[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuer- bzw. Regeleinrichtung für Gas-Feuerungsautomaten
von Heizungsanlagen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Gattung.
[0002] Derartige Einrichtungen sind bereits bekannt. Die Heizleistung hängt von der Menge
des dem Brenner zugeführten brennbaren Fluidums und dem Verhältnis dieser Menge zu
der dem Brenner zugeführten Verbrennungsluft ab. Dabei empfiehlt sich die Einstellung
eines auf optimalen Wirkungsgrad bestimmten Verhältnisses zwischen Fluidum und Luft.
Bei bekannten Steuerungseinrichtungen wird die Luft durch ein Gebläse mit konstanter
Drehzahl in einer Verbindungsleitung zum Brenner angetrieben, während eine vom Regler
steuerbare Drosselklappe in der Verbindungsleitung zur Steuerung des Luftdrucks in
der Verbindungsleitung dient. In Abhängigkeit von diesem Luftdruck findet dann die
Steuerung des Einstellorgans für den Druck des dem Brenner zugeführten brennbaren
Fluidums statt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Steuer- bzw. Regeleinrichtung
vor allem konstruktiv zu vereinfachen. Dabei ist die Einsparung an Energie erwünscht
und soll der Brenner auch in Teillastbereichen einen hohen Wirkungsgrad und einen
schadstoffarmen Betrieb auch bei Brennern verhältnismäßig kleiner Leistung bis etwa
30 kW ermöglichen.
[0004] Die Erfindung ist im Anspruch 1 gekennzeichnet. In Unteransprüchen und in der Figurenbeschreibung
sind weitere Ausbildungen der Erfindung beansprucht bzw. beschrieben.
[0005] Bei der Erfindung kann auf die Verwendung einer Drosselklappe zum Steuern des Luftdrucks
verzichtet werden. Statt dessen wird der Luftdruck durch Steuerung der Drehzahl des
Gebläses variiert. Hierdurch wird nicht nur der Aufwand einer zusätzlichen Drosselklappe
mit den entsprechend mechanisch zu bewegenden Teilen und deren Störanfälligkeit vermieden,
sondern kann auch Antriebsenergie eingespart werden, da das Gebläse im Gegensatz zum
Stand der Technik, bei dem es stets mit höchster Drehzahl unabhängig von der Größe
des erforderlichen Luftdrucks in der Verbindungsleitung laufen muß, dem erforderlichen
Luftdruck entsprechend in der Drehzahl angepaßt werden kann. Zum Antrieb des stufenlos
modulierenden Gebläses wird ein Gleichstrommotor verwendet, der durch insbesondere
pulsweitenmodulierte, also digitale Steuersignale eines Steueraggregats steuerbar
ist, welches der Regler beaufschlagt.
[0006] An sich ist es bereits bekannt (DE-OS 29 20 343), bei Brennern Antriebsorgane in
Form von Motoren für Ventile in der Brennstoff- und in der Luftzuleitung zu verwenden
und diese in Abhängigkeit von Meßgrößen zu steuern; dabei handelt es sich aber um
Stellmotoren, welche die Stellung von Ventilen regeln.
[0007] Während die Abhängigkeit-des Fluidumdrucks vom Luftdruck entsprechend bekannter Steuereinrichtungen
dadurch herstellbar ist, daß der Fluidumdruck in Abhängigkeit vom Luftdruck geregelt
bzw. nachgeführt wird, um das gewünschte Fluidum-/Luftverhältnis dem Brenner zuzuführen,
erfolgt die Steuerung des Luftdrucks in Abhängigkeit vom Wärmebedarf bzw. für die
Heizung maßgebenden Parametern über die Drehzahlsteuerung des Gleichstrommotors und
daher des Gebläses.
[0008] Derartige Steuer- und Regeleinrichtungen sind beispielsweise für kleine Gasheizer
(Wand- oder Standmodelle) mit Gasgebläsebrennern verwendbar, mit denen sowohl das
Heizwasser einer Heizungsanlage als auch das Brauchwasser von Einfamilienhäusern oder
Etagenwohnungen insbesondere im Leistungsbereich bis zu 30 kW regelbar sind. Die Steuereinrichtung
kann auch für Gebläsebrenner im intermittierenden Betrieb mit Einrichtungen zur vollständigen
Vormischung des Fluidums-/Luftgemisch und mit geschlossenen Brennkammern verwendet
werden. Wie oben schon dargelegt, empfiehlt es sich auch hier, den Luftdruck als Führungsgröße
für den Gasdruckregler der Kompaktgasregelstrecke zu verwenden. Ein Modulationsbereich
von mindestens etwa 1:3, beispielsweise 10 - 30 kW, bevorzugt aber über 1:5, ermöglicht
einen optimalen Wirkungsgrad und schadstoffarmen Betrieb auch im Kleinlastbereich.
[0009] Es empfiehlt sich, die Drehzahl des Gebläses bzw. Gleichstrommotors insbesondere
mit Hilfe von Hallsensoren abzufühlen und mit entsprechenden Drehzahl-Sollwerten zu
vergleichen, um in Abhängigkeit von Art oder Größe der Differenz Ausgangssignale zu
erzeugen, welche wiederum zur Steuerung der pulsweitenmodulierten Signale für den
Gleichstrommotor des Gebläses dienen. Die Drehzahl-Istwerte werden insbesondere zu
Plausibilitätstests in Feuerungsautomaten verwendet; so müßte ein bestimmter DrehzahlIstwert
während der Vorspülzeit überschritten werden.
[0010] Im Falle der Verwendung von Gas als brennbares Fluidum wird ein Regel-Ventil als
Einstellorgan für das Fluidum verwendet.
[0011] Der als Antrieb für das Gebläse dienende Motor ist insbesondere ein Gleichstrommotor
einer Speisespannung von etwa 35 - 40 V. Er beansprucht nur wenig Raum und verursacht
auch nur verhältnismäßig geringe Kosten.
[0012] Der Luftdruck in der Verbindungsleitung zwischen Gebläse und Brenner kann auch für
andere Steuerungsaufgaben verwendet werden. So ist bei Unterschreiten eines Luftdruck-Grenzwerts
eine Abschaltung durchführbar. Während normalerweise die über die Hallsensoren abgefühlten
Drehzahl-Istwerte des Gebläses bzw. dessen Gleichstrommotors auch ein Maß für den
Luftdruck in der Verbindungsleitung darstellen, könnte ein Abrutschen des Ventilators
von der Gebläsewelle oder die Verstellung von Lüfterflügeln zu einer Luftdruckverminderung
selbst dann führen, wenn die Gebläsedrehzahl gleichbleibt. Wird aber der Luftdruck
in der Verbindungsleitung abgefühlt und festgestellt, daß er einen Grenzwert unterschritten
hat, ist dies ein Anzeichen für eine Fehlfunktion. Während der "Anfahrphase" - beim
Vorspülen - muß aber ein bestimmter Luftdruck herrschen, ehe der Feuerungsautomat
weitere Schritte einleitet, so daß dort stets eine Luftdruckermittlung stattfindet.
Im "Brennerbetrieb" - nach der "Anfahrphase" - reicht es dagegen aus, wenn der Luftdruck
nur gelegentlich und insbesondere immer dann abgefragt wird, wenn der Drehzahl-Istwert
größer als ein bestimmter Sollwert ist; ist dann nicht genügend Luftdruck vorhanden,
leitet der Feuerungsautomat eine Repetition ein.
[0013] In Abhängigkeit von einem Drehzahl-Grenzwert kann auch ein Zündsignal für das Zündaggregat
erzeugt werden, um durch einen Feuerungsautomaten den Brennerbetrieb anzufachen. Die
Steuereinrichtung fungiert dann gleichzeitig als Teil eines Feuerungsautomaten.
[0014] Gleichfalls kann die Steuerung so erfolgen, daß eine Zeitschaltung eine vorbestimmte
Vorspülzeit lang zwar für eine hohe Gebläsedrehzahl und einen hohen Luftdruck, d.h.
einen großen Luftdurchsatz durch Brenner und Heizraum sorgt, gleichzeitig aber die
Zufuhr von brennbarem Fluidum zum Brenner verhindert.
[0015] Entsprechend kann auch beim Absperren der Zufuhr von brennbarem Fluidum ein Signal
erzeugt werden, wodurch das Steueraggregat noch für eine gewisse Zeit ein Steuersignal
an den Gleichstrommotor des Gebläses legt, während die Brennstoffzufuhr abgesperrt
wird, um Brenner und Heizungsraum sowie Kamin mit Luft durchzuspülen und von Verbrennungsgasen
zu befreien.
[0016] Die Wirkung dieses Vor- oder Nachspülens ist optimal, wenn die Steuersignale die
Drehzahl des Gleichstrommotors auf Volllast hochtreiben, da dann die größte Luftmenge
pro Zeiteinheit durchgesetzt wird.
[0017] Während der Zündzeit kann das Gebläse auf einem einstellbaren Wert, z.B. zwischen
50 und 70% seiner maximalen Drehzahl, d.h. seiner Vollast, zurückgefahren werden,
um auch ein optimales Zünden bei der gleichzeitigen Verwendung als Feuerungsautomat
zu erreichen.
[0018] Ausführungsbeispiele für die Erfindung werden nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Figur 1
- ein schematisches Schaubild einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung;
- Figur 2
- ein zeitabhängiges Ablaufdiagramm von Funktionen von Aggregaten der Steuerungseinrichtung;
- Figur 3
- Drehzahlbereiche während verschiedener Zeitabschnitte der Steuereinrichtung beim Anfahren
des Brennerbetriebs (als Feuerungsautomat) und während des Heizungsbetriebs (als Temperaturregler)
und
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer elektronischen Steuereinrichtung, mit der die
beiden Aufgaben sowohl eines Feuerungsautomaten als auch eines Temperaturreglers in
integrierter Bauweise nach einer besonderen Ausbildung der Erfindung lösbar sind.
[0019] Gemäß Figur 1 strömt Gas als brennbares Fluidum F über eine Zuleitung ZL zum Brenner
B eines Heizkessels HK. Der Gasdruck P
F des Fluidums F wird durch ein pneumatisches Gleich- oder Verhältnis-Druckreglerventil
V in Abhängigkeit vom Luftdruck P
A geregelt, der vom Ausgang des Gebläses G zum Regelventil V geführt wird. Der Temperaturregler
R verstellt die Drehzahl n
IST des Motors M
G und dadurch auch den Luftdruck P
A in der Verbindungsleitung VL. Das Gleichdruckregelventil V regelt den Gasdruck P
F entsprechend dem Istwert des Luftdrucks P
A nach, so daß stets die optimale Gasmenge zur jeweils aktuellen Luftmenge nachgeregelt
wird. Der Gleichstrommotor M
G ist bei einer Leistung bis zu 22 VA auf Drehzahlen zwischen etwa 200 und 6000 U/min
einstellbar. Die Luft A wird über die Verbindungsleitung VL zum Brenner B geleitet.
Der Luftdruck P
A in der Verbindungsleitung VL wird durch den Luftdruckfühler F
A nach einer besonderen Ausbildung der Erfindung ermittelt. Das Gebläse G wird durch
eine 39 V-Gleichstrommotor M angetrieben, dessen Drehzahl als Drehzahl-Istwert n
IST mittels eines Drehzahlfühlers F
n, insbesondere eines Hallsensors, abfühlbar ist.
[0020] Die Regelung der Temperatur erfolgt über den Regler R in Abhängigkeit von Temperatur-Istwerten
beispielsweise der Raumtemperatur T
R, der Kesseltemperatur T
K, der Außentemperatur T
A und/oder der Vorlauftemperatur T
V, welche über einen Analog-/ Digitalwandler A/D dem Regler R zugeführt und dort mit
eingestellten Sollwerten, z.B.

oder

in Relation gesetzt werden. Bei diesem Beispiel erzeugt der Regler R ein Ausgangssignal,
das dem Drehzahl-Sollwert n entspricht und im Vergleicher mit dem Drehzahl-Istwert
n
IST verglichen wird. In Abhängigkeit von der Art (plus oder minus) und/oder der Größe
der Differenz dieser beiden Drehzahlwerte kann das Steueraggregat St
G beeinflußt werden, das seinerseits entsprechende Steuersignale S
ST zur Steuerung bzw. Regelung der Drehzahl des Gleichstrommotors M erzeugen könnte.
[0021] Im Ablaufdiagramm nach Figur 2 sind in den Reihen WA bis Z mit dicken Linien die
erforderlichen Signale und mit dünnen Linien unzulässige Signale bezeichnet. Dabei
bedeuten:
- WA:
- der Wärmebedarf bzw. die Wärmeanforderung durch den Regler
- FS:
- Flammensignal
- LP:
- Luftdruckmeldung des externen Luftdruckprüfers (Kontakt) FA
- STB:
- Sicherheitstemperaturbegrenzer
- V:
- Gasventil in der Zuleitung ZL
- Z:
- Zündsignal zum Zündaggregat
- SST:
- Steuersignal zum Gleichstrommotor des Gebläses
- nIST:
- Drehzahl-Istwert abgeleitet vom Halldrehzahlfühler Fn
- thl:
- Zeit zum Hochlaufen des Gebläses
- tv:
- Vorspülzeit
- tbre:
- Bremszeit für das Gebläse
- tz:
- Zündzeit
- ts:
- Sicherheitszeit
- tb:
- Betriebszeit der Brennerregelung
- tn:
- Nachspülzeit
- t:
- Zeit
- A:
- Startbefehl (Reglereinschaltung)
- B:
- Beginn des Brennerbetriebs
- C:
- Beginn der Außerbetriebsetzung
- D:
- Ende der Außerbetriebsetzung und Übergang in die Heimlaufzeit
[0022] Zum Zeitpunkt A gibt der Reglerteil der Steuereinrichtung durch einen Startbefehl
an den Feuerungsautomaten, was beispielsweise dann geschieht, wenn die Temperatur
T im Brauchwasserkreislauf oder im Heizungskreislauf unter einen Mindestwert abgesunken
ist. Während der Hochlaufzeit thl wird der Gleichstrommotor M
G des Gebläses G mit insbesondere pulsweitenmodulierten Steuersignalen S
ST beaufschlagt, so daß sich dessen Drehzahl n
IST auf einen Maximalwert erhöht, sobald ein (einstellbarer) Sollwert (Drehzahl-Sollwert
n
SOLL) erreicht ist und der externe Luftdruckmelder LP seinen Kontakt schließt. Es beginnt
die Vorspülzeit tv. In diesem Zeitpunkt wird in der Verbindungsleitung VL ein bestimmter
Luftdruck P
A erreicht. Um die Vorspülzeit gering zu halten, empfiehlt es sich, das Gebläse G während
der Vorspülzeit tv auf Vollast laufen zu lassen. Über die Rückmeldung des Drehzahl-Istwerts
n
IST und des Luftdruck-Istwerts (LP-Kontakt geschlossen) kann der Feuerungsautomat bei
Erreichen der erforderlichen Mindestwerte sein Funktionsprogramm fortsetzen. Haben
die Drehzahl und/oder der Luftdruck den vorbestimmten Grenzwert vor Beginn der Vorspülzeit
tv nicht erreicht, erfolgt eine Störabschaltung.
[0023] Gemäß Figur 3 muß die Drehzahl n
IST des Gebläses G während der Vorspülzeit tv einen Mindestwert von beispielsweise 2400
U/min überschreiten.
[0024] Während der Bremszeit tbre wird die Drehzahl des Gebläses G entsprechend geringeren
Steuersignalen S
ST vermindert.
[0025] Anschließend wird ein Zündsignal Z während der Zündzeit tz an ein Zündaggregat des
Brenners B angelegt beispielsweise an Zündelektroden desselben, während das Gebläse
G mit der gleichen Drehzahl von beispielsweise 40% der Maximaldrehzahl weiterläuft,
jedoch den Maximalwert von bei diesem Beispiel 2900 U/min gemäß Figur 3 nicht überschreiten
darf. Im Verlauf der Zündzeit tz öffnet das Ventil in der Zuleitung ZL, d.h. den als
Einstellaggregat dienenden pneumatischen Druckregler V für das brennbare Fluidum F,
wodurch die Sicherheitszeit ts beginnt, innerhalb der durch einen Flammenfühler ein
Flammensignal festgestellt werden muß, andernfalls die Störabschaltung erfolgt. Diese
Sicherheitszeit ts beträgt beispielsweise bis zu 10 s, während die Vorspülzeit tv
beispielsweise bis 50 s betragen kann und sich auch die maximale Bremszeit tbre in
dieser Größenordnung befindet.
[0026] Liegt am Ende der Sicherzeitszeit ts die Flammenmeldung vor, erfolgt der Übergang
in die Betriebsstellung und beginnt die Brennerbetriebszeit tb, während der die Gebläsedrehzahl
n
IST in Abhängigkeit von den insbesondere pulsweitenmodulierten Steuersignalen S
ST und diese wiederum in Abhängigkeit von den vom Regler R vorgegebenen Ausgangssignalen
in einem Drehzahlbereich (regelbar) sind, der sich nach Figur 3 zwischen etwa 600
und 6000 U/min bewegt, als Maximalwertvorgabe und Plausibilitätsgrenze, während typischerweise
die höchste Drehzahl 4000 U/min beträgt. Während der Brennerbetriebszeit tb ist es
nicht erforderlich, den Luftdruck zu überwachen, da der Drehzahlfühler Fn mit dessen
Ausgangssignalen genügend Sicherheit bietet.
[0027] Ist die Vorlauftemperatur T
V höher als die Ausschaltschwelle, so wird vom Regler R der Brennerbetrieb zum Zeitpunkt
C eingestellt, indem die Zufuhr von brennbarem Fluidum F zum Brenner B durch das Einstellorgan
V abgestellt wird. Das Gebläse G kann aber in Betrieb bleiben, um Verbrennungsrückstände
auszublasen. Während dieser Sperrzeit tsp wird die Gebläsedrehzahl n
IST auf Vollast (programmierbar) hochgefahren, worauf sich dann der Heimlauf als regulärer
Übergang in die Standby-Phase anschließt.
[0028] Gemäß der besonderen Ausbildung der Erfindung nach Figur 4 ist die Einrichtung mit
einem Mikrocomputer MC bestückt; sie übernimmt sowohl die Aufgaben des Temperaturreglers
als auch die Aufgaben des Feuerungsautomaten. Dabei kann mit dem Mikrocomputer MC
ein weiterer Mikrocomputer MC 1 in Datenaustauschbeziehung stehen, der eine Überwachungsfunktion
übernimmt, um die Sicherheit des Feuerungsautomaten zu gewährleisten. Der Flammenfühler
F
F gibt Ausgangssignale sowohl an den Mikrocomputer MC als auch den weiteren, Überwachungszwecken
dienenden Mikrocomputer MC 1 ab. Beide Mikrocomputer MC, MC1 können unabhängig voneinander
zwei Schaltelemente zu den Ansteuerklemmen des Gasventils schließen bzw. öffnen. Die
beiden Computer überwachen sich auch gegenseitig auf korrekte Funktion.
[0029] Eine Einstellvorrichtung Einst ermöglicht die Programmierung des Mikrocomputers MC
durch Eingabe von Daten in den Speicher SP. Der Mikrocomputer MC veranlaßt die Initiierung
von Steuersignalen S
ST im Signalgenerator SG. Der Vergleicher Ve vergleicht den Drehzahl-Istwert n
IST mit den programmierten Drehzahl-Sollwerten n
SOLL, um bei Abweichungen bzw. Über- oder Unterschreitungen der in Figur 3 gezeigten Drehzahlen
entsprechende Funktionen zu veranlassen oder Störabschaltungen vorzunehmen. Die beiden
Mikrocomputer MC, MC1 wirken auf zwei in Reihe in die 24V-Wechselspannungsleitung
WL geschaltete Schalter S1, S2; die Leitung WL versorgt das Antriebsaggregat AA für
das Brenngasventil V mit elektrischem Wechselstrom.
[0030] Ein Vorteil dieser Integration der elektronischen und insbesondere auf beispielsweise
nur zwei bestückten Leiterplatten angeordneten Steuereinrichtung besteht darin, daß
es überflüssig ist, einerseits für den Feuerungsautomaten und andererseits für den
Temperaturregler eine eigene Steuereinrichtung mit den jeweils zugehörigen Komponenten
zu verwenden. So genügt ein einziger Signalgenerator SG zum Erzeugen und Abgeben der
insbesondere pulsweitenmodulierten Steuersignale S
ST, welche sowohl zur Steuerung des Anlaufprogramms (in der Funktion als Feuerungsautomat)
als auch zur Temperatur-Regelung während des Brennerbetriebs (in der Funktion als
Regler) ihre Aufgabe erfüllen. Die vom Hall-Drehzahlfühler F
n abgefühlten Drehzahl-Istwerte n
IST können nicht nur während des Anlaufprogramms (Funktion als Feuerungsautomat), sondern
auch während des geregelten Brennerbetriebs zur Steuerung und Regelung ausgewertet
werden.
[0031] Der Luftdruckwächter bzw. -fühler F
A stellt sicher, daß beim Betrieb der Feuerungsautomaten, d.h. in der "Anlaufphase"
stets genügend Luftdruck zum Vorspülen des Brennerraumes und Kamins aufgebaut ist.
Während des Betriebs des Temperaturreglers R, u.z. im modulierenden Betrieb, kann
bei geringer Wärmeanforderung WA die Drehzahl n des Gebläses G so weit sinken, daß
der Luftdruckfühler F
A gar nicht mehr anspricht.
[0032] Für diesen Fall empfiehlt sich die Verwendung eines weiteren Luftdruckfühlers, der
auf niedrigeren Luftdruck entsprechend einer geringeren Gebläsedrehzahl anspricht.
In Abhängigkeit vom Drehzahlbereich ist dann der eine oder der andere Luftdruckfühler
anwendbar. Um einen solchen zweiten Luftdruckfühler einzusparen, ist es vorteilhaft,
bei jedem Auftreten eines hohen Wärmebedarfs, der eine so hohe Drehzahl n des Gebläses
G nach sich zieht, daß der Luftdruckfühler F
A ansprechen muß, den Schaltzustand des Luftdruckfühlers F
A abzufragen. Spricht der Luftdruckfühler F
A nicht an, so erfolgt eine Abschaltung mit nachfolgender Repetition des Startvorgangs.
[0033] Der Luftdruckfühler F
A spricht auch bei Sicherheitstest an, wonach mindestens einmal in 24 Stunden eine
kurzzeitige Ausschaltung und ein Neuanlauf mit Hilfe des Feuerungsautomaten erfolgt.
1. Steuerungseinrichtung bzw. Regeleinrichtung für Gas-Feuerungsautomaten von Heizungsanlagen,
bei der dem Brenner für den Heizkessel Gas als brennbares Fluidum, dessen Druck durch
ein Einstellorgan einstellbar ist, sowie Luft über ein Gebläse und eine Verbindungsleitung
zuführbar ist, bei der der Luftdruck in der Verbindungsleitung ebenfalls durch ein
Einstellorgan einstellbar ist und ein Gleich- oder Verhältnis-Druckregler die optimale
Gasmenge in Abhängigkeit vom Luftdruck bzw. der geförderten Luftmenge in der Verbindungsleitung
als Stellgröße steuert bzw. regelt oder nachregelt,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Einstellorgan für die Luft ein Gebläse (G) mit veränderbarer Drehzahl dient,
das durch einen Gleichstrommotor (MG) antreibbar ist, der durch Steuersignale (SST) eines Steueraggregats (StG) steuerbar ist, welches der Regler (R) beaufschlagt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steueraggregat (StG) den Gleichstrommotor (MG) mit digitalen pulsweitenmodulierten Steuersignalen (SST) beaufschlagt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steueraggregat (StG) in Abhängigkeit von Ausgangssignalen eines Vergleichers steuerbar ist, der den Drehzahl-Ist-Wert
(nIST) des Gebläses (G) mit einem Drehzahl-Sollwert (nSOLL) vergleicht, welcher der Regler (R) als Ausgangssignal liefert und dadurch die Drehzahl
regelt.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Luftdruckfühler (FA) den Luftdruck in der Verbindungsleitung (VL) zwischen dem Gebläse (G) und dem Brenner
(B) dann abfühlt, wenn der Drehzahl-Istwert (nIST) größer als ein Drehzahl-Sollwert (nSOLL) ist und daß der Feuerungsautomat bei nicht genügendem Luftdruck eine Repetition,
d.h. ein Ausschalten und Wiedereinschalten, vornimmt.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Hallsensoren (Fn) digitale Hallsignale als Drehzahl-Istwerte (nIST) erzeugen.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einstellorgan für den Luftdruck als rein pneumatisches Gleichdruckregelventil
(V) mit zwei in Reihe geschalteten Absperrventilen ausgebildet ist, welche durch den
Luftdruck (PA) in der Verbindungsleitung (VL) steuerbar sind.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
die Verwendung eines Gleichstrommotors (MG) für das Gebläse (G), mit dem ein Modulationsbereich von mindestens 1:3 des Brenners
(B) betreibbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch
die Verwendung eines Gleichstrommotors (MG) für das Gebläse (G), mit dem ein Modulationsbereich von etwa 1:10 des Brenners (B)
betreibbar ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
die Kombination mit einem Temperaturregler (R), welcher die Luftmenge in Abhängigkeit
von der Wärmeanforderung (WA), z.B. von der Außentemperatur (TA), der Raumtemperatur (TR) des zu beheizenden Raums, der Kesseltemperatur und/oder der Vorlauftemperatur (TV), als Stellgröße verändert.
10. Verwendung einer Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung
mit einem Temperaturregler (R), welcher die Kesseltemperatur und/oder die Vorlauftemperatur
(TV) in Abhängigkeit von der Wärmeanforderung (WA), z.B. der Raumtemperatur (TR) und/oder der Außentemperatur, regelt.