(19)
(11) EP 0 594 075 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.04.1994  Patentblatt  1994/17

(21) Anmeldenummer: 93116684.7

(22) Anmeldetag:  15.10.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47K 10/10, A47K 3/22, E03C 1/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE DK ES FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 22.10.1992 DE 4235660

(71) Anmelder: FRIEDRICH GROHE AKTIENGESELLSCHAFT
D-58675 Hemer (DE)

(72) Erfinder:
  • Körfgen, Harald
    D-58730 Fröndenberg (DE)
  • Karakullukcu, Ali
    D-58706 Menden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Befestigungsvorrichtung


    (57) Bei einer Befestigungsvorrichtung für Ausstattungsgegenstände an einer Gebäudewand (1), insbesondere Fliesenwand, bei der Dübel (11) und Dübelschrauben (4) zur Befestigung eingesetzt sind, ist zur Verbesserung vorgeschlagen, daß eine Scheibe (2) aus elastischem Material mit relativ guter Haftung bzw. Bremswirkung zwischen der Oberfläche der Gebäudewand und dem zu befestigenden Gegenstand angeordnet ist, wobei die Bohrlöcher (10) in der Gebäudewand gegen eindringende Feuchtigkeit von der Scheibe bei festgeschraubtem Gegenstand gesichert sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Ausstattungsgegenstände an einer Gebäudewand, insbesondere an einer Fliesenwand in Duschräumen, Badezimmern, Küchen etc, wobei die Befestigung mit in Bohrlöchern in der Gebäudewand angeordneten Dübeln und Dübelschrauben erfolgt.
    Es ist bekannt, Ausstattungsgegenstände und Zubehörteile an Fliesenwänden mit Dübeln und Dübelschrauben zu befestigen. Hierbei kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß über die Bohrlöcher Feuchtigkeit in die Gebäudewand gelangen kann, was unbedingt zu vermeiden ist. Auch kann es auftreten, daß der Ausstattungsgegenstand oder das Zubehörteil auf der glatten Fliese nicht spielfrei befestigt werden kann oder nur partiell an der Fliese anliegt. Darüber hinaus ist es häufig nicht zu vermeiden, daß mit dem Festschrauben des Ausstattungsgegenstands die Fliesenoberfläche beschädigt wird.

    [0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebene Vorrichtung zu verbessern und insbesondere so zu gestalten, daß eine Abdichtung der Bohrungen in der Gebäudewand sichergestellt und eine feste, Beschädigungen vermeidende Verbindung zur Gebäudewand gewährleistet wird.
    Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Scheibe aus elastischem Material mit relativ guter Haftung bzw. Bremswirkung zwischen der Oberfläche der Gebäudewand und dem zu befestigenden Gegenstand angeordnet ist, wobei die Bohrlöcher in der Gebäudewand gegen eindringende Feuchtigkeit von der Scheibe bei festgeschraubtem Gegenstand gesichert sind.
    Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7 angegeben.

    [0003] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
    Figur 1
    einen an einer Gebäudewand unter Zwischenlage einer elastischen Scheibe befestigten Brausehalter im Längsschnitt;
    Figur 2
    einen Teil einer anderen Ausführung einer elastischen Scheibe in vergrößerter Darstellung im Schnitt;
    Figur 3
    einen Teil einer weiteren Ausführungsform einer elastischen Scheibe in vergrößerter Darstellung im Längsschnitt;
    Figur 4
    den Brausehalter gemäß Figur 1 in auseinandergezogener perspektivischer Ansicht in der Montagereihenfolge.


    [0004] Der in Figur 1 und 4 der Zeichnung gezeigte Gegenstand 3 dient als Brausehalter und wird in Duschräumen und Bädern an einer gefliesten Gebäudewand 1 befestigt. An einem vorstehenden Bereich des Gegenstands 3 ist ein gabelförmiger Brauseaufnehmer 32 ausgebildet, in den beispielsweise eine Handbrause eingesteckt werden kann. Der Gegenstand 3 besteht aus einem Brauseaufnehmer 32 und einem Befestigungssockel 31, wobei die beiden Teile mit einer Befestigungsschraube 40 miteinander verbindbar sind. Die der Gebäudewand 1 zugekehrte Stirnseite des Befestigungssockels 31 ist flanschartig ausgebildet und weist zwei diametral gegenüberliegende rechtwinklig zueinanderstehende Langlöcher 310 auf. Zwischen der Stirnseite des Befestigungssockels 31 und der Gebäudewand 1 ist eine aus elastischem Material hergestellte Scheibe 2 vorgesehen. Die Scheibe 2 weist dabei eine Kreisfläche auf, die der Kreisfläche des Flansches des Befestigungssockels 31 entspricht. Darüber hinaus sind in der Scheibe 2 den Langlöchern 310 im Befestigungssockel 31 entsprechende Langlöcher 20 vorgesehen.
    Die Anmontage des Gegenstands 3 an der Gebäudewand 1 kann in folgender Weise vorgenommen werden:
    Zunächst wird die Scheibe 2 auf der Gebäudewand 1 an der gewünschten Stelle, an der der Gegenstand 3 befestigt werden soll, angelagert und durch die Langlöcher 20 die Bohrstellen in der Gebäudewand 1 markiert. Danach können in der Gebäudewand 1 die beiden Bohrungen 10 eingebracht und die Dübel 11 in die Bohrungen 10 der Gebäudewand 1 eingeschoben werden. Nunmehr kann die elastische Scheibe 2 zusammen mit dem Befestigungssockel 31 auf die Gebäudewand 1 aufgesetzt und mit den beiden Dübelschrauben 4 nach einer Justierung festverbunden werden. Hierbei wird im Bereich der Bohrungen 10 nach dem festen Anziehen der Befestigungsschrauben 4 eine gute Abdichtung erzielt, so daß die Feuchtigkeit nicht mehr ins Mauerwerk eindringen kann. Außerdem werden Unebenheiten im Bereich der Gebäudewandoberfläche (Fliesen) ausgeglichen und Beschädigungen durch die Nachgiebigkeit der Scheibe 2 vermieden. Auf den so gehalterten Befestigungssockel 31 kann dann der hülsenförmige Brausenaufnehmer 32 aufgeschoben und in der Stecklage mit der Befestigungsschraube 40 gesichert werden.
    Die elastische Scheibe 2 ist hierbei aus Gummi mit einer Härte von etwa 65 Shore A ausgebildet und weist eine Dicke von etwa 1 mm auf.
    Alternativ kann die Scheibe 2 auch aus Moosgummi hergestellt sein.

    [0005] Ein anderes Ausführungsbeispiel der Scheibe 2 ist in Figur 2 der Zeichnung zum Teil dargestellt. Bei dieser Ausbildung der Scheibe 2 ist an der der Gebäudewand zugekehrten Stirnseite ein vorstehender, ringförmiger Wulst 21 um jedes Langloch 310 ausgebildet, so daß eine verbesserte Abdichtung der Bohrungen 10 in der Gebäudewand erzielt wird.

    [0006] In Figur 3 der Zeichnung ist schließlich eine nochmals veränderte Ausbildung der Scheibe 2 gezeigt. Hierbei ist zur Ausbildung eines umlaufenden Wulstes 21 eine sickenartige Vorwölbung 22 zur verbesserten Abdichtung vorgesehen.


    Ansprüche

    1. Befestigungsvorrichtung für Ausstattungsgegenstände an einer Gebäudewand, insbesondere an einer Fliesenwand in Duschräumen, Badezimmern, Küchen etc, wobei die Befestigung mit in Bohrlöchern in der Gebäudewand angeordneten Dübeln und Dübelschrauben erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Scheibe (2) aus elastischem Material mit relativ guter Haftung bzw. Bremswirkung zwischen der Oberfläche der Gebäudewand (1) und dem zu befestigenden Gegenstand (3) angeordnet ist, wobei die Bohrlöcher (10) in der Gebäudewand (1) gegen eindringende Feuchtigkeit von der Scheibe (2) bei festgeschraubtem Gegenstand (3) gesichert sind.
     
    2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (2) aus Gummi mit einer Härte von etwa 65 Shore A und einer Dicke von etwa 1 mm ausgebildet ist.
     
    3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (2) aus Moosgummi hergestellt ist.
     
    4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Bohrungen (10) an der Oberfläche der Scheibe (2) je ein umlaufender Wulst (21) oder eine umlaufende Dichtlippe ausgebildet ist.
     
    5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Bohrungen (10) die Scheibe (2) jeweils als umlaufender Wulst (21) eine sickenartige Vorwölbung (22) aufweist.
     
    6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (2) als Bohrschablone für das Einbringen der Bohrungen (10) in der Gebäudewand (1) eingesetzt ist.
     
    7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (2) an der der Gebäudewand (1) zugekehrten Stirnseite mit Klebstoff beschichtet ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht