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(11) |
EP 0 405 204 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.1994 Patentblatt 1994/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.06.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A46D 3/06 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Borstenfeldern oder Borstenbündeln
Method and apparatus for forming zones or tufts of bristles
Dispositif et procédé pour façonner une répartition de soies ou une touffe de soies
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
24.06.1989 DE 3920770 24.06.1989 DE 3920769
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.1991 Patentblatt 1991/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Frisetta GmbH |
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D-79677 Schönau (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Rueb, Fritz
D-79677 Schönau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmitt, Hans, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. H. Schmitt
Dipl.-Ing. W. Maucher
Dreikönigstrasse 13 79102 Freiburg 79102 Freiburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 405 001
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DE-A- 3 512 192
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Borstenfeldern für Bürsten
oder von Borstenbündel für Pinsel, wobei Borstenbüschel in Lochungen von Formen eingefüllt
werden, wobei zunächst die Borstenbüschel aus Einzelborsten gebildet werden, indem
ein Borstenvorrat zu Borstenbüscheln vereinzelt wird, wonach die Borsten büschelweise
der Form mit Hilfe eines Luftstromes zugeführt und in die Lochungen der Form eingebracht
werden.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Herstellen von Borstenfeldern
für Bürsten oder von Borstenbündeln für Pinsel, bei denen die Enden von einzelnen
Kunststoff-Borsten eines Borstenbüsch miteinander und/oder mit denen eines Nachbarbüschels
verschmolzen werden, mit einer mit Lochungen versehenen Form, in welche Lochungen
jeweils ein Borstenbüschel paßt, wobei Zuführleitungen zu der Form vorgesehen sind
und zu jeder zu füllenden Lochung eine Leitung führt, an welche Leitungen Mittel zur
Erzeugung eines Luftstromes zu der Form hin anschließbar sind.
[0003] Aus der DE-PS 845 933 ist es bereits bekannt, die Borsten von Borstenbüscheln jeweils
kontinuierlich als Stränge von einem Vorrat abzuziehen und in durchgehende Lochungen
einer Halbform einzuführen. An ihrer dem späteren zu verschmelzenden Befestigungsende
abgewandten Seite werden diese Stränge jeweils abgeschnitten, um Borsten einer vorgestimmten
Länge zu bilden, wobei an der Schnittstelle die späteren Arbeitsenden der Borsten
entstehen. Dies bedeutet, daß diese Arbeitsenden scharfkantig sind und zum Beispiel
bei der Anwendung in Zahnbürsten zu einer Gefährdung oder Verletzung des Zahnfleisches
führen. Bei der Anwendung als Haarbürste ist die Kopfhaut entsprechend gefährdet.
Dies gilt umso mehr, wenn die Arbeitsenden der Kunststoffborsten außerdem noch innerhalb
eines Büschels in eine besondere geometrische Form gebracht werden sollen, also die
einzelnen Büschel, zum Beispiel kegelförmig, halbkugelig oder abgeschrägt sein sollen,
um zum Beispiel beim Zähneputzen besser in die Zwischenräume zwischen Einzelzähnen
eindringen zu können.
[0004] Man hat deshalb beschnittene Borsten einer nachträglichen Bearbeitung unterzogen,
durch welche das spätere Arbeitsende einer jeden Borste mehr oder weniger abgerundet
werden soll. Dies ist aber nur dann und nur in Grenzen möglich, wenn ein insgesamt
ebenes Borstenfeld vorliegt oder beibehalten bleibt.
[0005] Aus der DE-OS 23 35 468 ist es bekannt, aus einem Borstenvorrat mit Hilfe einer Entnahmeplatte
mit Klemmlöchern die Borsten jeweils büschelweise zu entnehmen und in röhrchenförmige
Einzelformen zu überführen, deren Anordnung der Anordnung der Entnahmeröhrchen genau
entsprechen muß. Dabei besteht das erhebliche Problem, daß die Ränder der Entnahmeröhrchen
einerseits und die Ränder der Einzelformen andererseits zu Stauchungen von etwas seitlich
abstehenden Borsten führen können, so daß in kurzer Zeit die exakte Parallellage der
Borsten in dem Borstenmagazin oder Vorrat nicht mehr gegeben ist und die Büschel nicht
mehr vollständig sein können. Darüber hinaus ist ein hoher Zeitaufwand und eine schwierige
und mechanisch anspruchsvolle Vorrichtung erforderlich, um diese Art der Beschickung
einer Form mit Borsten durchzuführen, so daß die Vorrichtung gemäß dieser Druckschrift
nicht den Zweck erfüllen kann, in rationeller und preiswerter Form und vor allem möglichst
schnell Borsten zu Borstenfeldern zusammenzufassen.
[0006] Aus der DE-OS 34 05 001 ist ein Verfahren der eingangs erwähnten Art mit entsprechender
Vorrichtung bekanntgeworden, wobei der erwähnte Luftstrom mittels Preßluft erzeugt
wird. Dies bedeutet, daß die Borsten vor ihrer Beförderung in die Form nicht nur büschelweise
abgeteilt, sondern auch schon miteinander verschmolzen werden müssen, da eine Beförderung
von büschelweisen aber noch einzelnen Borsten durch Leitungen mit Hilfe von Preßluft
unweigerlich zu einer gegenseitigen Verwirbelung der einzelnen Borsten und zu unterschiedlich
schnellen Beförderungen dieser Borsten führen kann und außerdem vor allem an Krümmungen
der Leitungen die Gefahr besteht, daß Borsten hängenbleiben und dann einen Stau bilden.
[0007] In aufwendiger Weise müssen also zunächst Borstenbüschel vereinzelt und verschmolzen
werden, bevor sie dann mit Preßluft in eine Form gebracht werden können, wo ihre verschmolzenen
Enden erneut umspritzt werden müssen.
[0008] Auch dadurch läßt sich keine rationelle und vor allem schnelle Fertigung von Borstenfeldern
und Bürsten oder Pinseln erzielen.
[0009] Es besteht deshalb die Aufgabe, ein Verfahren und auch eine Vorrichtung der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, womit auf einfache und rationnelle Weise aus Einzelborsten
und Borstenbüscheln Borstenfelder gebildet werden können, bei denen die Borstenbüschel
und das gesamte Borstenfeld beliebige geometrische Anordnungen der freien Arbeitsenden
der einzelnen Borsten haben können und bei denen die Enden der einzelnen Borstenbüschel
also kugelig, kegelig, spitz, abgeschrägt usw. sein können, wobei aber trotz solcher
geometrischer Formen der Büschelenden die Einzelborsten abgerundet sein können. Gleichzeitig
soll eine rationnelle und schnelle Bürsten- oder Pinselfertigung möglich sein.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet,
daß der Luftstrom zum Fördern der Borstenbüschel mit Unterdruck erzeugt wird und daß
die den späteren freien Arbeitsenden abgewandten Enden der Borsten anschließend an
das Einbringen in die Lochungen der Form verschmolzen werden.
[0011] Somit können die späteren Arbeitsenden schon vor dem Einbringen in die Form abgerundet
sein. Statt der bisherigen Entnahme von Borsten und ihrer Verschmelzung zu einzelnen
Büscheln, die dann in einer weiteren Form umspritzt werden müssen, kann also erheblich
schneller das Büschel von noch nicht verschmolzenen Borsten mit Hilfe des Unterdruckes
in eine Form transportiert werden, wo die Verschmelzung und Verbindung erfolgt, so
daß eine höhere Produktionsgeschwindigkeit möglich ist. Darüber hinaus ergibt sich
ein günstiger und schneller Transport der Borsten in die Form. Selbst relativ lange
Förderstrecken können auf diese Weise überwunden werden. Da der Förderstrom durch
Unterdruck und nicht wie bei sonstigen Luft- oder Gasbeförderungen durch Überdruck,
bewirkt wird, sind günstigere Strömungsverhältnisse möglich, bei denen gegenseitige
Verwirbelungen der einzelnen Borsten oder gar Staus vermieden werden können.
[0012] Die Borsten können in etwa vertikaler Orientierung in die Form eingebracht werden.
Dies hat den Vorteil, daß das Einführen der Borsten in die Form hinein von der Schwerkraft
unterstützt werden kann.
[0013] Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn die Borstenbüschel durch eine auf die Form
aufgelegte, mit übereinstimmenden Lochungen wie die Form ausgestattete Halteplatte
hindurchgesaugt werden, wonach die zu verschmelzenden Enden der Borsten über die Platte
überstehen oder wenigstens in einen nach der Oberseite der Platte hin sich erweiternden
Lochungsbereich ragen, und wenn anschließend diese Borsten miteinander und/oder mit
der Platte oder mit an dieser in derselben Richtung wie die überstehenden Enden der
Borsten vorstehenden Vorsprüngen und gegebenenfalls mit den Enden der Nachbar-Borstenbüschel
verschmolzen werden.
[0014] Durch eine solche Halte- oder Adapterplatte kann das büschelweise Einsaugen der Borsten
in die Form insofern verbessert werden, als vor allem sich entgegen der Einsaugrichtung
erweiternde Lochungen dieser Halteplatte die einzelnen Büschel gezielt in die Lochungen
auch der Halbform führen und eintreten lassen. Gleichzeitig werden dadurch die zu
verbindenden Enden der Borstenbüschel gut zusammengehalten und die an diesen Enden
aufzubringende Schmelzwärme wird durch die Platte von denjenigen Borstenbereichen
ferngehalten, die nicht miteinander verschmolzen werden sollen. Darüber hinaus erlaubt
diese Halteplatte eine bessere Verbindung mit einem späteren Bürstenkörper oder kann
unter Umständen sogar unmittelbar selbst der Bürstenkörper sein. Wird zum Beispiel
die Halteplatte anschließend noch umspritzt, kann wiederum vermieden werden, daß Schmelze
des Spritzwerkstoffes zwischen die Einzelborsten gelangt und dadurch die Borstenbüschel
auf eine zu große Länge verklebt und verbindet. Es bleibt auf diese Weise also auch
jede Einzelborste eines Borstenbüschels frei von der Nachbarborste, so daß die Elastizität
der Einzelborste trotz des Verschmelzen und Verbindens über oder in der Halteplatte
unterhalb derselben vollständig erhalten bleibt.
[0015] Wenn dabei an der Halteplatte überstehende Vorsprünge ebenfalls mit den dort zunächst
überstehenden Borstenenden verschmolzen werden, ergibt sich eine sehr stabile Verbindung
aller Borsten innerhalb eines solchen Borstenfeldes mit Halteplatte.
[0016] Eine weitere Verbesserung und Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
gegenseitigen Fixierung der einzelnen Borsten miteinander und auch mit der Halteplatte
kann durch Ausnutzung der Beförderung der Borsten mittels Unterdruck in die Form dadurch
erreicht werden, daß nach dem Anschmelzen der Enden der Borsten die noch weiche oder
teigige Schmelze unter Druck, insbesondere Unterdruck gesetzt und dadurch wenigstens
teilweise in innerhalb der Halteplatte befindliche Zwischenräume zwischen den Borsten
und/oder zwischen diesen und der Halteplatte gedrückt oder gesaugt wird. Die Schmelze
kann so die innerhalb der Halteplatte befindlichen Borstenbereiche weiter stabilisieren
und vor allem die sonst zwischen Borsten befindlichen Zwischenräume derart abdichten,
daß keine Bakterien und kein Zahnpastaschlamm eindringen können. In vorteilhafter
Weise kann dabei der auch zum Befördern in die Form dienende Unterdruck ausgenutzt
werden.
[0017] Nach dem Verschmelzen der Borsten kann die Halteplatte mit einem Bürstenkörper verbunden,
insbesondere verschweißt, hochfrequenzverschweißt, verklebt, dauerhaft verrastet oder
verschraubt werden. Dadurch können selbst solche Borstenbüschel, die nur durch ihre
Verschmelung angekugelt sind, im übrigen aber gegenüber der Halteplatte noch verschiebbar
wären, gegen eine axiale Verschiebung bei einer Druckbeaufschlagung gesichert werden.
[0018] Nach dem Verbinden mit der Halteplatte kann dann anschließend das Borstenfeld zusammen
mit der Halteplatte oder mit dem Bürstenkörper aus der Form ausgeworfen werden.
[0019] Durch das Einfüllen der Borsten mit Hilfe von Unterdruck in die Form ergibt sich
eine Vielzahl von Vorteilen nicht nur bei der Beförderung, die im Gegensatz zu einer
Preßluftbeförderung praktisch störungsfrei und dennoch sehr effektiv und schnell erfolgen
kann und die Beförderung der noch nicht verbundenen, sondern nur büschelweise vereinzelten
Borsten erlaubt, sondern es können dabei leicht Borsten unterschiedlichster Eigenschaften
in ein- und demselben Borstenfeld kombiniert werden. Beispielsweise können weichere
Borsten mit härteren Borsten in einem beliebigen Borstenbild zusammengefaßt werden,
indem ein Teil der Saugleitungen zu einem Vorrat von Borstenbüscheln mit weiteren
Borsten führt, während härtere Borsten von einem anderen Vorrat her mit zusätzlichen
Saugleitungen zu derselben Form aber anderen Lochungen in dieser geführt werden können.
Auch unterschiedlich gefärbte Borstenbüschel sind innerhalb eines Borstenfeldes möglich,
so daß der Bürstenhersteller die Möglichkeit hat, die ästhetische Wirkung der Bürste
durch unterschiedlich gefärbte Borstenbüschel zu beeinflussen. Er kann sogar zum Beispiel
durch die Verwendung nur eines einzelnen Borstenbüschels mit gegenüber den anderen
Borstenbüscheln anderer Farbgebung eine Herkunftskennzeichnung seiner Bürste erreichen.
[0020] Dennoch wird die Arbeitsgeschwindigkeit und insbesondere die Geschwindigkeit beim
Füllen der Form nicht beeintächtigt und, da zum Überführen der Borstenbüschel in die
Form keine mechanischen Transportmittel, sondern ein durch Unterdruck erzeugter Gasstrom
verwendet wird, ist auch eine problemlose Überführung ohne Stauungen, Stauchungen
und ohne ein Querlegen von Einzelborsten beispielsweise an Leitungskrümmungen oder
am Mündungseintritt in die Ausnehmung der Form möglich, insbesondere dann, wenn der
Unterdruck an der Form angelegt ist, so daß der Unterdruck die Borsten automatisch
in die Form lenkt, so daß dadurch und durch die Möglichkeit, gleichzeitig alle Borsten
eines Borstenfeldes über entsprechende parallele Unterdruckleitungen in die Form einzufüllen,
sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeiten möglich sind.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs erwähnten Art ist zur Lösung der Aufgabe
dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen der Leitungen und die Form relativ zueinander
bewegbar sind und daß die Form einen Anschluß zum Anlegen eines Unterdruckes an die
einzelnen Lochungen hat.
[0022] Da der Unterdruck an den Lochungen der Form angelegt wird, entsteht also beim Verbinden
der Mündungen der Leitungen mit den Eintritten der Lochungen oder einer darauf liegenden
Halteplatte ein ununterbrochener, unter Saugdruck stehender Luftweg bis in die Lochungen
hinein, so daß die Borsten von den einzelnen Leitungen sicher in die Form übergeführt
werden. Dabei spielt es in vorteilhafter Weise keine Rolle, wenn während des Transportes
der Borstenbüschel durch die Leitungen einzelne Borsten eines solchen Büschels schneller
als die anderen befördert werden, weil sie alle jeweils gezielt in eine Lochung gelangen
und dort dann durch die Lochungsform die vorbestimmte gewünschte Büschelform erhalten.
Da die Mündungen der Leitungen und die Form relativ zueinander bewegbar sind, insbesondere
die Mündungen auch von der Form wegbewegt werden können, lassen sich einerseits unterschiedliche
Borstenfelder bilden und andererseits der erforderliche Zutritt für eine Schmelzvorrichtung
zum anschließenden Verschmelzen der Borsten miteinander und/oder mit einer Halteplatte
schaffen. Dabei können sowohl die Leitungsmündungen als auch die Formen bewegbar sein,
so daß die Formen beispielsweise in noch zu beschreibender Weise nach ihrem Füllen
zu einer Schmelzstation weitertransportiert werden können, während bereits eine neue
Form in den Bereich der Mündungen der Leitungen getracht werden kann.
[0023] Die Führungsleitungen können an ihrem Einführende - an welchem die Borsten in die
Leitungen eingesaugt werden - den Abstand zueinander haben, oder auf den Abstand zueinander
einstellbar sein, in welchem die Borstenbüschel vor ihrem Einführen in die Form bereitgestellt
sind, und die Austritte oder Mündungen der Leitungen können in Gebrauchsstellung in
dem Abstand und der Anordnung vorgesehen oder einstellbar sein, die der Lochanordnung
der Form und/oder einer Halteplatte entspricht. Da jedes Borstenbüschel nach seiner
Bildung aus einem Borstenvorrat eine eigene Zuführleitung zu der entsprechenden Lochung
der Form hat, lassen sich auf diese Weise beliebige geometrische Anordnungen der Borstenbüschel
zueinander bilden und beliebige Form beschicken, indem die Leitungen jeweils darauf
eingestellt werden können.
[0024] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Vorrichtung besteht dabei darin, daß wenigstens
ein Borstenmagazin vorgesehen sein kann, in welchem die einzelnen Borsten gegen einen
verschieb- und/oder drehbaren Entnahmeschieber gepreßt sind, und daß der quer zu der
Entnahme bewegbare Entnahmeschieber mit Abstand zueinander angeordnete, dem Borstenvorrat
zugewandte, offene Ausnehmungen zum Bilden von Borstenbüscheln hat und mit seinem
diese Ausnehmungen aufweisenden Bereich aus dem Borstenmagazin bis unter die Einzelöffnungen
der Leitungen verschiebbar oder verdrehbar ist. Es kann also auf ganz einfache Weise
mit Hilfe eines solchen Entnahmeschiebers, in dessen dem Borstenvorrat zugewandtem
Rand randoffene Aussparungen oder Ausnehmungen entsprechend der Form und Größe der
späteren Borstenbüschel vorgesehen sind, das jeweilige Borstenbüschel gebildet und
in den Eintritts-bereich der Saugleitungen übergeführt werden, wobei nach dem Austritt
aus dem Borstenmagazin entsprechende Gegenhalter die randoffenen Aussparungen mit
den einzelnen Borstenbüscheln schließen. Die Einzelöffnungen der Saugleitungen können
dabei auf einfache Weise auf diejenigen Stellen hin orientiert sein oder werden, in
denen sich die Borstenbüschel nach dem Entnehmen mit Hilfe des Schiebers befinden.
Einfache und schnelle Hin- und Herbewegungen dieses Schiebers genügen also, um die
gewünschten Borstenbüschel aus einem Vorrat von Einzelborsten zu bilden und so zu
positionieren, daß sie in der schon erwähnten Weise in die Form eingesaugt werden
können.
[0025] Als Leitungen können Schläuche und/oder Rohre vorgesehen sein und insbesondere im
Bereich des Einführendes und/oder der Mündung können zur Verstellbarkeit dieser Bereiche
die Leitungen flexibel sein. Dies erleichtert die schon erwähnte Einstellung und Bewegbarkeit
insbesondere in den Mündungsbereichen.
[0026] Ausgestaltungen der Zuführleitungen und insbesondere ihrer Eintrittsöffnungen sowie
auch der Austritte sind Gegenstand der Ansprüche 10 und 11 Die darin angegebenen Maßnahmen
erleichtern einerseits das sichere Einsaugen aller Borsten eines Borstenbüschels und
andererseits die Zuordnung zu einer Halteplatte und deren Lochungsbild.
[0027] Um das Einbringen der einzelnen Borsten in die Lochung der Form weiterzuverbessern
und insbesondere eine dichte Füllung mit möglichst vielen Borsten in einer solchen
Lochung zu erreichen, ohne daß die "zuletzt" ankommenden Borsten sich an schon in
den Lochungen befindlichen Borsten stauchen, ist es zweckmäßig, wenn die Einführgeschwindigkeit
der Borsten dadurch erhöht wird, daß die Mündungen der Leitungen Verjüngungen oder
Verengungen, vorzugsweise - in der Art einer Venturi-Düse - mit anschließender Erweiterung
aufweisen. An einer solchen Verengung wird die durch den Unterdruck bewirkte Strömungsgeschwindigkeit
des Luft- oder Gasstromes je nach Grad der Verengung erhöht, so daß die Borsten mit
entsprechend großer Geschwindigkeit und einem entsprechend hohen Impuls in die Lochung
der Form gelangen und sich aufgrund ihrer zuvor schon angekugelten Enden zwischen
schon in der Lochung befindliche Borsten schieben können. Falls dabei die eine oder
andere Borste nicht mehr in die Lochung gelangt, kann sie dennoch bei dem anschließenden
Verschmelzungsprozeß von vorteil sein, weil sie dann mit den überstehenden und Zu
verschmelzenden Enden der eingefüllten Borsten mitverschmolzen werden kann.
[0028] Eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung von ganz erheblicher Bedeutung kann darin
bestehen, daß die Lochungen zur Aufnahme der Borstenbüschel in der Form Sacklöcher
sind, deren Böden oder innere Stirnseiten eine Negativform oder -kontur zur Formung
der Enden der jeweiligen Borstenbüschel haben und beispielsweise als Hohlkegel oder
-spitze, Hohl-Halbkugel, Abschrägung, Ebene oder eine Kombination dieser Hohlformen
ausgebildet sind. Somit kann beim Einsaugen eines Borstenbüschels gleich auch die
geometrische Form seines späteren Arbeitsendes hergestellt werden, so daß ein Beschneiden
der Arbeitsenden der Borstenbüschel nach der Zusammenfassung zu Borstenfeldern nicht
mehr erforderlich ist und somit die Arbeitsenden der einzelnen Borsten von vorne herein
abgerundet sein können.
[0029] Von allen Bohrungen oder Lochungen der Form kann jeweils oberhalb von deren Boden
ein Saugkanal seitlich, ggf. rechtwinklig abgehen und diese Kanäle können zu dem Sauganschluß
führen und zusammengefaßt sein. Dadurch wird der Saugdruck bis in das Innere der Lochungen
der Form aufrechterhalten, ohne daß jedoch Einzelborsten in die Saugkanäle eingezogen
werden können, wie dies bei einem Anschluß in Verlängerung der Lochungen der Form
möglich wäre.
[0030] Eine Alternativ-Lösung bezüglich der Sauganschlüsse kann darin bestehen, daß die
Böden der Lochungen in der Form in einem porösen Einsatz, insbesondere in einem Keramikeinsatz,
Sintereinsatz , Sieb, Filz, Textilien od.dgl. vorgesehen sind, unter welchem eine
mit dem Vakuumanschluß verbundene oder versehene Kammer od. dgl. vorgesehen ist. In
diesem Falle kann der Unterdruck unmittelbar in Verlängerung der einzelnen Lochungen
angelegt werden, da die Poren eines solchen porösen Einsatzes viel kleiner als der
Querschnitt einer Einzelborste sind.
[0031] Um die Sicherheit zu vergrößern, daß jedes Borstenbüschel nach dem Einfüllen in die
Form die gewünschte geometrische Ausbildung hat und vor allem alle Einzelborsten in
der richtigen Lage auch in ihrer Längsrichtung liegen, können die Böden der einzelnen
Lochungen von der Stirnseite von in den Lochungen verschiebbaren Stempeln gebildet
sein, die beim Füllen tiefer als beim Verschmelzen der Borsten angeordnet sind und
in eine der exakten Büschellänge entsprechende Höhe, ggf. über die Saugkanäle der
Lochungen, anhebbar sind. Somit können die Saugkanäle relativ tief liegen, so daß
die Borsten entsprechend tief in die Lochungen eingesaugt werden. Wenn aber aufgrund
eines gewissen Abstandes der Saugkanäle von dem Lochungsboden die eine oder andere
Borste diesen Boden zunächst nicht erreicht, wird dies durch das anschließende Anheben
der Böden dennoch bewerkstelligt.
[0032] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung von eigener schutzwürdiger Bedeutung kann
bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art darin bestehen, daß die Böden der
Lochungen oder Bohrungen der Form geriffelt oder profiliert oder aufgerauht sind,
wobei einzelne Borsten jeweils zwischen die dabei gebildeten Erhöhungen und andere
auf diese Erhöhungen passen, so daß die Einzelborsten eines Borstenbüschels an dessen
freiem Arbeitsende geringfügig unterschiedliche Längen haben. Es hat sich gezeigt,
daß ein wesentlich besseres Reinigungsergebnis mit solchen Zahnbürsten erzielt werden
kann, bei denen nicht nur das Arbeitsende des gesamten Borstenbüschels eine günstige
geometrische Form hat, sondern bei dem außerdem die Einzelborsten eines Borstenbüschels
nicht alle ganz exakt auf der Oberfläche dieser geometrischen Form liegen, sondern
davon jeweils etwas abweichende Längen haben, so daß also einzelne Borsten gegenüber
Nachbarborsten geringfügig überstehen. Dies kann durch die vorerwähnte Maßnahme auf
einfache Weise bereits beim Einfüllen der Borsten in die Form erreicht werden, wenn
die erwähnte Riffelung oder Profilierung oder Aufrauhung an den Böden der Lochungen
der Form vorgesehen ist, wobei die erwünschte Anordnung der freien Enden der Borsten
besonders leicht und schnell dann erreicht wird, wenn sie in die Form eingesaugt und
insbesondere anschließend der Boden noch in eine entgültige Höhenlage verschoben wird.
[0033] Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Ansprüche
18 bis 25.
[0034] Dabei gibt Anspruch 18 eine Ausgestaltung an, mit der gleichzeitig mehrere Formen
auf dieselbe vorteilhafte Weise mit Borsten beschickt werden können, so daß eine noch
rationellere und schnellere Bürstenfertigung möglich ist.
[0035] Dazu trägt auch die Maßnahme des Anspruches 19 bei, der aber außerdem auch eine Möglichkeit
beinhaltet, wie in ein und demselben Borstenfeld unterschiedliche Borsten und/oder
Borstenbüschel angeordnet werden können.
[0036] Anspruch 20 stellt eine einfache und zweckmäßige Ausgestaltung dar, wie mit einem
einzigen Schieber schon eine wesentlich größere Zahl von Borstenbüscheln und dabei
eventuell auch von unterschiedlichen Borsten bereitgestellt werden können, da in jedem
der darin erwähnten Borstenmagazine verschiedene Borsten bereitgehalten werden können.
[0037] Anspruch 21 betrifft die Möglichkeit, die Fertigung weiter zu beschleunigen und zu
rationalisieren und dabei die Möglichkeit der Kombination unterschiedlicher Borsten
und Formen von Borstenbüscheln zu vergrößern.
[0038] Anspruch 23 ist eine Ausgestaltung der gesamten Vorrichtung in der Weise, daß auch
die einzelnen Arbeitsschritte wie das Füllen der Form, das anschließende Verschmelzen
und das Verbinden mit einem Bürstenkörper jeweils etwa gleichzeitig durchgeführt werden
können.
[0039] Eine wesentliche Ausgestaltung der Vorrichtung enthält Anspruch 25 wobei die darin
erwähnte Halte- und Einführplatte, die vorstehend schon erwähnt wurde, zunächst Teil
der Vorrichtung ist, später aber einen Teil der hergestellten Bürste bildet. Vor jedem
Füllvorgang einer Form ist also eine neue derartige Halteplatte zuzuführen, wofür
an dem Kettenband gemäß Anspruch 23 vor der Station zum Füllen der Formen eine Arbeitsstation
zum Auflegen solchen Halteplatten auf die Formen vorgesehen sein kann.
[0040] Neben der Verbesserung des Einführens der Borsten und des besseren Zusammenhaltens
der Borstenbüschel vor allem nach dem Verschmelzen und ggf. beim Umspritzen der verschmolzenen
Borstenenden hat diese Halteplatte noch den zusätzlichen Vorteil, daß sie dem Bürstenhersteller
weitere Gestaltungsmöglichkeiten z.B. dahingehend bietet, daß diese Platte und der
eigentliche Bürstenkörper unterschiedlich gefärbt sein können. Sind die Lochungen
der Halteplatte leicht konisch, ergeben sich sogenannte offene Borstenbündel, bei
denen die einzelnen Borsten nicht durch einen Anker zusammengedrückt werden und deshalb
voneinander getrennt einzeln stehen und dadurch bessere Reinigungsergebnisse erzielen
können.
[0041] Ein wesentlicher Vorteil des Füllens der Form mit Hilfe von Unterdruck besteht darin,
daß eventuell an den Borstenenden durch deren Anrunden noch hängengebliebener Schleifstaub
praktisch vollkommen entfernt wird, während bisher bei den herkömmlichen Stanzverfahren
dieser Schleifstaub kaum entfernt werden könnte und jeder neuen Zahnbürste eine beachtliche
Menge solchen Schleifstaubes anhaftet.
[0042] Da die Borsten eingesaugt und durch Verschmelzen an der Halteplatte fixiert werden,
entfällt die herkömmliche Ankerbefestigung mit den durch die Ankerbefestigung bedingten
Kerben, die bisher zu Spannungsrissen im Borstenfeld führen konnten. Somit wird auch
vermieden, daß einzelne Borsten in solche Ankerfurchen auswandern und dann einzeln
abstehen. Dabei werden all diese Vorteile vor allem bei Kombination einzelner oder
mehrerer der vorbeschriebenen und in den Ansprüchen enthaltenen Merkmalen und Maßnahmen
bei einer sehr rationellen und schnellen Fertigung erzielt, bei der alle Borsten eines
Borstenfeldes gleichzeitig in die Form eingefüllt werden können.
[0043] In den Fällen , in denen zwar jeweils die Borsten einzelner Borstenbüschel verschmolzen,
die Borstenbüschel aber nicht gleichzeitig untereinander verbunden werden, können
diese zu Borstenbündeln verschmolzenen Borstenbüschel in vorteilhafter Weise verwendet
werden, um pinsel herzustellen, wobei in vorteilhafter Weise die Herstellung der einzelnen
Borstenbündel mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit und Präzision und gleichzeitig guter
Festigkeit der Borstenbündel erfolgen kann.
[0044] Wenn Borstenfeldern aus zusammenhängenden Borstenbüscheln mit einer sie verbindenden
und stabilisierenden Halteplatte gebildet werden sollen, ist es jedoch günstig, wenn
die Lochungen in der Halteplatte auf der den Arbeitsenden der Borsten abgewandten
Oberseite Einsenkungen haben, die die verschmolzenen Enden der Borsten der einzelnen
Borstenbüschel in sich aufnehmen und die gegebenenfalls an den einander zugewandten
Rändern unterhalb der Plattenoberfläche ineinander übergehen.
[0045] Ferner können auf der Seite der Halte- und Einführplatte, auf der die zu verschmelzenden
Borsten überstehen, zwischen den Lochungen Erhöhungen, Vorsprünge, Noppen oder dergleichen
aus schmelzbarem Werkstoff vorstehen. Mit diesen können dann die überstehenden Borsten
verschmolzen werden, wenn ein entsprechender Schmelzstempel genügend weit abwärts
gedrückt wird, bis er diese Vorsprünge, Noppen oder dergleichen und die Borstenenden
berührt, schmilzt und gleichzeitig staucht. Die Schmelze, die von den Borstenenden
und diesen Vorsprüngen der Platte gebildet wird, kann dann ineinanderfließen und gewissermaßen
eine Verschweißung vor allem dann bewirken, wenn die Borsten und die Platte aus übereinstimmendem
Werkstoff betsehen. Aber auch bei verschiedenen Werkstoffen ergibt sich so eine innige
Verbindung zwischen den Borsten und der Platte.
[0046] Die Halteplatte kann dabei einen Flansch oder eine Dichtlippe aufweisen, der die
nach dem Einfügen in eine die Halteplatte in sich aufnehmende Ausnehmung des Bürstenkörpers
deren Rand übergreift. Dadurch wird verhindert, daß beispielsweise Reinigungsmittel
nach und nach in die die Halteplatte in sich aufnehmende Ausnehmung eindringen und
das Aussehen der Bürste verschlechtern und auch die Verbindung allmählich lockern
kann. In den Ansprüchen 29 und 30 ist eine ebenfalls zur Lösung der Aufgabe geeignete
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art gekennzeichnet, die eine leitungslose Zuführung
der Borsten zu den Formen und deren Lochungen erlaubt, wobei aber wiederum in vorteilhafter
Weise Unterdruck zum Einführen der Borsten in die Lochungen der Formen eingesetzt
wird. Eine solche Vorrichtung ist dann vorteilhaft, wenn ein Vereinzelungsschieber
für die Borstenbüschel unmittelbar bis über die Eintrittsöffnungen der Form oder der
darauf liegenden Halteplatte bewegt werden kann.
[0047] Die Ansprüche 32 und 33 betreffen den drehbaren Entnahmeschieber, der eine erhebliche
Beschleunigung des Arbeitsablaufes und der Borstenzufuhr deshalb erlaubt, weil er
kontinuierlich in gleichbleibender Richtung bewegt und gedreht werden kann, also die
Zeit für einen Leerhub, die bei einem verschiebbaren Entnahmeschieber für dessen Zurückbewegung
zu dem oder den Borstenmagazinen notwendig ist, eingespart wird.
[0048] Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung mit deren wesentlichen Einzelheiten
anhand der Zeichnung noch näher beschrieben.
[0049] Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung, mit welcher aus einem Borstenvorrat oder Borstenfüllkasten
zu Borstenbüscheln zusammengefaßte Borsten mittels Leitungen einer an einen Unterdruck
angeschlossenen Form zugeführt werden,
- Fig. 2
- eine Draufsicht der Borstenmagazine oder -füllkästen mit einem zwischen ihnen hin-
und herbewegbaren, an den seitlichen Rändern offene Aussparungen aufweisenden Schieber
zum büschelweisen Entnehmen der Borsten aus den Borstenmagazinen und Zuführen zu den
Eintritten der Saugleitungen,
- Fig. 3
- eine Draufsicht eines möglichen Borstenfeldbildes bzw. einer entsprechenden Form,
wobei angedeutet ist, daß die einzelnen Lochungen unterschiedliche Querschnitte und/oder
Konturen haben können,
- Fig. 4
- eine Vorrichtung gemäßg Fig. 1 im Zusammenwirken mit einem Kettenband, welches die
zu beschickende Form zu verschiedenen Arbeitsstationen und dabei auch zu der Füllstation
mit Hilfe der Saugleitungen gemäß Fig. 1, davor zu einer Station zum Auflegen von
einer Halteplatte und danach zu einer Schmelzstation zum Verschmelzen der Borstenenden
und anschließend zu einer Station zum Verbinden mit einem Bürstenkörper überführt.
- Fig. 5
- einen Teilschnitt durch eine Form, bei welcher die Halteplatte in eine nach oben offene
Ausnehmung eingepaßt ist und die überstehenden Borstenenden verkugelt sind.
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung, bei welcher die Lochungen der Halteplatte
sich zu der Oberseite erweitern und die Borsten innerhalb der Halteplatte verschmolzen
sind,
- Fig. 7
- eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 6 nach dem Verschmelzen der Enden der Borstenbüschel,
- Fig. 8
- eine Halteplatte mit daran verschmolzenen Borsten, die einen umlaufenden Dichtungsflansch
hat, vor dem Einsetzen in einen Bürstenkörper,
- Fig. 9
- eine selbst als Bürstenkörper ausgebildete Halteplatte mit an ihr zusammengeschmolzenen
Borsten vor dem Einfügen einer die Schmelzbereiche der Borstenbüschel verschließenden
Abdeckplatte,
- Fig. 10
- einen Teillängsschnitt durch eine fertiggestellte Bürste mit einer in eine Ausnehmung
des Bürstenkörpers eingefügten Halteplatte, wobei die Borsten eines Borstenbüschels
an ihren Arbeitsenden verschiedene Längen haben,
- Fig. 11
- eine Stirnseite der Bürste und des Borstenfeldes gemäß Fig. 10,
- Fig. 12
- eine vergrößerte Darstellung eines Borstenbüschels, dessen einzelne Borsten an den
Arbeitsenden zwei verschiedene Längen haben,
- Fig. 13
- die Draufsicht eines Borstenbüschels gemäß Fig. 12, dessen Einzelborsten alle über
die gesamte Länge bis zu der Halteplatte voneinander getrennt sind.
- Fig. 14
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Vorrichtung, mit welcher
aus einem Borstenvorrat zu Borstenbüscheln zusammengefasste Borsten mittels Leitungen
und an diese anlegbarem Unterdruck einer Form beschleunigt zugeführt werden,
- Fig. 15
- eine abgewandelte Vorrichtung, mit welcher aus einem Borstenvorrat zu Borstenbüscheln
zusammengefasste Borsten mittels einer im wesentlichen aus einem Schieber und einer
gelochten Zuführplatte bestehenden Zuführeinrichtung der Form zugeführt und über die
Lochungen der Form gebracht werden, sowie
- Fig. 16
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei statt eines hin- und herbewegbaren
Schiebers ein als Drehscheibe ausgebildeter drehbarer Schieber vorgesehen ist.
[0050] Eine im Ganzen mit 1 bezeichnete, vor allem in den Fig. 1, 4, 14 und 15 erkennbare
Vorrichtung dient zum Herstellen von Borstenfeldern 2 (vgl. z.B. Fig. 8, 9 und 10)
oder Bursten 3 (vgl. wiederum Fig. 9 und 10). Dabei werden die Enden von einzelnen
Kunststoffborsten 4 eines Borstenbüschels 5 gemäß Fig. 5 oder Fig. 6 miteinander und/oder
mit denen eines Nachbarbüschels verschmolzen. Zu der Vorrichtung 1 gehört gemäß Fig.
1 und 4 eine mit Lochungen 6 versehene Form 7, die dabei eine Halbform ist, d.h. deren
Lochungen 6 Sacklochungen sind. In diese Lochungen 6 paßt jeweils ein Borstenbüschel
5, wobei aber die zu verschmelzenden Enden 8 der Borsten 4 gemäß Fig. 1 überstehen.
[0051] Gemäß Fig. 1, 4 u. 14 hat die zu der Vorrichtung 1 gehörende Form 7 einen Anschluß
oder Anschlußstutzen 9 zum Anlegen eines Unterdruckes an die einzelnen Lochungen 6
und es sind Zuführleitungen 10, im folgenden auch einfach Leitungen 10 genannt, vorgesehen,
wobei zu jeder zu füllenden Lochung 6 eine Leitung 10 führt. Die Querschnitte dieser
Leitungen 10 entsprechen dabei wenigstens denen der in ihnen zu transportierenden
und zu führenden Borstenbüschel 5, so daß jede Leitung 10 jeweils ein Borstenbüschel
5 transportieren kann. Die Mündungen 11 der Leitungen 10 und die Form 7 sind dabei
relativ zueinander bewegbar, wie es in Fig. 1 und 14 durch den Doppelpfeil Pf 1 für
die Mündungen 11 und in Fig. 4 durch den Pfeil Pf 2 für die Form 7 angedeutet ist.
[0052] An ihrem Einführende 12 haben die Führungsleitungen 10 den Abstand zueinander oder
sind ggf. auf einen solchen Abstand einstellbar, in welchem die Borstenbüschel 5 vor
ihrem Einführen in die Form 7 gemäß Fig. 1 und 2 bereitgestellt sind. In Fig. 1 ist
dargestellt, daß dabei die Einführenden 12 durch eine Einführplatte 13 gebildet oder
zusammengehalten werden. Die Austritte oder Mündungen 11 der Leitungen 10 sind gemäß
Fig. 1 in Gebrauchsstellung in dem Abstand und der Anordnung vorgesehen oder einstellbar,
die der beispielhaft in Fig. 3 erkennbaren Lochanordnung der Form 7 oder einer gemäß
Fig. 1 auf die Form auflegbaren Halteplatte 14 entspricht. Somit können die Borsten
nach Anlegen eines Unterdruckes an den Anschluß 9 an den Eintritten 12 eingesaugt,
durch die Leitungen 10 transportiert und in die Lochungen 6 der Form 7 hineingezogen
werden, wobei dann selbstverständlich die Mündungen 11 der Leitung 10 auf die Form
7 bzw. die Halteplatte 14 abgesenkt sind oder die Form 7 angehoben ist.
[0053] Gemäß Fig. 1, 2, 4 14 und 15 gehört zu der Vorrichtung auch wenigstens ein Borstenmagazin
15, wobei im Ausführungsbeispiel zwei derartige Borstenmagazine 15 mit einander zugewandten
Entnahmestellen 16 vorgesehen sind, die von jeweils entgegengesetzten Seiten gemäß
denPfeilen Pf 3 unter Druck stehen, so daß die in ihnen befindlichen Borsten 4 immer
wieder zu den Entnahmestellen 16 hin gebracht und gedrückt werden. Dadurch werden
die Borsten 4 gegen einen Entnahmeschieber 17 gepreßt, der an diesen Entnahmestellen
16 den Borstenvorrat jeweils begrenzt. Dieser quer zu der Entnahmestelle 16 bewegbare
Entnahmeschieber 17 hat gemäß Fig. 2 mit Abstand zueinander angeordnete, dem Borstenvorrat
jeweils zugewandte und zu diesem hin randoffene Ausnehmungen oder Aussparungen 18
zum Bilden der Borstenbüschel 5. Dieser Entnahmeschieber 17 ist mit seinem diese Ausnehmungen
18 aufweisenden Bereich aus dem Borstenmagazin 15 bis unter die Einführöffnungen 12
der Leitungen 10 verschiebbar, wobei die Zeichnungen diese Verschiebestellung zeigen.
[0054] Als Leitungen 10 können Schläuche und/oder Rohre vorgesehen sein, wobei insbesondere
im Bereich des Einführendes 12 und/ oder der Mündung 11 zur Durchführung der Verstellbewegung
dieser Bereiche die Leitungen 10 flexibel sind.
[0055] Die Einführenden 12 der Leitungen 10 sind zu einem Einführkopf, im Ausführungsbeispiel
der schon erwähnten Einführplatte 13, verbunden oder an einem solchen Einführkopf
befestigt. Dabei sind die Einführöffnungen 19 im Ausführungsbeispiel trichterförmig
mit sich von einem größeren Querschnitt auf den Leitungsquerschnitt verjüngenden Verlauf
ausgebildet, so daß mit entsprechend großer Sicherheit alle einzelnen Borsten 4 eines
jeweiligen Borstenbüschels 5 eingesaugt und büschelweise weitertransportiert werden
können.
[0056] Im Ausführungsbeispiel sind ferner die Austritte oder Mündungen 11 der Leitungen
10 miteinander verbunden und dabei an einer Mündungsplatte 20 fixiert. Falls die Zuordnung
der einzelnen Mündungen 11 zur Änderung eines Borstenbildes geändert werden sollen,
kann eventuell die Mündungsplatte 20 ausgetauscht werden.
[0057] In den Fig. 1,4,5,6,14 u.15 erkennt man deutlich, daß die Lochungen 6 zur Aufnahme
der Borstenbüschel 5 in der Form 7 Sacklöcher sind, deren Böden 21 oder innere Stirnseiten
eine Negativform oder -kontur zur Formung der freien Enden der jeweiligen Borstenbüschel
5 haben und beispielsweise als Hohlkegel oder -spitze, Hohl-Halbkugel (Fig. 6), Abschrägung,
Ebene (mittlere Borstenbüschel der Fig. 5) oder eine Kombination dieser Hohlformen
ausgebildet sein können. Beim Einsaugen der Borstenbüschel 5 werden also gleichzeitig
die freien Arbeitsenden dieser Borstenbüschel in eine jeweils gewünschte Form gebracht,
ohne daß es eines nachträglichen Beschneidens oder Formens dieser Arbeitsenden der
Borstenbüschel 5 bedarf, so daß die Einzelborsten schon vorher abgerundet sein können.
[0058] Von allen Bohrungen oder Lochungen 6 der Form 7 können jeweils oberhalb von deren
Böden 21 Saugkanäle seitlich, ggf. rechtwinklig abgehen und diese Kanäle können zu
dem Sauganschluß 9 führen oder zusammengefaßt sein.
[0059] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.1,14 u.15 ist jedoch eine andere Lösung dargestellt,
bei welcher die Böden 21 der Lochungen 6 in der Form 7 in einem porösen Einsatz 22,
z.B.einem Sinter- oder Keramikeinsatz, vorgesehen sind, unter welchem eine mit dem
Vakuumanschluß 9 versehene. Kammer 23 vorgesehen ist. Auf diese Weise kann der Saugstrom
bis zu den innersten Enden der Lochungen 6 in Längsrichtung der einzuführenden und
einzusaugenden Borsten 4 gerichtet sein.
[0060] In den Fig. 10 bis 12 ist dargestellt, daß zweckmäßigerweise die einzelnen Borsten
4 eines Borstenbüschels 5 z.B. zwei verschiedene Längen haben können, um einen besseren
Reinigungseffekt zu erzielen. Dies kann in nicht näher in den Zeichnungen dargestellter
Weise dadurch erreicht werden daß die Böden 21 der Lochungen 6 der Form 7 geriffelt
oder profiliert oder aufgerauht sind, wobei einzelne Borsten 4 jeweils zwischen die
dabei gebildeten Erhöhungen und andere auf diese Erhöhungen passen, so daß die Einzelborsten
4 eines Borstenbüschels 5 an dessen freiem Arbeitsende die vor allem in Fig. 12 deutlich
erkennbaren geringfügig unterschiedlichen Längen erhalten.
[0061] Ebenfalls nicht näher ist in der Zeichnung dargestellt, daß die Böden 21 der einzelnen
Lochungen 6 von der Stirnseite von in den Lochungen 6 jeweils verschiebbaren Stempeln
gebildet sein können, die beim Füllen tiefer als beim Verschmelzen der Borsten 4 angeordnet
sind und in eine der exakten Büschellänge entsprechende Höhe, ggf. über die von den
Lochungen 6 abgehenden Saugkanäle, anhebbar sind. Dadurch wird die gewünschte entgültige
Länge der einzelnen Borsten und Borstenbüschel mit großer Sicherheit erreicht auch
dann, wenn z.B. beim Einsaugen eines Borstenbüschels die eine oder andere Borste innerhalb
der Lochung 6 gegenüber den anderen etwas zurückbleibt, was vor allem nicht ganz auszuschließen
ist, wenn die Saugkanäle seitlich von den Lochungen abgehen.
[0062] Es sei erwähnt, daß mehr Zuführleitungen 10 für Borstenbüschel 5 an der Vorrichtung
1 vorgesehen sein können, als eine einzelne Form 7 Lochungen 6 hat, so daß gleichzeitig
mehrere ein Borstenfeld bildende Formen 7 beschickt werden können, wodurch die Produktionsgeschwindigkeit
bei der Herstellung von Borstenfeldern 2 und/oder Bürsten 3 erheblich gesteigert werden
kann.
[0063] In Fig. 2 ist angedeutet, daß der Schieber 17 zum Vereinzeln der Borstenbüschel 5
beim Entnehmen der Borsten 4 aus dem Borstenmagazin 15 unterschiedliche Ausnehmungen
oder Aussparungen 18 zur Bildung unterschiedlicher Borstenbüschel 5 und insbesondere
zur Bildung von Borstenbüscheln 5 unterschiedlicher Dicke und/oder Querschnittsform
aufweisen kann. In Fig. 3 erkennt man, daß Borstenfelder und Borstenbilder denkbar
sind, bei denen einerseits runde, andererseits quadratische und auch längliche Querschnitte
von Borstenbüscheln 5 vorgesehen sind, wobei außerdem die Querschnittsgrößen verschieden
sein können. Dem kann durch entsprechende Querschnittsflächen an den Ausnehmungen
18 Rechnung getragen werden. Die Formung der Querschnittskontur des einzelnen Borstenbüschels
kann dann in der Form 7 und/oder der Halteplatte 14 erfolgen.
[0064] Da die Vorrichtung 1 im Ausführungsbeispiel 2 einander gegenüberliegende Borstenmagazine
15 aufweist und der quer zu ihnen und den darin befindlichen Borsten 4 befindliche
und verschiebbare Schieber 17 an seinen beiden Längsseiten Ausnehmungen 18 zum Vereinzeln
von Borstenbüscheln 5 hat, können bei der Herstellung der Borstenfelder 2 und/oder
der Bürsten 3 auch Borsten unterschiedlicher Dicke, Qualität, Biegsamkeit und/oder
Farbe kombiniert werden. Auch das Zuordnungsverhältnis solcher unterschiedlicher Borstenbüschel
zueinander kann dabei durch unterschiedliche Anzahlen von Ausnehmungen 18 an dem Entnahmeschieber
17 vorgewählt sein.
[0065] Selbstverständlich können auch mehrere Borstenmagazine 15 oder Paare solcher Magazine
15 und zugehörige Entnahmeschieber 17 zu den Eintrittsköpfen 13 der Saugführungen
10 vorgesehen sein, um eine noch höhere Produktionsrate und eventuell die Beschickung
von noch mehr Formen 7 gleichzeitig zu erlauben.
[0066] Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß die Zuführleitungen 10 für die Borstenbüschel
5 von dem Schieber 17 zu den Formen 7 etwa 1 mm - 10 mm Durchmesser, z.B. ungefähr
2 mm oder 5 mm Innendurchmesser haben können, je nachdem, wie dick die einzelnen Borstenbüschel
5 sind. Die Länge der Zuführleitungen 10 kann etwa 1 m - 10 m, beispielsweise etwa
5 m betragen, wie Versuche gezeigt haben, ohne daß einzelne der angesaugten Borsten
in der Leitung 10 zurückbleiben. Somit kann eine für den Produktionsablauf optimale
Zuordnung der Borstenmagazine 15 zu den Formen 7 gewählt werden.
[0067] Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Vorrichtung 1 erkennt man in Fig. 4. Demgemäß
sind die Formen 7 auf einem Förder- oder Kettenband 24 od. dgl. Vorschubmittel angeordnet,
über dessen Obertrum in Vorschubrichtung gemäß dem Pfeil Pf 2 hintereinander die Mündung
11 der Zuleitungen 10, daneben eine Heiz- oder Schmelzstation 25 zum Verschmelzen
der Borstenenden und ggf. wiederum in Vorschubrichtung daneben eine Zuführvorrichtung
für Bürstenkörper 26 und/oder eine Ultraschweißanlage 27 oder Klebevorrichtung angeordnet
sind. Am Untertrum des Bandes 24 erkennt man die Auswurfstation 28 für die fertigen
Bürsten 3.
[0068] Wie schon erwähnt, ist beim Füllen der Form 7 zwischen dieser und der Mündung 11
der Leitungen 10 gemäß Fig. 1 eine Halte- und Einführplatte 14 für die Borsten 4 angeordnet,
die Durchtrittlochungen 6a in der Anordnung aufweist, in welcher die Borstenbüschel
5 zu einem Borstenfeld zusammengefaßt werden und aus der die in die Form eingesetzten
Borsten 4 beim Verschmelzen mit ihren Enden 8 vorstehen. Diese auf die Form 7 auflegbare
Halteplatte 14 kann dabei aus dem Werkstoff bestehen, aus dem auch der Bürstenkörper
26 besteht, so daß das Verschweißen oder Verkleben mit dem Bürstenkörper 26, welches
in Fig. 8 noch bevorsteht und in Fig. 10 bereits durchgeführt ist, einfacher und dauerhafter
möglich ist.
[0069] Dabei erkennt man in Fig. 4, daß vor der Station zum Ein-füllen der Borsten 4 in
die Form 7 noch eine Arbeitsstation 29 angeordnet ist, in der die Halteplatten 14
zugeführt und auf die Form 7 aufgelegt werden.
[0070] In Fig. 8 ist dabei noch angedeutet, daß diese Halteplatte 14 einen zweckmäßigerweise
umlaufenden Dichtungsflansch 30 haben kann, der die Fuge zwischen der Platte 14 und
der Einsenkung 31 des Bürstenkörpers 26 nach dem Verbinden abdeckt und so die Lebensdauer
der Bürste vor allem bei ihrer Verwendung als Zahnbürste weiter verlängert, weil ein
Eindringen von Reinigungsmittel u. dgl. in diesem Bereich dadurch noch wirkungsvoller
verhindert wird.
[0071] In Fig. 1, 6, 14 und 15 erkennt man, daß die Lochungen 6a in der Halteplatte 14 auf
der den Arbeitsenden der Borsten 4 ab-gewandten Oberseite Einsenkungen 6b haben, sich
also zu dieser Oberseite hin erweitern. In diesen Erweiterungen oder Einsenkungen
6b der Lochungen 6a befinden sich nach dem Verschmelzen gemäß Fig. 6 die verschmolzenen
Enden 8 der Borsten 4 der einzelnen Borstenbüschel, wobei in Fig. 6 außerdem angedeutet
ist, daß diese Einsenkungen 6b unterhalb der Plattenoberfläche mit den einander zugewandten
Rändern ineinander übergehen können, so daß also die verschmolzenen Borstenenden entsprechend
Fig. 7 teilweise auch jeweils mit denen der Nachbarbüschel verbunden und verschmolzen
werden können. In den Figuren 6 und auch 10 erkennt man, daß die zwischen benachbarten
Lochungen 6a verbleibenden Stege der Halteplatte 14 eine geringere Höhe haben, als
es der ge-samten Plattendicke entspricht. An diesen Stellen der verminderten Steghöhe
können also nicht nur die Borsten 4 eines Borstenbüschels 5 untereinander, sondern
auch die einander benachbarten Borstenbüschel 5 miteinander verschmolzen werden, wie
es in den Figuren 6 und 10 angedeutet ist. Somit sind bei dieser Lösung die einzelnen
Borstenbüschel schon gut gegen eine Verschwenkung gesichert, so daß nur noch die einzelnen
Borsten 4 aufgrund ihrer Elastizität ausgebogen werden können.
[0072] Wird dabei gleichzeitig nach dem Anschmelzen der Enden 8 der Borsten 4 die noch weiche
oder teigige Schmelze unter den unterdruck gesetzt, der auch zum Fördern der Borsten
4 in die Form 7 dient, kann diese Schmelze teilweise in innerhalb der Halteplatte
14 befindliche Zwischenräume zwischen den Borsten gesaugt und somit die Festigkeit
der Verankerung weiter verbessert werden.
[0073] In Fig. 14 und 15 ist dabei noch angedeutet, daß auf der Seite der Halteplatte 14,
auf der die zu verschmelzenden Borsten 4 mit ihren Enden 8 überstehen, zwischen den
Lochungen 6a Erhöhungen, Vorsprünge, Noppen 33 oder dergleichen aus schmelzbarem Werkstoff
vorstehen können, die gleichzeitig mit dem Verschmelzen der Borsten ebenfalls geschmolzen
und mit diesen verschmolzen werden können, so daß die Verbindung mit der Halteplatte
14 noch besser und inniger wird. Dies gilt sowohl dann, wenn die Halteplatte 14 aus
demselben Werkstoff wie die Borsten 4 besteht, als auch wenn dazu ein anderer Werkstoff
vorgesehen ist, der sich dennoch mit dem Borstenwerkstoff ganz oder teilweise vermischen
kann und insgesamt eine stabile Verankerung der Borsten 4 bewirkt.
[0074] Falls solche zusätzlichen Noppen 33 mitverschmolzen werden, können die in Fig. 7
zwischen den verschmolzenen Bereichen erkennbaren Zwischenräume ebenfalls noch mit
geschmolzener und wieder erstarrter Kunststoffmasse ausgefüllt werden.
[0075] Fig. 9 zeigt, daß die Halteplatte 14 auch unmittelbar selbst der Bürstenkörper sein
kann, in welchen die Borstenbüschel 5 eingefügt und an welchem sie verschmolzen sind,
wobei es dann zweckmäßig ist, die mit dieser Verschmelzung versehene Seite mit einer
Abdeckplatte 32 abzuschließen insbesondere dann, wenn jeweils nur die Borsten 4 der
Borstenbüschel 5 miteinander und nicht mit den Nachbarbüscheln verschmolzen sind,
wie es Fig. 5 zeigt.
[0076] Mit der vorbeschriebenen Vorrichtung 1 können Bürsten 3 oder Borstenfelder 2 hergestellt
werden, wobei Borstenbündel oder -büschel 5 in die Lochungen 6 der Formen 7 eingefüllt
und dann an den den späteren freien Arbeitsenden der aus Kunststoff bestehenden Borsten
4 abgewandten Enden 8 in der in Fig. 5 oder 6 erkennbaren Weise verschmolzen werden,
wobei Fig. 5 eine Verschmelzung jeweils nur an den einzelnen Büscheln 5, Fig. 6 und
7 aber eine Verschmelzung jeweils auch mit den Nachbarbüscheln zeigt. Dabei wird derartig
verfahren, daß zunächst die Borstenbüschel 5 aus Einzelborsten 4 gebildet werden,
indem ein Borstenvorrat zu Borstenbüscheln 5 vereinzelt wird, daß dann die Borsten
4 büschelweise angesaugt, der Form 7 zugeführt und in die Lochungen 6 der Form 7 eingesaugt
und anschließend verschmolzen werden. Dabei kann das Zuführen und Einfüllen in die
Form in einer Arbeitsstation, das anschließende Verschmelzen in einer Nachbar-Arbeitsstation
erfolgen, so daß während des Verschmelzens der Borsten bereits wieder ein Füllvorgang
bei einer nächsten Form 7 durchgeführt werden kann.
[0077] Die Borstenbüschel 5 werden dabei gemäß dem Ausführungsbeispiel durch die auf die
Form 7 aufgelegte, mit übereinstimmenden Lochungen 6a ausgestattete Halteplatte 14
hindurchgesaugt, wobei die zu verschmelzenden Enden 8 der Borsten 4 über die Platte
14 überstehen oder wenigstens in einen nach der Oberseite der Platte 14 hin sich erweiternden
Lochungsbereich 6b (Fig. 6) ragen, und daß anschließend die Borsten 4 miteinander
und gegebenenfalls mit denen der Nachbar-Borstenbüschel sowie auch mit Noppen 33 der
Halteplatte 14 beschmolzen werden. Die Halteplatte 14 kann nach dem Verschmelzen der
Borsten 4 mit einem Bürstenkörper 26 verbunden, insbesondere verschweißt oder verklebt
werden, was wiederum nach einer Vorschubbewegung in einer weiteren Arbeitsstation
stattfinden kann, während an den vorangegangenen Arbeitsstationen jeweils parallel
und zeit-gleich die vorhergehenden Verfahrensschritte bei einer nachfolgenden Form
durchgeführt werden können. Schließlich wird das Borstenfeld nach der Verbindung mit
der Halteplatte 14 durch das Verschmelzen der Borsten oder mit den Bürstenkörper 26
aus der Form 7 ausgeworfen.
[0078] Dadurch daß dieses Verfahren und seine einzelnen Verfahrensschritte zeitgleich jeweils
an verschiedenen Arbeitsstationen und dabei u.U. gleichzeitig an mehreren Formen durchgeführt
werden kann und nicht mehr jedes einzelne Borstenbündel 5 in die Lochung eines Bürstenkörpers
gestopft werden muß, ist eine gegenüber herkömmlichen Bürstenherstellungsverfahren
erheblich erhöhte Produktionsgeschwindigkeit erreichbar. Gleichzeitig wird eine günstige
Verankerung der Borsten durch die Verschmelzung und auch eine zweckmäßige Verbindung
mit einem Bürstenkörper erreicht, wobei im Bedarfsfalle nicht nur Borsten 4 unterschiedlicher
Hälte und Form, sondern auch unterschiedlicher Farben und mit unterschiedlicher Anordnung
an ihren Arbeitsenden kombiniert werden können.
[0079] Zum Herstellen von Bürsten oder Borstenfeldern werden Borstenbüschel 5 aus Einzelborsten
4 gebildet und dann büschelweise in Lochungen 6 von Halbformen 7 eingefüllt und anschließend
an den Halteenden 8 verschmolzen. Dies geschieht in zweckmäßiger Weise dadurch, daß
einem Borstenmagazin 15 mit einem entsprechenden Borstenvorrat die Borsten 4 entnommen
und dabei zu Borstenbüscheln 5 vereinzelt werden, dann diese Borsten 4 büschelweise
durch einzelne ihnen zugeordnete Leitungen 10 gesaugt und der Form 7 zugeführt und
dabei in die Lochungen 6 der Formen 7 eingesaugt werden. Dabei können sie gleichzeitig
durch auf die Form 7 aufgelegte bzw. in eine dort vorgesehene Aussparung eingelegte
Halteplatte 14 hindurchgesaugt werden, mit der sie durch den anschließenden Verschmelzungsvorgang
verbunden werden, so daß die Verbindung der Borsten mit dem Bürstenkörper 26 erheblich
vereinfacht ist, da eine solche Halteplatte 14 gut mit einem Bürstenkörper 26 verschweißt
oder verklebt werden kann oder sogar diesen Bürstenkörper 26 selbst bilden kann.
[0080] Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß beim Verschmelzen nur jeweils der einzelnen
Borstenbüschel in der in Fig. 5 dargestellten Weise Einzel-Borstenbündel entstehen,
die statt einer Verbindung mit Hilfe der Halteplatte 14 zu einem Borstenfeld auch
einfach als Bestandteil eines Pinsels bei dessen Herstellung Verwendung finden können.
Somit kann die vorbeschriebene Verfahrensweise und die vorbeschriebene sowie nachfolgend
noch erläuterte abgewandelte Vorrichtung auch zur Herstellung Von Borstenbündeln für
Pinsel benutzt werden und dabei eine hohe Stückzahl in kurzer Zeit ermöglichen
[0081] Die in Fig. 14 dargestellte Vorrichtung 1 entspricht in wesentlichen Teilen der Vorrichtung
gemäß Fig. 1 und hat deshalb für die meisten Teile wie die Form 7 und die Leitungen
10 übereinstimmende Bezugszahlen. Auch die Vereinzelung der Borstenbüschel 5 geschieht
in der schon vorbeschriebenen Weise. Darüber hinaus werden auch in diesem Falle die
vereinzelten Borstenbüschel 5 der oder den Formen 7 mit Hilfe eines Luftstromes zugeführt,
der bei der Anlegung eines Unterdruckes an die Form 7 entsteht. Dabei ist in diesem
Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß die Mündungen 11 der Leitungen 10 Verjüngungen
oder Verengungen 34 mit anschließender Erweiterung 35 aufweisen, also in den Mündungen
11 jeweils eine Art Venturi-Düse angeordnet ist, innerhalb welcher der Luftstrom aufgrund
dieser Querschnittsverengung beschleunigt wird. Versuche haben gezeigt, daß unter
Umständen die Borstenbüschel 5 während ihres Transportes durch die Leitungen 10 etwas
in die Länge gezogen werden, weil zunächst mittlere Borsten etwas schneller als die
an den Leitungswandungen anliegenden Borsten befördert werden können. Dies kann durch
eine erhöhte Einführgeschwindigkeit mit Hilfe der erwähnten Verengung 34 in die Lochungen
6a der Halteplatte 14 und 6 der Form 7 ausgenutzt werden, wobei diese erhöhte Einführgeschwindigkeit
auch den Impuls oder die kinetische Energie der einzelnen Borsten 4 vergrößert, so
daß selbst die letzten Borsten noch zwischen die schon in den Lochungen 6 befindlichen
Borsten eingeführt und gewissermaßen "eingeschossen" werden können. Eine solche zweckmäßige
Ausgestaltung der Borstenzufuhr ist gerade aufgrund der Beförderung mit Hilfe von
Unterdruck möglich, während eine Beförderung mittels Preßluft an dem Eintritt in die
Düsen zu erheblichen Staus durch sich etwa querstellende Borsten führen könnte.
[0082] Selbst wenn die eine oder andere der als letzte eingeführten Borsten nicht mehr ganz
in die jeweilige Lochung 6 der Form 7 gelangt, sondern mit einem erheblichen Teil
ihrer Länge oder gar vollständig oberhalb der Oberseite der Halteplatte 14 verbleibt,
kann sie bei dem anschließenden Verschmelzungsprozeß mitverschmolzen werden und somit
zur Vergrößerung der Festigkeit des gesamten hergestellten Borstenfeldes, bestehend
aus Borstenbüscheln 5 und der Halteplatte 14, beitragen.
[0083] Bei der in Fig. 15 erkennbaren Vorrichtung 1 ist wiederum die Form 7 mit ihren Lochungen
6 und der auflegbaren Halteplatte 14 mit hochstehenden Noppen 33 vorgesehen, jedoch
werden die Borsten bzw. die Borstenbüschel 5 auf andere Weise zugeführt. Dazu ist
eine im ganzen mit 37 bezeichnete Zuführeinrichtung zum Erfassen und Transportieren
der Borstenbüschel 5 jeweils zu den Lochungen 6 der Form 7 hin vorgesehen, die einen
die Borstenbüschel 5 einzeln haltenden Schieber - in diesem Falle den auch bei den
vorhergehenden Vorrichtungen schon beschriebenen Entnahmeschieber 17 - und eine mit
Durchtritten versehene Zuführplatte 38 aufweist. Auf dieser Zuführplatte 38 sind die
Borstenbüschel 5 mittels des Schiebers 17 quer zu ihrer Orientierungsrichtung verschiebbar.
Die Zuführplatte 38 hat Durchtritte 39, die in Flucht mit den Lochungen 6 der Form
7 angeordnet sind oder Vor dem Vereinzeln und Zuführen der Borstenbüschel in Flucht
mit diesen gebracht werden können.
[0084] Es können also bei dieser Ausführungsform in vorteilhafter Weise mit Hilfe des Entnahmeschiebers
17 die Borstenbüschel 5 nicht nur gebildet und vereinzelt, sondern auch praktisch
unmittelbar der Form 7 zugeführt werden.
[0085] Dabei erkennt man in Fig. 15 ferner, daß die Form 7 auch wiederum einen Unterdruckanschluß
9 unterhalb eines porösen, die Enden der Lochungen 6 enthaltenden Einsatzes 22 aufweist,
so daß also auch in diesem Falle durch Anlegen eines Unterdruckes ein Luftstrom erzeugt
werden kann, der das Einbringen der Borsten 4 in die Lochungen 6 der Form 7 bewirkt
oder zumindest unterstützt, da in der dargestellten Anordnung - wie bei den vorbeschriebenen
Ausführungsbeispielen - zusätzlich die Schwerkraft wirksam ist.
[0086] Während die Vorrichtungen gemäß den Figuren 1, 4 und 14 einen großen Abstand zwischen
Borstenvorrat und Form überbrücken können, erlaubt die Vorrichtung nach Fig. 15 eine
Bauweise mit geringem Platzbedarf.
[0087] Es sei noch erwähnt, daß die Borstenbüschel 5 eine unterschiedliche Anzahl von einzelnen
Borsten 4 enthalten können und daß dabei im Extremfall auch nur eine einzige Borste
4 vorgesehen und in der vorbeschriebenen Weise in die Form und durch eine Halteplatte
14 befördert werden kann. Gerade dabei kann die Verengung 34 gemäß Fig. 14 zweckmäßig
sein, um solche wenigen oder eine einzelne Borste 4 zu beschleunigen, aber auch -
wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14 selbst - zentral in die jeweilige Lochung
6 einzuführen.
[0088] Das Einführen jeweils nur einer einzigen Borste 4 in eine Lochung 6 der Form 7 ist
vor allem dann günstig, wenn relativ dicke Borsten, gegebenenfalls mit kugelig verdickten
Arbeitsenden an einer Bürste gewünscht werden, bei der z.B. ein Massageeffekt im Vordergrund
stehen kann. Auch eine solche Einzelborste kann an ihrem Ende durch Verschmelzen verdickt
und mit der Halteplatte 14 verbunden werden.
[0089] Auch dabei ist ein Verschmelzen mit der Halteplatte 14, sei es daß sie aus demselben
Werkstoff, sei es daß sie aus anderem Werkstoff wie die Borsten 4 besteht, mit Hilfe
von Noppen 33 an der Halteplatte 14 zweckmäßig, um, wie in den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen,
eine unlösbare Verbindung zwischen den Borsten und der Halteplatte 14 herzustellen.
[0090] In Fig. 16 ist bezüglich des Entnahmeschiebers 17 eine gegenüber Fig. 2 abgewandelte
Ausführungsform dargestellt, wobei jedoch übereinstimmende Teile selbst bei geänderter
äußerer Gestaltung übereinstimmende Bezugszahlen haben. Dabei ist in diesem Ausführungsbeispiel
der Entnahmeschieber 17 drehbar, d.h. er kann beim Entnehmen der Borsten 4 aus dem
oder den Borstenmagazinen 15 und beim Befördern zu den Einführöffnungen 12 oder den
Durchtritten 39 sowie von dort wieder zu dem jeweiligen Borstenmagazin in einer gleichbleibenden
Drehrichtung Pf4 verdreht werden und also nur mit einer Drehrichtung umlaufen. Somit
entfällt der bei dem hin- und herbewegbaren Schieber 17 gemäß Fig. 2 erforderliche
Leerhub, durch welchen der Schieber 17 mit seinen Aussparungen 18 wieder zu dem Borstenmagazin
15 zurückbewegt werden muß. Aufgrund dieser kontinuierlichen Bewegungsrichtung und
Arbeitsweise sowie der Vermeidung eines Zeitverlustes durch einen solchen Leerhub
kann die Beschickung mit Borsten und damit der gesamte Arbeitsablauf ganz erheblich
beschleunigt werden.
[0091] Nach einer Teilumdrehung zwischen den jeweiligen Entnahmepositionen von z.B. 90°
kann eine Halteposition für die Übergabe der Borsten 4 vorgesehen sein. Man erkennt
in Fig. 16, daß die als Entnahmeschieber 17 dienende Drehscheibe von zwei einander
gegenüberliegenden Borstenmagazinen 15 beaufschlagt ist, aber an vier Stellen randoffene
Aussparungen 18 für die Borsten 4 hat, so daß immer einerseits solche Aussparungen
18 im Bereich der Borstenmagazine 15 und andererseits im Bereich der Übergabe zu den
Formen hin angeordnet sind. Wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 werden dabei
die randoffenen Aussparungen 18 über einen Teil des Drehweges durch seitliche Führungen
18a geschlossen gehalten, um die Borsten festzulegen.
[0092] Der drehbare Entnahmeschieber 17 ist dabei eine Drehscheibe mit kreisförmigen Umfang
und zentraler Drehachse und die Ausnehmungen 18 sind randoffen am Umfang dieser Drehscheibe
angeordnet. Wie erwähnt, können dabei zwei, gegebenenfalls aber auch z.B. vier oder
bei entsprechend großem Umfang der Drehscheibe noch mehr Borstenmagazine 15 entlang
dem Umfang der Drehscheibe mit Abstand zueinander angeordnet sein, wobei lediglich
zwischen diesen Borstenmagazinen 15 jeweils genügend Platz für die Halteposition und
die Übergabestelle zu den Einführöffnungen 12 oder Durchtritten 39 , die jeweils zu
der Form 7 führen, vorhanden sein muß. Auch dabei können die randoffenen Ausnehmungen
18 unterschiedliche Konturen und Querschnitte haben, um unterschiedliche Borstenbüschel
zu bilden.
1. Verfahren zum Herstellen von Borstenfeldern für Bürsten oder von Borstenbündeln für
Pinsel, wobei Borstenbüschel in Lochungen (6) von Formen (7) eingefüllt werden, wobei
zunächst die Borstenbüschel (5) aus Einzelborsten (4) gebildet werden, indem ein Borstenvorrat
zu Borstenbüscheln (5) vereinzelt wird, wonach die Borsten (4) büschelweise der Form
(7) mit Hilfe eines Luftstromes zugeführt und in die Lochungen (6) der Form (7) eingebracht
werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom zum Fördern der Borstenbüschel (5) mit Unterdruck erzeugt wird
und daß die den späteren freien Arbeitsenden abgewandten Enden (8) der Borsten anschließend
an das Einbringen in die Lochungen (6) der Form (7) verschmolzen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten (4) in etwa vertikaler
Orientierung in die Form (7) eingebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Borstenbüschel (5)
durch eine auf die Form (7) aufgelegte, mit übereinstimmenden Lochungen (6a) wie die
Form ausgestattete Halteplatte (14) hindurchgesaugt werden, wonach die zu verschmelzenden
Enden (8) der Borsten (4) über die Platte (14) überstehen oder wenigstens in einen
nach der Oberseite der Platte (14) hin sich erweiternden Lochungsbereich ragen, und
daß anschließend diese Borsten (4) miteinander und/oder mit der Platte oder mit an
dieser in derselben Richtung wie die überstehenden Enden (8) der Borsten (4) vorstehenden
Vorsprüngen und gegebenenfalls mit den Enden (8) der Nachbarborstenbüschel verschmolzen
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Anschmelzen
der Enden (8) der Borsten (4) die noch weiche oder teigige Schmelze unter Druck, insbesondere
Unterdruck gesetzt und dadurch wenigstens teilweise in innerhalb der Halteplatte (14)
befindliche Zwischenraume zwischen den Borsten und/oder zwischen diesen und der Halteplatte
(14) gedrückt oder gesaugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte
nach dem Verschmelzen der Borsten (4) mit einem Bürstenkörper (26) verbunden, insbesondere
verschweißt, hochfrequenzverschweißt, verklebt, dauerhaft verrastet oder verschraubt
wird.
6. Vorrichtung (1) zum Herstellen von Borstenfeldern (2) für Bürsten (3) oder von Borstenbündeln
für Pinsel, bei denen die Enden (8) von einzelnen Kunststoff-Borsten (4) eines Borstenbüschels
(5) miteinander und/oder mit denen eines Nachbarbüschels verschmolzen werden, mit
einer mit Lochungen (6) versehenen Form (7) in welche Lochungen (6) jeweils ein Borstenbüschel
(5) paßt, wobei Zuführleitungen (10) zu der Form (7) vorgesehen sind und zu jeder
zu füllenden Lochung (6) eine Leitung (10) führt, an welche Leitungen (10) Mittel
zur Erzeugung eines Luftstromes zu der Form (7) hin anschließbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen (11) der Leitungen (10) und die Form (7) relativ zueinander bewegbar
sind und daß die Form (7) einen Anschluß zum Anlegen eines Unterdruckes an die einzelnen
Lochungen (6) hat.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleitungen (10)
an ihrem Einführende (12) den Abstand zueinander haben oder auf den Abstand einstellbar
sind, in welchem die Borstenbüschel (5) vor ihrem Einführen in die Form (7) bereitgestellt
sind, und daß die Austritte oder Mündungen (11) der Leitungen (10) in Gebrauchsstellung
in dem Abstand und der Anordnung vorgesehen oder einstellbar sind, die der Lochanordnung
der Form (7) und/oder einer Halteplatte entspricht.
8. Vorrichtung insbesondere nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Borstenmagazin (15) vorgesehen ist, in welchem die Borsten (4) gegen einen verschiebbaren
und/oder drehbaren Entnahmeschieber (17) gepreßt sind, und daß der quer zu der Entnahme
(16) bewegbare Entnahmeschieber (17) mit Abstand zueinander angeordnete, dem Borstenvorrat
zugewandte, offene Ausnehmungen (18) zum Bilden von Borstenbüscheln (5) hat und mit
seinem diese Ausnehmungen (18) aufweisenden Bereich aus dem Borstenmagazin (15) bis
unter die Einführöffnungen (12) der Leitungen (10) verschiebbar oder verdrehbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Leitungen
(10) Schläuche und/oder Rohre vorgesehen sind und insbesondere im Bereich des Einführendes
(12) und/oder der Mündung (11) zur Verstellbarkeit dieser Bereiche die Leitungen (10)
flexibel sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführenden
(12) der Leitungen (10) zu einem Einführkopf verbunden oder an einem Einführkopf befestigt
sind und die Eintrittsöffnungen (19) in die Leitungen (10) trichterförmig mit sich
von einem größeren Querschnitt auf den Leitungsquerschnitt verjüngenden Verlauf ausgebildet
sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen
(11) der Leitungen (10) miteinander verbunden, vorzugsweise an einer gegebenenfalls
austauschbaren Mündungsplatte (20) fixiert sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen
(11) der Leitungen (10) Verjüngungen oder Verengungen (34) - vorzugsweise in der Art
einer Venturi-Düse - mit anschließender Erweiterung (35) aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochungen
(6) zur Aufnahme der Borstenbüschel (5) in der Form (7) Sacklöcher sind, deren Böden
(21) oder innere Stirnseiten eine Negativform oder -kontur zur Formung der Enden der
jeweiligen Borsten-büschel (5) haben und beispielsweise als Hohlkegel oder -spitze,
Hohl-Halbkugel, Abschrägung, Ebene oder eine Kombination dieser Hohlformen ausgebildet
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß von allen
Bohrungen oder Lochungen (6) der Form (7) jeweils oberhalb von deren Böden (21) ein
Saugkanal seitlich, ggf. rechtwinklig abgeht und diese Kanäle zu dem Sauganschluß
führen und zusammengefaßt sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14 dadurch gekennzeichnet, daß die Böden
(21) der Lochungen (6) in der Form (7) in einem porösen Einsatz (22), insbesondere
in einem Keramikeinsatz, Sintereinsatz, Sieb, Filz, Textilien od.dgl. vorgesehen sind,
unter welchem eine mit dem Vakuumanschluß (9) versehene Kammer (23) od.dgl. vorgesehen
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Böden
(21) der einzelnen Lochungen (6) von der Stirnseite von in den Lochungen (6) verschiebbaren
Stempeln gebildet sind, die beim Füllen tiefer als beim Verschmelzen der Borsten (4)
angeordnet sind und in eine der exakten Büschellänge entsprechenden Höhe, ggf. über
die Saugkanäle der Lochungen, anhebbar sind.
17. Vorrichtung insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Böden (21) der Lochungen (6) der Form (7) geriffelt oder profiliert oder aufgerauht
sind, wobei einzelne Borsten (4) jeweils zwischen die dabei gebildeten Erhöhungen
und andere auf die Erhöhungen passen, so daß die Einzelborsten (4) eines Borstenbüschels
(5) an dessen freiem Arbeitsende geringfügig unterschiedliche Längen haben.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 17 dadurch gekennzeichnet, daß mehr Zuführleitungen
(10) für Borstenbüschel (5) vorgesehen sind, als eine Form (7) Lochungen (6) hat,
so daß gleichzeitig mehrere ein Borstenfeld bildende Formen (7) beschickt werden können.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber
(17) zum Vereinzeln der Borstenbüschel unterschiedliche Ausnehmungen (18) zur Bildung
unterschiedlicher Borstenbüschel (5) und insbesondere zur Bildung von Borstenbüscheln
(5) unterschiedlicher Dicke und/oder Querschnittsform aufweist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß zwei einander
gegennüberliegende Borstenmagazine (15) vorgesehen sind und der quer zu ihnen und
den darin befindlichen Borsten (4) befindliche Schieber (17) an seinen beiden Längsseiten
Ausnehmungen (18) zum Vereinzeln von Borstenbüscheln (5) hat.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Borstenmagazine (15) und Entnahmeschieber (17) zu den Eintrittsköpfen (13) der Saugführungen
(10) vorgesehen sind.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitungen
(10) für die Borstenbüschel (5) von dem Schieber (17) zu den Formen (7) etwa 0,1 mm
bis 20 mm Innendurchmesser haben.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Formen
(7) auf einem Förder- oder Kettenband (24) od. dgl. Vorschubmittel angeordnet sind,
über dessen Obertrum in Vorschubrichtung dieses Band hintereinander die Mündung (11)
der Zuführleitungen (10), daneben eine Heiz- oder Schmelzstation (25) zum Verschmelzen
der Borstenenden und ggf. in Vorschubrichtung daneben eine Zuführvorrichtung für Bürstenkorper
(26) und/oder eine Ultraschweißaniage (27) oder Klebevorrichtung angeordnet sind.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß am Untertrum
des Bandes (24) od. dgl. die Auswurfstation (28) für die fertigen Bürsten (3) vorgesehen
ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß beim Füllen
der Form (7) zwischen dieser und der Mündung (11) der Leitungen (10) eine Halte- und
Einführplatte (14) für die Borsten (4) angeordnet ist, die Durchtrittlochungen (6a)
in der Anordnung aufweist, in welcher die Borstenbüschel (5) zu einem Borstenfeld
zusammengefaßt werden und aus der die in die Form eingesetzten Borsten beim Verschmelzen
gegebenenfalls vorstehen.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochungen
in der Halteplatte (14) auf der den Arbeitsenden (6a) der Borsten (4) abgewandten
Oberseite Einsenkungen (6b) haben, die die verschmolzenen Enden (8) der Borsten (4)
der einzelnen Borstenbüschel (5) in sich aufnehmen und die gegebenenfalls an den einander
zugewandten Rändern unterhalb der Plattenoberfläche ineinander übergehen.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte
(14) einen Flansch (30) oder eine Dichtlippe aufweist, der die nach dem Einfügen in
eine die Halteplatte in sich aufnehmende Ausnehmung (31) des Bürstenkörpers (26) deren
Rand übergreift.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die auf
die Form (7) auflegbare Halteplatte (14) aus dem Werkstoff besteht, aus dem der Burstenkörper
(26) besteht, oder daß die Halteplatte (14) der Bürstenkörper ist.
29. Vorrichtung zum Herstellen von Borstenfeldern (2) für Bürsten (3) oder Borstenbüschel
für Pinsel, bei denen die Enden (8) von einzelnen Kunststoff-Borsten (4) eines Büschels
(5) miteinander und/oder mit denen eines Nachbarbüschels verschmolzen werden, mit
einer mit Lochungen (6) versehenen Form (7) , in welche Lochungen (6) jeweils ein
Borstenoüschel (5) paßt und aus der die zu verschmelzenden Enden (8) der Borsten (4)
überstehen, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zuführeinrichtung (37) zum Erfassen und
Transportieren von Borstenbüscheln (5) oder Einzelborsten (4) jeweils zu den Lochungen
(6) der Form (7) hin vorgesehen ist, die einen die Borstenbüschel (5) einzeln haltenden
Schieber und eine mit Durchtritten (39) versehene Zuführplatte (38) aufweist, auf
der die Borstenbüschel (5) mittels des Schiebers (17) quer zur Orientierung der Borsten
(4) verschiebbar sind, daß die Durchtritte (39) der Zuführplatte (38) in Flucht mit
den Lochungen (6) der Form (7) angeordnet sind oder in Flucht mit diesen bringbar
sind und daß die Form (7) einen Unterdruckanschluß (9) aufweist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruckanschluß (9)
an der Form (7) unterhalb eines porösen, die Enden der Lochungen (6) enthaltenden
Einsatzes (22) angeordnet ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Seite der Halte- und Einführplatte (14), auf der die zu verschmelzenden Borsten (4)
überstehen, zwischen den Lochungen (6a) Erhöhungen, Vorsprünge, Noppen (33) oder dergleichen
aus schmelzbarem Werkstoff vorstehen.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare
Entnahmeschieber (17) beim Entnehmen der Borsten (4) aus dem Borstenmagazin (15) und
beim Befördern zu den Einführöffnungen (12) oder den Durchtritten (39) sowie von dort
wieder zu dem jeweiligen Borstenmagazin (15) in einer gleichbleibenden Drehrichtung
verdrehbar ist oder umläuft und nach einer Teil-Umdrehung zwischen den Entnahmepositionen
von z .B. 90° eine Halteposition für die übergabe der Borsten (4) aufweist.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare
Entnahmeschieber (17) eine Drehscheibe mit vorzugsweise kreisförmigem Umfang und zentraler
Drehachse ist und die Ausnehmungen (18) randoffen am umfang dieser Drehscheibe angeordnet
sind und daß gegebenenfalls zwei oder vier oder - bei entsprechend großem Umfang der
Drehscheibe - noch mehr Borstenmagazine (15) entlang dem Umfang der Drehscheibe mit
Abstand zueinander angeordnet sind und jeweils zwischen diesen Borstenmagazinen die
Halteposition und die übergabestelle zu den Einführöffnungen (12) oder Durchtritten
(39) angeordnet sind.
1. A method of forming zones or arrays of bristles for brushes or bundles of bristles
for Paint brushes, wherein tufts of bristles are filled into holes (6) of forms (7),
first the tufts (5) being composed from individual bristles (4) by separating a stock
of bristles into tufts (5) thereof, after which the bristles (4) are fed, in tufts,
to the form (7) with the aid of in air current and are inserted in the holes (6) of
the form (7).
characterized in that the air current for conveying the tufts (5) of bristles is produced by vacuum and
that the bristle-ends (8) remote from the subsequent free operative ends are fused
after being introduced into the holes (6) of the form (7).
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that the bristles (4) are introduced
into the form (7) in an orientation in which they are approximately vertical.
3. A method as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that the tufts (5) of
bristles are sucked through a holding plate (14) which is placed on the form (7) and
is furnished with registering holes (6a), after which the bristle-ends (8) to be fused
protrude above the plate (14) or at least project into an area of the holes which
widens towards the upper side of the plate (14), and that subsequently said bristles
(4) are fused together, and/or to the plate, or to projections standing out from the
plate in the same direction as the protruding ends (8) of the bristles (4), and possibly
to the ends (8) of neighbouring tufts of bristles.
4. A method as claimed in any one of claims 1 to 3, characterized in that after the ends
(8) of the bristles (4) have begun to melt, the still soft or pasty melt is placed
under pressure, particularly vacuum, and by this means at least part of the melt is
pressed or sucked into spaces within the holding plate (14) so as to penetrate between
the bristles and/or between the bristles and the holding plate (14).
5. A method as claimed in any one of claims 1 to 4, characterized in that after the bristles
(4) have been fused, the holding plate can be connected to a brush body (26), in particular
welded, high-frequency welded, secured by adhesive, durably interlocked or screwed
together.
6. An apparatus (1) for forming zones or arrays (2) of bristles for brushes or bundles
of bristles for paint brushes, wherein the ends (8) of individual bristles (4) of
a tuft (5) thereof of synthetic material are fused together and/or are fused to those
of a neighbouring tuft, including a form (7) furnished with holes (6) into which tufts
(5) fit one to each hole, wherein feeding conduits (10) to the form (7) are provided
and one conduit (10) leads to each hole (6) to be filled, means for producing an air
current to the form (7) being connectable to said conduits, characteri zed in that the outlets (11) of the conduits (10) and the form (7) are movable relative to one
another and that the form (7) has a connection for applying vacuum to the individual
holes (6).
7. An apparatus as claimed in claim 6, characterized in that at the bristle-receiving
end (12) of the conduits (10) the latter are at a distance from one another or are
adjustable to that distance at which the tufts (5) are placed in readiness before
being introduced into the form (7), and in the position of use the outlets (11) of
the conduits (10) are provided in, or are adjustable to, the spacing and arrangement
corresponding to the arrangement of holes in the form (7) and/or in a holding plate.
8. An apparatus as claimed particularly in claim 6 or claim 7, characterized in that
at least one magazine (15) of bristles is provided in which the bristles (4) are urged
against a traversable and/or rotatable transfer slide (17), and that the transfer
slide (17) traversable at right angles to the location (16) for extracting bristles
has recesses or pockets (18) to compose the tufts (5) of bristles, said recesses or
pockets being open, in spaced relationship to one another, and facing the stock of
bristles, and said transfer slide being traversable or rotatable with its area presenting
said recesses (18) so as to move from the magazine (15) up to and underneath the openings
(12) of the conduits (10).
9. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 8, characterized in that hoses and/or
tubes are provided as the conduits (10) and are flexible particularly in the area
of the bristle-receiving end (12) and/or outlet (11) for adjustability of said areas.
10. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 9, characterized in that the bristle-receiving
ends (12) of the conduits (10) are joined in a head or are attached to a head, and
the bristle-receiving openings (19) into the conduits (10) are funnel-shaped, tapering
from a larger cross section to the cross section of the conduits.
11. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 10, characterized in that the outlets
(11) of the conduits (10) are interconnected, preferably fixed to a possibly exchangeable
plate (20).
12. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 11, characterized in that the outlets
(11) of the conduits (10) have tapers or narrowings (34) - preferably in the nature
of a venturi nozzle - with adjoining enlargement (33).
13. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 12, characterized in that the holes
(6) for receiving the tufts (5) in the form (7) are blind holes, the bottom surfaces
(21) or inside end faces of which have a negative shape or contour for shaping the
ends of the respective tufts (5) and, for example, take the form of a hollow cone
or tip, hollow hemisphere, slant, plane or a combination of these hollow shapes.
14. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 13, characterized in that a suction
channel departs laterally, possibly at right angles, in each case from above the bottom
surfaces (21) of all the bores or holes (6) in the form (7) and said channels lead
to the connection to a source of suction and are collected.
15. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 14, characterized in that the bottom
surfaces (21) of the holes (6) in the form (7) are provided in a porous insert (22),
particularly in a ceramic insert, sintered insert, mesh, felt, textiles or the like,
under which a chamber (23) or the like furnished with the connection (9) to a source
of vacuum is provided.
16. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 15, characterized in that the bottom
surfaces (21) of the individual holes (6) are formed by the end face of pistons or
plungers movable in the holes (6), which pistons are arranged deeper during filling
than during fusion of the bristles (4) and are liftable to a height corresponding
to the exact length of the tuft, possibly to a height above the suction channels of
the holes.
17. An apparatus particularly as claimed in any one of the preceding claims, characterized
in that the bottom surfaces (21) of the holes (6) in the form (7) are corrugated or
profiled or roughened, some bristles (4) fitting between and others fitting on the
raised parts, so that the individual bristles (4) of a tuft (5) obtain small differences
in length at the free operative end thereof.
18. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 17, characterized in that conduits
(10) for tufts (5) are provided in a number exceeding the number of holes (6) in a
form (7), so that a plurality of forms (7) composing an array of bristles can be filled
simultaneously.
19. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 18, characterized in that the slide
(17) for separating the tufts has different recesses (18) or pockets to compose different
tufts (5) and particularly to compose tufts (5) of different thickness and/or cross-sectional
shape.
20. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 19, characterized in that two mutually
opposed magazines (15) are provided and the two longitudinal sides of the slide (17)
which is situated and is movable at right angles to the magazines and bristles (4)
therein have recesses (18) for separating tufts (5).
21. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 20, characterized in that a plurality
of magazines (15) of bristles and transfer slides (17) are provided for the intake
heads (13) of the suction channels (10).
22. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 21, characterized in that the conduits
(10) for feeding the tufts (5) from the slide (17) to the forms (7) have an inside
diameter of approximately 0.1 mm to 20 mm.
23. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 22, characterized in that the forms
(7) are disposed on a belt or chain conveyor (24) or like conveying means, arranged
in tandem in the direction of feed and above the upper run of the conveyor there being
the outlets (11) of the conduits (10), followed by a heating or fusing station (25)
for fusing the ends of the bristles, possibly followed in the direction of feed by
a feeding device for brush bodies (26) and/or an ultrasonic welding device (27) or
adhesive applicator.
24. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 23, characterized in that the eject
ion station (28) for the finished brushes (3) is provided at the lower run of the
conveyor (24) or the like.
25. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 24, characterized in that, when
the form (7) is filled, a holding and introducing plate (14) for the bristles (4)
is arranged between said form and outlets (11) of the conduits (10), said holding
plate having holes (6a) therethrough in the arrangement in which the tufts (5) are
collected into an array of bristles, and the bristles inserted in the form possibly
protruding from the holding plate when they are fused.
26. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 25, characterized in that the holes
(6a) in the holding plate (14) have counterbored areas (6b) which are situated on
the top side averted from the operative ends (6a) of the bristles (4) and receive
the fused ends (8) of the bristles (4) of the individual tufts (5) therein, and underneath
the surface of the plate the edges facing one another of said counterbored areas may
merge.
27. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 26, characterized in that the holding
plate (14) has a flange (30) or a sealing lip which, after insertion in a brush body
recess (31) receiving the holding plate, engages over the edge of said recess.
28. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 27, characterized in that the holding
plate (14) adapted to be placed on the form (7) consists of the material of which
the brush body (26) consists, or that the holding plate (14) constitutes the brush
body.
29. An apparatus for forming zones or arrays of bristles (2) for brushes (3) or tufts
of bristles for paint brushes, wherein the ends (8) of individual bristles (4) of
a tuft (5) thereof of synthetic material are fused together and/or are fused to those
of a neighbouring tuft, including a form (7) furnished with holes (6) into which tufts
(5) fit one to each hole and from which the bristle-ends (4) to be fused project,
particularly for carrying out the method as claimed in any one of claims 1 to 5, characterized
in that a feeding device (37) is provided which serves to pick up and transport tufts
(5) or individual bristles (4) to the holes (6) of the form (7) and has a slide holding
the tufts (5) one by one and a feed plate (38) furnished with passages (39), on which
feed plate (38) the tufts (5) are movable at right angles to the direction in which
the bristles (4) are oriented by means of the slide (17), that the passages (39) of
the feed plate (38) are in alignment or can be brought into alignment with the holes
(6) in the form (7) and that the form (7) has a connection (9) to a source of vacuum.
30. An apparatus as claimed in claim 29, characterized in that the connection (9) to a
source of vacuum of the form (7) is arranged underneath a porous insert (22) containing
the ends of the holes (7).
31. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 30, characterized in that on that
side of the holding plate (14) at which the bristles (4) to be fused project there
are protuberant raised or prominent areas, knobs (33) or the like of meltable material
between the holes (6a).
32. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 31, characterized in that the rotatable
transfer slide (17) revolves in a uniform direction of rotation when removing the
bristles (4) from the bristle magazine (15), conveying them to the inlet openings
(12) or passages (39) and moving from there back to the respective bristle magazine
(15) and after a partial revolution of e.g. 90° between the positions for extracting
bristles has a halt position for transferring the bristles (4).
33. An apparatus as claimed in any one of claims 6 to 32, characterized in that the rotatable
transfer slide (17) is a rotary disc with a preferably circular periphery and a central
axis of rotation and the recesses (18) are arranged open-ended at the periphery of
said rotary disc, and that arranged in spaced relationship along the periphery of
the rotary disc there are two or four or even more bristle magazines (15) if the periphery
of the rotary disc is commensurately large, and arranged between said bristle magazines
there being the halt position and the location for transfer to the inlet openings
(12) or passages (39).
1. Procédé de fabrication de formations de poils pour des brosses ou de faisceaux de
poils pour des pinceaux, selon lequel des touffes de poils sont chargées dans des
trous (6) de moules (7), en formant d'abord les touffes de poils (5) à partir de poils
individuels (4) par le fait qu'une réserve de poils est séparée en touffes de poils
(5), puis en amenant les poils (4) par touffes au moule (7) à l'aide d'un flux d'air,
et en les introduisant dans les trous (6) du moule (7), caractérisé en ce que le flux d'air pour transporter les touffes de poils (5) est produit par
dépression, et en ce que les extrémités (8) des poils opposées aux extrémités libres
de travail ultérieures sont assemblées par fusion à la suite de l'introduction dans
les trous (6) du moule (7).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les poils (4) sont introduits en orientation approximativement verticale
dans le moule (7).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les touffes de poils (5) sont aspirées à travers une plaque de maintien
(14), posée sur le moule (7) et pourvue de trous (6a) coincidant avec ceux du moule,
à la suite de quoi les extrémités (8) des poils (4) à assembler par fusion dépassent
au-dessus de la plaque (14) ou du moins font saillie dans une région des trous s'élargissant
vers le côté supérieur de la plaque (14), et en ce que ces poils (4) sont ensuite
assemblés par fusion entre eux et/ou avec la plaque, ou avec des parties en saillie
qui dépassent de cette plaque dans la même direction que les extrémités dépassantes
des poils (4), et éventuellement avec les extrémités (8) des touffes de poils voisines.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'après avoir fait fondre les extrémités (8) des poils (4), la masse fondue
encore molle ou pâteuse est soumise à une pression, notamment une dépression, et est
ainsi au moins partiellement refoulée ou aspirée dans les espaces intermédiaires présents,
à l'intérieur de la plaque de maintien (14), entre les poils et/ou entre ces derniers
et la plaque de maintien (14).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la plaque de maintien est, à la suite de l'assemblage par fusion des poils
(4), assemblée à un corps de brosse (26), notamment par soudage, soudage à haute fréquence,
collage, enclenchement durable ou vissage.
6. Dispositif (1) de fabrication de formations de poils (2) pour des brosses (3) ou de
faisceaux de poils pour des pinceaux, dans lesquels les extrémités (8) de poils synthétiques
individuels (4) d'une touffe de poils (5) sont assemblées par fusion entre elles et/ou
avec celles d'une touffe voisine, avec un moule (7) pourvu de trous (6) dans chacun
desquels s'adapte une touffe de poils (5), et avec des conduites d'alimentation (10)
menant au moule (7), une conduite (10) menant à chaque trou (6) à remplir et un moyen
pour produire un flux d'air en direction du moule (7) pouvant être raccordé à ces
conduites (10), caractérisé en ce que les embouchures (11) des conduites (10) et le moule (7) sont prévus à mobilité
relative, et en ce que le moule (7) possède un branchement pour appliquer une dépression
aux trous individuels (6).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les conduites d'alimentation (10), à leur extrémité d'entrée (12), présentent
un écartement mutuel, ou peuvent être réglées à un écartement mutuel, correspondant
à celui auquel sont mises à disposition les touffes de poils (5) avant leur introduction
dans le moule (7), et en ce que les sorties ou embouchures (11) des conduites (10)
sont, en position d'utilisation, prévues ou réglables à l'écartement et dans la disposition
qui correspondent à ceux de la configuration de trous du moule (7) et/ou d'une plaque
de maintien.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un magasin de poils (15), dans lequel les poils (4)
sont pressés contre un tiroir de prélèvement (17) coulissant et/ou rotatif, et en
ce que le tiroir de prélèvement (17), mobile transversalement par rapport au point
de prélèvement (16), possède des évidements ouverts (18), destinés à former des touffes
de poils (5), qui sont disposés à distance mutuelle et sont tournés vers la réserve
de poils, et la région du tiroir qui présente ces évidements (18) peut être déplacée
en coulissement ou en rotation, hors du magasin de poils (15), jusqu'en dessous des
ouvertures d'entrée (12) des conduites (10).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que des tubes souples et/ou rigides sont prévus comme conduites (10), et les
conduites (10) sont notamment flexibles dans la région de l'extrémité d'entrée (12)
et/ou de l'embouchure (11), en vue de la mobilité de ces régions.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que les extrémités d'entrée (12) des conduites (10) sont réunies en une tête
d'introduction ou fixées à une tête d'introduction, et les ouvertures d'introduction
(19) dans les conduites (10) sont réalisées en forme d'entonnoir, en se rétrécissant
depuis une valeur de section supérieure jusqu'à la valeur de section des conduites.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que les embouchures (11) des conduites (10) sont mutuellement assemblées, de
préférence sont fixées à une plaque d'embouchure (20) éventuellement échangeable.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce que les embouchures (11) des conduites (10) présentent une partie rétrécie
ou étranglée (34), de préférence à la manière d'un venturi, qui est suivie d'une partie
élargie (35).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que les trous (6) destinés à recevoir les touffes de poils (5) dans le moule
(7) sont des trous borgnes, dont les fonds (21) ou encore les extrémités frontales
intérieures présentent une forme négative ou encore un contour négatif afin de modeler
les extrémités des touffes de poils (5) respectives, et sont par exemple configurés
en cône creux ou pointe creuse, hémisphère creux, biseau, plan ou une combinaison
de ces formes creuses.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 13, caractérisé en ce qu'un canal d'aspiration respectif part latéralement, éventuellement à angle
droit, de chacun des perçages ou trous (6) du moule (7), chaque fois au-dessus du
fond (21) de ce trou, et ces canaux sont réunis et mènent au branchement d'aspiration.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 14, caractérisé en ce que les fonds (21) des trous (6) du moule (7) sont prévus dans une pièce d'insertion
poreuse (22), notamment dans une pièce d'insertion en céramique ou en métal fritté,
en toile, en feutre, en matériau textile ou similaire, en dessous de laquelle est
prévue une chambre (23) ou similaire pourvue du branchement de dépression (9).
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 15, caractérisé en ce que les fonds (21) des trous individuels (6) sont formés par l'extrémité frontale
de pistons mobiles en coulissement dans les trous (6), pistons qui sont disposés plus
bas lors du remplissage que lors de l'assemblage par fusion des poils (4) et qui peuvent
être relevés, éventuellement au-dessus des canaux d'aspiration des trous, à une hauteur
correspondant à la longueur exacte des touffes de poils.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fonds (21) des trous (6) du moule (7) sont cannelés ou profilés ou
rendus rugueux, des poils individuels (4) s'adaptant chaque fois entre les bossages
ainsi formés et d'autres sur ces bossages, de sorte que les poils individuels (4)
d'une touffe de poils (5) possèdent des longueurs légèrement différentes à l'extrémité
libre de travail de cette touffe.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 17, caractérisé en ce qu'il est prévu plus de conduites d'alimentation (10) pour les touffes de poils
(5) qu'un moule (7) ne possède de trous (6), de sorte que plusieurs moules (7) formant
une formation de poils peuvent être simultanément chargés.
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 18, caractérisé en ce que le tiroir (17) pour séparer les touffes de poils présente des évidements
(18) différents afin de former des touffes de poils (5) différentes, et notamment
de former des touffes de poils (5) d'épaisseurs et/ou de formes de section différentes.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 19, caractérisé en ce qu'il est prévu deux magasins de poils (15) en vis-à-vis, et le tiroir (17),
qui est disposé transversalement à ces magasins et aux poils (4) qu'ils contiennent,
possède sur ses deux côtés longitudinaux des évidements (18) pour séparer des touffes
de poils (5).
21. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 20, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs magasins de poils (15) et tiroirs de prélèvement
(17) menant aux têtes d'introduction (13) des conduites d'aspiration (10).
22. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 21, caractérisé en ce que les conduites d'alimentation (10), qui transportent les touffes de poils
(5) du tiroir (17) aux moules (7), possèdent un diamètre intérieur d'environ 0,1 mm
à 20 mm.
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 22, caractérisé en ce que les moules (7) sont disposés sur un transporteur à bande ou à chaîne (24),
ou autre moyen d'avancement similaire, au-dessus de la branche supérieure duquel sont
successivement disposés, dans la direction d'avancement de ce transporteur, l'embouchure
(11) des conduites d'alimentation (10), puis un poste de chauffage ou de fusion (25)
pour assembler par fusion les extrémités des poils, puis, éventuellement, un dispositif
d'alimentation en corps de brosse (26) et/ou une soudeuse par ultrasons (27) ou une
colleuse.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 23, caractérisé en ce que le poste d'éjection (28) des brosses achevées est prévu sur la branche
inférieure du transporteur à bande (24) ou similaire.
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 24, caractérisé en ce que, lors du remplissage du moule (7), une plaque de maintien et d'introduction
(14) pour les poils (4) est disposée entre ce moule (7) et les embouchures (11) des
conduites (10), plaque qui présente des trous de passage (6a) dans la disposition
dans laquelle les touffes de poils (5) sont réunies en une formation de poils, et
hors de laquelle dépassent éventuellement les poils introduits dans le moule pour
l'assemblage par fusion.
26. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 25, caractérisé en ce que les trous (6a) de la plaque de maintien (14) possèdent, sur leur côté supérieur
opposé aux extrémités de travail des poils (4), des creusures (6b) dans lesquelles
sont reçues les extrémités (8) assemblées par fusion des poils (4) des touffes de
poils individuelles (5), creusures qui se raccordent éventuellement les unes aux autres
en dessous de la surface de la plaque par leurs bords mutuellement voisins.
27. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 26, caractérisé en ce que la plaque de maintien (14) présente un rebord (30) ou une lèvre d'étanchéité
qui, à la suite de l'introduction de la plaque dans un évidement (31) du corps de
brosse (26) la recevant, dépasse du bord de cet évidement.
28. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 27, caractérisé en ce que la plaque de maintien (14) qui peut être posée sur le moule (7) est réalisée
dans le même matériau que le corps de brosse (26), ou en ce que la plaque de maintien
(14) constitue le corps de brosse.
29. Dispositif de fabrication de formations de poils (2) pour des brosses (3) ou de faisceaux
de poils pour des pinceaux, dans lesquels les extrémités (8) de poils synthétiques
individuels (4) d'une touffe de poils (5) sont assemblées par fusion entre elles et/ou
avec celles d'une touffe voisine, avec un moule (7) pourvu de trous (6) dans chacun
desquels s'adapte une touffe de poils (5), les extrémités (8) des poils (4) à assembler
par fusion dépassant hors de ce moule, notamment pour la mise en oeuvre du procédé
selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif d'alimentation (37) pour saisir des touffes de
poils (5) ou des poils individuels (4) et les transporter jusqu'aux trous respectifs
(6) du moule (7), dispositif qui présente un tiroir maintenant séparées les touffes
de poils (5) et une plaque d'alimentation (38), pourvue de trous de passage (39),
sur laquelle les touffes de poils (5) peuvent, au moyen du tiroir (17), être déplacées
en coulissement transversalement à l'orientation des poils (4), en ce que les trous
de passage (39) de la plaque d'alimentation (38) sont disposés en alignement avec
les trous (6) du moule (7) ou peuvent être amenés en alignement avec ces derniers,
et en ce que le moule (7) présente un branchement de dépression (9).
30. Dispositif selon la revendication 29, caractérisé en ce que le branchement de dépression (9) se trouve sur le moule (7) en dessous
d'une pièce d'insertion poreuse (22) contenant les extrémités des trous (6).
31. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 30, caractérisé en ce que des bossages, saillies, nopes (33) ou similaires, en matériau fusible,
font saillie entre les trous (6a) sur le côté de la plaque de maintien et d'introduction
(14) sur lequel dépassent les poils (4) à assembler par fusion.
32. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 31, caractérisé en ce que le tiroir de prélèvement rotatif (17) tourne ou circule dans un sens de
rotation constant lors du prélèvement des poils (4) du magasin de poils (15) et lors
du transport jusqu'aux ouvertures d'entrée (12) ou aux trous de passage (39), ainsi
que pour retourner de là au magasin de poils respectif (15), et présente, après une
révolution partielle de par exemple 90° entre les positions de prélèvement, une position
d'immobilisation pour le transfert des poils (4).
33. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 32, caractérisé en ce que le tiroir de prélèvement rotatif (17) est un plateau tournant avec de préférence
une circonférence circulaire et un axe de rotation central, et les évidements (18)
sont disposés sur la circonférence de ce plateau tournant en étant latéralement ouverts,
et en ce que deux ou éventuellement quatre magasins de poils (15), ou encore plus
si la circonférence du plateau tournant est suffisamment grande, sont disposés à distance
entre eux le long de la circonférence du plateau tournant, et la position d'immobilisation
et le point de transfert aux ouvertures d'entrée (12) ou trous de passage (39) sont
chaque fois disposés entre ces magasins de poils.