(19)
(11) EP 0 453 878 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.08.1994  Patentblatt  1994/35

(21) Anmeldenummer: 91105728.9

(22) Anmeldetag:  11.04.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05B 47/06

(54)

Schliesszylinder mit elektromagnetischer Verriegelung insbesondere für Einsteckschlösser bestimmter Profilzylinder

Locking cylinder with electromagnetic blocking, specially for profile cylinder in mortise dead locks

Cylindre pour fermeture avec bloquage électromagnétique notamment pour serrures encastrées de certains cylindres profilés


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 24.04.1990 DE 9004623 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.10.1991  Patentblatt  1991/44

(73) Patentinhaber: BKS GmbH
D-42549 Velbert (DE)

(72) Erfinder:
  • Baden, Hans Dieter
    W-5620 Velbert 1 (DE)
  • Schulenberg, Edgar
    W-4325 Herten (DE)

(74) Vertreter: Eichler, Peter, Dipl.-Ing. et al
Sturies - Eichler - Füssel Patentanwälte, Brahmsstrasse 29
42289 Wuppertal
42289 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-86/04379
DE-A- 3 712 300
DE-A- 3 800 414
DE-C- 3 902 992
WO-A-87/02735
DE-A- 3 727 566
DE-A- 3 800 823
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit elektromagnetischer Verriegelung, insbesondere einen für Einsteckschlösser bestimmten Profilzylinder, der mit einem Zylindergehäuse und einem darin drehverstellbar gelagerten Zylinderkern versehen ist, der durch schlüsselbetätigbare Zuhaltungselemente sowie durch ein zusätzliches, mittels eines im Zylindergehäuse eingebauten Elektromagneten betätigbares, unter Wirkung einer Rückstellfeder stehendes Sperrelement gegen unbefugtes Verdrehen zu sichern ist, wobei das Sperrelement in seine den Zylinderkern gegen Verdrehen sichernde Sperrstellung durch Stromdurchfluß des Elektromagneten zu bringen und darin zu halten ist, hingegen bei nicht stromdurchflossenem Elektromagneten durch dessen Rückstellfeder in Freigabestellung zu bringen ist.

    [0002] Ein Schließzylinder obiger Art ist durch die DE-A 37 12 300 bekannt. Er unterscheidet sich von ähnlichen, mit zusätzlicher elektromagnetischer Zuhaltung versehenen Schließzylindern, z.B. nach der DE-A 38 00 823, vor allem dadurch, daß sein zusätzliches Sperrelement durch Stromerregung des Elektromagneten in die Sperrstellung, dagegen bei nicht stromerregtem Elektromagneten in die Freigabestellung gelangt. Das hat den Vorteil, daß der Zylinderkern bei etwaigem Ausfall der elektrischen Stromversorgung oder der Steuerung des Elektromagneten immer noch mittels eines herkömmlichen passenden Schlüssels entsperrt werden kann, was andernfalls nicht möglich ist. Ein solcher Schließzylinder kann mit besonderem Vorteil überall dort verwendet werden, wo die Stromversorgung von damit ausgerüsteten Türschlössern mit elektronischer Programmierung und Fernüberwachungsmöglichkeit den ortsfesten Stromleitungsanschluß über den Türflügel ohnehin erfordert. Da für die Aufrechterhaltung der den Zylinderkern gegen Verdrehen sichernden Sperrstellung des Sperrelements nur vergleichsweise wenig Strom notwendig ist, spielt der dadurch bedingte elektrische Energieverbrauch bei solcher Stromversorgung des Türschlosses und seiner Elektronik keine nennenswerte Rolle. Bei dem gattungsgleichen bekannten Schließzylinder besteht die elektromagnetische Zuhaltung aus einem flachliegend in dem Zylindergehäusesteg in der Nähe der Schließbart-Ausnehmung untergebrachten, W-förmigen Elektromagneten mit einem darauf liegenden, im wesentlichen parallel zum Zylinderkern verlaufenden Ankerhebel und einem durch letzteren zu betätigenden, das Sperrelement bildenden Flachschieber. Da diese Teile recht bau- und platzaufwendig sind, bedingt ihr Einbau in der Nähe der Schließbart-Ausnehmung eine nicht unerhebliche Schwächung des Zylindergehäuses, daß an dieser Stelle durch das Vorhandensein der Schließbart-Ausnehmung und zusätzlich auch durch die im Gehäusesteg liegende Stulpschrauben-Gewindebohrung ohnehin schon geschwächt und daher aufbruchgefährdet ist.

    [0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Schließzylinder der eingangs erwähnten Gattung dahingehend zu verbessern, daß er bezüglich des Einbaus seiner elektromagnetischen Zuhaltungsteile weniger bauaufwendig und platzsparender ist und vor allem auch keine nennenswerte zusätzliche Schwächung des Zylindergehäuses erfordert.

    [0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Schließzylinder der eingangs erwähnten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Sperrelement aus einem mitsamt seiner vergleichsweise schwachen Rückstellfeder in einer radial verlaufenden Bohrung des Zylinderkerns begrenzt verschieblich untergebrachten Sperrstift besteht, der mit seinem äußeren Ende an dem in einer Bohrung des Zylindergehäusestegteils untergebrachten, unter Wirkung einer anderen, jedoch stärkeren Rückstellfeder stehenden Anker des Elektromagneten so abgestützt ist, daß der Sperrstift bei nicht stromdurchflossenem Elektromagneten an die zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse gelegene zylindrische Trennfläche heranreicht, hingegen bei stromdurchflossenem Elektromagneten in die seinen Anker und die an letzterem angreifende Rückstellfeder aufnehmende Bohrung des Zylindergehäusestegteils hineinragt.

    [0005] Hierdurch wird nicht nur eine stromsparende Einbauweise für die elektromagnetische Verriegelung erziehlt sondern auch sichergestellt, daß der Elektromagnetanker selber nicht unmittelbar die Verdrehsicherung des Zylinderkerns übernimmt und mithin keiner dementsprechenden Abnutzung und Scherbeanspruchung ausgesetzt ist.

    [0006] Grundsätzlich ist es aber auch möglich, daß bei dem gattungsgleichen Schließzylinder das Sperrelement von dem mitsamt der an ihm angreifenden Rückstellfeder in einer Bohrung des Zylindergehäusestegteils untergebrachten Anker des Elektromagneten gebildet wird, der bei stromdurchflossenem Elektromagneten in eine im Zylinderkern radial verlaufende Sperrbohrung hineinragt, dagegen bei nicht stromdurchflossenem Elektromagneten durch die Rückstellfeder in seine Aufnahmebohrung im Zylindergehäusestegteil zurückzudrücken ist.

    [0007] Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß in den dem Elektromagneten zugeordneten Stromversorgungskreis ein durch ein einstellbares Zeitschaltglied steuerbarer Spannungs-Strom-Wandler eingebaut ist, durch den der Elektromagnet sowohl kurzzeitig mit stärkerem Einschaltstrom als auch langzeitig mit schwächerem Betriebsstrom zu betreiben ist. Auf diese Weise wird den Erfordernissen des Elektromagneten Rechnung getragen, der zum Anziehen seines Ankers wegen des dabei zu überwindenden größeren Luftspalts einen wesentlich stärkeren Strom benötigt als er zum bloßen Halten des Ankers in seiner angezogenen Stellung notwendig ist, in der ein zu starker Strom nicht nur vermehrten Energieverbrauch sondern auch zu starke Erwärmung des Elektromagneten und seiner Umgebung bedingen würde.

    [0008] Schließlich sieht die Erfindung noch vor, daß eine den Elektromagneten hinsichtlich seiner schwachen Betriebsstromversorgung überwachende Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, die bei funktionsbedingt starkem oder unterbrochenem Stromdurchfluß des Elektromagneten abgeschaltet ist. Auf diese Weise kann die Funktionssicherheit des Schließzylinders leicht überprüft und bei Stromunterbrechung des den Elektromagneten durchfließenden Haltestroms eine entsprechende Fehlermeldung ausgelöst werden.

    [0009] In der Zeichnung ist ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des neuen Schließzylinders dargestellt, und zwar in senkrechtem durch den Elektromagneten und das durch ihn betätigbare Sperrelement verlaufendem Querschnitt, wobei
    Fig.1
    die Sperrstellung und
    Fig.2
    die Freigabestellung des Sperrelements wiedergeben, während in
    Fig.3
    ein zugehöriges Blockschaltbild dargestellt ist.


    [0010] Der lediglich im Querschnitt dargestellte Profilschließzylinder ist mit einem Zylindergehäuse 1 versehen, in dessen kreiszylindrischem Teil 1' der einen zur Betätigung des Türschlosses dienenden Schließbart tragende bzw. mit ihm kuppelbare Zylinderkern 2 drehverstellbar gelagert ist. Im Zylinderkern 2 sowie im Stegteil 1'' des Zylindergehäuses 1 sind in herkömmlicher Weise Zuhaltungsbohrungen mit darin verschieblichen Zuhaltungselementen vorgesehen, die durch Einführen des passenden Schlüssels in den Schlüsselkanal 3 des Zylinderkerns 2 so verschoben werden können, daß sie mit ihren paarweise aneinanderliegenden Stirnflächen in die zwischen Zylinderkern 2 und Zylindergehäuse 1 gelegene zylindrische Trennfläche gelangen. Dadurch könnte der Zylinderkern 2 grundsätzlich mittels des Schlüssels verdreht werden, sofern durch letzteren oder aber auch durch Fernsteuerung zugleich auch die hier zusätzlich vorhandene elektromagnetische Verriegelung des Zylinderkerns 2 aufgehoben würde.

    [0011] Für diese zusätzliche elektromagnetische Verriegelung des Zylinderkerns 2 ist in einer in letzterem vorhandenen radial verlaufenden Bohrung 4 ein Sperrstift 5 mitsamt der an ihm angreifenden, vergleichsweise schwachen Rückstellfeder 6 begrenzt verschieblich untergebracht. Dieser Sperrstift 5 liegt mit seinem äußeren Ende 5' an dem verbreiterten Kopf 7' des Elektromagnetankers 8 an, der mitsamt der an ihm angreifenden anderen, jedoch stärkeren Rückstellfeder 9 in der im Stegteil 1'' des Gehäuses 1 gelegenen Radialbohrung 10 untergebracht ist. Im erweiterten Abschnitt 10' dieser Gehäusebohrung 10 befindet sich der Elektromagnet 11, der aus der die Hülse 12 umgebenden und durch die Hülse 13 nach außen abgedeckten Spulenwicklung 14 mit dem Stromanschlußkabel 15 besteht. In das untere Ende der Hülse 12 ist ein aus Weicheisen bestehender Abschlußstopfen 16 eingesetzt. Dieser ist mit einer trichterförmigen Aussparung 16' versehen, in die das untere entsprechend trichterförmig zugespitzte Ende 8' des Elektromagnetankers 8 hineinzuragen vermag.

    [0012] Bei Stromdurchfluß des Elektromagneten 11 bzw. seiner Spulenwicklung 14 wird der Elektromagnetanker entgegen der Wirkung der an ihm angreifenden Rückstellfeder 9 in der in Fig.1 dargestellten, eingefahrenen Stellung in der Gehäusebohrung 10 gehalten, so daß der Sperrstift 5 unter Wirkung der Feder 6 mit seinem äußeren Ende 5' in die Gehäusebohrung 10 hineinragt und dadurch den Zylinderkern 2 gegen unbefugtes Verdrehen sperrt. Zur Aufrechterhaltung dieser Sperrstellung ist lediglich ein vergleichsweise schwacher Betriebsstrom notwendig. Wird hingegen die Stromzufuhr zur Spule 14 mit Hilfe des passenden, in den Kanal 3 eingesteckten Schlüssels oder aber auch durch fernsteuerungs- oder störungsbedingten Stromausfall unterbrochen, so wird der Elektromagnetanker 8 durch die an ihm angreifende Feder 9 nach außen gedrückt, wodurch er den Sperrstift 5 gegen die Wirkung der schwachen Feder 6 vollständig in die Kernbohrung 4 zurückdrückt, so daß die beiden aneinanderliegenden, entgegengesetzt ballig oder zylindrisch ausgebildeten Stirnflächen 5' bzw. 7' des Sperrstiftes 5 bzw. des Elektromagnetankers 8 in die in Fig.2 dargestellte Freigabestellung gelangen, in der sie die zylindrische Trennfläche 17 zwischen dem Kern 2 und dem Schließgehäuse 1 tangieren. Dadurch kann der Zylinderkern 2 mit Hilfe des passenden auch die mechanischen Zuhaltungselemente in die Freigabeposition gebracht habenden Schlüssels verdreht und damit das mit diesem Schließzylinder ausgerüstete Schloß entsprechend betätigt werden.

    [0013] Die Schaltung des Elektromagneten 11 muß so beschaffen sein, daß der Schließzylinder für die Dauer des Schließvorganges freigegeben und danach der Elektromagnetanker 8 aber wieder angezogen werden muß, um den Schließzylinder zu sperren. Weiterhin muß die Schaltung dafür sorgen, daß der Elektromagnet 11 nach etwa störungsbedingtem Ausfall seiner Versorgungsspannung und nach Beseitigung dieser Störung wieder mit einem zunächst vergleichsweise starken Strom angezogen wird. Schließlich ist es für die Funktionssicherheit dieses Schließzylinders auch wichtig, daß der den Elektromagneten 11 durchfließende Betriebsstrom überwacht werden kann, da bei Stromunterbrechung der Elektromagnetanker 8 nicht angezogen ist und der Schließzylinder einfach mit einem mechanischen Schlüssel geschlossen werden könnte. Deshalb wird bei Stromunterbrechung eine Fehlermeldung ausgegeben. Damit der Schließzylinder vielfältig eingesetzt werden kann, ist die Schaltung so zu bemessen, daß ein kurzer Eingangsimpuls von beispielsweise etwa 50ms den Schließzylinder freigibt und nach einer einstellbaren Zeit ihn wieder sperrt. Da der Schließzylinder und die Schaltung über mehrere Meter Anschlußleitungen verfügen kann, empfiehlt es sich, auch dafür zu sorgen, daß durch Fremdeinstrahlung keine Störimpulse zum unerwünschten Auslösen des Elektromagneten 11 führen.

    [0014] Den zweckmäßigen Aufbau einer solchen Schaltung vermittelt das in Fig.3 wiedergegebene Blockschaltbild. Diese Schaltung wird mit einer konstanten Spannung U betrieben, die am Spannungs-Strom-Wandler 20 anliegt. Dieser stellt der dem Elektromagneten 11 vorgeschalteten Leistungsstufe 21 zum Anziehen des Elektromagnetankers 8 einen vergleichsweise starken Einschaltstrom und zum Halten des Ankers 8 in der in Fig.1 dargestellten Sperr- bzw. Betriebsstellung einen vergleichsweise schwachen Strom zur Verfügung. In der Eingangsstufe 22 werden aus dem hier einfallenden Signal S die Störimpulse ausgefiltert. Das Ansteuersignal wird darin so umgewandelt, daß damit das nachgeschaltete Zeitschaltglied 23 sicher angesteuert werden kann.

    [0015] Die Zeitschaltung steuert die Leistungsstufe 21 und den Spannungs-Strom-Wandler 20. Bei einem berechtigten Schließvorgang wird zunächst der Stromdurchfluß durch den Magneten 11 abgeschaltet. In diesem Schaltungszustand wird dafür gesorgt, daß die Magnetüberwachungseinrichtung 24 das Fehlen des Stroms in der nachgeschalteten Anzeigeeinrichtung 25 nicht etwa als Magnetdefekt meldet. Nach einer bestimmten im Zeitschaltglied 23 eingestellten Zeitdauer wird der Elektromagnet 11 durch einen vergleichsweise starken Einschaltstrom angezogen, der nur kurze Zeit durch den Magneten fließt. Danach wird der Magnet 11 mit einem vergleichsweise schwachen Strom in der Anzugstellung des Elektromagnetankers 8 betrieben. In diesem Schaltungszustand ist die Überwachungseinrichtung 24 wirksam, die also den den Elektromagneten 11 durchfließenden Betriebsstrom überwacht. Bei dessen Ausfall wird an der Anzeigeeinrichtung 25 ein Fehlersignal ausgegeben.

    [0016] Das Zeitschaltglied 23 sorgt auch dafür, daß nach dem Ausfall und erneuten Einschalten der Versorgungsspannung der Elektromagnetanker 8 zunächst wieder durch einen starken Einschaltstrom angezogen und sodann mit schwächerem Haltestrom in der Anzugstellung gehalten wird.


    Ansprüche

    1. Schließzylinder mit elektromagnetischer Verriegelung, insbesondere für Einsteckschlösser bestimmter Profilzylinder, mit einem Zylindergehäuse (1) und einem darin drehverstellbar gelagerten Zylinderkern (2), der durch schlüsselbetätigbare Zuhaltungselemente sowie durch ein zusätzliches, mittels eines im Zylindergehäuse (1) eingebauten Elektromagneten (11) betätigbares, unter Wirkung einer Rückstellfeder (6) stehendes Sperrelement (5) gegen unbefugtes Verdrehen zu sichern ist, wobei das Sperrelement (5) in seine den Zylinderkern (2) gegen Verdrehen sichernde Sperrstellung durch Stromdurchfluß des Elektromagneten (11) zu bringen und darin zu halten ist, hingegen bei nicht stromdurchflossenem Elektromagneten (11) durch dessen Rückstellfeder (9) in Freigabestellung zu bringen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement aus einem mitsamt seiner vergleichsweise schwachen Rückstellfeder (6) in einer radial verlaufenden Bohrung (4) des Zylinderkerns (2) begrenzt verschieblich untergebrachten Sperrstift (5) besteht, der mit seinem äußeren Ende (5') an dem in einer Bohrung (10) des Zylindergehäusestegteils (1'') untergebrachten, unter Wirkung einer anderen, jedoch stärkeren Rückstellfeder (9) stehenden Anker (8) des Elektromagneten (11) so abgestützt ist, daß der Sperrstift (5) bei nicht stromdurchflossenem Elektromagneten (11) an die zwischen Zylinderkern (2) und Zylindergehäuse (1) gelegene zylindrische Trennfläche (17) heranreicht, hingegen bei stromdurchflossenem Elektromagneten (11) in die seinen Anker (8) und die an letzterem angreifende Rückstellfeder (9) aufnehmende Bohrung (10) des Zylindergehäusestegteils (1'') hineinragt.
     
    2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aneinander liegenden Stirnflächen (5',7') des Sperrstiftes (5) und des Elektromagnetankers (8) entgegengesetzt ballig bzw. zylindrisch ausgebildet sind.
     
    3. Schließzylinder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (5) von dem mitsamt der an ihm angreifenden Rückstellfeder (9) in einer Bohrung (10) des Zylindergehäusestegteils (1'') untergebrachten Anker (8) des Elektromagneten (11) gebildet wird, der bei stromdurchflossenem Elektromagneten in eine im Zylinderkern (2) radial verlaufende Sperrbohrung (4) hineinragt, dagegen bei nicht stromdurchflossenem Elektromagneten (11) durch die Rückstellfeder (6) in seine Aufnahmebohrung (10) im Zylindergehäusestegteil (1'') zurückzudrücken ist.
     
    4. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den dem Elektromagneten (11) zugeordneten Stromversorgungskreis ein durch ein einstellbares Zeitschaltglied (23) steuerbarer Spannungs-Strom-Wandler (20) eingebaut ist, durch den der Elektromagnet (11) sowohl kurzzeitig mit stärkerem Einschaltstrom als auch langzeitig mit schwächerem Betriebsstrom zu betreiben ist.
     
    5. Schließzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Überwachungseinrichtung (24) über eine Anzeigeeinrichtung (25) meldet, wenn der Elektromagnet (11) ausserhalb der vom Zeitglied (23) bestimmten Freigabezeit nicht stromdurchflossen ist.
     


    Claims

    1. A locking cylinder having an electro-magnetic locking mechanism in particular for mortise locks which have a particular profiled cylinder, said locking cylinder having a cylinder casing (1) and rotatably mounted therein a cylinder core (2) which can be secured by virtue of keyoperated tumbler members as well as by an additional locking member (5) against unauthorised rotation, the said locking member (5) being operated by means of an electromagnet (11) installed in the cylinder casing (1) and being influenced by a return spring (6), wherein the locking member (5) can be brought into its locking position, which protects the cylinder core (2) from being rotated, and held therein by the current flowing through the electromagnet (11), whereas when there is no current flowing through the electromagnet (11) the locking member (5) is brought into the release position by its return spring (9), characterised in that the locking member consists of a locking pin (5) which together with its comparatively weak return spring (6) is accommodated with a limited amount of displacement in a radial bore (4) of the cylinder core (2) and which locking pin is supported with its outer end (5') abutting the armature (8) of the electromagnet (11) disposed in a bore (10) of the cylinder casing leg part (1'') and which armature is influenced by a second and stronger return spring (9) in such a way that when there is no current flowing through the electromagnet (11) the locking pin (5) extends as far as the cylindrical dividing surface (17) between the cylinder core (2) and the cylinder casing (1), whereas when current is flowing through the electromagnet (11) the locking pin protrudes into the bore (10) of the cylinder casing leg part (1''), which bore receives the armature (8) of the locking pin and the return spring (9) seated against the armature.
     
    2. A locking cylinder according to claim 1, characterised in that the abutting end faces (5',7') of the locking pin (5) and of the electromagnet armature (8) are formed spherically and cylindrically in a complementary manner.
     
    3. A locking cylinder according to the preamble of claim 1, characterised in that the locking member (5) is formed by the armature (8) of the electromagnet (11) disposed together with the return spring (9) engaging thereon in a bore (10) of the cylinder casing leg part (1''), which armature, when current is flowing through the electromagnet, protrudes into a locking bore (4) extending radially in the cylinder core (2), whereas when there is no current flowing through the electromagnet (11) it is pushed back by the return spring (6) into its receiving bore (10) in the cylinder casing leg part (1'').
     
    4. A locking cylinder according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a voltage-current converter (20), which is controllable by an adjustable time switch member (23), is installed in the current supply circuit associated with the electromagnet (11) and by means of the voltage-current converter the electromagnet (11) can be powered both for a short time with a strong start-up current and for a long period with a weaker operating current.
     
    5. A locking cylinder according to claim 4, characterised in that a monitoring device (24) indicates by way of a display device (25) when current is not flowing through the electromagnet (11) outside the release time predetermined by the timing member (23).
     


    Revendications

    1. Cylindre de fermeture à verrouillage électromagnétique, en particulier pour des serrures encastrées de cylindres profilés définis, comportant une enveloppe de cylindre (1) et un barillet (2) qui est monté mobile en rotation dans celle-ci et qui doit être protégé à l'encontre d'une rotation non autorisée par des éléments de retenue aptes à être actionnés à l'aide d'une clé et par un élément de blocage supplémentaire (5) apte à être actionné à l'aide d'un électro-aimant (11) monté dans l'enveloppe de cylindre (1), et soumis à l'action d'un ressort de rappel (6), étant précisé que l'élément de blocage (5) doit être amené et maintenu dans sa position de blocage protégeant le barillet (2) à l'encontre d'une rotation grâce au passage de courant dans l'électro-aimant (11), et doit au contraire être amené en position débloquée, quand l'électro-aimant (11) n'est pas traversé par le courant, par le ressort de rappel (9) de celui-ci, caractérisé en ce que l'élément de blocage se compose d'une tige de blocage (5) qui est logée avec une mobilité limitée, avec son ressort de rappel (6) relativement faible, dans un perçage (4) s'étendant radialement dans le barillet (2), et dont l'extrémité extérieure (5') s'appuie contre l'induit (8) de l'électro-aimant (11) logé dans un perçage (10) de la partie saillante (1'') de l'enveloppe de cylindre et soumis à l'action d'un autre ressort de rappel (9) plus fort, de telle sorte que la tige de blocage (5) va jusqu'à la surface de séparation cylindrique (17) définie entre le barillet (2) et l'enveloppe de cylindre (1) lorsque l'électro-aimant (11) n'est pas traversé par le courant, tandis qu'elle pénètre dans le perçage (10) de ladite partie saillante (1'') qui reçoit son induit (8) et le ressort de rappel (9) agissant au niveau de celui-ci, lorsque l'électro-aimant (11) est traversé par le courant.
     
    2. Cylindre de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces frontales (5', 7') de la tige de blocage (5) et de l'induit d'électro-aimant (8) appliquées l'une contre l'autre ont des formes bombées ou cylindriques opposées.
     
    3. Cylindre de fermeture selon le préambule de la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de blocage (5) est défini par l'induit (8) de l'électro-aimant (11) qui est logé avec le ressort de rappel (9) agissant sur lui dans un perçage (10) de la partie saillante (1'') de l'enveloppe de cylindre, lequel induit (8) pénètre dans un perçage de blocage (4) s'étendant radialement dans le barillet (2) lorsque l'électro-aimant est traversé par le courant, tandis qu'il doit être ramené par pression par le ressort de rappel (6) dans son perçage de logement (10) prévu dans la partie saillante (1'') lorsque l'électro-aimant (11) n'est pas traversé par le courant.
     
    4. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu, intégré dans le circuit d'alimentation électrique associé à l'électro-aimant (11), un transformateur tension-courant (20) qui est apte à être commandé par un élément de temporisation réglable (23) et grâce auquel l'électro-aimant (11) peut être manoeuvré aussi bien à court terme avec un courant de fermeture fort qu'à long terme avec un courant de fonctionnement plus faible.
     
    5. Cylindre de fermeture selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un dispositif de surveillance (24) signale par l'intermédiaire d'un dispositif indicateur (25) que l'électro-aimant (11) n'est pas traversé par le courant en dehors du temps de déblocage défini par l'élément de temporisation (23).
     




    Zeichnung