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EP 0 482 343 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
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Anmeldetag: 14.09.1991 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Feinschleifen von Ringen, insbesondere von Wälzlagerlaufringen
Process of and device for finishing rings, especially race rings for rolling bearings
Procédé et appareil pour la rectification d'anneaux, en particulier de bagues de paliers
de roulements
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
24.10.1990 DE 4033727
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.1992 Patentblatt 1992/18 |
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Patentinhaber: ERNST THIELENHAUS KG |
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D-42285 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- Thielenhaus, Ernst, Dipl.-Ing.
W-5600 Wuppertal 1 (DE)
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Vertreter: Andrejewski, Walter et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Partner
Postfach 10 02 54 D-45002 Essen D-45002 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 221 975 DE-A- 2 826 169 GB-A- 1 061 661
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DD-A- 234 388 DE-A- 3 109 962 US-A- 2 777 321
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Feinschleifen von Ringen auf der Ringaußenfläche
oder auf der Ringinnenfläche, insbesondere zum Feinschleifen von Wälzlagerlaufringen,
wobei ein zu bearbeitender Ring von einer Werkstückaufnahme mit Zentrierung über ein
hydraulisches Zentriermittel aufgenommen und von einem Treiber rotierend angetrieben
wird, wobei die zu bearbeitende Ringfläche bei einem Schleifvorgang einer Vermessung
unterworfen wird und wobei der Schleifvorgang nach Maßgabe der Meßwerte der Vermessung
gesteuert und/oder geregelt wird. Die Erfindung betrifft außerdem Vorrichtungen für
die Durchführung eines solchen Verfahrens, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
Es versteht sich, daß die Meßwerte der Vermessung über geeignete Hilfsmittel elektrisch
aufgenommen und ausgewertet werden, wozu die modernen, insbesondere elektronischen
Hilfsmittel der Meß- und Regeltechnik eine Mehrzahl von Möglichkeiten bieten, und
zwar auch rechnergestützt. Die Meßwerte definieren gleichsam den Istwert. Die Steuerung
oder Regelung erfolgt z. B. nach Maßgabe eines vorgegebenen Werkstoffabtrages als
Sollwert. Insbesondere bei Wälzlagerringen für hochtourige Wälzlager werden an die
Genauigkeit des Werkstoffabtrages hohe Anforderungen gestellt. Außerdem muß sichergestellt
werden, daß die Rundheit der Ringe bei der Bearbeitung nicht leidet. Die Zentrierung
über ein hydraulisches Zentriermittel wird auch als Hydrozentrierung bezeichnet (vgl.
DE 18 05 307).
[0002] Die Hydrozentrierung kann mit umfangsmäßig geschlossenen Werkstückaufnahmen, aber
auch mit schuhartigen Hydrozentrikelementen erfolgen. Sie erlaubt es, die zu bearbeitenden
Ringe so aufzunehmen, daß Einspannverformungen oder Aufspannverformungen, wie sie
z. B. bei mechanischer Einspannung oder Aufspannung mit einem Dreibackenfutter in
Kauf genommen werden müssen, nicht auftreten. Insoweit erlaubt die Hydrozentrierung
eine feinschleifende Bearbeitung mit hoher Genauigkeit. Es versteht sich, daß die
zu bearbeitenden Ringe mit geeigneten Hilfsmitteln, z. B. über Andrückrollen, gegen
den Treiber gedrückt werden.
[0003] Im Rahmen von bekannten Maßnahmen, deren Analyse die Erfindung berücksichtigt, erfolgt
die Vermessung mit Hilfe von mechanischen Fühlern, die mit geringem Andruck auf die
zu bearbeitende Ringfläche aufgesetzt werden und die z. B. mit einer feinen Diamantspitze
ausgerüstet sind. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Spitzen der Fühler
Spuren auf der bearbeiteten Ringfläche hinterlassen. Auch kann die unvermeidbare geringe
Unrundheit, die die zu bearbeitenden Ringe aus der Vorfertigung mitbringen, zu storenden
Schwingungen im Meßsystem führen. Im Rahmen von anderen bekannten Maßnahmen zum Feinschleifen
von Ringen (Firmenprospekt "ETAMIC", Die pneumatische Messung, 1988), an die aie Erfindung
anschließt, ist die Vermessung eine berührungslose Vermessung. Dazu wird ein Meßluftstrom,
der im freien Strahl aus einer Düse austritt, auf die zu bearbeitende Fläche gerichtet,
so daß zwischen der Düse und der zu bearbeitenden Fläche gleichsam ein Drosselspalt
entsteht. Veränderungen der Spaltweite dieses Drosselspaltes, die auf unterschiedlichem
Abstand der zu bearbeitenden Fläche von der Düse beruhen, bewirken in dem Luftstrom,
der über eine Leitung der Düse zugeführt wird, Druckschwankungen, die meßtechnisch
erfaßt und in der beschriebenen Weise ausgewertet werden. Hier ist bei hohen Anforderungen
die Meßgenauigkeit nicht ausreichend und auch hier können störende Schwingungen nicht
ausgeschlossen werden. Endlich ist im Zusammenhang mit der Bearbeitung von ebenen
Flächen durch Feinschleifen vorgeschlagen worden, einen Flüssigkeitsstrahl, nämlich
einen Ölstrahl, gleichsam als Fühler einzusetzen. Nicht zum Stande der Technik gehörende
Versuche, mit einem solchen Flüssigkeitsstrahl bei einem Verfahren zum Feinschleifen
von Ringen auf der Ringaußenfläche oder Ringinnenfläche, insbesondere beim Feinschleifen
von Wälzlagerlaufringen, zu arbeiten, führten nicht zum Erfolg, sondern eher zu Störungen
der Zentrierung. Die Meßgenauigkeit erwies sich als unzureichend.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Feinschleifen von Ringen
auf der Ringaußenfläche oder auf der Ringinnenfläche, insbesondere zum Feinschleifen
von Wälzlagerlaufringen, anzugeben, mit dem die Vermessung mit großer Genauigkeit
und ohne Störungen durch Schwingungen erfolgen kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß eine berührungslose Vermessung
mit zumindest zwei gleichen Meßköpfen durchgeführt wird, aus denen ein mit dem Zentriermittel
übereinstimmendes hydraulisches Meßmittel aus jeweils zumindest einer Düsenöffnung
austritt, daß die Meßköpfe meßkraftkompensierend äquldistant über den Umfang der zu
bearbeitenden Ringfläche verteilt angeordnet werden, und daß das hydraulische Meßmittel
freistrahlfrei in die Meß- und Zentriermittelschicht eingeführt wird, die die zu bearbeitende
Ringfläche mitnimmt und die sich zwischen dem Meßkopf und der Ringfläche ausbildet.-
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es nicht tunlich ist, beim Feinschleifen
von Ringen und insbesondere Wälzlagerlaufringen mit einem freien Strahl von Meßluft
oder mit einem freien Strahl einer Meßflüssigkeit zu arbeiten. Die vorstehend beschriebenen
Störungen lassen sich vermeiden, wenn mit Meßköpfen gearbeitet wird, aus denen das
Meßmittel freistrahlfrei in die Meßmittel- und Zentriermittelschicht eintritt, die
sich notwendigerweise bei der Bearbeitung von Ringen auf der Ringinnenfläche oder
Ringaußenfläche einstellt, wenn die Zentrierung über ein hydraulisches Zentriermittel
erfolgt. Ohne Störung der Zentrierung kann mit verhältnismäßig hohen Drücken des Meßmittels
und damit auch des Zentriermittels gearbeitet werden, wenn in der beschriebenen Weise
dafür gesorgt wird, daß die Meßköpfe meßkraftkompensierend äquidistant über den Umfang
der zu bearbeitenden Ringfläche verteilt angeordnet werden. Meßkraftkompensierend
bedeutet, daß die Kräfte sich aufheben, die dadurch entstehen, daß das Meßmittel mit
einem beachtlichen Druck an der zu bearbeitenden Ringfläche gleichsam abgestutzt ist.
Da das Meßmittel ein hydraulisches Meßmittel ist, läßt sich die Viskosität so einstellen,
daß die eingangs beschriebenen Schwingungen nicht mehr auftreten können. Es versteht
sich, daß die Strömungsquerschnitte für die Zuführung des Meßmittels zu den Meßköpfen
nicht zu groß und die Leitungen selbst ausreichend gering elastisch verformbar eingerichtet
sind. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung wird ein beim Feinschleifen übliches
hydraulisches Spülmittel als Meß- und Zentriermittel eingesetzt.
[0006] Von besonderem Vorteil ist es, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Zentriermittel
und das Meßmittel gleichzeitig als Kühlmittel eingesetzt werden können, so daß die
zu bearbeitenden Ringe störende Wärmedehnungen, die aus der Bearbeitungswärme resultieren,
nicht erfahren. Dazu lehrt die Erfindung insbesondere, daß mit einer zugleich kühlwirksamen
Meßmittelmenge gearbeitet wird. Die Meßmittelmenge und die Zentriermittelmenge können
dem gleichen Druckmittelsystem entnommen werden. Im Rahmen der Erfindung liegt es,
dabei eine Kühlung des Zentriermittels bzw. des Meßmittels durchzuführen, und zwar
über geeignete Wärmetauscher.
[0007] Um eine ausreichende Meßkraftkompensation durchzuführen, kann mit zwei diametral
gegenüberliegenden Meßköpfen gearbeitet werden. Eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß mit drei über den Umfang der zu bearbeitenden
Ringfläche um 120° versetzt angeordneten Meßköpfen gearbeitet wird. Zweckmäßigerweise
wird mit identisch gleichen Meßköpfen gearbeitet.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung für die Durchführung des beschriebenen
Verfahrens. Diese Vorrichtung ist mit einer rotierenden Werkstückaufnahme für den
zu bearbeitenden Wälzlagerlaufring und zumindest einem Meßkopf mit Düsenoffnung ausgerüstet.
Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei Meßköpfe mit jeweils
zumindest einer Düsenöffnung vorgesehen sind,daß die Meßköpfe meßkraftkompensierend
äquidistant über den Umfang der zu bearbeitenden Ringfläche verteilt sind und daß
die Meßköpfe in radialer Richtung einstellbar sind. Die Meßköpfe können im einfachsten
Fall ein in radialer Richtung angeordnetes Düsenrohr aufweisen, insoweit also hauptsächlich
aus diesem Düsenrohr bestehen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Vorrichtung
so auszulegen, daß die Meßköpfe einen Meßschuh aufweisen, dessen Meßfläche krümmungsmäßig
der zu bearbeitenden Ringfläche angepaßt ist, und daß die Düsenöffnung in der Meßfläche
mündet. Die Düsenöffnungen aller Meßköpfe besitzen zweckmäßigerweise den gleichen
Durchmesser, sie sollten zur Abgabe gleicher Meßmittelmengenströme eingerichtet sein.
- Die Meßwerte können von den einzelnen Meßköpfen bzw. von den den einzelnen Meßköpfen
zugeführten Meßmittelströmen abgenommen und einzeln oder integriert ausgewertet werden.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- das Schema einer Vorrichtung für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
als Ansicht in Richtung der Achse eines zu bearbeitenden Ringes,
- Fig. 2
- einen Schnitt in Richtung AA durch den Gegenstand nach Fig. 1 mit einigen konstruktiven
Details und
- Fig. 3
- entsprechend der Fig. 1 eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0010] Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung ist zum Feinschleifen von Ringen 1 auf
der Ringinnenfläche (Fig. 1 und 2) oder auf der Ringaußenfläche (Fig. 3) bestimmt.
[0011] Man erkennt zunächst eine maschinenfeste, nicht rotierende Werkstückaufnahme 2 für
die zu bearbeitenden Ringe 1, wobei die Zentrierung über ein hydraulisches Zentriermittel
3 erfolgt, welches über besondere Bohrungen und Kanäle zugeführt wird, was nicht gezeichnet
wurde. Nimmt man die Fig. 2 hinzu, so erkennt man, daß ein von der Werkstückaufnahme
2 aufgenommener zu bearbeitender Ring 1 über einen Treiber 4, der aus einer Welle
und einer damit verbundenen Scheibe besteht, rotierend mitgenommen wird. Dazu ist
außerdem eine Andrückeinrichtung erforderlich, die den zu bearbeitenden Ring gegen
den Treiber drückt. Die Andrückeinrichtung wurde nicht gezeichnet.
[0012] Die zu bearbeitende Ringfläche erfährt bei einem Schleifvorgang eine berührungslose
Vermessung. In den Fig. 1 und 3 erkennt man, daß dazu Meßköpfe 5 vorgesehen sind,
die in radialer Richtung in bezug auf die zu bearbeitende Oberfläche einstellbar sind.
Diese Einstellung kann in radialer Richtung hin und wieder zurück erfolgen, was durch
Doppelpfeil angedeutet wurde. Dabei läßt sich ein sehr feiner Spalt zwischen der zu
bearbeitenden Ringfläche und dem Meßkopf 5 einstellen. In den Fig. 1 und 3 wurde dieser
Spalt mit erheblicher Übertreibung vergrößert dargestellt. Die Spaltweite liegt im
allgemeinen im µ-Bereich. Die Meßköpfe 5 sind meßkraftkompensierend äquidistant über
den Umfang der zu bearbeitenden Ringfläche verteilt. sie besitzen jeweils zumindest
eine Düsenöffnung 6, aus der ein mit dem Zentriermittel übereinstimmendes hydraulisches
Meßmittel austritt. Es tritt freistrahlfrei in die Meß- und Zentriermittelschicht
7 ein, die übertrieben dick gezeichnet worden ist. Sie bildet sich zwischen der zu
bearbeitenden Ringfläche und jedem der Meßköpfe 5 aus.
[0013] In der Fig. 1 wurde angedeutet, daß die Meßköpfe 5 als Meßschuhe ausgeführt sind,
deren Meßfläche krümmungsmäßig der zu bearbeitenden Ringfläche angepaßt ist. Die Düsenöffnungen
6 münden, wie die Fig. 2 zeigt, in der Meßfläche. Im Ausführungsbeispiel und nach
bevorzugter Ausführungsform der Erfindung haben die Düsenöffnungen 6 aller Meßköpfe
5 den gleichen Durchmesser. Sie sind auch zur Abgabe gleicher Meßmittelmengenströme
eingerichtet. In der Fig. 3 wurde angedeutet, daß die Meßköpfe auch ein in radialer
Richtung verlaufendes Düsenrohr 8 aufweisen können. - Die eingangs beschriebene Verfahrensweise
läßt sich mit solchen Vorrichtungen sehr einfach verwirklichen. Handelt es sich um
die Bearbeitung von Wälzlagerlaufringen, so können die Meßköpfe 5 durch eine radiale
Verstellung in die Laufrillen der Ringe eingeführt und in Arbeitsposition gebracht
werden.
1. Verfahren zum Feinschleifen von Ringen auf der Ringaußenfläche oder auf der Ringinnenfläche,
insbesondere zum Feinschleifen von Wälzlagerlaufringen (1),
wobei ein zu bearbeitender Ring (1) von einer Werkstückaufnahme (2) mit Zentrierung
über ein hydraulisches Zentriermittel (3) aufgenommen und von einem Treiber (4) rotierend
angetrieben wird,
wobei die zu bearbeitende Ringfläche bei einem Schleifvorgang einer Vermessung unterworfen
wird und wobei der Schleifvorgang nach Maßgabe der Meßwerte der Vermessung gesteuert
und/oder geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine berührungslose Vermessung mit zumindest zwei gleichen Meßköpfen (5) durchgeführt
wird, aus denen ein mit dem Zentriermittel übereinstimmendes hydraulisches Meßmittel
aus jeweils zumindest einer Düsenöffnung (6) austritt,
daß die Meßköpfe (5) meßkraftkompensierend äquidistant über den Umfang der zu bearbeitenden
Ringfläche verteilt angeordnet werden,
und daß das hydraulische Meßmittel freistrahlfrei in die Meß- und Zentriermittelschicht
(7) eingeführt wird, die die zu bearbeitende Ringfläche mitnimmt und die sich zwischen
dem Meßkopf und der Ringfläche ausbildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein beim Feinschleifen übliches
hydraulisches Spülmittel als Meß- und Zentriermittel eingesetzt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer
zugleich kühlwirksamen Meßmittelmenge gearbeitet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßmittelmenge
und die Zentriermittelmenge dem gleichen Druckmittelsystem entnommen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit diametral
gegenüberliegenden Meßköpfen (5) gearbeitet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit drei über
den Umfang der zu bearbeitenden Ringfläche um 120° versetzt angeordneten Meßköpfen
(5) gearbeitet wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit
einer rotierenden Werkstückaufnahme (2) mit Zentrierung über ein hydraulisches Zentriermittel
(3) für den zu bearbeitenden Wälzlagerlaufring (1) und zumindest einen Meßkopf (5)
mit Düsenöffnung (6), dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei gleiche Meßköpfe
(5) mit jeweils zumindest einer Düsenöffnung (6) vorgesehen sind, daß die Meßköpfe
(5) meßkraftkompensierend äquidistant über den Umfang der zu bearbeitenden Ringfläche
verteilt sind und daß die Meßköpfe (5) in radialer Richtung einstellbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßköpfe (5) ein in radialer
Richtung angeordnetes Düsenrohr aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßköpfe (5) einen Meßschuh
aufweisen, dessen Meßfläche krümmungsmäßig der zu bearbeitenden Ringflache angepaßt
ist, und daß die Düsenöffnung (6) in der Meßfläche mündet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenöffnungen
(6) aller Meßköpfe (5) den gleichen Durchmesser aufweisen und zur Abgabe gleicher
Meßmittelmengenströme eingerichtet sind.
1. A process for the precision-grinding of rings on the outer ring surface or on the
inner ring surface, particularly for the precision-grinding of bearing races (1) of
anti-friction bearings,
wherein a ring (1) to be processed is held by a workpiece holder (2) with centring
via a hydraulic centring medium (3) and is rotationally driven by a driver (4),
wherein the ring surface to be processed is subjected to measurement during a grinding
operation and wherein the grinding operation is controlled and/or regulated according
to the measured values, characterised in that a contactless measurement is made with
at least two identical measuring heads (5), from each of which a hydraulic measuring
medium, which corresponds to the centring medium, emerges from at least one nozzle
opening (6),
that the measuring heads (5) are arranged distributed equidistantly over the circumference
of the ring surface to be processed to compensate for measuring pressure,
and that the hydraulic measuring medium is fed without a free jet into the layer of
measuring and centring medium (7) which the ring surface to be processed carries with
it and which is formed between the measuring head and the ring surface.
2. A process according to claim 1, characterised in that a hydraulic flushing medium
which is customary for precision-grinding is used as measuring and centring medium.
3. A process according to either one of claims 1 or 2, characterised in that an amount
of measuring medium is employed which at the same time has a cooling effect.
4. A process according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the amount
of measuring medium and the amount of centring medium are taken from the same pressure
medium system.
5. A process according to any one of claims 1 to 4, characterised in that diametrically
opposite measuring heads (5) are employed.
6. A process according to any one of claims 1 to 4, characterised in that three measuring
heads (5) are employed, which are arranged displaced by 120° over the circumference
of the ring surface to be processed.
7. A device for carrying out the process according to any one of claims 1 to 6, with
a rotating workpiece holder (2) with centring via a hydraulic centring medium (3)
for the bearing race (1) of the anti-friction bearing to be processed and at least
one measuring head (5) with a nozzle opening (6), characterised in that at least two
identical measuring heads (5) are provided, each having at least one nozzle opening
(6), that the measuring heads (5) are distributed equidistantly over the circumference
of the ring surface to be processed to compensate for measuring pressure, and that
the measuring heads (5) are adjustable in the radial direction.
8. A device according to claim 7, characterised in that the measuring heads (5) have
a nozzle tube disposed in the radial direction.
9. A device according to claim 7, characterised in that the measuring heads (5) have
a measuring shoe, the measuring surface of which is adapted in terms of its curvature
to the ring surface to be processed, and that the nozzle opening (6) runs into the
measuring surface.
10. A device according to any one of claims 7 to 9, characterised in that the nozzle openings
(6) of all the measuring heads (5) have the same diameter and are arranged to deliver
the same mass flows of measuring medium.
1. procédé pour rectifier des bagues au niveau de leur surface extérieure ou de leur
surface intérieure, notamment pour la rectification de bague de roulement (1),
selon lequel une bague à usiner (1) est reçue par un logement (2) de pièce à usiner
en étant centrée par l'intermédiaire d'un fluide hydraulique de centrage (3) et est
entraînée en rotation par un dispositif d'entraînement (4), et
selon lequel on soumet à une mesure la surface de la bague à usiner lors d'une
opération de rectification et selon lequel on commande et/ou on règle l'opération
de rectification en fonction des valeurs de mesure, caractérisé en ce qu'on exécute
une mesure sans contact à l'aide d'au moins deux têtes de mesure identiques (5), d'où
un fluide hydraulique de mesure, qui est identique au fluide de centrage, sort respectivement
au moins d'une ouverture de buse (6),
que les têtes de mesure (5) sont disposées en étant réparties de façon équidistante,
d'une manière qui compense la force de mesure, sur le pourtour de la surface de la
bague à usiner, et
que le fluide de mesure hydraulique est introduit, sans jet libre, dans la couche
du fluide de mesure et de centrage (7), qui entraîne la surface de la bague à usiner
et s'établit entre la tête de mesure et la surface de la bague.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise un fluide hydraulique
de rinçage, usuel lors de la rectification, en tant que fluide de mesure et de centrage.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on travaille avec
une quantité du fluide de mesure, qui produit simultanément un effet de refroidissement.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la quantité du
fluide de mesure et la quantité du fluide de centrage sont tirées du même système
de fluide sous pression.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on travaille avec
des têtes de mesure (5) diamétralement opposées.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on travaille avec
trois têtes de mesure (5) disposées en étant décalées de 120° sur le pourtour de la
surface de la bague à usiner.
7. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
comportant un logement (2) pour pièce à usiner, avec un centrage réalisé au moyen
d'un fluide hydraulique de centrage (3) pour la bague de roulement (1) devant être
usinée, et au moins une tête de mesure (5) comportant une ouverture de buse (6), caractérisé
en ce qu'au moins deux têtes de mesure (5) identiques sont équipées chacune d'au moins
une ouverture de buse (6), que les têtes de mesure (5) sont réparties d'une manière
équidistante, qui compense la force de mesure, sur la périphérie de la surface annulaire
à usiner et que les têtes de mesure (5) sont réglables dans une direction radiale.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les têtes de mesure (5)
possèdent un tube de buse disposé dans une direction radiale.
9. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les têtes de mesure (5)
comportent un sabot de mesure, dont la surface de mesure possède une courbure adaptée
à celle de la surface de la bague à usiner et que l'ouverture de buse (6) débouche
dans la surface de mesure.
10. Procédé selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les ouvertures
de buses (6) de toutes les têtes de mesure (5) possèdent le même diamètre et sont
agencées de manière à délivrer des écoulements quantitatifs identiques du fluide de
mesure.

