[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Fadenspeichers
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Spinnereivorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 3. Insbesondere beim Aufwinden von konischen Spulen beispielsweise
an Offenend-Rotorspinnmaschinen besteht das Problem, daß der mit konstanter Geschwindigkeit
gelieferte Faden nicht mit konstanter Geschwindigkeit von der Spuleinrichtung auf
eine Kreuzspule aufgewunden werden kann. Dies liegt bekanntermaßen daran, daß konische
Spulen mit konstanter Geschwindigkeit umlaufen aber in Folge ihrer Konizität verschiedene
Umfangslängen besitzen. Wird der Faden im Bereich des kleineren Durchmessers der konischen
Spule verlegt, wird eine geringere Menge Faden aufgewunden, als wenn der Fadenführer
den Faden im Bereich des großen Durchmessers der konischen Spule ablegt. Zur Lösung
dieses Problems hat der Stand der Technik vorgeschlagen, Fadenspeicher einzusetzen,
die dafür sorgen, daß der momentan nicht aufwindbare Faden zwischengespeichert wird,
wobei dieser Fadenspeicher maximal gefüllt ist, wenn der Fadenführer den Faden im
Bereich des kleinen Durchmessers der konischen Spule ablegt, während der Fadenspeicher
die kleinste Fadenschlaufe speichert, wenn der Fadenführer im Bereich des großen Durchmessers
der konischen Spule ablegt. Aus der DE 38 06 139 A1 ist beispielsweise bekannt, die
Fadenspeicher als verschwenkbare Hebel auszubilden, die in Abhängigkeit von der Bewegung
des Fadenführers zwangsgesteuert werden. Dazu ist ähnlich der Steuerung von Changierfadenführern
eine über die Spinnmaschine reichende Changierstange vorgesehen. Vom Fadenspeicher
wird der Faden quer zu seiner Laufrichtung zu einer Schlaufe geformt, die je nach
Bedarf durch den verschwenkbaren Hebel größer oder kleiner gemacht wird.
[0002] Aus der DE-A 24 54 916 ist eine Spuleinrichtung für konische Kreuzspulen bekannt,
bei der zur Aufnahme des zeitweise überschüssigen Fadens ein Fadenspeicher vorgesehen
ist, der als federbelasteter Tänzerarm ausgebildet ist, der den Faden quer zur Fadenlaufrichtung
auslenkt und unter Spannung hält. Bedingt durch die Feder 35 wird die Größe der Fadenschlaufe
automatische dann größer, wenn mehr Faden angeliefert als aufgewunden wird. Umgekehrt
ist der Fadenspeicher in der Lage, den Faden bei Bedarf auch wieder abzugeben. Eine
Zwangssteuerung der Fadenschlaufe erfolgt nicht.
[0003] Von der Rotorspinnmaschine RU 14 der Firma Schubert & Salzer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft
in D 8070 Ingolstadt, ist ein ähnlicher Fadenspeicher bekannt, bei dem der Tänzerarm
den Faden quer zur Spulenachse in Richtung zum Inneren der Maschine auslenkt. Die
Kraft der auf den Tänzerarm wirkenden Feder kann mittels einer Verstelleinrichtung
verändert werden, so daß an der Spulstelle Spulen mit verschiedener Fadenspannung
hergestellt werden können. Derartige Fadenspeicher werden nicht nur für das Aufwinden
von konischen Spulen benutzt, sondern ebenso, wenn beispielsweise während des Aufwindens
gleichzeitig der Faden paraffiniert wird. Die dabei auftretenden Unregelmäßigkeiten
in der Fadenspannung werden durch den Fadenspeicher ausreguliert.
[0004] Die bekannten Fadenspeicher haben den Nachteil, daß bei Veränderungen der Fadenspannung
bzw. bei Verkleinerung der Fadenschlaufe über den Arbeitsbereich des Tänzerarms hinaus
ein Kontakt zwischen Tänzerarm und Faden nicht immer gewährleistet ist. Wird beim
Ansteigen der Fadenspannung der Tänzerarm schnell in Richtung seiner Endstellung des
Arbeitsbereichs gebracht, kommt es vor, daß sich der Tänzerarm vom Faden ablöst und
anschließend, bedingt durch die Feder, wieder auf diesen schlagartig zurückgeführt
wird. Dies kann zu Fadenbrüchen führen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Anmeldung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden und einen Fadenspeicher für eine Spinnmaschine vorzuschlagen, der den
Faden sicher führt, und Spannungsspitzen vermeidet, auch wenn der Tänzerarm über seinen
normalen Arbeitsbereich hinaus ausgelenkt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 3
gelöst.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Spinnereivorrichtung bzw. deren Fadenspeicher
wird erreicht, daß beim Auftreten von Spannungsspitzen im Garn während der Fadenspeicher
maximal ist, diese nicht zu Fadenbrüchen führen. Der Tänzerarm wird durch den sich
streckenden Faden nicht von diesem abgehoben, sondern bleibt ständig mit ihm in Kontakt.
Zusätzliche Belastungen des Fadens durch ein Zurückschlagen des Tänzerarms auf den
Faden können dadurch vermieden werden. Besonders günstig ist es, wenn ein Anschlag
vorgesehen ist, an dem der Tänzerarm anschlägt, bevor er seinen normalen Arbeitsbereich
verläßt. An diesem Anschlag läßt sich besonders einfach ein zusätzliches elastisches
Element anbringen, das dann seine Kraft auf den Tänzerarm überträgt. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn die Kraft des zusätzlichen elastischen Elements wesentlich größer ist,
als die des ersten elastischen Elements. Dadurch wird sicher gewährleistet, daß die
Spannungsspitzen des Garns abgefangen werden können. Bei einer besonders günstigen
Ausführung des Fadenspeichers besitzt der Tänzerarm eine Verlängerung, die über seinen
Drehpunkt hinausreicht, und mit der er mit dem Anschlag und dem zusätzlichen elastischen
Element zusammenarbeitet. Ein weiterer Vorteil ist, daß beispielsweise eine automatische
Wartungsvorichtung einer Spinnereimaschine an dieser Verlängerung den Tänzerarm bewegen
kann. Dies ist z.B. beim Anspinnen an einer Offenend-Spinnmaschine erforderlich. Außerdem
kann damit ein Auflegen des Tänzerarms auf den Faden genau gesteuert erfolgen. Bei
einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist das erste elastische Element
über einen Schwenkarm befestigt. Durch Verschwenken des Schwenkarms wird die Vorspannung
des ersten elastischen Elements verändert. Dadurch ist es möglich, die Spannung des
Fadens einzustellen, mit der dieser auf die Spule aufgewunden werden soll. Eine besonders
günstige Ausgestaltung erfährt die Erfindung, wenn die Schwenkarme beispielsweise
einer Maschinenseite oder mehrerer Aufwindestationen an der Spinnereivorrichtung über
eine Steuerstange in Verbindung stehen. Dadurch ist es möglich, die Fadenspannung
gleichzeitig an allen oder mehreren Spulstellen einzustellen. Dazu ist es nur erforderlich,
die Steuerstange beispielsweise am Maschinen-Endgestell zu verstellen.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Fadenspeicher so ausgebildet ist, daß der
Tänzerarm seine Bewegung in einer Ebene ausführt, die horizontal ist. Dadurch wird
erreicht, daß Einflüsse der Schwerkraft auf den Tänzerarm vermieden werden, wodurch
die Fadenspannung des aufzuwindenden Fadens besser konstantgehalten werden kann. Durch
diese Anordnung des Tänzerarmes muß dieser lediglich gegen seine Massenträgheit bewegt
werden. Eine Bewegung entgegen der Schwerkraft, z.B. durch Anheben des Schwerpunktes
bei einem in vertikaler Ebene sich bewegenden Tänzerarm, entfällt.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand von zeichnerischen Darstellungen beschrieben.
[0010] Es zeigen:
- Figur 1
- Einen erfindungsgemäßen Fadenspeicher einer Spinnereivorrichtung
- Figur 2
- den Fadenspeicher von Figur 1 in der Seitenansicht
- Figur 3
- zwei erfindungsgemäße Fadenspeicher, die beide mit einer mehrere Fadenspeicher verbindenden
Steuerstange verbunden sind.
[0011] Der erfindungsgemäße Fadenspeicher 1 besitzt einen Tänzerarm 11, der drehbar auf
einem Grundkörper 2 montiert ist. Am Grundkörper 2 ist drehbar ein Schwenkarm 3 befestigt.
Vom Schwenkarm 3 zum Tänzerarm 11 ist ein elastisches Element 12 gespannt, durch das
der Tänzerarm 11 mit einer Kraft beaufschlagt wird, die ihm gestattet entgegen der
Spannung des Garns eine Garnschlaufe zu bilden. Der Schwenkarm 3 besitzt eine Nut
31, in die ein Steuerstift 71 der Steuerstange 7 eingreift (vgl. Figur 3). Am Grundkörper
2 ist der Anschlag 4 drehbar gelagert, der mittels des zusätzlichen elastischen Elements
41 in seiner in Figur 1 gezeigten Grundstellung gehalten wird. Der Tänzerarm 11 besitzt
eine Verlängerung 13, mit der er in der Darstellung von Figur 1 an einem Stift 42
des Anschlags 4 anliegt. Der Verlauf des Garns erstreckt sich senkrecht zur Bildebene
von Figur 4. Der Fadenspeicher 1 ist dabei mit seiner Ebene, die er in Figur 1 einnimmt,
parallel zur Friktionswalze, mit deren Hilfe die konische Spule angetrieben wird,
angeordnet. Figur 3 zeigt die Anordnung der Fadenspeicher 1 in der Spinnereivorrichtung
nebeneinander, wobei sich rechts von der Steuerstange 7 die Maschine in die Tiefe
ausbreitet. Im Gegensatz zum Tänzerarm der Figur der DE-OS 24 54 916, bei der der
Tänzerarm parallel zur Spule die Fadenschlaufe bildet, wird sie vom Fadenspeicher
1 der Figur 1 senkrecht zur Achse der Spule gebildet.
[0012] Der Tänzerarm 11 von Figur 1 ist in der einen Endstellung innerhalb seines Arbeitsbereichs
dargestellt. Dies ist die Stellung, in der er am meisten ausgelenkt ist, ohne bereits
von der Kraft des zusätzlichen elastischen Elements 41 beaufschlagt zu sein. Die Garnschlaufe
wird vom Tänzerarm 11 dadurch gebildet bzw. vergrößert, daß er bei einer Betrachtung
von Figur 1 nach rechts in Richtung des Pfeiles P schwenkt. Dabei wird die Kraft,
die das erste elastische Element 12 auf ihn ausübt, kleiner, da es sich dabei um eine
Feder mit einer Federkonstanten handelt. Der Faden läuft anders als beim Tänzerarm
der DE-OS 24 54 916 nicht über Rollen, sondern wird durch den Haken 14 des Tänzerarms
11 geführt. Tritt nun der Fall ein, daß sich die Spannung des Fadens erhöht, obwohl
der Tänzerarm 11 bereits in seiner in Figur 1 gezeigten Endstellung steht, wird durch
den Faden eine zusätzliche Kraft entgegen der Pfeilrichtung P auf den Tänzerarm 11
ausgeübt. Dadurch schlägt er mit seiner Verlängerung 13 an den Stift 42 des Anschlags
4 an, wodurch dieser im uhrzeigersinn verdreht wird. Diese Verdrehung erfolgt gegen
den Widerstand des zusätzlichen elastischen Elements 41, das als Feder ausgebildet
ist. Dies alles hat zur Folge, daß der Tänzerarm 11 mit einer zusätzlichen Kraft beaufschlagt
wird, die ihn in Pfeilrichtung P beaufschlagt. Durch diese zusätzliche Kraft wird
erreicht, daß der Tänzerarm 11 nur sehr wenig über seinen Arbeitsbereich bewegt werden
kann. Dadurch wird verhindert, daß der Faden in der Garnschlaufe ohne die Beaufschlagung
durch den Tänzerarm 11 verbleibt. Dies ist wichtig, weil dadurch verhindert wird,
daß Fadenbrüche entstehen.
[0013] Durch die Verlängerung 13 ist es auf einfache Weise möglich, daß ein automatisches
Wartungsgerät den Tänzerarm 11 in eine gewünschte Stellung verschwenkt. So ist es
z.B. bei Offenend-Vorrichtungen notwendig, daß während des Anspinnvorgangs der Tänzerarm
11 weiter entgegen der Pfeilrichtung P verschwenkt wird. Dies ist erforderlich, um
zum Anspinnen den Faden rückführen zu können. Die Verlängerung 13 ermöglicht eine
einfache Steuerung des Tänzerarms durch eine Wartungsvorrichtung, weil auf einfache
Art, beispielsweise durch eine Stange die Verlängerung 13 in Richtung zum Schwenkarm
3 gedrückt werden kann.
[0014] Zum Verstellen der Federkraft der Feder 12 des ersten elastischen Elements wird ein
Steuerstift 71 (vgl. auch Figur 3) in Richtung des Pfeiles F bewegt. Dadurch dreht
sich der Schwenkarm 3 nach rechts, bzw. nach links, wodurch entsprechend die Feder
12 gedreht wird. Schwenkarm 3 ist drehbar, um die Befestigung 32 gelagert. Damit kann
auf einfache Art die Fadenspannung des aufgewundenen Fadens eingestellt werden.
[0015] Figur 2 zeigt eine Seitenansicht des Fadenspeichers 1 von Figur 1. Beim Verschwenken
des Tänzerarms entgegender der Pfeilrichtung P von Figur 1 schlägt die Verlängerung
13 am Stift 42 des Anschlags 4 an, wodurch dieser verdreht wird und gleichzeitg die
Kraft des zusätzlichen elastischen Elements 41 auf den Tänzerarm 11 zur Wirkung bringt.
Durch die großflächige Ausgestaltung der Verlängerung 13 ist eine besonders gute Steuerung
des Tänzerarms 11 durch ein Wartungsgerät möglich.
[0016] Figur 3 zeigt zwei Fadenspeicher 1 in der Spinnereivorrichtung 8 montiert, von der
Teile des Maschinengestells 81 sichtbar sind. Am Maschinengestell 81 ist auch die
Steuerstange 7 gelagert, die zum Verstellen der Vorspannung der Feder 12 dient. Der
Fadenspeicher A, im Bild von Figur 3 unten, ist ein Fadenspeicher, dessen Schwenkarm
3 sich in ähnlicher Lage befindet, wie derjenige von Figur 1. Die Feder 12 ist nur
wenig gespannt. Durch Verschieben der Steuerstange 7 bei Figur 3, A in Richtung des
Pfeiles G wird der Schwenkarm 3 in die Lage versetzt, wie er in Figur 3 B gezeigt
ist. In dieser Stellung ist die Feder 12 maximal vorgespannt. Die Verschwenkung des
Schwenkarms 3 erfolgt dadurch, daß der Steuerstift in der Nut 31 des Schwenkarms 3
verschoben wird, wobei der Steuerstift 71 lediglich in Pfeilrichtung G und entgegengesetzt
dazu beweglich ist. Dadurch daß er keine Querbewegungen ausführen kann, ist der Schwenkarm
3 gezwungen um seine Befestigung 3 zu schwenken, wodurch es zu einer größeren oder
kleineren Spannung in der Feder 13 kommt. Die Steuerstange 7 kann so ausgebildet sein,
daß sie entlang einer ganzen Maschinenseite geführt wird, so daß alle daran angeschlossenen
Fadenspeicher in der Vorspannung ihrer Feder 12 gleichzeitig verändert werden können.
[0017] Die Fadenspeicher sind in der Spinnereivorrichtung 8 so angeordnet, daß deren Tänzerarme
11 ihre Bewegung in waagrechter Ebene ausführen. Durch diese Anordnung werden keine
Einflüsse der Schwerkraft auf den vom Tänzerarm geführten Faden übertragen. Durch
eine leichte Bauweise des Tänzerarmes 11 sind auch die Einflüsse auf den Faden, die
durch Trägheit des Tänzerarmes entstehen, sehr gering.
1. Verfahren zum Steuern eines Fadenspeichers an einer Spinnereimaschine mit einem Fadenspeicher
zur Aufnahme von Fadenschlaufen zwischen einer Garn mit konstanter Geschwindigkeit
liefernden Garnlieferstelle und einer Spuleinrichtung zum Aufspulen des Garns zu Kreuzspulen,
insbesondere zu konischen Kreuzspulen, wobei der Fadenspeicher einen federbelasteten
Tänzerarm besitzt, der in den Lauf des Fadens hineingreift und diesen im Arbeitsbereich
des Tänzerarms zu einer Schlaufe wechselnder Länge auslenkt, wobei der Tänzerarm mit
einem elastischen Element belastet ist, dessen auf den Tänzerarm ausgeübte Kraft mit
einer Verkleinerung der Fadenschlaufe zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm (11) von dem ersten elastischen Element (12) beaufschlagt ist,
daß bei abnehmender Fadenschlaufe innerhalb des Arbeitsbereichs des Tänzerarms (11)
dieser mit einer kontinuierlich steigenden Kraft beaufschlagt wird, und der Tänzerarm
(11) bei weiterer Auslenkung von der Kraft eines zusätzlichen elastischen Elements
(41) belastet wird.
2. Verfahren nach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche elastische Element (41) eine wesentlich größere Kraft auf den
Tänzerarm (11) ausübt als das elastische Element (12).
3. Spinnereivorrichtung insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
oder 2 mit einer Garnlieferstelle und einer Spuleinrichtung zum Aufspulen des Garns
mit einem Fadenspeicher zur Aufnahme von Fadenschlaufen zwischen einer Garn mit konstanter
Geschwindigkeit liefernden Garnlieferstelle und einer Spuleinrichtung zum Aufspulen
des Garns zu Kreuzspulen, insbesondere zu konischen Kreuzspulen, wobei der Fadenspeicher
einen federbelasteten Tänzerarm besitzt, der in den Lauf des Fadens hineingreift und
diesen im Arbeitsbereich des Tänzerarms zu einer Schlaufe wechselnder Länge auslenkt,
wobei der Tänzerarm mit einem ersten elastischen Element belastet ist, dessen auf
den Tänzerarm ausgeübte Kraft mit einer Verkleinerung der Fadenschlaufe zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm (11) von dem ersten elastischen Element 12 beaufschlagbar ist,
daß ein Anschlag (4) vorgesehen ist, der von einem zweiten elastischen Element (41)
beaufschlagbar ist, daß den Tänzerarm (11) bei Bewegung entgegen der Kraft des ersten
elastischen Elemente (12) an den Anschlag (4) anschlägt und daß der Anschlag (4) gegen
die Kraft des zweiten Elastischen Elements verdrehbar gelagert ist.
4. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei weiterer Auslenkung des Tänzerarms (11) dieser den Anschlag (4) mitbewegt,
über den er mit der Kraft des zweiten elastischen Elements (41) beaufschlagt wird.
5. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm eine über seinen Drehpunkt 15 hinausreichende Verlängerung 13
besitzt, die einen Hebel zum auslenken des Tänzerarms bildet.
6. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm (11) mit seiner Verlängerung (13)den Anschlag (4) mit dem zusätzlichen
elastischen Element (41) auslenkt.
7. Spinnereivorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (12) mit seinem dem Tänzerarm (11) gegenüberliegenden
Ende an einem Schwenkarm (3) befestigt ist, bei dessen Verschwenken die Vorspannung
des elastischen Elements (12) verändert wird.
8. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (3) mit einer Steuerstange (7) in Verbindung seht, durch deren
Verschiebung der Schwenkarm (3) verschwenkt wird, wodurch die Vorspannung des elastischen
Elements (12) verändert wird.
9. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkarme (3) mehrerer Fadenspeicher (1) der Spinnereivorrichtung mit
derselben Steuerstange (7) in Verbindung stehen und gleichzeitig miteineinander verstellbar
sind.
10. Spinnereivorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm 11 seine Bewegung im wesentlichen in einer horizontalen Ebene
ausführt.