[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Container aus flexiblem Material, im wesentlichen
aus einem Rundgewebe aus Polyolefine, an dessen oberem Rand zwei oder mehr Schlaufen
angenäht sind gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] In vielen Fällen besteht nun der Wunsch, solche bekannten Säcke mit oder ohne Innensack
auch in Grössenordnungen des Containerbereiches mit einem Füllgutgewicht von beispielsweise
1000 und mehr Kilogramm verwenden zu können. Von der Reissfestigkeit der für solche
Säcke verwendeten Materialien her bestehen hierbei in der Regel keine Probleme, hingegen
werden der Belastbarkeit solcher Container durch die bisher bekannten, in der Regel
angenähten Schlaufen zum Transport der Container mittels Hebeeinrichtungen, wie Kran
und dgl., enge Grenzen gesetzt, da die bisherigen schmalen Schlaufen aus Polyamide-Geweben
o. dgl. das Gewicht auf nur wenige Kettfäden übertragen können.
[0003] Aus der GB-A-2 148 245 geht hervor, dass bereits ein einmaliges Verdrehen der Tragschlaufen
praktiziert wurde, immer aber, um die Tragschlaufe etwas zu versteifen, damit eine
Oese verbleibt, die gestattet, mit dem Kranhaken einzufahren.
[0004] Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Schlaufen selbst höhere Festigkeit
zu vermitteln und die Zugkraft beim Anheben der Last auf wesentlich mehr Kettfäden
zu übertragen ohne die Notwendigkeit von Verstärkungen, Untergurtungen u. a. und bei
kostengünstiger Herstellung.
[0005] Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der, eine Schlaufe bildende Materialstreifen
eine Breite von mindestens 90 mm aufweist und dass der Mittelteil jeder Schlaufe durch
mehrfaches Verdrehen des Materialstreifens vor dessen Annähen an den oberen Container-Rand
seilartig zusammengenommen ist.
[0006] Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist anhand der Zeichnung,
welche einen Container in schaubildartiger Darstellung zeigt, näher erläutert.
[0007] Der dargestellte Container aus flexiblem Material besteht hier im wesentlichen aus
einem Rundgewebe 20 aus Polypropylen-Bändchen, welche Kettfäden 6 und Schussfäden
5 bilden. Ein vorgesehener Innensack aus beispielsweise einer Polyäthylenfolie ist
erkennbar durch einen Einlass 23 resp. Auslass 26, welche je ein Ventil 24 eines Deckblattes
21 resp. Ventil 25 eines Bodenblattes 22 durchdringen. Die Ventile sind mittels Schnur
28 verschliessbar. Deckblatt 21 und Bodenblatt 22 sind Bahnen einer Folie oder eines
Gewebes. Container dieser Art sind ansich bekannt und weisen am oberen Rand zwei oder
mehr Schlaufen auf.
[0008] Erfindungsgemäss ist hier nun jede Schlaufe 1 aus einem relativ breiten Materialstreifen
aus einem Gewebe, einem flachgelegten Rundgewebe oder dgl. der vorgenannten Materialien
gebildet, dessen beide Enden 2 resp. 2' den oberen Container-Rand 10 überlappen sowie
mit diesem seitlich distanziert voneinander mit einigen Nähten 7 etwa parallel den
Schussfäden 5 vernäht sind, wie das die Darstellung deutlich macht.
[0009] Hierbei ist weiter der die Aufhängeöse bildende Mittelteil 3 bandartig zusammengenommen,
um diesen Teil aufhaken zu können. Dies wird, wie dargestellt, erfindungsgemäss durch
mehrfaches Verdrehen des Materialstreifens vor dessen Annähen an den oberen Container-Rand
erreicht. Eine mittige Quernaht 4 verhindert ein Aufspringen.
[0010] Damit wird unter Aufrechterhaltung einer schmalen, band- oder seilförmigen Aufhängeöse
eine grosse, eine Vielzahl Kettfäden abdeckende Befestigungsfläche erreicht, welche
höchste Tragfähigkeit bewirkt bei vergleichsweise geringem Material- und Herstellungsaufwand,
so dass alle vorgenannten Anforderungen an solche Container vollumfänglich und optimal
erfüllt sind.
[0011] Hierbei hat sich eine Breite für den eine Schlaufe bildenden Materialstreifen von
mindestens 90 mm oder mehr als erfindungswesentlich gezeigt.
[0012] Grösste Elastizität bei höchster Tragkraft wird zudem erreicht, wenn das Rundgewebe
des Containermantels und/oder des die Schlaufen bildenden Materialstreifens zwei-
oder mehrfach übereinanderliegende Kettfäden aufweist.
1. Container aus flexiblem Material, im wesentlichen aus einem Rundgewebe aus Polyolefine,
an dessen oberem Rand zwei oder mehr Schlaufen angenäht sind, wobei jede Schlaufe
(1) aus einem relativ breiten Materialstreifen besteht, dessen beide Enden (2,2')
den oberen Container-Rand (10) überlappen sowie mit diesem seitlich distanziert voneinander
vernäht sind, dadurch gekennzeichnet, dass der, eine Schlaufe (1) bildende Materialstreifen
eine Breite von mindestens 90 mm aufweist und dass der Mittelteil (3) jeder Schlaufe
(1) durch mehrfaches Verdrehen des Materialstreifens vor dessen Annähen an den oberen
Container-Rand seilartig zusammengenommen ist.
1. A container of flexible material, substantially of an endlessly woven material of
polyolefins, to the upper edge of which there are sewn two or more loops, each loop
(1) consisting of a relatively wide material strip whose two ends (2, 2') overlap
the upper container edge (10) and are sewn thereto laterally spacedly from each other,
characterized in that the material strip forming a loop (1) has a width of at least
90 mm and in that the middle part (3) of each loop (1) is gathered together in the
manner of a rope by multiple turning of the material strip before it is sewn onto
the upper container edge.
1. Conteneur en matière flexible, essentiellement en tissé fin de polyoléfine, au bord
supérieur duquel sont cousues deux ou plusieurs boucles, chaque boucle (1) se composant
d'une bande de matière relativement large, dont les deux extrémités (2, 2') chevauchent
le bord supérieur (10) du conteneur et y sont cousues latéralement à distance l'une
de l'autre, caractérisé en ce que la bande de matière formant une boucle (1) présente
une largeur d'au moins 90 mm et que la partie médiane (3) de chaque boucle (1) est
rassemblée à la manière d'un câble par plusieurs torsions de la bande de matière avant
sa couture au bord supérieur du conteneur.