[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Klebebindung von Papierlagen
sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Verfahren zur Verbindung von Papierlagen sind seit Jahrzehnten bekannt. Sie sind
wesentlicher Gegenstand der Buchbinderei. Innovationen in der Technik des maschinellen
Verbindens von Papierlagen drängten sich mit dem Aufkommen von Hochleistungsdruckanlagen
auf, die bis 100'000 Druckerzeugnisse pro Stunde herstellen können.
[0003] Für die Massenbindung von Papierlagen, wie sie in Druckereien auftreten, haben sich
vor allem die Drahtheftung und die Klebebindung gut bewährt.
[0004] Grosse Bedeutung für das Verbinden von Druckmaterial in Heft- und Broschürenform
besitzt die Drahtheftung. Rotations-Drahthefter besitzen eine hohe Leistung, sind
aber verhältnismässig teuer. Der Umfang eines Heft-Exemplars kann bis zu 100 Seiten
umfassen. Beim Rotations-Drahtheften wird die Drahtklammer durch den ausgebreiteten
Papierstoss gegen ein Widerlager ohne Verschlussmechanik gedrückt. Die Falzung des
Papiers erfolgt nach der Heftung.
[0005] Einzel-Drahthefter leisten in Stückzahlen pro Zeiteinheit weniger als Rotations-Drahthefter;
sie sind auch teuer. Allerdings kann das Produkt bis über 300 Seiten umfassen. Einzel-Drahthefter
besitzen ein Heft-Widerlager mit einer Verschlussmechanik.
[0006] Ein Vorteil der Drahtheftung ist die Möglichkeit zum vollständigen Oeffnen des Heftes.
Es ist keine verschlossene Falzkante vorhanden, die einen Teil der Druckinformation
abdeckt.
[0007] Ein Nachteil der Drahtheftung ist der Materialauftrag durch die Klammer im Rücken.
Dadurch wird die Stapelbarkeit der Produkte beschränkt. Weiterhin erfordert die Auswahl,
Lagerung und Verarbeitung des geeigneten Drahtmaterials zusätzlichen Aufwand. Ebenfalls
sind der Zuverlässigkeit der Drahtheftung Grenzen gesetzt - vor allem wenn es sich
um dicke, mehr als 200 Seiten umfassende Papierlagen handelt.
[0008] Die Klebebindung ist eine weitere Papierbindmethode. Sie wird vor allem in der Buchbinderei
eingesetzt. Bei der Anwendung des Verfahrens wird meist das Papier zunächst gebündelt,
überfräst und anschliessend auf dem Rücken mit Leim versehen. Obwohl diese Methode
altbekannt ist, ist sie nicht unproblematisch. Massgebend für den Erfolg dieser Bindemethode
ist beispielsweise die Papierqualität, die Art des Bundes (nur Text oder Text mit
Bildern), die Art des Klebstoffes (Dispersions- oder Hotmelt-Klebstoff) und die Benetzbarkeit
des bedruckten Papiers.
[0009] Besonders kritisch bei dieser Methode, bei welcher der Rücken benetzt wird, ist die
Trocknungsgeschwindigkeit. Diese hängt von der Dicke des Klebstoffauftrages, von der
Saugfähigkeit und vom Leimungsgrad des Papiers ab. Zur Beschleunigung der Trocknung
werden beispielsweise Luftströme oder die Einwirkung eines elektrischen Hochfrequenz-Feldes
angewandt.
[0010] Der Klebstoff kann entweder kalt oder bei erhöhter Temperatur aufgetragen werden.
[0011] Zur Vergrösserung der Adhäsionsfläche hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den zu
verleimenden Rücken mittels eines mit äquidistant angeordneten Messern versehenen
Fräsers mit Kanälen (Nuten) zu versehen. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass
sich der als Schmelze oder Dispersion aufgetragene Klebstoff optimal auf der Blattkante
ablagern kann.
[0012] Ein weiteres Klebeverfahren ist das sog. Falzkleben. Dasselbe besteht darin, dass
die einzelnen Papierlagen zunächst individuell mit streifen- oder spotförmig angeordneten
Klebstellen versehen und anschliessend unter Druck verbunden werden, wie das beispielsweise
in der deutschen Patentschrift Nr. DE 35 27 660 C2 beschrieben ist. Durch Falzkleben
ist es möglich, bis maximal 32 Seiten bei üblicher Druckgeschwindigkeit simultan zu
verbinden. Das Verfahren bedingt allerdings einen zusätzlichen Arbeitsgang und erfordert
eine aufwendige, individuelle Papierfuhrung der einzelnen Papierblätter. Insbesondere
muss beachtet werden, dass sich die zur Verbindung vorbereiteten Papierlagen nicht
vorzeitig berühren. In diesem Zusammenhang sei auf eine interessante Lösung von I.
Köbler, die in der schweizerischen Patentschrift Nr. CH 665 389 A5 beschrieben ist,
hingewiesen. Das Verschmieren des Klebstoffes, der durch zyklisches Anpressen der
Papierbahn gegen eine klebstofftragende Walze aufgebracht worden ist, wird dadurch
verhindert, dass die Papierbahn über Umlenkrollen geführt wird, die entsprechend den
Klebstoffstreifen, mit Gruben versehen sind.
[0013] Ein weiterer Nachteil des Falzklebens ist es, dass das Druckprodukt im Falz nicht
vollständig geöffnet werden kann. Bei doppelseitigen Illustrationen in Heften und
Broschüren kann Bildinformation verloren gehen.
[0014] Die genannten Nachteile der Faltklebemethoden werden teilweise vermieden, wenn eine
Injektionsmethode angewendet wird, wie sie beispielsweise in der Patentschrift US-4715758
oder in der internationalen Patentanmeldung WO79/00839 beschrieben ist. Dabei wird
das Bindemittel mittels Injektion durch eine hohle Injektionsnadel in die gebündelten
Papierlagen eingebracht, sodass die Einzelbehandlung der Papierlagen entfällt.
[0015] Die Bindemittelinjektion erlaubt es, dass die Papierlagen in Analogie zur Faden-
oder Drahtheftung nach dem Schneiden und Ordnen der Einzelblätter, gegebenenfalls
sogar erst nach dem Falzen, verbunden werden können.
[0016] Die Injektionsmethode unterscheidet sich damit wesentlich von den Klebebindeverfahren,
bei welchen der Klebstoff auf dem aufgeschnittenen Rücken aufgetragen wird. Diese
klassischen Methoden erlauben zwar eine optimale Vorbereitung des Klebegutesbeispielsweise
durch Anbringen von Rillen -, zusätzlich ist der offene Rücken Verfahren zur raschen
Trocknung des Klebstoffes, beispielsweise durch Warmluftzufuhr, Bestrahlung usw, zugänglich.
Es ist aber festzuhalten, dass die Rückenbeleimung, wie bereits erwähnt, grössere
Vorbereitungen erfordert.
[0017] Auch vom oben beschriebenen Falzkleben unterscheidet sich das Bindemittelinjektionsverfahren
wesentlich. Während in ersterem die Einzelblätter individuell mit Klebstoff versehen
werden und sorgfältig beachtet werden muss, dass sich das Klebgut vor der Verbindung
nicht unkontrolliert berühren kann, wird beim neuen Verfahren das Bindemittel mitten
in einen sortierten und geordneten Papierstapel appliziert.
[0018] Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein weiteres Injektionsverfahren zu entwickeln,
das eine simultane Verklebung von Papierlagen im Sinne einer Faltklebung erlaubt,
wobei im wesentlichen eine Einzelbehandlung der Papierlagen vermieden werden soll.
Ferner ist es die Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
zu schaffen.
[0019] Diese Aufgabe wird gelöst durch Verfahren und Vorrichtung, wie sie in den Patenansprüchen
definiert sind.
[0020] Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass das Bindemittel durch Tropfeneinschuss
in die Papierlagen eingebracht wird.
[0021] Das Prinzip des Einschusses von Bindemitteltropfen in die Papierlagen ist neuartig.
Es beruht auf der Methode des Wasserstrahlschneidens, die zur Trennung von festen
Materialien, wie Stein, Metall, Holz, Kunststoff usw erfolgreich eingesetzt wird.
[0022] Die Methode besteht darin, dass zunächst Wasser auf einen Druck von mehreren kbar
gebracht und stossweise an die Schneidedüse abgegeben wird. Die ausgestossenen Wassertropfen
haben eine Anfangsgeschwindigkeit von 600 m/sec bis 1000 m/sec.
[0023] Das Wasserstrahlschneiden von Papier ist untersucht worden. Entgegen der Erwartungen
löste sich ein auf Papierlagen auftreffender Wasserstrahl nach kurzer Distanz auf,
wobei das Medium zwischen die Papierlagen eindrang und diese zum Aufquellen brachte.
Es ergab sich eine unbefriedigende Schnittqualität. Es ist daher nicht weiter verwunderlich,
dass das Wasserstrahlschneiden in der papierverarbeitenden Industrie keine Bedeutung
erlangt hat. Somit ist es auch nicht naheliegend, eine solche Methode im Zusammenhang
mit dem Verkleben von Papierlagen aufzugreifen. Die Unzulänglichkeiten des Wasserstrahlschneiden
von Papier, nämlich die nachteiligen Folgen der Benetzung, des Aufquellens und der
Verfaserung des Materials sind hier im Zusammenhang mit einer Verklebung jedoch erwünscht.
[0024] Bindemittelinjektionsverfahren besitzen gegenüber der Drahtheftung eine Anzahl Vorteile:
- Es ist keine genau justierte und verschleissanfällige Mechanik zur Einpressung und
Umbiegung der Klammern erforderlich. Es ist lediglich ein leichtes Pressen des Klebgutes
in der Umgebung der Klebstelle notwendig.
- Neben dem Papier ist kein zusätzliches Material (Klammerdraht) zu lagern und zuzuführen.
- In Bezug auf Recycling ist die Methode sehr günstig, da das Papier mit keinerlei Fremdgut
(Drahtklammern) versehen ist. Die erforderliche Klebstoffmenge ist irrelevant klein.
- Es können mehrlagige Produkte simultan bearbeitet werden.
- Infolge der Befeuchtung der Falzregion durch das Bindemittel wird die Falzmöglichkeit
verbessert.
[0025] Verschiedene Nachbehandlungsverfahren, die sich bei der Klebebindung als günstig
erwiesen haben, wie das Trocknen im Luftstrom, sind allerdings bei der Bindemittelinjektion
nicht angezeigt, da die Klebstelle nicht offen zugänglich ist.
[0026] Beispielsweise Angaben und Vorrichtungen zur Durchführung der erfindungsgemässen
Verfahrens sind anhand der folgenden Abbildungen beschrieben:
- Fig. 1.
- zeigt schematisch ein Beispiel einer Druckanlage zur Herstellung von Massendruckgut
unter Einbezug einer Bindemittelinjektion in die Papierlagen,
- Fig. 2.
- veranschaulicht das Prinzip einer zweistufigen Vorrichtung zur Ausführung des Bindemittelinjektionverfahrens,
bestehend aus einer Vorperforierung (2a) und der Bindemittelinjektion (2b) (Stand
der Technik),
- Fig. 3.
- ist eine Darstellung einer entsprechenden einstufigen Vorrichtung (Stand der Technik),
- Fig. 4.
- veranschaulicht eine Vorrichtung zum Tropfeneinschuss in die Papierlagen.
- Fig. 5.
- zeigt das Prinzip einer Vorrichtung zur getrennten Behandlung des Deck- und Mittelblattes
beim Bindemittelinjektionsverfahren.
[0027] Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer Prinzipdarstellung einer Druckanlage mit integrierter
Bindemittelinjektions-Vorrichtung für Papierlagen. Das Papier gelangt von der Papierlade-Vorrichtung
10 zur Druckvorrichtung 11, die aus mehreren Druckstufen bestehen kann und zusätzlich
eine Schneidevorrichtung 12 enthält. Das Druckmaterial wird anschliessend geordnet
und als gebündelte Papierlagen 13, gegebenenfalls als Schuppenstrom 14 weiter befördert.
Anschliessend gelangt das Druckgut zur Bindemittelinjektionsvorrichtung 15. Die Bindemittelinjektion
kann nach einer Vorperforierung mit anschliessender Injektion oder aus einem Tropfeneinschuss
bestehen. Anschliessend gelangt der Schuppenstrom 14 in die Nachbehandlungsvorrichtung
16. Die gebundenen Produkte werden anschliessend von der Entnahme-Vorrichtung 17 entgegengenommen.
[0028] Fig. 2 zeigt eine an sich bekannte Variante einer Vorrichtung zur Injektion von Bindemittel
in die Papierlagen. Auf einem Leist 21 sind beispielsweise kammförmig Nadeln 22 angebracht,
welche die Vorperforierung 23 (Fig. 2a) der Papierlagen 13 mittels der Nadelpressvorrichtung
29 erlaubt. Die Perforierung kann gegebenenfalls auch statt simultan mit einem Nadelkamm
24, bei dem eine Anzahl Nadeln 22 auf einem Leist 21 angeordnet sind, sequentiell
mit einer einzigen oder wenigen Nadeln 22 vorgenommen werden. Nach der Perforierung
wird das Bindemittel dem Bindemittelreservoir 25 entnommen und durch die Bindemittelpressvorrichtung
26 appliziert (Fig. 2b). Zu diesem Zweck wird entweder das Bindemittel direkt in die
Perforierungslöcher 23 eingepresst, oder es sind beispielsweise die Nadeln 31 hohl
oder mit Kanülen versehen. Es ist angezeigt, die Papierlagen 13 während der Perforierung
und gegebenenfalls auch der Bindemittelinjektion mittels einer Pressvorrichtung 27
gegen ein Widerlager 28 zu drücken, sodass sowohl der Einstich kontrolliert verläuft,
als auch das Herausziehen der Nadeln ungestört ablaufen kann.
[0029] Wie Fig. 3 darstellt, kann, je nach Beschaffenheit der Papierlagen, die Perforierung
und die Injektion des Bindemittels im gleichen Arbeitsgang durchgeführt werden, was
an sich ebenfalls bekannt ist. Dies ist dann möglich, wenn die Bindemittelinjektion
direkt bei der Perforierung durch Hohlnadeln 31 oder kanulierten Nadeln vorgenommen
werden kann.
[0030] In Fig. 4 ist eine Prinzipdarstellung einer Vorrichtung abgebildet, wie sie zum Tropfeneinschuss
Verwendung findet. In einem zylindrischen Gehäuse 41 befindet sich der Druckverstärkungskolben
42. Durch dessen hydraulisch kontrollierte Bewegung wird stossweise das vom Nachladeventil
43 gelieferte flüssige Medium stossweise bei einen Druck von mehreren kbar über die
Düse 44 in das zu bearbeitende Material eingeschossen. Die ausgestossenen Tropfen
haben eine Anfangsgeschwindigkeit von 600 m/sec bis 1000 m/sec.
[0031] Beispielsweise mit Hilfe einer Pressvorrichtung 27 werden die Papierlagen 13 vorgepresst,
sodass die kinetische Energie der Mediumstropfen nicht zur mechanischen Verschiebung
der Papierlagen 13, sondern zu deren Durchschuss aufgewendet wird. Die Pressung bewirkt
somit, dass die Papierlagen eine holzähnliche Konsistenz erhalten (Holz, beispielsweise
Sperrholz, lässt sich bekanntlich sehr gut durch den Wasserstrahl schneiden).
[0032] Es ist naheliegend, dass auf diese Art Wasser, selbst wenn es ein wenig Klebstoff
enthält, durch, resp. in den Falz eingeschossen werden kann. Die Papierlagen 13 werden
dabei leicht befeuchtet. Bei dispersiver oder kolloidaler Beigabe zum "Schneidewasser"
wird zusätzlich Bindematerial in die Papierlagen gebracht. Da nur wenig Bindemittel
erforderlich ist, kann die Bindemittelkonzentration im Wasserstrahl sehr niedrig gehalten
werden, was der Verstopfungs- und Erosionsgefahr der Düse entgegenwirkt.
[0033] In allen Fällen von Bindemittelinjektion findet eine lokale Verletzung der Papierlagen
statt. Diese Verletzung kann unsichtbar gemacht werden, indem sowohl das Deckblatt
des Heftes und gegebenenfalls auch die Mittelseite nach der Bindemittelinjektion aufgebracht
werden. Das bei der Nachbehandlung aus den Injekionslöchern austretende Bindemittel
gewährleistet die Haftung der Deck- und Mittelblätter. In Fig. 5 ist eine entsprechende
Vorrichtung dargestellt.
[0034] Das Deckblatt 51, die einen Bund 52 bildenden inneren Seiten ohne Mittelseite, sowie
die Mittelseite 53 werden einzeln zugeführt. In den Bund 52 wird auf erwähnte Weise
das Bindemittel injiziert. Anschliessend werden die drei Teile 51, 52, 53 beispielsweise
mittels einer Nachbehandlungsvorrichtung 16, 28 zusammengefügt und nachbehandelt.
[0035] Bei sehr sparsamer Verwendung des Bindemittels dürfte die Klebstelle bereits durch
kurzes Pressen belastbar gemacht werden können. Eine weitere erfolgversprechende Möglichkeit
zur Trocknung, Verfestigung und damit zur Qualitätserhöhung der Klebstelle ist die
Anwendung von Ultraschall, wie er zum Verbinden von Kunststoffen erfolgreich eingesetzt
wird.
[0036] Eine Verbesserung der Stapelbarkeit der Produkte kann dadurch erzielt werden, dass
der Falz vor oder während der Falzung leicht befeuchtet wird. Beim vorliegenden Verfahren
erübrigt sich eine solche Behandlung, da im Zusammenhang mit der Bindemittelinjektion
ohnehin eine Anfeuchtung zustande kommt.
Bezeichnungen
[0037]
- 10
- Papierlade-Vorrichtung
- 11
- Druckvorrichtung
- 12
- Schneidevorrichtung
- 13
- Papierlagen
- 14
- Schuppenstrom
- 15
- Bindemittelinjektionsvorrichtung
- 16
- Nachbehandlungsvorrichtung
- 17
- Entnahmevorrichtung
- 21
- Leist
- 22
- Nadel
- 23
- Vorperforierung
- 24
- Nadelkamm
- 25
- Bindemittelreservoir
- 26
- Bindemittelpressvorrichtung
- 27
- Papierpressvorrichtung
- 28
- Widerlager
- 29
- Nadelpressvorrichtung
- 31
- Hohlnadel
- 41
- Zylindrisches Gehäuse
- 42
- Druckverstärkungskolben
- 43
- Nachladeventil
- 44
- Düse
- 51
- Deckblatt
- 52
- Innenseiten ohne Mittelseite
- 53
- Mittelseite
1. Verfahren zum Verbinden von gesammelten oder gebündelten Papierlagen in Form von Heften,
Broschüren oder Büchern, wobei ein Bindemittel, das einen Klebstoff enthält, in die
Papierlagen injiziert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Injektion durch Tropfeneinschuss
vollzogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel in alle gebündelten Papierlagen injiziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel in die inneren Papierlagen ohne Deckblatt und gegebenerfalls
ohne Mittelblatt injiziert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Injektion des Bindemittels eine Nachbehandlung folgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nachbehandlung aus einer Ultraschalleinwirkung besteht.
6. Vorrichtung zum Verbinden von Papierlagen in Form von Heften, Broschüren oder Büchern
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung aus einer Tropfeneinschussvorrichtung mit einer Einschussdüse
(44) und einem Widerlager (28) besteht, die derart angeordnet sind, dass die zu verbindenden
Papierlagen zwischen Düse (44) und Widerlager (28) positionierbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tropfeneinschussvorrichtung zusätzlich zur Düse (44) ein Zylindergehäuse
(41) mit einem Druckverstärkungskolben (42) und einem Nachladeventil (43) für das
Bindemittel aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich Mittel (27) zum Zusammenpressen der Papierlagen aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Tropfeneinschiessvorrichtung Papierführungsmittel zugeordnet sind, mit
denen die eine oder beide äussersten Papierlagen vor der Tropfeneinschiessvorrichtung
von den übrigen gebündelten Papierlagen wegführbar sind und nach der Tropfeneinschiessvorrichtung
wieder mit den übrigen gebündelten Papierlagen vereinigbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Tropfeneinschiessvorrichtung eine Nachbehandlungsvorrichtung nachgeschaltet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachbehandlungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Ultraschalleinwirkung ist.
1. Method for joining collected or bundled paper layers in the form of booklets, brochures
or books, in which a binder, which contains an adhesive, is injected into the paper
layers, characterized in that injection takes place by the shooting in of droplets.
2. Method according to claim 1, characterized in that the binder is injected into all
the bundled paper layers.
3. Method according to claim 1, characterized in that the binder is injected into the
inner paper layers without cover sheet and optionally without centre sheet.
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterized in that binder injection
is followed by an aftertreatment.
5. Method according to claim 4, characterized in that the aftertreatment consists of
ultrasonic action.
6. Apparatus for joining paper layers in the form of booklets, brochures or books for
performing the method according to one of the claims 1 to 5, characterized in that
the apparatus is a droplet shooting-in apparatus with a shooting-in nozzle (44) and
an abutment (28), which are arranged in such a way that the paper layers to be joined
are positionable between the nozzle (44) and the abutment (28).
7. Apparatus according to claim 6, characterized in that, in addition to the nozzle (44),
the droplet shooting-in device has a cylinder casing (41) with a pressure increasing
piston (42) and a recharging valve (43) for the binder.
8. Apparatus according to one of the claims 6 or 7, characterized in that it additionally
has means (27) for compressing the paper layers.
9. Apparatus according to one of the claims 6 to 8, characterized in that the droplet
shooting-in apparatus has paper guidance means associated with it with which one or
both outermost paper layers can be moved away from the remaining bundled paper layers
upstream of the droplet shooting-in apparatus and downstream of the latter can be
combined again with the remaining bundled paper layers.
10. Apparatus according to one of the claims 6 to 9, characterized in that the droplet
shooting-in apparatus is followed by an aftertreatment apparatus.
11. Apparatus according to claim 10, characterized in that the aftertreatment apparatus
is an ultrasonic action apparatus.
1. Procédé pour la reliure de feuilles de papier rassemblées ou ramées sous la forme
de cahiers, de brochures ou de livres, dans lequel un moyen de liaison contenant une
colle est injecté dans les feuilles de papier, caractérisé en ce que l'injection est
réalisée par projection de gouttes.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de liaison est injecté
dans toutes les feuilles de papier ramées.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de liaison est injecté
dans les feuilles de papier intérieures sans page de garde et éventuellement sans
page centrale.
4. Procédé selon l'une ou l'ensemble des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'injection du moyen de liaison est suivie d'un traitement ultérieur.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le traitement ultérieur se
compose d'une exposition à des ultra-sons.
6. Dispositif pour la reliure de feuilles de papier sous la forme de cahiers, de brochures
ou de livres pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une ou l'ensemble des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif se compose d'un dispositif de projection
de gouttes avec une buse de projection (44) et un contre-appui (28), qui sont disposés
de telle sorte que les feuilles de papier à relier puissent être positionnées entre
la buse (44) et le contre-appui (28).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de projection
de gouttes comporte outre la buse (44), un corps de cylindre (41) avec un piston d'augmentation
de la pression (42) et un robinet de rechargement (43) pour le moyen de liaison.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce qu'il
comporte en outre des moyens (27) pour la compression des feuilles de papier.
9. Dispositif selon l'une ou l'ensemble des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que
le dispositif de projection de gouttes est associé à des moyens de guidage du papier,
avec lesquels l'une des feuilles de papier extérieures ou les deux peuvent être écartées
des autres feuilles de papier ramées avant le dispositif de projection de gouttes
et peuvent être réunies aux autres feuilles de papier ramées après le dispositif de
projection de gouttes.
10. Dispositif selon l'une ou l'ensemble des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que
le dispositif de projection de gouttes est suivi d'un dispositif de traitement ultérieur.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de traitement
ultérieur est un dispositif d'exposition aux ultra-sons.