[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrbahnübergang für Dehnfugen mit mindestens
einer parallel zu den Fugenrändern verlaufenden Lamelle, bei dem jede Lamelle an ihren
Lagerstellen mit jeweils einem ausschließlich ihr zugeordneten Stützträger, der sich
über die gesamte Fugenbreite erstreckt und an den Fugenrändern in einer Randkonstruktion
verschieblich gelagert ist, fest verbunden ist und bei dem der Abstand der Lamellen
untereinander und zu den Fugenrändern über eine Federkette gesteuert ist, wobei die
Stützträger der einem Fugenrand unmittelbar benachbarten Randlamelle in der Randkonstruktion
dieses Fugenrandes allseitig kraftableitend gelagert und jeweils über mindestens ein
Federelement gesteuert sind, das gleichzeitig die vertikal nach oben gerichteten sowie
die horizontalen Lagerkräfte in die Randkonstruktion einleitet, indem es einerseits
mit dem zugeordneten Stützträger in dessen Längsrichtung und andererseits mit der
Randkonstruktion in Fugenquer- und Fugenlängsrichtung unverschieblich verbunden ist.
[0002] Bei einem bekannten Fahrbahntibergang dieser Art (DE-GM 66 02 110) werden die Stützträger
der Lamellen von einem unter Druckvorspannung stehenden Elastomerlager, das zwischen
der Oberseite des Stützträgers und der oberen Abschlußwand der Randkonstruktion angeordnet
ist, auf ein im Vergleich zum Elastomerlager starres Gleitlager gedrückt, auf dem
die Stützträger jeweils mit ihrer Unterseite aufliegen und das mit der unteren Abschlußwand
der Randkonstruktion schubfest verbunden ist. Bei den Stützträgern der Randlamellen
ist jeweils an deren allseitig kraftableitend gelagertem Ende das Elastomerlager mit
dem Stützträger schubfest verbunden. Die dem Stützträger abgewandte Seite des Elastomerlagers
ist mit der oberen Abschlußwand der Randkonstruktion unverschieblich verbunden. Durch
diese Lagerungsart werden vertikal nach unten gerichtete Kräfte durch Druck auf die
Gleitlager in die Randkonstruktion eingeleitet und vertikal nach oben gerichtete Kräfte,
die ein Abheben des Stützträgers vom Gleitlager bewirken würden, durch die Druckvorspannung
des Elastomerlagers überdrückt. Horizontale Kräfte werden über die Schubsteifigkeit
des Elastomerlagers an die Randkonstruktion weitergegeben. Diese Elastomerlager bilden
gleichzeitig die Endglieder der steuernden Federkette, indem sie beim Öffnen oder
Schließen der Fuge jeweils ihre über Schubverformung erzeugte Federkraft in die jeweilige
Randkonstruktion einleiten. Nachteilig ist bei diesen Fahrbahnübergängen, daß die
Gleitlager zur Aufnahme der relativ großen, nach unten gerichteten Vertikalkräfte
aus einem Werkstoff, meist einem Kunststoff, hoher Festigkeit hergestellt sein müssen,
daher nahezu starr sind und eine geringe Dämpfung aufweisen. Aufgrund ihrer relativ
hohen Steifigkeit können diese Gleitlager den Verformungen und Bewegungen des Stützträgers
nur sehr begrenzt folgen, wodurch es zu erheblichen Kantenpressungen und Verschleißerscheinungen
bei den Gleitlagern kommen kann. Darüber hinaus wird durch die notwendige Druckvorspannung
der Elastomerlager ein großer Aufwand bei der Montage wie auch Demontage der Lagerungseinzelteile
der Stützträger erforderlich, da in der Regel der Einsatz von Pressen zum Aufbringen
der Druckvorspannung in der Randkonstruktion bei ohnehin engen räumlichen Verhältnissen
in den Dehnfugen nicht zu umgehen ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Fahrbahnübergang der eingangs genannten
Art so weiterzuentwickeln, daß die allseitig kraftableitende Lagerung der Stützträger
eine größere Dämpfung aufweist, eine bessere Verformungsaufnahme ermöglicht und leichter
montier- sowie demontierbar ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einem gattungsgemäßen
Fahrbahnübergang die mit einer Randlamelle fest verbundenen Stützträger in der Randkonstruktion,
in der sie allseitig kraftableitend gelagert sind, ausschließlich mittels des bzw.
der Federelemente(s) gelagert sind, und daß alle Federelemente einer solchen Feder-Lagerungsstelle
einerseits allseitig fest an einem gemeinsamen Kopplungsstück, das lösbar am Stützträger
befestigt ist, angebracht und andererseits mit der Randkonstruktion allseitig fest,
jedoch lösbar, verbunden sind.
[0005] Mit der allseitig kraftableitenden Lagerung der Stützträger einer Randlamelle ausschließlich
über Federelemente ist der erfindungsgemäße Fahrbahnübergang dort, wo sowohl vertikale
als auch horizontale Auflagekräfte abgeleitet werden, also an den Stellen höchster
statischer und vor allem stoßartiger Belastung, in allen Bewegungsrichtungen mit wirksamen
Dämpfungselementen versehen, wodurch die Stoß- und die Geräuschdämpfung wesentlich
erhöht wird. Da die Federelemente an einem gemeinsamen Kopplungsstück befestigt und
auch fest an der Randkonstruktion angebracht sind, werden sämtliche auftretenden Belastungen
von allen Federelementen gemeinsam aufgenommen, wobei die einzelnen Federelemente
je nach ihrer räumlichen Anordnung und der Richtung der Belastung gedrückt, gezogen
oder schubverzerrt werden. Die maximalen Belastungsgrößen pro Federelement können
dabei geringer als bei der gattungsgemäßen Konstruktion gehalten werden und ermöglichen
dieser gegenüber damit eine geringere Dimensionierung. Aufgrund ihrer Elastizität
können die Federelemente den Bewegungen und Verformungen des Stützträgers in allen
Richtungen zwanglos folgen, so daß einseitige Belastungen in Kontaktflächen und daraus
resultierende übermäßige Verschleißerscheinungen vermieden werden. Im Rahmen einer
Steuer-Federkette, welche die Lamellen untereinander und mit den Randkonstruktionen
verbindet und zur Steuerung der Fugenabstände dient, werden alle Federelemente einer
Feder-Lagerungsstelle zur Steuerung des Stützträgers bzw. der mit diesem fest verbundenen
Lamelle herangezogen. Dadurch, daß die Federelemente über das gemeinsame Kopplungsstück
lösbar am Stützträger befestigt sind, ist es möglich, alle Federelemente mit einem
einzigen Befestigungsvorgang in richtiger Lage am Stützträger anzubringen, so daß
die bisher notwendige Einzelpositionierung und -befestigung der Lagerungselemente,
nämlich des Gleitlagers unter und des Elastomerlagers auf dem Stützträger, auf dem
seinerseits noch nicht fixierten Stützträger nicht mehr erforderlich ist, wodurch
der Montage- und auch Demontageaufwand erheblich reduziert wird.
[0006] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind auch die Federelemente einer
Feder-Lagerungsstelle allseitig fest an einem sie umfassenden, gemeinsamen Verbindungselement
angebracht, das lösbar an der Randkonstruktion befestigt ist. Mit dieser Maßnahme
können die Federelemente einer Feder-Lagerungsstelle auch an der Randkonstruktion
in einem einzigen Befestigungsvorgang angebracht werden. In ähnlicher Weise wie bei
der Befestigung der Federelemente über das Kopplungsstück am Stützträger wird damit
auch auf Seite der Randkonstruktion eine einzelne Positionierung und Befestigung der
Federelemente vermieden. Dieses bedeutet eine zusätzliche erhebliche Vereinfachung
und Zeitersparnis bei der Montage und Demontage der Lagerung des Stützträgers. Ein
weiterer Vorteil dieser mittelbaren Befestigung gegenüber einer unmittelbaren Befestigung
der Federelemente an der Randkonstruktion liegt darin, daß Kopplungsstück, Federelemente
und Verbindungselement gemeinsam ein eigenständiges Lagerungselement bilden, das als
Ganzes separat vorgefertigt und bei Montage oder im Reparaturfall als Ganzes eingebaut
bzw. ausgetauscht werden kann. Auch die Lagerhaltung wird erleichtert, da ein einstückiges
Lagerungselement anstelle einer Mehrzahl von Lagerungseinzelteilen vorliegt.
[0007] Bevorzugt sind die Federelemente als Elastomerlager ausgebildet und an das Kopplungsstück
anvulkanisiert. Besonders bevorzugt sind Kopplungsstück. Elastomerlager und Verbindungselement
als einstückiges Bauteil vulkanisiert. Die Vulkanisation bietet eine besonders einfache
Form der Verbindung zwischen Elasatomerlager und Kopplungsstück und gegebenenfalls
auch Verbindungselement, wobei eine einstückige Ausbildung unter Einbeziehung des
Verbindungselements in einem Arbeitsgang hergestellt werden kann.
[0008] Vorteilhafterweise ist das Verbindungselement in Form eines Rahmens ausgebildet,
der quer zur Längsachse des Stützträgers angeordnet und bevorzugt lediglich an einer
Wand der Randkonstruktion befestigt ist. Hierdurch kann für die Befestigung des Rahmens
eine leicht zugängliche Stelle ausgewählt werden, so daß von der Fugenmitte aus Werkzeuge
ohne größere Schwierigkeiten angesetzt werden können.
[0009] Der Rahmen weist zweckmäßigerweise eine Kopf- und eine Fußplatte auf, die durch zwei
im Abstand voneinander angeordnete, zwischen sich einen Zwischenraum ausbildende,
seitliche Verbindungsstege miteinander verbunden sind, wobei das Kopplungsstück und
die Federelemente in diesem Zwischenraum angeordnet sind. In einer ersten bevorzugten
Ausführungsform zur Befestigung des Rahmens steht, in einer Ebene quer zur Stützträger-Längsrichtung
gesehen, die Fußplatte seitlich über die Verbindungsstege über und ist mit im Überstand
angeordneten Schrauben an einer unteren Abschlußwand der Randkonstruktion verschraubt.
Bei dieser Ausführungsform müssen keine weiteren Bauteile am Rahmen angebracht werden,
um dessen Befestigung an der Randkonstruktion zu ermöglichen.
[0010] In einer anderen, ebenfalls sehr vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
der Rahmen über seitlich von den Verbindungsstegen vorstehende Laschen mit Auflagerböcken
verschraubt, die ihrerseits an der Randkonstruktion befestigt sind. Dabei können die
Schraubenachsen horizontal oder vertikal verlaufen. Liegt bei vertikalen Schraubenachsen
die Scherfläche der Schrauben in der Höhe der Längsachse des Stützträgers, werden
die Schrauben nur durch eine Scherkraft beansprucht und nicht durch eine Kombination
von Schub- und Zugkräften, wie sie bei einer Verschraubung direkt mit der unteren
Abschlußwand der Randkonstruktion auftritt. Bevorzugt wird die Fußplatte des Rahmens
in einem Abstand von der unteren Abschlußwand der Randkonstruktion angebracht, wodurch
ein Freiraum entsteht. Dadurch ist eine Bearbeitung der entsprechenden Flächen des
Rahmens und der Randkonstruktion nicht mehr notwendig, wodurch Zeit und Kosten der
Fertigung verringert werden.
[0011] Bei beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsformen des Rahmens ist zweckmäßigerweise
ferner die Kopfplatte des Rahmens ebenfalls in einem Abstand von einer oberen Abschlußwand
der Randkonstruktion unter Ausbildung eines Freiraumes angebracht, wodurch auch auf
dieser Seite die entsprechenden einander gegenüberliegenden Flächen von Rahmen und
Randkonstruktion nicht mehr bearbeitet werden müssen.
[0012] Eine weiter bevorzugte Fortbildung der Erfindung besteht darin, daß die Federelemente
im (unbelasteten) Einbauzustand spannungslos sind. Eine Druckvorspannung ist nicht
notwendig, da die Federelemente sowohl am Kopplungsstück als auch an der Randkonstruktion
- entweder unmittelbar oder mittelbar über ein Verbindungselement - allseitig fest
angebracht sind, so daß sie nicht nur auf Druck und Schub, sondern auch auf Zug belastet
werden können. Da das Aufbringen einer Druckvorspannung auf die Federelemente nicht
mehr erforderlich ist, werden bei der Montage keine Pressen mehr benötigt, was den
Montage- und Demontageaufwand erheblich vereinfacht und verkürzt.
[0013] Von besonderem Vorteil ist es, wenn pro Feder-Lagerungsstelle zwei Federelemente
vorgesehen und senkrecht übereinander angeordnet sind. Dadurch wird bei vertikalen
Kräften ein Federelement auf Zug und das andere auf Druck beansprucht, wodurch die
bevorzugten Beanspruchungsrichtungen der beiden Federelemente mit den Hauptbelastungsrichtungen
übereinstimmen, während horizontale Kräfte ausschließlich durch Schubverformung der
Federelemente weitergeleitet werden. Dieses ermöglicht eine günstige und doch relativ
einfache Auslegung der Federelemente.
[0014] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei der als gemeinsames
Verbindungselement für die Federelemente ein Rahmen eingesetzt wird, sind die Federelemente
an der Kopf- bzw. an der Fußplatte des Rahmens befestigt und seitlich in einem Abstand
von den Verbindungsstegen angebracht. Diese Ausgestaltung gewährleistet auf einfache
Weise eine ungehinderte, allseitige Bewegungsmöglichkeit der Federelemente und damit
des Stützträgers und somit eine freischwimmende Lagerung.
[0015] Bevorzugt ist ferner das Kopplungsstück auf einen am Ende des Stützträgers in dessen
Längsrichtung angebrachten Bolzen bevorzugt einen Schraubbolzen, aufgesteckt und befestigt.
Hierdurch ist es möglich, sämtliche Federelemente mit einer einzigen Schraubverbindung
am Stützträger zu befestigen bzw. sie von diesem zu lösen.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist jeder Stützträger
der Randlamellen quer zu seiner Längsrichtung zumindest einmal geteilt. Dabei wird
das Kopplungsstück von einem Stützträger-Endteil gebildet, das mit der Randlamelle
nicht unmittelbar verbunden und das an einem anschließenden Mittelteil des Stützträgers
verschraubt ist. Mit dieser Ausbildung wird die Ausbldung eines eigenen Befestigungsabschnitts,
wie z.B. eines Schraubbolzens, am Stützträger zur Befestigung des Kopplungsstücks
vermieden, was bei den ohnehin engen räumlichen Verhältnissen in der Randkonstruktion
Platz einspart. Darüber hinaus liegt die Verbindung des als Kopplungsstück ausgebildeten
Stützträger-Endteils mit dem Stützträger-Mittelteil näher zur Fugenmitte hin und ist
daher leichter erreichbar.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielshalber im Prinzip noch
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen einlamelligen Fahrbahnübergang entsprechend
I-I in Fig. 2, wobei eine Lagerstelle der Lamelle mit Stützträger und dessen Lagerung
in Nullstellung, d.h. in nicht schubverformtem Zustand, dargestellt ist;
Fig. 2 eine Schnittansicht durch eine Anordnung nach Fig. 1 längs II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Ansicht der Lagerung des Stützträgers aus den Fig. 1 und 2 längs III-III in
Fig. 2;
Fig. 4 einen Querschnitt ähnlich Fig. 1 durch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Fahrbahnübergangs entsprechend IV-IV in Fig. 5;
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Stützträger und dessen Lagerung aus Fig. 4 längs V-V in Fig.
4;
Fig. 6 eine Ansicht der Lagerung des Stützträgers aus Fig. 4 und 5 längs VI-VI in Fig. 5;
Fig. 7 einen Querschnitt ähnlich Fig. 1 oder 4 durch eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Fahrbahnübergangs, bei dem die Stützträger geteilt sind, längs VII-VII in Fig. 8;
Fig. 8 eine Draufsicht ähnlich Fig. 2 oder 5 auf den Stützträger und dessen Lagerung aus
Fig. 7 längs VIII-VIII in Fig. 7, sowie
Fig. 9 einen Querschnitt ähnlich Fig. 4 durch den erfindungsgemäßen Fahrbahnübergang aus
Fig. 4, jedoch mit infolge einer Fugenverbreiterung schubverformten Federelementen.
[0018] Die in den Figuren dargestellten Fahrbahnobergänge 1, 2 und 3 erstrecken sich jeweils
zwischen den beiden Fugenrändern 4 einer Dehnfuge 5 zwischen zwei Bauwerksteilen 6,
7, z. B. bei einer Brückenkonstruktion, wobei die Oberseite des Überbaus beidseits
der Dehnfuge 5 mit einer geeigneten Abdichtung 8 versehen ist, oberhalb derer ein
Fahrbahnbelag 9, z.B. Beton, vorgesehen ist, der eine Oberfläche 10 ausbildet.
[0019] Der Aufbau der Fahrbahnübergänge 1, 2 und 3 umfaßt jeweils eine innerhalb der Dehnfuge
5 in Fugenlängsrichtung und parallel zu den Fugenrändern 4 verlaufende Lamelle 11,
die mit an den Fugenrändern 4 angebrachten Stahlprofilen 12 über geeignete elastische
Dichtungskörper 13, die den zwischen der Lamelle 11 und den Fugenrändern 4 vorliegenden
Spalt wasserdicht überbrücken, formschlüssig verbunden ist. Bei einlamelligen Fahrbahnübergängen
stellt selbstverständlich die einzige Lamelle 11 gleichzeitig die Randlamelle dar,
die in diesem Fall beiden Fugenrändern 4 unmittelbar benachbart ist.
[0020] Die Lamelle 11 ist über ihre gesamte Länge hinweg an mehreren Lagerstellen des jeweiligen
Fahrbahnübergangs 1, 2, 3 abgestützt, was in den Figuren jedoch nicht gezeigt ist.
[0021] Wie in den Fig. 1, 4, 7 und 9 dargestellt, ist die Lamelle 11 an der Lagerstelle
jeweils mit einem Stützträger 16 fest (hier: starr) verbunden, der sich über die gesamte
Fugenbreite erstreckt und seinerseits jeweils an Lagerungsstellen an den Fugenrändern
4 in einer Randkonstruktion 15 gelagert ist. Die Randkonstruktion 15 hat die Form
eines rechteckigen Kastens, der an seiner der Fuge zugewandten Seite offen ist. Zur
Lagerung des Stützträgers 16 werden Federelemente 17 eingesetzt, die sowohl mit dem
Stützträger 16 als auch mit der Randkonstruktion 15 allseitig fest, d.h. druck-, zug-
und schubfest, aber lösbar verbunden sind. Diese Verbindungen erfolgen mittelbar über
ein Kopplungsstück 18 zwischen den Federelementen 17 einer Lagerungsstelle und dem
Stützträger 16 und können über ein Verbindungselement 19 zwischen diesen Federelementen
17 und der Randkonstruktion 15 erfolgen. Die Federelemente 17 sind im Einbauzustand
spannungslos. Infolge ihrer allseitig festen Verbindung mit dem Kopplungsstück 18
wie auch - mittelbar oder unmittelbar - mit der Randkonstruktion 15 werden die Federelemente
17 nicht nur durch Druck und Schub, sondern auch durch Zug beansprucht, so daß bei
jeder Art von Belastung - auch bei der Steuerung der Lamelle 11 bei einer Änderung
der Fugenbreite - sämtliche Federelemente 17 an der Lastabtragung beteiligt sind.
[0022] Als Federelemente werden Elastomerlager 17 eingesetzt, von denen an jeder Lagerungsstelle
des Stützträgers 16 zwei einander gegenüberliegend, nämlich eines unterhalb des Stützträgers
16 und eines über diesem, angeordnet sind. Die Elastomerlager 17 sind so ausgerichtet,
daß sich ihre Achsen in vertikaler Richtung decken und die Längsachse 20 des Stützträgers
16 rechtwinklig kreuzen. Zwischen den einander gegenüberliegenden Elastomerlagern
17 ist ein quaderförmiges Kopplungsstück 18 aus Stahl angeordnet, an dem die Elastomerlager
17 durch Vulkanisation befestigt sind.
[0023] Die Elastomerlager 17 und das Kopplungsstück 18 werden von einem gemeinsamen Verbindungselement
in Form eines rechteckigen Rahmens 19 aus Stahl umfaßt, der senkrecht zur Längsachse
20 des Stützträgers 16 verläuft. Der Rahmen 19 besteht aus einer Kopfplatte 21, einer
Fußplatte 22 sowie zwei diese miteinander verbindenden seitlichen Verbindungsstegen
23, die sich vertikal beidseits der Elastomerlager 17 und des Kopplungsstücks 18 und
damit des Stützträgers 16 erstrecken (vgl. Fig. 3 und 6). Die Kopfplatte 21 ist mit
der Oberseite des oberen Elastomerlagers 17 und die Fußplatte 22 mit der Unterseite
des unteren Elastomerlagers 17 ebenfalls durch Vulkanisation verbunden, so daß Kopplungsstück
18, Elastomerlager 17 und Rahmen 19 ein einteiliges Lagerungselement ausbilden. Zwischen
den Elastomerlagern 17 und den Verbindungsstegen 23 ist genügend seitlicher Freiraum
24 belassen, so daß eine allseitige Bewegungsfreiheit der Elastomerlager 17 gewährleistet
ist.
[0024] Das Kopplungsstück 18 gemäß Fig. 3 und 6 weist eine zentrische Durchgangsbohrung
25 auf, die parallel zu den Elastomerlagern 17 verläuft. Mit dieser Durchgangsbohrung
25 ist das Kopplungsstück 18 und damit das gesamte aus Kopplungsstück 18, Elastomerlagern
17 und Rahmen 19 bestehende Lagerungselement auf einen Schraubbolzen 26 aufgesteckt
(Fig. 1, 2, 4, 5), der jeweils am Kopfende des Stützträgers 16 biegesteif befestigt
ist und in dessen Längsrichtung verläuft. Das freie Ende des Schraubbolzens 26 ragt
aus der Durchgangsbohrung 25 des Kopplungsstücks 18 heraus und ist mit einem Schraubgewinde
versehen, auf das eine Schraubmutter 27 aufgeschraubt ist, durch die das Kopplungsstück
18 und der Stützträger 16 miteinander fest verbindbar sind.
[0025] Für die Verbindung des Rahmens 19 mit der Randkonstruktion 15 sind in den Fig. 3
und 6 zwei Ausführungsbeispiele dargestellt. Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam,
daß der Rahmen 19 jeweils nur an einer Wand der Randkonstruktion 15 befestigt ist.
[0026] Bei dem Beispiel aus Fig. 3 steht die Fußplatte 22 flächig auf einer unteren Abschlußwand
28 der Randkonstruktion 15 auf und steht rechtwinklig zum Verlauf der Durchgangsbohrung
25 im Kopplungsstück 18 seitlich, d.h. in Fugenlängsrichtung, über die Verbindungsstege
23 über. In diesen Überständen sind jeweils zwei in Fugenquerrichtung hintereinander
liegende Schraublöcher vorgesehen, durch die Schrauben 29 hindurchgesteckt werden,
mit denen der Rahmen 19 an der unteren Abschlußwand 28 der Randkonstruktion 15 festgeschraubt
ist (Fig. 2). Zwischen der Oberseite der Kopfplatte 21 und der Innenseite der oberen
Abschlußwand 14 der Randkonstruktion 15 wird ein Freiraum ausgebildet, so daß hier
die entsprechenden Flächen der einander gegenüberliegenden Bauteile bei der Montage
nicht mechanisch als Anlageflächen bearbeitet sein müssen.
[0027] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist an jedem Verbindungssteg 23, etwa in der
Mitte seiner vertikalen Länge, in der Höhe der Längsachse 20 des Stützträgers 16 eine
horizontal auskragende Lasche 30 angebracht. Jede Lasche 30 ist mit einem vertikal
verlaufenden Schraubloch versehen und liegt auf einem von der unteren Abschlußwand
28 der Randkonstruktion 15 nach oben ragenden Auflagerbock 31 auf, mit dem sie über
Schrauben 29 verschraubt ist. Die vertikalen Abmessungen der Auflagerböcke 31 und
des Rahmens 19 sind dabei so gewählt, daß sowohl zwischen der Unterseite der Fußplatte
22a und der Oberseite der unteren Abschlußwand 28, als auch zwischen der Oberseite
der Kopfplatte 21 und der Innenseite der oberen Abschlußwand 14 ein Spalt vorhanden
ist. Damit entfällt auch hier wieder die Notwendigkeit einer mechanischen Bearbeitung
bei den angesprochenen Flachen. Dadurch, daß gemäß dieser Ausbildung, im Gegensatz
zur Ausbildung nach Fig. 3, auch unter der Fußplatte 22a ein Spalt zur Randkonstruktion
15 hin vorhanden ist, werden auch die Dämpfungseigenschaften der Federlagerung noch
weiter erhöht.
[0028] Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Fahrbahnübergangs 3 besteht der Stützträger 16 aus einem Mittelteil 32 und zwei als
Kopplungsstücke dienenden Endteilen 33, die nicht über eine Steckverbindung mit dem
Stützträger 16 verbunden, sondern mittels einer Kopfplattenverbindung 34 mit dessen
an der Lamelle 11 befestigtem Mittelteil 32 verschraubt sind. Mit dieser Ausgestaltung
der Verbindung von Kopplungsstück 18 und Stützträger 16 wird die Zugänglichkeit der
Verbindungsstelle sehr erleichtert, da die Schraubverbindung von der der Fuge abgewandten
Seite des Kopplungsstücks 18 auf dessen der Fuge zugewandte Seite verlagert und damit
unmittelbar zugänglich ist. Die Anordnung der Elastomerlager 17 und die Befestigung
des Rahmens 19 an der Randkonstruktion 15 kann entsprechend den Darstellungen gemäß
den Fig. 1 bis 6 gewählt werden.
[0029] In Fig. 9 ist das Verformungsverhalten der Elastomerlager 17 bei einer Fugenverbreiterung
dargestellt. Die vier Elastomerlager 17 weisen gleiche Kennwerte auf, so daß ihre
Schubsteifigkeit und damit die entsprechende Federsteifigkeit gleich ist. Bei einer
Fugenverbreiterung werden an beiden Fugenrändern 4 die Kopf- bzw- Fußplatten 21, 22
der Rahmen 19 mit den Randkonstruktionen 15 von der Fugenmitte wegbewegt, wobei die
Elastomerlager 17 infolge ihrer Elastizität (Schubsteifigkeit) über die Kopplungsstücke
18 eine Zugkraft in den Stützträger 16 einleiten, um diesen mitzunehmen. Da an beiden
Enden des Stützträgers 16 diesselbe Zugkraft eingeleitet wird, jedoch jeweils in entgegengesetzte
Richtungen, heben sich diese Zugkräfte auf und der Stützträger 16 und damit die Lamelle
11 verbleiben in ihrer ursprünglichen Lage. Auf diese Weise entfernen sich die Fugenränder
4 von der Lamelle 11 jeweils um das gleiche Maß, so daß die Lamelle 11 immer in Fugenmitte
liegt und damit die Fugenabstände zu den Fugenrändern 4 untereinander gleich bleiben.
[0030] Anstelle der in den Figuren gezeigten Ausführungen können aber auch mehr als zwei
Federelemente 17 pro Lagerungsstelle des Stützträgers 16 eingesetzt werden, die z.B.
in Umfangsrichtung um das Kopplungsstück 18 herum angeordnet sein können. Die Federelemente
17 können einzeln über jeweils eigene Befestigungselemente, z.B. anvulkanisierte Stahlplatten,
an der Randkonstruktion 15 befestigt werden. Wird jedoch ein gemeinsames Verbindungselement
19 verwendet, ist für dessen Ausbildung und seine Befestigung an der Randkonstruktion
15 jede geeignete Formgebung einsetzbar. Maßgebend ist dabei nur, daß über eine unmittelbare
oder mittelbare Schub-/Zug-/Druckbefestigung der Federelemente 17 an der Randkonstruktion
15 bei jeder Belastungsart und Bewegung des Stützträgers 16 alle Federelemente 17
an der Lastabtragung beteiligt werden.
1. Fahrbahnübergang für Dehnfugen mit mindestens einer parallel zu den Fugenrändern verlaufenden
Lamelle, bei dem jede Lamelle an ihren Lagerstellen mit jeweils einem ausschließlich
ihr zugeordneten Stützträger, der sich über die gesamte Fugenbreite erstreckt und
an den Fugenrändern in einer Randkonstruktion verschieblich gelagert ist, fest verbunden
ist und bei dem der Abstand der Lamellen untereinander und zu den Fugenrändern über
eine Federkette gesteuert ist, wobei die Stützträger der einem Fugenrand unmittelbar
benachbarten Randlamelle in der Randkonstruktion dieses Fugenrandes allseitig kraftableitend
gelagert und jeweils über mindestens ein Federelement gesteuert sind, das gleichzeitig
die vertikal nach oben gerichteten sowie die horizontalen Lagerkräfte in die Randkonstruktion
einleitet, indem es einerseits mit dem zugeordneten Stützträger in dessen Längsrichtung
und andererseits mit der Randkonstruktion in Fugenquer- und Fugenlängsrichtung unverschieblich
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Randlamelle (11) fest verbundenen Stützträger (16) in der Randkonstruktion
(15) ausschließlich über das bzw. die Federelement(e) (17) gelagert sind, und daß
alle Federelemente (17) einer solchen Lagerungsstelle allseitig fest an einem gemeinsamen
Kopplungsstück (18), das lösbar am Stützträger (16) befestigt ist, angebracht und
ferner mit der Randkonstruktion (15) fest, jedoch lösbar, verbunden sind.
2. Fahrbahnübergang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente (17)
einer Lagerungsstelle fest an einem sie umfassenden, gemeinsamen Verbindungselement
(19) angebracht sind, das lösbar an der Randkonstruktion (15) befestigt ist.
3. Fahrbahnübergang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente
als Elastomerlager (17) ausgebildet und an das Kopplungsstück (18) anvulkanisiert
sind.
4. Fahrbahnübergang nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Kopplungsstück
(18), Elastomerlager (17) und Verbindungselement (19) einstückig vulkanisiert sind.
5. Fahrbahnübergang nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement
als Rahmen (19) ausgebildet ist, der quer zur Längsachse (20) des Stützträgers (16)
angeordnet ist.
6. Fahrbahnübergang nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (19) nur
an einer Wand der Randkonstruktion (15) befestigt ist.
7. Fahrbahnübergang nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (19)
eine Kopf- und eine Fußplatte (21, 22) aufweist, die durch zwei unter Ausbildung eines
Zwischenraumes im Abstand zueinander angeordnete seitliche Verbindungsstege (23) miteinander
verbunden sind, wobei das Kopplungsstück (18) und die Federelemente (17) im Zwischenraum
angeordnet sind.
8. Fahrbahnübergang nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußplatte (22),
in einer Ebene quer zur Stützträger-Längsrichtung gesehen, über die Verbindungsstege
(23) seitlich übersteht und mit im Überstand angeordneten Schrauben (29) an einer
unteren Abschlußwand (28) der Randkonstruktion (15) verschraubt ist.
9. Fahrbahnübergang nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (19) über
seitlich von den Verbindungsstegen (23) vorstehende Laschen (30) an Auflagerböcken
(31) an der Randkonstruktion (15) befestigt ist.
10. Fahrbahnübergang nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußplatte (22) des
Rahmens (19) mit Abstand von einer unteren Abschlußwand (28) der Randkonstruktion
(15) angeordnet ist.
11. Fahrbahnübergang nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kopfplatte (21) des Rahmens (19) mit Abstand von einer oberen Abschlußwand (14) der
Randkonstruktion (15) angebracht ist.
12. Fahrbahnübergang nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Federelemente (17) im Einbauzustand spannungslos sind.
13. Fahrbahnübergang nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß pro
Lagerungsstelle zwei Federelemente (17) senkrecht übereinander vorgesehen sind.
14. Fahrbahnübergang nach Anspruch 5 und Anspruch 13 sowie einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente (17) an der Kopf- bzw. an der Fußplatte
(21, 22) des Rahmens (19) befestigt sind, und daß Verbindungsstege (23) im Abstand
seitlich von den Federelementen (17) verlaufen.
15. Fahrbahnübergang nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kopplungsstück (18) auf einem am Ende des Stützträgers (16) in dessen Längsrichtung
angebrachten Bolzen (26) sitzt.
16. Fahrbahnübergang nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Stützträger (16) der Randlamellen (11) quer zu seiner Längsrichtung zumindest einmal
geteilt ist und das Kopplungsstück von einem Endteil (33) gebildet wird, das mit der
Randlamelle (11) nicht unmittelbar verbunden und mit einem Mittelteil (32) des Stützträgers
(16) verschraubt ist.