(19)
(11) EP 0 452 756 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.03.1994  Patentblatt  1994/11

(21) Anmeldenummer: 91105465.8

(22) Anmeldetag:  06.04.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E06B 3/54, E04B 2/96

(54)

Verankerungsvorrichtung für optisch rahmenlose Verglasungen

Anchorage device for optically frameless glazings

Dispositif d'ancrage pour vitrages ayant l'air optiquement sans cadre


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR LI

(30) Priorität: 14.04.1990 DE 9004368 U
25.10.1990 DE 9014754 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.10.1991  Patentblatt  1991/43

(73) Patentinhaber: W. HARTMANN & CO (GMBH & CO)
D-20459 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Lange, Rolf-Peter
    W-8500 Nürnberg 90 (DE)

(74) Vertreter: Tergau, Enno, Dipl.-Ing. et al
Tergau & Pohl Patentanwälte Mögeldorfer Hauptstrasse 51
90482 Nürnberg
90482 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 451 537
DE-U- 8 803 359
DE-U- 8 811 937
US-A- 4 756 132
DE-A- 3 626 194
DE-U- 8 805 126
DE-U- 9 014 754
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betriffl eine Verankerungsvorrichtung für optisch rahmenlose Verglasungen (= structural glacing). Derartige rahmenlose Verglasungskonstruktionen bestehen im wesentlichen aus tragenden, in Vertikalrichtung verlaufenden Pfostenprofilen, ebenfalls tragenden, in Horizontalrichtung verlaufenden Riegelprofilen und aus in der Pfosten-Riegel-Konstruktion verankerten Modulrahmenprofilen. Derartige Modulrahmenprofile sind im Montageendzustand entweder unbewegliche Festfelder oder bewegliche Fensterflügel, wobei die Fensterflügel mit Beschlägen versehen sind, welche das Öffnen bzw. Schließen des Fensterflügels über eine Öffnungs- bzw. Verriegelungsvorrichtung ermöglichen.

    [0002] Aus dem Dokument DE-U-8 803 359 ist eine derartige Verankerungsvorrichtung bekannt. Nachteilig ist bei dieser Vorrichtung, daß am Modulrahmenprofil Hinterhakteile ausgeführt sind, die am Pfostenprofil angeformte Vorsprünge lediglich hintergreifen. Dadurch ist das Modulrahmenprofil von nur einer Seite fest in den Pfostenprofilen gelagert.

    [0003] Aus DE-A-36 26 194 ist eine weitere Verankerungsvorrichtung bekannt. Dort sind separate Haltemittel an das Pfostenprofil angeschraubt. Ein an das Haltemittel angeformter zylindrischer Vorsprung ist auf das Modulrahmenprofil hin ausgerichtet. Am Modulrahmenprofil ist ein laschenartiger Vorsprung mit einer Ausnehmung für den als Riegelzapfen wirksamen zylindrischen Vorsprung einstückig angeformt. Im Verankerungszustand umfaßt die Ausnehmung formschlüssig den Zylinderumfang des Riegelzapfens. Diese Verankerung ist jedoch mechanisch instabil, da das Modulrahmenprofil entlang der Längsachse des Riegelzapfens frei beweglich bleibt.

    [0004] Weiterhin nachteilig ist, daß für die Vorrichtungen nach dem Stand der Technik jeweils zwei verschiedene Ausführungsformen von Beschlägen deshalb notwendig sind, weil die verwendeten Haltemittel nur zur Verankerung von Festfeldern verwendet werden können. Die Verankerung von Fensterflügeln ist mit diesen Konstruktionen jedoch nicht möglich.

    [0005] Die einteilige Ausführung des Pfostenprofils bei den Vorrichtungen nach dem Stand der Technik erfordert eine spezielle Anpassung des Riegelprofils an die jeweilige Verankerungsvorrichtung.

    [0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verankerungsvorrichtung für optisch rahmenlose Verglasungen konstruktiv zu vereinfachen und die Anzahl der erforderlichen Bauteile und Baugruppen zu vermindern.

    [0007] Diese Aufgabe ist durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.

    [0008] Bei der erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung rastet ein am Modulrahmenprofil befestigter, aus dem Fensterbau für Sicherheitsfenster bekannter Pilzzapfen in eine Führungsnut eines am Pfosten- bzw. Riegelprofil befindlichen Schließblechs ein.

    [0009] Im Falle der Auslegung des Modulrahmenprofils als Festfeld ist das Schließblech am in Vertikalrichtung verlaufenden Pfostenprofil befestigt. Der pilzförmige Riegelzapfen ist an einer dem Pfostenprofil zugewandten Vertikalsprosse des Modulrahmenprofils befestigt. Die Befestigung erfolgt über einen den Riegelzapfen tragenden Schlitten, der in einer als Prismenschubführung ausgebildeten Schiene in der Vertikalsprosse des Modulrahmenprofils in Vertikalrichtung beweglich gelagert ist. Die vertikale Lage des Riegelzapfens kann über ein Verschieben des Schlittens in der Schiene der Lage des entsprechenden Schließblechs angepaßt werden. Über eine Klemmschraube ist der Schlitten in der Schiene im Montageendzustand kraftschlüssig festgelegt.

    [0010] Die am Schließblech ausgeführte Führungsnut weist eine der pilzförmigen Volumenform des Riegelzapfens angepaßte Hohlform auf, so daß der Riegelzapfen nach Art eines Fußes in die schuhartige Führungsnut hineingleiten kann. Der Riegelzapfen ist im Montageendzustand von einer in eine Schmalseite der Führungsnut eingebrachten Sicherungsschraube hintergriffen und somit in seiner Lage festgelegt.

    [0011] Ist das Modulrahmenprofil als Fensterflügel ausgeführt, sind die Schließbleche an die in Horizontalrichtung verlaufenden Riegelprofile angeformt. Die entsprechenden Riegelzapfen sind mit ihrem Schlitten in Führungsschienen an Horizontalsprossen des Modulrahmenprofils beweglich gelagert. Über eine im Rahmenbau bekannte Schubstangenkonstruktion können die Riegelzapfen in Horizontalrichtung bewegt werden. Im geschlossenen Zustand des Fensterflügels rasten die pilzartigen Riegelzapfen in die Führungsnut des Schließblechs ein. Die Lagesicherung ist hier durch die auf die Riegelzapfen wirkenden Hebelkräfte der Schubstangenkonstruktion realisiert.

    [0012] Im geöffneten Zustand des Fensterflügels werden die Riegelzapfen in Horizontalrichtung derart verfahren, daß der jeweilige Riegelzapfen nicht mehr in die entsprechende Führungsnut des Schließblechs eingreift.

    [0013] Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß ein normaler, handelsüblicher, als Pilzzapfen ausgeführter Riegelzapfen sowohl für die Verankerung von Festfeldern als auch für die Verankerung von Fensterflügeln verwendet wird. Weiterhin vorteilhaft ist der konstruktiv einfache Aufbau des Schließblechs und des mit dem Schließblech zusammenwirkenden Riegelzapfens. Insbesondere bilden das Schließblech und der Riegelzapfen eine prismatische Führung, so daß der Riegelzapfen fest vom Schließblech umschlossen ist und damit stabil und mehrachsig gelagert ist.

    [0014] Durch die Zweiteilung des Pfostens in ein Pfostenprofil und eine daran anbringbare Abdeckschale ist es möglich, die Riegelprofile als Standardteile vorzufertigen. Diese Ausgestaltung des Pfostenprofils ermöglicht eine problemlose, einfache Montage der in Horizontalrichtung verlaufenden Riegelprofile zwischen den in Vertikalrichtung verlaufenden Pfostenprofilen. Das Riegelprofil wird zu diesem Zweck durch einfaches Ablängen auf das erforderliche Paßmaß gebracht und zwischen den Grundkörpern zweier benachbarter Pfostenprofile eingebracht. Aus den Grundkörpern stehen Rastnoppen in Horizontalrichtung hervor. Aus der Abdeckschale ragen zwei Befestigungswangen in Richtung auf die Rahmenkonstruktion mit angeformten Rastvorsprüngen hervor. Die Befestigungswangen flankieren im Montageendzustand den Grundkörper und hintergreifen mit ihren Rastvorsprüngen die aus dem Grundkörper herausragenden Rastnoppen. Die Abdeckschale deckt so raumseitig die Verankerungsvorrichtung der Festfelder und die Trennfuge von Pfosten- und Riegelprofil ab.

    [0015] Durch die dauerhafte Abschirmung des Schließblechs und des Riegelzapfens durch die Abdeckschale in deren Aufraststellung ist die erfindungsmäßige Verankerungsvorrichtung nach der Montage von außen nicht mehr zugänglich. Dies erhöht die Betriebssicherheit der Vorrichtung zusätzlich, da sie nachträglich nur nach vorherigem Abnehmen des Deckprofils vom Grundkörper verstellt werden kann. Schließblech und Riegelzapfen sind dadurch vor einem ungewollten Verstellen von außen zusätzlich geschützt.

    [0016] Die Gestaltung des Schließblechs nach den Ansprüchen 3 bis 7 ist einerseits konstruktiv einfach und gewährleistet eine solide und dauerhafte Verbindung zwischen Schließblech und Riegelzapfen andererseits. Aufgrund der spiegelbildlich zueinander liegenden Fixierschlitze nach Anspruch 6 ist es möglich, das Schließblech zweiseitig zu verwenden. Es kann also für die Links- und Rechtsmontage das gleiche Schließblech verwendet werden. Die Einbringung eines Sicherungsbolzens nach Anspruch 7 sichert das als Festfeld ausgestaltete Modulrahmenprofil zusätzlich in seiner Einbaustellung.

    [0017] Die Verwendung einer Sicherungsschraube als Sicherungsbolzen nach Anspruch 8 gewährleistet die leichte Anbringbarkeit und Entfernbarkeit des Sicherungsbolzens vor allem für den Fall, daß das Modulrahmenprofil, beispielsweise zu Servicezwecken, demontiert wird. Um zu verhindern, daß die Sicherungsschraube ungewollt, beispielsweise von Kindern, entfernt wird, ist die Sicherungsschraube bei auf dem Pfostenprofil aufgerasteter Abdeckschale nicht mehr zugänglich und damit nicht mehr von außen manipulierbar. Die Betriebssicherheit der Vorrichtung ist dadurch weiter verbessert.

    [0018] Die Gestaltung des Riegelzapfens nach den Ansprüchen 9 bis 11 ist konstruktiv einfach und damit einfach und kostengünstig herstellbar. Der T-förmige Riegelzapfen weist zudem ein vorteilhaftes Widerstandsmoment gegen Biegung auf. Zudem ist der so ausgestaltete Riegelzapfen leicht an den Modulrahmenprofilen fixierbar. Die Abmessungsrelationen am Riegelzapfen nach Anspruch 11 ermöglichen einen platzsparenden Einbau bei gleichzeitig stabiler und belastungsresistenter Gestaltung des Riegelzapfens.

    [0019] Die Ansprüche 12 bis 16 lehren das vorteilhafte und gebrauchssichere Zusammenwirken von Riegelzapfen und Schließblechen. Insbesondere liegt der Riegelzapfen auf diese Weise besonders gut und paßgenau geführt im Schließblech ein. Darüber hinaus ist der vom Schließblech und vom Riegelzapfen gebildete Formschluß besonders dauerhaft und damit gebrauchssicher. Aufgrund der führungsartigen Gestaltung der Schließbleche ist das Modulrahmenprofil mit den Riegelzapfen zudem einfach an der Pfosten-Riegel-Konstruktion montierbar. Die Montage des Modulrahmenprofils ist durch einfaches Einschieben der Riegelzapfen in die Schließbleche realisierbar.

    [0020] Die Ansprüche 17 und 18 lehren Weiterbildungen von Riegelzapfen und Schließblech für den Einsatz des Modulrahmenprofils als Festfeld.

    [0021] Die Ansprüche 19 bis 21 betreffen vorteilhafte Weiterbildungen des Riegelzapfens und des Schließblechs für die Verwendung des Modulrahmenprofils als Fensterflügel.

    [0022] Die Ansprüche 22 bis 24 lehren die vorteilhafte und konstruktiv einfache, formschlüssige Verbindung des Grundkörpers und der Abdeckschale, die gemeinsam das Pfostenprofil bilden. Die Abdeckschale ist nach dieser Lehre einfach auf dem Grundkörper aufrastbar und damit einerseits leicht montierbar und andererseits dauerhaft am Grundkörper halterbar.

    [0023] Der jeweils zweigeteilte Aufbau des Grundkörpers einerseits und der Abdeckschale andererseits ermöglicht die Vorfertigung von Baugruppen. Derartige Baugruppen bestehen aus einem halben Grundkörper und einem daran fixierten Riegelprofil und dienen zur sogenannten Elementbauweise. Für die Baustellenmontage müssen lediglich noch die jeweiligen die Grundkörperhälften bildenden Halbgrundkörper zu einem Pfostenprofil zusammengefügt werden. Durch diese Elementbauweise ist ein hoher Vorfertigunggrad realisierbar bei gleichzeitigem Sinken des Fertigungsaufwandes auf der Baustelle. Auch die zweigeteilten Abdeckschalen sind einfach auf die jeweils zugehörigen zweigeteilten Grundkörpern aufrastbar. Die für die Elementbauweise geeigneten Grundkörper und Abdeckschalen eignen sich ferner zur Wandmontage. Sie bilden also die Schnittstelle oder Verbindungsstelle zwischen dem Mauerwerk und der erfindungsmäßigen Verglasungskonstruktion.

    [0024] Die Erfindung ist anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele mit weiteren, erfindungswesentlichen Merkmalen erläutert.

    [0025] Es zeigen
    Fig. 1
    einen in Horizontalrichtung verlaufenden Querschnitt des Pfostenprofils und der Verankerungsvorrichtung,
    Fig. 2
    eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit zusätzlich einer zwischen Isolierglaseinheit und Verankerungseinrichtung liegenden Dichtung,
    Fig. 3
    einen in Vertikalrichtung verlaufenden Querschnitt eines Riegelprofils,
    Fig. 4
    eine Darstellung des Details Riegelzapfen,
    Fig. 5
    die Darstellung des Details Schließblech,
    Fig. 6
    eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit einem zweigeteilten Grundkörper und einer zweigeteilten Abdeckschale für die Elementbauweise,
    Fig. 7
    einen in Horizontalrichtung verlaufenden Querschnitt des Pfostenprofils und der Verankerungsvorrichtung in einer Sonderausführungsform für die Randmontage.


    [0026] Die erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer tragenden, aus Pfostenprofilen 1 und Riegelprofilen 2 gebildeten Tragkonstruktion für optisch rahmenlose Verglasungen und in den Pfosten- 1 und Riegelprofilen 2 befestigten Modulrahmenprofilen 3. Zwischen den sich in Vertikalrichtung 4 erstreckenden Pfostenprofilen 1 sind die in Horizontalrichtung 5 etwa rechtwinkling zur Vertikalrichtung 4 verlaufenden Riegelprofile 2 befestigt.

    [0027] In einer rechtwinklig zur Vertikalrichtung 4 und ebenfalls rechtwinklig zur Horizontalrichtung 5 verlaufenden Montagerichtung 6 ist vor das raumseitige Pfostenprofil 1 das Modulrahmenprofil 3 mit einer fassadenseitigen Isolierglaseinheit 7 vorgehängt. Fig. 2 zeigt eine Sonderausführungsform der Befestigung der Isolierglaseinheit 7 am Modulrahmenprofil 3. Zwischen Isolierglaseinheit 7 und Modulrahmenprofil 3 ist hierbei eine Dichtung 7' zur Wärmedämmung eingebracht. Die Dichtung 7' schirmt das Modulrahmenprofil 3 zusätzlich ab.

    [0028] Das Pfostenprofil 1 setzt sich aus einem Grundkörper 8 und einer in Montagerichtung 6 darübergestülpten Abdeckschale 9 zusammen. Aus in Montagerichtung 6 verlaufenden Grundkörperseitenwänden 10 stehen in Horizontalrichtung 5 Rastnoppen 11 hervor. Die Abdeckschale 9 weist einen in Horizontalrichtung 5 verlaufenden, im wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, dessen Offenseite in Montagerichtung 6 dem Grundkörper 8 zugewandt ist. Die Abdeckschale 9 ist mit den Freienden der beiden U-Schenkel über Verbindungselemente 12 mit dem Riegelprofil 2 verbunden. Aus dem Querschenkel des U-förmigen Querschnitts ragen in Montagerichtung 6 auf die Fassadenseite zulaufende Befestigungswangen 13 hinaus. An die Befestigungswangen 13 sind in Horizontalrichtung 5 verlaufende, dem Grundkörper 8 zugewandte Rastvorsprünge 14 angeformt.

    [0029] Die Abdeckschale 9 ist mit dem Grundkörper 8 derart verbunden, daß die Rastvorsprünge 14 in Montageendstellung die Rastnoppen 11 hintergreifen und die Abdeckschale 9 so fest auf dem Grundkörper 8 einrastet.

    [0030] Das Modulrahmenprofil 3 ist aus zwei parallelen in Vertikalrichtung 4 verlaufenden Vertikalsprossen 15 und zwei ebenfalls parallel zueinander liegenden, in Horizontalrichtung 6 verlaufenden Horizontalsprossen 16 gebildet. In die Vertikalsprossen 15 und die Horizontalsprossen 16 sind Aufnahmen 17 für die Aufnahme von Schienen 18 eingeformt.

    [0031] Die Schiene 18 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als in Vertikalrichtung 4 wirkende Prismenschubführung ausgestaltet. Die Schiene 18 umgreift klauenartig einen in ihr einliegenden Schlitten 19 derart, daß der Schlitten 19 in Vertikalrichtung 4 in der Schiene 18 beweglich ist. Über eine gegen die Schiene 18 wirkende Klemmschraube 20 ist der Schlitten 19 in seiner vertikalen Lage festgeklemmt.

    [0032] Aus dem Schiffen 19 steht in Richtung auf den Grundkörper 8 eine Rippe 21 hervor. Das dem Grundkörper 8 zugewandte Freiende der Rippe 21 ist als plattenartiger Befestigungsfuß 22 ausgeführt. Der Befestigungsfuß 22 steht sowohl in Horizontalrichtung 5 als auch in Montagerichtung 6 über die Rippe 21 hinaus. Die Rippe 21 und der Befestigungsfuß 22 bilden zusammen einen pilzförmigen Riegelzapfen 23. Der Riegelzapfen 23 weist sowohl in Vertikalrichtung 4 als auch in Montagerichtung 6 einen T-förmigen Volumenquerschnitt auf.

    [0033] An die Grundkörperseitenwände 10 sind in Horizontalrichtung 5 auf die Riegelzapfen 23 weisende, im Montageendzustand diesen gegenüberliegende Schließbleche 24 angeformt. Das Schließblech 24 liegt mit einer Auflagefläche 25 an der jeweiligen Grundkörperseitenwand 10 an. Die Auflagefläche 25 ist in Montagerichtung 6 von zwei sich in Horizontalrichtung 5 erstreckenden Schmalseiten 26 begrenzt. In Horizontalrichtung 5 werden die Schmalseiten 26 von einer zur Auflagefläche 25 parallel verlaufenden Freifläche 27 begrenzt.

    [0034] Die Auflagefläche 25, die Schmalseiten 26 und die Freifläche 27 bilden einen in Horizontalrichtung 5 und in Montagerichtung 6 liegenden, im wesentlichen rechteckförmigen Holquerschnitt 28. Die Freifläche 27 ist mit etwa U-förmigen, in Vertikalrichtung 4 verlaufenden Fixierschlitzen 29 versehen. Die Öffnung des U-förmigen Querschnitts bildet zusammen mit der das Schließblech 24 in Vertikalrichtung 4 begrenzenden Stirnseite 30 eine gemeinsame Kante 31. In den mit den Fixierschlitzen 29 versehenen Bereichen der Freifläche 27 entsteht somit ein in Horizontalrichtung 5 und Montagerichtung 6 liegender, im wesentlichen T-förmiger Teilhohlquerschnitt 32.

    [0035] Der Teilhohlquerschnitt 32 ist in seinen Abmaßen dem T-fömigen Querschnitt des Riegelzapfens 23 derart angepaßt, daß der Riegelzapfen 23 zur Montage in den Teilhohlquerschnitt 32 eingeschoben ist. Die Freifläche 27 besteht in den Bereichen mit den eingeformten Fixierschlitzen 29 aus den Fixierschlitzen 29 selbst und zwei die Fixierschlitze 29 mit den Schmalseiten 26 verbindenden Führungswangen 33. Die Führungswangen 33 bilden zusammen mit den Schmalseiten 26 und der Auflagefläche 25 eine dem Teilhohlquerschnitt 32 entsprechende Führungsnut 34.

    [0036] Zur Befestigung des Modulrahmenprofils 3 am Pfostenprofil 1 ist der Riegelzapfen 23 mit seinem Befestigungsfuß 22 in die Führungsnut 34 eingeschoben. Die Rippe 21 durchsetzt hierbei den Fixierschlitz 29, so daß der Befestigungsfuß 22 nach Art eines Fußes in einem durch die Führungsnut 34 gebildeten Schuh steckt und die Rippe 21 nach Art eines Knöchels aus diesem Schuh hervorragt.

    [0037] Fig. 2 zeigt die einstückige Sonderausführungsform des Riegelzapfens 23'. Die Rippe 21 ist beim einstückigen Riegelzapfen 23' gegenüber der normalen Ausführungsform des Riegelzapfens 23 kräftiger ausgeführt. Die Schiene 18 entfällt bei dieser Sonderausführungsform, so daß Schlitten 19 in der Aufnahme 17 direkt einliegt. Der Befestigungsfuß 22 des Riegelzapfens 23' weist einen trompetenartigen Querschnitt in Horizontalrichtung 5 in Richtung auf den Grundkörper 8 auf.

    [0038] Ist das Modulrahmenprofil 3-wie in Fig. 1, Fig. 2, Fig. 6 und Fig. 7 dargestelltals Festfeld ausgelegt, so ist das Schließblech 24 - wie beschrieben - am Pfostenprofil 1 befestigt. Der Riegelzapfen 23 ist in seiner vertikalen Lage in Vertikalrichtung 4 von einer Sicherungsschraube 35 fixiert. Die Sicherungsschraube 35 durchsetzt hierzu eine Schmalseite 26 und steht in Montagerichtung 6, parallel zur Auflagefläche 25 und zur Freifläche 27 verlaufend in den Teilhohlquerschnitt 32 hinein. Der Riegelzapfen 23 ist auf diese Weise in alle Richtungen formschlüssig mit dem Schließblech 24 verbunden.

    [0039] Ist das Modulrahmenprofil 3 als Fensterflügel ausgelegt, so ist das Schließblech 24 am Riegelprofil 2 in Vertikalrichtung 4 herausragend befestigt. Der entsprechende Riegelzapfen 23 ist bei dieser Ausführungsform an der Vertikalsprosse 15 des Modulrahmenprofils 3 befestigt. Bei dieser Ausführungsform ist der Riegelzapfen 23 über seinen Schlitten 19 in der Schiene 18 in Vertikalrichtung 5 beweglich gelagert, so daß die Einbringung der Sicherungsschraube 35 entfällt. Die Manipulation des Riegelzapfens 23 in Horizontalrichtung 5 erfolgt über eine Schubstangenkonstruktion. Im geschlossenen Zustand schiebt die Schubstangenkonstruktion den Riegelzapfen 23 in die Führungsnut 34 ein und legt den Riegelzapfen 23 nach Art eines Klemmsitzes in der Führungsnut 34 fest. Im geöffneten Zustand dagegen sind der Riegelzapfen 23 und die Führungsnut 34 außer Eingriff.

    [0040] Der Fensterflügel kann über an der oberen Vertikalsprosse angeformte Scharniere in Montagerichtung 6 zur Fassandenaußenseite bewegt werden.

    [0041] Fig. 6 zeigt das Pfostenprofil 1 in Elementbauweise. Das Pfostenprofil 1 in Elementbauweise ist aus den beiden zueinander spiegelbildlich ausgeführten Halbgrundkörper 80,81 gebildet. Auf die Halbgrundkörper 80,81 ist die ebenfalls zweigeteilte, sich aus der Abdeckhalbschale 90 und der Abdeckhalbschale 91 zusammensetztende Abdeckschale 9 aufgerastet. Analog zur einstückigen Ausführungsform von Grundkörper 8 und Abdeckschale 9 stehen aus den in Montagerichtung 6 verlaufenden Halbgrundkörperseitenwänden 100 Rastnoppen 11 hinaus. Zum Verrasten der Abdeckhalbschalen 90,91 auf den Halbgrundkörpern 80,81 stehen aus den in Montagerichtung 6 verlaufenden Befestigungswangen 130 Rastvorsprünge 14 vor. Zur dauerhaften Verrastung der Abdeckhalbschalen 90,91 mit den Halbgrundkörpern 80,81 hintergreifen auch hier die Rastvorsprünge 14 die Rastnoppen 11. Die Verbindung der Abdeckhalbschalen 90,91 mit den Riegelprofilen 2 ist analog zu der einstückigen Ausführung der Abdeckschale 9 über Verbindungselemente 12 in gleicher Weise realisiert.

    [0042] Im Bereich der Isolierglaseinheiten 7 liegt zwischen den beiden Halbgrundkörpern 80,81 die sich in Montagerichtung 6 erstreckende Schlauchdichtung 50 ein. Die Schlauchdichtung 50 ist mit der Hinterhakverbindung 51 am Halbgrundkörper 80 befestigt. Die zwischen den Halbgrundkörpern 80,81 einliegende Schlauchdichtung 50 dichtet den sich in Montagerichtung 6 und in Vertikalrichtung 4 erstreckenden Spalt zwischen den beiden Halbgrundkörpern 80,81 ab. Ferner dient die Schlauchdichtung 50 zur Wärmedämmung gegen eindringende Temperatureinflüsse von der Witterungsseite her. Zudem nimmt die Schlauchdichtung 15 in Horizontalrichtung 5 verlaufende Dilatationen auf.

    [0043] Fig. 7 zeigt den Halbgrundkörper 81 mit aufgerasteter Abdeckhalbschale 91 in Wandmontage. Der Halbgrundkörper 81 ist hierzu mittels einer ihn in Horizontalrichtung 5 durchsetzenden Befestigungsschraube 52 an der Wand 53 angeschraubt. Zur elastischen Abdichtung des Halbgrundkörpers 81 gegen die Wand 53 ist Abdichtmasse 54 zwischen die Wand 53 und den Halbgrundkörper 81 eingebracht. Zur zusätzlichen thermischen Abschirmung liegt zwischen der witterungsseitigen Abdichtmasse 54 das aus Kunststoff gefertigte Abschirmprofil 55 ein. Das Abschirmprofil 55 dient zur thermischen Abdämmung der gesamten Konstruktion nach außen. Ansonsten weist das in Eckbauweise an der Wand 53 montierte, halbe Pfostenprofil 1 in Elementbauweise den gleichen Aufbau wie die übrigen, in Fig. 6 beschriebenen Pfostenprofile 1 in Elementbauweise auf.

    Bezugszeichenliste



    [0044] 




    Ansprüche

    1. Verankerungsvorrichtung für optisch rahmenlose Verglasungen (= "structural glazing") bestehend aus

    - tragenden, in Vertikalrichtung (4) verlaufenden Pfostenprofilen (1) und

    - ebenfalls tragenden, in Horizontalrichtung (5) verlaufenden Riegelprofilen (2)

    - sowie in diesen verankerten, unbeweglichen (= Festfelder) und beweglichen (= Fensterflügel) Modulrahmenprofilen (3)

       gekennzeichnet durch

    a) ein zweiteiliges, aus einem Grundkörper (8) und einer Abdeckschale (9) gebildetes Pfostenprofil (1) und

    b) an den Pfostenprofilen (1) und den Riegelprofilen (2) befestigte Schließbleche (24) mit eingeformten Führungsnuten (34) und

    c) aus den Modulrahmenprofilen (3) in Richtung auf die Schließbleche (24) hervorstehende, parallel zum Modulrahmenprofil (3) bewegliche, in den Führungsnuten (34) einliegenden Riegelzapfen (23).


     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1
       gekennzeichnet durch
    eine die Schließbleche (24) und die Riegelzapfen (23) raumseitig abdeckende Aufraststellung der Abdeckschale (9) auf dem Grundkörper (8).
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2
       dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schließbleche (24) im wesentlichen als im Querschnitt (28) rechteckförmige Hohlkastenprofile ausgeführt sind.
     
    4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schließbleche (24) mit einer Auflagefläche (25) an den Pfosten- (1) bzw. Riegelprofilen (2) befestigt sind und in eine der Auflagefläche (25) gegenüberliegende Freifläche (27) ein im wesentlichen U-förmiger Fixierschlitz (29) eingeformt ist, dessen Offenseite mit einer Stirnseite (30) des Schließblechs eine Kante (31) bildet.
     
    5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schließbleche (24) in dem Bereich mit dem eingeformten Fixierschlitz (29) einen T-förmigen Teilhohlquerschnitt (32) aufweisen.
     
    6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß in die Schließbleche (24) zwei einander gegenüberliegende, spiegelbildlich zueinander ausgeführte Fixierschlitze (29) eingeformt sind.
     
    7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß die Auflagefläche (25) und die Freifläche (27) von zwei zu ihnen etwa rechtwinklig verlaufenden Schmalseiten (26) verbunden und zum Hohlquerschnitt (28) ergänzt werden, wobei eine Schmalseite (26) etwa rechtwinklig von einem zwischen der Auflagefläche (25) und der Freifläche (27) einliegenden Sicherungsbolzen (= Sicherungsschraube 35) durchbrochen ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Sicherungsbolzen als Sicherungsschraube (35) ausgeführt ist, wobei die montierte Abdeckschale (9) die Sicherungsschraube (35) gegen eine externe Manipulation sichernd abdeckt.
     
    9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) eine pilzartige Volumenform mit einem etwa T-förmigen Querschnitt aufweist.
     
    10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) aus einer rechtwinklig aus dem Modulrahmenprofil (3) hinausstehenden Rippe (21) und einem auf der Rippe (21) ruhenden, parallel zum Modulrahmenprofil (3) verlaufenden, plattenartigen Befestigungsfuß (22) besteht.
     
    11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) vorzugsweise ein Verhältnis von Länge und Breite von 2:1 aufweist.
     
    12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der T-förmige Volumenquerschnitt des Riegelzapfens (23) dem T-förmigen Teilhohlquerschnitt (32) in den mit den Fixierschlitzen (29) versehenen Bereichen am Schließblech (24) entspricht.
     
    13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) mit seinem Befestigungsfuß (22) in die Führungsnuten (34) eingeschoben ist.
     
    14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß zwei den Fixierschlitz (29) und die Schmalseite (26) verbindende, die Rippe (21) flankierende Führungswangen (33) den Befestigungsfuß derart hintergreifen, daß die Führungsnut (34) den Befestigungsfuß (22) nach Art eines Schuhs umschließt.
     
    15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) und die Führungsnut (34) das Modulrahmenprofil (3) und das Rfosten- (1) bzw. Riegelprofil (2) formschlüssig miteinander verbinden.
     
    16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) auf einem Schlitten (19) ruht, der über eine vorzugsweise als Prismenschubführung ausgebildete Schiene (18) im Modulrahmenprofil (3) beweglich gelagert ist.
     
    17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß das Schließblech (24) bei dem als Festfeld ausgelegten, unbeweglichen Modulrahmenprofil (3) am Pfostenprofil (1) befestigt ist.
     
    18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) bei dem als Festfeld ausgelegten Modulrahmenprofil (3) im Montageendzustand durch den Sicherungsbolzen (35) unbeweglich im Schließblech (24) einliegt.
     
    19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß das Schließblech (24) bei dem als Fensterflügel ausgelegten, beweglichen Modulrahmenprofil (3) am Riegelprofil (2) befestigt ist.
     
    20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) bei dem als Fensterflügel ausgelegten Modulrahmenprofil (3) im Montageendzustand ohne Sicherungsbolzen (35) über den Schlitten (19) beweglich gelagert im Schließblech (24) einliegt.
     
    21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß der Riegelzapfen (23) im Montageendzustand bei dem als Fensterflügel ausgelegten Modulrahmenprofil (3) über eine Schubstange beweglich ausgeführt ist.
     
    22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß die Abdeckschale (9) des Pfostenprofils (1) den Grundkörper (8) und ein am Pfostenprofil (1) anliegendes Freiende des abgelängten Riegelprofils (2) im Montageendzustand umfasst.
     
    23. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       gekennzeichnet durch
    aus dem Grundkörper (8) hinausstehende, parallel zu den Riegelprofilen (2) verlaufende Rastnoppen (11).
     
    24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       gekennzeichnet durch
    aus der Abdeckschale (9) in Richtung auf eine Rahmenkonstruktion vorstehende Befestigungswangen (13) mit angeformten, die Rastnoppen (11) hintergreifenden Rastvorsprüngen (14).
     
    25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
       gekennzeichnet durch,
    einen zweigeteilten Aufbau von Grundkörper (8) und Abdeckschale (9).
     


    Claims

    1. An anchorage device for visually frameless structural glazing units consisting of

    - load bearing post sections (1) extending in the vertical direction (4) and

    - also load bearing locking bar sections (2) extending in the horizontal direction (5)

    - as well as, anchored therein, immovable (= fixed panels) and movable (= casement windows) modular profile sections (3),

       characterized by

    a) a two-part post section (1) formed by a base body (8) and a cover shell (9) and

    b) metal closing plates (24) secured on the post sections (1) and the locking bar sections (2), with formed-in guide grooves (34) and

    c) bolt pins (23), projecting out of the modular frame sections (3) in the direction towards the metal closing plates (24), that are movable parallel to the modular frame section (3) and lie in the guide grooves (34).


     
    2. A device according to claim 1,
       characterized by
    a position of the cover shell (9) that is engaged on the base body (8), covering the metal closing plates (24) and the bolt pins (23) on the side of the room.
     
    3. A device according to claim 2,
       characterized in that
    the metal closing plates (24) are designed in essence as hollow box sections that are rectangular in their cross-section (28).
     
    4. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the metal closing plates (24) are secured on the post sections (1) and locking bar sections (2) respectively with a bearing surface (25), and that a substantially U-shaped mounting slot (29) is formed in a flank (27) lying opposite the bearing surface (25), the open side of which slot forms an edge (31) with an end side (30) of the metal closing plate.
     
    5. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the metal closing plates (24) have a hollow T-shaped part cross-section (32) in the zone with the formed-in mounting slot (29).
     
    6. A device according to one or more of the-preceding claims,
       characterized in that
    two mounting slots (29) symmetrically designed with respect to each other and lying opposite each other are formed in the metal closing plates (24).
     
    7. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bearing surface (25) and the flank (27) are connected by two narrow sides (26) extending approximately at right angles thereto and are made up into the hollow cross-section (28), in which arrangement one narrow side (26) is breached approximately at right angles by a securing bolt (= securing screw 35) inserted between the bearing surface (25) and the flank (27).
     
    8. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the securing bolt is designed as a securing screw (35), in which arrangement the mounted cover shell (9) covers the securing screw (35), securing it against external manipulation.
     
    9. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bolt pin (23) has a mushroom-type volumic shape with an approximately T-shaped cross-section.
     
    10. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bolt pin (23) consists of a rib (21) projecting at right angles out of the modular frame section (3) and a plate-type securing foot (22) resting on the rib (21) and extending parallel to the modular frame section (3).
     
    11. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bolt pin (23) preferably has a length/width ratio of 2:1.
     
    12. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the T-shaped volumic cross-section of the bolt pin (23) corresponds to the hollow T-shaped part cross-section (32) in the zones on the metal closing plate (24) that are provided with the mounting slots (29).
     
    13. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bolt pin (23) is inserted with its securing foot (22) into the guide grooves (34).
     
    14. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    two guide cheeks (33) connecting the mounting slot (29) and the narrow side (26) and flanking the rib (21) fit behind the securing foot in such a way that the guide groove (34) surrounds the securing foot (22) in the manner of a shoe.
     
    15. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bolt pin (23) and the guide groove (34) interconnect the modular frame section (3) and the post section (1), or the locking bar section (2) respectively, with a form fit.
     
    16. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    the bolt pin (23) rests on a carriage (19) which is mounted in the modular frame section (3) for displacement over a rail (18) that is preferably designed as a prismatic sliding guide.
     
    17. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    in the immovable modular frame section (3) that is designed as a fixed panel, the metal closing plate (24) is secured on the post section (1).
     
    18. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    in the modular frame section (3) that is designed as a fixed panel, the bolt pin (23) lies in the final assembled state in the metal closing plate (24), secured by the securing bolt (35) against movement.
     
    19. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    in the movable modular frame section (3) that is designed as a casement window, the metal closing plate (24) is secured on the locking bar section (2).
     
    20. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    in the modular frame section (3) designed as a casement window, the bolt pin (23) lies, in the final assembled state, without any securing bolt (35) in the metal closing plate (24) being mounted for displacement by means of the carriage (19).
     
    21. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    in the modular frame section (3) that is designed as a casement window, the bolt pin (23) is designed to be movable in the final assembled state by means of a push rod.
     
    22. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized in that
    in the final assembled state, the cover shell (9) of the post section (1) surrounds the base body (8) and a free end of the elongate locking bar section (2) which end abuts on the post section (1).
     
    23. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized by
    engagement bulges (11) projecting out of the base body (8) and extending parallel to the locking bar sections (2).
     
    24. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized by
    fastening cheeks (13) projecting out of the cover shell (9) in the direction towards a frame structure, with formed-on engagement projections (14) gripping the engagement bulges (11) from behind.
     
    25. A device according to one or more of the preceding claims,
       characterized by
    a two part-construction of the base body (8) and of the cover shell (9).
     


    Revendications

    1. Dispositif d'ancrage pour vitrages optiquement sans cadre (= "structural glazing") consistant en :

    - profilés de montant (1) porteurs, qui s'étendent en direction verticale (4) et

    - profilés de traverse (2) porteurs également, qui s'étendent en direction horizontale (5)

    - ainsi qu'en profilés de cadre modulaire (3), immobiles (= panneaux fixes) et mobiles (= châssis), ancrés dans ceux-ci,

       caractérisé par

    a) un profilé de montant (1) en deux parties, constitué par un corps de base (8) et une coque de recouvrement (9) et

    b) des tôles de fermeture (24) dans lesquelles sont formées des rainures de guidage (34) et qui sont fixées sur les profilés de montant (1) et les profilés de traverse (2) et

    c) des pattes de verrouillage (23) qui font saillie des profilés de cadre modulaire (3) en direction des tôles de fermeture (24), qui sont mobiles parallèlement au profilé de cadre modulaire (3) et qui sont situées dans les rainures de guidage (34).


     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par une position d'encliquetage de la coque de recouvrement (9) sur le corps de base (8) qui recouvre du côté de l'espace les tôles de fermeture (24) et les pattes de verrouillage (23).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les tôles de fermeture (24) sont sensiblement sous forme de profilés de caisson creux rectangulaire en section transversale (28).
     
    4. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tôles de fermeture (24) sont fixées sur les profilés de montant (1) ou les profilés de traverse (2) par une surface d'appui (25) et en ce que, dans une surface libre (27) opposée à la surface d'appui (25), est formée une fente de fixation (29) sensiblement en forme de U dont le côté ouvert forme une arête (31) avec un côté frontal (30) de la tôle de fermeture.
     
    5. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tôles de fermeture (24) présentent une section transversale partiellement creuse (32) en forme de T dans le domaine dans lequel est formée la fente de fixation (29).
     
    6. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux fentes de fixation (29) opposées et symétriques l'une de l'autre sont formées dans les tôles de fermeture (24).
     
    7. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface d'appui (25) et la surface libre (27) sont reliées et complétées par deux côtés étroits (26) sensiblement perpendiculaires à elles pour former la section transversale creuse (28), un côté étroit (26) étant traversé sensiblement perpendiculairement par un boulon de fixation (= vis de fixation 35) situé entre la surface d'appui (25) et la surface libre (27).
     
    8. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boulon de fixation est sous forme d'une vis de fixation (35), la coque de recouvrement (9) montée recouvrant la vis de fixation (35) en la protégeant contre une manipulation externe.
     
    9. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) présente une forme volumique analogue à un champignon de section transversale sensiblement en forme de T.
     
    10. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) consiste en une nervure (21) qui ressort sensiblement perpendiculairement du profilé de cadre modulaire (3) et en une bride de fixation (22) en forme de plaque, qui repose sur la nervure (21) et qui s'étend parallèlement au profilé de cadre modulaire (3).
     
    11. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) présente de préférence un rapport de la longueur à la largeur de 2:1.
     
    12. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section transversale volumique en forme de T de la patte de verrouillage (23) correspond à la section transversale partiellement creuse (32) en forme de T dans les domaines munis des fentes de fixation (29) de la tôle de fermeture (24).
     
    13. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) est insérée dans les rainures de guidage (34) par sa bride de fixation (22).
     
    14. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux flasques de guidage (33) qui relient la fente de fixation (29) et le côté étroit (26) et qui encadrent la nervure (21) s'accrochent derrière la bride de fixation de telle manière que la rainure de guidage (34) entoure la bride de fixation (22) à la manière d'un coussinet.
     
    15. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) et la rainure de guidage (34) relient entre eux par assemblage de forme le profilé de cadre modulaire (3) et le profilé de montant (1) ou de traverse (2).
     
    16. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) repose sur un coulisseau (19) qui est logé de manière mobile dans le profilé de cadre modulaire (3) par l'intermédiaire d'un rail (18) de préférence sous forme d'un prisme de guidage par coulissement.
     
    17. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tôle de fermeture (24) est fixée sur le profilé de montant (1) lorsque le profilé de cadre modulaire (3) est sous forme de panneau fixe immobile.
     
    18. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) est située dans la tôle de fermeture (24) de manière immobile du fait du boulon de fixation (35), à l'état final de montage et lorsque le profilé de cadre modulaire (3) est sous forme de panneau fixe.
     
    19. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tôle de fermeture (24) est fixée sur le profilé de traverse (2) lorsque le profilé de cadre modulaire (3) est sous forme de châssis mobile.
     
    20. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) est logée de manière mobile dans la tôle de fermeture (24) par l'intermédiaire du coulisseau (19) et sans boulon de fixation (35), à l'état final de montage et lorsque le profilé de cadre modulaire (3) est sous forme de châssis.
     
    21. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (23) est mobile grâce à un levier à l'état final de montage et lorsque le profilé de cadre modulaire (3) est sous forme de châssis.
     
    22. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coque de recouvrement (9) du profilé de montant (1) entoure à l'état final de montage le corps de base (8) et une extrémité libre du profilé de traverse (2) mis à longueur qui repose sur le profilé de montant (1).
     
    23. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par des ergots d'encliquetage (11) qui font saillie du corps de base (8) et qui s'étendent parallèlement aux profilés de traverse (2).
     
    24. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par des flasques de fixation (13) qui font saillie de la coque de recouvrement (9) en direction d'une construction de cadre et sur lesquels sont formées des saillies d'encliquetage (14) qui s'accrochent derrière les ergots d'encliquetage (11).
     
    25. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par une construction en deux parties du corps de base (8) et de la coque de recouvrement (9).
     




    Zeichnung