(19)
(11) EP 0 505 395 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.04.1994  Patentblatt  1994/17

(21) Anmeldenummer: 91900170.1

(22) Anmeldetag:  13.12.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F41G 3/26
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9000/963
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9109/266 (27.06.1991 Gazette  1991/14)

(54)

SCHIESSVORRICHTUNG

SHOOTING DEVICE

DISPOSITIF DE TIR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 16.12.1989 DE 3941624

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.09.1992  Patentblatt  1992/40

(73) Patentinhaber: NSM AKTIENGESELLSCHAFT
55411 Bingen (DE)

(72) Erfinder:
  • FRANK, Armin
    D-7703 Mönchweiler (DE)
  • NIEDERLEIN, Horst
    D-6530 Bingen (DE)

(74) Vertreter: Becker, Bernd, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte BECKER & AUE Saarlandstrasse 66
55411 Bingen
55411 Bingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 287 964
DE-A- 3 112 443
US-A- 4 395 045
EP-B- 0 146 466
DE-A- 3 523 459
US-A- 4 657 511
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schießvorrichtung, umfassend
    • ein als Schirm ausgeführtes Schußfeld mit Schußzielen,
    • eine optische Schußwaffe, die einen Laserstrahl aussendet und deren Schüsse auf dem Schußfeld sichtbar sind,
    • eine das Schußfeld abtastende Kamera,
    • eine mit der Kamera verbundene Speichervorrichtung,
    • eine mit der Kamera verbundene Auswerteeinheit und
    • ein Anzeigefeld für gespeicherte Schußfeldaufnahmen.
      Eine zur Schußsimulation vorgesehene Schießvorrichtung dieser Art ist beispielsweise in der EP-A2-0 287 964 beschrieben. Es wird in Film oder ein stehendes Bild mittels eines Projektors auf einen Projektionsschirm projiziert, der beispielsweise eine weiße Wand sein kann. Auf das Bild wird mittels der optischen Schußwaffe ein Laserstrahl gerichtet. Das Abbild des Laserstrahls wird von der Kamera vom Projektionsbild separat erfaßt und in eine Farbstanzschaltung eingespeist, die an der Bildstelle, die dem Auftreffpunkt der Schußwaffe entspricht, in an sich bekannter Weise eine rot leuchtende Marke in der zu speichernden Videosignalfolge einsetzt. Es kommen somit das von dem Projektor projizierte Bild und das von der Kamera aufgenommene Trefferbild zur Überlagerung. Eine Ausrichtung des Projektors und der Kamera hierzu muß vorgenommen werden, um die entsprechenden Bildpunkte zur Übereinstimmung zu bringen. Dabei kann jedoch eine gewisse Parallaxe nicht vermieden werden, und es müssen Voreinstellungen für den Parallaxenausgleich vorgenommen werden. Eine Auswertung des Simulationsbetriebes mittels der bekannten Schußsimulationsvorrichtung, beispielsweise zur Ermittlung der Trefferquote, ist nicht vorgesehen.
      Ähnliche Ausrichtungsprobleme treten auch bei einer aus der US-A-4 657 511 bekannten Schießvorrichtung auf, bei der ein Zielbild auf einen Projektionsschirm projiziert wird und das projizierte Bild einschließlich des Trefferpunktes von einer Kamera aufgenommen wird. Die Aufnahmen werden mittels eines Rechners verarbeitet, der den Trefferpunkt durch ein entsprechendes Symbol kennzeichnet und eine entsprechende Wiederanzeige auf einem Monitor vorsieht. Eine regelrechte Auswertung der Treffer ist ebenfalls nicht vorgesehen.
      Die US-A-4 395 045 betrifft ein Videospiel, bei dem ein elektrooptischer Sensor auf einen Bildschirm gerichtet wird. Der Sensor nimmt aufgehellte Rasterstellen auf und ist in der Lage, die Ausrichtung auf einen Trefferpunkt bzw. eine Fehlausrichtung festzustellen. Es ist außerdem eine Anzeige vorgesehen, um die Ausrichtungspositionen auf dem Bildschirm anzuzeigen.
      Eine über die Anzeige hinausgehende Trefferauswertung ist nicht vorgesehen.
      Bei einer zur Schußsimulation vorgesehenen, in der DE-A1-31 12 443 beschriebenen Schießvorrichtung enthält die Schußwaffe einen Impulslichtsender, von dem auf das Schußfeld projizierte Lichtflecken mindestens 1/50 s lang aufleuchten. Das Schußfeld ist eine transparente Zielscheibe, die von einer ggf. mit einem vorgeschalteten Filter versehenen Kamera abgetastet wird und mit einer Filterschicht zum Eliminieren des Umgebungslichtes versehen sein kann. Der abgetastete Bildinhalt sowie die Trefferlage werden in einer elektronischen Speichereinheit gespeichert, deren Inhalt durch Betätigung eines Schalters oder ferngesteuert gelöscht werden kann. Zur Anzeige des Speicherinhalts ist ein Bildschirm vorgesehen.
      Aus der DE-A1-35 23 459 ist eine Schießvorrichtung zur Schußsimulation bekannt, bei der ein transparenter Schirm zur Schußfelddarstellung vorgesehen ist. Eine Schußwaffe enthält einen Lichtsender, der eine Projektilauftreffstelle mittels eines Lichtpunktes simuliert. Eine Kamera beobachtet die Rückseite des transparenten Schirms und erfaßt diese Lichtpunkte. Ein Speicher nimmt das Schußfeld und die Lichtpunkte mit zugeordneten Koordinaten auf. Der Speicherinhalt kann auf einem Bildschirm angezeigt werden.
      Eine in der EP-B1-0 146 466 beschriebene Schießvorrichtung umfaßt eine zur Schußfelddarstellung vorgesehene Leinwand, eine Infrarotstrahlung aussendende Schußwaffe, eine Kamera, einen Bildschirm zur Anzeige des Schußfeldes mit Treffern und eine Auswerteeinheit, die beispielsweise bei mehreren Schußwaffen eine diesen zugeordnete Trefferanzeige erzeugt.
      Sämtliche dieser Schießvorrichtungen arbeiten nach dem Prinzip, daß das Schußfeld auf einen Schirm oder eine Wand projiziert wird. Diese Schußfeldabbildungen werden jeweils von einer Kamera abgetastet, ausgewertet und weiter verarbeitet. Die Anzeige des Schußfeldes mit Trefferdarstellung erfolgt auf einem Bildschirm oder dgl.
      Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schießvorrichtung zu schaffen, die einfach und kostengünstig aufgebaut ist sowie eine Trefferkontrolle ermöglicht.
      Diese Aufgabe ist bei einer Schießvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
      Eine erfindungsgemäße Schießvorrichtung umfaßt somit
    • ein als Schirm ausgeführtes Schußfeld mit Schußzielen,
    • eine optische Schußwaffe, die einen Laserstrahl aussendet und deren Schüsse auf dem Schußfeld sichtbar sind,
    • eine das Schußfeld abtastende Kamera,
    • eine mit der Kamera verbundene Speichervorrichtung,
    • eine mit der Kamera verbundene Auswerteeinheit und
    • ein Anzeigefeld für gespeicherte Schußfeldaufnahmen, wobei
    • als Schußfeld ein Bildschirm vorgesehen ist, der über eine Leitung an die Auswerteeinheit angeschlossen ist,
    • die Auswerteeinheit die Steuerung der Schießvorrichtung enthält und eine Speichereinrichtung aufweist, wobei die Auswerteeinheit die Auswahl und Einstellung der Schießbetriebsart, eine Zuordnung der Trefferkoordinaten und des Schußfeldes und die Beurteilung und Auswertung der Trefferdaten durchführt sowie die Teilnahmeregeln vorgibt, und
    • als Anzeigefeld und Ausgabe der Auswerteeinheit ein Bildschirm vorgesehen ist.


    [0002] Die erfindungsgemäße Schießvorrichtung ist außerordentlich einfach aufgebaut. Der als Schußfeldanzeige vorgesehene Bildschirm ist direkt an die Auswerteeinheit anschließbar und erspart raum- und kostenaufwendige Projektionssysteme. Es wird somit mit der Schußwaffe direkt auf den Bildschirm gezielt und geschossen, wobei die Bildschirmröhre als Reflexionselement dient. Da auch die Kamera an die Auswerteeinheit angeschlossen ist, stellt die erfindungsgemäße Schießvorrichtung eine Simulations- und Spielanlage dar, die aus wenig Teilen aufgebaut ist und außerordentlich schnell anspricht.

    [0003] Bei der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung werden somit elektronisch erzeugte Schußfelder auf einem Bildschirm dargestellt und auf diesen auch geschossen. Die zur Schußfelderfassung vorgesehene Kamera erfaßt das Schußfeld und die Schüsse bzw. entsprechende Bildschirmreflexionen, die an die Auswerteelektronik mit den zugehörigen Koordinaten übermittelt werden. Es können auf diese Weise Aufnahme, Wiedergabe und Speicherung der Schüsse gleichzeitig erfolgen. Es besteht also keine elektrische und/oder mechanische Verbindung zwischen "Waffe" und "Ziel", was zu qualifizierten "Trockenschießübungen" führt.

    [0004] Mehr im einzelnen, bei der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung wird beispielsweise auf dem für die Schußfelddarstellung vorgesehenen Bildschirm ein Schußfeld in Form von Zielringen oder bewegten Zielen wie Tieren etc. angezeigt. Der Bildschirm wird von der Kamera abgetastet. Das als Schußwaffe vorgesehene Lasergewehr wird auf den Bildschirm gerichtet und es werden die entsprechenden Zielobjekte anvisiert. Bei Auslösung eines Schusses wird auf dem Bildschirm ein Lichtpunkt bzw. eine Reflexion erzeugt. Der Lichtpunkt wird von der Kamera erfaßt und an die Auswerteeinheit ein entsprechendes Signal übermittelt. In der Auswerteeinheit wird dieses Signal, bei Zuordnung zu den entsprechenden Schußfeldkoordinaten, ausgewertet. Das Ergebnis der Auswertung wird in der gewünschten Form angezeigt.

    [0005] Von der Auswerteelektronik wird beurteilt, ob ein erfaßter Schuß-Lichtpunkt als Treffer zu bewerten ist oder nicht. Diesem Treffer wird nach den vorgesehenen Regeln ggf. auch eine Wertigkeit zugeordnet, z.B. was für ein Ring getroffen wurde etc. Es kann eine Trefferauswertung z.B. in Tabellenform, als Grafik etc. erfolgen. Die Auswertedaten können simultan oder zu einem späteren Zeitpunkt angezeigt werden.

    [0006] Ist es vorgesehen, daß zwei oder mehrere Personen gleichzeitig auf den Bildschirm schießen, kann die Auswerteeinheit entsprechend eingestellt werden. So kann für die jeweils aktiven Person deren Trefferquote, ein Treffervergleich mit den anderen Personen etc. festgestellt und angezeigt werden. Es können bestimmte Teilnahmeregeln vorgegeben sein, nach denen eine bestimmte ergebnisorientierte Schießreihenfolge der Personen mit einem zu ermittelnden Sieger vorgesehen ist. Insbesondere im Fall von Schießspielen kann auch ein Modulsystem vorgesehen sein. Soll ein anderes Spiel mit anderen Teilnahmeregeln oder auch nur ein anderes Schußfeld mit anderen Zielen verwendet werden, braucht in diesem Fall nur das entsprechende Modul ausgetauscht zu werden. Statt Modulen können auch Disketten oder ROMs, RAMs oder dgl. als Träger von austauschbaren Speicher- oder Programmdaten vorgesehen sein.

    [0007] Eine bedarfsangepaßte oder wunschgemäße Anzeige der Schußauswertung ist vorteilhaft dadurch ermöglicht, daß eine Eingabeeinheit vorgesehen ist, die mit der Answerteelektronik verbunden ist und Bedienungstasten oder -schalter zur Steuerung der Auswerteelektronik und/oder der Anzeige auf dem Bildschirm aufweist. Durch Betätigung einer Bedienungstaste kann z.B. eine Änderung der Anzeige, eine Anzeige der erreichten Trefferquote oder auch die Anzeige eines anderen Schußfeldes bewirkt werden.

    [0008] Zur Erleichterung einer Trefferbeurteilung durch die jeweils schießende Person ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung auf dem für das Schußfeld vorgesehenen Bildschirm gleichzeitig mit der Schußfeldanzeige eine zusätzliche Anseige der Auswerteelektronik vorgesehen. Die Trefferquote kann so im Blickfeld z.B. in Form von Zahlen oder Prozentangaben dargestellt werden, so daß eine Leistungsbeurteilung bzw. Feststellung des Spielstandes im wesentlichen simultan möglich ist. Die schießende Person braucht dabei kein anderes Anzeigefeld anzuvisieren. Eine Ablenkung durch Kopfbewegungen, Blendwirkungen etc. sowie anstrengende Neufokussierungen durch das Auge werden auf diese Weise vermieden.

    [0009] Bei einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung ist für die Anzeige des Schußfeldes mit Auswerteergebnissen wie z.B. Treffern ein zweiter Bildschirm vorgesehen. Auf diesem Bildschirm werden Treffer, d.h. von dem Laserstrahl getroffene Bildschirmpunkte, z.B. in Vergrößerung dargestellt, während die Schußfeldanzeige unverändert bleibt. Es können auf dem Anzeigebildschirm Treffer z.B. mit einer Wellenlänge und einer Dauer dargestellt werden, die in dem für das Auge sichtbaren Bereich liegen. Die vom Lasergewehr erzeugten Lichtpunkte weisen bekanntlich Infrarotwellenlänge auf und haben eine Dauer im µs-Bereich, d.h. sie sind für das bloße Auge nicht sichtbar.

    [0010] Die Kennzeichnung und Darstellung von "getroffenen" Schußfeldpunkten kann mittels einer hierfür vorgesehenen Farbe erfolgen, beispielsweise können diese Punkte blau dargestellt werden. Gemäß einer vorteilhaften Variante der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung werden wiederholt getroffene Bildschirmpunkte mit unterschiedlicher Farbe, z.B. rot, dargestellt. Anhand der unterschiedlichen Farben kann dann beurteilt werden, wo sich auf dem Schußfeld die Treffer befinden und bei welchen dieser Treffer es sich um Wiederholungstreffer handelt.

    [0011] Statt eines Bildschirms für die Schußfelddarstellung und eines zusätzlichen Bildschirms für die Auswerteanzeige kann gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung als Schußfeld und Anzeigefeld ein einziger Bildschirm vorgesehen sein. Diese Schießvorrichtung zeichnet sich durch eine besonders geringe Zahl von Teilen aus und benötigt außerordentlich wenig Raum. Der einzige Bildschirm dient als Schußfeld und zugleich als Anzeigefeld. Nach einem Schuß kann für eine bestimmte, ggf. einstellbare Zeitdauer und z.B. auf eine entsprechende Eingabe hin das Anzeigefeld auf dem Bildschirm dargestellt werden. Wenn z.B. das Anzeigefeld eine Schußfelddarstellung mit eingeblendeten Treffern darstellt, ist die Irritation der den Bildschirm bereits für den darauffolgenden Schuß anpeilenden Person auf ein Minimum herabgesetzt.

    [0012] Die Kamera ist vorzugsweise mit einem Infrarotfilter versehen. Dies ermöglicht ein Ausblenden von störendem Umgebungslicht, so daß die Treffer sehr zuverlässig erfaßt werden.

    [0013] Ein besonders störungsfreier Betrieb der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung ergibt sich, wenn der für das Schußfeld vorgesehene Bildschirm, die Schußwaffe und die Kamera in einem abgedunkelten oder Dunkelraum und der als Anzeigefeld vorgesehene Bildschirm außerhalb dieses Raums angeordnet ist. Bei dieser Aufstellung des Schußfeldes und der Kamera fällt außerordentlich wenig Fremdlicht auf den das Schußfeld darstellenden Bildschirm und weitere Störungen von außen sind durch die abgetrennte Aufstellung zusätzlich reduziert. In diesem Fall ist ein separater Anzeigebildschirm zweckmäßig und ermöglicht eine Beobachtung des Schießgeschehens außerhalb des verdunkelten Bereiches auch durch mehrere Personen, so daß der verdunkelte und durch Raumbedarf und Sondereinrichtungen kostspieligere Bereich klein gehalten werden kann. Für bestimmte Anwendungsfälle kann eine Aufstellung des Anzeigebildschirms im abdunkelten Raum günstiger sein, in wiederum anderen Fällen auf diesen ganz verzichtet werden.

    [0014] Eine bevorzugte Ausführungsform der für die erfindungsgemäße Schießvorrichtung verwendeten Kamera ist eine CCD-Kamera. Bei einer solchen Kamera wird das Sichtfeld in Pixel, d.h. in Zeilen bzw. Spalten unterteilt erfaßt. Auf diese Weise können Änderungen bzw. Treffer auf dem Schußfeld besonders unaufwendig ermittelt werden. Die Helligkeitswerte können schon diskret an die Auswerteeinheit übermittelt werden.

    [0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Schießvorrichtung,
    Fig. 2
    ein Beispiel einer Anzeige auf einem für die Schußfelddarstellung vorgesehenen Bildschirm mit gleichzeitiger Anzeige der Auswerteelektronik.


    [0016] Im folgenden wird anhand von Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schießvorrichtung beschrieben. Andere Ausführungsbeispiele können selbstverständlich andere, weniger oder mehr als die dargestellten Teile als das dargestellte Ausführungsbeispiel umfassen.

    [0017] In Fig. 1 ist schematisch der Aufbau der Schießvorrichtung dargestellt. Ein Bildschirm 2, bei dem es sich um einen Videoschirm handeln kann, zeigt ein in Fig. 2 schematisch veranschaulichtes Schußfeld 4 an. Das Schußfeld, bei dem es sich hier um ein Landschaftsbild handelt, enthält als Ziele Tiere, von denen eines (6) rechts im Schußfeld angedeutet ist. Der Bildschirm 2 enthält ferner eine Anzeige einer Auswerteelektronik 8, die beide noch erläutert werden.

    [0018] Gegenüber dem Bildschirm 2 befindet sich eine optische Schußwaffe, die einen Laserstrahl aussendet, d.h. ein sogenanntes Lasergewehr 10. Das Lasergewehr 10 ist auf den Bildschirm 2 gerichtet. Der von dem Lasergewehr 10 bei einer Auslösung des Lasergewehrs, d.h. bei einem Schuß, ausgesandte Lichtstrahl erzeugt auf dem Bildschirm 2 Lichtpunkte bzw. Reflexionen. Je nachdem, ob ein Ziel getroffen worden ist oder nicht, wird der Schuß als Treffer beurteilt oder nicht.

    [0019] Ebenfalls gegenüber dem Bildschirm 2 befindet sich eine Kamera 12, bei der es sich z.B. um eine Videokamera handeln kann. Die Kamera 12 erfaßt den Bildschirm 2 und die von dem Lasergewehr 10 dort erzeugten Lichtpunkte.

    [0020] Die Kamera 12 und der Bildschirm 2 sind über Leitungen 14, 16 und 18 mit der bereits erwähnten Auswerteeinheit 8 verbunden.

    [0021] Die Auswerteeinheit 8 enthält zum einen die Steuerung der Schießvorrichtung und eine Speichereinrichtung und zum anderen werden in ihr die vom Bildschirm 2 und der Kamera 12 übermittelten Daten nach vorgegebenen Programmen etc. ausgewertet. In der Auswerteeinheit 8 erfolgt die aktive Zuordnung der Trefferkoordinaten und des Schußfeldes, so daß z.B. eine Trefferanzeige in Form von Zahlen, Tabellen oder einer Bilddarstellung gegeben werden kann. Die Auswerteeinheit dient auch zur Auswahl der jeweiligen Schießbetriebsart, d.h. ob es sich um eine Zielübung oder um ein Spiel mit mehreren Spielern handelt. Die Spielregeln sind jeweils in der Auswerteeinheit 8 abgespeichert.

    [0022] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein Spiel mit zwei Spielern A und B. Die von den Spielern erzielten Trefferquoten 5 bzw. 1 sind oben rechts auf dem Bildschirm 2 in einem ersten Status-Feld 20 der Auswerteanzeige dargestellt. Ein zweites Status-Feld 22 dient zur Anzeige des Spielstandes. Gemäß Darstellung in Fig. 2 wird somit gerade der erste von fünf Sätzen (1/5) gespielt. An der Reihe ist jetzt der Spieler A.

    [0023] Ein links auf dem Bildschirm 2 dargestelltes Mode-Feld 24 zeigt die jeweilige Betriebsart der Schießvorrichtung an. "Mono" bedeutet, daß der Bildschirm 2 momentan der einzige in Betrieb befindliche Bildschirm ist. Die darunter dargestellte Zahl 2 zeigt an, daß augenblicklich 2 Personen den Schießbetrieb durchführen. Die Zahl 5 bedeutet, daß ein Schießdurchgang 5 Runden bzw. Sätze umfaßt. Unterhalb der Ziffernanzeige befinden sich noch zwei Leuchtanzeigen 26, 28, die anzeigen, wann der nächste Schuß durchgeführt werden kann bzw. im Fall eines Geldspiels, ob Münzen neu eingeworfen werden müssen.

    [0024] Ein Fig. 1 dargestellter, mittels einer Leitung 30 mit der Auswerteeinheit 8 verbundener weiterer Bildschirm 32, der nur zur Anzeige der Auswerteelektronik vorgesehen ist, befindet sich gemäß Darstellung momentan nicht in Betrieb.

    [0025] Mit der Auswerteeinheit 8 ist mittels einer Leitung 34 eine Eingabe/Ausgabeeinheit 36 verbunden. Die Eingabe/Ausgabeeinheit 36 enthält Tasten zur Vorgabe der Betriebsart der Schießvorrichtung, Auswahl der gewünschten Anzeige, Inbetriebsetzung des weiteren Bildschirms 32, Angabe des nächsten Spielers, etc. Mittels der Eingabe/Ausgabeeinheit 36 können auch die Ergebnisse durchgeführter Spiele ausgedruckt werden. Es kann auch ein akustischer Signalgeber mit der Eingabe/Ausgabeeinheit 36 verbunden sein, der z.B. im Fall von Treffern Signale abgibt.


    Ansprüche

    1. Schießvorrichtung, umfassend

    - ein als Schirm ausgeführtes Schußfeld (2) mit Schußzielen,

    - eine optische Schußwaffe (10), die einen Laserstrahl aussendet und deren Schüsse auf dem Schußfeld sichtbar sind,

    - eine das Schußfeld (2) abtastende Kamera (12),

    - eine mit der Kamera (12) verbundene Speichereinrichtung (2),

    - eine mit der Kamera (12) verbundene Auswerteeinheit (8) und

    - ein Anzeigefeld (28, 32) für gespeicherte Schußfeldaufnahmen,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    - als Schußfeld ein Bildschirm (2) vorgesehen ist, der über eine Leitung (18) an die Auswerteeinheit (8) angeschlossen ist,

    - die Auswerteeinheit (8) die Steuerung der Schießvorrichtung enthält und eine Speichereinrichtung aufweist, wobei die Auswerteeinheit die Auswahl und Einstellung der Schießbetriebsart, eine Zuordnung der Trefferkoordinaten und des Schußfeldes und die Beurteilung und Auswertung der Trefferdaten durchführt sowie die Teilnahmeregeln vorgibt, und

    - als Anzeigefeld und Ausgabe der Auswerteeinheit (8) ein Bildschirm (2, 32) vorgesehen ist.


     
    2. Schießvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem für das Schußfeld vorgesehenen Bildschirm (2) gleichzeitig mit der Schußfeldanzeige eine Anzeige (20,22) der die Auswerteelektronik enthaltenden Auswerteeinheit (8) vorgesehen ist.
     
    3. Schießvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Schußfeld und Anzeigefeld ein einziger Bildschirm (2) vorgesehen ist.
     
    4. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Laserstrahl getroffene Bildschirmpunkte mit einer Wellenlänge und einer Dauer dargestellt werden, die in dem für das Auge sichtbaren Bereich liegen.
     
    5. Schießvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Laserstrahl wiederholt getroffene Bildschirmpunkte mit unterschiedlicher Farbe dargestellt werden.
     
    6. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine Eingabeeinheit (36), die mit der Auswerteelektronik (8) verbunden ist und die Bedienungstasten oder -schalter zur Steuerung der Auswerteelektronik und/oder der Anzeige auf dem Bildschirm (2) aufweist.
     
    7. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera mit einem Infrarotfilter versehen ist.
     
    8. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der für das Schußfeld vorgesehene Bildschirm, die Schußwaffe und die Kamera in einem abgedunkelten oder Dunkelraum angeordnet sind und der als Anzeigefeld vorgesehene Bildschirm außerhalb dieses Raums angeordnet ist.
     
    9. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera eine CCD-Kamera ist.
     


    Claims

    1. Shooting device, comprising,
       a shooting area (2) with targets, arranged as a screen;
       an optical gun (10), which emits a laser beam, and the shots from which are visible on the shooting area;
       a camera (12) scanning the shooting area (2),
       a storage device (2) connected with the camera (12),
       an evaluation unit (8) connected with the camera (12); and
       an indication area (28, 32) for stored photographs of the shooting area; characterized in that
       as a shooting area, a picture screen (2) is provided, which is connected over a lead (18) to the evaluation unit (8);
       the evaluation unit (8) maintains the management of the shooting device and includes a storage device, such that the evaluation unit carries out the selection and setting up of the nature of the shooting procedure, a correlation of the hit coordinates with the shooting area, performs the judgment and evaluation of hit data, also asserts the rules for participants; and
       a picture screen (2,32) is provided as an indicator field and as output of the evaluation unit (8).
     
    2. Shooting device according to Claim 1, characterized in that, on the picture screen (2) provided for the shooting area, at the same time as the shooting area indication is provided, there is provided an indication (20,22) from the evaluation unit (8), this latter containing the evaluation electronics.
     
    3. Shooting device according to Claim 1 or 2 characterized in that a single picture screen (2) is provided as a shooting area and as an indication area.
     
    4. Shooting device according to any one of Claims 1-3 characterized in that points of the display screen struck by the laser beam are exhibited with such a wavelength and a duration as to lie in the visible range.
     
    5. Shooting device according to Claim 4 characterized in that the points of the display screen that are repeatedly struck by the laser beam are exhibited in different colours.
     
    6. Shooting device according to any one of Claims 2 to 5 characterized by an input device (36) which is connected with the evaluation electronics (8) and which comprises operating keys or switches for control of the evaluation electronics and/or of the indications on the picture screen.
     
    7. Shooting device according to any one of Claims 1 to 6 characterized in that the camera is equipped with an infra-red filter.
     
    8. Shooting device according to any one of Claims 1, 2, 4 to 6, or 7 characterized in that the picture screen, the shooting gun, and the camera provided for the shooting area, are arranged in a dark or darkened space, and the picture screen provided as an indicator area is arranged externally of this dark or darkened space.
     
    9. Shooting device according to any one of Claims 1-8 characterized in that the camera is a CCD-camera.
     


    Revendications

    1. Dispositif de tir, comprenant

    - un champ de tir (2) réalisé comme un écran avec des cibles,

    - une arme de tir optique (10) qui envoie un rayon laser et dont les coups sont visibles sur le champ de tir,

    - une caméra (12) analysant le champ de tir (2),

    - un dispositif de mémoire (2) relié à la caméra (12),

    - une unité d'évaluation (8) reliée à la caméra (12), et

    - un champ d'affichage (28, 32) pour des enregistrements du champ de tir mémorisés,

    caractérisé en ce que

    - il est prévu comme champ de tir un écran (2) qui est connecté par l'intermédiaire d'une liaison (18) à l'unité d'évaluation (8),

    - l'unité d'évaluation (8) contient la commande du dispositif de tir et présente un dispositif de mémoire, l'unité d'évaluation effectuant le choix et le réglage du mode de fonctionnement du tir, une attribution des coordonnées des impacts et du champ de tir et le jugement et l'évaluation des données d'impact et produisant les règles de participation, et

    - un écran (2, 32) est prévu comme champ d'affichage et sortie de l'unité d'évaluation (8).


     
    2. Dispositif de tir selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur l'écran (2) prévu pour le champ de tir il est prévu en même temps que l'affichage du champ de tir un affichage (20, 22) de l'unité d'évaluation (8) contenant l'électronique d'évaluation.
     
    3. Dispositif de tir selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un écran unique (2) est prévu comme champ de tir et champ d'affichage.
     
    4. Dispositif de tir selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les points de l'écran atteints par le rayon laser sont représentés avec une longueur d'onde et une durée qui sont situées dans la plage visible par l'oeil.
     
    5. Dispositif de tir selon la revendication 4, caractérisé en ce que les points de l'écran atteints à plusieurs reprises par le rayon laser sont représentés avec une couleur différente.
     
    6. Dispositif de tir selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé par une unité d'entrée (36) qui est reliée à l'électronique d'évaluation (8) et qui présente des touches ou des interrupteurs de manoeuvre pour la commande de l'électronique d'évaluation et/ou de l'affichage sur l'écran (2).
     
    7. Dispositif de tir selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la caméra est munie d'un filtre à infrarouge.
     
    8. Dispositif de tir selon l'une des revendications 1, 2, 4 à 6 et 7, caractérisé en ce que l'écran prévu pour le champ de tir, l'arme de tir et la caméra sont disposés dans un espace assombri ou sombre et l'écran prévu comme champ d'affichage est disposé en dehors de cet espace.
     
    9. Dispositif de tir selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la caméra est une caméra CCD.
     




    Zeichnung