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EP 0 491 886 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.04.1994 Patentblatt 1994/17 |
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Anmeldetag: 22.05.1991 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9100/956 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9200/910 (23.01.1992 Gazette 1992/03) |
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VORRICHTUNG ZUM BREITSTRECKEN VON LAUFENDEN MATERIALBAHNEN, INSBESONDERE VON PAPIERBAHNEN
DEVICE FOR STRETCHING RUNNING MATERIAL WEBS SIDEWAYS, ESPECIALLY PAPER WEBS
DISPOSITIF D'ETALEMENT EN LARGEUR DE BANDES DE MATERIAU EN MOUVEMENT, NOTAMMENT DE
BANDES DE PAPIER
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
05.07.1990 DE 4021451
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.07.1992 Patentblatt 1992/27 |
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Patentinhaber: JAGENBERG Aktiengesellschaft |
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D-40476 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- WEIS, Manfred
D-4000 Düsseldorf (DE)
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Vertreter: Thul, Hermann, Dipl.-Phys. |
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JAGENBERG AG
Zentrale Patentabtlg.
Postfach 104261 D-40033 Düsseldorf D-40033 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 007 569 US-A- 3 724 737
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DE-A- 2 828 013
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Breitstrecken von laufenden Materialbahnen,
insbesondere von Papierbahnen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, wie sie
aus der DE-B-2 007 569 bekannt ist.
[0002] Derartige Breitstreckvorrichtungen dienen dazu, bei breiten, über Umlenkrollen geführten
Materialbahnen die Bildung von Falten zu verhindern oder mehrere, nebeneinander geführte
Einzelbahnen auf einem konstanten Abstand voneinander zu bringen. So müssen in Aufwickelmaschinen
zum Aufwickeln von durch Längsschnitte erzeugten Einzelbahnen zu Wickelrollen die
Einzelbahnen nach dem Längsschnitt etwas gespreizt werden, damit für ein problemloses
Aufwickeln ein gewisser Abstand zwischen den Längskanten der Einzelbahnen entsteht.
Dabei ist es erforderlich, daß nach dem Spreizen der Bahnen diese genau parallel geführt
werden. Bekannterweise hängt die Größe der Spreizung und die Laufrichtung der Einzelbahnen
von der Krümmung der Breitstreckelemente, ihrem Abstand voneinander und dem Umschlingungswinkel
der Bahnen ab.
Stand der Technik
[0003] Aus der EP-PS 0 066 527 ist eine gattungsgemäße Breitstreckvorrichtung bekannt, bei
der die beiden Breitstreckelemente mit Abstand voneinander in einem gemeinsamen, schwenkbaren
Rahmen gelagert sind. Um den gewünschten Abstand der Einzelbahnen voneinander in Abhängigkeit
von Parametern der Materialbahn (Breite, Dicke etc.) einstellen zu können und die
Parallelität der auslaufenden Einzelbahnen zu gewährleisten, ist zusätzlich die Krümmung
jedes der beiden Breitstreckelemente individuell einstellbar.
[0004] Die gezeigte Vorrichtung ist daher konstruktiv aufwendig, zusätzlich sind die einzeln
verstellbaren Segmente der Breitstreckelemente aufgrund der Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten
nur schwer reproduzierbar einzustellen.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Breitstrecken
zu schaffen, die eine reproduzierbare Einstellung in Abhängigkeit von den Materialbahnparametern
mit nur einem Verstellparameter ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Erfindung ermöglicht ein stufenloses Verschwenken der beiden Breitstreckelemente
mit nur einem Antrieb, um den Abstand voneinander und den Umschlingungswinkel zur
Einstellung einer gewünschten Spreizung zu verändern. Gleichzeitig werden bei jeder
Verstellung die Umschlingungsverhältnisse und die relative Position der Krümmungsebenen
zueinander beibehalten, so daß die aus der Breitstreckvorrichtung auslaufenden Einzelbahnen
bei jeder Einstellung exakt parallel laufen.
[0008] Die Unteransprüche enthalten bevorzugte, da besonders vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0009] Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten
Ausführungsbeispiels.
- Fig. 1
- zeigt grob schematisch eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Breitstreckvorrichtung.
- Fig. 2
- zeigt schematisch drei verschiedene Arbeitsstellungen.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0010] Die in Fig. 1 beschriebene Breitstreck-Vorrichtung ist im Gestell einer Maschine
zum Aufwickeln einer Papierbahn gelagert, mit der durch Längsschnitte erzeugte Einzelbahnen
1 zu Wickelrollen aufgewickelt werden. Sie befindet sich zwischen einer Leitrolle
2 am Ausgang der Längsschneideeinrichtung und der Tragwalze 3, auf der die Wickelrolle
beim Aufwickeln aufliegen.
[0011] Die Breitstreck-Vorrichtung weist zwei auf bekannte Weise aufgebaute, im Umschlingungsbereich
walzenförmige Breitstreckelemente 4, 5 mit einer einstellbaren Krümmung auf, die mit
Abstand voneinander quer zur Bahnlaufrichtung angeordnet sind und von den Bahnen 1
mit wechselndem Umlaufsinn teilweise umschlungen werden. Die Bahnen 1 werden so von
dem Breitstreckelement 4 zunächst nach oben, dann von dem Breitstreckelement 5 nach
unten umgelenkt.
[0012] Damit die Einzelbahnen 1 nach der Spreizung durch die Breitstreck-Vorrichtung zwar
mit größerem seitlichen Abstand voneinander, jedoch wieder parallel zueinander laufen,
sind die Breitstreckelemente 4, 5 so aufgebaut und angeordnet, daß die Ebene 6 der
einlaufenden Bahnen 1 im wesentlichen parallel zu der Ebene 7 der auslaufenden Bahnen
1 ist. Weiterhin sind dazu die Breitstreckelemente 4, 5 gegen die Bahnlaufrichtung
in einer Ebene bogenförmig gekrümmt, wobei die beiden Krümmungsebenen parallel zueinander
verlaufen.
[0013] Der Grad der Spreizung der Einzelbahnen 1 ist über den Abstand der Breitstreckelemente
4, 5 und den jeweiligen Umschlingungswinkel einstellbar. Damit bei einer Verstellung
die Parallelität der auslaufenden Bahnen 1 erhalten bleibt, sind die Breitstreckelemente
4, 5 im Gestell der Aufwickelmaschine so gelagert, daß sowohl die beiden Krümmungsebenen
als auch die beiden Bahnebenen 6, 7 im wesentlichen parallel zueinander bleiben.
[0014] Konstruktiv ist dies dadurch realisiert, daß jedes Breitstreckelement 4, 5 an einem
Gelenkviereck gelagert ist und die beiden Gelenkvierecke über ein Getriebe mit einem
festen Übersetzungsverhältnis miteinander gekoppelt sind. Das Gelenkviereck, an dem
das Breitstreckelement 4 befestigt ist, besteht aus einem fest im Gestell um den Gelenkpunkt
8 drehbar gelagerten Antriebshebel 9, einem daran angelenkten Koppelglied 10 und einem
an diesem angelenkten Abtriebshebel 11, der im Gestell im Gelenkpunkt 12 gelagert
ist. Das Breitstreckelement 4 ist an dem Koppelglied 10 fixiert und am Gelenkpunkt
13 zwischen Antriebshebel 9 und Koppelglied 10 befestigt. Entsprechend baut sich das
Gelenkviereck, an dem das Breitstreckelement 5 befestigt ist, aus einem im Gelenkpunkt
14 am Gestell gelagerten Antriebshebel 15, einem Koppelglied 16 und einem Abtriebshebel
17 auf, der im Gestell im Gelenkpunkt 18 befestigt ist. Das Breitstreckelement 5 ist
am Gelenkpunkt 19 aufgehängt und an dem Koppelglied 16 fixiert.
[0015] Die beiden Antriebshebel 9, 15 sind über ein Getriebe mit festem Übersetzungsverhältnis
miteinander gekoppelt, z. B. eine umlaufende Kette 20, die zwei jeweils im gestellfesten
Gelenkpunkt 8 bzw. 14 der Antriebshebel 9 bzw. 15 gelagerte und fest mit diesen verbundene
Zahnräder 21, 22 verbindet. Die Kette 20 ist so angeordnet und mit einem Schwenkantrieb
verbunden, daß die beiden Antriebshebel 9, 15 gleichsinnig schwenken, die beiden Breitstreckelemente
4, 5 somit aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden können. Die Hebelverhältnisse
an den beiden Gelenkvierecken und die Lage der festen Gelenkpunkte 8, 12, 14, 18 sind
so gewählt, daß bei einem Verschwenken der beiden Antriebshebel 9, 15 mit dem gemeinsamen
Antrieb sich zwar der Abstand der Breitstreckelemente 4, 5 und die Umschlingungswinkel
ändern, jedoch die Krümmungsebenen der beiden Breitstreckelemente 4, 5 parallel und
deren Winkel zu den Bahnebenen 6, 7 konstant bleiben. Gleichfalls verändern sich die
beiden Umschlingungswinkel in im wesentlichen gleichem Maße, so daß die Ebene 6 der
einlaufenden Bahnen 1 parallel zur Ebene 7 der auslaufenden Bahnen 1 bleibt.
[0016] Die Breitstreckelemente 4, 5 sind zu beiden Seiten der Bahnen 1 an Gelenkvierecken
gelagert, von denen in Fig. 1 nur die einer Seite dargestellt sind. Zumindest ein
Paar der gestellfesten Gelenkpunkte 8, 12, 14 oder 18 an beiden Seiten ist über eine
Synchronwelle miteinander verbunden, um eine gleichförmige Verstellung der Breitstreckelemente
zu beiden Seiten der Bahnen 1 sicherzustellen; im Beispiel die Gelenkpunkte 8 über
die Synchronwelle 23. Die beiden Gelenkvierecke oder ihre Kopplung sind arretierbar,
so daß die Krümmungsebenen der Breitstreckelemente 4, 5 in einem beliebigen Winkel,
vorzugsweise parallel zu den Ebenen (6, 7) der einlaufenden oder auslaufenden Bahnen
fixiert werden können.
1. Vorrichtung zum Breitstrecken von laufenden Materialbahnen (1), insbesondere von Papierbahnen,
mit zwei im Umschlingungsbereich walzenförmigen, gekrümmten Breitstreckelementen (4,
5), die mit Abstand voneinander in einem Gestell gekoppelt schwenkbar gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Breitstreckelemente (4, 5) jeweils am Koppelglied (10, 16) eines Gelenkvierecks
befestigt sind, wobei die beiden Antriebshebel (9, 15) der beiden Gelenkvierecke über
ein Getriebe (20, 21, 22) gleichsinnig schwenkbar miteinander gekoppelt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen an einem Antriebshebel (9 bzw. 15) angreifenden Schwenkantrieb.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breitstreckelemente an beidseits der Bahnen (1) angeordneten Gelenkvierecken
gelagert sind, wobei zumindest ein Paar gestellfester Gelenkpunkte (8) der Antriebshebel
(9) mittels einer Synchronwelle (23) miteinander verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmungsebenen der Breitstreckelemente (4, 5) in einem beliebigen Winkel,
vorzugsweise parallel zu den Ebenen (6, 7) der einlaufenden oder auslaufenden Bahnen
(1) fixiert werden können.
1. Apparatus for the tentering of running material webs (1), especially of paper webs,
with two curved tentering elements (4, 5) which are roller-shaped in the looping-round
region and which are pivotably mounted in a manner coupled in a frame at a distance
from one another, characterized in that the tentering elements (4, 5) are each fastened
to the coupling member (10, 16) of a four-bar mechanism, the two drive levers (9,
15) of the two four-bar mechanisms being coupled to one another so as to be pivotable
in the same direction via a gear (20, 21, 22).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized by a pivoting drive engaging on one
drive lever (9 or 15).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the tentering elements
are mounted on four-bar mechanisms arranged on both sides of the webs (1), whilst
at least one pair of points of articulation (8) of the drive levers (9), the said
points of articulation being fixed relative to the frame, is interconnected by means
of a synchronous shaft (23).
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the planes of curvature
of the tentering elements (4, 5) can be fixed at any angle, preferably parallel to
the planes (6, 7) of the webs (1) running in or running out.
1. Dispositif pour étaler en largeur des bandes de matière (1) en mouvement, en particulier
des bandes de papier, avec deux éléments étaleurs (4, 5) incurvés, en forme de rouleaux
dans la zone de contact, qui sont disposés à distance l'un de l'autre dans un châssis
où ils peuvent basculer en étant couplés, caractérisé en ce que les éléments étaleurs
(4, 5) sont fixés à l'organe de couplage respectif (10, 16) d'un quadrilatère articulé,
les deux leviers de commande (9, 15) des deux quadrilatères articulés étant couplés
l'un à l'autre par une transmission (20, 21, 22) et basculant dans le même sens.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par une commande de basculement
attaquant un levier de commande (9, respectivement 15).
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments étaleurs
sont montés sur des quadrilatères articulés disposés de part et d'autre des bandes
(1), dans lequel au moins une paire de points fixes (8) du châssis, où sont articulés
les leviers de commande (9), sont reliés l'un à l'autre au moyen d'un arbre de synchronisation
(23).
4. Dispositif suivant une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les plans de
courbure des éléments étaleurs (4, 5) peuvent être fixés sous un angle quelconque,
de préférence parallèlement aux plans (6, 7) des bandes (1) entrantes ou sortantes.

