aufgeschmolzene
Eisenspinell lediglich eingebettet wird. Ferner ist damit zu rechnen, daß trotz niedriger
Brennerleistung Zersetzungsprodukte des Kobaltspinells vorhanden sind.
[0003] Beim Plasmaspritzen mit niedriger Brennerleistung ist die Bindung der aufgetragenen
Schicht an das Substrat nicht optimal und auch die innere Festigkeit der äußeren Schicht
begrenzt. Ferner ist auch die Beschichtungsausbeute sehr gering, da dann, wenn das
Spritzgut im noch festen Zustand durch den Plasmastrahl gegen das Substrat geschleudert
wird, eine Stoßreflexion am Substrat erfolgt und somit lediglich ein geringer Teil
des Spritzguts auf dem Substrat haften bleibt.
[0004] Aus der US-A-3 640 757 ist ein Verfahren zum Plasmaspritzen bekannt, bei welchem
mittels eines Hochtemperatur/Hochgeschwindigkeitsplasmas pulverförmiges Oxid, wie
zum Beispiel Chromoxid, Zirkonoxid oder Spinelle, wie Mg-Zirkonat oder Zr-Silikat,
aufgespritzt werden. Bei diesem Verfahren wird zur Erhaltung der Zusammensetzung des
Oxides ein Oxidationsmittel, zum Beispiel Sauerstoff, in den Plasmastrom, und zwar
bevorzugt stromabwärts vom Lichtbogen des Plasmagenerators, eingebracht. Ferner offenbart
diese Druckschrift auch, daß Verbindungen, die sich im Plasma zersetzen und eine sauerstoffreiche
Atmosphäre bilden, wie zum Beispiel KMnO₄, Na₂O₂ oder organische Peroxide, als Mischung
mit den Oxiden verwendet werden können.
[0005] In dem Artikel von E. Kretzschmar "Metallkeramik und Plasmaspritzen", VEB-Verlag
Technik 1963 (Berlin, DE) Seite 290 wird ein Verfahren zum Plasmaspritzen von HfC
und TaC offenbart und dabei erwähnt, daß beim Spritzen mit N₂ und H₂ als Plasmagas
und N₂ als Trägergas ein erheblicher C-Verlust von bis zu 25 % auftritt, während bei
der Verwendung von Methan als Trägergas kein oder ein maximaler Verlust von 10 % an
C auftritt.
[0006] Aus der DE-A-20 38 894 ist ein Verfahren zum Herstellen von mit brandfestem Material
überzogenen Elektroden mittels Plasmaspritzen offenbart. Ferner wird dargelegt, daß
gute Schichten dadurch erhältlich sind, daß sich die Zusammensetzung des Materials
beim Aufspritzen nicht wesentlich ändert, was durch die Wahl des Arbeitsgases, in
dem die ursprüngliche chemische Zusammensetzung stabil ist, erreicht wird. Entsprechend
wird für Nitride ein Stickstoff oder Ammoniak enthaltendes Gas, für Carbide ein Methan
enthaltendes Gas gewählt.
[0007] Aus der EP-A-0 288 711 ist ein Verfahren zum Plasmaspritzen bekannt, wobei ein Beschichten
vom Substraten mit supraleitenden Materialen, wie zum Beispiel YBa₂CU₃O
y oder LA-Sr-Cu-Oxiden, erfolgt. Die Ausgangsmaterialien werden dabei als Pulver zugeführt.
Ferner ist eine Plasmaspritzvorrichtung mit zusätzlichen Sauerstoffzuführungen beim
Brennerausgang offenbart, wobei durch Zufuhr des Sauerstoffs zusätzliche Sauerstoffverluste
ausgeglichen werden, die die Teilchen während ihres Fluges auf das Substrat erleiden.
Damit wird außerdem das Plasmagas reaktiver gemacht. Ferner wird in dieser Druckschrift
offenbart, daß Argon als Trägergas für die Pulver Verwendung findet.
[0008] Aus der EP-A-0 202 077 ist ein Verfahren zum Plasmaspritzen mit einem einen Laminarstrahl
erzeugenden Plasmabrenner offenbart.
[0009] Ausgehend von der US-A-3 640 757 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
der gattungsgemäßen Art derart zu verbessern, daß die von dem Material umfasste chemische
Verbindung stöchiometrisch, daß heißt nicht zersetzt, auf dem Substrat aufgetragen
werden kann und eine dichte, festhaftende und stabile Schicht bildet.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß als Plasmastrahl ein mittels eines Plasmabrenners mit einer laminarstrahlerzeugenden
Düse erzeugter Laminarstahl verwendet wird und daß das Plasmaspritzen im Vakuum durchgeführt
wird. Der Vorteil der erfingungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, daß ein derartiger
Laminarstrahl die besten Vorraussetzungen dafür bietet, daß das Spritzgut konstant
und gleichmäßig und über einen möglichst ausreichenden Zeitraum erhitzt wird, um eine
möglichst gleichmäßige Schicht auf dem Substrat zu erreichen. Ferner werden die Schichteigenschaften
noch dadurch verbessert, daß durch das Plasmaspritzen im Vakuum die sich ansonsten
ergebenden Probleme durch Verunreinigungen oder Wechselwirkungen aufgrund der dem
Plasmastrahl umgebenden Atmosphäre entfallen.
[0011] Zur Verschiebung des Reaktionsgleichgewichts in Richtung auf die unzersetzte chemische
Verbindung ist es besonders vorteilhaft, wenn das nichtmetallische Element in dem
Plasmastrahl in dissoziierter oder atomarer Form mitgeführt wird.
[0012] Bei den bislang beschriebenen Beispielen des erfindungsgemäßen Verfahrens wurden
keine Details dazu angegeben, wie das nichtmetallische Element in dem Plasmastrahl
geführt wird. So ist es zweckmäßig, wenn das nichtmetallische Element nach seinem
Einbringen im achsnahen Kernbereich des Plasmastrahls geführt wird, so daß eine möglichst
intensive Wechselwirkung mit den dieses umgebenden Plasmastrahl, gleichzeitig aber
auch eine gute Abschirmung durch den dieses umgebenden Plasmastrahl, erfolgt.
[0013] Besonders gut läßt sich das Reaktionsgleichgewicht in erfindungsgemäßer Weise dadurch
verschieben, daß das nichtmetallische Element in dem Plasmastrahl in ionisierter Form
mitgeführt wird.
[0014] Grundsätzlich könnte im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens das nichtmetallische
Element dem Plasmastrahl beispielsweise mit dem Plasmagasstrom zugeführt werden. Dies
würde jedoch Elektrodenmaterialien erfordern, welche durch das nichtmetallische Element
nicht angegriffen werden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhafter, wenn das nichtmetallische
Element einem Primärplasmastrahl stromabwärts des Hochstrombogens zugesetzt wird.
[0015] Um jedoch das nichtmetallische Element möglichst stark zu erhitzen und somit zumindest
in dissoziierter, wenn nicht in ionisierter Form in dem Plasmastrahl mitzuführen,
hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß das nichtmetallische Element dem Plasmastrahl
auf seiner dem Hochstrombogen zugewandten Seite und nahe desselben zugesetzt wird.
[0016] Besonders einfach läßt sich die Dissoziation oder Ionisation des nichtmetallischen
Elements im Plasmastrahl dann erreichen und aufrechterhalten, wenn diese durch Wechselwirkung
mit dem Primärplasmastrahl herbeigeführt wird.
[0017] Konstruktiv einfach läßt sich ein Einführen des nichtmetallischen Elements in den
Plasmastrahl dann erreichen, wenn das nichtmetallische Element in der laminarstrahlerzeugenden
Düse des Brenners dem Plasmastrahl zugesetzt wird.
[0018] Als besonders geeignet hat sich ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
erwiesen, bei welchem das nichtmetallische Element in einer als laminarstrahlerzeugende
Düse dienenden Lavaldüse dem Plasmastrahl zugesetzt wird.
[0019] Ein besonders einfaches Ausführungsbeispiel sieht hierbei vor, daß das nichtmetallische
Element mit dem Spritzgut zusammen dem Plasmastrahl zugesetzt wird, so daß keine zusätzlichen
Vorrichtungen notwendig sind, um das nichtmetallische Element dem Plasmastrahl zuzusetzen,
sondern die üblicherweise zum Plasmaspritzen geeigneten Vorrichtungen Verwendung finden
können.
[0020] Besonders bevorzugt ist im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ein Ausführungsbeispiel,
bei welchem das nichtmetallische Element in Gasform in den Plasmastrahl eingebracht
wird, da hierdurch eine gute, gleichmäßige Verteilung und ein leichtes Dissoziieren
oder Ionisieren des nichtmetallischen Elements möglich ist.
[0021] Beispielsweise ist es somit günstig, wenn das nichtmetallische Element durch ein
dieses freisetzendes Gas in den Plasmastrahl eingebracht wird.
[0022] Da das als Spritzgut dienende Material üblicherweise in fester Form vorliegt und
somit durch ein Fördermedium dem Plasmastrahl zugesetzt werden muß, ist bei einer
bevorzugten Lösung vorgesehen, daß das nichtmetallische Element von einem Fördermedium
für das Spritzgut umfaßt ist.
[0023] Hierbei hat es sich dann als zweckmäßig erwiesen, wenn das Fördermedium für das Spritzgut
gasförmig ist.
[0024] Im Rahmen der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele ist zweckmäßigerweise
auch vorgesehen, daß das Spritzgut in pulverförmiger Form vorliegt.
[0025] Im Rahmen der bislang beschriebenen Ausführungsbeispiele wurden über die Führung
des Spritzgutes im Plasmastrahl keine detaillierten Angaben gemacht. So ist es besonders
vorteilhaft, wenn das Spritzgut nach seinem Einbringen im achsnahen Kernbereich des
Plasmastrahls geführt wird, so daß dieses zum einen von dem dieses umgebenden Plasmastrahl
möglichst gleichmäßig aufgeheizt, zum anderen aber auch geschützt wird.
[0026] Desgleichen wurden keine detaillierten Angaben über die Einbringung des Spritzgutes
in den Plasmastrahl gemacht. So hat es sich ebenfalls als zweckmäßig erwiesen, wenn
das Spritzgut einem Primärplasmastrahl stromabwärts des Hochstrombogens zugesetzt
wird.
[0027] Bevorzugterweise erfolgt dies dadurch, daß das Spritzgut dem Primärplasmastrahl auf
seiner dem Hochstrombogen zugewandten Seite und nahe desselben zugesetzt wird.
[0028] Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht
vor, daß das Spritzgut in der laminarstrahlerzeugenden Düse des Brenners dem Plasmastrahl
zugesetzt wird.
[0029] Besonders gute Ergebnisse werden dann erreicht, wenn das Spritzgut in einer als laminarstrahlerzeugende
Düse dienenden Lavaldüse dem Plasmastrahl zugesetzt wird.
[0030] Da im Plasmastrahl üblicherweise relativ hohe Temperaturen vorliegen, können in diesem
auch sehr leicht unerwünschte Reaktionen des in diesem mitgeführten nichtmetallischen
Elements erfolgen. Aus diesem Grund ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß der Plasmastrahl
im wesentlichen frei von chemischen Elementen ist, die mit dem nichtmetallischen Element
zu stabilen chemischen Verbindungen reagieren. Insbesondere ist es hierbei zweckmäßig,
wenn der Plasmastrahl im wesentlichen wasserstoffrei ist.
[0031] Vorzugsweise wird als Plasmastrahl der eines Gleichstromplasmabrenners verwendet,
mit welchem ein Plasmastrahl mit einer möglichst konstanten Temperatur und einem möglichst
konstanten Strömungsprofil erzeugbar ist.
[0032] Hinsichtlich der Art des Plasmagases ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß dieses
ein Edelgas umfaßt.
[0033] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel sieht vor, daß das Primärplasma Gas Argon umfaßt,
wobei vorzugsweise ein überwiegender Bestandteil desselben aus Argon besteht.
[0034] Zusätzlich ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß das Primärplasmagas zusätzlich zum
Argon enthalpie- und zähigkeitserhöhende Zusatzgase umfaßt, wobei diese dazu dienen,
die notwendige Energie einmal zur Erhitzung des Spritzgutes und gegebenenfalls zur
Dissoziation oder Ionisation des nichtmetallischen Elements zur Verfügung zu stellen.
[0035] Vorteilhafte Größen für die Enthalpie des Primärplasmas liegen dabei bei Enthalpien
von > 20 MJ/kg bei 10 000° C, noch besser ist es, wenn die Enthalpie > 30 MJ/kg bei
10 000° ist und optimale Werte werden dann erreicht, wenn die Enthalpie > 40 MJ/kg
bei 10 000° C ist.
[0036] Ein weiteres bevorzugtes Edelgas stellt Helium dar.
[0037] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen,
daß Helium als die freie Enthalpie erhöhendes Zusatzgas dem Argon als Hauptplasmagas
zugegeben wird.
[0038] Eine andere vorteilhafte Möglichkeit sieht vor, anstelle von Helium Stickstoff als
die freie Enthalpie erhöhendes Zusatzgas dem Argon als Hauptplasmagas zuzugeben.
[0039] Um sicherzustellen, daß zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens das nichtmetallische
Element in ausreichend hoher Konzentration vorliegt, ist vorzugsweise vorgesehen,
daß das gasförmige, nichtmetallische Element mit einem Anteil von mehr als 5 % der
vom Plasmastrahl umfaßten Gase in diesem mitgeführt wird.
[0040] Noch besser ist es, wenn dieser Anteil mehr als 15 % der vom Plasmastrahl umfaßten
Gase beträgt.
[0041] Um sicherzustellen, daß das nichtmetallische Element in dem Plasmastrahl in dissoziierter
Form vorliegt, ist vorgesehen, daß der Plasmastrahl eine Dissoziation des nichtmetallischen
Elements bewirkende Enthalpie und Temperatur aufweist.
[0042] Soll das nichtmetallische Element auch noch ionisiert vorliegen, ist es noch besser,
wenn der Plasmastrahl eine Ionisation des nichtmetallischen Elements bewirkende Temperatur
und freie Enthalpie aufweist.
[0043] Sollte seitens des Plasmabrenners eine ausreichend hohe Temperatur des Plasmastrahls
nicht erzielbar sein, so ist es vorteilhaft, wenn zusätzlich eine dem Hochstrombogen
nachgeordnete Heizung für den Plasmastrahl vorgesehen ist. Insbesondere ist es hierbei
zweckmäßig, wenn die zusätzliche Heizung über Hochfrequenzeinkopplung in den Plasmastrahl
erfolgt, wobei dies eine induktive oder eine kapazitive Einkopplung sein kann.
[0044] Bislang wurde nichts Näheres über die Zusammensetzung der chemischen Verbindung ausgesagt.
Als besonders geeignet für die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat sich
eine chemische Verbindung erwiesen, welche ein Metall als weiteres chemisches Element
umfaßt. Bevorzugte Materialien sind hierbei oxidische Materialien, wie z.B. Spinelle
und Perovskite auf Nickel- oder Kobalt- oder Nickel-Kobalt-Basis. Es ist aber auch
denkbar, alle möglichen Arten von Spinellen und Perovskiten gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren aufzutragen. Darüberhinaus gilt dies auch für spinell-ähnliche und perovskit-ähnliche
Verbindungen, sowie auch für nichtoxidische Verbindungen, wie beispielsweise Nitride,
Halogenide, Karbide etc., wobei dann als nichtmetallisches Element vom Plasmastrahl
Stickstoff bzw. Halogene oder auch nichtmetallische Verbindungen, Methan oder Acetylen
mitgeführt werden.
[0045] All diese Verbindungen lassen sich vorzugsweise dadurch charakterisieren, daß die
chemische Verbindung im Bereich ihrer Schmelztemperatur eine im Bereich von Null oder
darüber liegende freie Bildungsenthalpie aufweist, d.h., daß es sich um eine chemische
Verbindung handelt, die mit steigender Temperatur zunehmend zum Zersetzen neigt.
[0046] Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn die Länge des Laminarstrahls ab der Düse
mindestens 60 mm beträgt, noch bessere Ergebnisse werden mit 80 mm und sehr gute Ergebnisse
mit einer Länge des Laminarstrahls von 100 mm erreicht. Optimale Ergebnisse sind bei
einer Länge des Laminarstrahls von 150 mm erreichbar.
[0047] Eine für eine gute Schichtbildung auf dem Substrat erforderliche ausreichende und
gleichmäßige Erhitzung der chemischen Verbindung läßt sich vorteilhafterweise dadurch
erreichen, daß die chemische Verbindung mit dem laminaren Plasmastrahl innerhalb desselben
über eine Länge von mindestens 60 mm in Wechselwirkung steht. Noch bessere Werte lassen
sich dann erreichen, wenn die Länge der Wechselwirkung mindestens 80 mm beträgt, sehr
gute Werte dann, wenn die Länge der Wechselwirkung mindestens 100 mm beträgt und optimale
Werte dann, wenn die Länge der Wechselwirkung mindestens 150 mm beträgt.
[0048] Um eine gut haftende Schicht auf dem Substrat zu erreichen, ist es, wie bereits eingangs
erwähnt, notwendig, das Spritzgut auf eine möglichst hohe Temperatur, beispielsweise
über dem Schmelzpunkt,zu erhitzen, wobei allerdings noch keine merkliche Materialverdampfung
erfolgen darf. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, wenn die chemische Verbindung
in dem Plasmastrahl auf mindestens ungefähr 500°C erhitzt wird, noch besser ist es,
wenn die chemische Verbindung auf mindestens 1.000°C, oder noch besser auf mindestens
1.500°C oder am besten auf mindestens 2.000°C erhitzt wird.
[0049] Die besten Hafteigenschaften der Schichten werden dann erreicht, wenn die chemische
Verbindung in dem Plasmastrahl mindestens auf eine Temperatur im Bereich ihres Schmelzpunkts
erhitzt wird.
[0050] Die besten Ergebnisse lassen sich dann erzielen, wenn die chemische Verbindung mindestens
auf eine ihrem Schmelzpunkt entsprechende Temperatur erhitzt wird.
[0051] Besonders gute Ergebnisse mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden dann erreicht,
wenn die chemische Verbindung in dem Plasmastrahl moderat erhitzt wird, wobei dies
bedeutet, daß die chemische Verbindung auf eine Oberflächentemperatur zwischen 0 und
1000° C, vorzugsweise 0 und 500° C über ihrem Schmelzpunkt erhitzt wird, das heißt
also keine starke Erhitzung über den Schmelzpunkt hinaus erfolgt.
[0052] Besonders gute Ergebnisse im Rahmen der vorliegenden Erfindung ergeben sich dann,
wenn das Plasmaspritzen mit einem Überschallstrahl durchgeführt wird, da dann auf
dem Substrat sehr fest haftende Schichten erreichbar sind.
[0053] Darüberhinaus betrifft die Erfindung die Verwendung einer Schicht aus keramischem
Material, hergestellt nach einem Verfahren entsprechend einem oder mehreren der voranstehenden
Merkmale, als katalytisch aktive Beschichtung.
[0054] Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung einer Schicht aus keramischem Material,
hergestellt nach einem Verfahren entsprechend einem oder mehreren der voranstehend
genannten Merkmale, als elektrokatalytisch aktive Beschichtung.
[0055] Darüberhinaus betrifft die Erfindung die Verwendung einer Schicht aus keramischem
Material, hergestellt nach einem oder mehreren der voranstehend genannten Merkmale
als tribologisch wirksame Beschichtung.
[0056] Und schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung einer Schicht aus keramischem
Material, hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem oder mehreren der voranstehend
genannten Merkmale als supraleitende Beschichtung.
[0057] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung im Zusammenhang mit den zeichnerischen Darstellungen. In der Zeichnung
zeigen:
- Fig. 1
- Eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und
- Fig. 2
- ein Röntgendiffraktogramm , wobei
- Fig. 2a
- das Röntgendiffraktogramm von bei 400° hergestelltem Pulver von Kobaltspinell ,
- Fig. 2b
- das Röntgendiffraktogramm einer aufgetragenen Schicht von Kobaltspinell mit Argon
als Plasmagas und Argon als Trägergas für das Spritzgut,
- Fig. 2c
- das Röntgendiffraktogramm einer aufgetragenen Schicht aus Kobaltspinell mit Argon
und Wasserstoff als Plasmagas und Argon als Trägergas für das Spritzgut, und
- Fig. 2d
- das Röntgendiffraktogramm einer aufgetragenen Schicht mit Argon plus Helium als Plasmagas
und Argon und Sauerstoff als Trägergas für das Spritzgut zeigt.
[0058] Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt - wie in
Fig. 1 schematisch dargestellt - eine Vakuumkammer 10, welche mittels eines Vakuumpumpsystems
12 auf einen vorwählbaren Druck evakuierbar ist. In dieser Vakuumkammer 10 ist ferner
ein Plasmabrenner 14 angeordnet, welcher einen Plasmastrahl 16 erzeugt, der auf ein
ebenfalls in der Vakuumkammer 10 angeordnetes Substrat 18 trifft, welches seinerseits
mit einer Bewegungsvorrichtung 20 relativ zum Plasmastrahl 16 in einer senkrecht zu
einer Längsachse 22 des Plasmastrahls 16 verlaufenden Ebene bewegbar ist.In diesem
Plasmastrahl 16 wird ein Spritzgutstrahl 24 aus Partikeln eines aufzutragen Materials
mitgeführt, welches beim Auftreffen auf das Substrat 18 eine Beschichtung 26 aus diesem
Material erzeugt.
[0059] Der Plasmabrenner 14 arbeitet als Gleichstrombrenner und umfaßt seinerseits ein rohrstückähnliches
Gehäuse 28, in welchem eine hülsenförmige, einen sich zu einem dem Substrat 18 zugewandten
Ende 30 des Gehäuses 18 hin konisch verengenden Gaskanal 32 aufweisende Anode 34 angeordnet
ist. In den Gaskanal 32 ragt von einer, dem Ende 30 gegenüberliegenden Rückseite eine
stiftförmige Kathode 36, wobei zwischen der Anode 34 und der Kathode 36 ein Ringspalt
38 verbleibt, durch welchen ein Plasmagasstrom 40 in den Gaskanal 32 eintreten kann.
Der Plasmagasstrom 40 wird diesem Ringspalt 38 über einen Ringraum 42 zwischen der
Kathode 36 und dem Gehäuse 28 zugeführt. Die Gaszufuhr zu diesem Ringraum 42 erfolgt
in an sich bekannter Weise über eine als Ganzes mit 44 bezeichnete Plasmabrenner-Versorgungseinrichtung,
welche auch die notwendige Gleichspannung zwischen der Anode 34 und der Kathode 36
zur Verfügung stellt und außerdem einen Kühlkanal 46 in der Kathode 36 mit Kühlflüssigkeit
versorgt.
[0060] Der Gaskanal 32 der Anode setzt sich zum Substrat 18 hin fort in einem Düsenkanal
48 einer sich unmittelbar an die Anode 34 anschließenden Lavaldüse 50, aus welcher
dann bei richtiger Parameterwahl der im wesentlichen parallele laminare Plasmastrahl
16 austritt. Die Lavaldüse 50 und der Gaskanal 32 sind dabei koaxial zur Längsachse
22 des Plasmastrahls 16 angeordnet.
[0061] Zur Zufuhr des den Spritzgutstrahl 24 bildenden Spritzguts ist zumindest ein erster
in den Düsenkanal 48 der Laval düse 50 mündender Einlaßkanal 52 vorgesehen, welcher
über eine erste Zuführeinrichtung 54 versorgt wird. Es ist aber auch noch zusätzlich
möglich, auf der dem Substrat 18 zugewandten Seite des ersten Einlaßkanals 52 einen
zweiten Einlaßkanal 56 vorzusehen, welcher über eine zweite Zuführeinrichtung 58 versorgt
wird.
[0062] Das Plasmaspritzen mit einem Plasmabrenner 14 in der Vakuumkammer 10 ist ausführlich
in der DE-OS 35 38 390 beschrieben. Ferner findet sich eine ausführliche Darstellung
der Funktion und Betriebsweise des Plasmabrenners in dem Artikel W. Mayr und R. Henne
"Investigation of a VPS burner with laval nozzle by means of an automated laser doppler
measuring equipment" Proc. 1st. Plasmatechnik Symposium, Luzern, 1988.
[0063] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgenden anhand von Kobaltspinell (Co₃O₄)
im einzelnen beschrieben. Dieses Kobaltspinell wird dabei auf ein Substrat als Beschichtung
aufgetragen. Die Zugabe des Kobaltspinells kann beispielsweise über die erste Zuführeinrichtung
54 und den ersten Einlaßkanal 52 erfolgen, wobei das Kobaltspinell in Pulverform vorliegt
und mittels eines Trägergases von der ersten Zufuhreinrichtung 54 zum ersten Einlaßkanal
52 und von dort in die Lavaldüse gefördert wird. Als Trägergas für das pulverförmige
Kobaltspinell wird vorzugsweise eine Gasmischung aus 80 % O₂ und 20 % Ar verwendet.
Dieser Sauerstoff (O₂) stellt dabei das im Plasmastrahl 16 zusätzlich zu dem Spritzgut
mitgeführte nichtmetallische Element in freier, nicht an ein Fremdelement gebundener
Form dar.
[0064] Der Brenner wird hierbei mit einem Primärplasmagasstrom betrieben, welcher vorzugsweise
Argon als Hauptgas umfaßt. Zur Enthalpie-Erhöhung kann zusätzlich noch Helium zugegeben
werden. Es wäre auch möglich, noch Stickstoff zur Enthalpie-Erhöhung zuzugeben.
[0065] Vorzugsweise ist der Plasmabrenner 14 so zu betreiben, daß sich ein langer laminarer,
parallel zur Längsachse 22 verlaufender Plasmastrahl mit einer Länge von mindestens
150 mm ausbildet, welcher im Vakuum eine Geschwindigkeit von 2.000 bis 3.000 Meter
pro Sekunde aufweisen kann. Zusätzlich ist die Zuführung des Spritzguts, d.h. des
Kobaltspinells, so vorzunehmen, daß ebenfalls ein nahe der Längsachse 22 verlaufender
achsennaher Spritzgutstrahl 24 im Kernbereich des Plasmastrahls entsteht, wobei sich
dann Spritzgutgeschwindigkeiten bis ungefähr 1.000 m/sec ergeben und dieser Spritzgutstrahl
24 dann durch den diesen umgebenden Teil des Plasmastrahls 16 geschützt ist. Die Zeit,
die das Spritzgut zwischen seiner Injektion in die Lavaldüse 50 und seinem Auftreffen
auf dem Substrat 18 im Plasmastrahl 16 verbringt, beträgt dann weniger als 10⁻³ Sekunden,
wobei eine Wechselwirkung mit dem Plasmastrahl über eine Länge von mehr als 150 mm
besteht.
[0066] Während dieser kurzen Aufenthaltszeit des Spritzgutes im Plasmastrahl 16 erfolgt
erfindungsgemäß ein Aufheizen des Spritzguts in den Bereich der Schmelztemperatur,
vorzugsweise eine Aufschmelzung des Spritzgutes, so daß dieses während der Verweilzeit
im Plasmastrahl 16 in schmelzflüssigem Zustand vorliegt. Zweckmäßigerweise erfolgt
ein nur moderates Aufheizen des Spritzgutes auf eine Oberflächentemperatur im Bereich
von 0 - 1.000 Grad über dessen Schmelzpunkt.
[0067] Durch die kurze Aufenthaltszeit des Spritzguts im Plasmastrahl wird bereits die Zeit,
die dem Spritzgut zur Zersetzung zur Verfügung steht, sehr kurz gehalten. Darüber-
hinaus wirkt der in erfindungsgemäßer Weise beim Plasmaspritzen von Kobaltspinell
vom Plasmastrahl mitgeführte Sauerstoff der Zersetzung des Kobaltspinells entgegen,
da er das Dissoziations- oder Zersetzungsgleichgewicht zum unzersetzten Kobaltspinell
hin verschiebt.
[0068] Vorzugsweise ist hierbei die Leistung des Plasmabrenners 14 so, daß das Plasma im
Plasmastrahl genügend heiß und enthalpiereich ist, um dem stromabwärts dem Plasmastrahl
16 zugeführten Sauerstoff zu dissoziieren und zu ionisieren und damit besonders für
die Verschiebung des Reaktionsgleichgewichts des Kobaltspinells zum Oxid hin, d.h.
also zum unzersetzten Kobaltspinell hin, zu verschieben oder eine Rückoxidation eventuell
unstöchiometrisch gewordener Oxide durchzuführen. Vorzugsweise wird mit einer Enthalpie
des Plasmas von mehr als 40 MJ/kg bei 10.000°C gearbeitet.
[0069] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren darf insbesondere zur Enthalpiesteigerung des
Plasmabrenners 14 kein Wasserstoff dem Plasmagasstrom zugesetzt werden, da dieser
mit dem über das Trägergas zugeführten Sauerstoff zu Wasser reagieren würde.
[0070] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich besonders deutlich durch
einen Vergleich einer Beschichtung 26, aufgetragen durch das erfindungsgemäße Verfahren,
mit Verfahren vergleichen, bei welchen im Plasmastrahl 16 kein Sauerstoff mitgeführt
wurde. Fig. 2d zeigt dabei ein Röntgendiffraktogramm von Kobaltspinell, aufgetragen
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, wobei deutlich zu erkennen ist, daß im wesentlichen
die Reflexe von Kobaltspinell (gekennzeichnet durch ·) vorliegen, während bei den
Verfahren, bei denen kein Sauerstoff im Plasmastrahl 16 mitgeführt wurde (Fig. 2b
und 2c) deutlich die Reflexe von CoO (gekennzeichnet durch

) und Co (gekennzeichnet durch ∇) gegenüber den Reflexen von Kobaltspinell (·) überwiegen,
woraus eindeutig zu ersehen ist, daß das erfindungsgemäße Verfahren die Zersetzung
von Kobaltspinell beim Plasmaspritzen nachweislich verhindert.
[0071] Die Schicht aus Kobaltspinell, deren Röntgendiffraktogramm Fig. 2d zeigt, wurde mit
folgenden Parametern erreicht: Leistung des Plasmabrenners 14, 30 kW, Druck in der
Vakuumkammer 10, 5000 Pa (50 mbar), Plasmagas aus Argon und Helium und Trägergas für
das pulverförmige Kobaltspinell aus 80 % O₂ und 20 % Ar. Die Schichtdicke betrug 200
µm und zeigte eine sehr dichte Struktur, wobei sie fest auf Nickel als Substrat gebunden
war. Die bevorzugte Größenordnung für das Schichtwachstum beträgt 10 µm/sec bezogen
auf eine Beschichtungsfläche von 10 cm², so daß in kontrollierbarer thermischer Substrat-
beaufschlagung in einem Arbeitsgang die gewünschte Schicht aufgetragen werden kann,
ohne daß beispielsweise eine Nachbehandlung erforderlich ist.
[0072] In Abwandlung des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist es jedoch auch möglich, das Spritzgut über die zweite Zuführeinrichtung
58 und den zweiten Einlapkanal 56 dem Plasmastrahl 16 zuzusetzen, wobei als Trägergas
lediglich Argon dient und den Sauerstoff separat über die erste Zuführeinrichtung
54 und den ersten Einlaßkanal 52, d.h. also auf der "heißeren" Seite des Plasmastrahls
zuzusetzen, da der Sauerstoff zur Dissoziation und Ionisation sehr hohe Temperaturen
benötigt, während die Temperaturen für das Spritzgut niederer gewählt sein können,
insbesondere wenn dieses nicht Kobaltspinell sondern ein Material mit niedrigerer
Schmelztemperatur ist.
[0073] Alternativ dazu ist es ebenfalls möglich, zwei unterschiedliche Materialien über
die erste Zuführeinrichtung 54 und über die zweite Zuführeinrichtung 58 zuzuführen,
wobei das nichtmetallische Element entweder im Trägergas des einen oder des anderen
zugeführt werden kann oder in beiden ein jeweils für das jeweilige Material geeignetes,
nichtmetallisches Element.
[0074] Eine weitere Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht dann, wenn der Plasmabrenner
14 keine ausreichenden Temperaturen und Enthalpien erzeugt, vor, daß der Plasmastrom
16 stromabwärts der Lavaldüse durch eine zusätzliche Heizung 60 noch aufgeheizt wird,
wobei es bei dieser Heizung sich beispielsweise um eine Vorrichtung zur Einkopplung
von Hochfrequenz in den Plasmastrahl 16 handelt und dies auf kapazitivem Wege oder
induktivem Wege erfolgen kann.
1. Verfahren zum Auftragen einer Schicht aus keramischem Material auf ein Substrat durch
Plasmaspritzen, bei welchem das Material als Spritzgut dem Plasmastrahl zugesetzt
wird, wobei das Material eine chemische Verbindung umfaßt, von welcher ein Bestandteil
ein nichtmetallisches Element aus der Gruppe N, C, B oder aus der sechsten oder siebten
Hauptgruppe ist, welche vor Erreichen des Schmelzpunkts in inerter Umgebung sich zumindest
teilweise zersetzt und welche im aufgetragenen Zustand in der festen Phase vorliegt,
und bei welchem in dem Plasmastrahl zusätzlich zu dem Spritzgut das nichtmetallische
Element in freier nicht an ein Fremdelement gebundener Form mitgeführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß als Plasmastrahl ein mittels eines Plasmabrenners mit einer laminarstrahlerzeugenden
Düse erzeugter Laminarstrahl verwendet wird, und daß das Plasmaspritzen im Vakuum
durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtmetallische Element
in dem Plasmastrahl in dissoziierter Form mitgeführt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtmetallische
Element in dem Plasmastrahl in ionisierter Form mitgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element nach seinem Einbringen im achsnahen Kernbereich des Plasmastrahls
geführt wird.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element einem Primärplasmastrahl stromabwärts des Hochstrombogens
zugesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtmetallische Element
dem Primärplasma- strahl auf seiner dem Hochstrombogen zugewandten Seite und nahe
desselben zugesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dissoziation oder
Ionisation des nichtmetallischen Elements durch Wechselwirkung mit dem Primärstrahl
herbeigeführt wird.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element in der laminarstrahlerzeugenden Düse des Brenners dem Plasmastrahl
zugesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtmetallische Element
in einer als laminarstrahlerzeugende Düse dienenden Lavaldüse dem Plasmastrahl zugesetzt
wird.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element mit dem Spritzgut zusammen dem Plasmastrahl zugesetzt wird.
11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element in Gasform in den Plasmastrahl eingebracht wird.
12. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element durch ein dieses freisetzendes Gas in den Plasmastrahl eingebracht
wird.
13. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nichtmetallische Element von einem Fördermedium für das Spritzgut umfaßt ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördermedium für das Spritzgut
gasförmig ist.
15. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
dem Plasmastrahl zugesetzte Spritzgut pulverförmig ist.
16. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spritzgut nach seinem Einbringen im achsnahen Kernbereich des Plasmastrahls geführt
wird.
17. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spritzgut einem Primärplasmastrahl stromabwärts des Hochstrombogens zugesetzt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzgut in der laminarstrahlerzeugenden
Düse des Brenners dem Plasmastrahl zugesetzt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzgut in einer als
laminarstrahlerzeugenden Düse dienenden Lavaldüse dem Plasmastrahl zugesetzt wird.
20. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Plasmastrahl im wesentlichen frei von chemischen Elementen ist, die mit dem nichtmetallischen
Element zu stabilen chemischen Verbindungen reagieren.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Plasmastrahl im wesentlichen
wasserstoffrei ist.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Plasmastrahl von einem Gleichstrombrenner erzeugt wird.
23. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
zum Plasmaspritzen verwendetes Plasmagas ein Edelgas umfaßt.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärplasmagas Argon
umfaßt.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärplasmagas zusätzlich
zum Argon enthalpie- und zähigkeitserhöhende Zusatzgase umfaßt.
26. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Primärplasma eine Enthalpie von > 20 MJ/kg bei 10.000°C aufweist.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärplasma eine Enthalpie
von > 30 MJ/kg bei 10.000°C aufweist.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärplasma eine Enthalpie
von > 40 MJ/kg bei 10.000°C aufweist.
29. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Plasmagas Helium umfaßt.
30. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Helium
oder Stickstoff als die freie Enthalpie und die Zähigkeit erhöhendes zusatzgas dem
Argon als Hauptplasmagas zugegeben wird.
31. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
gasförmige, nichtmetallische Element mit einem Anteil von mehr als 5% der vom Plasmastrahl
umfapten Gase in diesen mitgeführt wird.
32. Verfahren nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige, nichtmetallische
Element mit einem Anteil von mehr als 15% der vom Plasmastrahl umfaßten Gase in diesen
mitgeführt wird.
33. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Plasmastrahl eine Dissoziation des nichtmetallischen Elements bewirkende Enthalpie
und Temperatur aufweist.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß der Plasmastrahl
eine eine Ionisation des nichtmetallischen Elements bewirkende Enthalpie und Temperatur
aufweist.
35. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
dem Hochstrombogen nachgeordnete zusätzliche Heizung für den Plasmastrahl vorgesehen
ist.
36. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Heizung über
eine Hochfrequenz- einkopplung in den Plasmastrahl erfolgt.
37. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
chemische Verbindung ein Metall als weiteres chemisches Element umfaßt.
38. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
chemische Verbindung im Bereich ihrer Schmelztemperatur eine im Bereich von Null und
darüber liegende freie Bildungsenthalpie aufweist.
39. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß die chemische
Verbindung mit dem laminaren Plasmastrahl über eine Länge von mindestens 60 mm in
Wechselwirkung steht.
40. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
chemische Verbindung in dem Plasmastrahl auf mindestens ungefähr 500°C erhitzt wird.
41. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
chemische Verbindung in dem Plasmastrahl mindestens auf eine Temperatur im Bereich
ihres Schmelzpunktes erhitzt wird.
42. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß die chemische Verbindung mindestens
auf eine ihrem Schmelzpunkt entsprechende Temperatur erhitzt wird.
43. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
chemische Verbindung auf eine Temperatur zwischen 0 und 1.000° über ihrem Schmelzpunkt
erhitzt wird.
44. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Plasmaspritzen mit einem Überschallstrahl durchgeführt wird.
45. Verwendung einer Schicht aus keramischem Material, hergestellt nach einem der voranstehenden
Ansprüche, für eine als katalytisch aktive Beschichtung.
46. Verwendung einer Schicht aus keramischem Material, hergestellt nach einem der voranstehenden
Ansprüche, als elektrokatalytisch aktive Beschichtung.
47. Verwendung einer Schicht aus keramischem Material, hergestellt nach einem der Ansprüche
1 bis 44, als tribologisch wirksame Beschichtung.
48. Verwendung einer Schicht aus keramischem Material, hergestellt nach einem der Ansprüche
1 bis 44, als supraleitende Beschichtung.
1. Process for applying a layer of ceramic material to a substrate by plasma spraying,
wherein the material is added to the plasma jet as material to be sprayed, said material
including a chemical compound with one component thereof being a non-metallic element
from the group N, C, B or from the main groups VI or VII of the Periodic Table, said
compound at least partially decomposing in an inert environment before reaching the
melting point and being present in the solid phase in the applied state, and wherein
in addition to the material to be sprayed the non-metallic element is carried along
in the plasma jet in a free form not bound to a foreign element, characterized in
that a laminar jet generated by means of a plasma torch having a nozzle generating
a laminar jet is used as plasma jet and that the plasma spraying is carried out in
a vacuum.
2. Process as defined in claim 1, characterized in that the non-metallic element is carried
along in the plasma jet in a dissociated form.
3. Process as defined in one of claims 1 or 2, characterized in that the non-metallic
element is carried along in the plasma jet in an ionized form.
4. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that after its
introduction the non-metallic element is conveyed in the core region of the plasma
jet near the axis.
5. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the non-metallic
element is added to a primary plasma jet downstream of the high-current arc.
6. Process as defined in claim 5, characterized in that the non-metallic element is added
to the primary plasma jet on its side facing the high-current arc and in the vicinity
thereof.
7. Process as defined in claim 5 or 6, characterized in that the dissociation or ionization
of the non-metallic element is brought about by interaction with the primary jet.
8. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the non-metallic
element is added to the plasma jet in the nozzle of the torch generating the laminar
jet.
9. Process as defined in claim 8, characterized in that the non-metallic element is added
to the plasma jet in a Laval nozzle serving as nozzle generating the laminar jet.
10. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the non-metallic
element is added to the plasma jet together with the material to be sprayed.
11. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the non-metallic
element is introduced into the plasma jet in a gaseous form.
12. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the non-metallic
element is introduced into the plasma jet by a gas releasing said element.
13. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the non-metallic
element is comprised by a conveying medium for the material to be sprayed.
14. Process as defined in claim 13, characterized in that the conveying medium for the
material to be sprayed is gaseous.
15. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the material
to be sprayed is added to the plasma jet in powder form.
16. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that after its
introduction the material to be sprayed is conveyed in the core region of the plasma
jet near the axis.
17. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the material
to be sprayed is added to a primary plasma jet downstream of the high-current arc.
18. Process as defined in claim 17, characterized in that the material to be sprayed is
added to the plasma jet in the nozzle of the torch generating the laminar jet.
19. Process as defined in claim 18, characterized in that the material to be sprayed is
added to the plasma jet in a Laval nozzle serving as nozzle generating the laminar
jet.
20. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the plasma
jet is essentially free of chemical elements reacting with the non-metallic element
to form stable chemical compounds.
21. Process as defined in claim 20, characterized in that the plasma jet is essentially
free of hydrogen.
22. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the plasma
jet is generated by a direct-current torch.
23. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that a plasma
gas used for the plasma spraying includes an inert gas.
24. Process as defined in claim 23, characterized in that the primary plasma gas includes
argon.
25. Process as defined in claim 24, characterized in that the primary plasma gas includes
in addition to the argon additional gases increasing enthalpy and toughness.
26. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the primary
plasma has an enthalpy of > 20 MJ/kg at 10,000°C.
27. Process as defined in claim 26. characterized in that the primary plasma has an enthalpy
of > 30 MJ/kg at 10,000°C.
28. Process as defined in claim 27, characterized in that the primary plasma has an enthalpy
of > 40 MJ/kg at 10,000°C.
29. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the plasma
gas includes helium.
30. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that helium or
nitrogen is added to the argon as main plasma gas as additional gas increasing the
free enthalpy and the toughness.
31. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the gaseous,
non-metallic element is carried along in the gases included in the plasma jet in a
proportion of more than 5 % of these gases.
32. Process as defined in claim 31, characterized in that the gaseous, non-metallic element
is carried along in the gases included in the plasma jet in a proportion of more than
15 % of these gases.
33. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the plasma
jet has an enthalpy and temperature causing dissociation of the non-metallic element.
34. Process as defined in any of claims 1 to 32, characterized in that the plasma jet
has an enthalpy and temperature causing ionization of the non-metallic element.
35. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that an additional
heating is provided for the plasma jet following the high-current arc.
36. Process as defined in claim 35, characterized in that the additional heating takes
place via a high-frequency coupling into the plasma jet.
37. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the chemical
compound includes a metal as additional chemical element.
38. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that in the region
of its melting temperature the chemical compound has a free enthalpy of formation
in the range of zero and above.
39. Process as defined in any of claims 1 to 38, characterized in that the chemical compound
interacts with the laminar plasma jet over a length of at least 60 mm.
40. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the chemical
compound in the plasma jet is heated to at least approximately 500°C.
41. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the chemical
compound in the plasma jet is heated at least to a temperature in the region of its
melting point.
42. Process as defined in claim 41, characterized in that the chemical compound is heated
at least to a temperature corresponding to its melting point.
43. Process as defined in any of the preceding claims, characterized in that the chemical
compound is heated to a temperature between 0 and 1,000° above its melting point.
44. Method as defined in any of the preceding claims, characterized in that the plasma
spraying is carried out with an ultrasonic jet.
45. Use of a layer of ceramic material, produced in accordance with any of the preceding
claims, for a catalytically active coating.
46. Use of a layer of ceramic material, produced in accordance with any of the preceding
claims, as an electrocatalytically active coating.
47. Use of a layer of ceramic material, produced in accordance with any of claims 1 to
44, as a tribologically active coating.
48. Use of a layer of ceramic material, produced in accordance with any of claims 1 to
44, as a superconductive coating.
1. Procédé pour l'application d'une couche de matériau céramique sur un substrat par
projection au plasma, dans lequel le matériau en tant que produit injecté est introduit
dans le jet de plasma, le matériau étant constitué par un composé chimique dont un
constituant est un élément métalloïdique du groupe N, C, B ou du sixième ou septième
groupe principal, lequel se décompose au moins en partie dans un environnement inerte
avant d'atteindre le point de fusion et se trouve, à l'état déposé, dans la phase
solide, et dans lequel, en plus du produit injecté, l'élément métalloïdique est entraîné
dans le jet de plasma à l'état libre, non lié à un élément étranger, caractérisé en
ce qu'un jet laminaire produit à l'aide d'un chalumeau à plasma avec une tuyère génératrice
de jet laminaire est utilisée comme jet de plasma et que la projection au plasma s'effectue
sous vide.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément métalloïdique est
entraîné dans le jet de plasma à l'état dissocié.
3. Procédé selon la revendcation 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément métalloïdique
est entraîné dans le jet de plasma à l'état ionisé.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après son
introduction, l'élément métalloïdique est entraîné au coeur du jet de plasma au voisinage
de l'axe.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique est introduit dans un jet de plasma primaire en aval de l'arc à haute
intensité.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément métalloïdique est
introduit dans le jet de plasma primaire sur le côté orienté vers l'arc à haute intensité
et au voisinage de celui-ci.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la dissociation ou l'ionisation
de l'élément métalloïdique est provoquée par interaction avec le jet primaire.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique est introduit dans le jet de plasma dans la tuyère génératrice de jet
laminaire du chalumeau.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément métalloïdique est
introduit das le jet de plasma dans une tuyère de Laval servant de tuyère génératrice
de jet laminaire.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique est introduit dans le jet de plasma conjointement avec le produit injecté.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique est introduit dans le jet de plasma à l'état gazeux.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique est introduit dans le jet de plasma par un gaz libérant cet élément.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique est entouré d'un milieu pour le transport du produit injecté.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le milieu pour le transport
du produit injecté est gazeux.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le produit
injecté introduit dans le jet de plasma est pulvérulent.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après son
introduction, le produit injecté est entraîné au coeur du jet de plasma au voisinage
de l'axe.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le produit
injecté est introduit dans le jet de plasma primaire en aval de l'arc à haute intensité.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que le produit injecté dans la
tuyère génératrice de jet laminaire du chalumeau est introduit dans le jet de plasma.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le produit injecté est introduit
dans le jet de plasma dans une tuyère de Laval servant de tuyère génératrice de jet
laminaire.
20. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le jet de
plasma est essentiellement exempt d'éléments chimiques réagissant avec l'élément métalloïdique
en formant des composés chimiques stables.
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que le jet de plasma est essentiellement
exempt d'hydrogène.
22. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le jet de
plasma est généré par un chalumeau à courant continu.
23. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le gaz plasmagène
servant à la projection au plasma comprend un gaz rare.
24. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que le gaz plasmagène primaire
comprend de l'argon.
25. Procédé selon la revendication 24, caractérisé en ce que le gaz plasmagène primaire
comprend, outre l'argon, des gaz auxiliaires augmentant l'enthalpie et la viscosité.
26. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le plasma
primaire présente une enthalpie de plus de 20 MJ/kg à 10.000°C.
27. Procédé selon la revendication 26, caractérisé en ce que le plasma primaire présente
une enthalpie de plus de 30 MJ/ kg à 10.000°C.
28. Procédé selon la revendication 27, caractérisé en ce que le plasma primaire présente
une enthalpie de plus de 40 MJ/ kg à 10.000°C.
29. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le gaz plasmagène
comprend de l'hélium.
30. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que de l'hélium
ou de l'azote en tant que gaz auxiliaire augmentant l'enthalpie libre et la viscosité
est ajouté à l'argon en tant que gaz plasmagène principal.
31. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
métalloïdique gazeux est entraîné dans le jet de plasma avec une fraction de plus
de 5% des gaz englobés par le jet de plasma.
32. Procédé selon la revendication 31, caractérisé en ce que l'élément métalloïdique gazeux
est entraîné dans le jet de plasma avec une fraction de plus de 15% des gaz englobés
par le jet de plasma.
33. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le jet de
plasma présente une enthalpie et une température induisant la dissociation de l'élément
métalloïdique.
34. Procédé selon les revendications 1 à 32, caractérisé en ce que le jet de plasma présente
une enthalpie et une température induisant l'ionisation de l'élément métalloïdique.
35. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu
un chauffage additionnel pour le jet de plasma, disposé après l'arc à haute intensité.
36. Procédé selon la revendication 35, caractérisé en ce que le chauffage additionnel
a lieu par l'intermédiaire d'un couplage haute fréquence dans le jet de plasma.
37. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composé
chimique comprend un métal comme élément chimique supplémentaire.
38. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composé
chimique présente, dans l'intervalle de sa température de fusion, une enthalpie libre
de formation se situant dans le domaine de zéro et au-dessus.
39. Procédé selon les revendications 1 à 38, caractérisé en ce que le composé chimique
interagit avec le jet de plasma laminaire sur une distance d'au moins 60 mm.
40. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composé
chimique dans le jet de plasma est chauffé à au moins environ 500°C.
41. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composé
chimique dans le jet de plasma est chauffé au moins à une température dans le domaine
de son point de fusion.
42. Procédé selon la revendication 41, caractérisé en ce que le composé chimique est chauffé
au moins à une température correspondant à son point de fusion.
43. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composé
chimique est chauffé à une température entre 0 et 1000° au-dessus de son point de
fusion.
44. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la projection
au plasma s'effectue avec un faisceau d'ultrasons.
45. Utilisation d'une couche de matériau céramique, réalisée selon l'une des revendications
précédentes pour un revêtement catalytiquement actif.
46. Utilisation d'une couche de matériau céramique, réalisée selon l'une des revendications
précédentes, en tant que revêtement à activité électrocatalytique.
47. Utilisation d'une couche de matériau céramique, réalisée selon une des revendications
1 à 44, en tant que revêtement à activité tribologique.
48. Utilisation d'une couche de matériau céramique, réalisée selon une des revendicatins
1 à 44, en tant que revêtement supraconducteur.

