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EP 0 504 900 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.04.1994 Patentblatt 1994/17 |
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Anmeldetag: 19.03.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E02D 29/02 |
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Aussenecke einer Abfangmauer
Element for retaining wall external corner
Elément pour le coin extérieur d'un mur de soutènement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR IT LI SE |
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Priorität: |
22.03.1991 DE 9103514 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.1992 Patentblatt 1992/39 |
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Patentinhaber: BETONWERK PFORZHEIM GmbH & Co. KG |
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75177 Pforzheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Noack, Fritz Dipl.-Ing.
W-7530 Pforzheim (DE)
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Vertreter: Twelmeier, Ulrich, Dipl.Phys. et al |
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Westliche Karl-Friedrich-Strasse 29-31 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 321 017 DE-U- 9 001 129
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DE-A- 3 232 799
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft die Ausbildung der Ecke einer Abfangmauer aus zwei L-förmigen
Betonsteinen, welche jeweils aus einer aufrechten Mauerscheibe und einer von dieser
im rechten Winkel abstehenden waagerechten Fußscheibe bestehen und durch Anstoßen
von konvex gerundeten Seitenflächen der jeweiligen Mauerscheiben aneinandergefügt
sind.
[0002] Die DE-A- 32 32 799 zeigt bereits eine solche Eckenausbildung. Dadurch ist es möglich,
geschwungene Abfangmauern herzustellen, bei denen die Stoßfugen zwischen aneinanderstoßenden
Mauerscheiben infolge der Rundung ihrer Seitenflächen unabhängig vom Winkel, unter
dem sie zusammenstoßen, im wesentlichen gleich gut aussehen.
[0003] In der Praxis kommen jedoch häufig Verläufe von Abfangmauern vor, in denen geradlinige
Abschnitte unter einem gewissen Winkel aufeinanderstoßen. Für geradlinige Abschnitte
werden aber nach wie vor L-förmige Betonsteine bevorzugt, bei denen die schmalen Seitenflächen
der aufrechten Mauerscheiben ebenflächig sind und im rechten Winkel zur Vorderseite
der Mauerscheibe verlaufen, denn dadurch erhält die Abfangmauer ein geschlosseneres
Aussehen und die Gefahr, daß Erdreich von der Rückseite der Mauer durch die Fuge zwischen
zwei benachbarten Mauerscheiben ausgeschwemmt wird, ist kleiner. Werden solche L-förmigen
Mauerscheiben in einem anderen als einem rechten Winkel aneinandergefügt, dann hat
das die in der DE-A- 32 32 799 aufgezählten Nachteile: Die Ausrichtung der benachbarten
Mauerscheiben ist sehr diffizil, weil für ein sauberes Erscheinungsbild eine linienförmige
Berührung längs zweier Kanten benötigt wird, die stoß- und bruchgefährdet sind, und
bei einer konvex verlaufenden Abfangmauer ergibt sich eine störende, keilförmige Fuge.
[0004] Es wäre natürlich möglich, in einer Abfangmauer, die unterschiedlich gewinkelt verlaufen
soll, im Bereich der Ecken Mauerscheiben vorzusehen, die gemäss der DE-A- 32 32 799
an beiden Seitenflächen gerundet sind, und im übrigen in den geradlinigen Abschnitten
der Abfangmauer Mauerscheiben anzuordnen, die in an sich bekannter Weise ebene Seitenflächen
haben. Das Zusammentreffen von ebenen Seitenflächen auf der einen und gerundeten Seitenflächen
auf der anderen Seite hinterläßt jedoch einen unbefriedrigenden optischen Eindruck.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für den Aufbau von abgewinkelten
Abfangmauern L-förmige Betonsteine zur Verfügung zu stellen, mit denen sich die oben
angeführten Nachteile vermeiden lassen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Eckenausbildung der Abfangmauer mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0007] Durch die Erfindung werden für den Aufbau von Abfangmauern aus L-förmigen Betonsteinen
erstmals unsymmetrische L-förmige Betonsteine vorgeschlagen, deren aufrechte Mauerscheibe
auf einer Seite eine gerundete Flanke und auf der gegenüberliegenden Seite eine ebene
Flanke hat. Durch Anstoßen von zwei L-förmigen Betonsteinen, von denen einer auf der
linken und der andere auf der rechten Seite gerundet ist, mit ihren gerundeten Flanken,
kann man eine Ecke mit nahezu beliebigem Winkel bilden, die in jedem Fall hervorragend
aussieht. Die in der Ecke liegende Stoßfuge hat eine optimale Gestalt, um z.B. von
der Rückseite (Hangseite) her mit einer Dichtmasse abgedichtet zu werden. Durch die
Rundung der Flanken sind dort die vorderen und hinteren lotrechten Kanten der Mauerscheibe
verschwunden und können nicht mehr beschädigt werden. Zugleich ist die Notwendigkeit
entfallen, die in der Ecke zusammenstoßenden Betonsteine millimetergenau zueinander
auszurichten. Die Funktion und das Erscheinungsbild der Abfangmauern werden in der
Ecke nicht gestört, wenn die Lage der Mantellinien, entlang derer zwei Mauerscheiben
einander berühren, um einige Millimeter variiert.
[0008] Andererseits kann die Abfangmauer in dem an die Ecke anschließenden geradlinigen
Bereich bis zur nächsten Ecke mit bekannten L-förmigen Betonsteinen fortgesetzt werden,
die beidseits ebene Flanken haben, was zu einem geschlossenen Erscheinungsbild führt
und das Ausschwemmen von Erdreich durch die Stoßfugen hindurch erschwert.
[0009] Zur Ausbildung einer Aussenecke wird vorzugsweise die Fußscheibe eines der beiden
die Ecke bildenden Betonsteine hochgesetzt, und zwar in einem solchen Abstand von
der Unterseite der Mauerebene, welcher nur wenig mehr beträgt als die größte Dicke
der Fußscheibe des anderen Betonsteins. Die beiden Betonsteine können dann nämlich
mit einander überlappenden Fußscheiben aneinandergefügt werden. Es wäre allerdings
auch möglich, doch nicht so günstig, für die Bildung von Aussenecken die Fußscheiben
der beiden aneinander angrenzenden Betonsteine auf gleichem Niveau zu lassen; die
Fußscheiben müssten dann verkleinert, insbesondere abgeschrägt sein.
[0010] Bei der Bildung von Innenecken kommt eine Überlappung der beiden aneinander anstoßenden
Betonsteine nicht in Betracht; hier können die Fußscheiben beider Betonsteine auf
gleichem Niveau liegen und ebenso groß sein wie bei den bekannten L-förmigen Betonsteinen.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt.
- Figur 1
- zeigt einen Betonstein mit auf der rechten Seite gerundeter Mauerscheibe in der Seitenansicht,
- Figur 2
- zeigt denselben Betonstein in der Draufsicht,
- Figur 3
- zeigt einen Betonstein mit auf der linken Seite gerundeter Mauerscheibe in der Seitenansicht,
- Figur 4
- zeigt den Betonstein aus Figur 3 in der Draufsicht,
- Figur 5
- zeigt einen Betonstein mit auf der linken Seite gerundeter Mauerscheibe und hochgsetzter
Fußscheibe in der Seitenansicht,
- Figur 6
- zeigt den Betonstein aus Figur 5 in der Draufsicht,
- Figur 7
- zeigt eine mit den Betonsteinen aus Figur 1 und Figur 3 gebildete Aussenecke einer
Abfangmauer,
- Figur 8
- zeigt die Aussenecke aus Figur 7 in der Draufsicht,
- Figur 9
- zeigt eine andere Aussenecke in der Draufsicht,
- Figur 10
- zeigt eine Innenecke in der Draufsicht, und
- Figur 11
- zeigt in der Draufsicht eine Abfangmauer mit mehreren Innen- und Aussenecken.
[0012] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen L-förmigen Betonstein 1 mit einer rechteckigen,
waagerechten Fußplatte 2 und einer im rechten Winkel zu dieser angeordneten, sie beidseits
überragenden Mauerscheibe 3, welche auf der linken Seite eine ebene Flanke 4 und auf
der rechten Seite eine halbzylindrisch gerundete Flanke 5 hat.
[0013] Der in Figur 3 und 4 dargestellte Betonstein 6 ist dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Betonstein spiegelbildlich gleich, er hat seine halbzylindrisch gerundete Flanke 7
auf der linken Seite und die ebene Flanke 8 auf der rechten Seite.
[0014] Der in den Figuren 5 und 6 dargestellte Betonstein 9 unterscheidet sich von dem in
den Figuren 3 und 4 dargestellten nur darin, dass seine Fußscheibe 10 hochgesetzt
ist, und zwar um etwas mehr als die Dicke der Fußscheibe 2 des Betonsteins 6.
[0015] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine aus den Betonsteinen 1 und 9 gebildete Aussenecke,
in welcher diese beiden Betonsteine einen Winkel von 90° einschließen. Dabei überragt
die hochgesetzte Fußscheibe 10 die untere Fußscheibe 2 um etwas mehr als deren Dicke.
Die obere Fußscheibe kann sich deshalb - ggfs. nach Unterfütterung - auf der unteren
Fußscheibe abstützen.
[0016] An die beiden die Ecke bildenden Betonsteine 1 und 9 können sich herkömmliche Betonsteine
11 anschließen, die ebene Flanken haben.
[0017] Figur 9 zeigt in der Draufsicht eine Aussenecke, in welcher die beiden Betonsteine
1 und 9 einen von 90° verschiedenen Winkel miteinander einschließen. Für Aussenecken
sind alle Winkel zwischen 0° und dem durch das Anschlagen der Fußplatten bestimmten
Grenzwinkel (bei den gezeichneten Elementen etwas mehr als 90°) möglich.
[0018] Figur 10 zeigt die Bildung einer Innenecke, für welche praktisch jeder Winkel zwischen
0° und 180° möglich ist.
[0019] Figur 11 zeigt in der Draufsicht, wie mit den Betonsteinen unterschiedliche Ecken
im Verlauf einer aus mehreren geradlinigen Abschnitten bestehenden Stützmauer verwirklicht
werden können.
1. Ecke einer Abfangmauer aus zwei L-förmigen Betonsteinen (1, 6, 9), welche jeweils
aus einer aufrechten Mauerscheibe (3) und einer von dieser in rechtem Winkel abstehenden
waagerechten Fußscheibe (2, 10) bestehen und durch Anstoßen von konvex gerundeten
Seitenflächen (5, 7) der jeweiligen Mauerscheiben aneinandergefügt sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem der Betonsteine (1) die rechte und bei dem anderen Betonstein (6,
9) die linke Seitenfläche (5, 7) der Mauerscheibe konvex gerundet ist, während die
beiden übrigen, den jeweiligen konvex gerundeten Seitenflächen (5, 7) gegenüberliegenden
Seitenflächen (4, 8) der Mauerscheiben, eben sind.
2. Ecke einer Abfangmauer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Aussenecke ist, wobei die beiden Betonsteine (1, 6, 9) mit einander
überlappenden Fußscheiben (2, 10) aneinandergefügt sind, und die Fußscheibe (10) des
einen Betonsteins (9) in einem solchen Abstand (h) von der Unterseite der Mauerscheibe
(3) angeordnet ist, welcher nur wenig mehr beträgt als die größte Dicke der Fußscheibe
(2) des anderen Betonsteins (1).
3. Ecke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rundung im Horizontalschnitt halbkreisförmig ist.
1. Element for retaining wall corner comprising two
L-shaped concrete elements (1, 6, 9) each consisting of an upright wall plate (3)
and a horizontal base plate (2, 10) protruding at right angles from said upright plate
and being joined by mutual abutment of convexly rounded side faces (5, 7) of the respective
wall plates,
characterized in that the one concrete element (1) has the right side face (5) and
the other concrete element (6, 9) has the left side face (7) of the wall plate convexly
rounded, whereas the remaining two side faces (4, 8) which are opposite of the respective
convexly rounded side faces (5, 7) have a plan surface.
2. Element for retaining wall according to claim 1,
characterized in that it forms an external corner wherein the two concrete elements
(1, 6, 9) are joined with mutually overlapping base plates (2, 10) and the base plate
(10) of the one concrete element (9) is placed in such a distance (h) from the bottom
surface of the wall plate (3) as to slightly exceeding the maximum thickness of the
base plate (2) of the other concrete element (1).
3. Corner according to claim 1 or 2, characterized in
that the rounded side face exhibits a semi-circular horizontal cross-sectional
shape.
1. Angle d'un mur de soutènement constitué de deux parpaings en forme de L (1, 6, 9)
dont chacun est constitué d'une plaque murale (3) verticale et d'une plaque de base
horizontale (2, 10) se projetant à angle droit par raport à la première, et qui sont
assemblés par le contact bord à bord de faces latérales, arrondies de manière convexe
(5, 7) des plaques murales respectives, caractérisé en ce que sur l'un des moellons
(1), la face frontale droite, et sur l'autre moellon (6, 9) la face frontale gauche
(5, 6), la face murale est arrondie de manière convexe, tandis que les deux autres
faces latérales opposées (4, 8) de la plaque murale opposées aux faces latérales convexes
(5, 7) sont planes.
2. Angle d'un mur de soutènement selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il s'agit
d'un angle extérieur, les deux parpaings (1, 6, 9) étant assemblés par des plaques
de base (2, 10) se chevauchant mutuellement, et la plaque de base (10) de l'un des
parpaings (9) étant disposée de la face inférieure de la plaque murale (3) à une distance
(h) telle qui n'est que légèrement supérieure à l'épaisseur maximale de la plaque
de base (12) de l'autre parpaing (1).
3. Angle selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, en coupe horizontale,
l'arrondi est de forme semi-circulaire.

