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(11) |
EP 0 461 371 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
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Anmeldetag: 25.04.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B01F 13/10 |
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Vorrichtung zum wahlweisen Dosieren von unterschiedlichen, fliessfähigen Farbmassen
Device for optionally proportioning different flowable paint masses
Dispositif pour le dosage à choix de différentes masses de peinture aptes à couler
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
07.06.1990 DE 4018185 27.08.1990 DE 4027029
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.12.1991 Patentblatt 1991/51 |
| (73) |
Patentinhaber: Wella Aktiengesellschaft |
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64295 Darmstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hochgeladen, Rainer
W-7910 Neu-Ulm (DE)
- Sigmund, Ludwig
W-6102 Pfungstadt (DE)
- Steigerwald, Franz
W-6103 Griesheim (DE)
- Steinmetz, Uwe
W-6103 Griesheim (DE)
- Wanke, Dietmar
W-6107 Reinheim 2 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 056 170 EP-A- 0 253 647 CH-A- 399 759 FR-A- 2 106 944 FR-A- 2 308 407 FR-A- 2 582 912 US-A- 4 323 097
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EP-A- 0 099 252 EP-A- 0 351 681 DE-A- 3 404 102 FR-A- 2 245 496 FR-A- 2 390 375 GB-A- 936 956
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wahlweisen Dosieren von unterschiedlichen,
fließfähigen Farbmassen aus mehreren, batterieartig angeordneten Vorratsbehältern
in einen Sammelbehälter gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Eine gewünschte Farbnuance kann durch Mischen mehrerer Basisfarben in einem bestimmten
Mischungsverhältnis erzielt werden. Mit einer geringen Anzahl an Farbe enthaltenden
Vorratsbehältern ist dabei eine Vielfalt an einzelnen Nuancen erreichbar, ohne daß
eine große Lagerhaltung betrieben werden muß.
[0003] Das Mischen von Farben zur Haarbehandlung in Friseursalons geschieht im allgemeinen
manuell. Die oxidationsempfindlichen Farben werden vermischt und mit einem Oxidationsmittel,
im allgemeinen einer 9 oder 12 %igen Wasserstoffperoxidlösung versetzt.
[0004] Aus der DE-A 34 04 102 ist eine Vorrichtung zum Zuführen und Dosieren von Farben
zur Herstellung von Farbmischungen großer Mengen bekannt, bei der Basisfarben über
Zufuhrleitungen und Ventile in einen Sammelbehälter abgegeben werden. Dem Einsatz
von Zufuhrleitungen liegt ein hoher Aufwand für deren technische Realisierung zugrunde.
Die an den Zufuhrleitungen angebrachten Ventile können zudem durch anhaftende Farbmasse
in ihrer Funktion geschädigt werden.
[0005] Dies geschieht bei relativ kleinen Farbmassen, wie sie in Friseursalons benötigt
werden, besonders häufig. Für einen Einsatz in einem Friseursalon muß die Mischfarbenzubereitung
nicht nur einfach und genau durchführbar sein. Die Basisfarben müssen auch problemlos
gegen neue austauschbar und ausreichend vor dem Luftsauerstoff geschützt sein, und
schließlich darf die Reinigung der Vorrichtung nur einen geringen Aufwand erfordern.
Bei einer Vorrichtung nach der DE-A-34 04 102 ist es nicht zu verhindern, daß Sauerstoff
an die bevorrateten Farben gelangt. Beim Austausch einer Basisfarbe gegen eine andere
muß zudem die entsprechende Zufuhreinleitung aufwendig gereinigt werden.
[0006] Aus der EP-A 0 351 681 ist eine Anlage zur Dosierung und Mischung unterschiedlicher
Stoffe bekannt, bei der Vorratsbehälter ortsfest angebracht sind, deren Produkt in
einen auf einer Mischbecherstrecke verfahrbaren Mischbecher abgegeben wird.
[0007] Aus der Schrift EP-A-0 056 170 ist eine Farbtonmischvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 bekannt, bei der die Basisfarben über relativ großflächig mit den Farben
in Kontakt kommende Ventileinsätze mit integriertem Rührer abgegeben werden. Auch
hier ist vor der Weiterverwendung die Reinigung der Ventileinsätze notwendig.
[0008] Nachteilig bei diesen Anlagen ist auch der relativ aufwendige Austausch einzelner
Vorratsbehälter.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebenen Nachteile zu beseitigen
bzw. eine auch in Friseursalons einsetzbare Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich
ist, verschiedene Basisfarben hermetisch geschützt zu bevorraten und portionsweise
zu entnehmen, die Basisfarben leicht austauschbar zu installieren sowie auf Bauteile
der Vorrichtung, an welchen nicht vernachlässigbare Farbreste dauerhaft anhaften und
dadurch die Funktionssicherheit der Vorrichtung beeinträchtigen können, zu verzichten.
[0010] Gelöst ist die Aufgabe gemäß Anspruch 1.
[0011] Durch den Einsatz von Druckgasbehältern oder Behältern mit elastisch dehnbarem Innenbeutel
Anspruch 3 in einer Vorrichtung zum wahlweisen Dosieren von verschiedenen fließfähigen
Farbmassen wird verhindert, daß Sauerstoff in die Vorratsbehälter gelangen kann.
[0012] Da die Vorratsbehälter aus kompletten Vorrats- und Produktabgabeeinrichtungen bestehen,
ist der Austausch einzelner Behälter absolut problemlos möglich. Farbreste können
lediglich direkt am Produktabgaberohr anhaften. Die für eine Anhaftung geeignete Fläche
ist aber sehr klein und die Beeinträchtigung einer frisch gespendeten Farbmasse durch
einen oxidierten Farbmasserest ist wie bei den handelsüblichen Druckpackungen, welche
zum Haarfarbespenden eingesetzt werden, vernachlässigbar. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
ist daher auch ohne großen Aufwand von Farbmassenanhaftungen zu reinigen.
[0013] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0014] Ein nach Anspruch 2 als Zweikammerdruckgaspackung mit Innenbeutel ausgestalteter
Druckgasbehälter hat den Vorteil, daß eine oxidationsempfindliche Farbmasse in einem
abgeschlossenen Beutel untergebracht ist. Das zur Produktabgabe benötigte Treibmittel
befindet sich getrennt von der Haarfarbe zwischen dem flexiblen Beutel und der Behälterwand.
Dadurch wird außerdem erreicht, daß der Druckgasbehälter nahezu vollständig entleert
werden kann, ohne daß bei geringem Füllgrad im Druckgasbehälter Farbmasse und Treibgas
zeitweise abwechselnd und zeitweise gleichzeitig gespendet werden.
[0015] Durch ein produktabstreifendes Mittel am Produktabgabeventil des Vorratsbehälters
(Anspruch 4) ist es möglich, bereits gespendete, aber noch nicht herabgefallene Farbmasse
direkt nach Beendigung des Spendevorganges abzustreifen und dadurch den Produktentnahmevorgang
abzukürzen. Ein unkontrollierbares Nachtropfen kommt nicht vor.
[0016] Ist das produktabstreifende Mittel ein Glühdraht (Anspruch 5), so wird die nach dem
Abstreifvorgang am Glühdraht anhaftende Farbmasse erwärmt. Sie tropft dadurch relativ
schnell in den Sammelbehälter.
[0017] Ein kurzzeitig und annähernd zweidimensional wirkender Luftstromstoß als produktabstreifendes
Mittel (Anspruch 6) hat den Vorteil, daß der Abstreifvorgang zu keiner erneuten Anhaftung
der Farbmasse an einem anderen Bauteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung außer am
Sammelbehälter führen kann. Der Luftstromstoß kann mittels eines Kompressors erzeugt
werden.
[0018] Mit einem in axialer Richtung betätigbaren Produktabgabeventil am Vorratsbehälter
ist es möglich, das Produktabgabeventil und den Vorratsbehälter während des Produktspendevorganges
mittels einer Zange zu halten und gegeneinander zu drücken (Anspruch 7). Dadurch wird
ein Produktspenden ohne mechanische Belastung und evtl. Schädigung der Halterung der
Vorratsbehälter erreicht.
[0019] Durch eine Positionierung des Sammelbehälters auf einer Waage gemäß Anspruch 8 kann
die von einem Vorratsbehälter entnommene Produktmasse bestimmt werden.
[0020] Die Betätigung des Produktabgabeventils durch ein rechnergesteuertes Stellglied (Anspruch
9) hat den Vorteil, daß einzelne Farbmixturen vom Rechner vorgegeben und über das
Stellglied aus den Vorratsbehältern entnommen werden können. Durch Mitteilung der
entnommenen Produktmasse von der Waage an den Rechner (Anspruch 10) ist es einerseits
möglich, über das Stellglied die Produktabgabeventile zeitabhängig weiter oder weniger
weit zu öffnen um damit eine Grob- oder eine Feindosierung vorzunehmen.
[0021] Die Anzahl der Vorratsbehälter in der Vorrichtung kann relativ klein sein, die Anzahl
an erzielbaren Farbnuancen ist dann trotzdem relativ groß. Eine maximale Nutzungsdauer
der Vorrichtung ohne Auswechseln einzelner Vorratsbehälter ist dabei durch ein- oder
mehrfache Bevorratung der Basisfarben entsprechend ihrer zu erwartenden Einsatzhäufigkeit
und abzugebenden Produktmengen erreichbar (Anspruch 11).
[0022] Durch die Ausstattung der Zuführmechanik mit einer Behältnisaufnahme, die in zwei
im rechten Winkel zueinander verlaufende, horizontale Richtungen linear verschiebbar
ist (Anspruch 12), ist eine besonders kompakte Zuführung gegeben.
[0023] Eine drehbare Zuführmechanik kann besonders genau in vorgegebenen Winkelstellungen
arretiert werden, wenn man am Aufnahmeteller der Zuführmechanik Aussparungen vorsieht,
in die eine Blockierungseinrichtung unmittelbar vor dem Produktspendevorgang einrastet
(Anspruch 13). Drehbare Einzelteller auf dem Aufnahmeteller (Anspruch 14) bieten die
Möglichkeit, alle auf der Zuführmechanik bevorrateten Vorratsbehälter in eine Position
bestimmten radialen Abstandes vom Mittelpunkt des kreisförmigen Aufnahmetellers zu
drehen und dadurch selbst bei einer Bestückung des Aufnahmetellers in seiner radialen
Richtung lediglich eine einzige Entnahmeposition für alle Vorratsbehälter vorzusehen.
[0024] Durch die elektrische Verbindung des Rechners mit dem Antrieb der Zuführmechanik
(Anspruch 15), ist es möglich, die pro Position der Zuführmechanik zu entnehmende
Produktmenge über den Rechner vorzugeben und die jeweils entnommene Produktmenge aufzusummieren.
Ein Anwender der Vorrichtung kann dadurch Information über den Vorrat an einzelnen
Basisfarben erhalten.
[0025] Der Austausch einzelner Basisfarben gegen andere ist für den Anwender problemlos
ohne Beachtung spezieller Rechnerprogramme möglich, wenn die Vorratsbehälter mit Codes
versehen sind, welche jeweils eine Information über die entsprechende Basisfarbe enthalten,
und der Rechner mit mindestens einer Einrichtung zur Erkennung dieser Codes verbunden
ist (Anspruch 16). Die Codeinformation wird zusammen mit einer Steuerungsinformation
über die Position des an die Einrichtung zur Codeerkennung herangeführten Vorratsbehälters
rechnerintern verarbeitet. Die Codeerkennung kann aber auch dafür genutzt werden,
daß dem System vom Benutzer nach Austausch eines Vorratsbehälters lediglich die betreffende
Stelle der Zuführmechanik, zum Beispiel durch Eingabe einer Positionsnummer mitgeteilt
werden muß.
[0026] Prinzipiell genügt es, lediglich eine Einrichtung zur Codeerkennung vorzusehen. Diese
kann an jeder beliebigen, zugänglichen Stelle neben der Behältnisaufnahme installiert
sein. Nach dem Austausch eines Vorratsbehälters gegen einen neuen mit einer anderen
Farbe muß der neue Vorratsbehälter von der Einrichtung zur Codeerkennung erfaßt werden
bevor er in die Zange eingeführt wird. Durch den Einsatz mehrerer Einrichtungen zur
Erkennung des Codes wird die Arbeitsgeschwindigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erhöht, da gleichzeitig mehrere Vorratsbehälter identifiziert werden können. Mit zwei
derartigen Einrichtungen beiderseits der Zange und in unmittelbarer Nähe zu dieser
(Anspruch 17) sind auch unterschiedliche Bewegungsrichtungen der Behältnisaufnahme,
zum Beispiel unterschiedliche Drehrichtungen einer Tellerscheibe, bei vollständiger
Codeüberwachung möglich.
Besonders zuverlässig arbeiten optische Markierungsleser, die Balkencodes identifizieren
(Anspruch 18) und elektrische Spannungseinrichtungen, die mittels Schleifkontakten
ringförmig um Vorratsbehälter umlaufende Leitfähigkeitscodes erkennen.
[0027] Es ist möglich, an der Vorrichtung zusätzlich mindestens einen weiteren Behälter
vorzusehen, der kein Druckgasbehälter ist (Anspruch 19). Dadurch vergrößert sich der
Einsatzbereich der Vorrichtung: zum Beispiel können Verdünner oder Zusatzstoffe in
solch einem Behälter bevorratet und aus ihm gespendet werden. Für eine Verwendung
der Vorrichtung zum Zubereiten von Haarfarben ist es von Vorteil, wenn mit der Vorrichtung
ein Behälter verbunden ist, der Wasserstoffperoxid enthält (Anspruch 21), da dieses
Oxidationsmittel für eine dauerhafte Haarfärbung verwendet wird. Werden zwei Behälter,
die unterschiedliche Wasserstoffperoxidkonzentrationen enthalten, mit der Vorrichtung
verbunden (Anspruch 22), so kann der vom Friseur gewünschten Auswahl zwischen 9 und
12 %iger Peroxidlösung entsprochen werden.
[0028] Durch die Anordnung der Abgabeöffnung des Behälters über dem Sammelbehälter und die
Regulierung der Abgabeöffnung durch ein Rechner gesteuertes Stellglied (Anspruch 23)
wird die Peroxidzugabe zur Farbmasse programmabhängig und damit besonders reproduzierbar
geregelt.
[0029] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen darstellenden Figuren
näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- in einer Seitenansicht mit teilweisem Vertikalschnitt eine Prinzipdarstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figur 2
- in einer Seitenansicht mit teilweisem Vertikalschnitt einen Betätigungshebel zur axialen
Kraftaufbringung auf ein Produktabgabeventil;
- Figur 3
- in einer Seitenansicht mit teilweisem Vertikalschnitt einen Betätigungshebel zur radialen
Kraftaufbringung auf ein Produktabgabeventil;
- Figur 4
- in einem Vertikalschnitt einen Vorratsbehälter in Form eines Behälters mit eingesetztem
elastisch stark dehnbarem Innenbeutel;
- Figur 5
- in einem Vertikalschnitt einen Vorratsbehälter in Form einer Zweikammerdruckgaspackung;
- Figur 6
- in einer perspektivischen Darstellung einen Vorratsbehälter in einer durch einen Servomotor
betriebenen Zange zur Durchführung des Produktspendevorganges;
- Figur 7
- in einer Seitenansicht mit teilweisem Vertikalschnitt eine kopfstehende Zweikammerdruckgaspackung
mit einem bodenseitig eingesetzten Druckgaseinlaßventil;
- Figur 8
- in einer Seitenansicht mit teilweisem Vertikalschnitt ein produktabstreifendes Mittel
in Form eines Glühdrahtes am Produktabgabeventil;
- Figur 9
- in einer Seitenansicht mit teilweisem Vertikalschnitt den in Figur 9 dargestellten
Gegenstand nach einer 90-Grad-Drehung um seine vertikale Mittelachse;
- Figur 10
- in einer Seitendarstellung mit teilweisem Vertikalschnitt eine Zange in geöffnetem
Zustand;
- Figur 11
- in einer Seitendarstellung mit teilweisem Vertikalschnitt die Zange nach Figur 11
in geschlossenem Zustand;
- Figur 12
- in einer perspektivischen Darstellung eine Zange an einer Zuführmechanik, deren Rand
mit Aussparungen zur Aufnahme einer Blockierungseinrichtung ausgestaltet ist, und
an der eine Einrichtung zur Erkennung des Codes an den Vorratsbehältern angebracht
ist;
- Figur 13
- in einer Draufsicht eine Prinzipdarstellung einer Zuführmechanik mit einem drehbaren
Aufnahmeteller, auf dem Vorratsbehälter angebracht sind, und zwei ortsfest installierte
Behälter, die Wasserstoffperoxid enthalten;
- Figur 14
- in einer Draufsicht eine Prinzipdarstellung einer Zuführmechanik, an deren Aufnahmeteller
drehbare Einzelteller angebracht sind, sowie
- Figur 15
- in einer Draufsicht eine Prinzipdarstellung einer Zuführmechanik, die in zwei im rechten
Winkel zueinander verlaufende horizontale Richtungen linear verschiebbar ist.
[0030] Die Vorrichtung 1 zum wahlweisen Dosieren von unterschiedlichen, fließfähigen Farbmassen
ist mit einer Zuführmechanik 2 versehen, mittels der ein Vorratsbehälter 3 in eine
Position oberhalb eines Sammelbehälters 4 transportiert wird (Figur 1). Der Vorratsbehälter
3, zum Beispiel ein Druckgasbehälter 5, enthält eine Farbmasse 3a. Sein Produktabgabeventil
6 ist nach unten ausgerichtet. Axial auf das Produktabgabeventil 6 drückt ein an einer
Achse 7 drehbar gelagerter Hebel 8. Der Hebel 8 wird von einem Stellglied 9 betätigt,
das mit einem Rechner 10 mittels einer elektrischen Leitung 11 verbunden ist. Ebenso
stehen mit dem Rechner 10 eine vom Sammelbehälter 4 belastete Waage 12 über eine Leitung
13 und eine Pumpe 14 über eine Leitung 15 in Verbindung. Die Pumpe 14 dient dazu Wasserstoffperoxid
16a aus einem Behälter 16 durch Rohrleitungen 17, 18 in den Sammelbehälter 4 zu fördern.
Beim Vorgang des wahlweisen Dosierens unterschiedlicher, fließfähiger Farbmassen aus
mehreren Vorratsbehältern werden einzelne Vorratsbehälter 3 hintereinander von der
Zuführmechanik 2 in die Produktentnahmeposition bewegt. Die jeweils zu entnehmenden
Produktmengen werden vom Rechner 10 dem Stellglied 9 vorgegeben und die entnommenen
Produktmengen über die Waage 12 kontrolliert. Nach der Entnahme der Farbmassen wird
dem Sammelbehälter 4 nach der Rechnervorgabe noch Wasserstoffperoxid 16a hinzugefügt.
[0031] Das Produktabgabeventil 6 kann als axial betätigbares Ventil 19 (Figur 2) oder als
Kippventil 20 (Figur 3) ausgestaltet sein. Bei einem axial betätigbaren Ventil 19
drückt der Hebel 8 axial auf ein Produktabgaberohr 21 (Figur 2). Der Hebel 8 hat dazu
unterhalb des Produktabgaberohrs 21 eine kegelförmige Öffnung 22 und belastet mit
dem Rand dieser Öffnung 22 ein Ringelement 23 am Produktabgaberohr 21. Durch das Produktabgaberohr
21 gespendete Farbmasse 3a kann somit durch die Öffnung 22 in einen Sammelbehälter
gelangen.
Bei einem als Kippventil 20 ausgestaltetem Produktabgabeventil 6 wird das Produktabgaberohr
21 des Vorratsbehälters 3 mittels eines Hebels 8 seitlich ausgelenkt, um Farbmasse
3a aus dem Vorratsbehälter 3 zu entnehmen (Figur 3).
[0032] Als Vorratsbehälter 3 können statt Vorratsbehältern mit Treibmittel auch Behälter
mit eingesetztem elastisch stark dehnbarem Innenbeutel 24 verwendet werden (Figur
4). Infolge der Rückstellkraft des Innenbeutels 24 herrscht in diesem ein relativ
hoher Druck. Die im Innenbeutel 24 bevorratete Farbmasse 3a kann somit bei einer Öffnung
des axial betätigbaren Ventils 19 durch das Produktabgaberohr 21 gespendet werden.
Während einer Produktentnahme zieht sich der Innenbeutel 24 zusammen. Durch ein Loch
25 in der Behälterwand 26 strömt dann Luft in das Volumen zwischen dem Innenbeutel
24 und der Behälterwand 26.
[0033] Bei einer Zweikammerdruckgaspackung 27 hat der Innenbeutel 28 die Funktion, Farbmasse
3a und Treibgas 29 getrennt voneinander zu bevorraten (Figur 5). Sowohl bei Vorratsbehältern
3 mit stark dehnbarem Innenbeutel 24 (Figur 4) als auch bei Zweikammerdruckgaspackungen
27 (Figur 5) erfährt eine oxidationsempfindliche Farbmasse 3a einen sehr guten Schutz
gegenüber dem Sauerstoff aus der Luft.
[0034] Ein Vorratsbehälter 3 wird zum Zweck der Farbmassenentnahme in eine Zange 30 transportiert
(Figur 6). Die Zange 30 wird mittels einer von einem starr befestigten Elektromotor
31 gedrehten Scheibe 31a geschlossen und drückt dabei auf den Boden des Vorratsbehälters
3 und auf dessen Produktabgabeventil 6. Auf das Produktabgaberohr 21 ist ein Adapter
32 gesteckt. Im Langenarm 33, der die Kraft der Lange 30 auf das Produktabgabeventil
6 überträgt, befindet sich ein Produktdurchlaß 34, auf dem ein geschlitzter Hohlkegel
35 befestigt ist. Bei geschlossener Zange 30 wird die gespendete Farbmasse durch den
Hohlkegel 35 und den Produktdurchlaß 34 in einen sich darunter befindlichen Sammelbehälter
abgegeben. Der Schlitz 36 im Hohlkegel 35 gestattet es, den Vorratsbehälter 3 bei
noch nahezu geschlossener Zange 30 bereits weiterzutransportieren.
[0035] Die Ausgestaltung der Ventilbetätigungseinrichtung als Zange 30 erlaubt zudem die
Verwendung einer Zweikammerdruckgaspackung 27 mit einem bodenseitig in die Behälterwand
37 eingesetzten Druckgaseinlaßventil 38 (Figur 7). Durch das Druckgaseinlaßventil
38 wurde bei der Herstellung Druckluft in den Vorratsbehälter 3 eingeführt und füllt
dort einen Gasraum 39 aus. Der Druck wirkt auf einen mit dem Produktabgabeventil 6
eine Baueinheit bildenden deformierbaren Innenbeutel 28, der eine Farbmasse 3a enthält.
Durch eine axiale Betätigung des Produktabgaberohres 21 erfolgt dann die Produktabgabe.
Die Behälterwand 37 des Druckgasbehälters 5 ist über Klammern 41a und einen Dichtring
41b mit der Baueinheit aus Innenbeutel 28 und Produktabgabeventil 6 lösbar verbunden
(Figur 7). Ist der Innenbeutel 28 leer, so kann diese Baueinheit gegen eine neue ersetzt
werden. Die Behälterwand 37 mit dem Druckgaseinlaßventil 38 ist somit wiederverwendbar.
[0036] Um die nach Beendigung eines Produktentnahmevorganges bereits gespendete, aber noch
am Produktabgaberohr 21 anhaftende Farbmasse abzustreifen, wodurch der Produktentnahmevorgang
abgekürzt und ein unkontrolliertes Nachtropfen verhindert wird, kann als produktabstreifendes
Mittel 42 ein Glühdraht 43 (Figur 8) eingesetzt werden. Der mit elektrischen Versorgungsleitungen
44 verbundene Glühdraht 43 befindet sich etwas zu dem Schlitz 36 des Hohlkegels 35
hin versetzt (Figur 9). Somit erfolgt die Produktabgabe ohne Beeinflussung seitens
des Glühdrahtes 43. Erst beim Weitertransport des Vorratsbehälters 3 bewegt sich das
Produktabgaberohr 21 mitsamt dem daran befestigten Adapter 32 dicht oberhalb des Glühdrahtes
43 vorbei auf den Schlitz 36 zu. Dabei wird ein evtl. am Produktabgaberohr 21 hängender
Farbmassenrest vom Glühdraht 43 abgestreift. Adapter 32 und Produktabgaberohr 21 werden
beim Weitertransport des Vorratsbehälters 3 durch den Schlitz 36 des Hohlkegels 35
geführt. Der nach dem Abstreifvorgang am Glühdraht 43 hängengebliebene Farbmassenrest
wird am Glühdraht 43 erwärmt.
[0037] Dadurch verringert sich dort die Viskosität der Farbmasse und sie tropft in den Sammelbehälter.
Man kann den Glühdraht 43 entweder permanent beheizen oder aber mittels eines kurzen
Stromimpulses direkt vor, während oder direkt nach einem Abstreifvorgang.
[0038] Neben einfach geschlitzten Hohlkegeln 35 (Figur 9) können auch zweifach geschlitzte
Hohlkegel 45 an einer Zange eingesetzt werden (Figur 10, Figur 11). Dann ist es möglich,
den Adapter 32 noch bei nahezu vollständig geschlossener Zange 30 in den Hohlkegel
45 zu setzen. Die in den Figuren 11 und 12 im offenen und im geschlossenen Zustand
dargestellte Zange 30 ist zwischen dem kraftseitigen Ende des unteren Zangenarms 33
und der drehbaren Scheibe 31a des fest montierten Elektromotors 31 mit einer mit Haken
46 ausgestatteten Feder 47 versehen. Dadurch wird beim Schließvorgang ein besonders
sanfter Kraftaufbau am Adapter 32 ermöglicht.
[0039] Die Zuführung der einzelnen Vorratsbehälter 3 geschieht mittels einer Zuführmechanik
2, die mit einem drehbaren Aufnahmeteller 48 ausgestattet ist. Der Aufnahmeteller
48 ist doppelbodig ausgeführt (Figur 12). Die obere Tellerscheibe 49 dient hauptsächlich
der Fixierung der Vorratsbehälter 3 in horizontaler Richtung. Mit der unteren Tellerscheibe
50 werden die Vorratsbehälter 3 abgestützt. Dabei liegen die Adapter 32 auf den Rändern
runder Produktdurchlasse 34. Die untere Tellerscheibe 50 ist am unteren Tellerrand
51 mit Aussparungen 52 versehen. Diese Aussparungen 52 liegen bei den gleichen Umfangswinkeln
wie die in der oberen Tellerscheibe 49 ausgesparten kreisförmigen Vorratsbehälteraufnahmen
53. Vor einer Farbmassenentnahme aus einem Vorratsbehälter 3 wird der doppelbodige
Aufnahmeteller 48 mittels einer am unteren Zangenarm 33 an der Zange 30 ausgebildeten
Blockierungseinrichtung 54, die in eine Aussparung 52 einrastet, blockiert. Durch
das Einschalten eines mit dem nicht angelenkten Ende des unteren Zangenarms 33 starr
verbundenen Elektromagneten 55 wird der an einer weiteren Achse 56 drehbar gelagerte
untere Zangenarm 33 im Bereich der Blockierungseinrichtung 54 nach oben bewegt. Gleichzeitig
wird die vertikal eingebaute Stange 57 der Zange 30 nach oben geschoben und übt so
über den oberen Zangenarm 33a auf die Bodenwand 58 des Vorratsbehälters 3 einen Druck
aus. Dieser Druck bewirkt eine Produktabgabe aus dem Vorratsbehälter 3. Die abgegebene
Farbmasse fällt dabei durch den Produktdurchlaß 34 der unteren Tellerscheibe 50 und
einen vom unteren Zangenarm 33 ausgebildeten Ring 59 in den Sammelbehälter 4.
[0040] Die in der Zuführmechanik 2 untergebrachten Vorratsbehälter 3 sind jeweils mit einem
Code 60a versehen, in dem eine Information über den Inhalt des betreffenden Vorratsbehälters
3 enthalten ist. Der Code 60a wird von einer Einrichtung 60 zur Codeerkennung mittels
Schleifkontakten 60b abgetastet. Das abgetastete Signal ist dabei eine sehr geringe
elektrische Spannung, deren Betrag von der elektrischen Leitfähigkeit der Codeoberfläche
abhängt. Die Spannungsversorgung für den Code 60a geschieht mittels eines weiteren
Schleifkontaktes 60c, der den Vorratsbehälter 3 berührt.
[0041] Eine kompaktere Bauweise einer runden Zuführmechanik 2 kann durch zwei kreisförmig
und konzentrisch zueinander angeordnete Reihen von Vorratsbehältern 3 auf einem ringförmigen
Aufnahmeteller 61 erreicht werden (Figur 13). Bei einer derartigen Zuführmechanik
2 werden zwei Zangen benötigt, die in unterschiedlichem radialen Abstand von der Drehachse
des Aufnahmetellers entfernt über dem Sammelbehälter 4 wirken. Diese radialen Abstände
sind durch die Kreisbahnen der beiden Vorratsbehälterreihen vorgegeben. Im Mittelbereich
62 des ringförmigen Aufnahmetellers 61 sind zwei weitere Behälter 16 ortsfest angebracht,
die Waserstoffperoxid 16a in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Sowohl die
gespendete Farbmasse 3a für eine Haarfärbung aus den einzelnen Vorratsbehältern 3
als auch die Masse an Wasserstoffperoxid 16a aus den ortsfesten Behältern 16 wird
durch die vom Sammelbehälter 4 belastete Waage 12 gemessen.
[0042] In einer weiteren Ausgestaltung der Zuführmechanik 2 ist der Aufnahmeteller 48 als
ringförmiger Aufnahmeteller 61 mit darauf montierten drehbaren und arretierbaren Einzeltellern
63 ausgeführt (Figur 14). Auf jedem Einzelteller 63 sind vier Vorratsbehälter 3 mit
Farbmasse 3a untergebracht. Die Produktentnahme aus den Vorratsbehältern 3 erfolgt
in einer Position oberhalb der Mitte des Sammelbehälters 4. Dazu wird zuerst der ringförmige
Aufnahmeteller 61 und dann der entsprechende Einzelteller 63 derart gedreht, daß der
gewünschte Vorratsbehälter 3 oberhalb der Mitte des Sammelbehälters 4 positioniert
ist.
[0043] Bei einer Ausgestaltung der Zuführmechanik 2 mit einer Behältnisaufnahme 64, die
in zwei im rechten Winkel zueinander verlaufende horizontale Richtungen x und y linear
verschiebbar ist (Figur 15), ist ein Wasserstoffperoxid 16a enthaltender Behälter
16 nicht ortsfest, sondern mit der gesamten Behältnisaufnahme 64 verschiebbar. Die
Peroxidabgabe erfolgt mittels einer flexiblen Rohrleitung, deren Abgabeöffnung über
dem Sammelbehälter 4 angeordnet ist.
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Zuführmechanik
- 3
- Vorratsbehälter
- 3a
- Farbmasse
- 4
- Sammelbehälter
- 5
- Druckgasbehälter
- 6
- Produktabgabeventil
- 7
- Achse
- 8
- Hebel
- 9
- Stellglied
- 10
- Rechner
- 11, 13, 15
- Leitung
- 12
- Waage
- 14
- Pumpe
- 16
- Behälter
- 16a
- Wasserstoffperoxid
- 17, 18
- Rohrleitung
- 19
- axial betätigbares Ventil
- 20
- Kippventil
- 21
- Produktabgaberohr
- 22
- Öffnung
- 23
- Ringelement
- 24, 28
- Innenbeutel
- 25
- Loch
- 26
- Behälterwand
- 27
- Zweikammerdruckgaspackung
- 29
- Treibgas
- 30
- Zange
- 31
- Elektromotor
- 31a
- Scheibe
- 32
- Adapter
- 33, 33a
- Zangenarm
- 34
- Produktdurchlaß
- 35
- einfach geschlitzter Hohlkegel
- 36
- Schlitz
- 37
- Behälterwand
- 38
- Druckgaseinlaßventil
- 39
- Gasraum
- 41a
- Klammer
- 41b
- Dichtring
- 42
- produktabstreifendes Mittel
- 43
- Glühdraht
- 44
- Versorgungsleitung
- 45
- zweifach geschlitzter Hohlkegel
- 46
- Haken
- 47
- Feder
- 48
- Aufnahmeteller
- 49, 50
- Tellerscheibe
- 51
- unterer Tellerrand
- 52
- Aussparung
- 53
- Vorratsbehälteraufnahme
- 54
- Blockierungseinrichtung
- 55
- Elektromagnet
- 56
- Achse
- 57
- Stange
- 58
- Bodenwand
- 59
- Ring
- 60
- Einrichtung zur Codeerkennung
- 60a
- Code
- 60b, 60c
- Schleifkontakt
- 61
- ringförmiger Aufnahmeteller
- 62
- Mittelbereich
- 63
- Einzelteller
- 64
- Behältnisaufnahme
1. Vorrichtung (1) zum wahlweisen Dosieren von unterschiedlichen, fließfähigen Farbmassen
(3a) aus mehreren, batterieartig angeordneten Vorratsbehältern (3) in einen Sammelbehälter
(4), mit einer Zuführeinrichtung zur Zuführung der Farbmassen (3a) zum Sammelbehälter
(4), wobei die Vorratsbehälter (3) jeweils zusammen mit einem bodenseitigen Produktabgabeventil
(6) direkt über den feststehenden Sammelbehälter (4) beweglich sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorratsbehälter (3) hermetisch abgeschlossen sind und die darin enthaltene
Farbmasse (3a) unter Druck steht, daß das jeweilige Produktabgabeventil (6) in den
Vorratsbehälter (3) integriert ist und es sich um ein Kippventil (20) oder ein axial
betätigbares Ventil (19) mit kurzem Produktabgaberohr (21) handelt, sowie daß eine
Einrichtung (7, 8, 9) zur Betätigung des Produktabgabeventils (6) vorgesehen ist,
die auf das Produktabgaberohr (21) wirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckgasbehälter (5)
Zweikammerdruckgaspackungen (27) mit jeweils einem Innenbeutel (28) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Vorratsbehälter (3) ein
die Farbmasse (3a) enthaltender, elastisch stark dehnbarer Innenbeutel (24) vorgesehen
ist, dessen Beutelmaterial eine hohe Rückstellkraft besitzt.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Produktabgabeventil (6) des Vorratsbehälters (3) ein produktabstreifendes
Mittel (42) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als produktabstreifendes Mittel (42) ein Glühdraht (43) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als produktabstreifendes Mittel ein kurzzeitig und annähernd zweidimensional
wirkender Luftstromstoß vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Produktabgabeventil (6) und der Boden des Vorratsbehälters (3) in einer
Position des Vorratsbehälters (3) oberhalb des Sammelbehälters in einer Zange (30)
eingeklemmt sind.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelbehälter (4) eine Waage (12) belastet.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Produktabgabeventil (6) des Vorratsbehälters (3) über ein Rechner gesteuertes
Stellglied (9) betätigt wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 in Verbindung mit Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der das Stellglied (9) steuernde Rechner (10) mit der Waage (12) des Sammelbehälters
(4) mittels einer elektrischen Leitung (13) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Vorratsbehältern (3) entsprechend der zu erwartenden Einsatzhäufigkeit
und der durchschnittlich abzugebenden Produktmengen der einzelnen Basisfarben einfach
oder mehrfach bevorratet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie (2) mit einer Behältnisaufnahme (64) ausgestattet ist, die in zwei im rechten
Winkel zueinander verlaufende horizontale Richtungen linear verschiebbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie (2) mit einem drehbaren Aufnahmeteller (48) ausgestattet ist, der in vorgegebenen
Winkelstellungen mittels einer in Aussparungen (52) am Aufnahmeteller (48) einrastbaren
Blockierungseinrichtung (54) arretierbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Aufnahmeteller (48) drehbare und arretierbare Einzelteller (63) angebracht
sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (10) mit dem Antrieb einer Zuführmechanik (2) elektrisch verbunden
ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratsbehälter mit Codes versehen sind und der Rechner mit mindestens einer
Einrichtung zur Erkennung dieser Codes verbunden ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner mit zwei Einrichtungen zur Codeerkennung verbunden ist, die beiderseits
der Zange und in unmittelbarer Nähe zu dieser angebracht sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Code ein Balkencode und die Einrichtung zur Codeerkennung ein optischer Markierungsleser
ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Code (60a) ein ringförmig um einen Vorratsbehälter (3) umlaufender Leitfähigkeitscode
ist, und die Einrichtung (60) zur Codeerkennung eine mit Schleifkontakten (60b, 60c)
versehene elektrische Spannungsmeßeinrichtung ist.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorrichtung mindestens ein weiterer Behälter (16), der kein Druckgasbehälter
ist, vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (3) mit einem Wasserstoffperoxid (16a) enthaltenden Behälter
(16) versehen ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (3) mit zwei Behältern (16) versehen ist und diese Wasserstoffperoxid
(16a) in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabeöffnung des Behälters (16) über dem Sammelbehälter (4) angeordnet ist
und über ein Rechner (10) gesteuertes Stellglied (9) geöffnet und geschlossen wird.
1. Device (1) for alternate metering of different flowable colouring compositions (3a)
from several storage tanks (3) arranged in battery form into a collecting tank (4)
having a feed device for feeding the colouring compositions (3a) to the collecting
tank (4), the storage tanks (3) in each case being movable, together with a product
delivery valve (6) at the base, directly over the fixed collecting tank (4), characterized
in that the storage tanks (3) are hermetically sealed and the colouring composition
(3a) contained therein is under pressure, in that the particular product delivery
valve (6) is integrated into the storage tank (3) and is a tilting valve (20) or an
axially actuatable valve (19) with a short product delivery pipe (21), and in that
a device (7, 8, 9) for actuation of the product delivery valve (6) which acts on the
product delivery pipe (21) is provided.
2. Device according to Claim 1, characterized in that two-chamber compressed gas packs
(27) each having an internal bag (28) are provided as compressed gas tanks (5).
3. Device according to Claim 1, characterized in that there is provided in the storage
tank (3) an internal bag (24) which contains the colouring composition (3a) and is
highly elastically extensible and whereof the bag material has a high restoring force.
4. Device according to at least one of the preceding claims, characterized in that a
product-stripping means (42) is assigned to the product delivery valve (6) of the
storage tank (3).
5. Device according to Claim 4, characterized in that a heating wire (43) is provided
as the product-stripping means (42).
6. Device according to Claim 4, characterized in that a pulse of air acting briefly and
approximately two-dimensionally is provided as the product-stripping means.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the product
delivery valve (6) and the base of the storage tank (3) are clamped in a gripper (30)
in a position of the storage tank (3) above the collecting tank.
8. Device according to at least one of the preceding claims, characterized in that the
collecting tank (4) loads a balance (12).
9. Device according to at least one of the preceding claims, characterized in that the
product delivery valve (6) of the storage tank (3) is actuated via a computer-controlled
actuator (9).
10. Device according to Claim 8 in association with Claim 9, characterized in that the
computer (10) which controls the actuator (9) is connected to the balance (12) of
the collecting tank (4) by means of an electrical lead (13).
11. Device according to one of the preceding claims, characterized in that it is supplied
by one or more storage tanks (3) according to the frequency of use to be expected
and the average product amounts of the individual base colours to be delivered.
12. Device according to Claim 1, characterized in that it (2) is equipped with a container
receptacle (64) which can be displaced linearly in two horizontal directions running
at right angles to one another.
13. Device according to Claim 1, characterized in that it (2) is equipped with a rotatable
receiving plate (48) which can be stopped in predetermined angular positions by means
of a blocking device (54) which can be snapped into recesses (32) on the receiving
plate (48).
14. Device according to Claim 13, characterized in that rotatable and stoppable individual
plates (63) are located on the receiving plate (48).
15. Device according to Claim 9, characterized in that the computer (10) is connected
electrically to the drive of a feed mechanism (2).
16. Device according to Claim 9, characterized in that the storage tanks are provided
with codes and the computer is connected to at least one device for recognition of
these codes.
17. Device according to Claim 10 in association with Claim 16, characterized in that the
computer is connected to two devices for code recognition which are located on both
sides of the gripper and in the immediate vicinity thereof.
18. Device according to Claim 16 or 17, characterized in that the code is a bar code and
the device for code recognition is an optical marking reader.
19. Device according to Claim 16 or 17, characterized in that the code (60a) is a conduction
code running circularly around a storage tank (3), and the device (60) for code recognition
is an electrical voltage-measuring device provided with loop contacts (60b, 60c).
20. Device according to at least one of the preceding claims, characterized in that at
least one further tank (16) which is not a compressed gas tank is provided on the
device.
21. Device according to Claim 20, characterized in that the device (3) is provided with
a tank (16) containing hydrogen peroxide (16a).
22. Device according to Claim 20, characterized in that the device (3) is provided with
two tanks (16) and these contain hydrogen peroxide (16a) in different concentrations.
23. Device according to claim 21 or 22, characterized in that the delivery opening of
the tank (16) is located above the collecting tank (4) and is opened and closed via
an actuator (9) controlled by a computer (10).
1. Dispositif (1), pour doser à la demande différents colorants (3a) fluides, à partir
de plusieurs récipients de stockage (3), disposés en batterie, à l'intérieur d'un
récipient collecteur (4), avec un dispositif d'amenée servant à amener les colorants
(3a) au récipient collecteur (4), les récipients de stockage (3) étant directement
déplaçables, conjointement avec une soupape de distribution de produit (6), située
côté fond, au-dessus du récipient collecteur (4) fixe, caractérisé en ce que les récipients
de réserve (3) sont fermés hermétiquement et le colorant (3a) y étant contenu est
placé sous pression, en ce que la soupape de distribution de produit (6) respective
est intégrée au récipient de stockage (3) et est une soupape à basculement (20) ou
une soupape (19) à commande axiale, équipée d'un court tuyau de distribution de produit
(21), et en ce qu'est prévu un dispositif (7, 8, 9) destiné à l'actionnement de la
soupape de distribution de produit (6), agissant sur le tube de distribution de produit
(21).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que sont prévus comme récipients
à gaz sous pression (5) des emballages à gaz sous pression (27) à deux chambres, comportant
chacun un sachet intérieur (28).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le récipient de stockage
(3) est prévu un sachet intérieur (24), contenant le colorant (3a), pouvant subir
une forte extension élastique, dont le matériau constitutif présente une force de
rappel élevée.
4. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes caractérisé en ce qu'un
moyen racleur de produit (42) est associé à la soupape de distribution de produit
(6) du récipient de stockage (3).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moyen racleur de produit
(42) est un filament incandescent (43).
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'est prévu comme moyen racleur
de produit un coup de bélier d'air, de durée brève et agissant de façon à peu près
bidimensionnelle.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la soupape
de distribution de produit (6) et le fond du récipient de stockage (3) sont enserrés
dans une pince (30), en une position du récipient de stockage (3) située au-dessus
du récipient collecteur.
8. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le récipient collecteur (4) agit sur une balance (12).
9. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que la soupape de distribution de produit (6) du récipient de stockage (3) est actionné
au moyen d'un élément de réglage (9) placé sous la commande d'un ordinateur.
10. Dispositif selon la revendication 8, en, liaison avec la revendication 9, caractérisé
en ce que l'ordinateur (10) commandant l'organe de réglage (9) est relié à la balance
(12) du récipient collecteur (4) au moyen d'une ligne électrique (13).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est
au préalable garni d'un ou plusieurs récipients de stockage (3), de manière correspondant
à la fréquence d'utilisation et aux quantités moyennes de produits à délivrer pour
les différentes couleurs de bases.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il est équipé d'un logement
à récipients (64), déplaçable linéairement suivant deux directions horizontales perpendiculaires
entre elles.
13. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il est équipé d'un plateau
de réception (48) tournant, pouvant être bloqué en des positions angulaires prédéterminées,
au moyen d'un dispositif de blocage (54) pouvant s'encliqueter dans des évidements
(52) ménagés sur le plateau de réception (48).
14. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que des plateaux individuels
(63), pouvant tourner et être bloqués, sont montés sur le plateau de réception (48).
15. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'ordinateur (10) est relié
électriquement à l'entraînement d'un mécanisme d'alimentation (2).
16. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les récipients de stockage
sont pourvus de codes et l'ordinateur est relié à au moins un dispositif de reconnaissance
de ces codes.
17. Dispositif selon la revendication 10, en liaison avec la revendication 16, caractérisé
en ce que l'ordinateur est relié à deux dispositifs d'identification de codes, montés
de part et d'autre de la pince et à proximité immédiate de celle-ci.
18. Dispositif selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que le code est un code
à barres et le dispositif de reconnaissance de code est un lecteur de marquage optique.
19. Dispositif selon la revendication 14 ou 17, caractérisé en ce que le code (60a) est
un code à conductibilité, placé sur le pourtour d'un récipient de stockage (3), et
le dispositif (60) de reconnaissance de code est un dispositif électrique de mesure
de tension, pourvu de contacts à balais (60b, 60c).
20. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'au moins un récipient (16) supplémentaire, n'étant pas un récipient à gaz sous
pression, est prévu sur le dispositif.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le dispositif (3) est
pourvu d'un récipient (16) contenant du peroxyde d'hydrogène (16a).
22. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le dispositif (3) est
pourvu de deux récipients (16), contenant ce peroxyde d'hydrogène (16a) en des concentrations
différentes.
23. Dispositif selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que l'orifice de distribution
du récipient (16) est disposé au-dessus de récipient collecteur (4) et ouvert et fermé
au moyen d'un organe de réglage (9) soumis à la commande d'un ordinateur (10).