(19)
(11) EP 0 593 951 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.04.1994  Patentblatt  1994/17

(21) Anmeldenummer: 93115687.1

(22) Anmeldetag:  29.09.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65H 59/12, B65H 59/36, B65H 59/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE IT LI

(30) Priorität: 19.10.1992 DE 4235203

(71) Anmelder: Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau Aktiengesellschaft
85046 Ingolstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Pohn, Romeo
    D-85051 Ingolstadt (DE)
  • Eckart, Jürgen
    D-85110 Kipfenberg (DE)
  • Schuller, Edmund
    D-85055 Ingolstadt (DE)
  • Meier, Thomas
    D-85139 Wettstetten (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Spinnereivorrichtung


    (57) Vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Steuern eines Fadenspeichers an einer Spinnereimaschine. Bei Aufwinden von Fäden kann es beispielsweise bei der Bildung von konischen Spulen dazu kommen, daß mehr Faden angeliefert als aufgewunden wird. Der kurzzeitig überschüssige Faden wird dabei von einem Tänzerarm (11), der quer in den Fadenlauf eingreift und schwenkbar gelagert ist in Form einer Fadenschlaufe aufgenommen. Es wird vorgeschlagen, daß der Tänzerarm (11) von einer Feder (12) beaufschlagt wird, die diesen bei abnehmender Fadenschlaufe mit steigender Kraft beaufschlagt, und daß bei weiterer Auslenkung die Kraft eines zusätzlichen elastischen Elementes (41) auf den Tänzerarm (11) einwirkt.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Fadenspeichers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Spinnereivorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 3. Insbesondere beim Aufwinden von konischen Spulen beispielsweise an Offenend-Rotorspinnmaschinen besteht das Problem, daß der mit konstanter Geschwindigkeit gelieferte Faden nicht mit konstanter Geschwindigkeit von der Spuleinrichtung auf eine Kreuzspule aufgewunden werden kann. Dies liegt bekanntermaßen daran, daß konische Spulen mit konstanter Geschwindigkeit umlaufen aber in Folge ihrer Konizität verschiedene Umfangslängen besitzen. Wird der Faden im Bereich des kleineren Durchmessers der konischen Spule verlegt, wird eine geringere Menge Faden aufgewunden, als wenn der Fadenführer den Faden im Bereich des großen Durchmessers der konischen Spule ablegt. Zur Lösung dieses Problems hat der Stand der Technik vorgeschlagen, Fadenspeicher einzusetzen, die dafür sorgen, daß der momentan nicht aufwindbare Faden zwischengespeichert wird, wobei dieser Fadenspeicher maximal gefüllt ist, wenn der Fadenführer den Faden im Bereich des kleinen Durchmessers der konischen Spule ablegt, während der Fadenspeicher die kleinste Fadenschlaufe speichert, wenn der Fadenführer im Bereich des großen Durchmessers der konischen Spule ablegt. Aus der DE 38 06 139 A1 ist beispielsweise bekannt, die Fadenspeicher als verschwenkbare Hebel auszubilden, die in Abhängigkeit von der Bewegung des Fadenführers zwangsgesteuert werden. Dazu ist ähnlich der Steuerung von Changierfadenführern eine über die Spinnmaschine reichende Changierstange vorgesehen. Vom Fadenspeicher wird der Faden quer zu seiner Laufrichtung zu einer Schlaufe geformt, die je nach Bedarf durch den verschwenkbaren Hebel größer oder kleiner gemacht wird.

    [0002] Aus der DE-A 24 54 916 ist eine Spuleinrichtung für konische Kreuzspulen bekannt, bei der zur Aufnahme des zeitweise überschüssigen Fadens ein Fadenspeicher vorgesehen ist, der als federbelasteter Tänzerarm ausgebildet ist, der den Faden quer zur Fadenlaufrichtung auslenkt und unter Spannung hält. Bedingt durch die Feder 35 wird die Größe der Fadenschlaufe automatische dann größer, wenn mehr Faden angeliefert als aufgewunden wird. Umgekehrt ist der Fadenspeicher in der Lage, den Faden bei Bedarf auch wieder abzugeben. Eine Zwangssteuerung der Fadenschlaufe erfolgt nicht.

    [0003] Von der Rotorspinnmaschine RU 14 der Firma Schubert & Salzer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft in D 8070 Ingolstadt, ist ein ähnlicher Fadenspeicher bekannt, bei dem der Tänzerarm den Faden quer zur Spulenachse in Richtung zum Inneren der Maschine auslenkt. Die Kraft der auf den Tänzerarm wirkenden Feder kann mittels einer Verstelleinrichtung verändert werden, so daß an der Spulstelle Spulen mit verschiedener Fadenspannung hergestellt werden können. Derartige Fadenspeicher werden nicht nur für das Aufwinden von konischen Spulen benutzt, sondern ebenso, wenn beispielsweise während des Aufwindens gleichzeitig der Faden paraffiniert wird. Die dabei auftretenden Unregelmäßigkeiten in der Fadenspannung werden durch den Fadenspeicher ausreguliert.

    [0004] Die bekannten Fadenspeicher haben den Nachteil, daß bei Veränderungen der Fadenspannung bzw. bei Verkleinerung der Fadenschlaufe über den Arbeitsbereich des Tänzerarms hinaus ein Kontakt zwischen Tänzerarm und Faden nicht immer gewährleistet ist. Wird beim Ansteigen der Fadenspannung der Tänzerarm schnell in Richtung seiner Endstellung des Arbeitsbereichs gebracht, kommt es vor, daß sich der Tänzerarm vom Faden ablöst und anschließend, bedingt durch die Feder, wieder auf diesen schlagartig zurückgeführt wird. Dies kann zu Fadenbrüchen führen.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Anmeldung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und einen Fadenspeicher für eine Spinnmaschine vorzuschlagen, der den Faden sicher führt, und Spannungsspitzen vermeidet, auch wenn der Tänzerarm über seinen normalen Arbeitsbereich hinaus ausgelenkt wird.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 3 gelöst.

    [0007] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Spinnereivorrichtung bzw. deren Fadenspeicher wird erreicht, daß beim Auftreten von Spannungsspitzen im Garn während der Fadenspeicher maximal ist, diese nicht zu Fadenbrüchen führen. Der Tänzerarm wird durch den sich streckenden Faden nicht von diesem abgehoben, sondern bleibt ständig mit ihm in Kontakt. Zusätzliche Belastungen des Fadens durch ein Zurückschlagen des Tänzerarms auf den Faden können dadurch vermieden werden. Besonders günstig ist es, wenn ein Anschlag vorgesehen ist, an dem der Tänzerarm anschlägt, bevor er seinen normalen Arbeitsbereich verläßt. An diesem Anschlag läßt sich besonders einfach ein zusätzliches elastisches Element anbringen, das dann seine Kraft auf den Tänzerarm überträgt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Kraft des zusätzlichen elastischen Elements wesentlich größer ist, als die des ersten elastischen Elements. Dadurch wird sicher gewährleistet, daß die Spannungsspitzen des Garns abgefangen werden können. Bei einer besonders günstigen Ausführung des Fadenspeichers besitzt der Tänzerarm eine Verlängerung, die über seinen Drehpunkt hinausreicht, und mit der er mit dem Anschlag und dem zusätzlichen elastischen Element zusammenarbeitet. Ein weiterer Vorteil ist, daß beispielsweise eine automatische Wartungsvorichtung einer Spinnereimaschine an dieser Verlängerung den Tänzerarm bewegen kann. Dies ist z.B. beim Anspinnen an einer Offenend-Spinnmaschine erforderlich. Außerdem kann damit ein Auflegen des Tänzerarms auf den Faden genau gesteuert erfolgen. Bei einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist das erste elastische Element über einen Schwenkarm befestigt. Durch Verschwenken des Schwenkarms wird die Vorspannung des ersten elastischen Elements verändert. Dadurch ist es möglich, die Spannung des Fadens einzustellen, mit der dieser auf die Spule aufgewunden werden soll. Eine besonders günstige Ausgestaltung erfährt die Erfindung, wenn die Schwenkarme beispielsweise einer Maschinenseite oder mehrerer Aufwindestationen an der Spinnereivorrichtung über eine Steuerstange in Verbindung stehen. Dadurch ist es möglich, die Fadenspannung gleichzeitig an allen oder mehreren Spulstellen einzustellen. Dazu ist es nur erforderlich, die Steuerstange beispielsweise am Maschinen-Endgestell zu verstellen.

    [0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Fadenspeicher so ausgebildet ist, daß der Tänzerarm seine Bewegung in einer Ebene ausführt, die horizontal ist. Dadurch wird erreicht, daß Einflüsse der Schwerkraft auf den Tänzerarm vermieden werden, wodurch die Fadenspannung des aufzuwindenden Fadens besser konstantgehalten werden kann. Durch diese Anordnung des Tänzerarmes muß dieser lediglich gegen seine Massenträgheit bewegt werden. Eine Bewegung entgegen der Schwerkraft, z.B. durch Anheben des Schwerpunktes bei einem in vertikaler Ebene sich bewegenden Tänzerarm, entfällt.

    [0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand von zeichnerischen Darstellungen beschrieben.

    [0010] Es zeigen:
    Figur 1
    Einen erfindungsgemäßen Fadenspeicher einer Spinnereivorrichtung
    Figur 2
    den Fadenspeicher von Figur 1 in der Seitenansicht
    Figur 3
    zwei erfindungsgemäße Fadenspeicher, die beide mit einer mehrere Fadenspeicher verbindenden Steuerstange verbunden sind.


    [0011] Der erfindungsgemäße Fadenspeicher 1 besitzt einen Tänzerarm 11, der drehbar auf einem Grundkörper 2 montiert ist. Am Grundkörper 2 ist drehbar ein Schwenkarm 3 befestigt. Vom Schwenkarm 3 zum Tänzerarm 11 ist ein elastisches Element 12 gespannt, durch das der Tänzerarm 11 mit einer Kraft beaufschlagt wird, die ihm gestattet entgegen der Spannung des Garns eine Garnschlaufe zu bilden. Der Schwenkarm 3 besitzt eine Nut 31, in die ein Steuerstift 71 der Steuerstange 7 eingreift (vgl. Figur 3). Am Grundkörper 2 ist der Anschlag 4 drehbar gelagert, der mittels des zusätzlichen elastischen Elements 41 in seiner in Figur 1 gezeigten Grundstellung gehalten wird. Der Tänzerarm 11 besitzt eine Verlängerung 13, mit der er in der Darstellung von Figur 1 an einem Stift 42 des Anschlags 4 anliegt. Der Verlauf des Garns erstreckt sich senkrecht zur Bildebene von Figur 4. Der Fadenspeicher 1 ist dabei mit seiner Ebene, die er in Figur 1 einnimmt, parallel zur Friktionswalze, mit deren Hilfe die konische Spule angetrieben wird, angeordnet. Figur 3 zeigt die Anordnung der Fadenspeicher 1 in der Spinnereivorrichtung nebeneinander, wobei sich rechts von der Steuerstange 7 die Maschine in die Tiefe ausbreitet. Im Gegensatz zum Tänzerarm der Figur der DE-OS 24 54 916, bei der der Tänzerarm parallel zur Spule die Fadenschlaufe bildet, wird sie vom Fadenspeicher 1 der Figur 1 senkrecht zur Achse der Spule gebildet.

    [0012] Der Tänzerarm 11 von Figur 1 ist in der einen Endstellung innerhalb seines Arbeitsbereichs dargestellt. Dies ist die Stellung, in der er am meisten ausgelenkt ist, ohne bereits von der Kraft des zusätzlichen elastischen Elements 41 beaufschlagt zu sein. Die Garnschlaufe wird vom Tänzerarm 11 dadurch gebildet bzw. vergrößert, daß er bei einer Betrachtung von Figur 1 nach rechts in Richtung des Pfeiles P schwenkt. Dabei wird die Kraft, die das erste elastische Element 12 auf ihn ausübt, kleiner, da es sich dabei um eine Feder mit einer Federkonstanten handelt. Der Faden läuft anders als beim Tänzerarm der DE-OS 24 54 916 nicht über Rollen, sondern wird durch den Haken 14 des Tänzerarms 11 geführt. Tritt nun der Fall ein, daß sich die Spannung des Fadens erhöht, obwohl der Tänzerarm 11 bereits in seiner in Figur 1 gezeigten Endstellung steht, wird durch den Faden eine zusätzliche Kraft entgegen der Pfeilrichtung P auf den Tänzerarm 11 ausgeübt. Dadurch schlägt er mit seiner Verlängerung 13 an den Stift 42 des Anschlags 4 an, wodurch dieser im uhrzeigersinn verdreht wird. Diese Verdrehung erfolgt gegen den Widerstand des zusätzlichen elastischen Elements 41, das als Feder ausgebildet ist. Dies alles hat zur Folge, daß der Tänzerarm 11 mit einer zusätzlichen Kraft beaufschlagt wird, die ihn in Pfeilrichtung P beaufschlagt. Durch diese zusätzliche Kraft wird erreicht, daß der Tänzerarm 11 nur sehr wenig über seinen Arbeitsbereich bewegt werden kann. Dadurch wird verhindert, daß der Faden in der Garnschlaufe ohne die Beaufschlagung durch den Tänzerarm 11 verbleibt. Dies ist wichtig, weil dadurch verhindert wird, daß Fadenbrüche entstehen.

    [0013] Durch die Verlängerung 13 ist es auf einfache Weise möglich, daß ein automatisches Wartungsgerät den Tänzerarm 11 in eine gewünschte Stellung verschwenkt. So ist es z.B. bei Offenend-Vorrichtungen notwendig, daß während des Anspinnvorgangs der Tänzerarm 11 weiter entgegen der Pfeilrichtung P verschwenkt wird. Dies ist erforderlich, um zum Anspinnen den Faden rückführen zu können. Die Verlängerung 13 ermöglicht eine einfache Steuerung des Tänzerarms durch eine Wartungsvorrichtung, weil auf einfache Art, beispielsweise durch eine Stange die Verlängerung 13 in Richtung zum Schwenkarm 3 gedrückt werden kann.

    [0014] Zum Verstellen der Federkraft der Feder 12 des ersten elastischen Elements wird ein Steuerstift 71 (vgl. auch Figur 3) in Richtung des Pfeiles F bewegt. Dadurch dreht sich der Schwenkarm 3 nach rechts, bzw. nach links, wodurch entsprechend die Feder 12 gedreht wird. Schwenkarm 3 ist drehbar, um die Befestigung 32 gelagert. Damit kann auf einfache Art die Fadenspannung des aufgewundenen Fadens eingestellt werden.

    [0015] Figur 2 zeigt eine Seitenansicht des Fadenspeichers 1 von Figur 1. Beim Verschwenken des Tänzerarms entgegender der Pfeilrichtung P von Figur 1 schlägt die Verlängerung 13 am Stift 42 des Anschlags 4 an, wodurch dieser verdreht wird und gleichzeitg die Kraft des zusätzlichen elastischen Elements 41 auf den Tänzerarm 11 zur Wirkung bringt. Durch die großflächige Ausgestaltung der Verlängerung 13 ist eine besonders gute Steuerung des Tänzerarms 11 durch ein Wartungsgerät möglich.

    [0016] Figur 3 zeigt zwei Fadenspeicher 1 in der Spinnereivorrichtung 8 montiert, von der Teile des Maschinengestells 81 sichtbar sind. Am Maschinengestell 81 ist auch die Steuerstange 7 gelagert, die zum Verstellen der Vorspannung der Feder 12 dient. Der Fadenspeicher A, im Bild von Figur 3 unten, ist ein Fadenspeicher, dessen Schwenkarm 3 sich in ähnlicher Lage befindet, wie derjenige von Figur 1. Die Feder 12 ist nur wenig gespannt. Durch Verschieben der Steuerstange 7 bei Figur 3, A in Richtung des Pfeiles G wird der Schwenkarm 3 in die Lage versetzt, wie er in Figur 3 B gezeigt ist. In dieser Stellung ist die Feder 12 maximal vorgespannt. Die Verschwenkung des Schwenkarms 3 erfolgt dadurch, daß der Steuerstift in der Nut 31 des Schwenkarms 3 verschoben wird, wobei der Steuerstift 71 lediglich in Pfeilrichtung G und entgegengesetzt dazu beweglich ist. Dadurch daß er keine Querbewegungen ausführen kann, ist der Schwenkarm 3 gezwungen um seine Befestigung 3 zu schwenken, wodurch es zu einer größeren oder kleineren Spannung in der Feder 13 kommt. Die Steuerstange 7 kann so ausgebildet sein, daß sie entlang einer ganzen Maschinenseite geführt wird, so daß alle daran angeschlossenen Fadenspeicher in der Vorspannung ihrer Feder 12 gleichzeitig verändert werden können.

    [0017] Die Fadenspeicher sind in der Spinnereivorrichtung 8 so angeordnet, daß deren Tänzerarme 11 ihre Bewegung in waagrechter Ebene ausführen. Durch diese Anordnung werden keine Einflüsse der Schwerkraft auf den vom Tänzerarm geführten Faden übertragen. Durch eine leichte Bauweise des Tänzerarmes 11 sind auch die Einflüsse auf den Faden, die durch Trägheit des Tänzerarmes entstehen, sehr gering.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Steuern eines Fadenspeichers an einer Spinnereimaschine mit einem Fadenspeicher zur Aufnahme von Fadenschlaufen zwischen einer Garn mit konstanter Geschwindigkeit liefernden Garnlieferstelle und einer Spuleinrichtung zum Aufspulen des Garns zu Kreuzspulen, insbesondere zu konischen Kreuzspulen, wobei der Fadenspeicher einen federbelasteten Tänzerarm besitzt, der in den Lauf des Fadens hineingreift und diesen im Arbeitsbereich des Tänzerarms zu einer Schlaufe wechselnder Länge auslenkt, wobei der Tänzerarm mit einem elastischen Element belastet ist, dessen auf den Tänzerarm ausgeübte Kraft mit einer Verkleinerung der Fadenschlaufe zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm (11) von dem ersten elastischen Element (12) beaufschlagt ist, daß bei abnehmender Fadenschlaufe innerhalb des Arbeitsbereichs des Tänzerarms (11) dieser mit einer kontinuierlich steigenden Kraft beaufschlagt wird, und der Tänzerarm (11) bei weiterer Auslenkung von der Kraft eines zusätzlichen elastischen Elements (41) belastet wird.
     
    2. Verfahren nach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche elastische Element (41) eine wesentlich größere Kraft auf den Tänzerarm (11) ausübt als das elastische Element (12).
     
    3. Spinnereivorrichtung insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit einer Garnlieferstelle und einer Spuleinrichtung zum Aufspulen des Garns mit einem Fadenspeicher zur Aufnahme von Fadenschlaufen zwischen einer Garn mit konstanter Geschwindigkeit liefernden Garnlieferstelle und einer Spuleinrichtung zum Aufspulen des Garns zu Kreuzspulen, insbesondere zu konischen Kreuzspulen, wobei der Fadenspeicher einen federbelasteten Tänzerarm besitzt, der in den Lauf des Fadens hineingreift und diesen im Arbeitsbereich des Tänzerarms zu einer Schlaufe wechselnder Länge auslenkt, wobei der Tänzerarm mit einem ersten elastischen Element belastet ist, dessen auf den Tänzerarm ausgeübte Kraft mit einer Verkleinerung der Fadenschlaufe zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm (11) von dem ersten elastischen Element 12 beaufschlagbar ist, daß ein Anschlag (4) vorgesehen ist, der von einem zweiten elastischen Element (41) beaufschlagbar ist, daß den Tänzerarm (11) bei Bewegung entgegen der Kraft des ersten elastischen Elemente (12) an den Anschlag (4) anschlägt und daß der Anschlag (4) gegen die Kraft des zweiten Elastischen Elements verdrehbar gelagert ist.
     
    4. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei weiterer Auslenkung des Tänzerarms (11) dieser den Anschlag (4) mitbewegt, über den er mit der Kraft des zweiten elastischen Elements (41) beaufschlagt wird.
     
    5. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm eine über seinen Drehpunkt 15 hinausreichende Verlängerung 13 besitzt, die einen Hebel zum auslenken des Tänzerarms bildet.
     
    6. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm (11) mit seiner Verlängerung (13)den Anschlag (4) mit dem zusätzlichen elastischen Element (41) auslenkt.
     
    7. Spinnereivorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (12) mit seinem dem Tänzerarm (11) gegenüberliegenden Ende an einem Schwenkarm (3) befestigt ist, bei dessen Verschwenken die Vorspannung des elastischen Elements (12) verändert wird.
     
    8. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (3) mit einer Steuerstange (7) in Verbindung seht, durch deren Verschiebung der Schwenkarm (3) verschwenkt wird, wodurch die Vorspannung des elastischen Elements (12) verändert wird.
     
    9. Spinnereivorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkarme (3) mehrerer Fadenspeicher (1) der Spinnereivorrichtung mit derselben Steuerstange (7) in Verbindung stehen und gleichzeitig miteineinander verstellbar sind.
     
    10. Spinnereivorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tänzerarm 11 seine Bewegung im wesentlichen in einer horizontalen Ebene ausführt.
     




    Zeichnung