| (19) |
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(11) |
EP 0 553 175 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.1994 Patentblatt 1994/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.10.1991 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9101/956 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9207/369 (30.04.1992 Gazette 1992/10) |
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| (54) |
TROCKENTRANSFORMATOR ODER DROSSELSPULE UND VERFAHREN ZU IHRER HERSTELLUNG
DRY TRANSFORMER OR CHOKE COIL AND PROCESS FOR MAKING IT
TRANSFORMATEUR A SEC OU BOBINE D'ARRET ET LEUR PROCEDE DE PRODUCTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
18.10.1990 DE 4033030 28.03.1991 DE 4110223
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.08.1993 Patentblatt 1993/31 |
| (73) |
Patentinhaber: ABB
PATENT GmbH |
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68309 Mannheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RENDENBACH, Theodor
D-5790 Brilon (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Trockentransformator bzw. eine Drosselspule,
auf ein Verfahren zur Herstellung der Wicklung eines Trockentransformators bzw. einer
Drosselspule, auf ein Verfahren zur Herstellung eines Trokkentransformators bzw. einer
Drosselspule sowie auf die Verwendung von keramischem Material als Isolation.
[0002] In der elektrischen Energieversorgung werden als Verteilungstransformatoren bzw.
Drosselspule zunehmend Trokkentransformatoren und Trockendrosselspulen anstelle von
herkömmlichen flüssigkeitsisolierten Geräten eingesetzt, insbesondere wegen der von
flüssigkeitsisolierten Geräten ausgehenden Brandgefahren und Gefährdung von Erdreich
und Grundwasser durch Flüssigkeiten bei Undichtigkeiten oder Transportunfällen.
[0003] Zur elektrischen Isolation der Wicklungsdrähte und Wicklungslagen, zur äußeren Isolation
und zum Schutz der Wicklungen von Trockentransformatoren und Trockendrosselspulen
gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung werden Kunststoffe eingesetzt, wie z. B. Epoxid-,
Polyester-, Polyurethan- oder Silikonharze. Als besonders geeignet haben sich Gießharztransformatoren
erwiesen, bei denen eine oder mehrere Wicklungen vollständig mit einem Isolierstoff
umschlossen sind. Diese Gießharztransformatoren sind somit völlig gegen die Einflüsse
von Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt.
[0004] Die zur elektrischen Isolierung der Trockentransformatoren und Trockendrosselspulen
verwendeten Kunststoffe haben jedoch auch gewisse Nachteile. So können diese Kunststoffe
brennen und entwickeln im Brandfall Rauch und giftige Brandgase, die Menschen gefährden
und Löscharbeiten behindern können. Die eingesetzten Kunststoffe altern infolge Oxidation
und Hydrolyse. Die chemische Zersetzung der Kunststoffe wird bei relativ hohen Temperaturen,
die im Bereich der Betriebstemperaturen von Transformatoren und Drosselspulen liegen,
stark beschleunigt. Die mechanischen und dielektrischen Eigenschaften der verwendeten
Kunststoffe werden bei diesen Temperaturen stark verschlechtert. Bei noch höheren
Temperaturen werden die Kunststoffe thermisch zersetzt. Epoxidharze, die wegen ihres
insgesamt besten Eigenschaftsbildes vorwiegend verwendet werden, sind in nachteiliger
Weise unbeständig gegen UV-Licht. Ferner sind die verwendeten Kunststoffe empfindlich
gegen Kriechströme, so daß eine Freiluftaufstellung nur mit aufwendigen Schutzgehäusen
möglich ist. Diese Schutzgehäuse sind kostenintensiv und nachteilig infolge Gewichts-
und Abmessungsvergrößerung der Transformatoren bzw. der Drosselspulen.
[0005] Probleme ergeben sich auch durch eine mögliche Zerstörung der Kunststoffisolierung
infolge Teilentladung. Die verwendeten Kunststoffe weisen nach der Härtung Schrumpfungen
auf, die zu Lunkern und Schrumpfspannungen und späterer Rißbildung führen können,
was Teilentladungen ermöglicht.
[0006] Bei der Deponierung von Kunststoffen nach Beendigung der Gebrauchsdauer können infolge
der langsam fortschreitenden Zersetzung der Kunststoffe schädliche Zersetzungsprodukte
in Erdreich und Grundwasser gelangen.
[0007] Bei der Herstellung von Trockentransformatorspulen wie auch Drosselspulen werden
Gießverfahren und Tränkverfahren eingesetzt, die zur Vermeidung von Lufteinschlüssen
vielfach unter Vakuum durchgeführt werden, oder es wird das Roving-Wickelverfahren
verwendet, bei dem Glasfaser-Rovings mit Epoxidharz getränkt und auf die einzelnen
Wicklungslagen und/oder auf die Spulen gewickelt werden.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Trockentransformator bzw. eine Trockendrosselspule
anzugeben, die mit einem umweltfreundlichen, alterungsbeständigen Isolier- und Schutzmaterial
mit günstigem Brandverhalten versehen sind. Ferner sollen Verfahren zur Herstellung
eines Trockentransformators bzw. einer Trockendrosselspule sowie deren Wicklung angeführt
werden. Darüberhinaus sollen zweckmäßige Verwendungen von keramischem Material Trockentransformatoren
und Trockendrosselspulen genannt werden.
[0009] Diese Aufgabe wird bezüglich des Trockentransformators und der Drosselspule erfindungsgemäß
alternativ durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst, wonach die Wicklungsleiter
und/oder Wicklungsisolationslagen und/oder der Außenmantel mindestens einer Wicklung
eines Trockentransformators bzw. einer Drosselspule mit keramischem Material isoliert
sind.
[0010] Die Aufgabe bezüglich des Verfahrens zur Herstellung einer Wicklung eines Trockentransformators
und einer Drosselspule wird alternativ durch die in den Ansprüchen 13, 17, 18 und
19 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
[0011] Eine bevorzugte Lösung bezüglich des Verfahrens zur Herstellung der Wicklung eines
Trockentransformators bzw. einer Drosselspule besteht darin, daß zunächst die innere
Mantelfläche der Wicklung hergestellt wird, indem Faserrovings mit einer Mischung
aus einer stark alkalischen Lösung mit Natrium- und/oder Kalium- und/oder Kalzium-
und/oder Lithium-Ionen und einem Pulver aus Silikat und Aluminium getränkt und auf
eine Form gewickelt werden, daß anschließend die Wicklungsleiter aufgewickelt und
weitere Isolationen aufgebracht werden, und daß vorzugsweise nachfolgend die so vorbereitete
Wicklung auf eine Temperatur von 70 bis 100°C zur Härtung des keramischen Materials
aufgeheizt wird. Die Härtung kann alternativ auch bei Raumtemperaturen oder höheren
Temperaturen als 100°C durchgeführt werden.
[0012] Alternativ zum Wickelverfahren ist es auch möglich, mindestens eine in einer Form
befindliche Wicklung mit der besagten Mischung zu vergießen oder nach dem Bewickeln
mit Wicklungsleitern und notwendiger weitere Isolation in einem Tauchbecken zu tränken
und anschließend den Härteprozeß durchzuführen. Ferner ist es auch möglich, Faserrovings
mit der besagten Mischung zu tränken und auf die Wicklung zu wickeln. Es können so
auch mehrere Wicklungen eines Transformators getrennt oder gemeinsam isoliert werden.
Ferner ist es möglich, die Isolation der Wicklungsdrähte und Wicklungslagen mit Kunstharz
auszuführen und die äußere Ummantelung mit keramischem Material.
[0013] Die Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens zur Herstellung eines Trockentransformators
bzw. einer Trockendrosselspule alternativ durch die im Anspruch 20 oder 21 gekennzeichneten
Merkmale gelöst, wonach die Wicklungen getrennt oder zusammen oder mindestens eine
zusammen mit einem Eisenkern in einer Form befindlichen Wicklung mit einer Mischung
aus einer stark alkalischen Lösung mit Natrium- und/oder Kalium- und/oder Kalzium-
und/oder Lithium-Ionen und einem Pulver aus Silikat und Aluminium vergossen oder alternativ
die Wicklungen getrennt oder zusammen oder der gesamte Aktivteil in einem Tauchbecken
mit der besagten Mischung getränkt werden. Die Härtung des keramischen Materials erfolgt
anschließend bei Raumtemperaturen oder Temperaturen von 70 bis 100°C.
[0014] Ferner wird erfindungsgemäß die Verwendung von keramischen Werkstoff als Isolier-
und Schutzmaterial für die Wicklungen oder Wicklungen und Eisenkern von Trockentransformatoren
bzw. von Trockendrosselspulen vorgeschlagen.
[0015] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der keramische
Werkstoff je nach Zusammensetzung eine Temperaturbeständigkeit zwischen 700°C und
1200°C aufweist und nicht durch Oxidation und Hydrolyse abgebaut wird. Deshalb ist
es möglich, die Betriebstemperaturen von Transformatoren und Drosselspulen gegenüber
dem bisherigen technischen Stand zu erhöhen.
[0016] Dadurch werden das Gewicht und die Abmessungen des Trockentransformators bzw. der
Drosselspule vermindert, was für eine Vielzahl von Anwendungsfällen von großer Bedeutung
ist, besonders bei Transformatoren und Drosselspulen für elektrisch betriebene Fahrzeuge,
wie Lokomotiven, bei Ölbohrplattformen und bei der Montage auf Masten.
[0017] Der keramische Werkstoff ist unbrennbar und bietet deshalb in allen Fällen, in denen
von Transformatoren bzw. Drosselspulen Brandgefahren ausgehen, größte Vorteile. Es
ist sogar vorteilhaft möglich, die Transformatoren und Drosselspulen nach Einbezug
in ein Brandgeschehen aufgrund der sehr hohen Temperaturbeständigkeit des keramischen
Materials eine gewisse Zeit weiter zu betreiben, um somit die elektrische Energieversorgung
in einer gefährlichen Situation aufrecht zu erhalten.
[0018] Keramisches Material ist ein umweltfreundliches Material, von dem auch nach Beendigung
der Gebrauchsdauer bei einer Deponierung keine gefährlichen Stoffe abgegeben werden.
[0019] Keramisches Material ist kriechstromfest und UV-Lichtbeständig, so daß ein Einsatz
bei Freiluftaufstellung der Geräte möglich ist, ohne daß dabei kostenintensive Schutzgehäuse
verwendet werden müssen.
[0020] Je nach Zusammensetzung des keramischen Materials können die Schrumpfung bei der
Härtung und die Wärmedehnung sehr gering gehalten werden, wodurch sich Bauteile mit
hoher Maßgenauigkeit herstellen lassen, sowie Schrumpfspannungen und Lunkern vermieden
werden, was Teilentladungen während des Betriebes verhindert.
[0021] Durch die relativ geringen Härtetemperaturen und die relativ kurzen Härtungszeiten
werden Energiekosten bei der Herstellung eingespart.
[0022] Durch die zuvor erwähnte hohe Temperaturbeständigkeit ist es möglich, die Wicklung
und den Kern auch bei Transformatoren bzw. Drosselspulen höherer Leistungen vollständig
einzukapseln und die Kühloberfläche zu vermindern. Dadurch wird der Schutz der Wicklungs-
und Kernteile gegen schädliche Umwelteinflüsse - insbesondere Feuchtigkeit - optimiert.
In dieser Hinsicht ist auch die je nach Zusammensetzung des keramischen Materials
erreichbare relativ hohe Wärmeleitfähigkeit günstig, weil hierdurch der Aufbau hoher
innerer Temperaturen und Temperaturdifferenzen während des Betriebes vermindert werden.
[0023] Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1.1
- ein Trockentransformatorteil mit einer mit keramischem Material isolierten Wicklung,
- Fig. 1.2
- ein Drosselspulenteil mit einer mit keramischem Material isolierten Wicklung,
- Fig. 2
- ein Trockentransformatorteil mit einer vollständig in keramischem Material eingekapselten
Wicklung,
- Fig. 3
- ein Trockentransformatorteil mit einer vollständig in keramischem Material einkapselten
ersten Wicklung und einer gemeinsam mit dem Eisenkern eingekapselten zweiten Wicklung,
- Fig. 4
- ein Trockentransformatorteil mit zwei vollständig in keramischem Material eingekapselten
Wicklungen,
- Fig. 5
- ein Trockentransformatorteil mit zwei mit dem Eisenkern gemeinsam mit keramischem
Material eingekapselten Wicklungen,
- Fig. 6
- ein Trockentransformatorwicklungsteil Isolation aus keramischem Material,
- Fig. 7
- ein Trockentransformatorwicklungsteil mit Drahtisolation aus keramischem Material
[0025] In Figur 1.1 ist gemäß einer ersten Variante ein Trockentransformatorteil und in
Fig. 1.2 eine Variante eines Drosselspulenteils jeweils mit einer mit keramischem
Material isolierten Wicklung dargestellt. In Fig. 1.1 sind ein Eisenkern 1, eine erste
Wicklung 2 und eine zweite Wicklung 4 zu erkennen. In Fig. 1.2 ist ein Eisenkern 11
mit Luftspalten 12 und eine Drosselspulenwicklung 13 dargestellt, wobei die sogenannten
Luftspalte 12 mit einem nicht ferromagnetischen Material gebildet werden.
[0026] Die äußeren Mantelflächen der ersten Wicklung 2 und der Wicklung 13 sind mit keramischem
Material 3 isoliert. Die Herstellung dieser äußeren Isolation erfolgt vorzugsweise
gemäß dem Roving-Wickelverfahren, bei dem Glasfaser-Rovings oder Rovings anderer Fasermaterialien
mit der nachstehend beschriebenen, ein Pulver aus Silikat und Aluminium enthaltenden
Lösung getränkt und auf die Spulen gewickelt werden. Es schließt sich der nachstehend
beschriebene Härteprozeß bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur an. Es ist möglich,
die äußere Mantelfläche der zweiten Wicklung 4 in gleicher Weise mit keramischem Material
zu isolieren wie die Mantelfläche der Wicklung 2. Es ist auch möglich, keramisches
Material für die sogenannten Luftspalte 12 zu verwenden, wobei das Material durch
Einmischen von Glasfasern verstärkt werden kann.
[0027] In Figur 2 ist gemäß einer zweiten Variante ein Trockentransformatorteil mit einer
vollständig in keramischem Material eingekapselten Wicklung dargestellt. Es sind ein
Eisenkern 1, eine erste Wicklung 2, eine zweite Wicklung 4 und keramisches Material
3 zu erkennen, wobei das keramische Material 3 die erste Wicklung 2 völlig umschließt.
Zur Einkapselung wird die Wicklung 2 in eine entsprechend ausgebildete Form gebracht
und mit der ein Pulver aus Silikat und Aluminium enthaltenden, nachstehend beschriebenen
Lösung vergossen.
[0028] Dementsprechend kann diese Variante auch auf Trockendrosselspulen angewendet werden,
wobei dann Luftspalte im Eisenkern 11 und nur eine Wicklung 13 vorgesehen sind. Zur
Vermeidung von Lunkern kann das Gießverfahren unter Anwendung von Vakuum durchgeführt
werden. Es schließt sich der nachstehend näher beschriebene Härteprozeß bei Raumtemperatur
oder erhöhter Temperatur an. Es ist möglich, die Mantelfläche der zweiten Wicklung
4 in gleicher Weise vollständig mit keramischem Material zu kapseln wie die Mantelfläche
der ersten Wicklung 2. Das gleiche Verfahren kann auch auf die Wicklung 13 einer Drosselspule
angewendet werden.
[0029] Für die in Figur 2 dargestellte Variante eines Trockentransformatorteils mit einer
vollständig in Keramischem material eingekapselten Wicklung werden nachfolgend weitere
alternative Herstellungsverfahren angegeben.
[0030] Bei dem ersten weiteren Herstellungsverfahren wird zunächst die innere Mantelfläche
5 (Figur 2) gemäß dem Roving-Wickelverfahren hergestellt, bei dem die Glasfaserrovings
oder andere Faserrovings mit der nachstehend beschriebenen, ein Pulver aus Silikat
und Aluminium enthaltenden stark alkalischen Lösung getränkt und auf eine geeignete
Form gewickelt werden. Auf die so entstandene innere Mantelfläche werden die Wicklungsleiter
und notwendige weitere Isolationen gewickelt, wobei die weiteren Isolationen ebenfalls
nach dem Rovingwickelverfahren hergestellt werden. Entweder werden dabei die Faserrovings
mit der nachstehend beschriebenen, ein Pulver aus Silikat und Aluminium enthaltenden
stark alkalischen Lösung getränkt oder alternativ mit einem flüssigen Kunststoffmaterial
(Kunstharz). Nach Fertigstellung der Wicklung der Wicklungsleiter wird die äußere
Isolation hergestellt, und zwar in gleicher Weise wie vorstehend bei der Beschreibung
zu Figur 1 dargestellt. Daran schließt sich der nachstehend beschriebene Härteprozeß
an. Das gleiche Verfahren kann auf die Wicklung 13 einer Drosselspule angewendet werden.
[0031] Bei dem zweiten weiteren Herstellungsverfahren wird die Wicklung eines Trockentransformators
oder einer Drosselspule nach dem Wickeln der Wicklungsleiter und notwendiger weiterer
Isolation in ein Tauchbecken getaucht, das die nachstehend beschriebene stark alkalische
Lösung inklusive des Pulvers aus Silikat und Aluminium enthält. Dabei entsteht ein
allseitiger Überzug, der nach dem Herausziehen der Wicklung aus dem Tauchbecken in
einer Schicht auf den äußeren Mantelflächen haften bleibt und auch die inneren Isolationen
durchtränkt. Zur Verstärkung der äußeren Mantelflächen können hier vor dem Tränkvorgang
Fasermatten, Fasergewebe oder ähnliche Fasermaterialien aufgebracht werden. Der Tränkvorgang
kann vorzugsweise unter Vakuum durchgeführt werden, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
An den Tränkvorgang schließt sich der nachstehend beschriebene Härtungsprozeß an.
[0032] Es ist möglich, die zweite Wicklung 4 nach beiden weiteren Verfahren in gleicher
Weise zu behandeln.
[0033] In Figur 3 ist gemäß einer dritten Variante ein Trockentransformatorteil mit einer
vollständig in keramischem Material eingekapselten ersten Wicklung und einer gemeinsam
mit dem Eisenkern eingekapselten zweiten Wicklung dargestellt. Es sind ein Eisenkern
1, eine erste Wicklung 2, eine zweite Wicklung 4 und keramisches Material 3 zu erkennen,
wobei das keramische Material 3 sowohl die Wicklung 2 als auch die Wicklung 4 zusammen
mit dem Eisenkern 1 völlig umschließt. Bei einer Drosselspule entfällt die zweite
Wicklung 4 und der Eisenkern 1 wird mit sogenannten Luftspalten ausgeführt. Die Einkapselung
erfolgt wie unter Figur 2 beschrieben, wobei der Eisenkern zusammen mit der Wicklung
4 in eine entsprechend gestaltete Form gebracht wird, um den Gießvorgang - vorzugsweise
unter Anwendung von Vakuum - durchzuführen. Es ist auch möglich, das Verfahren auf
die Wicklung und den Kern einer Drosselspule anzuwenden, wobei das Material für die
sogenannten Luftspalten beim gleichen Gießvorgang eingebracht werden kann. Die zweite
Wicklung 4 kann gemäß einem der weiteren, unter den Figuren 1 und 2 beschriebenen
Verfahren isoliert und gekapselt werden, wobei die in Figur 3 mit Ziffer 6 bezeichnete
Eisenkern-Außenfläche als Form zur Bildung der inneren Mantelfläche 5 dient.
[0034] In Figur 4 ist gemäß einer vierten Variante ein Trockentransformatorteil dargestellt
mit Wicklungen, die gemeinsam vollständig in keramischem Material eingekapselt sind.
Es sind ein Eisenkern 1 sowie zwei Wicklungen 2 und 4 mit keramischem Material 3 zu
erkennen, wobei das keramische Material 3 beide Wicklungen vollständig umschließt.
die Einkapselung erfolgt gemäß einem unter Figur 2 beschriebenen Verfahren, wobei
die Wicklungen 2, 4 entweder gemeinsam in eine entsprechend gestaltete Form gebracht
und vergossen oder gemeinsam im Tauchverfahren getränkt oder gemeinsam im Rovingwickelverfahren
bewikkelt werden - vorzugsweise unter Anwendung von Vakuum.
[0035] In Figur 5 ist gemäß einer fünften Variante ein Trockentransformatorteil mit zwei
mit dem Eisenkern gemeinsam mit keramischem Material eingekapselten Wicklungen dargestellt.
Es sind ein Eisenkern 1, Wicklungen 2 und 4 und keramisches Material 3 zu erkennen,
wobei das keramische Material 3 sowohl die Wicklungen 2 und 4 als auch den Eisenkern
völlig umschließt. Die Einkapselung erfolgt entweder nach dem Gießverfahren, wobei
der Eisenkern zusammen mit allen Wicklungen in eine entsprechend gestaltete Form gebracht
wird, oder nach dem Tränkverfahren, wobei der Eisenkern zusammen mit allen Wicklungen
in ein Tränkbecken getaucht wird. Beide Verfahren sind unter Figur 2 beschrieben und
werden vorzugsweise unter Vakuum durchgeführt.
[0036] In Figur 6 ist ein Trockentransformatorwicklungsteil oder Drosselspulenwicklungsteil
mit Lagenisolation und Kapselung aus keramischem Material dargestellt. Es sind die
Wicklungsleiter 7, die äußere Isolation oder Kapselung 8 und die innere Lagenisolation
9 (innere Wicklungsisolationslagen) zu erkennen. Die inneren Wicklungsisolationslagen
9 werden ebenso wie die äußere Isolation 8 nach einem unter den Figuren 1 bis 5 beschriebenen
Verfahren mit keramischem Material hergestellt.
[0037] In Figur 7 ist ein Trockentransformatorwicklungsteil oder Drosselspulenwicklungsteil
mit Lagen- und Drahtisolation aus keramischem Material dargestellt. Es sind die Wicklungsleiter
7 und die Isolation 10 aus keramischem Material zu erkennen. Es wird verdeutlicht,
daß nicht nur die inneren Wicklungslagen g gemäß Figur 6, sondern auch die Isolation
von Wicklungsleiter zu Wicklungsleiter mit einem unter den Figuren 1 bis 5 beschriebenen
Verfahren mit keramischem Material hergestellt werden können.
[0038] In den Figuren 6 und 7 sind Wicklungsleiter 7 mit rundem Querschnitt dargestellt.
Es können alternativ Wicklungsleiter mit rechteckigem Querschnitt angewendet werden.
[0039] Bei dem verwendeten keramischem Material handelt es sich um einen keramischen Werkstoff
auf Alumino-Silikat-Basis mit einem Silizium-Aluminium-Atom-Verhältnis vorzugsweise
zwischen 2 und 4 (Gleichgewichtsverhältnis 2,07 bis 4,14). Zur Herstellung des keramischen
Materials wird ein feines Pulver aus Aluminium und Silikat in eine stark alkalische
Lösung gebracht, die Natrium-, Kalium-, Kalzium- oder Lithium-Ionen oder eine Kombination
all dieser Elemente beinhaltet. Die verwendeten Korngrößen liegen vorzugsweise zwischen
0,25µm und 1µm. Die Lösung ist eine Flüssigkeit mit einer Viskosität zwischen ca.
500 und 300 mPas.
[0040] Bei Raumtemperatur oder durch Aufheizung der mit dem Pulver aus Aluminium und Silikat
versehenen Lösung auf Temperaturen von vorzugsweise 70 bis 100°C wird eine exotherme
Reaktion ausgelöst, begleitet von einer Polykondensation der keramischen Moleküle.
Diese basiert auf dem Zusammenschluß von ALO₄- und SiO₄-Tetraeder, wobei die metallischen
Ionen der Lösung als Ladungsausgleich in die entstehende Struktur eingeschlossen werden.
Durch den Zusammenschluß der Moleküle entsteht eine 3-dimensionale Struktur, die jedoch
völlig ungeordnet bleibt, so daß das entstehende Material amorph ist.
[0041] Die Zeitspanne der Aufheizung ist im wesentlichen durch die Dimension des Bauteils
bestimmt, wobei der Werkstoff prinzipiell bei verschiedenen Temperaturgradienten aushärten
kann. So liegt die Härtezeit für 0,1 mm dicke Folien bei 70°C bei ca. 30 min, für
1 cm dicke Blöcke bei der gleichen Temperatur bei ca. 3 Stunden. Auch bei Raumtemperatur
ist eine Härtung möglich, die dafür notwendige Zeitspanne liegt jedoch in der Größenordnung
von Tagen, wiederum abhängig von der Geometrie.
[0042] Bei der Reaktion entsteht Wasser als Kondensationsprodukt, das durch mehrstündiges
Aufheizen auf Temperaturen über 50°C aus dem Werkstoff entfernt wird. Diese Trocknung
ist ein wichtiger Zeitfaktor, da sie besonders bei großen Bauteilen wesentlich langsamer
abläuft als das Härten. Hierbei spielt auch die Aufheizgeschwindigkeit eine wichtige
Rolle, da bei zu schnellem Aufheizen unter Umständen Risse im Werkstoff entstehen
können. Das so entstandene keramische Material hat keramische Eigenschaften bezüglich
Hochtemperaturfestigkeit, chemische Stabilität, Härte, Bruchzähigkeit und elektrische
Eigenschaften. Die Werkstoffeigenschaften - insbesondere die mechanische Festigkeit
- können auch durch eine Verstärkung des keramischen Materials mit verschiedenen Fasermaterialien
oder Füllstoffen beeinflußt werden. Es können insbesondere Glasfasern und/oder mineralische
Füllstoff verwendet werden.
[0043] Keramisches Material kann durch eine keramikartige Glasierung auf seiner Oberfläche
oder auch mit einem dünnen Überzug aus einem anderen wasserundurchlässigen Material
vollständig versiegelt werden. Vorteilhaft können Flüssigkeiten mit günstigen dielektrischen
Eigenschaften wie z. B. eine silikonhaltige Emulsion, zur Tränkung des keramischen
Materials und damit zur Erhöhung der dielektrischen Festigkeit des Werkstoffes sowie
ein silikonhaltiger Lack zur äußeren Beschichtung des Werkstoffes verwendet werden.
1. Trockentransformator oder Drosselspule mit einem Eisenkern, mindestens einer Wicklung
mit Wicklungsleitern, einem Außenmantel und mit einer Isolation, dadurch gekennzeichnet, daß als Isolation ein keramisches Material auf Aluminium-Silikatbasis vorgesehen
ist.
2. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 1, wobei der Außenmantel mindestens
einer Wicklung (2, 13) mit dem keramischen Material (3) isoliert ist.
3. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 2, wobei mindestens eine Wicklung
(2, 13) vollständig von dem keramischen Material (3) umschlossen ist.
4. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 3, wobei sowohl der Eisenkern
(1, 11) als auch mindestens eine Wicklung (2, 13) vollständig von dem keramischen
Material (3) umschlossen sind.
5. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 1, wobei die Wicklungsleiter
(7) mindestens einer Wicklung mit dem keramischen Material (10 isoliert sind.
6. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 1, wobei die inneren Wicklungsisolationslagen
(9) und die äußere Isolation (8) mindestens einer Wicklung aus dem keramischen Material
bestehen.
7. Trockentransformator oder Drosselspule nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das
keramische Material den Zusammenschluß von A1O₄- und SiO₄ -Tetraedern aufweist.
8. Trockentransformator oder Drosselspule nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die
Oberflächen des keramischen Materiales zumindest teilweise mit einer keramikartigen
Glasierung versiegelt sind, wie sie bei Keramik üblich ist.
9. Trockentransformator oder Drosselspule nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die
Oberfläche des keramischen Materiales zumindest teilweise mit einem wasserundurchlässigen
Material versiegelt ist.
10. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch den Einsatz
eines silikonhaltigen Lackes zur äußeren Beschichtung des keramischen Materiales.
11. Trockentransformator oder Drosselspule nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch den Einsatz
einer silikonhaltigen Emulsion zur Tränkung des keramischen Materiales.
12. Trockentransformator oder Drosselspule nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das
verwendete keramische Material ganz oder teilweise mit einer Flüssigkeit mit günstigen
dielektrischen Eigenschaften, wie Epoxidharz oder Silikonharz, getränkt ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Wicklung eines Trockentransformators oder einer Drosselspule,
dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die innere Mantelfläche (5) der Wicklung hergestellt
wird, indem Faserrovings mit einer stark alkalischen Lösung mit Natrium- und/oder
Kalium- und/oder Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie einem Pulver aus Silikat und
Aluminium getränkt und auf eine Form gewickelt werden, daß anschließend die Wicklungsleiter
aufgewickelt und weitere Isolationen aufgebracht werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die weiteren Isolationen ebenfalls unter Verwendung
von Faserrovings hergestellt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Faserrovings ebenfalls mit einer stark alkalischen
Lösung mit Natrium- und/oder Kalium- und/oder Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie
einem Pulver aus Silikat und Aluminium getränkt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Faserrovings zusätzlich mit einem flüssigen
Kunstharz, wie Epoxidharz oder Silikonharz, getränkt werden.
17. Verfahren zur Herstellung einer Wicklung eines Trockentransformators oder einer Drosselspule,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung nach dem Bewickeln mit Wicklungsleitern und
notwendiger weiterer Isolation in einem Tauchbecken mit einer stark alkalischen Lösung
mit Natrium- und/oder Kalium- und/oder Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie einem
Pulver aus Silikat und Aluminium getränkt werden.
18. Verfahren zur Herstellung einer Wicklung eines Trockentransformators oder einer Drosselspule,
dadurch gekennzeichnet, daß Faserrovings mit einer stark alkalischen Lösung mit Natrium-
und/oder Kalium- und/oder Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie einem Pulver aus Silikat
und Aluminium getränkt und auf die Wicklung (2, 13) gewickelt werden.
19. Verfahren zur Herstellung mindestens einer Wicklung eines Trockentransformators oder
einer Drosselspule, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine in einer Form befindlichen
Wicklung mit einer stark alkalischen Lösung mit Natrium- und/oder Kalium- und/oder
Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie einem Pulver aus Silikat und Aluminium vergossen
werden.
20. Verfahren zur Herstellung eines Trockentransformators oder einer Drosselspule, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine zusammen mit einem Eisenkern (1, 11) in einer
Form befindlichen Wicklung (2, 13) mit einer stark alkalischen Lösung mit Natrium-
und/oder Kalium- und/oder Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie einem Pulver aus Silikat
und Aluminium vergossen wird.
21. Verfahren zur Herstellung eines Trockentransformators oder einer Drosselspule, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine Wicklung (2, 13) zusammen mit einem Eisenkern
(1) in einem Tauchbecken mit einer stark alkalischen Lösung mit Natrium- und/oder
Kalium- und/oder Kalzium- und/oder Lithium-Ionen sowie einem Pulver aus Silikat und
Aluminium getränkt wird.
22. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 21, wobei das Silizium/Aluminium-Atom-Verhältnis
zwischen 2 und 4 beträgt.
23. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Korngröße des Pulvers 0,25 µm bis 1 µm beträgt.
24. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 23, wobei die Wicklungen oder
die Wicklungen mit Eisenkern oder der Transformator nachfolgend auf eine Temperatur
von 70 bis 100°C aufgeheizt werden.
25. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 24, gekennzeichnet durch die
Anwendung von Vakuum beim Wickeln, Gießen oder Tränken.
26. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 25, wobei die Lösung zusätzlich
mit Fasern, vorzugsweise Glasfasern, versehen ist.
27. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 26, wobei die Lösung zusätzlich
mit Füllstoffen, vorzugsweise mineralischen Füllstoffen, versehen ist.
28. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 27, wobei das bei der Aushärtungsreaktion
entstandene Wasser durch mehrstündiges Aufheizen auf Temperaturen über 50°C ausgetrieben
wird.
29. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 28, wobei das keramische Material
nach der Aushärtung durch Eintauchen mindestens einer Wicklung in ein Tauchbecken
mit einer Flüssigkeit mit günstigen dielektrischen Eigenschaften getränkt wird.
30. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 29, wobei das keramische Material
nach der Härtung durch Eintauchen mindestens einer Wicklung zusammen mit dem Eisenkern
in ein Tauchbecken mit einer Flüssigkeit mit günstigen dielektrischen Eigenschaften
getränkt wird.
31. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 29 und 30, wobei das Tränkmittel oder
die zu tränkenden Bauteile auf Temperaturen über 30°C erwärmt werden.
32. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 29 und 30, wobei das Tränkmittel und
die zu tränkenden Bauteile auf Temperaturen über 30°C erwärmt werden.
33. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 29 bis 32, wobei bei dem Tränkvorgang
Vakuum angewendet wird.
34. Verwendung von keramischem Material auf Al-Si-Basis als Isolier- und/oder Schutzmaterial
für die Wicklungen von Trockentransformatoren und Drosselspulen.
35. Verwendung von keramischem Material auf Al-Si-Basis als Isolier- und/oder Schutzmaterial
für die Wicklungen und den Eisenkern von Trockentransformatoren und Drosselspulen.
1. Dry-type transformer or reactance coil having an iron core, at least one winding having
winding conductors, an outer circumferential surface and an insulation, characterised
in that a ceramic material based on aluminium silicate is provided as insulation.
2. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 1, the outer circumferential
surface of at least one winding (2, 13) being insulated with the ceramic material
(3).
3. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 2, at least one winding
(2, 13) being completely enclosed by the ceramic material (3).
4. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 3, both the iron core (1,
11) and at least one winding (2, 13) being completely enclosed by the ceramic material
(3).
5. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 1, the winding conductors
(7) of at least one winding being insulated with the ceramic material (10).
6. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 1, the inner winding-insulation
layers (9) and the outer insulation (8) comprising of at least one winding of the
ceramic material.
7. Dry-type transformer or reactance coil according to one of Claims 1 to 6, the ceramic
material having the grouping-together of AlO₄ and SiO₄ tetrahedrons.
8. Dry-type transformer or reactance coil according to one of Claims 1 to 7, the surfaces
of the ceramic material being at least partially sealed with a ceramic-like glazing,
as is customary in ceramics.
9. Dry-type transformer or reactance coil according to one of Claims 1 to 7, the surface
of the ceramic material being at least partially sealed with a water-impermeable material.
10. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 9, characterised by the
use of a silicone-containing lacquer for the outer coating of the ceramic material.
11. Dry-type transformer or reactance coil according to Claim 9, characterised by the
use of a silicone-containing emulsion for impregnating the ceramic material.
12. Dry-type transformer or reactance coil according to one of Claims 1 to 7, the ceramic
material used being entirely or partially impregnated with a liquid having favourable
dielectric properties, such as epoxy resin or silicone resin.
13. Process for the production of a winding of a dry-type transformer or of a reactance
coil, characterised in that, first of all, the inner circumferential surface (5) of
the winding is produced by fibre rovings being impregnated with a strongly alkaline
solution with sodium and/or potassium and/or calcium and/or lithium ions as well as
a powder of silicate and aluminium and wound onto a form, in that subsequently the
winding conductors are wound on and further insulations are applied.
14. Process according to Claim 13, the further insulations being likewise produced by
using fibre rovings.
15. Process according to Claim 14, the fibre rovings being likewise impregnated with a
strongly alkaline solution with sodium and/or potassium and/or calcium and/or lithium
ions as well as a powder of silicate and aluminium.
16. Process according to Claim 14, the fibre rovings being additionally impregnated with
a liquid synthetic resin such as epoxy resin or silicone resin.
17. Process for the production of a winding of a dry-type transformer or of a reactance
coil, characterised in that, after winding with winding conductors and necessary further
insulation, the winding are [sic] impregnated in a dip tank with a strongly alkaline
solution with sodium and/or potassium and/or calcium and/or lithium ions as well as
a powder of silicate and aluminium.
18. Process for the production of a winding of a dry-type transformer or of a reactance
coil, characterised in that fibre rovings are impregnated with a strongly alkaline
solution with sodium and/or potassium and/or calcium and/or lithium ions as well as
a powder of silicate and aluminium and are wound onto the winding (2, 3).
19. Process for the production of at least one winding of a dry-type transformer or of
a reactance coil, characterised in that at least one winding, situated in a mould,
are [sic] cast with a strongly alkaline solution with sodium and/or potassium and/or
calcium and/or lithium ions as well as a powder of silicate and aluminium.
20. Process for the production of a dry-type transformer or of a reactance coil, characterised
in that at least one winding (2, 13), situated together with an iron core (1, 11)
in a mould, is cast with a strongly alkaline solution with sodium and/or potassium
and/or calcium and/or lithium ions as well as a powder of silicate and aluminium.
21. Process for the production of a dry-type transformer or of a reactance coil, characterised
in that at least one winding (2, 13) is impregnated together with an iron core (1)
in a dip tank with a strongly alkaline solution with sodium and/or potassium and/or
calcium and/or lithium ions as well as a powder of silicate and aluminium.
22. Process according to at least one of Claims 13 to 21, the silicate/aluminium atomic
ratio being between 2 and 4.
23. Process according to one of Claims 13 to 21, characterised in that the particle size
of the powder is 0.25µm to 1µm.
24. Process according to at least one of Claims 13 to 23, the windings or the windings
with iron core or the transformer being successively heated to a temperature of 70
to 100°C.
25. Process according to at least one of Claims 13 to 24, characterised by the application
of a vacuum in the case of winding, pouring or impregnating.
26. Process according to at least one of Claims 13 to 25, the solution being additionally
provided with fibres, preferably glass fibres.
27. Process according to at least one of Claims 13 to 26, the solution being additionally
provided with fillers, preferably mineral fillers.
28. Process according to at least one of Claims 13 to 27, the water produced during the
curing reaction being driven out by heating over hours to temperatures above 50°C.
29. Process according to at least one of Claims 13 to 28, the ceramic material being impregnated
after curing by dipping at least one winding into a dip tank with a liquid having
favourable dielectric properties.
30. Process according to at least one of Claims 13 to 29, the ceramic material being impregnated
after curing by dipping at least one winding together with the iron core into a dip
tank with a liquid having favourable dielectric properties.
31. Process according to at least one of Claims 29 and 30, the impregnating agent or the
components to be impregnated being heated to temperatures above 30°C.
32. Process according to at least one of Claims 29 and 30, the impregnating agent and
the components to be impregnated being heated to temperatures above 30°C.
33. Process according to at least one of Claims 29 to 32, a vacuum being applied during
the impregnating operation.
34. Use of ceramic material based on Al-Si as insulating and/or protecting material for
the windings of dry-type transformers and reactance coils.
35. Use of ceramic material based on Al-Si as insulating and/or protecting material for
the windings and the iron core of dry-type transformers and reactance coils.
1. Transformateur à sec ou bobine de self-induction comportant un noyau de fer, au moins
un enroulement avec des conducteurs d'enroulement, une enveloppe extérieure et une
isolation, caractérisé par le fait qu'il est prévu comme isolation un matériau céramique
à base de silicate d'aluminium.
2. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 1 dans lequel
l'enveloppe extérieure d'au moins un enroulement (2, 13) est isolée au moyen du matériau
céramique (3).
3. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 2 dans lequel
au moins un enroulement (2, 13) est entièrement entouré par le matériau céramique
(3).
4. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 3 dans lequel
le noyau de fer (1, 11) et au moins un enroulement (2, 13) sont entièrement entourés
par le matériau céramique (3).
5. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 1 dans lequel
les conducteurs d'enroulement (7) d'au moins un enroulement sont isolés au moyen du
matériau céramique (10).
6. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 1 dans lequel
les couches (9) intérieures d'isolation des enroulements et l'isolation (8) extérieure
d'au moins un enroulement sont constituées par le matériau céramique.
7. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon l'une des revendications 1
à 6 dans lequel le matériau céramique présente la combinaison de tétraèdres A1O₄ et
SiO₄.
8. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon l'une des revendications 1
à 7 dans lequel les surfaces du matériau céramique sont au moins partiellement vitrifiées
au moyen d'un vernis de type céramique, comme cela est courant dans le cas de céramiques.
9. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon l'une des revendications 1
à 7 dans lequel la surface du matériau céramique est au moins partiellement vitrifiée
au moyen d'un matériau ne laissant pas passer l'eau.
10. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 9, caractérisé
par l'utilisation d'une peinture contenant des silicones pour le revêtement extérieur
du matériau céramique.
11. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon la revendication 9, caractérisé
par l'utilisation d'une émulsion contenant des silicones pour l'imprégnation du matériau
céramique.
12. Transformateur à sec ou bobine de self-induction selon l'une des revendications 1
à 7 dans lequel le matériau céramique utilisé est totalement ou partiellement imprégné
d'un liquide présentant des propriétés diélectriques favorables tel que de la résine
époxyde ou de la résine silicone.
13. Procédé de fabrication d'un enroulement d'un transformateur à sec ou d'une bobine
de self-induction, caractérisé par le fait qu'on réalise tout d'abord la surface périphérique
(5) intérieure de l'enroulement par imprégnation d'un roving de fibres au moyen d'une
solution fortement alcaline contenant des ions sodium et/ou potassium et/ou calcium
et/ou lithium et une poudre de silicate et d'aluminium et par enroulement de celui-ci
sur une forme, par le fait que l'on enroule ensuite les conducteurs de l'enroulement
et que l'on applique des isolations supplémentaires.
14. Procédé selon la revendication 13 dans lequel les isolations supplémentaires sont
également réalisées en utilisant des rovings de fibres.
15. Procédé selon la revendication 14 dans lequel les rovings de fibres sont également
imprégnés d'une solution fortement alcaline contenant des ions sodium et/ou potassium
et/ou calcium et/ou lithium et une poudre de silicate et d'aluminium.
16. Procédé selon la revendication 14 dans lequel les rovings de fibres sont en outre
imprégnés d'une résine synthétique liquide telle que de la résine époxyde ou de la
résine silicone.
17. Procédé de fabrication d'un enroulement d'un transformateur à sec ou d'une bobine
de self-induction, caractérisé par le fait qu'après enroulement des conducteurs d'enroulement
et de l'isolation supplémentaire nécessaire, on imprègne l'enroulement dans une cuve
d'immersion au moyen d'une solution fortement alcaline contenant des ions sodium et/ou
potassium et/ou calcium et/ou lithium et une poudre de silicate et d'aluminium.
18. Procédé de fabrication d'un enroulement d'un transformateur à sec ou d'une bobine
de self-induction, caractérisé par le fait que l'on imprègne des rovings de fibres
au moyen d'une solution fortement alcaline contenant des ions sodium et/ou potassium
et/ou calcium et/ou lithium et une poudre de silicate et d'aluminium et on les enroule
sur l'enroulement (2, 13).
19. Procédé de fabrication d'au moins un enroulement d'un transformateur à sec ou d'une
bobine de self-induction, caractérisé par le fait que l'on enrobe au moins un enroulement
placé dans un moule au moyen d'une solution fortement alcaline contenant des ions
sodium et/ou potassium et/ou calcium et/ou lithium et une poudre de silicate et d'aluminium.
20. Procédé de fabrication d'un enroulement d'un transformateur à sec ou d'une bobine
de self-induction, caractérisé par le fait que l'on enrobe au moins un enroulement
(2, 13) avec un noyau de fer (1) au moyen d'une solution fortement alcaline contenant
des ions sodium et/ou potassium et/ou calcium et/ou lithium et une poudre de silicate
et d'aluminium dans une cuve d'immersion.
21. Procédé de fabrication d'un enroulement d'un transformateur à sec ou d'une bobine
de self-induction, caractérisé par le fait que l'on imprègne au moins un enroulement
(2, 13) et un noyau de fer (1) au moyen d'une solution fortement alcaline contenant
des ions sodium et/ou potassium et/ou calcium et/ou lithium et une poudre de silicate
et d'aluminium dans une cuve d'immersion.
22. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 21 dans lequel le rapport atomique
silicium/aluminium est compris entre 2 et 4.
23. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 21, caractérisé par le fait que
la dimension de grain de la poudre est comprise entre 0,25 µm et 1 µm.
24. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 23 dans lequel les enroulements
ou les enroulements avec noyau de fer ou le transformateur sont ensuite réchauffés
à une température allant de 70 à 100 °C.
25. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 24, caractérisé par l'utilisation
de vide lors des opérations de bobinage, d'enrobage ou d'imprégnation.
26. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 25 dans lequel la solution contient
en outre des fibres, de préférence des fibres de verre.
27. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 26 dans lequel la solution contient
en outre des matières de charge, de préférence des matières de charge minérales.
28. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 27 dans lequel l'eau produite lors
de la réaction de durcissement est éliminée par chauffage pendant plusieurs heures
à des températures supérieures à 50 °C.
29. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 28 dans lequel, après durcissement,
le matériau céramique est imprégné par immersion d'au moins un enroulement dans une
cuve d'immersion contenant un liquide avec des propriétés diélectriques favorables.
30. Procédé selon au moins une des revendications 13 à 29 dans lequel, après durcissement,
le matériau céramique est imprégné par immersion d'au moins un enroulement avec le
noyau de fer dans une cuve d'immersion contenant un liquide avec des propriétés diélectriques
favorables.
31. Procédé selon au moins une des revendications 29 et 30 dans lequel le liquide d'imprégnation
ou les composants à imprégner sont réchauffés à des températures supérieures à 30
°C.
32. Procédé selon au moins une des revendications 29 et 30 dans lequel le liquide d'imprégnation
et les composants à imprégner sont réchauffés à des températures supérieures à 30
°C.
33. Procédé selon au moins une des revendications 29 à 32 dans lequel on applique le vide
lors du processus d'imprégnation.
34. Utilisation de matériau céramique à base de Al-Si comme matériau d'isolation et/ou
de protection pour les enroulements de transformaeurs à sec et de bobines de self-induction.
35. Utilisation de matériau céramique à base de Al-Si comme matériau d'isolation et/ou
de protection pour les enroulements et le noyau de fer de transformateurs à sec et
de bobines de self-induction.

