[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Alkalimonofluorphosphat
der Formel M₂PO₃F. Alkalimonofluorphosphate, beispielsweise Kaliumfluorphosphat, werden
als Fluorträger in Zahnpasten oder Trinkwasser verwendet. Die Alkalimonofluorphosphate
weisen zudem fungizide und insektizide Wirkung auf und werden daher auch in Holzschutzmitteln
eingesetzt. Weiterhin sind Alkalimonofluorphosphate wertvolle Zwischenprodukte für
die Herstellung anderer Monofluorphosphat-Verbindungen, die ihrerseits in Holzschutzmitteln
verwendet werden, beispielsweise Kupfer und Zink enthaltende Monofluorphosphat-Verbindungen.
[0002] Zur Herstellung von Alkalimonofluorphosphaten kann man bekanntermaßen wasserfreie
Phosphate mit Fluoriden bei sehr hoher Temperatur, meist oberhalb von 600 °C, umsetzen.
Die dabei auftretende korrosive Schmelze macht einen entsprechenden apparativen Aufwand
für die Reaktoren erforderlich.
[0003] Die deutsche Auslegeschrift DE- B 1 224 280 betrifft die Herstellung verschiedener
Metallfluorphosphate. Ausgehend von wasserhaltigen oder wasserfreien Gemischen, welche
Metallkationen, Phosphor und Fluor in wechselnden Verhältnissen enthalten, werden
durch Umsetzung bei Temperaturen bis zu 800 °C Reaktionsprodukte, welche die obenangegebenen
Elemente enthalten, hergestellt. Über die Art der in den Reaktionsprodukten enthaltenen
chemischen Verbindungen kann der DE-B 1 224 280 nichts entnommen werden. Eine gezielte
Lehre zur Synthese bestimmter Metallfluorphosphate findet sich nicht, lediglich ein
Hinweis, daß je nach Art und Menge der Ausgangsmaterialien der Reaktionsbedingungen
wie Temperatur und Zeit, die verschiedensten Produkte erhalten werden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein technisch einfaches Verfahren zur
Herstellung von definierten Metallfluorphosphaten, nämlich Alkalimonofluorphosphaten
der allgemeinen Formel (I) M₂PO₃F anzugeben. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, ein technisch einfaches Verfahren zur Herstellung von reinem Kaliummonofluorphosphat,
Rubidiummonfluorphosphat und Cäsiummonofluorphosphat zur Verfügung zu stellen. Diese
Aufgaben werden durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst. Das erfindungsgemäße
Verfahren zur Herstellung von Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel M₂PO₃F
(I) ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Reaktionsmischung, welche Alkalimetallkationen
M, Phosphat, Fluorid und Wasser enthält, wobei das Molverhältnis von M:P:F sich wie
(2 ± 0,1):(1 ± 0,05):(1 ± 0,1) verhält und das Molverhältnis von Wasser:P mindestens
1:1 beträgt, auf eine Temperatur von 150 °C bis 400°C aufheizt, wobei sich unter Verdampfen
von Wasser als Reaktionsprodukt das Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel
(I) bildet und man, gewünschtenfalls nach einer Nachbehandlung, das Reaktionsprodukt
isoliert.
[0005] Setzt man beispielsweise eine Reaktionsmischung um, in welcher M für Natrium steht,
kann man nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Natriummonofluorphosphat mit einer Reinheit
von etwa 80 Gew.-% erzeugen. Die anderen Alkalimonofluorphosphate fallen in noch höherer
Reinheit an.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden reine
Alkalimonofluorphosphate hergestellt. Diese bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von reinem Alkalimonofluorphosphat
der allgemeinen Formel M₂PO₃F (I), worin M für Kalium, Cäsium oder Rubidium steht,
eine Reaktionsmischung, die Alkalimetallkationen M, Phosphat, Fluorid und Wasser enthält,
wobei das Molverhältnis M:P:F sich wie (2 ± 0,05):(1 ± 0,05):(1 ± 0,1) verhält und
das Molverhältnis von Wasser:P mindestens 1:1 beträgt, auf eine Temperatur von 150
bis 400 °C aufheizt, wobei sich unter Verdampfen von Wasser als Reaktionsprodukt das
Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel (I) bildet, und man das Reaktionsprodukt,
gewünschtenfalls nach einer Nachbehandlung, isoliert.
[0007] Ganz besonders bevorzugt steht in der vorliegenden Erfindung "Alkali" bzw. M für
Kalium. Zur Herstellung von Kaliummonofluorphosphat, K₂PO₃F, eignet sich das erfindungsgemäße
Verfahren ganz besonders.
[0008] Wenn im folgenden der Einfachheit halber von "Alkalimonofluorphosphat" die Rede ist,
sind damit Verbindungen der Formel (I) gemeint, die korrekterweise als "Dialkalimonofluormonophosphat"
bezeichnet werden müßten.
[0009] Zweckmäßig wählt man die Mengen an Ausgangsverbindungen derart, daß das Molverhältnis
von M:P:F etwa 2:1:(1 - 1,1) beträgt. Auf diese Weise lassen sich ganz besonders reine
Alkalimonofluorphosphate der allgemeinen Formel (I) herstellen.
[0010] Das Verhältnis von Wasser:P beträgt bevorzugt mindestens 2:1, beispielsweise 2:1
bis 100:1. Bevorzugt beträgt das Verhältnis von Wasser:P mindestens 3:1. Ganz besonders
bevorzugt verwendet man als Reaktionsmischung eine wäßrige Lösung.
[0011] Ganz hervorragend geeignet sind wäßrige Lösungen als Reaktionsmischung, die pro mol
zu erzeugendem Endprodukt M₂PO₃F etwa 11,9 bis 14,7 mol Wasser enthalten.
[0012] Geht man aus von Kalilauge, Phosphorsäure und Flußsäure, setzt man z.B. Reaktionsmischungen
ein, die neben KOH, H₃PO₄ und HF noch 41 bis 47,7 Gew.-% Wasser enthalten. Eine solche
Mischung enthält dann unter der Annahme einer quantitativen Umsetzung zu K₂PO₃F noch
11,9 bis 14,7 mol Wasser pro herzustellendem K₂PO₃F.
[0013] Das Phosphat kann man in verschiedenster Form in die Reaktionsmischung einbringen.
Prinzipiell kann man beliebige, zu Phosphat hydrolysierbare Verbindungen des fünfwertigen
Phosphors einsetzen. Zweckmäßig setzt man Verbindungen ein, die aus fünfwertigem Phosphor,
Sauerstoff und gegebenenfalls Wasserstoff und/oder Alkalimetall- oder Ammoniumkationen
aufgebaut sind. Beispielsweise kann man Phosphorpentoxid, Phosphorsäure, dimere, oligomere
oder polymere Phosphorsäure sowie entsprechende einbasige, zweibasige oder dreibasige
Alkali- oder Ammoniumverbindungen einsetzen. Beispielsweise kann man Alkalidihydrogenphosphat,
Dialkalimonohydrogenphosphat oder Trialkaliphosphat einsetzen. Einsetzbar sind weiterhin
entsprechende Ammoniumverbindungen ferner Polyphosphate einschließlich Hydrogenpolyphosphaten,
die durch die allgemeine Summenformel X
(n+2)P
nO
3(n+1) charakterisiert sind, in welchen X für M und/oder NH₄ und/oder H steht und in der
n≧2 gilt. Vorzugsweise bedeutet hier n gleich 2 oder 3. Für den Fachmann ist selbstverständlich,
daß hochmolekulare Polyphosphate, die bei einer Temperatur bis 400 °C nicht zur Reaktion
gebracht werden können, z.B. das hochmolekulare Kurrolsche Kaliumsalz, nicht eingesetzt
werden, wohl aber das von Klement und Schmid, Z.Anorg.Allg.Chem.
290 (1957), Seiten 113 bis 132 beschriebenen wasserlösliche Kaliumpolyphosphat.
[0014] Weiterhin verwendbar sind auch Cyclophosphate einschließlich Hydrogencyclophosphaten
und Cyclophosphorsäuren, die durch die allgemeine Summenformel X
nP
nO
3n charakterisiert sind, in welchen X die vorstehend genannte Bedeutung besitzt und
in welcher n≧3 bedeutet. Hier bedeutet n bevorzugt 3 oder 4.
[0015] Bevorzugt bringt man das Phosphat in Form von Phosphorsäure, Alkalidihydrogenphosphat
oder Dialkalihydrogenphosphat, besonders bevorzugt in Form von Phosphorsäure, in die
Reaktionsmischung ein.
[0016] Auch das Alkalimetallkation kann man in verschiedenster Form in die Reaktionsmischung
einbringen. Zweckmäßig verwendet man Alkaliverbindungen, deren Anion unter den Bedingungen
des erfindungsgemäßen Verfahrens flüchtig ist wie Nitrat, Oxalat oder Acetat, bzw.
im Verlauf des erfindungsgemäßen Verfahrens zu Wasser umgewandelt wird. Besonders
geeignet sind Alkalihydroxid, Alkalilauge, Alkalicarbonat und Alkalihydrogencarbonat.
Bevorzugt verwendet man Alkalihydroxid oder Alkalilauge, wenn M Natrium oder Kalium
bedeutet, und Alkalicarbonat, wenn M Cäsium oder Rubidium bedeutet.
[0017] Auch das Fluorid kann man in verschiedenster Form in die Reaktionsmischung einbringen.
Zweckmäßig verwendet man ein Alkalifluorid oder ein Alkalibifluorid oder aber ein
Fluorid, dessen Kation unter den Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens flüchtig
ist, beispielsweise Ammoniumfluorid oder Ammoniumbifluorid. Sofern man ein Alkalifluorid
oder ein Alkalibifluorid verwendet, setzt man die vorstehend beschriebenen anderen
Alkaliverbindungen in solchen Mengen ein, daß das erfindungsgemäße Verhältnis von
M:P:F gewahrt bleibt (sinngemäßes gilt natürlich, sofern man Alkaliphosphate verwendet).
[0018] Bevorzugt bringt man das Fluorid in Form von Fluorwasserstoff, insbesondere in Form
einer wäßrigen Lösung, in die Reaktionsmischung ein.
[0019] Das in der Reaktionsmischung enthaltene Wasser kann ebenfalls verschiedener Herkunft
sein. Beispielsweise kann man es als Wasser zusetzen, es kann als Kristallwasser,
Konstitutionswasser, als Lösungsmittelwasser, beispielsweise in Form einer wäßrigen
Phosphorsäure, als Alkalilauge und/oder wäßriger Fluorwasserstoffsäure, mit den Ausgangsstoffen
eingebracht werden.
[0020] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Reaktionsmischung durch Vermischen
von Phosphorsäure, insbesondere wäßriger Phosphorsäure, Alkalilauge und wäßrigem Fluorwasserstoff
zu erzeugen. Ganz besonders vorteilhaft ist es, die Reaktionsmischung durch Vermischen
von Phosphorsäure, insbesondere wäßriger Phosphorsäure, Alkalilauge und wäßrigem Fluorwasserstoff
zu erzeugen und die hierbei erhaltene Reaktionsmischung bis zu dem Zeitpunkt, zu welchem
man sie wie angegeben auf die Temperatur von 150 bis 400 °C bringt, bei einer solchen
Temperatur zu halten, daß keine Feststoffe ausfallen. Bei Mischungen von Phosphorsäure,
Kalilauge und Flußsäure beispielsweise hat sich eine Mindesttemperatur von 60 °C als
vorteilhaft erwiesen. Zweckmäßig nutzt man die exotherme Wärmeentwicklung beim Vermischen
der Ausgangsverbindungen aus und setzt die Mischung gleich weiter um.
[0021] Bevorzugt heizt man die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von mindestens 200
°C auf. Ganz besonders vorteilhaft heizt man auf Temperaturen von 220 °C bis 350 °C.
[0022] Beim Aufheizen verdampft Wasser, die Ausgangsverbindungen treten miteinander in Reaktion,
und es bildet sich das gewünschte Alkalimonofluorphosphat.
[0023] Man kann nun das Erzeugnis der Reaktionsmischung und das Aufheizen in demselben Behältnis
durchführen. Zweckmäßig verwendet man Behältnisse, die gegenüber Fluorwasserstoff
resistent sind, beispielsweise in Edelstahltiegeln, Platintiegeln, Aluminiumgefäßen
oder ähnlichem. Es ist jedoch schwierig, die sich im Verlauf der Umsetzung verfestigende
Reaktionsmischung aus derartigen Behältnissen zu entfernen. Zweckmäßig wird deshalb
die noch flüssige Reaktionsmischung in flächiger Form erhitzt.
[0024] Dieses bevorzugte Verfahren zur Herstellung von Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen
Formel M₂PO₃F (I), worin M für das Kation eines Metalls der ersten Hauptgruppe des
Periodensystems steht, ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Reaktionsmischung,
welche Alkalimetallkationen M, Phosphat, Fluorid und Wasser enthält, wobei das Molverhältnis
von M:P:F sich wie (2 ± 0,1):(1 ± 0,05): (1 ± 0,1) verhält und das Molverhältnis von
Wasser:P mindestens 1:1 beträgt, in flächiger Form auf eine Temperatur von 150 °C
bis 400 °C aufheizt, wobei sich unter Verdampfen von Wasser als Reaktionsprodukt das
Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel (I) bildet und man das Reaktionsprodukt
isoliert.
[0025] Beispielsweise kann man in einem fluorwasserstoffresistenten Behälter beliebiger
Form die Reaktionsmischung erzeugen und diese dann auf beheizbare flächige Formen,
z.B. Bleche, austragen und dort erhitzen. Die Abtrennung des verfestigten Reaktionsproduktes
ist dann beispielsweise mit selbsttragenden Schneiden, z.B. Schabern oder Messern,
möglich. Die Verwendung eines Mischbehälters ist vorteilhaft. Man kann aber die Reaktionsmischung
auch unmittelbar auf der Heizform erzeugen.
[0026] Technisch besonders vorteilhaft ist es, die Reaktionsmischung auf Flächen aufzubringen,
die kontinuierlich erneuert werden, beispielsweise auf ein umlaufendes Förderband,
z.B. ein Gliederband, von welchem das beim Erhitzen entstehende verfestigte Reaktionsprodukt
z.B. mit Schabern gelöst wird.
[0027] Besonders bevorzugt bringt man die Reaktionsmischung auf die Oberfläche einer Walze
als sich ständig erneuernde Fläche. Auch hier kann die Reaktionsmischung unmittelbar
auf der Walzenoberfläche erzeugt werden. Zweckmäßig erzeugt man die Reaktionsmischung
zunächst in einem Behälter und bringt die fertige Mischung auf die Walzenoberfläche
auf.
[0028] Diese ganz besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß man die Phosphat,
Fluorid und das Alkalimetallkation enthaltende Reaktionsmischung auf die Oberfläche
einer Walze aufbringt, dort auf eine Temperatur von mindestens 150 °C vorzugsweise
200 bis 400 °C, besonders bevorzugt auf eine Temperatur von 220 bis 350 °C erhitzt
und das verfestigte Reaktionsprodukt mit einer selbsttragenden Schneide von der Walze
ablöst. Dabei sollte die Reaktionsmischung so lange auf der Walzenoberfläche verbleiben,
bis die Reaktionsmischung sich unter Bilden des Alkalimonofluorphosphats verfestigt
hat und ein Großteil des Wassers, z.B. mehr als 70 %, beispielsweise 70 bis 90 oder
gar 100 Gew.-% des vorhandenen Wassers, verdampft sind.
[0029] Gewünschtenfalls kann man das Produkt noch einer trocknenden Nachbehandlung bei erhöhter
Temperatur unterziehen, zweckmäßigerweise durch Aufheizen auf Temperaturen von mindestens
280 °C bis 400 °C, vorzugsweise 300 bis 350 °C. Dies kann beispielsweise in entsprechenden
Öfen oder durch Anwendung geeigneter Strahlung, beispielsweise Infrarotstrahlung,
geschehen. Überraschenderweise wird bei dieser Nachbehandlung nicht nur der Gehalt
an Wasser gesenkt, sondern auch eine deutliche Produktverbesserung erzielt.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet die Herstellung von Alkalimonofluorphosphaten,
insbesondere von Kalimonofluorphosphat, in überraschender Reinheit. Die Rolle des
Wassers beim erfindungsgemäßen Verfahren ist bisher nicht geklärt worden, wohl aber
wurde in einer Vielzahl von Versuchen gefunden, daß nur bei Anwesenheit der genannten
Mindestmenge an Wasser reines Monofluorphosphat erhalten wird. Es muß als überraschend
bezeichnet werden, daß reine Verbindungen überhaupt erhalten werden können, da zu
erwarten ist, daß Wasser zur Hydrolyse des erwünschten Fluorphosphats führt.
[0031] Im folgenden wird eine Vorrichtung beschrieben, mit welcher sich in besonders einfacher
Weise ein sehr reines Monofluorphosphat herstellen läßt.
[0032] Die folgenden Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren weiter erläutern, ohne
es in seinem Umfange einzuschränken.
Beispiele
Allgemeines
[0033] Für die Versuche wurden Chemikalien mit dem Reinheitsgrad pro analysi verwendet,
beispielsweise entsprechend reine Phosphorsäure, Kalilauge, Flußsäure, Dikaliumhydrogenphosphat.
Die Reihenfolge, in welcher die Ausgangsverbindungen zur Herstellung der Ausgangsmischungen
miteinander vermischt werden, ist nicht kritisch.
Apparatur
[0034] Die Beispiele 1 bis 5 wurden in einer Platinwanne durchgeführt. Das Beispiel 6 wurde
in einer Apparatur durchgeführt, wie sie in Figur 1 abgebildet ist. Diese Apparatur
wird unter Bezugnahme auf die Figur 1 im folgenden weiter erläutert. Ein Vorratsbehälter
1 dient zur Aufnahme einer Alkalilauge, ein Vorratsbehälter 2 zur Aufnahme einer Phosphorsäurelösung
und ein Vorratsbehälter 3 zur Aufnahme einer Flußsäure.
Die Vorratsbehälter 1, 2 und 3 sind durch Ventile 4, 5 und 6 mit einem Mischbehälter
7 verbunden. Der Mischbehälter 7 wiederum ist durch ein Ventil 8 mit der Leitung 9
verbunden. Die Leitung 9 weist an ihrem Ende eine Öffnung auf, die die Zuführung von
Reaktionsmischung aus dem Mischbehälter 7 auf eine Aluminiumplatte 10 ermöglicht.
Diese Aluminiumplatte 10 ist zu einer Walze 11 hin geneigt so angeordnet, daß Reaktionsmischung,
die auf die Platte 10 aufgetragen wird, zur Oberfläche der Walze 11 fließt. Die Walze
11 ist um eine horizontale Achse in der durch einen Pfeil angedeuteten Richtung drehbar.
Die Reaktionswalze bestand aus einem innen mit Thermoöl beheizbaren, 2 cm dicken und
48 cm langen Zylinder mit einem Innendurchmesser von 38 cm. Die Umlaufgeschwindigkeit
der Walze wird zweckmäßig so eingeregelt, daß sie für eine Umdrehung etwa 20 sec.
bis 2 min. benötigt. Über die Aluminiumplatte kann Reaktionsmischung über die gesamte
Breite auf die Walzenoberfläche aufgebracht werden. Mittels einer selbsttragenden
Edelstahlschneide 12, die durch nicht eingezeichnete hydraulisch betriebene Pressen
gegen die Walze gedrückt werden kann, wird das heiße, verfestigte Reaktionsprodukt
von der Walzenoberfläche abgelöst. Die Aluminiumplatte 7 und die Edelstahlschneide
12 sind beweglich angeordnet. Der Winkel zwischen der Aluminiumplatte 10 und der Edelstahlschneide
12 (Schnittpunkt ist die Walzenachse) beträgt zweckmäßig zwischen etwa 90 und 270
°C, in Laufrichtung der Walze betrachtet. Über die Schneide 12, die zweckmäßig von
der Walze weg fallend angeordnet ist, wird das Reaktionsprodukt auf ein Förderband
13 aufgegeben. Das Förderband 13 ist mit einem Heizofen 14 verbunden. Der Ofen 14
ist mit dem Förderband 15 und einem Vorratsbehälter 16 verbunden.
Analysenmethoden
[0035] Methode a) ¹⁹F-NMR-Spektroskopie.
Diese Untersuchungsmethode ermöglicht über die chemische Verschiebung und gegebenenfalls
das Aufspaltungsmuster (Kopplung mit dem Phosphoratom) die quantitative Bestimmung
einer etwaigen Verunreinigung des gewünschten Monofluorphosphats mit Fluorid und Difluorphosphat.
Methode b) ³¹P-NMR-Spektroskopie.
Diese Untersuchungsmethode ermöglicht über die chemische Verschiebung und gegebenenfalls
das Aufspaltungsmuster (Kopplung mit dem oder den Fluoratomen) die quantitative Bestimmung
einer etwaigen Verunreinigung des hergestellten Monofluorphosphats mit Phosphat oder
Difluorphosphat.
Methode c) Quantitative papierchromatographische Analyse nach Rössel.
Diese Methode ermöglicht die quantitative Bestimmung etwaiger anderer Phosphate neben
dem gewünschten Monofluorphosphat.
Eine Beschreibung dieser Methode findet sich bei T. Rössel, Z.Anal.Chem. 196 (1973),
Seiten 6 bis 15. Man verwendet ein auf eine Länge von 450 mm und eine Breite von 30
mm zugeschnittenes Chromtographiepapier. An jenem Ende, an welchem die zu bestimmende
Probe aufgebracht wird, schneidet man das Papier symmetrisch auf einer Länge von 60
mm auf eine Breite von nur 12 mm. Die Probe wird dann in Form eines Tropfens (etwa
0,01 ml) in 50 mm Abstand vom verjüngten Ende des Papierstreifens mittig aufgebracht.
Das Chromatographiepapier wird dann in einem geeigneten Gefäß chromatographiert. Nach
Rössel verwendet man zweckmäßig ein zylindrisches Glasgefäß von 250 mm Durchmesser,
500 mm Höhe mit eingeschliffenem Deckel. In diesem Glasgefäß wird der Chromatographiestreifen
in entsprechenden Haltevorrichtungen so aufgehängt, daß er in das Fließmittel ragt,
welches sich etwa 10 mm hoch am Boden des Gefäßes befindet.
Benötigte Lösungen:
1. Methanol-Fließmittel
[0036]
- Lösung I:
- 133,3 g Trichloressigsäure und 30,0 ml 25%iger Ammoniak werden auf 1000 ml mit destilliertem
Wasser aufgefüllt.
- Lösung II:
- 200 ml 96 %iger Eisessig werden mit 800 ml destilliertem Wasser aufgefüllt.
Zur Herstellung des Methanol-Fließmittels werden 120 ml Methanol, 30 ml der Lösung
I und 10 ml der Lösung II miteinander vermischt.
2. Sprühlösungen
[0037]
- Molybdat-Sprühlösung:
- 40 g Natriummolybdat-Dihydrat und 50 g Ammoniumnitrat werden in destilliertem Wasser
aufgelöst und auf 1000 ml aufgefüllt. Diese Lösung wird dann in 100 ml konzentrierte
Salpetersäure eingegossen.
- Reduktionssprühlösung:
- 300 g Natriumpyrosulfit und 10 g Natriumsulfit und 2 g Methol (N-Methylaminophenol,
Firma Agfa) werden in 1000 ml destilliertem Wasser gelöst und gegebenenfalls filtriert.
- Natriummolybdatlösung zur Colorimetrie:
- 125 g Natriummolybdat-Dihydrat werden in 1000 ml destilliertem Wasser gelöst.
- Hydrazinsulfatlösung zur Colorimetrie:
- 0,3 g Hydrazinsulfat werden in 100 ml destilliertem Wasser gelöst. Diese Lösung wird
jedesmal frisch angesetzt.
Perchlorsäure (70 %ig).
Durchführung der Analyse:
[0038] 1 Tropfen etwa (0,01 ml) werden wie oben beschrieben auf dem Chromatographiepapier
aufgebracht. Der Chromatographiestreifen wird dann im Gefäß so angebracht, daß er
bis in das Methanol-Fließmittel reicht, welches etwa 10 mm hoch am Gefäßboden sich
befindet. Man chromatographiert zweckmäßig bei konstanter Temperatur (Umgebungstemperatur),
bis die Fließmittelfront bis etwa 5 cm unterhalb des oberen Randes des Chromatographiepapiers
gestiegen ist.
Dies dauert ca. 16 Stunden. Danach wird das Chromatogramm aus dem Gefäß herausgenommen,
im Trockenschrank bei etwa 60 bis 80 °C gut getrocknet, danach mit einer Sprühflasche
mit der Molybdatsprühlösung bis zur gerade eben gleichmäßigen Feuchtigkeit besprüht
und wiederum etwa 5 bis 10 Minuten gut durchgetrocknet. Dann wird mit der Reduktionssprühlösung
in gleicher Weise besprüht und wieder getrocknet. Die Phosphate erscheinen nun als
blaue Flecken auf dem Papier. Die Phosphatflecken werden dann so ausgeschnitten, daß
alles Phosphat erfaßt, jedoch kein überflüssiges Papier mitgeschnitten wird. Ein etwa
flickengroßes Stück ohne Phosphat wird zur Leerwertbestimmung mit herausgeschnitten
und der gleichen Behandlung wie alle anderen unterworfen (Zweckmäßig läßt man ein
weiteres Chromatographiepapier parallel als Blindprobe während des Chromatographierens
mitlaufen). Die herausgeschnittenen Flecken werden dann in 50 ml-Meßkolben gegeben,
mit 4 ml der konzenterierten Perchlorsäure versetzt und zur Zerstörung des Papiers
ohne Aufsetzen des Schliffstopfens auf dem Sandbad bei mäßiger Temperatur erhitzt,
bis nach heftigem Aufsieden der dunkelbraun gewordenen Säure Klärung eingetreten und
die Säure weiß bis schwachgelb geworden ist. Nach Verdünnen der Säurelösung auf ca.
25 ml werden die Meßkolben zur Hydrolyse 1 Stunde bei 90 °C in einen Trockenschrank
gestellt.
Die Auswertung der getrennten Phosphate erfolgt colorimetrisch. Hierzu kann man handelsübliche
Photometer verwenden. In die abgekühlten Meßkolben werden jeweils 1 ml der Natriummolybdatlösung
zur Colorimetrie und 1 ml der Hydrazinsulfatlösung zur Colorimetrie als Reduktionslösung
zugegeben. Die Meßkolben werden dann noch einmal 25 Minuten bei 90 °C in den Trockenschrank
gestellt. Der Leerwert erscheint nun weiß bis schwachgelblich. Nach Abkühlen und Auffüllen
mit destilliertem Wasser wird die Durchlässigkeit bestimmt. Aus der Extinktion der
einzelnen Proben, bezogen auf die Summe der Extinktionen kann man den Phosphat-Anteil
der einzelnen Flecken und somit die Phosphat-Verteilung in Prozenten errechnen nach
Methode d) Bestimmung des Fluoridgehalts in der Probe mittels einer selektiv auf Fluorid
ansprechenden Fluoridelektrode vor und nach Hydrolyse. Der Vergleich beider Zahlenwerte
ermöglicht die Bestimmung des Anteils an nicht an Phosphor gebundenem Fluorid im hergestellten
Monofluorphosphat.
Verwendet wurde die selektiv auf Fluorid ansprechende Fluoridelektrode 157205 der
Firma Dr. W. Ingold AG, Urdorf-Zürich, Schweiz.
Zur Durchführung der Fluoridbestimmung benötigte Lösungen:
- Fluorid-Stammlösung:
- wäßrige Lösung mit 2,2101 g Natriumfluorid pro Liter. Eine solche Lösung enthält pro
ml genau 1 mg
Fluorid.
- Tironpufferlösung:
- 33,2 g Tiron (Fa. Merck, Darmstadt) (Tiron = Brenzcatechindisulfonsäure - 3,5 - Dinatriumsalzmonohydrat)
102,06 g Natriumacetat
58,44 g Natriumchlorid
15,01 g Essigsäure (15,8 ml)
auf 1 Liter mit dest. Wasser aufgefüllt.
Zunächst wurde eine Eichkurve aufgestellt. Hierzu wurden von der Fluorid-Stammlösung
0,1 ml in einen 100 ml-Meßkolben pipettiert. Dann wurde etwas destilliertes Wasser
zugegeben und einige Körnchen Hydroxylammoniumchlorid zugegeben. Dann wurde Phenolphthalein
zugesetzt und Kalilauge zugegeben, bis die Lösung schwach rosa gefärbt war. Der pH-Wert
betrug etwa 8. Danach wurde in den Meßkolben 10 ml der oben beschriebenen Tironpufferlösung
zugefügt und der Meßkolben anschließend mit destilliertem Wasser bis zur Marke aufgefüllt.
Der Kolbeninhalt wurde dann in ein trockenes 150 ml-Becherglas gegeben (ohne Spülen).
Dann wurde die Fluoridelektrode in die Lösung eingetaucht und in der Lösung hin und
her bewegt. Nach Gleichgewichtseinstellung, d.h. nach etwa 5 Minuten, wurde die in
Millivolt angegebene Anzeige eines pH-Meters, an welches die Fluoridelektrode angeschlossen
war, abgelesen und notiert.
In gleicher Weise wurden der Fluorid-Stammlösung eine 1 ml-Probe und eine 10 ml-Probe
entnommen und wie vorstehend beschrieben untersucht. Durch Auftragen der Meßwerte
in Millivolt gegen den Gehalt an Fluorid in den jeweils verwendeten Lösungen in Milligramm
auf logarithmischem Millimeterpapier wurde eine Eichkurve erstellt.
Bestimmung des Fluorid-Gehalts in Probelösungen vor Hydrolyse:
Das zu untersuchende Verfahrensprodukt wurde in destilliertem Wasser aufgelöst. Der
erhaltenen Probelösung wurde ein genau bestimmtes Volumen, gewöhnlich 1 bis 50 ml,
entnommen. Der Fluorid-Gehalt der Probe sollte zwischen 0,1 und 10 mg Fluorid betragen.
Die entnommene Probe wurde wie oben behandelt, d.h. in einen 100 ml-Meßkolen pipettiert,
mit etwas destilliertem Wasser verdünnt. Danach wurden einige Körnchen Hydroxylammoniumchlorid
zugegeben und der pH-Wert mittels Kalilauge auf etwa 8 eingestellt. Anschließend wurden
10 ml der Tironpufferlösung hinzugefügt und der Meßkolben mit destilliertem Wasser
bis zur Marke aufgefüllt. Der Inhalt des Kolbens wurde dann ohne Spülen in ein trockenes
150 ml-Becherglas gegeben. Dann wurde die Fluoridelektrode eingetaucht und hin und
her bewegt. Nach 5 Minuten wurde der gemessene Wert in Millivolt abgelesen und anhand
der Eichkurve ausgewertet.
Bestimmung des Fluorid-Gehalts nach Hydrolyse:
Verwendet wurde ein Tauchsieder-Destillationsapparat nach Döhr, wie er in der Werbeschrift
"Glastechnische Informationen für Labor, Technikum und Betrieb Nr. 4" der Firma Glasapparatebau
Herbert Miethke, Leverkusen, beschrieben wird. Dieser Apparat umfaßt zwei ineinander
angeordnete Gefäße. Das äußere Gefäß ist ein durch einen Tauchsieder beheizter Dampfentwickler,
und das innere Gefäß ist das Reaktionsgefäß. Beide Gefäße sind durch eine Deckel fest
miteinander verbunden. Auf das Reaktionsgefäß ist ein Destillationsaufsatz aufgesetzt.
An den Destillationsaufsatz wiederum ist ein Henkelkühler angesetzt.
Zur Bestimmung des Fluoridwerts nach Hydrolyse wurde eine genau ausgewogene Menge
der Probe (zwischen etwa 0,3 und etwa 0,4 g) in ein 150 ml-Becherglas eingewogen.
Die Probe wurde in wenig zugesetztem destilliertem Wasser aufgelöst, 2 ml Silbersulfatlösung
(= 0,256 g Silbersulfat) sowie 70 ml Perchlorsäure mit 70 Gew.-% HClO₄ zugegeben und
das Gemisch in das innere Gefäß der Apparatur gespült. Anschließend wurde noch ein
Spatel voll Seesand (etwa 3 bis 4 g) hinzugefügt. Das äußere Gefäß wurde dann zu 3/4
des Volumens mit destilliertem Wasser gefüllt. Ein Meßkolben mit einem Liter Inhalt,
in den etwas destilliertes Wasser gegeben wurde, wurde so unter den Henkelkühler gestellt,
daß das Kühlerende in das Wasser eintauchte. Danach wurde mittels des Tauchsieders
das im äußeren Gefäß befindliche Wasser langsam verdampft und der Dampf durch die
Probenlösung im inneren Gefäß durchgeleitet. Die Heizung wurde so eingestellt, daß
die Siedetemperatur 108 °C nicht überschritt. Mit dem Wasserdampf wurde sowohl das
von vornherein als Fluorid vorliegende Fluor als auch das allmählich hydrolysierende,
zunächst an Phosphor gebundene Fluor übergetrieben. Nach etwa 1 Stunde war der gesamte
Fluorgehalt der Probe überdestilliert und der 1 l-Kolen fast voll. Der 1 l-Meßkolben
wurde dann vom Kühler entfernt, das Kühlerende abgespült und der Kolben mit destilliertem
Wasser bis zur Marke aufgefüllt. 25 ml wurden aus dem Kolbeninhalt entnommen und in
einen 100 ml-Meßkolben pipettiert. Zur Fluorid-Bestimmung wurde dann, wie vorstehend
beschrieben, vorgegangen, d.h. destilliertes Wasser und Hydroxylammoniumchlorid zugegeben,
der pH-Wert eingestellt sowie Tironpufferlösung zugegeben.
Unter Zuhilfenahme der Eichkurve kann aus dem ermittelten Millivolt-Meßwert des pH-Meters
der Gesamtgehalt an Fluor in der Probe bestimmt werden.
Aus dem Vergleich der Meßwerte der Probe vor Hydrolyse und nach Hydrolyse kann wiederum
berechnet werden, welchen Gehalt die jeweilige Probe an Fluorid bzw. an Fluor, gebunden
an Phosphor, enthält.
Durch Vergleich des Fluoridgehalts vor und nach Hydrolyse kann also festgestellt werden,
wieviel Alkalifluorid das hergestellte Alkalimonofluorphosphat enthält.
Methode e) Elementaranalyse.
Diese Methode ermöglicht die Bestimmung des Atomverhältnisses von M:P:F.
Beispiel 1
[0039] In eine Platinwanne wurden 112,0 g Phosphorsäure (P-Gehalt etwa 27,69 %, das entspricht
einer 87,46 %igen Säure und 1 mol H₃PO₄) vorgelegt. Danach wurden zunächst 407,3 g
Kalilauge (27,55 Gew.-% KOH, entsprechend 2 mol KOH) und danach 114,5 g Flußsäure
(19,22 Gew.-% HF, entsprechend 1,10 mol HF) hinzugefügt. Das Ausgangsatomverhältnis
dieses Ansatzes betrug also K:P:F = 2:1:1,10. Die Mischung wurde dann auf 350 °C erhitzt.Nach
etwa 1 Stunde war die Reaktionsmischung vollständig kristallisiert. Sie wurde anschließend
noch 1 Stunde bei etwa 350 °C belassen.
Ausbeute: 176,7 g.
Beispiel 2
[0040] Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch betrug die eingesetzte Menge an Flußsäure
etwa 109,3 g (entsprechend 1,05 mol HF). Das Ausgangsatomverhältnis in der Reaktionsmischung
verhielt sich also wie K:P:F = 2:1:1,05.
Ausbeute: 177,1 g.
Beispiel 3
[0041] Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch betrug die eingesetzte Menge an Flußsäure
diesmal 104,1 g (entsprechend 1,00 mol HF) und das Ausgangsatomverhältnis verhielt
sich somit wie K:P:F = 2:1:1,00.
Ausbeute: 176,3 g.
Beispiel 4
[0042] Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, die eingesetzte Menge an Flußsäure betrug jedoch
93,7 g (entsprechend 0,90 mol HF). Das Ausgangsatomverhältnis verhielt sich somit
wie K:P:F = 2:1:0,90.
Ausbeute: 175,9 g.
Charakterisierung der gemäß Beispiele 1 bis 4 erhaltenen Produkte
[0043] Alle 4 Produkte sind vollständig in Wasser löslich. Der zur Reaktion eingesetzte
Phosphor und das eingesetzte Kalium ist in den Produkten vollständig enthalten. Die
Aufteilung des Gesamtphosphors in den Reaktionsprodukten, ermittelt nach Methode c),
ergab die folgenden Werte:
Tabelle 1
| Ergebnis der quant.papierchrom.Analyse der Reaktionsprodukte der Beispiele 1 bis 4 |
| Produkt n. Bsp. |
Ausgangsatomverhältnis P:F |
Phosphorverteilung (Atom-%) |
| |
|
als PO₃F²⁻ |
als PO₄³⁻ |
| 1 |
1 : 1,10 |
100 |
0 |
| 2 |
1 : 1,05 |
99 |
1 |
| 3 |
1 : 1,00 |
98,5 |
1,5 |
| 4 |
1 : 0,90 |
89 |
11 |
Die durch Methode b) ermittelte Phosphorverteilung geht konform mit den in Tabelle
1 wiedergegebenen Ergebnissen der Untersuchungsmethode c). Die Untersuchung nach Methode
a) der 4 Reaktionsprodukte bewies, daß kein Fluorid F⁻ in den Produkten enthalten
war. Aus den Guinieraufnahmen der nach den Beispielen 1 bis 4 hergestellten Produkte
geht hervor, daß jeweils kristallines Dikaliummonofluormonophosphat K₂PO₃F entstanden
ist. Die Reinheit des Produktes ist bei Anwendung eines geringfügig überstöchiometrischen
Einsatzes von Fluor besonders hoch.
Die Analyse nach Methode e) für das nach Beispiel 3 erhaltene Produkt: K₂PO₃F (Molmasse:
176,175)
Tabelle 2
| Elementaranalyse für das Produkt von Beispiel 3 |
| |
K |
P |
F |
| gefunden |
44,80 |
17,56 |
10,70 |
| berechnet |
44,39 |
17,58 |
10,78 |
Aus Tabelle 2 ergibt sich ein Atomverhältnis von K:P:F = 2,02:1,0:0,99. Die Ergebnisse
der anderen Analysemethoden werden durch diese Elementaranalyse bestätigt.
Beispiel 5
[0044] Zunächst wurde eine Lösung von 174,2 g (1 mol) Dikaliumhydrogenphosphat in 180 g
destilliertem Wasser hergestellt. In diese Lösung wurden zunächst 112,0 g Phosphorsäure
(P-Gehalt etwa 27,65 Gew.-%, entsprechend 1 mol H₃PO₄), danach 227,2 g Kalilauge (Gehalt
an KOH etwa 49,4 Gew.-%, entsprechend 2 mol KOH) und schließlich 112,9 g Flußsäure
(HF-Gehalt etwa 39,0 Gew.-%, entsprechend 2,2 mol HF) eingetragen. Das Gemisch wurde
dann auf 320 °C bis zur vollständigen Kristallisation erhitzt und danach noch 1 Stunde
bei dieser Temperatur gehalten.
Ausbeute: 351,4 g.
Das Produkt bestand aus reinem kristallinem K₂PO₃F, wie die Analysenmethoden a), b),
c) sowie Guinieraufnahmen bewiesen.
Beispiel 6
[0045] Das Beispiel 6 wurde in einer Apparatur nach Figur 1 durchgeführt.
In das Vorratsbehältnis 1 wurde eine 45 Gew.-% KOH enthaltende Kalilauge, in den Vorratsbehälter
2 eine 85,7 Gew.-% H₃PO₄ enthaltende Phosphorsäure und in den Vorratsbehälter 3 eine
40 Gew.-% HF enthaltende wäßrige Flußsäure eingebracht. Das Ventil 4 wurde geöffnet
und 249,5 g der Kalilauge in das Mischgefäß 7 einlaufen gelassen. Nach Schließen des
Ventils 4 wurde Ventil 5 geöffnet und 114,5 g der ortho-Phosphorsäurelösung zugegeben.
Nach Schließen des Ventils 5 wurde Ventil 6 geöffnet und 53,5 g der Flußsäurelösung
in den Mischbehälter eingebracht.
Unter der Annahme einer quantitativen Umsetzung zu Dikaliummonofluormonophosphat entspricht
dies einem Molverhältnis von Wasser zu Endprodukt K₂PO₃F von 13,2:1 (entsprechend
einer wäßrigen Lösung von K₂PO₃F mit 57,5 Gew.-% Wasser).
Das Atomverhältnis von K:P:F in der Reaktionsmischung verhielt sich wie 2:1:1,07.
Die Temperatur in der Reaktionsmischung stieg auf etwa 70 °C. Das frisch zubereitete,
70 °C warme Reaktionsgemisch wurde dann über das Ventil 8 und die Leitung 9 auf die
Aluminiumplatte 10 gegeben. Von der Aluminiumplatte 10 floß es gleichmäßig, langsam
und dünnschichtig auf die Walzenoberfläche der Walze 11, die mittels Thermoöl auf
eine Temperatur von ca. 230 bis 260 °C aufgeheizt wurde. Sobald die Lösung auf die
Walzenoberfläche auftraf, verdampfte das in ihr enthaltene Wasser. Es wird angenommen,
daß jetzt auch die Ausgangsverbindungen miteinander unter Bildung des gewünschten
Monofluorphosphats in Reaktion treten. Der entstehende Dampf, der in geringen Konzentrationen
Fluorwasserstoff enthielt, wurde über eine Abzugshaube in einen Gaswäscher abgeführt.
Die Walze wurde über einen stufenlos regelbaren Elektromotor mit Kette angetrieben.
Die Reaktionsmischung verblieb für die Dauer einer 2/3-Umdrehung, etwa 30 bis 40 sec.,
auf der Walzenoberfläche. Das im Verlauf des Trocknungsvorgangs auf der Oberfläche
der Walze verbackende, gebildete Kaliummonofluorphosphat wurde dann mittels der Schneide
12 von der Oberfläche der Walze abgeschabt. Über das Förderband 13 wurde das Produkt,
das allenfalls noch 0,7 Gew.-% Wasser enthielt, in einen Trockenofen eingebracht und
dort während einer Zeitdauer von 20 Minuten bei 320 °C nachgetrocknet. Danach wurde
es aus dem Trockenofen über die Leitung 15 in einen Vorratsbehälter 16 überführt.
Die Analyse wurde nach der Methode d) und e) durchgeführt. Das Verhältnis Fluorid
vor Hydrolyse zu insgesamt enthaltenen Fluor, also Fluorid nach Hydrolyse ergab, daß
das Produkt zu etwa 95 Gew.-% aus Dikaliummonofluormonophosphat bestand.
Tabelle 3
| Elementaranalyse für das Produkt von Beispiel 6 |
| |
K |
P |
F |
| gefunden |
45,1 |
17,4 |
9,9 |
| berechnet |
44,39 |
17,58 |
10,78 |
Die Elementaranalyse bestätigt das Ergebnis der Analyse nach Methode d).
1. Verfahren zur Herstellung von Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel M₂PO₃F
(I), worin M für das Kation eines Metalls der ersten Hauptgruppe des Periodensystems
steht, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Reaktionsmischung, welche Alkalimetallkationen
M, Phosphat, Fluorid und Wasser enthält, wobei das Molverhältnis von M:P:F sich wie
(2 ± 0,1):(1 ± 0,05):(1 ± 0,1) verhält und das Molverhältnis von Wasser:P mindestens
1:1 beträgt, auf eine Temperatur von 150 °C bis 400 °C aufheizt, wobei sich unter
Verdampfen von Wasser als Reaktionsprodukt das Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen
Formel (I) bildet und man das Reaktionsprodukt isoliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von reinem
Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel M₂PO₃F (I), worin M für Kalium, Cäsium
oder Rubidium steht, eine Reaktionsmischung, die Alkalimetallkationen M, Phosphat,
Fluorid und Wasser enthält, wobei das Molverhältnis M:P:F sich wie (2 ± 0,05): (1
± 0,05):(1 ± 0,1) verhält und das Molverhältnis von Wasser:P mindestens 1:1 beträgt,
auf eine Temperatur von 150 bis 400 °C aufheizt, wobei sich unter Verdampfen von Wasser
als Reaktionsprodukt das Alkalimonofluorphosphat der allgemeinen Formel (I) bildet,
und man das Reaktionsprodukt isoliert.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von M:P:F
sich wie 2:1:(1 bis 1,1) verhält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von Wasser:P
2:1 bis 100:1 beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmischung eine
wäßrige Lösung darstellt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Phosphat in Form von
Phosphorsäure in die Reaktionsmischung einbringt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fluorid in Form einer
wäßrigen Fluorwasserstoffsäure in der Reaktionsmischung einbringt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß M Kalium
bedeutet.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man Kalium in Form von Kalilauge
in die Reaktionsmischung einbringt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionsmischung durch
Vermischen von Phosphorsäure, Kalilauge und wäßriger Fluorwasserstoffsäure erzeugt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionsmischung
durch Vermischen von Phosphorsäure, Kalilauge und wäßriger Fluorwasserstoffsäure erzeugt
und die Reaktionsmischung bis zum Beginn des Aufheizens auf die Temperatur von 150
°C bis 400 °C bei einer solchen Temperatur hält, daß keine Feststoffe ausfallen.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionsmischung
auf eine Temperatur von mindestens 200 °C, vorzugsweise 220 °C bis 350 °C aufheizt.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionsmischung auf
flächige beheizbare Formen aufbringt und die in flächige Form aufgebrachte Reaktionsmischung
erhitzt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktionsmischung
auf die Oberfläche einer Walze aufbringt, dort auf eine Temperatur von mindestens
150 °C, vorzugsweise 200 °C bis 400 °C, insbesondere 220 °C bis 350 °C erhitzt und
das unter Verdampfen von Wasser gebildete Reaktionsprodukt mit einer selbsttragenden
Schneide von der Walzenoberfläche ablöst.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Reaktionsprodukt einer
Nachbehandlung unterwirft.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man das Reaktionsprodukt unter
Erhitzen auf eine Temperatur von mindestens 280 °C bis 400 °C, vorzugsweise 300 bis
350 °C, einer trocknenden Nachbehandlung unterwirft.
1. A method for the production of alkali monofluorophosphate of the general formula M₂PO₃F
(I), in which M stands for the cation of a metal of the first main group of the periodic
table, characterised in that a reaction mixture which contains alkali metal cations
M, phosphate, fluoride and water, the molar ratio of M:P:F being (2 ± 0.1):(1 ± 0.05):(1
± 0.1) and the molar ratio of water:P being at least 1:1, is heated to a temperature
of 150°C to 400°C, with the alkali monofluorophosphate of the general formula (I)
being formed as reaction product, with the evaporation of water, and the reaction
product being isolated.
2. A method according to Claim 1, characterised in that in order to produce pure alkali
monofluorophosphate of the general formula M₂PO₃F (I), wherein M stands for potassium,
caesium or rubidium, a reaction mixture which contains alkali metal cations M, phosphate,
fluoride and water, the molar ratio M:P:F being (2 ± 0.05):(1 ± 0.05):(1 ± 0.1) and
the molar ratio of water:P being at least 1:1, is heated to a temperature of 150 to
400°C, with the alkali monofluorophosphate of the general formula (I) being formed
as reaction product, with the evaporation of water, and the reaction product being
isolated.
3. A method according to Claim 2, characterised in that the molar ratio of M:P:F is 2:1:(1
to 1.1).
4. A method according to Claim 1, characterised in that the molar ratio of water:P is
2:1 to 100:1.
5. A method according to Claim 4, characterised in that the reaction mixture is an aqueous
solution.
6. A method according to Claim 1, characterised in that the phosphate is introduced into
the reaction mixture in the form of phosphoric acid.
7. A method according to Claim 1, characterised in that the fluoride is introduced into
the reaction mixture in the form of an aqueous hydrofluoric acid.
8. A method according to one of the preceding Claims, characterized in that M stands
for potassium.
9. A method according to Claim 8, characterised in that potassium is introduced into
the reaction mixture in the form of potassium hydroxide solution.
10. A method according to Claim 1, characterised in that the reaction mixture is produced
by mixing phosphoric acid, potassium hydroxide solution and aqueous hydrofluoric acid.
11. A method according to Claim 10, characterised in that the reaction mixture is produced
by mixing phosphoric acid, potassium hydroxide solution and aqueous hydrofluoric acid
and the reaction mixture, until heating to the temperature of 150°C to 400°C starts,
is kept at such a temperature that no solids are produced.
12. A method according to Claim 11, characterised in that the reaction mixture is heated
to a temperature of at least 200°C, preferably 220°C to 350°C.
13. A method according to Claim 1, characterised in that the reaction mixture is placed
on flat heatable moulds and the reaction mixture applied in flat form is heated.
14. A method according to Claim 13, characterised in that the reaction mixture is applied
to the surface of a roller, is heated thereon to a temperature of at least 150°C,
preferably 200°C to 400°C, in particular 220°C to 350°C, and the reaction product
produced with evaporation of water is detached from the roller surface by means of
a self-supporting cutter.
15. A method according to Claim 1, characterised in that the reaction product is subjected
to subsequent heating.
16. A method according to Claim 15, characterised in that the reaction product is subjected
to drying subsequent treatment with heating to a temperature of at least 280°C to
400°C, preferably 300 to 350°C.
1. Procédé de fabrication de monofluorophosphate alcalin de formule générale M₂PO₃F (I)
(dans laquelle M représente le cation d'un métal du premier groupe principal du Système
ou Tableau Périodique), procédé caractérisé en ce qu'on chauffe un mélange réactionnel,
qui contient des ions M de métal alcalin, du phosphate, du fluorure et de l'eau, le
rapport molaire M:P:F étant comme (2 ± 0,1): (1 ± 0,05): (1± 0,1) et le rapport molaire
entre l'eau et P valant au moins 1:1, à une température de 150°C jusqu'à 400°C, ce
qui permet la formation, avec évaporation de l'eau, du monofluorophosphate alcalin
de formule générale (I) comme produit de réaction, et en ce qu'on isole le produit
de réaction.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour préparer du monofluorophosphate
alcalin pur de formule générale M₂PO₃F (I) (dans laquelle M représente le potassium,
le césium ou le rubidium), on chauffe un mélange réactionnel, qui contient des cations
de métaux alcalins M, du phosphate, du fluorure et de l'eau, le rapport molaire M:P:F
étant comme (2 ± 0,05): (1 ± 0,05): (1 ± 0,1) et le rapport entre l'eau et P valant
au moins 1:1, à une température de 150 à 400°C, ce qui détermine la formation, avec
évaporation de l'eau, du monofluorophosphate alcalin de formule générale (I) comme
produit de réaction, et l'on isole le produit de réaction.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le rapport molaire M:P:F se
situe comme 2:1:(1 à 1,1).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rapport molaire entre l'eau
et P vaut 2:1 à 100:1.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le mélange réactionnel constitue
une solution aqueuse.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on introduit le phosphate sous
forme d'acide phosphorique dans le mélange réactionnel.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on introduit le fluorure sous
forme d'une solution aqueuse d'acide fluorhydrique dans le mélange réactionnel.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que M représente
le potassium.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'on introduit le potassium sous
forme de lessive de potasse dans le mélange réactionnel.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on produit le mélange réactionnel
par mélangeage d'acide phosphorique, d'une lesive de potasse et d'une solution aqueuse
d'acide fluorhydrique.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'on produit le mélange réactionnel
par mélangeage d'acide phosphorique, d'une lessive de potasse et d'une solution aqueuse
d'acide fluorhydrique, et en ce qu'on maintient le mélange réactionnel, jusqu'au début
du chauffage à la température de 150°C à 400°C, à une température telle qu'il n'y
a pas précipitation de solides.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on chauffe le mélange réactionnel
à une température d'au moins 200°C, avantageusement de 220°C à 350°C.
13. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on place le mélange réactionnel
sur des moules plats chauffables et en ce qu'on chauffe le mélange réactionnel placé
dans un moule plat.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'on applique le mélange réactionnel
sur la surface d'un cylindre, on l'y chauffe à une température d'au moins 150°C, avantageusement
de 200°C à 400°C, notamment de 220°C à 350°C, et on détache de la surface du cylindre,
avec un couteau se soutenant de soi-même, le produit de réaction formé avec évaporation
de l'eau.
15. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on soumet le produit de réaction
à un posttraitement.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'on soumet le produit de réaction
à un post-traitement de séchage, par chauffage à une température d'au moins 280°C
à 400°C, avantageusement de 300 à 350°C.